sommerday schrieb:Danke@Raspelbeere für die ausführliche Antwort🙏
Viele Bohnen. Mein Mann ist der Ansicht, da könnten auch frische grüne Bohnen schmecken. Denkt dabei an Buschbohnen, zusätzlich zu den getrockneten. Neuerdings gibts in "meinem" Supermarkt auch schwarze Bohnen in Dosen. Noch nicht probiert.
Normalerweise gebe ich ins Chili keine grünen Bohnen. Aber warum auch nicht? Chili, genauso wie Reispfanne, sind Gerichte die ich je nach Bedarf variiere, und in die schonmal das ein oder andere zusätzliche Gemüse kommt wenn vor einer Reise der Kühlschrank geleert wird.
Bei Tofu schreit jeder laut auf. Du merkst, etwas festgefahren.
Zunächst mal: Ich zwinge niemandem Tofu auf
:) Nicht mal als Vegetarier oder Veganer "muss" man ihn essen.
Habt ihr Tofu schonmal ausprobiert und wenn ja, wie? Es könnte (!) sein dass Tofu aufgrund der Zubereitung wenig gut ankam, anders aber Gefallen finden könnte.
M.E. gibt's da einige fade Zubereitungen, mag ich auch nicht. Etwa wenn der Tofu in Wasser gekocht wird... Oder ohne Anbraten halb roh irgendwo untergemischt. Bei Catering habe ich schon komische Sachen erlebt.
Auf eine andere Art und Weise schmeckt er mir gut, und ich habe festgestellt, dass er so auch bei Einladungen (Leute die gar keine Vegetarier sind) nur so weggeht: Einfrieren, wieder auftauen, dann kann man das Wasser gut auspressen. Der Tofu ist nun poriger geworden und lässt sich in Würfel oder Streifen super knusprig braten. Kann man so in mehr oder weniger authentischen Wokgerichten hinzufügen (auch in Asia-Restaurants wird das üblicherweise so gemacht), schmeckt aber auch zum Knabbern als Snack mit Dip.
Obiges bezieht sich auf festen Tofu. Seidentofu wird anders verwendet, z.B. als Suppeneinlage ähnlich zu Eierstich, oder für Süßspeisen ähnlich wie Joghurt oder Pudding.
Jedenfalls hast Du Dich in der neuen Heimat kulinarisch gut integriert. Darf man wissen, was Du dort beruflich machst? Wundere mich manchmal über Deine Gerichte. Als bekennender Fleischesser ist für mich ein Essen ohne - einfach kein Essen. Unvollständig. Bei Dir liest sich das trotzdem lecker... .
Kann ich dir problemlos verraten: Ich bin Astrophysikerin - die Großteleskope in Chile sind dir ggf. bekannt (Paranal etwa), und genau darum hat es mich dahin verschlagen.
(Vegetarisch mit überwiegend veganen Gerichten ernähre ich mich jedoch schon seit Jahrzehnten (nicht missionierend gemeint, sondern schlichtweg: das ist nix Neues für mich, keine experimentelle Phase), und habe während der Zeit in Deutschland gelebt, dann in den USA und jetzt nun in Chile. So viel neue Gerichte sind gar nicht dazugekommen; was sich eher verändert hat ist manch eine Zutat die in ein so ähnlich von mir schon gekochtes Gericht kommt (Butterpilze etwa), oder auch dass ich bestimmte vorher schon genutzte Zutaten jetzt großzügiger verwenden kann (Limetten etwa). Andere fehlen (z.B. Bärlauch ist hier nicht erhältlich.). Generell probiere ich total gerne neue Gemüsesorten, Obstsorten, Gewürze, Körner und Nüsse... aus und habe hier in Chile auch einiges neu in den Speiseplan aufgenommen, u.a. Früchte die hier regional sind aber in Deutschland gar nicht erhältlich sind, solche die abweichen, dann verschiedene Sorten Algen, und freue mich allgemein über das frische leckere Gemüse- und Obstangebot.)