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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie
Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:23
interrobang schrieb:Gibt genug verrückte Ärzte. Siehe Hamer.
Und wie viele davon heißen Hamer oder sind wie er? Hast ne Zahl parat? Überall findest schwarze Schafe. Egal wo. Ein Hamer ist nicht repräsentativ für die gesamte Ärzteschaft.
interrobang schrieb:Ich würde nur gerne wissen warum man einen arzt der Risiken abwägt gleich bestrafen soll wie einen der seine Patienten schamlos betrügt.
Zum einen:
Die Rede war von einer normalen Erkältung und keiner mit Extrawurst. :D

In der Regel(!) haben nämlich Antibiotika keinen Nutzen bei 'ner Erkältung.
Antibiotika sind bei einer normalen Erkältung nicht sinnvoll, da obere Atemwegsinfektionen üblicherweise von Viren verursacht werden. Verschiedene Maßnahmen können jedoch helfen, Schnupfen, Husten und die anderen Symtpome leichter erträglich zu machen, die Heilung zu beschleunigen und Komplikationen vorzubeugen. Die Behandlung richtet sich dabei nach den Beschwerden.
http://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung#Was-ist-eine-Erkaeltung?

Zum anderen:
Deswegen hab ich auch geäußert den einen sofort in den Knast zu stecken und den anderen der fahrlässige Fehler macht eben auch zu bestrafen. Natürlich nicht nach gleichem Maß. Ermahnung, dann Geldstrafe...sonst was. Antiobiotika bei einer normalen Erkältung zu verschreiben ist eben unverantwortlich. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, als Patient.


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interrobang
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:27
@Kotknacker
Kotknacker schrieb:Und wie viele davon heißen Hamer oder sind wie er? Hast ne Zahl parat? Überall findest schwarze Schafe. Egal wo. Ein Hamer ist nicht repräsentativ für die gesamte Ärzteschaft.
Gibt trotzdem genug Ärzte die solchen Müll wie Homöopatie glauben. Mein Cousin Studiert Medizin und der hat sich deshalb schon ziemlich aufgeregt. Der Freund meiner mutter is Op-"schwester" und sagt das bei ihm im Krankenhaus die Ärzte auch an Homöopatie glauben.

Solche berufliche unfähigkeit ist also nicht selten.
Kotknacker schrieb:Die Rede war von einer normalen Erkältung und keiner mit Extrawurst. :D
na den:
Kotknacker schrieb:Hast ne Zahl parat? Überall findest schwarze Schafe.
Kotknacker schrieb:In der Regel(!) haben nämlich Antibiotika keinen Nutzen bei 'ner Erkältung.
Stell dir vor, das weis ich.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:41
@interrobang
Wie ich schon zu @kleinundgrün ohne Feldforschung wo auch klar definiert wird was unter Glauben an Hom's zu verstehen ist, lässt sich das für unsereiner schwer beurteilen. Ich glaube nicht, dass eine signifikante Zahl von Ärzten den Hom's mehr Wirkung als den Placeboeffekt zuschreiben und schon gar nicht zu Gunsten echter Medikamente. Aber für's Wissen brauchts eben Fakten und keine nicht repräsentativen Stichproben oder Einzelfälle.
interrobang schrieb:Solche berufliche unfähigkeit ist also nicht selten.
So gelesen auch erst mal nur Spekulation.
Definiere selten. 20% von 100? 10? 5?
Und dann lege mal die passende Zahl auf den Tisch, die diese Aussage belegt. ^^
Gemäß deiner Erfahrung nicht selten, aber das ist eben genau wenig repräsentativ wie meine ohne externer Belege die das bestätigen.
interrobang schrieb:Stell dir vor, das weis ich.
Ja, warum legst dann immer Ausnahmen von Regel als Gegenargument vor? o_O


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:51
Ärzte in Deutschland verschreiben oft unnötig Antibiotika. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach haben ein Viertel der Befragten bei einer Bronchitis, 20 Prozent bei einer Erkältung und 15 Prozent bei Husten ein Antibiotikum erhalten.
Jedes Jahr 15.000 Todesfälle wegen Antibiotika-Resistenz
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133728804/Deutschlands-Aerzte-verschreiben-zu-oft-Antibiotika.html


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interrobang
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:52
@Kotknacker
Ich habe da Leute mit Einsicht ins medizinwesen. Und dieser Einschnitt ist alarmierend.

Du kannst ja auch nachschauen wieviele dieser irren homöopathie anbieten.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 18:53
@interrobang
interrobang schrieb:Du kannst ja auch nachschauen wieviele dieser irren homöopathie anbieten.
Wo denn? Und wie viele von denen sind "Irre" und handeln unverantwortlich? Ohne Zahlenmaterial bleibts spekulatives Gebrabbel. :)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:07
@Kotknacker
Die Krankenkassenstudie ist ja völlig für die Tonne.
Schade, die hat auch mein Geld gekostet.
Medizinische Laien beurteilen zu lassen ob Antibiotika indiziert sind, das ist ähnlich sinnvoll wie die durchschnittliche deutsche Hausfrau zu den Maxwell-Gleichungen zu befragen.
Laien können überhaupt nicht beurteilen ob der Arzt das Ab vielleicht prophylaktisch verschrieben hat um eine wahrscheinliche Superinfektion zu verhindern (macht Sinn z. B. bei immunsupprimierten Patienten oder solchen, die durch eine Vorerkrankung oder auch durch die Grippe selbst in erheblichem Mass beeinträchtigt sind) oder weil er glaubt anhand der Zeichen, z. B. in Mund- und Rachenraum, eine Superinfektion diagnostizieren zu können.
Aber na ja, Krankenkassen.
Nach meinen Erfahrungen wirst du lange suchen müssen um eine ähnliche Konzentration von Inkompetenz auf einem Haufen zu finden.


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interrobang
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:12
@Kotknacker
Jeder Arzt der seine Patienten betrügt indem er ihnen Zuckerwasser als Heilmittel verkauft handelt fahrlässig. Zahlen sind da ziemlich egal.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:14
@interrobang
Diese Pappkameraden stellst auch immer nur du auf. :D Wer behauptet hier das Gegenteil? ;)


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interrobang
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:29
@Kotknacker
Na du behauptest in der pharmaindustrie zu arbeiten (soweit ich mich richtig erinnere) und schießt gegen die wissenschaftliche Medizin. Anhand des treadthemas gehe ich hakt davon aus das du Zuckerwasser befürwortest.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:41
@interrobang
interrobang schrieb:schießt gegen die wissenschaftliche Medizin.
Falsch. Ich zeige nur auf, dass man als fundamentaler Fanboy der wissenschaftlichen Medzin, wie deiner Einer, vor der eigenen Haustür genug zu Fegen hat, anstatt sich über schmutzigen Hof des Nachbars zu echauffieren. ;)
interrobang schrieb:Anhand des treadthemas gehe ich hakt davon aus das du Zuckerwasser befürwortest.
Das fasst du falsch auf. Die Diskussion (im Sinne von: lebhaftes (oft kontrovers geführtes) Gespräch über ein Thema oder Problem.) war nunmal ziemlich einseitig. Jemand muss ja hier den Rolle der Anderen einnehmen, damit es lebhaft wird, was nicht bedeutet dass ich persönlich Hom's befürworte bis auf ein paar Ausnahmen, wo ich das hinreichend erklärt habe ansonsten gerne nochmal nachfragen. ;)


.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:49
Kotknacker schrieb:bis auf ein paar Ausnahmen
Hinsichtlich einer Wirkung die über den Placeboeffekt hinausgeht?


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:52
@Celladoor
Natürlich....SpoilerNICHT! ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:54
Kotknacker schrieb:Ich zeige nur auf, dass man als fundamentaler Fanboy der wissenschaftlichen Medzin, wie deiner Einer, vor der eigenen Haustür genug zu Fegen hat, anstatt sich über schmutzigen Hof des Nachbars zu echauffieren. ;)
Ein paar schwarze Schafe gibt es in jeder Branche. Aber zeig mir mal ein weisses Schaf in der H. der mal ehrlich zugibt, dass das alles nur Placebo ist.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:54
Anhang: (6705 KB)@tubul
Aus der Studie:
Waren 2010 18 Prozent der Verordnungen aufgrund der Diagnose fragwürdig,
stieg der Wert bis 2013 um gut zehn Prozent an – fast 30 Prozent aller
Rezepte waren also potenziell unnötig. Vor allem bei Infektionen der oberen
Atemwege und Bronchitis wurden entgegen den Behandlungsleitlinien häufig
Antibiotika verschrieben.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 19:57
Kotknacker schrieb:Waren 2010 18 Prozent der Verordnungen aufgrund der Diagnose fragwürdig,
stieg der Wert bis 2013 um gut zehn Prozent an – fast 30 Prozent aller
Rezepte waren also potenziell unnötig. Vor allem bei Infektionen der oberen
Atemwege und Bronchitis wurden entgegen den Behandlungsleitlinien häufig
Antibiotika verschrieben.
Und 100 % aller verschriebenen H's sind unnötig. Das funktioniert auch mit normalem Zucker.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 21:04
Kotknacker schrieb:Aus der Studie:
Das ist keine Studie, das ist ' ne Befragung von Laien. Aber bei unserer Quali-Presse ist jeder Fragebogen eine Studie.

Ich möchte hier noch mal an das Informationsnetzwerk Homöophatie erinnern. Desweiteren wird Hom. nicht wirksam, weil in der Medizin Fehler gemacht werden. Was durchaus kritisiert werden darf. Aber im Thread geht's faktisch Medizin gegen Bullshit. Wer versucht, den Bullshit schön zu reden, trägt weiter dazu bei, das der Kram im med. System verbleibt und Schaden anrichtet.


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Kotknacker
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 21:46
@Schrauber2
Schrauber2 schrieb:Das ist keine Studie, das ist ' ne Befragung von Laien. Aber bei unserer Quali-Presse ist jeder Fragebogen eine Studie.
Falsch. Eine Interviewstudie oder Umfragestudie bleibt eine Studie. :D

Außerdem ergänzend das 2. Zitat.

Zum besseren Verständnis nochmal mit vorherigem Absatz zitiert:
Antibiotika wirken nicht bei viralen Infektionen. Die anonymisierte Auswertung der DAK-Diagnosedaten zeigt, dass sie trotzdem häufig bei Krankheiten verschrieben werden, die in der Regel von Viren verursacht werden. Dazu gehören beispielsweise Infektionen der oberen Atemwege, Husten, Bronchitis, nicht eitrige Mittelohrentzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen. Bei diesen Indikationen sind Antibiotika nur dann nötig, wenn aus dem einfachen Virusinfekt eine bakterielle Superinfektion wird.

Waren 2010 18 Prozent der Verordnungen aufgrund der Diagnose fragwürdig, stieg der Wert bis 2013 um gut zehn Prozent an – fast 30 Prozent aller Rezepte waren also potenziell unnötig.

S. 16

Und vielleicht noch:
Außerdem hat die DAK-Gesundheit für den Report die anonymisierten Antibiotika-Verordnungen aller Versicherten sowie Diagnosedaten aus dem Krankenhausbereich der Jahre 2010 bis 2013 ausgewertet und mit Unterstützung von Prof. Dr. Gerd Glaeske, Co-Leiter der Abteilung für Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung der Universität Bremen, Dr. Frank Kipp, leitender Krankenhaushygieniker am Universitätsklinikum in Münster, und Dr. Michael Freitag, Facharzt für Allgemeinmedizin im Uniklinikum Jena, analysiert.
S. 42

Da wurden auch Sekundärdaten aus der Verordnungsdatenbank ausgewertet.

Auf den Rest gehe ich nicht ein da schon genugt dazu gesagt. Einfach mal die letzten Seiten lesen und bitte sachlich bleiben. ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.07.2016 um 22:02
@Kotknacker
Kotknacker schrieb:Ich zeige nur auf, dass man als fundamentaler Fanboy der wissenschaftlichen Medzin, wie deiner Einer, vor der eigenen Haustür genug zu Fegen hat, anstatt sich über schmutzigen Hof des Nachbars zu echauffieren. ;)
Ich sehe überhaupt keinen Grund, nicht ebenfalls ein Fan der wissenschaftlich fundierten Medizin zu sein! Warum sollte man das denn nicht sein? Schließlich gehören die Erfolge in der modernen Medizin zu den größten Leistungen der Menschheitsgeschichte!

Durch die Entwicklung von Impfungen und Antibiotika haben die meisten Infektionskrankheiten ihren Schrecken verloren, die vor hundert Jahren noch für Millionen von Todesopfern verantwortlich waren. Krankheiten wie die Pocken oder Polio sind entweder ausgerottet oder stehen kurz davor. Ohne Impfgegner befänden sich auch die Masern hierzulande schon längst auf dem Rückzug und für einen HIV-positiven Patienten bedeutet eine solche Diagnose schon lange kein automatisches Todesurteil mehr.
Bei vielen Krebsarten besteht mittlerweile eine sehr gute Heilungschance bzw. eine Verlängerung der Lebenserwartung über viele Jahre, wobei die Nebenwirkungen durch individualisierte Therapien, z.B. unter Berücksichtigung der Pharmakogenetik, deutlich vermindert werden konnten.
Auch die Transplantationschirurgie hat im Verbund mit den Erkenntnissen, die im Bereich der Immunologie erbracht werden konnten, in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt.

Trotzdem gibt es natürlich immer noch vieles zu kritisieren und zu verbessern. Zum Beispiel, auch den Leuten in ärmeren Ländern den Zugang zu einer besseren medizinischen Versorgung und kostengünstigeren Medikamenten zu ermöglichen oder mehr Geld in die Erforschung seltener Erkrankungen zu investieren.

Diese Kritikpunkte sind aber überhaupt kein Grund einer völlig hanebüchenen Quacksalberei wie der Homöopathie das Wort zu reden, die in ihrer tatsächlichen Wirkung ungefähr vergleichbar ist mit dem Nutzen von schamanischem Trommeln, Engelschanneling, MMS, Ohrenkerzen und vergleichbarem Nonsens. Der einzige Unterschied ist der, dass homöophatischer Kram in jeder Apotheke frei verkauft werden darf und dadurch dem Kunden eine gewisse Seriosität vorgegaukelt wird, die Mittelchen wie Excrementum caninum (=Hundekot) und ähnlicher Scheiß nicht mal ansatzweise verdienen.
Schrauber2 schrieb:Desweiteren wird Hom. nicht wirksam, weil in der Medizin Fehler gemacht werden. Was durchaus kritisiert werden darf. Aber im Thread geht's faktisch Medizin gegen Bullshit. Wer versucht, den Bullshit schön zu reden, trägt weiter dazu bei, das der Kram im med. System verbleibt und Schaden anrichtet.
Genau so ist es! :)


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