EZTerra schrieb:klar wird die geldmenge unbegrenzt ausgeweitet
Nein, wird nich! Und in dem von dir reingestellten Link steht auch nichts von unbegrenzter Ausweitung.
EZTerra schrieb:du kennst ja noch nicht mal den genauen bestand von euros die im umlauf sind und wirst ihn auch niemals genau überptrüfen können, niemand kennt den. dann noch sondervermögen hier, sondervermögen da usw.
Ja und? Trotzdem kann ich damit problemlos bezahlen, viel einfacher als mit Bitcoin.
:)
EZTerra schrieb:deshalb ist der euro auch nicht vetrauenswürdig. auch der dollar nicht. keine fiat währung ist vertrauenswürdig.
bitcoin dagegen ist vollkommen vetrauenswürdig.
Deine Meinung, sehen viele halt anders.
EZTerra schrieb:wir sind jetzt schon an einem punkt, wo staaten sich eine bitcoin reserve anlegen harvard mehr bitcoin als gold hält
Ja und die halten noch viel mehr Aktien und Anleihen! Was soll das für ein Argument sein? Is Harvard jetz super Schlau, weil sie mehr Bitcoin als Gold halten oder super Blöd, weil sie viel mehr Aktien und Anleihen als Bitcoin halten? Beides geht halt nich.
Ok, ich verrats dir, die investieren in alle Assets, das nennt man Diversifikation und sie gewichten nach Risiko, in riskante Assets wird weniger investiert, in weniger riskante Assets mehr. Offensichtlich hält man in Harvard Aktien und Anleihen für weniger riskant als Bitcoin und Gold, selbstverständlich immer auf die erwartete Rendite bezogen.
EZTerra schrieb:bitcoin geht nicht mehr weg.
Sag ich ja auch gar nich, ich sag Bitcoin wird keine gesetzliche Währung, wegen grundsätzlicher Mängel.
EZTerra schrieb:nein, es geht solange gut, solange investoren bereit sind us-staatsanleihen zu kaufen
Nö, die können sich auch weiter in Dollars verschulden, weil die nämlich die Druckerpresse im Keller zu stehen haben, können sie auch immer alle Schulden bedienen.
EZTerra schrieb:geld war mal gedacht als wertspeicher, tauschmittel und recheneinheit
Von den Erfindern des Gelds eher nich. Soweit man weiß wurde Geld erfunden um Steuern zahlen zu können.
EZTerra schrieb:ich persönlich finde es nämlich total scheiße, dass meine geleistete arbeit, also meine lebenszeit die ich investiert habe, einfach von irgendwem, der die geldmenge am computer per knofpdruck vermehren kann, entwertet werden kann.
Hatten wir doch schon, da gibts sehr einfache Möglichkeiten die Entwertung zu umgehen, was auch sehr sinnvoll is.
EZTerra schrieb:das ist nicht tragbar und es ist auch nicht tragbar, dass ich gezwungen werde mein geld zu investieren, damit es seinen wert bestenfalls erhält
Das is nich nur "tragbar", das is sogar notwendig um unseren Wohlstand zu erhalten. Und bestenfalls den Wert erhalten? Mit nem ordentlich diversifizierten Portfolio aus Aktien, Anleien, Immobilien, Edelmetallen und gern auch etwas Bitcoin, erreichte man bislang noch immer eine Rendite über der Inflation, nix mit "bestenfalls erhalten".
EZTerra schrieb:denn das ist ja auch nicht garantiert.
So wie bei Bitcoin auch.
:)
EZTerra schrieb:jetzt mal ein übertriebenes beispiel, aber stell dir vor du lebst in argentinien und hast dein lebenlang malocht und hast in 30 jahren umgerechnet 50.000$ in deiner währung erwirtschaftet. hast es einfach auf deinem konto gespart und dann wachst du auf und alles ist nur noch 0$ wert. 30 jahre arbeit plötzlich wertlos, deine investierte lebenszeit von 30 jahren plötzlich weg.
Na das wäre ja auch eine sehr dumme Vorgehensweise gewesen und wer dumm handelt, sollte damit rechnen am Ende auch mal dumm dastehen zu können.
Du selbst verhältst ja sogar ähnlich, denn du sparst dein ganzes Vermögen auch in einer Währung. Wenn Bitcoin mal auf Null fallen sollte, is deine gespeicherte Lebenszeit auch einfach so weg.
Ich weiß, du glaubst nich, dass das so kommen wird, aber dein Beispiel Argentinier hätte das ja auch nich geglaubt, sonst hätte der ja anders gehandelt.
Du hast also sehr schön argumentiert, dass man nich alle Eier in einen Korb legen sollte, nun musste nur noch die richtigen Schlüsse aus dieser Erkenntnis ziehen.
Dein Beispiel zeigt aber auch sehr schön einen weiteren Grund auf, warum es unglaublich dumm wäre, sowas wie Bitcoin zur Weltwährung zu machen.
Nehmen wir mal an, wir hätten jetz auf der ganzen Welt Bitcoin als einziges Zahlungsmittel, weils ja schließlich durch seine Überlegenheit als Geld zwangsläufig dazu kommen musste.
;)Und da nun niemand mehr gezwungen is sein Geld zur Bank zu bringen, Aktien, Anleihen oder Immos zu kaufen, macht das auch keiner mehr. Auch Rentenkassen sind nich mehr nötig, Bitcoin is ja rentabler und sicherer als jeder Rentenversicherung.
Es wird nun also nur noch in Bitcoin gespart, was wird passieren? Ganz einfach, es wird immer weniger Geld im Umlauf sein, viele können ihre Miete nich mehr zahlen, weil zu wenig Geld im Umlauf is, Obdachlosigkeit steigt. Unternehmen verkaufen weniger Waren und Dienstleistungen, machen wemiger Gewinn und entlassen viele Mitarbeiter, es folgt Massenarbeitslosigkeit.
Weniger Geld im Umlauf führt aber auch zu sinkenden Preisen und somit auch zu sinkenden Löhnen, was zu noch weniger Umsatz und noch mehr Arbeitslosigkeit führt.
Deine Überlegung, es müsse so sein, dass Geld nie seine Kaufkraft verliert, damit man sein Vermögen direkt im Geld halten kann, muss zwangsläufig zum Kollaps der Wirtschaft und somit zur Zerstörung unseres Wohlstand führen, vor allem dann, wenn die Geldmenge auch noch absolut gedeckelt is, wie beim Bitcoin.
Aus diesem Grund wäre es unglaublich dumm, Bitcoin zur Weltwährung zu machen!
EZTerra schrieb:das ist eines der hauptprobleme. egal früher oder später werden sie es lernen. denn schmerz (im portemonnaie) lehrt.
Aber eben nur die, die sich dumm verhalten.
EZTerra schrieb:
kuno7 schrieb:Du zB. verstehst ja auch nich, dass es kein Vorteil eines Geldes is, wenn man die Geldmenge nich erhöhen kann
die existierende menge an bitcoin bzw. sats ist aber mehr als ausreichend, um alles vorhandene vermögen und alle vorhandenen vermögenswerte weltweit darzustellen.
Darum gehts aber nich, sondern weil deflationäre Geldsysteme die Wirtschaft zerstören.
kuno