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Mondsee Mord

Mondsee Mord

22.08.2017 um 02:49
kf1801 schrieb:Ich habe von Anfang an die Meinung vertreten, dass um die "geheime Mitfahrgelegenheit" viel zu viel Aufhebens gemacht wurde. Der Täter/die Täterin war MP ganz, ganz nahe - und der Sexualmord
Wie kommst du auf diese idee? Gab es diesbezüglich gerüchte?


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 08:35
@Robin76
Du gibst dir die Antwort zum Glück in deiner Frage bereits selbst - ICH komme auf diese Idee.

Die Medien hatten sich seinerzeit sehr schnell auf den "Sexualmörder" eingeschossen. Man ging wegen der verschobenen Wäsche am Mordopfer offensichtlich von einer versuchten Vergewaltigung, die mit dem Mord vertuscht werden sollte, aus. Die Ermittler haben dies jedoch nie bestätigt, aber auch nicht dementiert. Ich persönlich habe niemals an ein versuchtes Sexualdelikt geglaubt. Man muss auch nicht sklavisch das glauben, was einem die Medien erzählen (was wissen die schon), sondern darf sich als erwachsener Mensch durchaus seine persönliche Meinung bilden. Und meine Meinung ist, dass ein bisschen verschobene Unterwäsche noch lange kein versuchtes Sexualdelikt ausmacht.

Um bei meiner "Bibel" zu dem Fall zu bleiben - der Journalist N. Blaichinger stellt fünf uterschiedliche Theorien auf, wer der Täter/die Täterin im Fall MP gewesen sein könnte. Und der Sexualmord, verübt durch eine (wahlweise zufällige bzw länger andauernde Mitfahrgelegenheit) sind nur zwei unter den fünf Theorien.

Was ich besonders schade finde, ist, dass ausschließlich männliche Ermittler an dem Fall gearbeitet haben. Nicht, dass ich weibliche Ermittlerinnen per se besser finde, aber ein weiblicher Blick, gerade in diesem Mordfall, wäre vielleicht hilfreich gewesen.

Die männlichen Ermittler haben mMn einiges zu schnell ausgeschlossen und einiges zu sehr als höchst wahrscheinlich angenommen. So sind die Ermittlungen mMn von Anfang an in eine bestimmte Richtung gelaufen, was mMn suboptimal ist.

Natürlich kann man mir vorhalten, dass ich nicht in den Schuhen der Ermittler stecke und keine Ahnung von deren Job habe. Absolut richtig! Aber mein Hausverstand sagt mir, dass man in einem solch verzwickten Fall absolut nichts ausschließen sollte.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 08:40
@kf1801
Würdest du die anderen drei Theorien mal kurz umreißen? Vielleicht eröffnet uns das insgesamt neue Perspektiven.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 10:35
@hopkirk
Ja, gerne, ich habe meine "Bibel" nicht dabei, versuche es aus dem Gedächtnis zu formulieren. Du darfst also keine schriftstellerischen Meisterleistungen erwarten:)))

Fünf Theorien:
1. MP wurde das Opfer eines Zufalltäters, der sie am Straßenrand aufgelesen hat, nachdem sie den Bus versäumt hat. Er lenkte seinen Wagen statt nach Attnang in einen Wald und wurde zudringlich. Weil sich MP wehrte, hat er sich getötet.

2. MP wurde das Opfer eines Bekannten, mit dem sie nach Versäumen des Busses in dessen Auto mit zur Arbeit fuhr. Der wurde zudringlich und siehe 1..

3. MP hat am Morgen ihres Verschwindens ihr Elternhaus überhaupt nicht verlassen und die Tat geschah im Haus.

4. MP wurde das Opfer eines bekannten Sexualmörders. Es wurden einige bekannte Sexualmörder überprüft. Ergebnis gab es keines.

5. MP wurde das Opfer der von den meisten favorisierten "geheimen Mitfahrgelegenheit", mit dem sie zwar schon über ein Jahr regelmäßig unterwegs war, aber der just an dem Tag auf die Idee kam, er könnte doch jetzt seinen "Fahrerlohn" verlangen.

So ähnlich umreißt der Autor N. Blaichinger die möglichen Varianten, was im Fall MP geschehen sein könnte.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 11:04
@kf1801
Vielen Dank. Da du schreibst, dass du nicht an ein versuchtes Sexualdelikt glaubst, bleibt aus den genannten Varianten dann ja nur Nummer drei übrig.

Was mich an den Zufalls-Thesen stört, ist der Tag Urlaub, den M. sich genommen hat. Eigentlich macht man im Kollegenkreis und auch in der Familie kein Geheimnis darum, wenn man mal einen Tag Urlaub nimmt.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 11:16
@hopkirk
Sehr gerne. Wenn es dich interessiert, kann ich dir morgen den genauen Wortlaut der fünf Theorien von N. Blaichinger liefern.

Ich habe zu dem Fall so viel gelesen und kann auch nur nach der Qualität der Bücher gehen. Mir erscheint das Buch von N. Blaichinger und was er zu dem Mordfall MP schreibt, am besten recherchiert.

Natürlich ist N. Blaichinger auch nur Journalist. Aber er hat mit Ermittlern gesprochen, die nahe an dem Fall dran waren. Er hat mit dem Freund und einer Freundin von MP gesprochen (wobei diese beiden lediglich ihre Sicht der Dinge zu Protokoll geben können, aber es rundet die Sache doch sehr gut ab), ich denke schon, dass er sich viel Arbeit gemacht und gründlich recherchiert hat.

Liest man hingegen das Buch von A. Wehner, erfährt man zu dem Fall MP, dass der Mörder ein Monster und eine Bestie ist.

Liest man dann das Buch von K. Tozzer und G. Kallinger, erfährt man zu dem Fall MP, dass es Überprüfungen von damals bereits inhaftierten Sexualmördern gegeben hat, es aber zu keinen Ergebnissen gekommen ist. Was Neues hatten die beiden auch nicht zu bieten.

Der CRIME-Artikel war mMn einfach nur schlecht.

Wegen des Urlaubstages habe ich etwas anderes gelesen, nur fällt mir partout nicht mehr ein, wo - jedenfalls wird erwähnt, dass der Urlaubstag nachträglich auf den Kalender geschrieben worden sein könnte. Und zwar von jemanden, der dazu von jemand anderen dazu veranlasst wurde, ohne zu wissen, weshalb.

Aber wie gesagt, das habe ich irgendwo gelesen. Im Buch von A. Wehner wird zu dem Fall MP nebenbei erwähnt, dass sie am 12.11.1986 zwar frei hatte, weil aber ihr Freund an dem Tag keine Zeit für sie hatte, hat sie sich kurzfristig entschlossen, doch zur Arbeit zu fahren. Das schreibt A. Wehner, und die war Chronik-Schreiberin bei der Kronenzeitung, also Vorsicht!!!


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tubul
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Mondsee Mord

22.08.2017 um 11:17
Nur vorsorglich
Was NB sich zusammenfantasiert ist hier irrelevant.

Zur Erinnerung noch einmal ein Auszug aus den Regeln für diese Rubrik.
"- Spekulationen: Diese sind ausschließlich im Rahmen der Gesetze zulässig, allerdings mit zusätzlichen Einschränkungen, die nachfolgend aufgezählt werden.
Nicht erlaubt sind:
- Beschuldigungen anderer User
- die Nennung von Klarnamen
- Veröffentlichung von privaten Unterlagen, Bildmaterialen und dergleichen, ohne Zustimmung des Eigentümers bzw. der abgebildeten Personen
- Verdächtigungen in Richtung der Angehörigen
- Verdächtigung von Personen gegen die nicht ermittelt wird
- wilde Spekulationen ohne dafür sprechende Indizien und Anhaltspunkte
- Generalverdächtigungen bestimmter Berufsgruppen oder Unternehmen
- Einbringen und Diskutieren von Personendaten und Einschätzungen, die auf Erkenntnissen basieren, die durch das Stalken von Facebook oder anderen Personenseiten sozialer Netzwerke gewonnen wurden
- geschmacklose Scherze und Verhöhnungen."


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 13:53
kf1801 schrieb:Aber wie gesagt, das habe ich irgendwo gelesen. Im Buch von A. Wehner wird zu dem Fall MP nebenbei erwähnt, dass sie am 12.11.1986 zwar frei hatte, weil aber ihr Freund an dem Tag keine Zeit für sie hatte, hat sie sich kurzfristig entschlossen, doch zur Arbeit zu fahren. Das schreibt A. Wehner, und die war Chronik-Schreiberin bei der Kronenzeitung, also Vorsicht!!!
Nur mal angenommen,  sie hatte gar keinen Urlaub. Für mich ergibt es auch gar keinen Sinn zur Arbeit zu gehen nur weil der Freund keine Zeit hat. So etwas spricht man ja vorher ab. Aber es würde Sinn ergeben, einen Urlaubstag einzutragen, obwohl sie keinen hatte. MP wäre nämlich dann in der Firma nicht wirklich vermisst worden. Irgendwer hätte dann auf den Urlaubsplaner aufmerksam gemacht und gesagt, dass sie doch Urlaub habe.

Aber andererseits muß ihr Freund und ihre Mutter ja gewusst haben, ob sie Urlaub hatte oder nicht und ob sie tatsächlich zur Arbeit wollte, weil der Freund keine Zeit hatte.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 14:24
@Robin76
Das ist eben die Frage - hat MP wirklich alles mit Freund und Mutter beredet? Oder hatte sie ihre kleinen Geheimnisse?

Man beschreibt sie als ehrlich und zuverlässig - was aber nicht bedeuten muss, dass es nicht auch Dinge gegeben hat, die sie lieber nicht erzählt bzw verraten hat. Und zwar ausnahmslos niemanden, weder dem Freund, noch der Mutter und auch nicht der allerbesten Freundin.

Ich finde das normal und empfinde es auch nicht als nicht ehrlich, wenn man den anderen nicht alles auf die Nase bindet.

Ich meine, MP war eine 17 jährige junge Frau, die seit ihrem 15. Lebensjahr quasi "gebunden" war. War es für sie anfangs wahrscheinlich in Ordnung und normal, sich für jeden Schritt zu rechtfertigen, kann sich das im Laufe der Zeit aus gewissen Gründen allmählich geändert haben.

Empfindet man es anfangs als schön und beschützend, immer jemanden um sich zu haben, der sich um einen sorgt, kann das im Laufe der Jahre allmählich lästig werden.

Vielleicht hat MP es auch im Freundeskreis mitbekommen, dass ihre Freundinnen und Freunde freier waren, Zeit für sich hatten, nicht über jeden Schritt Rechenschaft ablegen mussten und wollte dies eben auch für sich beanspruchen.

Und die Geschichte mit diesem Urlaubstag - der Freund hatte an diesem Tag Unterricht und musste sogar ein Referat halten. Das war im Endeffekt auch sein Alibi. Dass er sich an diesem Tag keinen Urlaub nehmen konnte, sollte ja klar gewesen sein. MP war am Tag vor ihrem Tod anscheinend noch mit ihrem Freund und einem weiteren Paar aus, den Beginn des Faschings feiern. Ich nehme einmal an, dass dabei auch das Referat zur Sprache gekommen ist, MP also davon gewusst haben müsste.

Den Urlaubstag hatte mMn MP nur für sich alleine geplant und hat dies dem Freund und der Mutter gegenüber (absichtlich, versehentlich) nicht erwähnt. Nur im Firmenkalender hat sie diesen vermerkt. Und es wäre niemals herausgekommen, wenn sie nicht just an diesem Tag verschwunden wäre.


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Mondsee Mord

22.08.2017 um 17:05
@kf1801
Jetzt bringst du den Fasching ins Spiel. Ich hatte ganz vergessen, dass der 11.11. ja den Fasching einleitet. Vielleicht hatte sie auch Urlaub genommen, weil sie glaubte, am nächsten Tag noch nicht aus den Federn zu kommen. Da sie aber aufgrund des Referates ihres Freundes vielleicht doch nicht so streng gefeiert hatten, könnten sie sich entschieden haben, den Urlaubstag nicht zu vergeuden und doch zur Arbeit zu gehen. Das würde für mich logisch klingen. Logisch wäre für mich auch, wenn sie diesen Urlaubstag "vorsichtshalber" eingetragen hatte.
Aber wem lief sie in die Hände?

Möglicherweise waren zu Faschingsbeginn auch Leute vor Ort, die sonst nicht anwesend waren und nach einer Übernachtung wieder den Heimweg antraten. Aber ich schließe auch nicht aus, dass sie auf dieser Veranstaltung für den nächsten Tag eine Verabredung getroffen hatte, weil ihr Freund keine Zeit für sie hatte.


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Mondsee Mord

23.08.2017 um 09:39
@Robin76
Den Fasching ins Spiel bringe nicht ich:))))))) Korrekt war das N. Blaichinger. Auch A. Wehner erwähnt in ihrem Buch "Mörder unter uns", dass MP ursprünglich am Tag ihres Verschwindens einen freien Tag gehabt hätte, diesen aber wahrscheinlich (es ist die Frage, ob das so stimmt) nicht in Anspruch genommen hat, weil eben der Freund...

Mir gefallen aber deine Schlussfolgerungen - Urlaubstag nicht verschwenden, weil sie vielleicht nicht mehr so viele übrig hatte und Urlaubstag vorsorglich eintragen, weil ihre Kolleginnen und Kollegen nicht fragen würden, wo sie denn bleibt.

Ob Vöcklabruck eine Faschingshochburg ist, wo lautstark und ausgiebig gefeiert wird, kann ich nicht sagen. Dass MP jedoch auf der Feier oder besser gesagt, für den Tag nach der Feier (weil der Urlaubstag geplant war) eine Verabredung getroffen hat - und davon hat sie definitiv niemanden erzählt - kann selbstverständlich sein. MP hat es dann allerdings so aussehen lassen, als wäre es für sie ein ganz normaler Arbeitstag.

Nur, warum machte sie das? Wie gesagt, ist das für mich ein heftiges Zeichen dafür, dass MP sich ein wenig Freiraum und Selbstständigkeit schaffen wollte.

Eine kurzfristige Verabredung hätte allerdings mMn nichts mit der "geheimen Mitfahrgelegenheit" zu tun, sondern könnte jemand gewesen sein, den/die MP noch nicht so lange gekannt hat. Derjenige/Diejenige könnte frühmorgens in Hausnähe gewartet haben, das würde auch erklären, weshalb es keine Zeugen gibt, die MP an diesem Morgen beim Verlassen ihres Elternhauses gesehen haben.

Und es wäre nicht das erste Mal, dass eine erste Verabredung aus dem Ruder läuft und so endet wie im Fall von MP.


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Mondsee Mord

23.08.2017 um 11:34
kf1801 schrieb:ine kurzfristige Verabredung hätte allerdings mMn nichts mit der "geheimen Mitfahrgelegenheit" zu tun, sondern könnte jemand gewesen sein, den/die MP noch nicht so lange gekannt hat. Derjenige/Diejenige könnte frühmorgens in Hausnähe gewartet haben, das würde auch erklären, weshalb es keine Zeugen gibt, die MP an diesem Morgen beim Verlassen ihres Elternhauses gesehen haben.
Aber andererseits hätte sich die Person, bei der sie immer mitgefahren ist, melden können, wenn sie nichts mit dem Tod der jungen Frau zu tun hätte. Man kommt deshalb doch nicht umhin, doch die Mitfahrgelegenheit mit dem Verbrechen in Verbindung zu bringen.


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Mondsee Mord

23.08.2017 um 11:57
@Robin76
Absolut nicht und der Verdacht gegen die "geheime Mitfahrgelegenheit" besteht weiterhin und wird von sehr vielen favorisiert.

Mit dem Melden ist es halt so eine Sache: Auch wenn diese mysteriöse Person existiert und absolut nichts mit der Tat zu tun hat, da gibt es viele Gründe, weshalb diese Person nicht meldet.


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Mondsee Mord

23.08.2017 um 15:09
Vielleicht auch nur aus Angst, dass sie ins Fadenkreuz kommt.

Und ihr niemand die Unschuld glaubt.


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Mondsee Mord

23.08.2017 um 15:30
kf1801 schrieb:Mit dem Melden ist es halt so eine Sache: Auch wenn diese mysteriöse Person existiert und absolut nichts mit der Tat zu tun hat, da gibt es viele Gründe, weshalb diese Person nicht meldet.
Richtig. Die Person muss nur einen Firmenwagen gefahren haben, wo ein Mitfahrer eigentlich nicht erlaubt war. Das würde u.U. schon ausreichen. Wenn sich diese Person jedoch überwinden würde, könnte man wenigstens in eine andere Richtung ermitteln. Irgendwie konzentriert sich ja alles auf diese Mitfahrgelegenheit.


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Mondsee Mord

24.08.2017 um 08:51
@Robin76
Ja, genau und eben deshalb denke ich, dass dies DER Grund ist, warum sich diese Person nicht meldet.

Natürlich gibt es andere Gründe, weshalb es unterlassen wird - vielleicht schon einmal oder öfter mit dem Gesetz in Konflikt gekommen (da ist der Gedanke "und dann soll mir die Polizei glauben" sehr nachvollziehbar), oder verheiratet und Angst davor, dass die Ehefrau davon Wind bekommt.

Selbst wenn sich diese Person meldet und angibt, ab 8 Uhr Früh am Arbeitsplatz von mehreren Kolleginnen und Kollegen gesehen worden zu sein und diese das auch bestätigen können, und auch eventuell die Arbeitszeitaufzeichnungen übereinstimmen, besteht doch die Möglichkeit, in den knapp eineinhalb Stunden davor, das Verbrechen zu begehen und die Leiche in die Plane einzuschlagen und vorübergehend zu deponieren.

Dies würde anders aussehen, wenn die Person nachweislich ab 7 Uhr früh unter Zeugen am Arbeitsplatz anwesend gewesen wäre.

Aber wer kutschiert schon ein junges Mädchen über ein Jahr lang an dessen Arbeitsplatz und wieder zurück und kommt nach über einem Jahr zum ersten Mal auf die Idee, sich seinen "Fuhrlohn" mit sexuellen Gefälligkeiten abarbeiten zu lassen? Ist das vorstellbar?

Oder ist es vorstellbar, dass sich die mysteriöse Mitfahrgelegenheit ihren "Fuhrlohn" schon früher auf diese Weise bezahlen lassen wollte und MP sich gewehrt hat, aber weiterhin diese Mitfahrgelegenheit in Anspruch genommen hat? Das kann ich mir noch weniger vorstellen.

Und ist es schlussendlich vorstellbar, dass MP sich auf eine Affäre mit der mysteriösen Mitfahrgelegenheit eingelassen hat und diese Affäre nach über einem Jahr aufzufliegen drohte oder auf andere Weise scheiterte, zB jemand dahinter kam oder MP oder die Mitfahrgelegenheit drohte, jemanden davon zu erzählen? Und dass der Mord dazu diente, das Geheimnis zu bewahren? Und ein vertuschtes Sexualdelikt nur auf eine falsche Spur führen sollte? Wäre das raffiniert?

Man darf hier hin und her überlegen, sich buchstäblich das Gehirn zermartern, es bleibt das Motiv zu erfragen. Denn ich fürchte, ohne ein Motiv kann hier keine Klärung erfolgen.


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Mondsee Mord

25.08.2017 um 07:11
Fakt ist, dass MP niemandem von dieser Mitfahrgelegenheit erzählt hatte. Schon alleine das ist mysteriös. Sie hätte doch der Mutter oder dem Freund erzählen können, wenn der nette Nachbar um die Ecke, ein Arbeitskollege oder eine andere Person ihr eine Mitfahrgelegenheit geboten hätte. Weshalb erzählte sie von Anfang an niemandem davon?

Die Mitfahrgelegenheit bleibt stark verdächtig. Zudem verstehe ich nicht, dass sie nie gesehen wurde, wie sie in ein Auto einstieg. Es ist fast davon auszugehen, dass das Einsteigen auf einem Privatgrundstück stattgefunden hat, das in der Nähe der Bushaltestelle gewesen sein müsste.


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Mondsee Mord

25.08.2017 um 08:15
Sollte man annehmen, war aber nicht so...


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Mondsee Mord

05.09.2017 um 14:14
Ich habe vor ein paar Tagen den Stern CRIME Artikel gelesen. Darin stand noch etwas, was wichtig sein könnte. Habe geraden Thread überflogen und es auf Anhieb nicht gefunden. Aber bitte entschuldigt, wenn das doch schon besprochen wurde.

Also: Im Artikel stand, dass die Jacke, die Tasche und die Schuhe fehlten. Und dass das ja alles Dinge sind, die man auszieht/ablegt, wenn man bei jemand zu Hause ist. Jacke und Tasche ist ja nicht ungewöhnlich wenn man es ablegt, aber die Schuhe ausziehen ist ja schon etwas, das macht man nur, wenn man sich länger bei jemand aufhält, sprich sich dort wohlfühlt....

Kann natürlich auch andere Gründe haben, warum das fehlt. Aber die Argumentation hatte schon eine gewisse Logik...


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Mondsee Mord

15.09.2017 um 23:25
1973 hat Josef Fritzl am Mondsee einen Gasthof Seestern gekauft....


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