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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

20.589 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Psiram, Homöopathie, Pharmaindustrie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

24.06.2021 um 07:44
Zitat von PacmysPacmys schrieb:eben nicht überall. Da muss man eben auch schauen woher der Homöopath stammt. Wie schon geschrieben, haben die Bezeichnungen in D,A und CH eine andere Bedeutung. Da wäre es wohl besser man macht das einheitlich. Dann gibts auch keine Verwechslungen mehr.
Welche Relevanz hat es denn woher ein Homöopath stammt?
Die Wirksamkeit der Homöopathie ist der Knackpunkt. Die zu belegen versagen die Homöopathen seit Jahrhunderten weltweit.
Zitat von PacmysPacmys schrieb:Weil es einfach ein zusätzliches Angebot ist. Egal wie man jetzt dazu steht.
Klar. Man kann einem PKW mit Zündaussetzern auch ein Pfund Butter auf die Motorraumhaube nageln. Dazu kann man stehen wie man will, es ist aber immer noch ein zusätzliches Angebot.^^


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

24.06.2021 um 11:09
Zitat von PacmysPacmys schrieb:auch der normale Hausarzt sollte sich mehr Zeit nehmen weil es ja von den Menschen so gewollt ist
Absolut. Nur muss das halt einer bezahlen.

Da gibt es dann zwei Möglichkeiten:
1. Die "ausführliche" Beratung ist eine Sonderleistung (IGeL), die vom Patienten privat bezahlt wird.
2. Die Krankenkassenbeiträge steigen bzw. es werden woanders Leistungen heraus genommen.
Zitat von PacmysPacmys schrieb:Sicherlich ist da viel Hoffnung und Glaube dabei.
Es ist nur Hoffnung und Glaube.
Das ist noch nicht mal despektierlich. Wenn alles andere ausgereizt ist, kann auch Hoffnung und Glaube eine Linderung bewirken.
Nur sollte das auch so benannt sein. Homöopathie ist eben nichts, das wirken kann. Es ist nichts medizinisches oder medizin-ähnliches. Es ist eine Wohlfühlbehandlung.

Die Gefahren der Homöopathie sind folgende:
1. Wenn aus deren Inanspruchnahme auf wirksame Behandlung verzichtet wird.
2. Wenn eine Wirksamkeit vorgegaukelt wird und Menschen dafür Geld ausgeben, weil sie sich eine Wirksamkeit erhoffen und dieses Geld nicht ausgeben würden, wenn sie sozusagen nur eine "Wohlfühlbehandlung" kaufen würden.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

24.06.2021 um 11:24
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:1. Die "ausführliche" Beratung ist eine Sonderleistung (IGeL), die vom Patienten privat bezahlt wird.
Und die Homöopathische Erstanamnese (GOÄ 30) wird dann von den meisten Krankenkassen bezahlt? Das funktioniert in meinen Augen nicht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:2. Die Krankenkassenbeiträge steigen bzw. es werden woanders Leistungen heraus genommen.
Wenn es sinnvolle Leistungen trifft ist der Patient in den PO gepiekt, wenn sinnlose Therapien gesponsort werden um eine Klientel medizinisch Unterbildeter ein Auskommen zu ermöglichen trifft es alle Steuerzahler.
Auch nicht sinnvoll in meinen Augen.
Ich habe darüber auch schon mal mit dem G-BA geschrieben. Was mich recht schnell zu der Erkenntnis brachte dass das Peter-Prinzip auch bei diesem Gremium Anwendung findet.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

24.06.2021 um 11:45
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Und die Homöopathische Erstanamnese (GOÄ 30) wird dann von den meisten Krankenkassen bezahlt?
Das ist ja auch völlig absurd. Vor allem, dass die Anamnese meiner 25jährigen Schamanin nicht gezahlt wurde ....
Zweierlei Maß, wenn schon Hokuspokus und Wellness bezahlt wird, dass doch konsequent.

Aber abseits davon wäre es in meinen Augen schon sinnvoll, medizinisch nicht notwendige Dinge eher als "Privatvergnügen" zu betrachten. Ich möchte mit meinem Arzt ausführlich plaudern und noch den Hallux valgus im Rahmen der zahnmedizinischen Anamnese zur Wurzelbehandlung mit abklären - kein Ding. Aber die Zeit hat der Arzt sicher gerne vergütet.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Auch nicht sinnvoll in meinen Augen.
Schwierige Abgrenzung. Der psychologische Aspekt ist nicht völlig von der Hand zu weisen und gerade hier sind die Menschen eben unterschiedlich.
Alternativ kann man es auf das absolute medizinische Minimum beschränken - also alles, was evident funktioniert und als Behandlung angemessen ist - und alles "on top" ist dann eben Privatvergnügen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 10:33
@martenot ich mein theoretisch kannst du alles mögliche durchprobieren und schauen welche Methoden sich am meisten mit dir und deinem Körper in Einklang bringen. ich persönlich befasse mich sehr gerne mit dieser Thematik, weil ich spannend finde wie viele Möglichkeiten es eigentlich gibt den Körper in einen Heilungsprozess einzuleiten. ich recherchiere viel und höre mir im Falle einer Erkrankung immer gerne mehrere Meinungen an. Im Endeffekt musst du selber entscheiden, was du ausprobieren möchtest, ob du komplementäre Ansätze in Erwägung ziehen willst. gute Heilpraktiker überweisen sowieso immer wenn es der Fall erfordert an Experten. Du kannst natürlich aber auch nur zu einem wie du sagst "normalen" Mediziner gehen und darauf vertrauen, dass dich seine Methoden bewähren. Ich finde es jedenfalls gut die Möglichkeit zu haben zwischen unterschiedlichen Ansätzen wählen zu können, da ja auch jeder Körper anders tickt, anderes braucht und möglicherweise auch Unterstützung aus mehreren Richtungen erfordert als lediglich der einen herkömmlichen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 11:19
Zitat von telefonistintelefonistin schrieb:Du kannst natürlich aber auch nur zu einem wie du sagst "normalen" Mediziner gehen und darauf vertrauen, dass dich seine Methoden bewähren. Ich finde es jedenfalls gut die Möglichkeit zu haben zwischen unterschiedlichen Ansätzen wählen zu können, da ja auch jeder Körper anders tickt, anderes braucht und möglicherweise auch Unterstützung aus mehreren Richtungen erfordert als lediglich der einen herkömmlichen.
Wenn Körper „unterschiedlich ticken“, dann ist diese Schwankungsbreite im Rahmen medizinischer Studien beschrieben und bestimmt nicht im Gelaber von Quacksalbern. Bei dem, was du sagst, geht es um psychische Befindlichkeiten und irrationale Handlungsmuster wie: „Der Arzt hat nichts gefunden, also gehe ich zum Heilpraktiker. Der findet immer was. Und wenn mir das nicht mehr zusagt, gehe ich zum nächsten.“

Alles Unfug.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 12:26
Zitat von telefonistintelefonistin schrieb:gute Heilpraktiker überweisen sowieso immer wenn es der Fall erfordert an Experten.
Was ja gesetzlich vorgeschrieben ist.

Leider sehen sich die allermeisten selbst als Ober-Experten und behandeln Erkrankungen die nach dem Heilpraktikergesetz ausgeschlossen sind, mit ungeeigneten und auch gefährlichen Mitteln.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 12:34
Werd doch einfach mal konkret

Wenn das stimmt
Zitat von telefonistintelefonistin schrieb:ich recherchiere viel
Zitat von telefonistintelefonistin schrieb:wie viele Möglichkeiten es eigentlich gibt den Körper in einen Heilungsprozess einzuleiten.
solltest du ja von den vielen Möglichkeiten aus der Alternativ- Komplementär- ... Medizin ein paar aufzählen können, die belegbar einen Heilungsprozess einleiten können


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 12:39
Zitat von telefonistintelefonistin schrieb:Ich finde es jedenfalls gut die Möglichkeit zu haben zwischen unterschiedlichen Ansätzen wählen zu können, da ja auch jeder Körper anders tickt, anderes braucht und möglicherweise auch Unterstützung aus mehreren Richtungen erfordert als lediglich der einen herkömmlichen.
OK.
Innerhalb welcher Bandbreite ticken denn Körper unterschiedlich?
Welcher Teil der Bandbreite wird denn von Medizinern nicht erfasst, aber natürlich von Heilpraktikern, Reikimeistern, Aurachirugen etc.?


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 19:15
Wie umfassend und auf den Patienten zugeschnitten die Behandlungen von Quacksalbern sind und mit welch überragender Moral die Hersteller von "komplementären Heilmitteln" agieren, kann man beim derzeitigen Prozeß gegen eine Heilpraktikerin und einen Produzenten von Alternativmedizin in Ingolstadt ganz hervorragend sehen : https://www.sueddeutsche.de/bayern/schrobenhausen-heilpraktikerin-krebs-medikament-betrug-1.5325958

Und das ist ja kein Einzelfall, nur eben einer der publik wurde.

@telefonistin
Oder möchtest du jetzt irgendwas von falschen Schwingungen des Patienten erzählen? Hat halt nicht dran geglaubt, deshalb konnte die Selbstheilung nix ausrichten....

Selbstheilung mag bei nem leichten Schnupfen oder kleinen Schürfwunden helfen, aber dafür braucht man jedoch weder Arzt noch Heilpraktiker.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 20:08
Richtig unheimlich ist eigentlich die unverblümte Unverschämtheit der Angeklagten. Lügen wie gedruckt, betrügen nach Strich und Faden, aber beschweren sich darüber, weil sie erwischt wurden und dass man über sie berichtet. Der Staatsanwalt soll sogar so blöde sein, die Mittel verwechselt zu haben.

Und dann auch noch diese infantile Verzögerungstaktik, sie könne nicht unter der Maske atmen! Na, dann empfehle ich ihr doch mal, eines ihrer eigenen Wundermittelchen zu sich zu nehmen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 20:39
@off-peak
Exakt. Man kann alles heilen, inkl Krebs und Dummheit, aber bei solchen Unpässlichkeiten die eher Ausdruck des Unwillens sind, da versagt der ach so überragend ausgebildete Heiler von eigenen Gnaden....


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 22:01
Zitat von GeisterfreiGeisterfrei schrieb:Wie umfassend und auf den Patienten zugeschnitten die Behandlungen von Quacksalbern sind und mit welch überragender Moral die Hersteller von "komplementären Heilmitteln" agieren, kann man beim derzeitigen Prozeß gegen eine Heilpraktikerin und einen Produzenten von Alternativmedizin in Ingolstadt ganz hervorragend sehen :
Nichts für Ungut, aber mich regen auch die Werbeanzeigen auf der von Dir verlinkten Seite mit dem Artikel auf.

"CBD-Fruchtdrops machen Ärzte sprachlos..."

"Kein Witz! Stromanbieter in Schl-Hol. wollen nicht, dass Sie diesen Trick kennen!"

"WLAN-Verstärker, den Internetkonzern verbieten wollen."

"Schweizer Firma bekämpft Gelenkschmerzen und bietet kostenloses Probierangebot an"

Quelle: Werbeanzeigen auf sueddeutsche punkt de

Und das setzt sich fort auf dieser Seite.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 22:16
@Geisterfrei
Sorry für OT, aber dass denn grad sowas und bei so einem Artikel erscheint...tztz 😏


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28.06.2021 um 22:53
@skagerak
Bei mir kommt ganz andere Werbung, was hast du gegoogelt und auf was für Seiten treibst du dich rum? ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 23:00
@Geisterfrei
Hab nix gegoogelt. Ist auf der von Dir verlinkten Seite der süddeutschen 🤷‍♂️


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

28.06.2021 um 23:34
Zitat von skagerakskagerak schrieb:Ist auf der von Dir verlinkten Seite der süddeutschen
Ich habe die gleiche Werbung bekommen - nur mit einem anderen Bundesland

Ist aber bei den meisten Zeitungen und News-Portalen die übliche Werbung


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.06.2021 um 08:09
Zitat von skagerakskagerak schrieb:Ist auf der von Dir verlinkten Seite der süddeutschen 🤷‍♂️
Bei mir ist da überhaupt keine Werbung ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.06.2021 um 14:29
Zitat von martenotmartenot schrieb am 23.06.2021:Klar versuche ich dann andere Methoden, aber ich halte mich weiterhin an die evidenzbasierte Medizin (auch da gibt es ja oft unterschiedliche Behandlungs- und Therapieansätze). Ich würde mich nicht an alternative Medizinkonzepte wenden, weil ich mir davon nichts verspreche.
Und wenn es eben andere Menschen gibt, die sich davon etwas versprechen, ist das ja noch lange kein Problem.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb am 23.06.2021:So jemand hat entweder nicht verstanden, wie Medikamente entwickelt werden oder und wirken oder ist dermaßen ideologisch verblendet, dass die Vernunft ausgeblendet wird oder er/sie/es ist ein schwarzes Schaf, das sehr wohl weiß, dass es Humbug verschreibt.
Oder derjenige weiß was seine Patienten wollen. Und wenn der Arzt dann der Meinung ist, ich verschriebe ihm/ihr eben Globuli und er/sie ist dann zufrieden und rennt einem nicht jede Woche in die Praxis, haben beide Seiten etwas davon.
Schwarze Schafe gibt es überall und die gehören auch eliminiert.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb am 24.06.2021:Welche Relevanz hat es denn woher ein Homöopath stammt?
Die Wirksamkeit der Homöopathie ist der Knackpunkt. Die zu belegen versagen die Homöopathen seit Jahrhunderten weltweit.
Das zeigt dir ob er/sie eine medizinische Ausbildung im Vorhinein hatte oder nicht. Wenn du einen österreichischen Homöopathen siehst, weißt du er hat eine medizinische Ausbildung. Ich finde das macht eben einen Unterschied. Man kann ja gerne diese Methode ausprobieren, man sollte dann aber auch wissen, wann es nicht mehr geht. Dann ist es doch wichtig jemanden zu haben, der diese Grenzen kennt und diese auch respektiert. Tut er das nicht und bleibt stur bei der Homöopathie, ist halt der Mensch schuld.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 24.06.2021:Die Gefahren der Homöopathie sind folgende:
1. Wenn aus deren Inanspruchnahme auf wirksame Behandlung verzichtet wird.
2. Wenn eine Wirksamkeit vorgegaukelt wird und Menschen dafür Geld ausgeben, weil sie sich eine Wirksamkeit erhoffen und dieses Geld nicht ausgeben würden, wenn sie sozusagen nur eine "Wohlfühlbehandlung" kaufen würden.
Das sind ja auch die Punkte, für die man Kritik üben kann.
Homöopathie von mir aus so lange, wie es nicht schadet. Dazu muss ich eben wissen ab wann dieser Punkt gekommen ist. Hat wieder mit der Ausbildung zu tun meiner Meinung nach.
Die Punkte gehören ja zusammen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

29.06.2021 um 14:34
Zitat von PacmysPacmys schrieb:Und wenn es eben andere Menschen gibt, die sich davon etwas versprechen, ist das ja noch lange kein Problem.
Ein Problem kann es dann werden, wenn sich Menschen von alternativen Heilmethoden etwas versprechen, was aber nicht eintreten wird, und wenn diese Menschen gleichzeitig wegen der alternativen Heilbehandlung auf echte medizinische Behandlungen verzichten. Soweit ich mitbekommen habe, sind schon etliche Menschen letztlich daran verstorben, weil sie statt einer evidenzbasierten Behandlung zu lange auf alternative, wirkungslose Konzepte vertraut hatten.


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