continuum schrieb:Die Evolution verläuft von mir aus nicht mit einer konstanten Geschwindigkeit. Es gibt doch immer Phasen relativer Stabilität und Phasen, in denen sich Arten unter starkem Selektionsdruck vergleichsweise schnell oder Chaotisch verändern. Gerade nach Massenaussterben werden ökologische Nischen frei, was evolutionäre Entwicklungen eigentlich beschleunigen kann.
Zudem ist Intelligenz so wie ich es gelernt habe, kein vorgegebenes Ziel der Evolution.
Noch im Paläogen hatte keine Wirbeltiergruppe ein genügend komplexes und relativ zur Körpermasse großes Gehirn, um
einen Vorläufer eines Wesens mit dem Menschen vergleichbarer Intelligenz hervorbringen zu können. Vor allem im Miozän, der ersten Stufe des Neogens, setzte bei vielen Gruppen ein Evolutionsschub des Gehirns ein, der das Gehirn der heutigen Spitzengruppen in Sachen Intelligenz hervorbrachte: so etwa bei Walen, Primaten, Papageien- und Rabenvögeln. Ein (mit uns vergleichbar) intelligentes Wesen auf der Erde vor 50 Millionen Jahren kannste sowas von knicken - außer, Du nimmst "Besucher" an...
continuum schrieb:Was die fehlenden Fossilien betrifft, könnte meiner Meinung so geschuldet sein
Was heißt hier fehlende Fossilien? Wenn das Gehirn evolviert, dann in ganzen Gruppen, nicht in nur einer Spezies. Ein Schub in der Gehirnevolution führt zwangsläufig zur Radiation, also zur Artaufspaltung, also zur Bildung ganzer Gruppen von Arten. Einzelne Artzen mögen nicht im Fossilbefund auftauchen, aber daß ganze Großtaxa sich nicht im Fossilbefund anzeigen, das gibts dann doch nicht. Außer im Bereich nichtkontinentaler Meeresablagerungen, siehe die Quastenflosser. In der Tiefsee buddelt es sich schlecht nach Fossilien.
continuum schrieb:Von daher lässt sich aus dem Fehlen von Funden nicht zwangsläufig ableiten, dass etwas "nie" existiert haben kann.
Weit mehr als Fossilien von Vor- und Frühmenschen kennen wir Funde von Artefakten. Also früheste Steinwerkzeuge, sogar schon aus der Zeit vor dem ersten Vertreter der Gattung Homo. Drei Millionen Jahre Steinwerkzeugfunde zeigen, hier entwickelte sich grad was, das das Zeug hat, mal was Intelligentes mit Zivilisation und Hochtechnologie zu werden. Meinst Du, sowas hätten die Vorfahren einer früheren Ziv-Spezies nicht hervorgebracht und hinterlassen? Wie verdammt noch mal hättense dann weit komplexere Werkzeuge usw. hervorbringen können, wennse nicht mal nen Faustkeil hinbekamen?
Also such Du mal hübsch nach 50 + X Millionen Jahre alten Faustkeilen bzw. Faustkeil-Äquivalenten, bevor Du das "unmöglich" streichen willst unter Berufung auf Fundlücken.
continuum schrieb:"es ist vollkommen unmöglich"
*gääähn* Echt, immer nur dieses "abba ze hundat proßents kannse dis nich ausschließn tuhn", weil ja sonst nichts geht. Wofür nichts spricht, ist vom Tisch - und fertig! Also, haste was? Nee? Dann schweig und such, bis de was hast.
continuum schrieb:Trotzdem ist es wichtig, in einem solchen Forum das Diskutieren zu dürfen.
Diskutieren? Was gibts denn da zu Diskutieren zu? Gibt doch nix!
Marfrank schrieb:
continuum schrieb:Zudem ist Intelligenz so wie ich es gelernt habe, kein vorgegebenes Ziel der Evolution.
Riesenwuchs wohl eher.
Auch nicht. Es gibt immer mal Tendenzen zu Größenzunahme, aber genauso Tendenzen zu Miniaturisierung. Meist passiert beides zur selben Zeit, aber es gibt ganze Epochen, wo z.B. die Größenzunahme dominiert. Ist dennoch kein generelles Daraufhinauslaufen.