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Das Aussterben des Neandertalers

923 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Neandertaler, Austerben . Toba ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Aussterben des Neandertalers

um 22:29
Zitat von MalajkaMalajka schrieb:Ich halte Neandertaler für großartige Menschen, vor allem wenn man bedenkt wie lange sie die Erde bewohnten. Das werden wir sogenannte moderne Menschen wohl eher nicht schaffen.
Zitat von emanonemanon schrieb:Die 60.000 Jahre schaffen wir auch noch. Tschakaaaaaa ... !
Naja...
Die Abgrenzung der zu den Neandertalern gestellten Knochenfunde von den früher als Vor-Neandertaler („Ante-Neandertaler“, „Prä-Neandertaler“, „Proto-Neandertaler“) und heute meist als Homo heidelbergensis bezeichneten älteren Funden ist schwierig, da die Neandertaler unmittelbar und allmählich aus der Chronospezies Homo heidelbergensis hervorgingen. Daher werden in den Fachpublikationen unterschiedliche Abgrenzungen ausgewiesen. Häufig wird die Existenz der Neandertaler als eigenes Taxon von Fossilien hergeleitet, die zwischen 200.000 und 160.000 Jahre alt sind;[42] vereinzelt wurden aber auch 300.000 Jahre[43] und sogar 500.000 Jahre alte Fossilien den Neandertalern zugeschrieben.[44]
Quelle: Wikipedia: Neandertaler#Alter der Funde

Dieser fließende Übergang findet sich auch beim Homo sapiens vom afrikanischen Homo heidelbergensis So galt der Sapiens lange Zeit als 200.000 Jahre alt; seit den marokkanischen Funden wurde er von vielen auf ein Alter von einiges über 300.000 Jahre gesetzt. Doch haben die Irhoud-Schädel deutlich erkennbar noch Erectus-Merkmale. Vor Jebel Irhoud definierte man den Homo sapiens nicht nach einem Typusexemplar wie sonst bei fossilen Spezies üblich. Wie auch, es gibt ja keinen "Erstfund", nach dem diese "neu gefundene Spezies" beschrieben werden konnte. Daher orientierte man sich an anatomischen Merkmalen des Menschen und der Variantenbreite jedes Merkmal (ohne krankhafte Variationen). So gibt es zum Beispiel auch beim Menschen Überaugenwülste, jedoch ragen diese bei einigen Menschen so gut wie gar nicht über das Stirnniveau hinaus, bei anderen hingegen sind sie deutlich sichtbar, wiewohl natürlich deutlich schwächer als beim Erectus oder dem Neandertaler. Sobald ein Menschenfossil gefunden wurde und mit seinen Merkmalen innerhalb des Variationenspektrums der heutigen Menschheit blieb, galt es als Fund eines Homo sapiens. Man sprach vom anatomisch modernen Homo sapiens. Die ältesten Funde hierzu stammen aus dem afrikanischen Omo, sind rund 200.000 Jahre alt.

Die Menschenschädel von Jebel Irhoud haben an Erectus-Merkmalen noch eine vorstehende Schnauzenregion, ein gekieltes Schädeldach, ein fliehendes Kinn (ungefähr auf dem selben Niveau wie der Neandertaler), ein vorne vertikal und hinten horizontal eingeschnürtes Gehirn statt des sehr runden des Sapiens sowie eine fliehende Stirn. Bei weitem nicht so stark wie beim Homo erectus - aber dafür wurde ja auch die Chronospezies Homo heidelbergensis eingeführt.

Denn das Dumme ist, die Übergänge des Homo heidelbergensis sind deutlich fließend zum Ende hin in Afrika zum HS und in Europa zum HN. AAABER: genauso am Anfang vom afrikanischen Homo erectus her! Tatsache ist, der Homo heidelbergensis ist überhaupt keine anatomisch feste Art, sondern ein dauerhafter fließender Übergang. Und genau deswegen wurde er so definiert. "Von Bodo bis Omo", das heißt, der gut 600.000 Jahre alte Schädel aus dem afrikanischen Bodo weist zum ersten Mal neben den typischen Erectusmerkmalen auch Merkmale auf, die ansatzweise in Richtung Sapiens und Neandertalensis hinweisen. Je jünger die Funde, desto moderner (in Richtung Sapiens und Neandertaler) fallen die Merkmale aus.

Was ist nun der Jebel Irhoud-Typus? Nun, er ist aus der Spätzeit der (bisherigen) Chronospezies Homo heidelbergensis, und als afrikanischer Fund wird er ein Vorläufer des Sapiens sein. Und so wundert es im Rahmen der Heidelbergensis-Definition nicht ein Bißchen, daß die Jebel-Irhoud-Menschen schon arg nach Sapiens aussehen, geradezu weitgehend sapiensifiziert sind - aber eben noch nicht ganz.

Eigentlich alles ganz sauber und regelkonform. Homo erectus läßt sich anatomisch eng umschreiben, Homo neandertalensis wie sapiens ebenso, und all die Übergangsformen mit einem fortschreitend sich wandelnden Merkmalsmix von Vorläufer und Nachfolger gelten als Chronospezies Homo heidelbergensis. Indem man nun aber schon europäische Heidelbergensisse wie aus der spanischen Höhle Sima de los Huesos (ca. 400.000 Jahre alt) als Neandertaler zählt, wird die anatomische Definierung des HN gegenüber den anatomischen Merkmalen des Erectus aufgegeben und geradezu schwammig; ebenso beim HS gegenüber dem HE beim Jebel-Irhoud-Menschen. Nach einigen werden sogar bereits 400.000 Jahre alte ehemals Heidelbergensis zugeordnete Fossilien als Vertreter des frühen Sapiens interpretiert.

Wie rum auch immer man es nun betrachten mag. Entweder sind Neandertaler und Sapiens beide vor 200.000 Jahren entstanden oder aber früher, und da könnten beide bereits 400.000 Jahre alt sein. Sorum oder sorum: der Homo sapiens ist älter - um die Jahrzehntausende, die das Aussterben des HN bereits zurückliegt.

Erst recht, wenn man gänzlich auf die Artdefinition verzichtet. Irgendwann vor ein paar Jahrhunderttausenden trennten sich die Vorfahrenlinien von Sapiens und Neandertalensis voneinander, vom letzten gemeinsamen Vorfahren, und entwickelten sich eigenständig weiter. Auch so betrachtet sind beide Linien gleich alt - abzüglich der paar Jahrzehntausende bis heute des ausgestorbenen Neandertalers.


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um 22:56
Zitat von MalajkaMalajka schrieb:Ich hab das Neandertaler Gen :-)
lch auch. War in vergangenen Zeiten offenbar evolutonär von Vorteil und hat sich verbreitet. Bei modernen Europären ist es etwa bei jedem vierten oder fünften Menschen vorhanden. Gefährlich wird die Sache wenn das Gen doppelt vorhanden ist, also von beiden Elternteilen vererbt wurde. Was in Europa bei etwa vier bis fünf Prozent der Bevölkerung der Fall ist. Dann steigt das Risiko einer Trombose oder eines Schlaganfalls um das zwanzigfache. Und die Einnahme blutverdünnender Mittel ist dringend angeraten.
Du solltest einen entsprechenden Gentest durchführen um Klarheit zu haben. Zahlt die Krankenkasse, genauso wie ein Gerät mit dem ab und zu die Blutverdünnung gemessen wird. Jugend senkt das Risiko von Trombose und Schlaganfällen aber sie können trotzdem passieren. Meine Tochter war 20 als sie eine üble Oberschenkeltombose hatte, mein Bruder war in den 40ern.
Aber keine Panik. lch bin 71 und nehme täglich zwei Pillen - ich nenne sie meine Lebensversicherung - und lebe seit über 20 Jahren trombosefrei.


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