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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

20.400 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Psiram, Homöopathie, Pharmaindustrie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 09:31
Homeopathie bedient sich doch an nichts anderem als dem Placeboeffekt oder?

Wenn man so darüber nachdenkt muss man einfach darauf achten was man an Tabletten zu sich nimmt ich glaube der Körper kann wesentlich besser mit natürlich vorkommenden Stoffen arbeiten wie z.b. Opium als mit einem halb oder gar vollsynthetisch hergestellten Opioid (oder andere Medizin nur algemeines Beispiel).

Aber wer sich bei schweren Krankheiten wirklich darauf verlässt das bachblüten oder Globuli einen heilen können der begibt sich in große Gefahr.

Homepathie wurde doch auch letztes Jahr als humbuk enttarnt muss nochmal den link suchen


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 09:44
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Homeopathie bedient sich doch an nichts anderem als dem Placeboeffekt oder?
Genau genommen nicht. Denn sie behauptet zu heilen. Der Placebo-Effekt ist als letzter Strohhalm übrig geblieben. Und er gehört denen nicht mal.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Wenn man so darüber nachdenkt muss man einfach darauf achten was man an Tabletten zu sich nimmt ich glaube der Körper kann wesentlich besser mit natürlich vorkommenden Stoffen arbeiten wie z.b. Opium als mit einem halb oder gar vollsynthetisch hergestellten Opioid (oder andere Medizin nur algemeines Beispiel).
„Der Magen hat keine Augen“, sagte mein Großvater (Biologe und Chemiker) immer.
Ich wunderte mich gegentlich schon, wenn man mich in der Apotheke darauf hinwies, Die Vitamin-D-Kapseln mit fettiger Nahrung einzunehmen. Ja was denn, wird das Vit D aufgenommen oder nicht? Und was heißt das „besser aufgenommen“ mit Fett? Es kommt ja auch schon in einer Fettkapsel daher.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Aber wer sich bei schweren Krankheiten wirklich darauf verlässt das bachblüten oder Globuli einen heilen können der begibt sich in große Gefahr.
Das ist richtig. Diese Gefahr beginnt grundsärzlich aber auch schon beim täglichen Bekämpfen von „Unwohlsein und Erschöpfung“.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Homepathie wurde doch auch letztes Jahr als humbuk enttarnt muss nochmal den link suchen
Humbug heißt‘s, und diese Enttarnung fand schon zu Hahnemanns Lebzeiten 18XX statt. Findest du hier im Thread.
Es kam leider zu einem Revival. Ich glaube in den 1970ern unter anderem die Carstens Stiftung und die Infiltrierung der Gesetzgebung.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 09:45
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Homepathie wurde doch auch letztes Jahr als humbuk enttarnt muss nochmal den link suchen
Brauchst du nicht. Homöopathie ist seit jeher als Humbug bekannt. Da brauchts keinen weiteren Link.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:enn man so darüber nachdenkt muss man einfach darauf achten was man an Tabletten zu sich nimmt ich glaube der Körper kann wesentlich besser mit natürlich vorkommenden Stoffen arbeiten wie z.b. Opium als mit einem halb oder gar vollsynthetisch hergestellten Opioid (oder andere Medizin nur algemeines Beispiel).
Was meinst du was Opium anders ist als Chemie? Nüscht.
Wenn man z. B. ein naturidentisches Opioid herstellt, was soll da negativer wirken als beim "Naturopioid?


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 09:50
Nicht negativer wirken sondern besser von Körper verarbeitet werden. Soweit ich weiss muss der Körper Stoffe in der Leber zersetzen.
Das klappt mit den "Körpereigenen Substanzen) besser als mit Synthetischen.
So war das gemeint eben weil der Körper sie ja nochmal (sozusagen) extra verarbeiten muss


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 10:31
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Nicht negativer wirken sondern besser von Körper verarbeitet werden.
Halte ich für ein Gerücht.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Soweit ich weiss muss der Körper Stoffe in der Leber zersetzen.
Die Leber ist die grösste Drüse des Körpers und hat eine ganze Menge Aufgaben.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:So war das gemeint eben weil der Körper sie ja nochmal (sozusagen) extra verarbeiten muss
Da seh ich die Logik nicht.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 16:01
Zitat von FeinexFeinex schrieb:kann wesentlich besser mit natürlich vorkommenden Stoffen arbeiten wie z.b. Opium als mit einem halb oder gar vollsynthetisch hergestellten Opioid
Nö, das ist nicht richtig. Auch Körper, auch Du, die ganze Welt, das ganze Leben ist Chemie. Ob ich die nun als Pflanze Pflücke oder im Labor nachbauen kann, ist egal.

Wirklich niedlich finde ja ich das Argument eines Bekannten, der Fruchtsaftextrakt in Tablettenform verkauft, Vitamin C wäre natürlich und daher gesund, aber Ascorbinsäure wäre künstlich und sei daher schädlich.

PS: Auflösung: Vitamin C und Ascorbinsäure sind ein und dasselbe. Vitamin C ist der Trivialname, Ascorbinsäure der chemische. Und egal, ob künstlich oder natürlich, es handelt sich bei Vitamin C immer um Ascorbinsäure., und die künstlich hergestellte sieht kein bisschen anders aus und ist auch nicht anders als die natürliche.

Wenn überhaupt, sollte man Fruchtsäfte als Säfte trinken oder noch besser, die Frucht essen, weil dann außer Vitamin C auch noch Mineral- und Nährstoffe sowie Zellulosefasern von der Frucht mit dabei und Überdosierungen sog ut wie ausgeschlossen sind.
Zitat von FeinexFeinex schrieb:Das klappt mit den "Körpereigenen Substanzen) besser als mit Synthetischen.
Nein. Wäre es aber möglich, dass Du unter "synthetisch" nur neue, im Labor erfundene Stoffe meinst?
Wenn ja, so ist das auch falsch.

"Synthetisch" heißt lediglich "zusammen gesetzt". Und was wird zusammen gesetzt? Na, der Stoff, wie die Natur ihn auch zusammen setzt. Auch die Natur synthetisiert Stoffe, so zb, kurz und grob gesagt, aus Wasser und Kohlendioxid unter Zuhilfenahme von UV synthetisieren Pflanzen Stärke und Zucker.
Auch Naturzucker ist somit ein synthetischer Stoff., da er von Pflanzen synthetisiert wird.
Oder aus Sauerstoff und dem Kohlenstoff in Deiner Nahrung dann Kohlendioxid, das Du wieder ausatmest.

Alle Stoffe, außer den Elementen, sind sogenannte chemische Verbindungen oder Gemenge aus denselbigen und somit praktisch stets synthetisiert.
Ohne Synthese entstehen einfach keine (neuen) chemischen Verbindungen (allgemeine gesprochen: Stoffe).

Und im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Chemie haben Menschen gelernt, nahezu sämtliche Stoffe der Natur nach zu bauen, also, zu synthetisieren. Das Ergebnis ist dasselbe.
Obendrein haben sie auf diesem Wege auch neue, in der Natur nicht so wachsende Stoffe gebastelt. Feine Sache, das.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 16:07
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Obendrein haben sie auf diesem Wege auch neue, in der Natur nicht so wachsende Stoffe gebastelt. Feine Sache, das.
Feinstoff!


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 16:21
Man muss sprachlich ein bisschen vorsichtiger sein.

Manche Menschen verstehen "chemisch" als Gegenteil von "natürlich". Das ist falsch.

Es ist auch falsch anzunehmen, ein künstlich hergestellter Stoff würde sich grundsätzlich von der identischen, natürlich entstandenen Verbindung unterscheiden.

Man kann auch nicht pauschal sagen: "Natürlich ist besser, gesünder etc.".

Künstlich hergestellte Verbindungen haben gegenüber Naturmedizin in aller Regel den Vorteil, dass die Wirkstoffmengen genau bestimmbar sind. Bei Pflanzen unterliegen die Inhalte verschiedenen Umständen. Je nach Bodenbeschaffenheit, Licht, Wasser etc. können hier unterschiedliche Wirkstoffkonzentrationen vorliegen, die eine Dosierung sehr erschweren.

Pflanzen haben allerdings den Vorteil (oder den Nachteil, je nach dem), dass sie nicht nur einen Wirkstoff enthalten, sondern eine Kombination, die in Summe durchaus Vorteile bieten kann. Gerade bei leichten Erkrankungen, Unwohlsein etc. kann ein wenig wirksamer Tee gut helfen und wenig Nebenwirkungen haben.

Der größte Fehler als Arzt oder Heilpraktiker ist aber, wenn man zugunsten einer nicht evidenzbasierten Therapie eine solche verzögert oder verhindert.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 16:26
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:. kann ein wenig wirksamer Tee gut helfen und wenig Nebenwirkungen haben.
Hier wirkt dann eben auch der Placebo-Effekt der Gemütlichkeit.

Es gibt auch Leute, die meinen, Aspirin C würde gegen grippale Effekte helfen, obwohl es dann neuesten Wissenstand eben nicht tut. Allerdings wirkt Aspirin gegen Schmerzen, und täuscht dann eben auch einen Heileffekt vor.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.03.2021 um 16:32
@off-peak
Im Grunde kann man alles, was auch von alleine weg ginge, mit wirkungsarmen (oder -losen) Mitteln behandeln.
Normale Kopfschmerzen, normale Menstruationsbeschwerden, Schnupfen, grippale Infekte etc. Da hilft oft am meisten, dass man was macht und sich dabei wohl fühlt. Wie wenn man dem Kind auf das aufgeschürfte Knie pustet und es tröstet.

Ein paar traditionelle, nicht evidenzbasierte Methoden haben durchaus eine gewisse echte Wirksamkeit. Aber diejenigen Mittel, die vergleichsweise stark wirken, sind halt nicht ungefährlich.


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