Dieser Fall ist dermaßen einmalig, dass:
Emsig schrieb:In der russischen Kultur wurden auch kranke Kinder akzeptier
bei dieser Familie nicht gilt. Es gibt Familien, da hat die Frau nichts zu melden, ist dem Mann hörig. Da bestimmt der Mann und das scheinbar kranke Kind war nicht vorzeigbar und hat gestört.
Der Austausch erfolgte nach einer Woche, sie haben also das Zusammenleben mit dem entführten Kind ausprobiert, bevor die endgültige Endscheidung gefallen ist.
Emsig schrieb:Was wenn das Kind unehelich war und
Diese Spekulation ist mir zu übertrieben.
Die Frage, die sich mir noch stellt, das ausgesetzte Kind war bereits ca 1 Jahr alt und in den sowjetischen Offizierswohnungen (oft damals neu errichtete Plattenbauten, 4-6 Etagen, 6-12 Wohneinheiten, mehrere Blöcke zusammen je nach Standort, jeder kennt jeden) müsste das Kind bekannt gewesen sein, dort müsste ein Austausch aufgefallen sein - plötzlich anderes Kind! ABER: die ganz hohen Offiziere wohnten nicht in den Mehrfamilienhäusern, die wohnten meist einzeln in Villen, dort wäre ein Austausch nicht aufgefallen, wenn die Offiziersfrau in der Kaserne keinen Job hatte und das Kind nicht im Kindergarten war.
Darum vermute ich keinen normalen Offiziersrang, sondern sogar einen viel höher gestellten Offizier. Bei dem die sowjetischen Behörden erst recht nicht mit den DDR Behörden zusammenarbeiten. Denn das muss der Täter auch auf dem Schirm gehabt haben, dass die DDR Behörden ermitteln und die Sowjets um Amtshilfe ersuchen. Zumal sie eine Woche Zeit hatten, genau darüber nachzudenken.