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Geist, Körper, Bewusstsein, freier Wille, Determinismus, Zufall

126 Beiträge, Schlüsselwörter: Geist, Bewusstsein, Körper, Zufall, Freier Wille, Determinismus
nocheinPoet
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Geist, Körper, Bewusstsein, freier Wille, Determinismus, Zufall

14.02.2020 um 20:18
@Al_Nabu

Auch wenn ich mal deutlich meine Meinung sage, bin ich zumindest echt voll entspannt. :D

Schriftlich kommt es eben schwerer rüber, mit mir am Lagerfeuer, Gitarre, Bier und Hörnchen sieht es viel klarer aus. Ich will nicht falsch verstanden werden, es ist auch meine Pflicht hier die Richtung zu zeigen. Und auch wenn es öfter vorkommt, ich halte es für falsch, wenn sich ein "Diskussionsleiter" einfach verpieselt und den Thread dann frei laufen lässt.

Also noch mal an alle, denn leider geht genau das los, was ich vermeiden wollte, es wird über die RT diskutiert, bitte nehmt davon hier Abstand, macht einen neuen Thread auf, antwortet dort auf Beiträge die hier noch dazu kamen.

Raumzeitmodell der modernen Physik und Gravitation sind hier echt nicht Thema, sicher interessant, aber eben nicht Thema.

"Raumzeitmodell der modernen Physik und Gravitation" - klingt doch toll für einen Thread, also diskutiert bitte in einem solchen darüber weiter.


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14.02.2020 um 20:23
@nocheinPoet

ich denke Du kannst nicht ueber "fruechte die an baeumen wachsen" diskutieren und dann die baeume weglassen.

der zeitbegriff und die vorstellung dazu sind natuerlich elementar fuer die schlagworte dieser diskussion.

eventuelle waere fuer diese "metadiskussion" eben darueber, eine eigene diskussion angesagt?


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14.02.2020 um 20:30
neoschamane
schrieb:
eventuelle waere fuer diese "metadiskussion" eben darueber, eine eigene diskusion angesagt?
Laut Diskussionsleiter wäre genau dies zu tun.
Ich persönlich halte es allerdings nicht für praktikabel, da wir dann eben jedes mal von einem Thread zum anderen wechseln, bzw. auch Querverweise mit einbinden müssten.

Ich wäre dafür, dass es im Rahmen des Diskussionsthemas völlig in Ordnung ist, diesen Ausschweifer zu machen - so lange wir den Bogen spannen zu den oben genannten Themen.

Was spräche gegen die Inspriation, die daraus entstünde?


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TangensAlpha
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14.02.2020 um 20:31
Hi Al_Nabu, weiser Sohn des Marduk (nehme ich mal an?),
dein Profil ist unglaublich...
Al_Nabu
schrieb:
Sollte Zeit Grundlegender sein als Veränderung, müsste genau dies möglich sein.
Sehe ich auch so.
Al_Nabu
schrieb:
Ein anderes Beispiel in diesem Zusammenhang, das ich persönlich immer ganz nett finde: Die Komplexen Zahlen.
Kannst du mehr dazu sagen?
Al_Nabu
schrieb:
Validiert die Übereinstimmung der Experimente mit den Voraussagen solcher wilden Rechenmethoden nun deren Realitätsgehalt insofern, dass wir diesem eine anschauliche Erklärung auf physikalischer Ebene zusprechen müssten?
Nein, mE nicht. Sie beweist nur, dass der Formalismus korrekt ist und wir richtig gerechnet haben.
Al_Nabu
schrieb:
Wir sind zwar materielle Wesen, doch bedürfen wir eigentlich hauptsächlich unserer Mentalen Qualitäten, um als Lebensfähig zu gelten.
Und ebenjene Qualitäten sind es, auf denen sich sämtliche Modelle und Theorien über den Kosmos gründen.
Unser Bewusstsein bedient sich täglich, in jeder Sekunde, unzähliger Abstrakta, welche wiederum reelle Wirkungen in der Materie hervorrufen. In diesem Moment, in dem ich den Entschluss fasse, meine Finger über die Tastatur fliegen zu lassen, um diesen Text hier abzutippen, bediene ich mich meines gesamten Wissens der Sprache und ihrer Grammatik, um so verständlich wie möglich meine Innenwelt nach außen zu kommunizieren.
Doch dieses Konstrukt, das ich dabei benutze, ist Virtuell - und dennoch bringt es Reelle Resultate.
Ich bin nicht sicher, ob ich diesen Absatz recht verstanden habe. Fokussierst du auf das Problem der mental-materiellen Wechselwirkung? Ich denke, das wird nur zu einem Problem, wenn man philosophisch dem cartesischen Dualismus und dem Idealismus nahe steht.
Eine materialistische Dialektik zB hat damit kein Problem: die Trennung ist nicht gerechtfertigt, da Mentales und Materielles das System ausmachen und sich gegenseitig bestimmen; das Mentale (auch das mir extern entgegengebrachte Wort oder ein Blick) beruht auf materiellen Prozessen und kann deshalb rückkoppelnd auf diese einwirken und deren Morphologie (zB die Vernetzung der Neuronen) bestimmen wie umgekehrt die Konstitution des Materiellen (des Gehirns) dessen Möglichkeiten, aber auch dessen Grenzen bestimmt.
Al_Nabu
schrieb:
Es macht sehr viel Spaß, eben wegen jener Verbindung der Mentalen Qualitäten zu unseren Beschreibungen der Welt, in diesen nach Spuren zu suchen, die auf das Wesen und die Funktionsweise unseres Bewusstseins hinweisen.
Eine Spur sind mE die menschlichen Projektionen. Wenn man die Geschichte der Naturtheorie verfolgt, fällt einem auf, dass sich in die Theorie unbewusst immer wieder menschliche Wünsche, Präferenzen und Glaubenseinstellungen eingeschlichen haben, zB.
- hing Kopernikus noch der aristotelischen Doktrin an, die die Himmelsobjekte für göttlich-vollkommen hielt und deshalb die Bahnen göttlich-vollkommene Kreise sein müssen; das ist ein theologisches Argument und erst Kepler hatte sich davon befreit. Kopernikus projizierte also seinen religiösen Glauben in die Theorie ein.
- glauben Mathematiker und Theo-Physiker idR. an eine eigenständige platonische raumzeitlose Existenz einer "Mathe-Welt", weil sie, wie sie versichern, bei ihrer Arbeit das Gefühl haben, neue mathematische Räume zu entdecken; dahinter steckt dann möglw. der unbewusste Wunsch, Entdecker zu sein oder einfach nur die Faszination für die Mathematik, die dann auf einem zu hohen Sockel einen Sonderstatus bekommt. Auch hier wird Emotionales in die Philosophie projiziert.

Die ideal objektive Betrachtungsweise gibt es nicht. Alle kognitiv-rationalen Prozesse kommen an der emotionalen Bewertung durch das Limbische System nicht vorbei und deshalb diese Projektionen (wie ich selbst bei mir feststellen konnte)
Al_Nabu
schrieb:
Es hängt hauptsächlich mit der Interpretation dahinter zusammen, die - wiederum absolut subjektiv und den eigenen Glaubens- und Überzeugungsaspekten entsprechend - von Mensch zu Mensch unterschiedlich gesehen werden.
Der Typische Satz "Shut up and calculate" ist ein gutes Beispiel für die Physiker-gemeinde, die zum Anfang der QM hin noch keinen Versuch wagte, über die Irrationalität der Quantenphänomene nachzusinnen.
Genau. Diese Theorie ist so gestrickt, dass ohne eine vorgefasste philosophische Interpretation über sie nicht sinnvoll geredet werden kann. Je nachdem, ob man die Schrödinger-Glg. als Repräsentant einer Ontologie oder nur als epistemisches Handwerkzeug zur Vorhersage des Messergebnisses ansieht, hat das enorme Konsequenzen: die eine führt zur VWI, die andere nach Kopenhagen.


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nocheinPoet
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14.02.2020 um 20:39
@neoschamane

Ich lasse keine Bäume weg, zur SRT gibt es viele Bücher mit vielen 100 Seiten, zu dem Themen-Komplex hier im Thread auch. Ich habe nichts dagegen über Zeit in einem philosophischen Rahmen und zum Teil auch in einem physikalischem Rahmen zu diskutieren.

Aber Details zur RT sind viel zu viel. Eben darum gibt es ja eigene Threads zur Relativitätstheorie, zum Zwillingsparadoxon, warum Uhren wechselseitig langsamer gehen, und so weiter, …

Hier reicht es doch festzustellen, über die Physik wissen wir, Zeit ist nicht absolut, und aus die Maus. Wer etwas von Physik versteht, der weiß das. Nennt sich eben die Relativität der Gleichzeitigkeit (RdG) und daraus ergibt sich eben, eine absolute Zeit gibt es nicht für jeden Beobachter.

Die Folgen für Gegengenwart und Vergangenheit und auch die Zukunft sind klar, damit kann dann gearbeitet werden. Wenn wer nun mehr über die SRT wissen will, warum und wieso, wer wann was dazu festgestellt hat, und was wäre wenn, … sicher total spannend und interessant, aber dann in einer eigenen Diskussion. Ich komme da dann auch nicht mit "Bewusstsein" und so etwas an.

Ich will doch keine Diskussion zu was auch immer generell verhindern, im Gegenteil, das ist hier so schon so komplex, da muss ich an bestimmten Türen eben den Schlüssel drehen.

Sind nun schon über zwei Seiten, ich habe viele Dinge von den ersten noch nicht mal angefasst.


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14.02.2020 um 20:42
@nocheinPoet
nocheinPoet
schrieb:
Also noch mal an alle, denn leider geht genau das los, was ich vermeiden wollte, es wird über die RT diskutiert, bitte nehmt davon hier Abstand, macht einen neuen Thread auf, antwortet dort auf Beiträge die hier noch dazu kamen.
Was hältst du davon, wenn wir deine Anmerkungen als Warnhinweis verstehen und künftig darauf achten? Al_Nabu hat sich ja bereit erklärt, zu übernehmen, so dass du die Verantwortung nicht mehr tragen musst.


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14.02.2020 um 20:45
@TangensAlpha

Bitte, nun ist doch echt gut, hier übernimmt keiner, ich gehe davon aus, dass der "Diskussionsleiter" die Diskussion leitet. Und nun ist gut. Zurück zum Thema, aktueller Punkt ist, es gibt keine absolute Zeit, zum vierten Mal.


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14.02.2020 um 20:49
nocheinPoet
schrieb:
Ich lasse keine Bäume weg, zur SRT gibt es viele Bücher
tl;dr es geht nicht um die SRT sondern um die "zeit" an sich.
Al_Nabu
schrieb:
Laut Diskussionsleiter wäre genau dies zu tun.
Ich persönlich halte es allerdings nicht für praktikabel, da wir dann eben jedes mal von einem Thread zum anderen wechseln, bzw. auch Querverweise mit einbinden müssten.
DL moechte wohl nur spezielle themen auslagern, ich meinte aber eine diskussion darueber was ueberhaupt relevant ist und in betracht gezogen werden muss. (zeit z.b.)


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TangensAlpha
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14.02.2020 um 20:50
@nocheinPoet
Verstehe zwar deine Reaktion nicht, aber mehr als Weitermachen will ich ja gar nicht. Und Punkt.


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14.02.2020 um 20:53
nocheinPoet
schrieb:
aktueller Punkt ist, es gibt keine absolute Zeit, zum vierten Mal.
das kannst Du nicht so einfach auf Deine diskussions punkte/themen ummuenzen postulieren)


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14.02.2020 um 20:54
nocheinPoet schrieb (Beitrag gelöscht):Ich habe Den Thread nicht zum Spaß aufgemacht und ich bin hier Diskussionsleiter, steht hoffentlich nicht nur zum Spaß da. Dann habe ich das Recht aber eben auch die Pflicht die Diskussion hier zu leiten, ich gebe die Richtung in gewisser Weise vor.Hab mir viel überlegt, gesucht, verlinkt, ich möchte mir das nicht kaputt machen lassen.
Ist schon o.K @nocheinPoet .
Ich hatte das Thema Zeit hier nur aufgegriffen weil TangensAlpha und Al_Nabu darüber schrieben.
Ich wollte damit nicht deinen Thread stören oder hier groß über die RT rum diskutieren. Ich dachte Determinismus
hat ja auch was mit der Zeit zu tun, deshalb.

Naja, wie schon gesagt, ist o.K, war meinerseits keine Absicht den Threadverlauf zu stören.
LG


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14.02.2020 um 20:59
@TangensAlpha | @neoschamane

Mir unklar wo Euch was unklar ist. :D

Ja es geht um die Zeit an sich, lief aber sehr aus dem Ruder, ich spare es mir zu zitieren.

Da wurde von wem auch immer geschrieben, es gäbe so eine Gegenwart, absolut eben, war implizit, die Existenz physikalisch von Vergangenheit und Zukunft wurde infrage gestellt.

Und eben dazu sprach ich leider die RdG an wie konnte ich nur.

Wir sind im Bereich Wissenschaft, sind wir einig, die Erde ist kugelförmig und kreist um die Sonne? Ja?

Sehr schön, es geht voran. :D

Und so wie solche Dinge als Fakt gegeben sind, und nicht wirklich diskutiert werden müssen, ist es mit der Zeit, es gibt keine absoulute Zeit, so die Physik. Mag nicht jedem so klar leuchten, wie das mit der Erde, der Kugelform und dem Kreisen um die Sonne, aber wer ein wenig mal Physik hatte, sollte dem doch folgen können.

Heißt konkret, ich postuliere also nicht, es gibt keine absolute Zeit, oder die Zeit ist nicht absolut, sondern ich gebe hier nur den aktuellen Stand der Physik wieder und möchte den als Basis und nicht weiter debattiert haben.

Hoffe nun war es verständlich.


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14.02.2020 um 20:59
@nocheinPoet
@Sonni1967
@neoschamane
@TangensAlpha


Ok, bevor jetzt hier irgendwer noch ein Ton von sich gibt, bezüglich der Debatte, was hier zur Rede kommen soll, und was nicht:

Poet möchte, dass wir NICHT in die Tiefe der SRT und ART einsteigen, sondern für den jetzigen Zeitpunkt das Zeit-konstrukt als relativ annehmen. Das hat für weitere Diskussionen bezüglich der Thread-themen keine allzu großen Auswirkungen.
Folgendes würde ich vorschlagen:

Wir fahren einfach mit dem üblichen Redefluss fort, und so lange wir zum Thema oben zurückkehren, wird dem Thread genüge getan.


Aber bitte lasst uns jetzt nicht in Kleinigkeiten verstricken, bezüglich dessen jeder am Ende wieder eine andere Meinung hat.
Ich werde gleich wieder auf einen längeren Post von @TangensAlpha eingehen, und dann gibt sich die Sache schon von alleine.
Lasst uns allerdings @nocheinPoet 's Bitte befolgen, hier keine Tiefgreifenden SRT-ART gespräche zu führen.
Danke^^


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14.02.2020 um 21:08
gut, dann darf ich auch davon ausgehen dass die raumzeit an sich relativ ist.
bedeutet dass dann das ich als "beobachter" nur subjektive aussagen machen kann?


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14.02.2020 um 21:10
neoschamane
schrieb:
gut, dann darf ich auch davon ausgehen dass die raumzeit an sich relativ ist.
bedeutet dass dann das ich als "beobachter" nur subjektive aussagen machen kann?
Na klar, wir sind nunmal keine Götter, die die allgemeine Wahrheit gepachtet haben. :D


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TangensAlpha
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14.02.2020 um 21:11
@Al_Nabu
Folgendes würde ich vorschlagen:

Wir fahren einfach mit dem üblichen Redefluss fort, und so lange wir zum Thema oben zurückkehren, wird dem Thread genüge getan.


Aber bitte lasst uns jetzt nicht in Kleinigkeiten verstricken, bezüglich dessen jeder am Ende wieder eine andere Meinung hat
Dem kann ich mich nur anschließen. Wir achten auf Thema-Treue und jetzt lasst uns weitermachen...


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14.02.2020 um 21:23
So, kurzes Wort vorab zum Wochenende dann noch von mir, überlegt doch mal was es bedeutet, dass Zeit eben nicht absolut ist. Das ein Ereignis das für Hans gleichzeitig in dem Augenblick passiert, in dem er niesen muss, für Franz schon seit 1 s vergangen ist.

Und es geht weiter, für Franz kann ein Ereignis noch in der Zukunft liegen, das für Hans gerade geschehen ist.

Darum sprach ich es ja mit den Pseudo-Paradoxon an. Hab ich nicht aus Langweile gemacht, geht ja um die Bestimmtheit, Determinismus, und so ...

Hoffentlich mach ich nun das Fass nicht wieder auf, aber ich will es dennoch sagen, nun könnte doch wer auf die Idee kommen, wenn ein Ereignis für Hans schon geschehen ist, er also weiß, es war die rote Pille die geschluckt wurde, könnte er dann nicht Franz darüber informieren und ihm dessen Zukunft verraten?

Und nun?

Soll ich es schnell aufdröseln, eh wer wieder zu tief in die SRT greift?

Wie gesagt, es geht um die Frage, sind die Dinge determiniert, stehen Zukunft und Vergangenheit und auch Gegenwart schon fest?

Man kann das mit einem Satz aufdröseln, fängt so an, geht nicht weil ... und aus die Maus. ;)

Und dann könnten wir darauf dann aufbauen, so mal als Idee.


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14.02.2020 um 21:42
nocheinPoet
schrieb:
Wie gesagt, es geht um die Frage, sind die Dinge determiniert, stehen Zukunft und Vergangenheit und auch Gegenwart schon fest?
endet diese frage nicht in einer interpretation der quantenmechanik?


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14.02.2020 um 22:07
TangensAlpha
schrieb:
Hi Al_Nabu, weiser Sohn des Marduk (nehme ich mal an?),
Lol :D
Den Namen hatte ich tatsächlich aus einem Buch von Torsten Fink namens "Drachensturm".
Ich nehme an, dein Name entspringt einem.... rechtwinkligen Dreieck?
TangensAlpha
schrieb:
Kannst du mehr dazu sagen?
Jupp. Das Konzept der Komplexen Zahlen, welches so ziemlich einer der genialsten Würfe von Gauss darstellt, wie ich finde, ist nun auch ein abstraktes Rechenkonzept. Ich meine - was ist das, diese "Imaginäre Einheit"?
Ich mag bereits jetzt davonrennen, wenn ich schon die ersten Esoteriker sabbernd um die Ecke laufen sehe...
Doch eine anschauliche "Deutung" dieser imaginären Einheit ist mir zumindest keine bekannt, außer dass die Wurzel aus -1 eben "i" ist.
Ich finde das fast schon witzig - da war es lange ein schwarzes Tuch in der Mathematik, aus negativen Zahlen eine Wurzel zu ziehen - und plötzlich kommt da jemand und meint "Ach Quatsch... ich nenn den Mist einfach i "
Was erdreistet sich da jemand... und doch ist daraus verdammt viel geworden. Die Komplexen Zahlen sind zur Zeit gar nicht mehr wegzudenken. Auch nicht aus der Physik. Schwinungen und Wellen, Geometrische Optik etc... überall da werden komplexe zahlen gebraucht, und sieh einer an, all das bringt sogar Reelle Ergebnisse, die in Experimenten schon zu Hauf als den Voraussagen entsprechend validiert wurden.

Interessant ist auch, dass es sich bei den Komplexen Zahlen um keinen geordneten Körper mehr handelt, wie es die Reellen Zahlen und alle hierarchisch darin eingebetteten Mengen darstellen. Bedeutet, eine Komplexe Zahl kann nicht mehr "größer" oder "kleiner" als eine andere Komplexe Zahl sein. Bloß Real- und Imaginärteil getrennt betrachtet können geordnet werden.

Ich möchte jetzt hier nicht im ganzen Detail auf Komplexe Zahlen eingehen. Jeder, der ansatzweise etwas von Physik und Mathematik versteht, sollte sich dieser einigermaßen bewusst sein. :)

Da fällt mir noch ein weiterer erwähnenswerter Aspekt der Komplexen Zahlen ein:
Fraktale.
Hier zum mit-Begründer der Fraktalmathematik:
Wikipedia: Beno

Wikipedia: Fraktal

Plump erklärt, hat sich Mandelbrot damals gedacht:
"Was passiert mit einer Komplexen Zahl, die ich in eine simple Rechenvorschrift reinstecke, und das Ergebnis dessen wieder in die selbe Rechnung reinstecke?"
Er beobachtete zunächst, dass es vom gewählten Startwert abzuhängen scheint, wie viele Iterationen (hintereinanderausführung der Rechnung mit dem Ergebnis als neuer Startwert) man durchführen muss, bis die Werte immer schneller wuchsen.
In manchen Bereichen der Komplexen Zahlenebene blieben die Zahlen auch nach mehreren Hundertmal des Iterierens immer noch in der Nähe der Null. So begründet sich auch das schöne "Apfelmännchen", das bei Wiki überall zu sehen ist.

Zoomt man in diese Struktur rein, erkennt man eine Selbstähnlichkeit, die ihresgleichen sucht. Je nach Rechenleistung des Computers, mit dem man diese Iterationen durchführt, wird die Struktur schärfer. Und doch geht es an den Grenzen immer noch genauer... egal, wie weit man auch gehen mag.

Nun den Bogen zum Beobachtbaren.
In unserer Welt spielen Fraktale Strukturen durchaus eine wichtige Rolle.
Der goldene Schnitt beispielsweise ist solch ein Fraktal, welches wir in der Natur überall vorfinden.
Bäume, die, wenn man an ihre Äste heranzoomt, ebenso wieder wie ein gesamter Baum aussehen, offenbaren auch eine Fraktalstruktur. Natürlich handelt es sich dabei nicht um diese absolute Selbstähnlichkeit, wie es bei der Mandelbrotmenge der Fall ist, sondern nur um relative Selbstähnlichkeit, da sich die Strukturen nicht bis ins Unendliche fortsetzen.

Fassen wir zusammen:
Erst über die Komplexen Zahlen wurde der Fraktal-charakter einer Rechenvorschrift offenbart, deren Iterationsverhalten man an Hand verschiedener Startwerte untersuchte.
Zudem verbirgt sich hinter den Fraktalen wahrscheinlich ein Prinzip, welches Ähnlich der Natur in ihren Aufbau-prinzipien zu Grunde liegen könnte. Nicht ohne Grund beobachten wir so viele Ineinander verschachtelten Muster.

Den Bogenschluss zum Bewusstsein finde ich folgendermaßen:
Wir, als komplexe Organismen, sind im Prinzip auch fraktale Wesen. Aus Atomen wurden Moleküle, aus Molekülen wurde Makromoleküle, aus diesen wiederum Organellen, die ihrerseits Zellen bildeten - aus Zellen entstanden Zellverbände, dann Organe, bis hin zu Organismen.
Und immer spielten die Gleichen Prinzipien eine Rolle: Informationsaustausch.
Die Dynamik der Information ist äußerst interessant, wenn wir sie in Zusammenhang mit der Entwicklung des Lebendigen betrachten.
Irgendwo im Laufe der Evolution muss es passiert sein, dass sich aus einem Zellverband ein neuer "Ereignishorizont" herausgebildet hat... eine Neue Grenze zwischen Innen und Außen. Bei der Zelle ist dies noch die Zellmembran (Oder Zellwand), bei uns Menschen ist es die Haut.
Ich denke, das Fraktalprinzip wird deshalb nicht nur im Aufbau unserer Körper, sondern auch in der Dynamik unseres Bewusstseins und dessen Entwicklung offenbar. Als Stichwort möchte ich hier Schwarmintelligenz anfügen. Immer dort, wo viele Einzelorganismen zusammenkommen, wächst deren Informations-kapazität (In Aufnahme-, Verarbeitung- und Abgabekapazität gemessen.)
Irgendwo dort muss dann der Übergang geschehen sein von einer schlichten "Gruppierung" zu einer Art "Super-Organismus", bis sich schließlich ein neuer Ereignishorizont bildete, die den Organismus nach außen hin begrenzt.


Und in alledem offenbart sich ein Fraktales Prinzip. Ein Muster, welches sich fortsetzt, egal auf welche Strukturebene des Lebendigen man schaut. Soziologie ist quasi die Wissenschaft des Bewusstseins auf nächst höherer Ebene... auf der Ebene der Gesellschaft, also einem Zusammenschluss von vielen Einzelorganismen.
So... jetzt bin ich weit genug abgeschwiffen.
Ich hoffe, es wurde einigermaßen deutlich, worauf ich mit dem Fraktalen hinaus wollte. Und das alles auf dem Fundament der Komplexen Zahlen. Vielleicht verbirgt sich doch mehr dahinter, als ein bloßes Rechenhilfsmittel, wer weiß.
TangensAlpha
schrieb:
Ich bin nicht sicher, ob ich diesen Absatz recht verstanden habe. Fokussierst du auf das Problem der mental-materiellen Wechselwirkung? [...]die Trennung ist nicht gerechtfertigt, da Mentales und Materielles das System ausmachen und sich gegenseitig bestimmen;
Da hast du schon Recht, das meinte ich primär aber nicht direkt.
Natürlich handelt es sich bei uns Organismen um einen Zusammenschluss der Qualitäten, die einerseits Mental, und andererseits Materiell zu finden sind. Diese müssen logischerweise auch miteinander in sehr enger Wechselbeziehung stehen.
Worauf ich im Hinblick auf den Gebrauch von Komplexen Zahlen hinaus wollte, ist eigentlich nur eine Analogie zu den ganzen Definierten Mustern wie z.B. Sprache mit ihren Begriffen und ihrer Grammatik eines darstellt. Diese Konstrukte sind nämlich auch im Prinzip Komplexe, virtuelle Richtlinien, die in unserer Sozialisierung eine Essenzielle Rolle spielen, um sich verständlich zu machen.

Wenn ich so gerade darüber nachdenke, fällt mir etwas auf:
Im Prinzip ist das eigentlich Abstrakte dahinter unsere Vorstellung und unser Bewusstsein... All das, was wir im Innern tragen, Gefühle und Gedanken mit eingeschlossen, sind die eigentliche Analogie zu den Komplexen Zahlen.
Diese werden nämlich nie in der Realität "Sichtbar" für jedermann. Was wirklich sichtbar wird, sind all jene Dinge, die wir als Output in die Welt tragen. Die Sprache fungiert in diesem Zusammenhang eigentlich nur als Mittel, die inneren Vorgänge anschaulich darzustellen, eben weil es sich dabei um ein definiertes, von der Allgemeinheit erlerntes Interpretations-konstrukt handelt.

Wie konkret sich jemand die Informationen wiederum vorstellt, die durch das Lesen eines Textes übermittelt werden, das gestaltet sich wieder sehr verschieden, und hänge mit den unterschiedlichsten Prinzipien des Mentalen zusammen.
Die Analogie in ihrer Fülle wäre quasi:

Komplexe Zahlen ---> Bewusstsein mit all seinen Qualitäten
Reelle Zahlen ---> All das Beobachtbare, das sichtbare, die Welt des Gegenständlichen.

Jetzt wäre die nächste Überlegung:
In der Mathematik stellen die Reellen Zahlen nur einen winzigen Teil der Komplexen Zahlen dar, und sind quasi in ihnen "eingebettet".
Auf diese Analogie übertragen könnte man jetzt fragen "Kann es sein, dass es sich bei der Welt des Gegenständlichen einfach nur um einen winzigen Teil des eigentlich wesentlich umfassenderen Bewusstseins handelt?"
Mal ein wenig Philosophisch. :D


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