perttivalkonen schrieb:noch immer kam keine inhaltliche Entkräftung meiner Darlegung, nur weitere Mantras
Sein "Mantra" ist eine vollständige, stringente Argumentation, deine "Darlegung" eine Nebelkerze, die argumentativ nichts zur Diskussion beiträgt, weshalb auch niemand verpflichtet ist, darauf einzugehen.
Aber da du es beim ersten Mal offenbar nicht verstanden hast:
perttivalkonen schrieb:Es war ein Grund dafür, daß Leben nicht zwangsläufig entsteht, nur wenn die Bedingungen gegeben sind.
Nein, war es nicht und ist es immer noch nicht.
Da du – wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten – ganz sicher nicht alle notwendigen Bedingungen für Lebensentstehung kennst, kannst du überhaupt nicht wissen wo, wann, wie oft und wie lange die überhaupt gegeben waren. Wir wissen nicht einmal sicher, dass Leben tatsächlich auf der Erde entstanden ist. Weshalb es für deine Behauptung, Leben wäre trotz erfüllter Bedingungen schon mal nicht entstanden, keinerlei valide Grundlage gibt.
perttivalkonen schrieb:sondern nur dafür, daß Leben nicht erneut auftreten muß.
Statistisch muss es das. Selbst wenn deine Annahme zutreffend wäre, würde das in Bezug auf die Unendlichkeit trotzdem nichts begründen. Auch ein Ereignis, das unter günstigen Bedingungen nur manchmal zufällig auftritt, würde zwingend eintreten. Egal wie unwahrscheinlich es wäre.
perttivalkonen schrieb:Nur, wenn es eine Regel gibt, daß die Lebensentstehung ab soundsovielen Gelegenheiten eintreten muß.
Die gibt es. Nicht ab "sounsovielen" Gelegenheiten, solange "soundsoviel" kleiner ist als unendlich. Hat auch keiner behauptet. Vorher näherst du dich nur dem – unbekannten – Erwartungswert an.
Aber bei einer unendlichen Anzahl von Gelegenheiten wird jedes mögliche Ereignis unendlich oft eintreten. Das Auftreten ist in diesem Szenario also zwingend.
Wenn das Ereignis schon mal auf natürliche Weise eingetreten ist, ist bewiesen, dass es grundsätzlich möglich ist. Da muss dir auch ganz sicher keiner belegen, dass es nochmal möglich ist. So wie dir nach einem Sechserwurf auch keiner belegen muss, dass die sechs danach immer noch auf dem Würfel ist.
Wenn du das bestreiten willst, ist es deine Aufgabe, sinnvoll zu begründen, warum es plötzlich nicht mehr möglich sein sollte. Das ist dir bisher nicht ansatzweise gelungen.
Ich finde erstaunlich, dass solche logisch zwingenden Gesetzmäßigkeiten sonst von der Mehrheit in fast jedem Zusammenhang anstandslos akzeptiert werden.
(Umgekehrt hat man an die Realität ja grundsätzlich auch den Anspruch auf Reproduzierbarkeit. Würde ich sagen: "Ich hab gestern ein Einhorn gestreichelt, war aber ein singuläres, fast unmögliches Ereignis mit Wahrscheinlichkeit Null, und lässt sich daher nicht wiederholen", würde wohl auch eher keiner antworten: "Oh wie schön, schade dass ich nicht dabei war!"
:D)
Nur wenn es um Lebensentstehung geht, versucht man die plötzlich mittels absurdester geistiger Verrenkungen anzuzweifeln.
Woran liegt das? "Krone-der-Schöpfung"-Hybris? Verweigerung der Erkenntnis, dass wir nicht von einem Gott geschaffen wurden? Angst vor Alieninvasion?
Obwohl es für die Realität sogar ziemlich irrelevant ist, schließlich ist das Konzept des unendlichen Universums nur ein theoretisches Gedankenspiel.