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Gibt es noch Möglichkeiten Felix Tschök zu finden?

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Entführung, Dresden, Ungelöst

Gibt es noch Möglichkeiten Felix Tschök zu finden?

11.06.2016 um 15:08
@BrigitteM

Mich interessiert auch vor allem die Geschichte des ausgesetzten Kindes. Kindesentfuehrungen, dazu noch von Babys, gibt es leider haeufig, und dabei koennen alle moeglichen Motive in Hintergrund stehen.

Dass ein immerhin 12 Monate altes Kind ausgesetzt wird, ist hingegen ungewoehnlich. So etwas kommt eher bei Neugeborenen vor, oder allenfalls in den ersten Lebenswochen.

Das ausgesetzte Kind war zum Zeitpunkt des Auffindens leicht untergewichtig und etwa vier Wochen in der Entwicklung hinterher. Es trug neuwertige Kleidung, die in der DDR produziert wurde, aber das war teilweise Maedchenkleidung. Auf russische Art gewickelt, reagierte auf Russisch, aber nicht auf Deutsch.

Die Narben von der venae sectio/Port waren mehr als sechs Monate alt. Sie wurden fachgerecht versorgt, und es gab insgesamt sechs davon. Keine Impfungen, also nicht einmal BCG, was normalerweise wenige Tage nach der Geburt gemacht wird. Komplett gesund zum Zeitpunkt des Auffindens.

Vermuteter Grund der stationaeren Behandlung: schwere Infektionskrankheit, SHT, Vergiftung.

(All das ist eine Zusammenfassung der Presseberichte, die auf der Internetseite der Eltern von Felix stehen, wurde ja schon mehrfach zitiert.)

Schwere Infektionskrankheit - das koennte alles gewesen sein, und es koennte auch schon vor oder bei der Geburt passiert sein
SHT oder Vergiftung - koennte ein Unfall gewesen sein, aber auch Misshandlung

Also, wenn ich mir das so zusammen ansehe, dann komme ich eigentlich nicht zu der Schlussfolgerung, dass hier Eltern ein krankes Kind fuer ein gesundes austauschen wollten. Erstens war das ausgesetzte Kind gesund, und die Krankenhausbehandlung lag mehr als ein halbes Jahr zurueck. Und zweitens kann ich mir kein Motiv vorstellen, weshalb man ein Kind auswechseln wollte. Weshalb? Ein langer Krankenhausaufenthalt kann zu einer mangelnden Bindung fuehren. Bei manchen Leuten fuehrt es zu einer verstaerkten Bindung. Aber zu einem entfuehrten Kind hat man ja ueberhaupt keine Binding. Das kann nicht der Grund gewesen sein.

Auch das Alter passt hier gar nicht. 5 und 12 Monate sind ein riesiger Unterschied. Das kann auch der Laie ohne weiteres unterscheiden. Es waere schwierig, hier ein Kind fuer das andere auszugeben, zB mit einer Geburtsurkunde.

Die Polizei und auch die Eltern gehen davon aus, dass die Faelle zusammenhaengen. Aber weshalb? Die Blutgruppe des Speichels am Schnuller kann es nicht gewesen sein. A negativ ist zwar relativ selten, so in etwa 7% in Mitteleuropa, grob gerechnet:
Wikipedia: Blood_type_distribution_by_country
http://www.wo-ist-felix.de/index_d.html

aber das heisst noch wirklich nichts. Das bedeutet zB, dass in einer Gruppe von 100 Babys 7 eine solche Spur hinterlassen wuerden. Wurde mittlerweile auch die DNA ueberprueft?

Medizinische Experimente gab es in der DDR:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/klinische-studien-in-der-ddr-erste-analyse-von-historiker-erices-a-1000241.ht...
aber die wurden an tatsaechlich kranken Menschen durchgefuehrt, dh es wurden Patienten mit eventuell wirksamen neuen Medikamenten behandelt, ohne dass sie um Zustimmung gefragt wurden. Das Geld floss an das Regime. Es ist zumindest nichts darueber bekannt, dass gesunde Kinder entfuehrt wurden, um sie fuer ein Experiment zu verwenden.


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13.06.2016 um 01:01
Ja, so viel Zeit ist vergangen und doch kann man den Fall nicht vergessen.

Ich denke auch, dass hier das ursächliche Motiv bei der Mutter des ausgesetzten Kindes liegt. Später wurde er Martin genannt.
Wann setzt eine Mutter ihr Kind aus bzw. gibt es her, ohne zu wissen, ob es eine Zukunft haben wird?
Ich bin selbst Mutter und Großmutter und habe mir diese Frage wieder und wieder gestellt. Wann würde ich mein Kind vor eine fremde Tür legen?
Ich kann mir nur eine Situation vorstellen. Das Leben des Kindes ist akut bedroht. Vielleicht haben die Russen medizinische oder andere Experiment mit diesen Kindern gemacht. In Dresden - Nord gab es ein russisches Militärkrankenhaus. Ein Nachbarskind ist nach einem Motorradunfall dorthin gebracht worden, weil zufällig ein russischer Krankenwagen am Unfallort war. Der Junge ist zwar letztlich doch gestorben, aber man hat versucht ihn zu retten.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass in einer kleinen russischen Enklave in der DDR eine abgeschottete Gruppe von Menschen gelebt hat, die ganz auf sich gestellt war... Nur mal angenommen: Ein ehrgeiziger Mediziner hat versucht mittels Manipulation aus männlichen Säuglingen bessere Soldaten zu machen, welche Möglichkeit hätte die Mutter des Kindes gehabt? Hätte sie zur Polizei gehen können? Wohl nicht. Wenn sie es getan hätte, dann wäre sie sicher alle ihre Kinder los gewesen. Es ist ja davon auszugehen, dass sie mehr als nur den Martin hatte.

Man kann die Verhältnisse damals nicht mit denen heute vergleichen. Meine 3j. Tochter hatte 1982 einen Unfall. Ich bin mit ihr ins Krankenhaus und man hat mir gestattet, das Kind zum Röntgen zu begleiten. Schädelbruch. Dann hat man das Kind im Städtischen Krankenhaus behalten und mich nach Hause geschickt. Man würde mich benachrichtigen, wenn es eine Veränderung gäbe.
Telefon hatten wir nicht, also habe ich auf die Post gewartet. Trotzdem bin ich jeden Tag zum Krankenhaus und habe gefragt. Die Tür zur Station war immer verschlossen und ich musste klingeln, um zu fragen. Nach 3 Tagen bin ich angefahren worden: Sie machen hier alle verrückt, gehen Sie nach Hause und warten Sie!
Mein Kind durfte ich natürlich nicht sehen. Begründung: Die anderen Kinder weinen, wenn eines Besuch kommt.
Die Sache mit meiner Tochter hat ein glückliches Ende genommen, Gott sei Dank! Doch was, wenn man mir gesagt hätte, ihre Tochter hat die Nacht nicht überlebt, liegt in der Pathologie und wir sagen Ihnen, wann die Trauerfeier ist. Das wäre durchaus denkbar gewesen.
So war der Zeitgeist.

Nun stelle ich mir das auf russisch vor.
In den 50er Jahren gab es einen Aufruf: Man suchte freiwillige Frauen, die sich mit Affen paaren, um sportlichere Kinder zu bekommen. Es soll Hunderte gegeben haben, die so dem Sozialismus zu einem Vorsprung verhelfen wollten. Kein Witz!

Vor diesem Hintergrund stelle ich mir einen ehrgeizigen Mediziner vor, der Schalten und Walten kann, wie er denkt. Und dann stelle ich mir die arme Mutter dazu vor. Da ist das eigene gebrochene Herz ein kleiner Preis, um dem Kind das Leben zu retten.

Spinnen wir mal weiter...
Die Familie Tschök hat ja einen jungen Mann ausfindig gemacht, der möglicherweise ihr Felix sein könnte. Der stirbt plötzlich und ein DNS Abgleich ist auch nicht mehr möglich.
Das könnte doch eigentlich ins Bild passen.
Stellen wir uns mal vor, der junge Mann ist Felix und der reist in seine alte Heimat, trifft auf die Kriminalisten, die so lange nach ihm gesucht haben. Sicher wird man ihn auch auf seine körperlichen Besonderheiten untersuchen. Was, wenn es da etwas zu finden gibt, das nicht natürlichen Ursprungs ist?


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14.06.2016 um 23:50
@BrigitteM

Hat Familie Tschök tatsächlich ihren Felix gefunden und der vermeintliche Felix ist dann verstorben? Oder ist das nur die Spinnerei?
Ich komme da nicht mehr mit, wie das zu verstehen ist!


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15.06.2016 um 10:54
BrigitteM schrieb:Stellen wir uns mal vor, der junge Mann ist Felix und der reist in seine alte Heimat, trifft auf die Kriminalisten, die so lange nach ihm gesucht haben. Sicher wird man ihn auch auf seine körperlichen Besonderheiten untersuchen. Was, wenn es da etwas zu finden gibt, das nicht natürlichen Ursprungs ist?
Dann wird auch nicht viel passieren. In der UdSSR/Russland wurde/wird viel vertuscht.

Ich glaube nicht, dass an dem "russischen" Kind medizinische Experimente vorgenommen wurden. Eher Behandlungsfehler, laienhafte Behandlung oder Behandlung mit ungeeigneter Ausstattung (zu dicke Nadeln o.s.ä.) für Kinder. Selbst wenn es diese medizinischen Versuche gab, hat man es bestimmt nicht an Leuten/Kindern gemacht, die in einem sozialen Umfeld geborgen waren. In Russland gab es leider genug Heime mit Waisen oder ausgesetzten Kindern, die mehr schlecht als recht versorgt wurden.

Ich glaube nicht, dass man beide Fälle unbedingt als Austausch oder im Zusammenhang sehen muss. Es stimmt ja nur die Blutgruppe von Felix mit der BG auf dem Schnuller überein. Der Schnuller könnte aber auch von einem Erwachsenen abgeschleckt worden sein (manche Mütter machen ihn tatsächlich so sauber) oder von einem anderen Kind stammen beispielsweise usw.

Für mich ist nicht ausgeschlossen, dass der entführte Felix in der DDR lebte und großwurde.


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15.06.2016 um 21:56
@Listeria

Fuer mich hoerte es sich eher so an, als seien das alles ordnungsgemaess versorgte Einschnitte gewesen. Es wurde eben ein Port gelegt, dh es musste ein laengerfristiger Zugang zur Vene gelegt, und das an mehreren Stellen.

Was haette der Sinn eines solchen Experimentes gewesen sein? Die Medikamentenversuche in der DDR wurden aus Geldgier durchgefuehrt. Patienten wurden ohne Einverstaendnis mit experimentellen Medikament behandelt, und westliche Firmen haben dafuer bezahlt. Sportler wurden ohne Wissen mit Hormonen behandelt, um mehr Medallien zu bekommen. Wieso sollte jemand ein enfuerhtes Baby experimentell mit etwas behandeln, und es dann aussetzen? Wuerde es nicht mehr Sinn machen, ein krankes Kind zu behandeln, ohne die Eltern zu informieren? Das waere einfacher und unauffaelliger.

Das Kind war im ersten Lebenshalbjahr zumindest ueber Wochen in stationaerer Behandlung, wahrscheinlich laut Gutachten wegen SHT, einer schweren Infektion oder einer Vergiftung.


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18.06.2016 um 23:04
Das mit dem Kinderwagen kann man leider noch manchmal in Berlin sehen. Das erste mal habe ich im Laden gefragt "Hallo hier liegt es ein Baby im Wagen..?" Die Mutter "Ja ich schaue von hier an!" Als Ausländerin habe das nie verstanden, aber jetzt weiß ich woher das kommt.
Der Fall ist doch hart. Ich kann mich auch nicht so richtig für eine Theorie entscheiden. Ausgetausch? Zufall mit dem Nucki? Experimente? Kind nicht geliebt?
Eines ist aber klar wenn das Kind vor einem Arzt als eigenem Kind präsentiert sein sollte würde das sinnlos sein auch dem Vater könnte man nicht lügen. Die Narben waren auf einmal nicht da und das wäre aufgefallen...
Ich habe auch flüchtig daran gedacht ob es ein Handeln war mit mehrere Babies o.ä. weil ich die Zeitverzögerung beim Absetzen und die MädchenKleidung nicht so ganz einordnen kann. Finde aber hier auch keine solide Teorie...


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19.06.2016 um 08:33
Ich hab jetzt noch mal drüber nachgedacht, wer warum sowas tun könnte. Für mich fällt aus, dass Martins leibliche Eltern ihn nach 11 Monaten einfach gegen ein anderes "besseres" Kind ausgetauscht haben. Ich könnte mir vorstellen, dass Martin adoptiert war. Evtl. war er als Baby schon schwer krank und seine leiblichen Eltern konnten die Arztkosten nicht aufbringen, sodass er in staatliche Obhut geriet. Als er wieder gesundete, wurde er dann evtl. adoptiert von einem Paar mit unerfülltem Kinderwunsch. Evtl. gar nicht all zu lang vor dem Babytausch. Die Adoptiveltern waren evtl. enttäuscht von dem Kind, das sie bekamen oder konnten sonstwie keine Bindung zu ihm aufbauen. Also entschloss man sich, eine Weihnachtsreise in die DDR zu nutzen, um dort ein anderes Kind zu entführen. Man behielt beide Kinder 10 Tage, um zu gucken, ob es mit dem Ersatzkind besser klappt und das war wohl der Fall, sodass man vor der Rückreise Martin zurückließ. Hätte es bei Felix auch nicht "gefunkt", hätte man dagegen wahrscheinlich IHN zurückgelassen und Martin wieder mitgenommen.

Da man einen Handlanger hatte, der bis heute beharrlich schweigt und das betreffende Paar deckt, werden das wohl einflussreiche Leute gewesen sein bei Militär oder Staat, deren Einfluss noch heute besteht. Da wäre interessant zu wissen, welche einflussreiche Persönlichkeit 1984 einen Jungen zugesprochen bekam. Wie gesagt, an den Austausch des leiblichen Kindes kann ich nicht glauben, das Ganze hat für mich mehr was von "hab den falschen Hund aus dem Tierheim geholt und will jetzt einen Anderen". Kann mir keine Mutter vorstellen, die ihr eigenes Kind, das noch dazu schwer krank war als Baby, ohne Not nach 11 Monaten tauschen würde. Die natürliche Bindung wäre nach der Zeit zu stark, und wenn nicht, hätten solche Eltern GAR kein Kind mehr gewollt oder selbst moch mal eins bekommen.


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19.06.2016 um 10:28
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die Fälle getrennt voneinander betrachten muss.

Martin könnte ein ungeliebtes/ungewolltes Kind gewesen sein, das im Verborgenen zur Welt kam. Es hat keine Impfungen, weil es als Hausgeburt zur Welt kam. Somit ist es auch nirgendwo registriert, hat keine Papiere etc. Es wird also nicht vermisst. Es könnte das uneheliche Kind eines hochrangigen Offiziers sein, oder sogar noch schlimmer, das Kind einer miderjährigen oder behinderten Mutter, das aufgrund von sexuellen Missbrauchs entstand. Auf jeden Fall so, dass keine wirklich feste Bindung zwischen Mutter und Kind entstand. Als Martin krank wurde, hat man vielleicht durch Bestechung eine medizinische Behandlung innerhalb eines Krankenhauses organisiert.
Wie auch immer, schien die Betreuung des Kindes immer mehr zur Überforderung zu führen und es wurde irgendwann -vielleicht sogar durch den Vater oder nahstehende Verwandte- ausgesetzt.

Ich denke nicht, dass es nötig war, ein neues Kind anzubringen, eben weil Martin nie in irgendwelchen Stammbüchern auftauchte.

Felix wurde meiner Meinung nach nicht von demselben Personenkreis entführt. Diese Entführung ist völlig unabhängig davon sehen.


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19.06.2016 um 10:33
@Listeria

Aber es ist doch nachgewiesen, dass beide Kinder Kontakt miteinander hatten und eine kurze Zeit zusammen verbracht haben - also muss es der selbe Personenkreis sein.


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19.06.2016 um 10:38
Linda_s schrieb:Aber es ist doch nachgewiesen, dass beide Kinder Kontakt miteinander hatten und eine kurze Zeit zusammen verbracht haben - also muss es der selbe Personenkreis sein.
Der Nachweis ist aber äußert dünn. Es wurde nur Felix Blutgruppe auf dem Schnuller nachgewiesen. Die kann aber auch jedes andere Kind oder ein Erwachsener hinterlassen haben.
Zumal es mir nicht so scheint, dass Martin in seinen eigenen Sachen ausgesetzt wurde. Er trug ja Mädchenkleidung. Vielleicht hat man ihn vor dem Ablegen extra mit fremder Babykleidung und Babysachen versorgt um Spuren zu vertuschen.


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19.06.2016 um 11:03
@Listeria

Felix hat aber eine seltene Blutgruppe. Er war A negativ - nur etwa 6% der Deutschen haben diese Blutgruppe.
Martin hat wohl B negativ. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass seine Eltern ebenfalls negativ sind. Und es wäre auch möglich, dass Mutter oder Vater eine andere negative Blutgruppe haben (wie zb. A negativ).

Das wäre aber alles sehr großer Zufall.

Und bei der Mädchenkleidung könnte es sich auch um "vererbte" Sachen handeln. Von älteren Bekannten oder Verwandten die er weiter tragen musste. Damals gab's ja nicht die riesen Auswahl und man musste häufig nehmen was man bekommt. Zumal es ja ein Foto von dem armen Babys direkt nach dem Auffinden gibt und die Sachen wie Mütze und Jacke sehen da nicht so feminin aus..


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19.06.2016 um 13:17
Es ist doch nicht sehr wahrscheinlich, dass in derselben Stadt in einer Aera, wo echt wenig dieser Art geschah, innerhalb weniger Tage erst ein Kind spurlos verschwindet und ein Anderes aus dem Nichts auftaucht, dazu noch durch den Schnuller und die extrem seltene Blutgruppe ein Zusammenhang hergestellt werden kann, dass das dann nichts miteinander zu tun hat. In der DDR wurde alles und jeder reglementiert und erfasst von Geburt an, da konnte man weder einfach sein Kind verschwinden lassen, ohne dass es aufgefallen wäre, noch konnte man plötzlich ein Kind mehr haben, ohne dass es Fragen aufgeworfen hätte. Auch konnte man nicht mit einem Kind mehr oder weniger ausreisen, als man bei der Einreise dabei hatte. Ein Austausch ist also die einzig logische Erklärung für BEIDE Fälle, die jeder für sich gar nicht erklärbar sind, denn wo kam Martin her? Irgendwo müsste danach ein Kind gefehlt haben, wenn es nicht durch ein Anderes ersetzt wurde. Der Fall schlug große Welten, jemandem wäre sowas im Umfeld aufgefallen.


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19.06.2016 um 17:25
Also die Schnuller Geschichte finde ich schon schwer verständlich. Im Sinne von: Da soll nach dem Auffinden von Martin an seinem Schnuller eine Blutgruppenbestimmung vorgenommen worden sein. Anbei hat man festgestellt, dass noch Speichelreste mit der Blutgruppe von Felix übereinstimmen. Das nenne ich aber eine STASI Idee.


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19.06.2016 um 17:37
@Comtesse

Du schreibst in der DDR wurde alles registriert. Aber ich glaube für die übrig gebliebene russische Besatzung galt das nicht. Die konnte sehr wohl dort treiben was sie wollte auch wenns DDR Boden war.

Der Austausch macht ja nur Sinn, wenn damit eine "Verbesserung" erreicht wird. Man müsste dann die Eltern von Felix schon vorher im Visier gehabt haben und ausspioniert haben und zwar gründlich.
Bei wahlloser Entführung liefe man ja Gefahr ein krankes Kind zu bekommen oder ein Mädchen oder möglicherweise ein Kind mit gänzlich anderem Aussehen.
Irgendjemand muss also Zugriff auf Informationen über Felix gehabt haben.

Vielleicht wollte man gezielt ein jüngeres Kind, weil es zeitlich dann besser in den Lebenslauf der Familie zu integrieren war. Nach wie vor, glaube ich, dass Martin nicht gewollt war, vielleicht wurde überhaupt nie von seiner Mutter großgezogen, sondern von Verwandten. Vielleicht hat eine Frau durch Gewalt/Affäre o.s.ä. ein Kind bekommen, was dem Peiniger zu sehr ähnelte und durch den Austausch konnte man ihn besser in der Familie unterbekommen.


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19.06.2016 um 19:49
@Listeria
Ja, aber man geht ja davon aus, dass Martin aus Russland stammt, dann muss ja jemand mit ihm über die DDR-Grenze reingekommen sein, und DAS wurde sehr wohl registriert, oder wurde da jeder Russe ungeprüft durchgewunken? Wieviele Personen ein- und ausreisen, wurde doch generell erfasst, oder? Zumindest musste man damit rechnen und brauchte Papiere für jeden Insassen.

Dem Rest stimme ich zu, evtl. wurden die Tschöks ausgespät vorher, zumindest scheint das Kind aber nach dem Augenschein ausgesucht worden zu sein, nicht nach dem Alter, was vorherige Recherchen nach einem passenden Kind über Ämter ausschließen lässt.


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19.06.2016 um 21:28
@Comtesse

Die Frau könnte ja eine Armeeangehörige gewesen sein, die schon länger in der DDR wohnte. Martin könnte in der DDR geboren sein, ich glaube nicht, dass man mit Martin einreiste und dann alsbald mit Felix wieder ausreiste, denn spätestens nach der Entführung haben die Beamten sicher genauer hingeschaut, wer da so über die Grenze will.

Martin kann zu Hause auf die Welt gekommen sein mit einer Hebamme, deshalb wohl auch die fehlenden Impfungen. Die Russen waren dort ja auch unter sich.

Wie auch immer, ich denke, dass die Mutter sehr wenig bis keine Bindung zu ihm aufbaute oder aufbauen konnte und ihn sehr früh oder gleich nach der Geburt in andere Obhut gab (vielleicht sogar kurz nach der Geburt nach Russland ausreiste oder ausreisen musste). Die Leute, denen er überlassen wurde scheinen dann entschieden zu haben ihn auszutauschen.
Und diese Leute scheinen mir doch sehr kaltblütig vorgegangen zu sein, denn beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass man ein geliebtes Kind hergibt. So toll war die DDR nun auch nicht, dass man davon hätte ausgehen können, dass es ihm automatisch besser gehen würde als in Russland. Keine Mutter würde so denken.


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20.06.2016 um 22:22
@hahnundhenne
Deine Frage ist nicht eindeutig zu beantworten.

So viel ich weiß - und ich bin nicht wirklich gut informiert - gab es vor wenigen Jahren einen Hinweis, dass ein gewisser Sergje (?) in die Koordinaten des vermissten Felix passen könnte.
Wie der Hinweis genau zustande gekommen ist, ist eine lange Geschichte, die ich nur in Fragmenten kenne.
Dieser Sergje sollte nun besucht werden und mittels DNS-Bestimmung bestätigt oder ausgeschlossen werden, ob er es ist, oder nicht.
Kurz bevor die Tschöks dort eintrafen, ist der junge Mann gestorben.
Die Situation ist nun die, dass diese Frage nie geklärt werden kann.

LG


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19.07.2016 um 07:45
warum vergleicht man denn nicht die DNA von Martin Sonntag mit den Kindern von Risadthin Sultanow? Die Kinder haben ja offensichtlich ein Interesse daran, dass der Fall aufgeklärt wird.

So würde sich zumindest schon mal zeigen, ob die Kinder in irgend einer verwandschaftlichen Beziehung zueinander stehen.


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19.07.2016 um 08:39
das hier stammt aus einem Artikel von 2009:

"Außerdem kommt die Suche nach Felix auch auf höherer Ebene endlich wieder in Bewegung. Auf Anfrage der Dresdener Staatsanwaltschaft haben die russischen Behörden nun eine Liste mit den Krankenakten von den Jungen freigegeben, die 1983 und 1984 im Dresdener Militärkrankenhaus behandelt wurden. Derzeit werden die Daten von der Staatsanwaltschaft überprüft. Man hofft, die Eltern des Findelkindes ermitteln zu können - und damit Felix' mutmaßliche Entführer."

sollte es da nicht endlich mal ein Ergebnis geben? hat da jemand was davon gehört?


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