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Der Fall Gustl Mollath

2.838 Beiträge, Schlüsselwörter: Betrug, Bayern, Psychiatrie, Psiram, Staatsanwaltschaft, Gustl Mollath, Beate Merk

Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 20:39
@3THINKER
3THINKER schrieb:Ich habe mir den Film angesehen.
Deshalb stellte ich auch die Frage, ob die Darstellung in dem Film falsch ist.
Der Film ist tendenziös. Da werden Dinge aufgebauscht und andere verschwiegen. Der Film hat eine Message und die lautet "wir präsentieren einen Skandal".
Das reicht bei Weitem nicht, um auch nur annähernd die Vorgänge über einen so langen Zeitraum zu erfassen. Es kann doch auch kein Anspruch sein, sich eine Meinung über einen so komplizierten Vorgang mit mehreren Urteilen, Untersuchungen und Gutachtern auf Basis eines Fernsehfilms zu bilden.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 20:55
Der Fall Mollath ist ein Skandal. Er beruht auf einem flächendeckenden Versagen von Justiz, Gutachtern und Psychatrie. Letztlich auch der Politik.

Vermutlich nicht, weil eine Schwarzgeld- und Steuerhinterziehung vertuscht wurde. Sondern weil ein Mensch, der nicht gemeingefährlich war, 7 Jahre eingesperrt wurde. Und weil sich die Bayerische Justiz bis zur Intervention des Bayerischen Ministerpräsidenten geweigert hat, diesen Irrtum zuzugeben.

Es war aber auch ein notwendiger Skandal, weil dringend notwendige Veränderungen an der zwangsweisen Unterbringung in der Psychiatrie wegen Schuldunfähigkeit vorgenommen worden sind. Ein Skandal, der hoffentlich nicht wieder vorkommt.

Ob Herr Mollath seine Frau verprügelt hat (so die Feststellungen des LG Regensburg), tut da nichts zur Sache, ebenso wenig, ob er unausstehlich ist oder nicht.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:01
jaska schrieb:Der Film ist tendenziös. Da werden Dinge aufgebauscht und andere verschwiegen.
Vielleicht war aber auch das 1. Verfahren tendenziôs.
Wie kam es denn zu diesem 2. Verfahren?


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:10
Lesen:

Wikipedia: Gustl_Mollath


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:10
@3THINKER
https://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Anordnung-der-Wiederaufnahme-2013-08-06.pdf
Es war ein Wiederaufnahmeverfahren.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:16
@Monstra
Das Neutralste, was ich in Sachen Medienberichterstattung zu Mollath wahrgenommen habe, waren tatsächlich die Quellen, die Du hier als Anti-Mollath klassifizierst. Dabei haben die einfach mal Dinge gegengeprüft oder auch die andere Seite zu Wort kommen lassen. Das Minimum, was Objektivität leisten muss.
Deshalb auch der Tipp: http://der-fall-mollath.de/
Das ist nicht so lange aber beleuchtet schon mal viele Aspekte. Ist aber vom Nordbayerischen Kurier.

Ansonsten finde ich nicht, dass eine Ausrede a la "aber das ist ja viel zu lesen" hier gelten darf. Denn in wenigen Fällen gibt es so gut dokumentierte Informationen und das ist doch eher eine Chance als ein Hindernis. Immerhin gehts hier ja um ziemlich wichtige und sehr vielschichtige Vorgänge. Die kann man nicht wie ein Märchen in einer knappe Essenz packen und hat das Wesentliche erfasst.



Mal ein paar willkürliche Zitate aus dem Untersuchungsbericht des Bayerischen Landtags, der 2013 in der Sache Mollath und dessen Anschuldigungen gegen die Bank und Behörden seine Ergebnisse in einem Schlussbericht veröffentlichte:

Schlußbericht, Bayerischer Landtag, Untersuchungsausschuß Mollath,
Juli 2013
https://www.bayern.landtag.de/parlament/gremien/untersuchungsausschuesse/untersuchungsausschuss-fall-mollath/
So stellte beispielsweise Frau Dr. Krach in ihrer ärztlichen Stellungnahme vom 18.09.2003 ausdrücklich dar, dass sie den Zeugen Mollath zu keinem Zeitpunkt untersucht habe, sondern ihre Feststellungen lediglich auf den Darstellungen seiner geschiedenen Ehefrau beruhen. Dies hat der Zeuge Huber entsprechend gewürdigt, weshalb Frau Dr. Krach als Zeugin nicht von Nöten war.
Sein Beschluss, die psychiatrische Begutachtung des Zeugen Mollath anzuordnen, ist vor allem nicht primär auf die Einschätzung von Frau Dr. Krach zurückzuführen. Vielmehr war dafür der Eindruck vom und die Einlassungen des Zeugen Mollath während der Hauptverhandlung vom 25.03.2009 maßgeblich.
...
Die beiden größten bayerischen Steuerfahndungsstellen München und Nürnberg haben keine kenntnisse von ano-
nymisierten kapitaltransfers der HVB ins Ausland. Im Zeitraum 1996-2003 war die Hypo-Vereinsbank als solche teilweise noch nicht existent.
In der genannten Zeitspanne gab es jedoch ein Verfahren gegen die Hypo Capital Management (HCM), ein Tochterunternehmen der seinerzeitigen Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank.
Zu diesem Verfahren konnten im Rahmen des Untersuchungsausschusses aus Gründen des Steuergeheimnisses keine weiteren Erkenntnisse gewonnen werden.
Als Folge dieses Verfahrens sind jedoch bei der HVB bereits Mitte der 90er Jahre die kapitaltransfers in die Schweiz eingestellt worden.
...
Strafanzeige sei laut der HVB im Falle des Sonderrevisionsberichts nicht erstattet worden, da keine kunden geschädigt worden seien und kein Fall des § 11 GWG vorgelegen habe.
...
Da findet sich natürlich noch viel mehr und auch dieser Bericht ist noch im Lichte zu sehen, dass man die Möglichkeit eines für Mollath nachteiligen Verlaufs wohlwollend prüfte. So wurde zum Beispiel auch Herr Braun angehört, der letztes Jahr wegen Meineides in genau dieser Sache verurteilt wurde. Unter der damaligen Annahme der Wahrheit hinter Brauns Aussage wurde folgegemäß in diesem Bericht die Glaubwürdigkeit von Mollaths Ex-Frau angezweifelt. Einer der Umstände, die zum Wiederaufnahmeverfahren geführt haben.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:17
emz schrieb:Hier kannst du in aller Ausführlichkeit nachlesen, wie es sich mit der fristlosen Kündigung von Frau Mollath verhielt.
Außerdem konnte die Bank weder Namen von Kunden noch Kontonummern nennen, für deren Vermittlung Petra Mollath Provisionen erhalten haben sollte. Immer wieder hatte die Bank den Ehemann Gustl Mollath um Namen gebeten. Aber der hatte abgeblockt. Er wollte plötzlich nicht mehr reden. Am 16. September 2003 wurde die außerordentliche Kündigung der Petra Mollath aufgehoben, sie erhielt eine Abfindung von knapp 20.000 Euro.
Wofür genau, wurde denn die Abfindung gezahlt?
Und besagt die Zahlung einer Abfindung?
Teilweise werden Abfindungen auch bei berechtigten Kündigungen gezahlt.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:20
3THINKER schrieb:Wofür genau, wurde denn die Abfindung gezahlt?
Und besagt die Zahlung einer Abfindung?
Teilweise werden Abfindungen auch bei berechtigten Kündigungen gezahlt.
Mehr als in dem Artikel kann ich dir auch nicht sagen.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 21:39
@3THINKER
3THINKER schrieb:Vielleicht war aber auch das 1. Verfahren tendenziôs.
Wie kam es denn zu diesem 2. Verfahren?
Ganz ehrlich: es ist lächerlich, wenn Du mit dem Anschauen von 40min Film meinst, hier Tatsachen beurteilen zu können. Das ist ja schon schwierig genug, wenn man die verfügbaren Unterlagen kennt.
Und außerdem ist es echt eine Zumutung, wenn Dir nicht mal die Grundlagen der Entwicklung bekannt sind, wie die Frage nach dem Zustandekommen des 2. Verfahrens zeigt.

Es geht hier um echte Menschen, um Justiz, um Kriminalfälle. Da sollte man doch wenigstens ein wenig sorgfältiger an die Sache rangehen.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 22:22
jaska schrieb:Da findet sich natürlich noch viel mehr und auch dieser Bericht ist noch im Lichte zu sehen, dass man die Möglichkeit eines für Mollath nachteiligen Verlaufs wohlwollend prüfte.
Man sollte hinzufügen, dass es sich um den Bericht der Landtagsmehrheit handelt, also den der CSU-MdLs. Ab Seite 61 gibt es die Sondervoten der Opposition, die vermutlich in der einen oder anderen Hinsicht eine andere Bewertung vertreten.
jaska schrieb:Das Neutralste, was ich in Sachen Medienberichterstattung zu Mollath wahrgenommen habe, waren tatsächlich die Quellen, die Du hier als Anti-Mollath klassifizierst.
Dann solltest Du über Deinen Standpunkt mal nachdenken.

Der Artikel im "Spiegel" von Beate Lakotta vom Juli 2013

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-101368199.html

ist beispielsweise das, was "Monitor" oder "Süddeutsche" auf der anderen Seite gemacht haben: Eine nicht unseriöse kritische Analyse unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten. Auch der "Nordbayerische Kurier" ging ja noch in die Bütt, gab Frau Mollath ein Forum. Deren Aussagen messe ich mal im Prinzip den gleichen Wahrheitsgehalt zu wie denen Mollaths. Jeder versucht sich in möglichst gutem Licht darzustellen.

Aber Frau Lakottas Fragen:

"Aber hatte Mollath überhaupt Kenntnisse, mit denen er Reichen und Mächtigen hätte gefährlich werden können? Gab es Machenschaften, ihn kaltzustellen? Oder hat das Gericht nur allzu bereitwillig seiner damaligen Frau geglaubt?"

haben nichts damit zu tun, warum ich den Fall Mollath nicht nur für einen Justizskandal, sondern für ein Justizversagen halte. Die Gründe habe ich genannt.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 22:35
@Monstra
Monstra schrieb:Dann solltest Du über Deinen Standpunkt mal nachdenken.
Weil Du das sagst?
Monstra schrieb:ist beispielsweise das, was "Monitor" oder "Süddeutsche" auf der anderen Seite gemacht haben: Eine nicht unseriöse kritische Analyse unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten. Auch der "Nordbayerische Kurier" ging ja noch in die Bütt, gab Frau Mollath ein Forum.
Ich war froh, mal Frau M. in irgendeiner Form zu erleben. Wenn da einzelne Artikel ihr "ein Forum" gaben, dann ist das doch nur fair und in keinem Fall ist Dein abwertender Ton da gerechtfertigt.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 22:41
jaska schrieb:Ich war froh, mal Frau M. in irgendeiner Form zu erleben. Wenn da einzelne Artikel ihr "ein Forum" gaben, dann ist das doch nur fair und in keinem Fall ist Dein abwertender Ton da gerechtfertigt.
Falls Du aus meinen Worten einen abwertenden Ton entnommen haben solltest, so war meine Intention keine Verachtung. Sonst hätte ich auch nicht auf Frau Lakottas Ansicht verlinkt. Es ist auch völlig in Ordnung, was der "Nordbayerische Kurier" gemacht hat. Genauso wie in Ordnung ist, was "Süddeutsche" oder "Monitor" gemacht haben.

Dein Standpunkt scheint da aber ja nicht so ausgewogen zu sein. Da bist Du mit dem Vorwurf "tendenziös" recht flott bei der Hand.


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Der Fall Gustl Mollath

01.06.2018 um 23:59
Monstra schrieb:Der Fall Mollath ist ein Skandal. Er beruht auf einem flächendeckenden Versagen von Justiz, Gutachtern und Psychatrie. Letztlich auch der Politik.
Das ist das was Mollath und seine Epigonen Versuch en der Welt weiszumachen. Der einzige "Skandal" der berechtigterweise Aufgedeckt und korrigiert wurde war der, dass ein Beschuldigter der in die Psychiatrie eingewiesen wurde und selber keinerlei Interesse an einer Aufklärung zeigt, jahrelang in der Psychiatrie bleiben musste, weil es keine echte Möglichkeit gab, seine aktuelle Gefährlichkeit neu zu bewerten.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 00:01
Monstra schrieb:Ob Herr Mollath seine Frau verprügelt hat (so die Feststellungen des LG Regensburg), tut da nichts zur Sache, ebenso wenig, ob er unausstehlich ist oder nicht.
Er hat sie nicht, nur, verprügelt, er hat sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 00:03
jaska schrieb:Unter der damaligen Annahme der Wahrheit hinter Brauns Aussage wurde folgegemäß in diesem Bericht die Glaubwürdigkeit von Mollaths Ex-Frau angezweifelt. Einer der Umstände, die zum Wiederaufnahmeverfahren geführt haben.
Wegen dieser Aussage wurde Herr Braun übrigens inzwischen wegen Falschaussage/ Meineid, rechtskräftig verurteilt.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 00:06
Monstra schrieb:Auch der "Nordbayerische Kurier" ging ja noch in die Bütt, gab Frau Mollath ein Forum. Deren Aussagen messe ich mal im Prinzip den gleichen Wahrheitsgehalt zu wie denen Mollaths. Jeder versucht sich in möglichst gutem Licht darzustellen.
Was Du unterschlägst, ist dass Herr Lapp auch mehrere persönliche Gespräche mit Herrn Mollath hatte, er also einer der wenigen ist, die beide Seiten kennen.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 00:11
Monstra schrieb:Falls Du aus meinen Worten einen abwertenden Ton entnommen haben solltest, so war meine Intention keine Verachtung. Sonst hätte ich auch nicht auf Frau Lakottas Ansicht verlinkt. Es ist auch völlig in Ordnung, was der "Nordbayerische Kurier" gemacht hat. Genauso wie in Ordnung ist, was "Süddeutsche" oder "Monitor" gemacht haben.

Dein Standpunkt scheint da aber ja nicht so ausgewogen zu sein. Da bist Du mit dem Vorwurf "tendenziös" recht flott bei der Hand.
Der Denkfehler, dem Du hier m.E. Erliegst ist der es müsse die "Wahrheit" immer irgendwo in der Mitte liegen. Ich hatte mir damals das Buch von Herrn Mackenthun (sorry ich kann gerade nicht parallel nach dem richtigen Namen sehen), und das stützt ja auch die These der gescheiterten Existenz die sich in Verschwörungstheorien und Paranoia flüchtet. Wahrscheinlich, war, zumindest die erste Zeit, die Psychatrie das beste was Mollath in seiner damaligen Verfassung passieren konnte.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 04:34
jaska schrieb:Ganz ehrlich: es ist lächerlich, wenn Du mit dem Anschauen von 40min Film meinst, hier Tatsachen beurteilen zu können. Das ist ja schon schwierig genug, wenn man die verfügbaren Unterlagen kennt.
Und außerdem ist es echt eine Zumutung, wenn Dir nicht mal die Grundlagen der Entwicklung bekannt sind, wie die Frage nach dem Zustandekommen des 2. Verfahrens zeigt.
Lächerlich ist das meiner Meinung nach nicht, wenn man sich eine Dokumentation ansieht.
Und wenn ich der Auffassung bin, dem Herrn M. geschah Unrecht, gründet sich diese Meinung nicht auf dem Fernsehbeitrag, sondern auf dem Resultat des 2. Verfahrens.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 04:45
3THINKER schrieb:Vielleicht war aber auch das 1. Verfahren tendenziôs.
Wie kam es denn zu diesem 2. Verfahren?
emz schrieb:Es war ein Wiederaufnahmeverfahren.
Die Gesetzgebung hat die Messlatte für ein Wiederaufnahmeverfahren sehr hoch gelegt.
Wenn es zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommt, müssen auch die Voraussetzungen dafür vorliegen.
Wenn der Herr M. aus dem Wiederaufnahmeverfahren als freier Mann hervorging, kann man doch annehmen, dass die Gründe, welche die Justiz bewog, ein Wiederaufnahmeverfahren einzuleiten, auch zur Freilassung führten.


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Der Fall Gustl Mollath

02.06.2018 um 08:08
towel_42 schrieb:. Ich hatte mir damals das Buch von Herrn Mackenthun (sorry ich kann gerade nicht parallel nach dem richtigen Namen sehen), und das stützt ja auch die These der gescheiterten Existenz die sich in Verschwörungstheorien und Paranoia flüchtet. Wahrscheinlich, war, zumindest die erste Zeit, die Psychatrie das beste was Mollath in seiner damaligen Verfassung passieren konnte.
Aha. Daher also dieser gehässige Ton in Deinen Beiträgen! Das Buch von Gerald Mackenthun (veröffentlicht vor dem Wiederaufnahmeprozess) ist einfach nur unerträglich. Tröstlich ist allein, dass der Autor nicht mehr als Psychotherapeut tätig ist. Er hat wohl sein Auskommen darin gefunden, als Journalist zu provozieren. Wer Bücher zu Fukushima schreibt, mit der These die Atomkraft sei bewundernswert, weil Japan nicht völlig verstrahlt wurde, den kann ich nicht mehr ernst nehmen.

Stattdessen nur Abwertung, Niedermachen, Arroganz. Unsachlich und unnötig. Wer in diesem Ton über ihm unbekannte Menschen richtet, der hat es wohl nötig. Vermutlich ist das Motiv ein politisches: "Bayerische Oppositionsparteien missbrauchten im Schulterschluss mit einigen Medien den damals psychisch kranken Mann, um vor der bayerischen Landtagswahl im September 2013 der CSU zu schaden." Ja, das ist Politik. So wie jetzt die CSU jeden Vorfall mit einem Flüchtling "missbraucht", um die Landtagswahl 2018 zu gewinnen.
towel_42 schrieb:Der Denkfehler, dem Du hier m.E. Erliegst ist der es müsse die "Wahrheit" immer irgendwo in der Mitte liegen.
Die Mitte von was? Das ist doch keine Frage der Quantität, sondern der Qualität. Es gibt Tatsachen und es gibt eine Bewertung. Wer Tatsachen ignoriert oder nur selektiv betrachtet, der landet meistens daneben. Wer Tatsachen erkennt, aber extremistisch bewertet, der auch.


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