kuno7 schrieb:cortano schrieb:
Das belegt eben höchstens deine Unfähigkeit zu unvoreingenommener Eigenrecherche.
Ah ja, bei mir is das dann ein Beleg für unfähige Recherche, wenn du das tust isses "Fakten aufzeigen". Zweierlei Maß?
Nein.
Was ich meine, sollte doch aus vielen Beispielen nun mal klar geworden sein. Gerade kürzlich wieder deutlich bzgl. NLMs errata Verlinkung. Wie Prof.Spitzer bei Geist&Gehirn öfter anmerkt: googlen hilft nur, wenn man schon etwas weiss.
Es ist Fakt, dass seitens der GWUP/"Skeptiker" die Forschungslage bzgl. H. völlig verzerrt dargestellt wird.
kuno7 schrieb:Meines Wissens nach is der Stand der Dinge der, dass med. Studien umso weniger Unterschied zwischen Placebo und Homöopathika erkennen lassen, je hochwertiger diese sind.
Du bringst gleich das nächste Beispiel: Das ist der "kausalen linearen Vision" von Prof.Ernst geschuldet, dessen "Erkenntnis" dann in der "Skeptiker"-Szene unkritisch breitgetreten wurde. Welche anderen Primärquellen, die sich
nicht auf Ernst beziehen, legen das noch nahe ?
cortano schrieb am 20.03.2018:Und jetzt dann noch zu Ernsts "stringenter" Kritik an der Linde-Studie:
10 Studien mit Jadad-Score=5 also dem max.möglichen und Odds-Ratio > 2 zugunsten H. stören irgendwie das Bild, aber "richtige Wissenschaft" weiß sich zu helfen: Eine frei erfundene Hypothese reicht dazu völlig. Weil der "ideologisch unbelastete" Wissenschaftler anhand von 4 - in Worten VIER - anderen Datenpunkten sofort erkennt, dass da ein linear reziproker kausaler (SIC !) Zusammenhang zwischen Studienqualität und Abnahme der spezifischen H. Wirksamkeit bestehen muss, folgt unmittelbar einsichtig dass diese 10 Studienergebnisse (im Bild durch den Punkt rechts im Diagramm symbolisiert) irrelevant sind. Klar erkennbar ein Fehler, auch wenn Linde das nicht so sieht.
Andererseits legt Kiene in seinem Buch sehr schlüssig dar, warum Doppelblindstudien bei H. die Tendenz zu falsch-negativen Ergebnissen begünstigen. Und in dem
übersimplen Score, ergibt aber eine Nicht-Verblindung sofort dicke "Qualitäts"-Abzüge.
Bei der Grundlagenforschung ergibt sich auch das selbe Bild. Da wird ein Riesenzirkus um die
eine zurückgezogene Studie der "Eso"-Uni Leipzig von Dr.Aust dem "Skeptiker" in der Szene veranstaltet, und andere Arbeiten werden tunlichst ignoriert. Der geneigte GWUP-Konsument soll damit wohl nicht "belastet" werden.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20129174Und wenn man sich das durchliest bzw. stichprobenartig auf Korrektheit nachrecherchiert:
https://www.carstens-stiftung.de/fileadmin/user_upload/pdf/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homoeopathie-2016-WissHom.pdfund es mit der "wissenschaftlich fundierten" GWUP-Kritik daran vergleicht, die natürlich auch wieder von Aust vom 15. Juni 2016 ist:
http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2883Dann ist das halt mehr als dünn und stellt ein formales Anti.H.Geschwurbel dar, das aber trotzdem eine "klare wissenschaftliche" Aussage ergibt:
Alles Unsinn. Typischerweise stand diese am 29. Mai 2016 schon fest - also
mehr als 2 Wochen bevor Aust seine "fundierte Waschgang-Analyse" geliefert hat
:DBis jetzt kann ich nur 2 sinnvolle Forderungen der Anti-H.Liga erkennen: Erstens eine "ordentliche" Vergütung von Ärzten, die längere Anamnese-/Beratungsgespräche führen, ohne die Notwendigkeit sich deshalb der H. zu bedienen. Und zweitens eine Überpprüfung des dt.spezifischen Heilpraktikerwesens, sowie ev. noch strengere Regularien bzgl. Werbung/Ausübung von Geistheilern, "quantenenergetischen" Lebensberatern usw.
Aber H.Forschung einerseits versuchen, medial weitgehend zu leugnen bzw. wenn das nicht klappt sie mit zT.
abenteuerlich unredlichen Mitteln ins "Schmuddeleck" zu stellen und andererseits der H. vorzuwerfen sie betreibe keine/kaum belastbare Forschung, wirkt schon grotesk.