bati12za schrieb:mMn das bedeutet, dass MH 370 flog noch cca 14 Min. mit APU und dann war das Ende. Wo? Das weis niemand.
Das ist komplizierter. 13:45 Min sind eher eine theoretische Zeit unter Idealbedingungen.
Möglicherweise entscheidend ist jetzt der zweite Teil von oben (die Tabelle habe ich weggelassen). Demnach gab es, anders als beim manuell verursachten log-on von 18:25 UTC keine Übertragung durch das IFE (Flugunterhaltungssytem).
Die damals präferierte Erklärung war, dass das Flugzeug bereits vorher abgestürzt oder in einer so ungewöhnlichen Fluglage war, dass es kurz danach abgestürzt sein muss. Somit wäre es sehr nahe am 7. Bogen und auf dieser Grundlage hat man das damalige Suchgebiet eingegrenzt.
Die alternative Erklärung - die ich mittlerweile persönlich wie mehrfach gesagt für wahrscheinlicher halte - ist, dass der log-on manuell ausgelöst wurde, indem z.B. der Resttreibstoff vor dem Ausfall beider Triebwerke durch den cross-feed auf die APU umgelegt wurde, so dass für ein ditching noch ausreichend Treibstoff da war, um die flaps bis zum Ende ausgefahren zu lassen. Die fehlende Übertragung durch das Flugunterhaltungssytem kann man dann damit erklären, dass dieses manuell abgeschaltet wurde, z.B. um Kommunikationsversuche durch Nicht-Entführer zu unterbinden.
Der Grund dafür ist, dass die Theorie des unkontrollierten Absturz zwingend einen Absturz nahe des Bogens (ca. 15 NM, maximal 25 NM entfernt) voraussetzt - dort wurde aber MH370 nicht gefunden, es wurde sogar deutlich über die 25 NM hinaus gesucht.
Außerdem deutet, wie erklärt, das Schadensbld der Trümmer, v.a. der beiden Flügelklappen, darauf hin (keine 100%-ige Sicherheit, aber mMn eine überwiegende Wahrscheinlichkeit), dass die Flügelklappen bis zum Ende ausgefahren waren. Vielleicht war sogar das Fahrwerk ausgefahren (um zu verlangsamen), denn es wurde ein Teil einer Fahrwerksklappe gefunden. Dies setzt dann aber voraus, dass bis zum Ende, also über die maximal 13:45 Minuten hinausgehend, noch Treibstoff, zumindest für die APU, vorhanden war.
Jedenfalls grenzen die vorhanden Daten die möglichen Flugende-Szenarien bereits deutlich ein. Es läuft entweder auf den unkontrollierten Absturz (unter welcher Annahme das Wrack aber nicht gefunden wurde) oder das kontrollierte ditching hinaus.