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Doppelmord Babenhausen

25.807 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Doppelmord Babenhausen

Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 22:06
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Man könnte das Motiv Ruhestörung damit schon ins Wanken bringen aber das sehe ich vermutlich alleine so.
Warum hat Andreas sich öfter bei Arbeitskollegen(!) ausgeheult (…heute Nacht war es besonders schlimm) - wenn es gar keine Ruhestörung gab?
Ich verstehe das nicht.
Fakt ist, auf dem ersten 10 Seiten berichten viele Nachbarn über massive LAUTE UND GERÄUSCHE aus dem Hause Toll.
Für mich ist das Motiv Ruhestörung plausibel. Traurig das deshalb 2 Menschen sterben mussten und eine Vollwaise wurde. Dazu fürchterlich entstellt.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 22:17
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Warum hat Andreas sich öfter bei Arbeitskollegen(!) ausgeheult (…heute Nacht war es besonders schlimm) - wenn es gar keine Ruhestörung gab?
Ich war nicht dabei.

Wie konnte Andreas in der Tatnacht davon ausgehen,dass die Frauen schlafen? Die haben doch immer Krach gemacht!?
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Traurig das deshalb 2 Menschen sterben mussten und eine Vollwaise wurde. Dazu fürchterlich entstellt.
Das zwei Menschen gestorben sind ist furchtbar.

Ein Mensch wird Vollwaise, wenn vor der Volljährigkeit Vater und Mutter versterben.

Ich weiß nicht, ob Astrid Toll fürchterlich entstellt ist. Hast du dahingehend gesichertes Wissen?


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 23:14
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Ich weiß nicht, ob Astrid Toll fürchterlich entstellt ist. Hast du dahingehend gesichertes Wissen?
Wenn Du dem Urteil Glauben schenkst. S104 z.b.

Wie, wenn nicht entstellt, sieht jemand aus der ins Gesicht geschossen bekommen hat.

Des Rätsels Lösung ist in der Täter-Opfer Beziehung zu finden.
Diese stellt Fr. Darsow bewusst falsch und unwahr da. Aber sie spielt Ihre Rolle gut.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 00:50
Zitat von LentoLento schrieb:Ermittler sollten sich da aus meiner Sicht vor voreiligen Schlüssen in Acht nehmen, wie gesagt, die ersten Schüsse erfolgten von der abgewandten Seite des Hauses.
Ich habe ja nicht behauptet, dass AD bei einer Vernehmung erzählt hat, dass er die Schüsse nicht gehört hat, dass dem Ermittler das komisch vorkam, da AD ja im direkten Nachbarhaus wohnte und er ihn deshalb gleich als Verdächtigen identifiziert und ab da weitere Beweise für seine Schuld zusammengetragen hat.
Aber in einen solch komplizierten Fall, in dem man nicht ein einziges großes Packende hat, sondern erst mal nur viele kleine Puzzleteile, wird sich der Ermittler eine solche auffälligkeit merken und dann ggfls. später in Zusammenhang zu anderen Ermittlungsergebnissen setzen. Das hat rein gar nichts mit voreiligen Schlüssen zu tun, sondern ist absolzt legitim. Wie MisterEko schrieb:
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:dennoch ist es ein weiteres Puzzlestück das mal wieder irgendwie nicht so wirklich passen will.
Dass Schussversuche und Schallpegelmessungen stattgefunden haben, wird auch im Urteil erwähnt (S.34):
Am 03.06.2009 v.rurde eme Schallpegelmessung durchgeführt, indem die Tat am Tatort dreifach nachgeste llt wurde . Im ersten Durchl auf wurde hierfür eine Pistole Walther P 38, 9 mm Kaliber , ohne Schalldämpfer verwandt . Bei einem zwe iten Dur chlauf wurde die Tat mit
einer Pistole Heckler & Koch USP, Kaliber 9 nun , nachges tellt, auf we lcher ein profession ell hergestellter Schalldämpfer der Marke Brücker & Thomee ange bracht war. Die dritte Tatrekonstruktion wurde schließlich mit einer Walther P 38, Kal. 9 mm durch geführt, auf
welcher ein selbstgebauter Schalldämpfer angebracht war, der aus einer mit Bauschawn
gefüllten PET-Flasche bestand .
Allerdings wird das Ergebnis nicht näher kommentiert und es wird auch nicht für die Begründung, dass AD der Täter ist, herangezogen.
Zitat von LentoLento schrieb:Ich denke Frau D hat sich den für AD günstigsten betrachten Fall rausgesucht, vermutlich bei verschlossenen Fenstern. Ich denke, dass davon auch die StA ausgehen musste, wenn sie es als belastendes Indiz hätte ansehen wollen.
Genau so wird es gewesen sein. Wenn man nicht alle Details der Tat genau kennt (z.B. welche Fenster in welchen Haus geöffnet oder geschlossen waren), muss man die ungünstigste Konstellation, also sozusagen den möglichen Minimallärm annehmen, ansonsten hätten die Messergebnisse ja keine Beweiskraft, weil man sich immer darauf berufen könnte, dass die Konstellation ja auch anders hätte gewesen sein können, und man dann eben nichts hätte hören können.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Bleiben wir mal noch bei der Aussage das man die Schüsse nicht hören konnte.
Ja wo wurde im Rahmen dieser Tests denn geschossen?
Darsow hat sich ja während des Tatgeschehens durch das Haus der Familie Toll bewegt und dabei an mehreren verschiedenen Orten und Stockwerken Schüsse abgegeben.
Zitat von LentoLento schrieb:Wie gesagt, die Messungen werden von den Ermittlern ausgeführt worden sein (am 5.6.2009). Da gab es die Unterstützer gar nicht, daher gehe ich davon aus, dass die Messungen schon richtig erfolgt sind. Denn andernfalls müsste man an den Methoden der Ermittlern/Gutachtern zweifeln.
Ich gehe auch davon aus, dass die ermittler hier sehr sorgfältig gearbeitet haben. Die Stellen, an denen im Haus der Tolls Schüsse abgegeben wurden, konnten ja rekonstruiert werden. Und ich denke, dass so ein Versuchsaufbau von Experten der Polizei genau geplant wird, schon allein weil er vom technischen Equipment und der benötigen Manpower recht aufwendig ist (in Zeitungsartikel ist von Straßensperren, vorher verteilten Infozetteln und mehreren Polizisten mit Messgeräten an verschiedenen Stellen in der Umgebung die Rede) und vor allem auch, damit er ggfls. auch die nötige Beweissicherheit hat um einer kritischen Prüfung vor Gericht (z.B. durch den Anwalt des Angeklagten) standzuhalten.
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Den Gedanken, dass dadurch Schmauchspuren eingeschleppt werden können gebe ich an dieser Stelle mal zu bedenken.
Das ist völliger Quatsch. Ja, es stimmt, die Gegenstände mit Schmauchspuren wurden bei AD am 23.07.2009, also nach den Schussversuchen, gefunden.
Aber:
Für eine solche Tatortrekonstruktion benötigt man mehrere Mitarbeiter, die alle durch das Haus latschen und jede Menge Spuren von außen einschleppen und bestehende Spuren vernichten bzw. unbrauchbar machen könnten. Selbstverständlich wird sie ein Versuch erst durchgeführt, wenn die Spurensicherung am Tatort abgeschlossen ist.
Und selbst wenn bei diesem Versuch ein Polizist mit Aufnahmegerät in ADs Schlafzimmer gehockt hat, wie sollte er denn dann Schmauchspuren aus dem Toll-Haus (in dem die Schüsse abgefeuert wurden, während er die Messung durchführte) in ADs Kleiderschrank und Garage (wo man Pulsmesser, die Paar Gartenhandschuhe, die Hose und das Hemd mit den Schmauchspuren) verbringen, zu denen er keine Berührung hatte?
Oder willst Du behaupten, er ist aus Neugier mal rüber ins Nachbarhaus gegangen um sich anzuschauen wie geschossen ist, ist dann wieder rüber zu den Darsows, wo er heimlich im Kleiderschrank gewühlt und sich die Garage genauer angeschaut hat?


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 07:56
Ein paar Bilder von der Gebäudesituation, um sich einmal in die Position des Täters um vier Uhr morgens versetzen zu können.
Die Nordseite mit den Haustüren:
IMG-20220113-WA0003
IMG-20220113-WA0005

Rechts hinten das Haus der Tolls. Vor deren Haustür hat der Täter nicht gewartet, er hat sich auch nicht im Bereich der Ecke aufgehalten, um beide Türen im Blick zu haben und Herrn Toll dann erst nach Verlassen des Hauses abzufangen, sondern er stand um vier Uhr morgens direkt (also wirklich direkt) vor der Souterraintür.

Und hier die Souterraintür an der Seite des Hauses, von der Terrassenseite und von oben aus gesehen.

IMG-20220113-WA0004
IMG-20220114-WA0000Original anzeigen (0,2 MB)

Andreas Darsow hat in dem schmalen Gang vor dieser Tür gewartet. Als er merkte, dass Klaus Toll die Tür öffnet, war er sofort zur Stelle.

Klar, dass er da den Bewegungsmelder vorher abgeklebt hat, das hätte ich auf jeden Fall bei dieser gut durchsichtigen Tür auch so gemacht, um das Opfer nicht vorzuwarnen und die Szenerie beim Schießen nicht zu beleuchten:
Tür:
IMG-20220114-WA0001

Sofort als die Tür geöffnet wurde, schoss AD auf Klaus Toll im Eingangsbereich.
Ich vermute, Andreas Darsow war in einer früheren Nacht schon mal dort, um die Tat gedanklich durchzuspielen und hat dabei gemerkt, dass das Licht stören könnte. Da er den gleichen Bewegungsmelder besitzt, konnte er in Ruhe und bequem die passende Folie vorbereiten.

Der Täter wusste, wo er warten muss und er ist nicht etwa schnell abgehauen, nachdem er Klaus Toll mit den doch gut hörbaren Schüssen getötet hat.

Er war nämlich noch nicht fertig. Er ist hineingegangen ins Haus, weil es ihm auch um die Beseitigung der Frauen ging.
Ein Täter, nur eine Waffe, ein Täter mit genauen Kenntnissen, der genau wusste, was er wollte und der gut vorbereitet war.

Das Warten um vier Uhr morgens an der richtigen Tür wird Anja Darsow erschreckend vertraut an eigene Kenntnisse erinnert haben, wenn sie und ihr Mann morgens um vier Uhr wach wurden und sich über den Lärm geärgert haben, den Klaus Toll veranstaltete.

Vier Uhr morgens - die übliche Uhrzeit.
Die Zeit von Klaus Toll (Urteil S. 197) die Zeit, über die sie sich geärgert und geredet haben, die Zeit des Täters.

Quelle:
https://www.spiegel.de/panorama/mutmasslicher-doppelmoerder-andreas-darsow-unschuldig-im-knast-a-39f2e564-1c89-429e-bd7d-a538e6add55c


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 08:19
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Ob die Ermittler dies seinerzeit bedacht haben? Wenn nicht wäre das erneut ein wenigstens verfälschtes Ermittlungsergebnis. Oder?
Naja, Fakt ist aber doch, dass Nachbarn ausgesagt haben, Schüsse gehört zu haben...und Darsow hat die Schüsse selbstverständlich ebenfalls gehört, denn sie wurden ja von ihm abgegeben. Was er dazu ausgesagt hat oder was in einem Versuch herausgekommen ist, ist insofern unerheblich.


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14.01.2022 um 08:30
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Den Gedanken, dass dadurch Schmauchspuren eingeschleppt werden können gebe ich an dieser Stelle mal zu bedenken.
Bei den Darsows hätten Schmauchspuren eingeschleppt werden können, weil im Haus der Tolls Schusstests gemacht wurden?
Man könnte das Motiv Ruhestörung damit schon ins Wanken bringen aber das sehe ich vermutlich alleine so.
Das kann man, auch wenn man es noch so sehr will und versucht, nicht.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 08:48
@jaska
Danke für die Links.
Zitat von PalioPalio schrieb:Das Warten um vier Uhr morgens an der richtigen Tür wird Anja Darsow erschreckend vertraut an eigene Kenntnisse erinnert haben, wenn sie und ihr Mann morgens um vier Uhr wach wurden und sich über den Lärm geärgert haben, den Klaus Toll veranstaltete.
Genau das ist es ja.
Es ist völlig offensichtlich, dass der Täter bestens mit den Abläufen der Familie Toll vertraut war und auch die Örtlichkeiten gut kannte (abkleben des Bewegungsmelders, das man den nämlich NACHTS findet ist schon erstaunlich, ich persönlich wüsste nicht mal wo ich suchen soll)
Woher hätte ein fremder Täter dieses "Insiderwissen" denn haben sollen?
Entweder kommt der Täter dann aus der Nachbarschaft oder hat die Infos, von einem Tippgeber aus der Nachbarschaft erhalten.
Dieser Tippgeber könnte auch AD gewesen sein.
Hilft ihm also auch nicht viel.
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Bei den Darsows hätten Schmauchspuren eingeschleppt werden können, weil im Haus der Tolls Schusstests gemacht wurden?
Genau, völlig absurd und abwegig.
Hier kann man hervorragend den sog. Dunning Kruger Effekt beobachten.
Laut Google.

Dunning

Weil man selbst keinerlei Ahnung hat, wird den Ermittlungsbehörden grobes Versagen und dilettantische Fehler angedichtet.
Fakten und rationales Denken spielen da keine Rolle.
Mir fällt das seitens der ProDarsow Leute immer wieder auf.
Das sind (genauso wie wir ja auch) nur Laien, die aber meinen grundsätzlich ALLES besser zu wissen.
Die hervorragende und professionelle Polizeiarbeit wird dann einfach klein geredet, weil man entweder gar nicht kognitiv in der Lage ist zu verstehen was da eigentlich passiert ist oder (was noch schlimmer ist) man sich einfach dazu entschieden hat, glauben zu wollen, das AD nicht der Täter ist.
Fakten spielen dann keine Rolle.

Ich bin tief in dem Fall drin und mir (als Laie) ist noch nichts aufgefallen, wo ich logische Fehler der Ermittlungsbehörden erkennen kann.
In der DarsowUnschulds-Diskussion tauchen permanent ohne Ausnahme nur Widersprüche auf.

Bestes Beispiel siehe hier:
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Und jetzt die Gretchenfrage.
Wenn die Wände so dermaßen gut Schall abschirmen, dass man sogar Schüsse im Nachbarhaus, egal ob Tag oder Nacht, nicht hören kann.
Warum haben die selben Wände dann nicht die "Störgeräusche" abgeschirmt gegen die Darsow sich mit Ohrstöpseln (die ihm ja verhasst sind) schützen musste?
Er hätte ja auch bei geschlossenen Fenstern schlafen können, dafür aber ohne Ohrstöpsel.
Quelle: Mister Eko


Anstatt dass man da dann mal drauf eingeht, wird es einfach ignoriert.




Im Übrigen empfinde ich es als absolut Geschmack- und Respektlos, wenn hier darüber diskutiert wird, ob das Opfer nun entstellt ist oder nicht.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 09:53
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Laut Anja Darsows Anmerkungen waren die Schüsse bei ihr im Haus nicht zu hören.

Alles andere spricht für sich.

Man könnte das Motiv Ruhestörung damit schon ins Wanken bringen aber das sehe ich vermutlich alleine so.
Hier mal diverse Auszüge aus dem Urteil zum Thema Ruhestörung.
Da gibt es nicht nur mündliche Aussagen gegenüber unterschiedlichen Personen, es gibt Schriftverkehr, hinzugerufene Polizei, einen Beamten der zur Übergabe der Schreiben hinzugezogen wurde, Kontakt mit dem Vermieter.
Namentlich der Angeklagte, der mit seiner Familie „Wand an Wand zu bzw. mit den Tolls" in diesem hellhörigen Reihenhaus wohnte, musste von Anfang an deren Lebensgewohnheiten und deren Eigenheiten teilhaben.
....
Daher gab es - auch bereits seit dem Einzug des Angeklagten und seiner Familie beginnend nicht nur die stets wiederkehrenden frühmorgendlichen Geräusche und Belästigungen in dem hellhörigen Haus, als Klaus Toll noch zu „nachtschlafender Zeit" regelmäßig putzte oder den Müll heraus brachte und dabei die „Türen schlug". Über all die Jahre gehörte es vielmehr auch zur Tages-, bei den nachtaktiven Menschen innerhalb der Familie Toll auch immer wieder zur „Nachtordnung", dass das Treppengepolter, die lautstarken Schreiereien und Beleidigungen sowie die knallend zugeschlagenen Türen am späten Abend bis tief in die Nacht hinein und mitunter bereits wieder am frühen Morgen in dem hellhörigen Haus für die unmittelbaren Anwohner , die Familie des Angeklagten, die ,,Wand an Wand" wohnten, unüberhörbar waren, und namentlich von dem Angeklagten als zunehmend unerträglich empfunden wurden.
...
Der Geräuschpegel war dabei teilweise derart extrem hoch, dass die Lärmbeeinträchtigungen nicht nur 1m unmittelbar angrenzenden Nachbarhaus des Angeklagten, sondern sogar auch im nächsten Nachbarhaus der Familie Z... als auch bei der Familie B.... und der Familie M.... zu hören waren. Diese Schreie und Töne waren aber nicht nur extrem laut, sondern auch von ihrem Klang so eigenartig, dass die Nachbarn zum Teil davon ausgingen, dass etwas passiert sein könnte , weshalb in mehreren Fällen auch
die Polizei gerufen wurde .
...
Diese Lärmbelästigungen begannen bereits kurz nach dem Einzug der Familie des Angeklagten, so dass der Angeklagte mit dem Geschädigten Klaus Toll deshalb im Jahre 2001 Kontakt aufnahm, um diese Problematik zu lösen. Da der Geschädigte Klaus Toll jedoch nicht einsichtig und schon gar nicht gesprächsbereit war, kam es zwischen dem Angeklagten und diesem zu einem wechselseitigen Briefverkehr , ohne dass sieb aus Sicht des Angeklagten etwas änderte. Dabei schaltete er den zum damaligen Zeitpunkt noch als Polizeibeamten tätigen Ehemann seiner Kollegin bei der Firma Aumann, PHM M...., ein. Durch diesen und unter Vermittlung dessen Ehefrau, die mit ihm bei der Firma Aumann GmbH arbeitete, und von der er um dessen Tätigkeit wusste, ließ der Angeklagte mehrere Schreiben an den Geschädigten Klaus Toll übergeben.
...
Der Angeklagte versuchte - wenn auch erfolglos - darüber hinaus, im Hause Ruhe zu finden und den uneinsichtigen Klaus Toll dadurch zur Einsicht zu bring en, dass er die Polizei herbei rief.
...
Dieser Versuch scheiterte aber genauso wie Beschwerden bei dessen Vermieter Az, der nichts gegen seinen Mieter Klaus Toll unternehmen wollte . Die Folge dessen war lediglich, dass das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen dem Angeklagten und dem Geschädigten Klaus Toll nunmehr auch wegen der Einschaltung des Vermieters endgültig zerrüttet war.
...
Den Angeklagten beschäftigte sein Problem - ob er wollt e oder nicht - mithin Tag und Nacht und zwar derart, dass er auch, obwohl er ansonsten als zurückhaltender und völlig introvertierter Mensch imponierte, sowohl den Nachbarn M...., Z.... und B.... als auch
mehreren Arbeitskollegen unabhängig voneinander, häufig und zu verschiedensten Zeitpunkten und Gelegenheiten von den unerträglichen Lärmbeeinträchtigungen berichten musste.
...
Nicht nur auf dem Arbeitsplatz war dah er dieses Problem des Angeklagten als solch es bekannt gewesen, sondern auch die Nachbarn wussten dies aus seinen Klagen wie aus Erzählungen seiner Ehefrau, die zuletzt noch im Frühjahr 2009 nicht nur davon berichtet hatte, dass der Lärm wieder einmal unerträglich gewesen sei, ihr Ehemann nur noch mit
Ohrenstöp sel schlafen könne, und man, wenn dies so weiterginge, erwogen habe, in eine andere Wohnung zu ziehen.
...
Es kamen nämlich die bereits beschriebenen sehr lauten und „unnatürlichen" Schreie von Petra Toll und anderweitige Geräusche seitens der Tochter Astrid Toll hinzu, die aufgrund ihrer Intensität nicht nur vom Angeklagten und seiner Familie, sondern auch regelmäßig von der Familie M.... und Z..... als Nachbarn vernommen wurden.
...


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14.01.2022 um 09:57
Ich hoffe mal man hat ihm genau daraus einen Strick gedreht und ihn mit "Herr Darsow, wie kann es sein dass sie mitten in der Nacht keine Schussgeräusche wahrgenommen haben, wo sie doch offenbar auch andere, leisere, Geräusche aus dem Nachbarhaus nachweislich bemerken konnten?" konfrontiert


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14.01.2022 um 12:38
Zitat von PalioPalio schrieb:Ein Täter, nur eine Waffe, ein Täter mit genauen Kenntnissen, der genau wusste, was er wollte und der gut vorbereitet war.
Absolut. Wäre Herr Toll erst um 9:00 Uhr in der Früh aufgestanden, hätte der Plan nicht funktioniert.
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Das kann man, auch wenn man es noch so sehr will und versucht, nicht.
Ausgeschlossen
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Woher hätte ein fremder Täter dieses "Insiderwissen" denn haben sollen?
Ohne Insider Wissen - keine solche planvolle Tat


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14.01.2022 um 12:39
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Im Übrigen empfinde ich es als absolut Geschmack- und Respektlos, wenn hier darüber diskutiert wird, ob das Opfer nun entstellt ist oder nicht.
Richtig. Das sollte unterlassen werden. Was Andreas da angestellt hat. - mit dieser Schuld muss er leben.

Hoffe das er irgendwann mal auspackt und sich für seine Gräultaten entschuldigt


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 17:43
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Weil man selbst keinerlei Ahnung hat, wird den Ermittlungsbehörden grobes Versagen und dilettantische Fehler angedichtet.
Fakten und rationales Denken spielen da keine Rolle.
Mir fällt das seitens der ProDarsow Leute immer wieder auf. [...]
Die hervorragende und professionelle Polizeiarbeit wird dann einfach klein geredet
Ich finde das etwas arrogant. Ich verstehe zwar auch nicht, wie man angesichts der Urteilsbegründung, wenn man sie denn gelesen hat, zu einem konträren Ergebnis kommen kann. Auch finde ich, dass z.T. etwas borniert immer die gleichen Argumente vorgebracht werden, die schon widerlegt sind. Man muss aber auch sagen, dass dies ja keine Einzelmeinungen sind, sondern diese Sichtweise in den Medien vielfach propagiert wurde:
Justizirrtümer
In dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten - so lautet das Credo der Justiz. Dennoch kommt es immer wieder zu Fehlurteilen: Unschuldige werden inhaftiert, während der Täter sein Leben weiter in Freiheit ver­bringt.
https://www.spiegel.de/thema/justizirrtuemer/

Der Fall Babenhausen reiht sich hier in eine Reihe anderer angeblicher oder auch nachgewiesener Justizirrtümer ein. Unter der Überschrift "Unschuldig im Knast?" heißt es dann in dem verlinkten Artikel:
Seit mehr als 3.500 Tagen sitzt Andreas Darsow im Gefängnis. Für einen Doppelmord an seinen Nachbarn, den er vielleicht gar nicht begangen hat.
https://www.spiegel.de/panorama/mutmasslicher-doppelmoerder-andreas-darsow-unschuldig-im-knast-a-39f2e564-1c89-429e-bd7d-a538e6add55c
Unschuldig verurteilt? Es wäre der größte Justizskandal Deutschlands
https://www.bunte.de/entertainment/verurteilter-doppelmoerder-andreas-darsow-unschuldig-verurteilt-es-waere-der-groete-justizskandal-deutschlands.html
37 Grad: Mein Mann ist kein Mörder!
youtube.com/watch?v=jvPCIBl02og

Und noch etliche andere, in denen immer wieder die Schlagwörter "unschuldig" und "Justizirrtum" präsent sind.

Das Ärgerliche ist nicht, dass irgendwelche Privatpersonen sich eine Meinung bilden, die sich bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht halten lässt, sondern dass sie diese Meinung gebildet haben auf der Grundlage von Medienberichten, deren Verfasser es wirklich besser wissen müssten. Damit meine ich neben diversen Boulevardmedien v.a. solche wie Spiegel und 3sat, die gemeinhin als seriös eingestuft werden, aber in dem Fall eine fragwürdige Meinungsmache betreiben. Dass sich daraufhin eine Gemeinschaft bildet, die das Urteil anzweifelt (vermutlich ohne es gelesen zu haben), ist natürlich absehbar.

Man kann hier nebenbei mal wieder sehen, wie stark die Suggestion von Medien ist und wie Meinungen entgegen allen Tatsachen generiert werden können.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 18:22
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Ich finde das etwas arrogant. Ich verstehe zwar auch nicht, wie man angesichts der Urteilsbegründung, wenn man sie denn gelesen hat, zu einem konträren Ergebnis kommen kann. Auch finde ich, dass z.T. etwas borniert immer die gleichen Argumente vorgebracht werden, die schon widerlegt sind. Man muss aber auch sagen, dass dies ja keine Einzelmeinungen sind, sondern diese Sichtweise in den Medien vielfach propagiert wurde:
Ich würde mich jetzt nicht als arrogant bezeichnen, aber ok:)

Ansonsten kann ich aber deinen Ausführungen im Prinzip nur zustimmen.
Es ist ja praktisch unmöglich den Namen Darsow zu googeln ohne direkt einen Bezug zu einem "Fehlurteil" "Justizskandal" etc. suggeriert zu bekommen.

Dennoch, haben es viele hier (plus eine große Dunkelziffer in der Bevölkerung) ja trotzdem geschafft, sich davon nicht beirren zu lassen. Ich bin sowieso der Meinung, dass es sich da im Prinzip nur um eine kleine, aber laute, Minderheit handelt, die versucht das Narrativ zu bestimmen.

Wenn man sich aber wirklich mal mit den Fakten (und nur um diese geht es ) auseinander setzt, vielleicht sogar auch noch das Urteil liest und dann noch (Achtung, jetzt wird's ganz verrückt) seinen Kopf einschaltet, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Urteil korrekt ist.
Und gerade weil ich ein Laie bin (und eben gar nicht arrogant), wage ich es nicht mich für schlauer als die Ermittlungsbehörden und Gerichte zu halten. Die haben ihre Entscheidung sinnvoll und in sich schlüssig logisch begründet.

Was du da beschreibst ist eher so eine Art Teufelskreis bzw. eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Die Leute sehen in einer Doku, das Darsow angeblich unschuldig ist.
Dadurch entwickelt sich eine Empörung bei vereinzelten Personen.
Diese verbreiten das Narrativ weiter.
Daraufhin wird neuer "Darsow ist unschuldig"-Content produziert.
Dieser sorgt dafür, dass wieder neue Leute empört sind.
Diese verbreiten das Narrativ wieder weiter.
Ich denke ihr versteht auf was ich hinaus will.

Dann kommen, wie man auch hier immer wieder sehen kann, noch menschliche Unzulänglichkeiten dazu.
-Man will unbedingt im Recht sein
-Man will für etwas "kämpfen"
-Man sieht sich als Held wenn man den armen AD aus den Fängen der Justiz rausboxen kann.
-Man möchte helfen eine Familie wieder zusammen zu führen.
-anstatt einzugestehen das man falsch liegt, verteidigt man weiter seinen Quatsch (Angst vor Gesichtsverlust)
-man tappt in Logiklöcher ohne es zu merken (Beispiel: man kann noch so oft den Namen Mollath oder Wörz in die Runde werfen, das sagt aber rein gar nichts über Darsow aus. Ein völlig logischer Zusammenhang, der aber wissentlich ignoriert wird, weil hauptsache man sagt irgendwas, bevor man nichts sagt.
Beispiel-im-Beispiel. Wenn irgendwo in Deutschland ein Mann von seiner Frau betrogen wird, was sagt das dann über meine Ehe aus?)


Das Perfide ist, das in dieser ganzen Darsow-ist-unschuldig-Diskussion, die Opfer scheinbar komplett egal sind.
Die traurige arme Frau Darsow die gegen einen übermächtigen und unmenschlichen Justizapparat um das Leben ihres Mannes kämpfen muss.
Das aber dieser selbe Mann sich gegenüber seinen Nachbarn ohne jede Gnade zum Richter, Jury und Henker in Personalunion erklärt hat und diese hingerichtet hat, wird immer außen vor gelassen, oder nur ganz indirekt am Rande erwähnt.
Zum Nachtatverhalten schweigt man komplett, weil es nicht ins Narrativ passt.

Nicht die Polizei, Nicht die bösen Nachbarn, Nicht die bösen Arbeitskollegen, Nicht die bösen SpuSi Mitarbeiter, Nicht bösen Richter, Nicht die bösen Gerichte...sondern Andreas Darsow selbst hat Seiner Familie (und vor allem der Familie Toll) dies angetan.
Niemand sonst.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Hoffe das er irgendwann mal auspackt und sich für seine Gräultaten entschuldigt
Das wird, meiner Meinung nach, niemals passieren.
Ich denke nicht das dieser Mann auch nur eine einzige schlaflose Nacht hatte, weil es ihm um die Opfer leid tut.

Das Urteil gegen Darsow erging im Namen des Volkes.
Und das ist gut so.


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14.01.2022 um 19:52
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Dennoch, haben es viele hier (plus eine große Dunkelziffer in der Bevölkerung) ja trotzdem geschafft, sich davon nicht beirren zu lassen. Ich bin sowieso der Meinung, dass es sich da im Prinzip nur um eine kleine, aber laute, Minderheit handelt, die versucht das Narrativ zu bestimmen.
Da bin ich mir nicht so sicher. Es stimmt natürlich, dass die Darsow-Unterstützer sich Gehör verschaffen, und wenn man annimmt, Anja Darsow hält ihren Mann wirklich für unschuldig, dann ist das auch eine Leistung und muss akzeptiert werden. Viel interessanter finde ich aber die Frage der Meinung in der Bevölkerung. Das kann man leider nicht beantworten. Aber ich stelle mir vor, wie die Zuschauer reagieren, die eine entsprechende TV-Sendung gesehen haben. Sagen die:
- "unglaublich, das ist ja ein Skandal, was hierzulande alles möglich ist" oder
- "hmm, mysteriös, wer weiß, wie es wirklich war" oder
- "nee, unsere Behörden werden schon wissen, was sie tun"?

Ich bin mir ziemlich sicher: Die Allermeisten werden nach einem solchen Beitrag mindestens Zweifel an der Täterschaft haben, und kaum jemand wird von Darsows Schuld überzeugt sein. Es sei denn, er hätte sich schon vorher eine klare Meinung gebildet. Nun dürften aber die Meisten gerade durch solche Sendungen oder Artikel überhaupt erst von dem Fall erfahren haben. Ohne den Einsatz von Frau Darsow und die daraus resultierende Meinungsmache wäre der Fall vermutlich gar nicht an die Öffentlichkeit gelangt.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Wenn man sich aber wirklich mal mit den Fakten (und nur um diese geht es ) auseinander setzt, vielleicht sogar auch noch das Urteil liest und dann noch (Achtung, jetzt wird's ganz verrückt) seinen Kopf einschaltet, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Urteil korrekt ist.
Das machen aber die Allermeisten nicht, und das kann man ihnen auch nicht vorwerfen. Weil nun mal die Breitenwirkung der Massenmedien naturgemäß eine andere ist als die eines Krimiforums oder eines 300-Seiten-Urteils. Der Vorwurf trifft noch am ehesten auf die hier anwesenden User zu, die das Urteil anzweifeln, denn die sind in der Materie drin. Da denke ich, die haben sich aufgrund der Medienberichte festgelegt auf die Unschuldstheorie und wollen ihre Verteidigungslinie nicht aufgeben.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Und gerade weil ich ein Laie bin (und eben gar nicht arrogant), wage ich es nicht mich für schlauer als die Ermittlungsbehörden und Gerichte zu halten.
Hier lässt sich aber einwenden, dass es Justizirrtümer immer gegeben hat und vermutlich immer geben wird. Ob das nun sehr viele sind und welche Auswirkungen sie haben, weiß ich nicht. Es gibt sie aber, sie sind dokumentiert, und deshalb muss (und kann) man den staatl. Behörden nicht grundsätzlich blind vertrauen. Vor allem dann nicht, wenn Zweifel vorhanden sind. Deshalb finde ich es schlecht, wenn dieses Argument einfach abgeblockt wird. Im Fall Babenhausen muss man sich nicht für schlauer halten als irgendwer, sondern man kann sagen: 'Seht mal her, hier gibt es schon etliche andere Fälle, und die FAZ, der Spiegel und RTL sind auch der Meinung, dass im Fall Darsow vielleicht etwas gewaltig schief gelaufen ist.' – Der Fall Darsow hat nur den Vorteil, das die Sache nach menschlichem Ermessen eindeutig ist, wenn man sich die Indizienkette ansieht. Das setzt aber voraus, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Das Urteil gegen Darsow erging im Namen des Volkes.
Und das ist gut so.
Nun ja ... Das mag jeder sehen, wie er will. Das Urteil geht meiner Ansicht nach in dem konkreten Fall in Ordnung. Allgemein wäre es mir lieb, wenn in meinem Namen nichts getan wird, auf das ich keinen Einfluss habe. Im Namen des Volkes ist schon manches passiert.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 20:36
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Ich bin mir ziemlich sicher: Die Allermeisten werden nach einem solchen Beitrag mindestens Zweifel an der Täterschaft haben, und kaum jemand wird von Darsows Schuld überzeugt sein. Es sei denn, er hätte sich schon vorher eine klare Meinung gebildet. Nun dürften aber die Meisten gerade durch solche Sendungen oder Artikel überhaupt erst von dem Fall erfahren haben. Ohne den Einsatz von Frau Darsow und die daraus resultierende Meinungsmache wäre der Fall vermutlich gar nicht an die Öffentlichkeit gelangt.
Das ist dann aber letzten Endes ein Wahrnehmungsproblem dieser Leute.
Das nichts über die Unschuld des AD aussagt.
ADs Unschuld bemisst sich nicht daran, wie viele Filme, Podcasts und Artikel erscheinen.
Am Ende zählen nur die Fakten bzw. objektiven Fakten.
Unsere Wahrnehmung gibt uns auch nicht immer ein akkurates Bild der Wirklichkeit.

Ein Beispiel.
Für die britische Queen muss die Welt nach frischer Farbe riechen.
Wenn die Queen zu Empfängen, Anlässen oder zur Besichtigung krebskranker Kinder in ein Krankenhaus kommt, wird man sich in meisten Fällen bemühen, dass die Örtlichkeiten "vorzeigbar" aussehen.
Dies kann auch bedeuten, dass man eventuelle unschöne Wände, wieder frischt bemalt etc.
Die Queen wird nun überdurchschnittlich oft den Geruch von frischer Farbe in der Nase haben, wenn sie irgendwo hinkommt.
Man könnte also sagen, die Anwesenheit der Queen, ist der Grund für den Farbgeruch.
Aus ihrer Sicht riecht die Welt dann nach frischer Farbe.
Korrelation vs. Kausalität.

Auf den Fall Darsow bezogen, bedeutet dies überspitzt gesagt, "er ist unschuldig, weil er unschuldig ist, weil er unschuldig, weil er unschuldig ist..."
Für einen unbedarften Beobachter im Falle Darsow MUSS sich ja nahezu der Eindruck aufdrängen, dass er unschuldig ist, weil ja alles dafür getan wird, um diesen Eindruck zu erwecken.

Ein weiteres Beispiel.
Stellen wir uns vor, eine Pfütze auf der Straße wäre plötzlich fähig, die Welt um sich herum wahrzunehmen und zu einem denkenden Wesen werden.
So nun sieht die Pfütze sich um und stellt fest, dass sie sich in einem "Loch" befindet, das wie für sie gemacht zu sein scheint. Sie passt da perfekt rein.
Die Pfütze vergisst dabei dann aber, dass nicht das "Loch" an sie angepasst ist, sondern dass sie an das "Loch" angepasst ist.

Der Content im Falle Darsow ist ja spezifisch so produziert, dass sich beim Zuschauer, mal mehr mal weniger subtil, der Eindruck aufdrängen soll, dass Darsow unschuldig ist.
Man beleuchtet den Fall ja nie einfach mal nüchtern tatsächlich von allen Seiten oder stellt Darsow mal vor einer laufenden Kamera wirklich deftige Fragen.


Mir ist auch das Ziel dieser ganzen Nummer nicht klar.
Stellen wir uns vor man könnte 100.000 Menschen dazu bewegen eine "Darsow-ist-Unschuldig"-Demo abzuhalten.
Rein fiktiv das Beispiel.
Was wäre dann?
Wird dann sein Urteil zerrissen und er darf einfach nach Hause gehen?
Macht man damit die Tat ungeschehen?
Werden dadurch die Opfer wieder lebendig?

Das bringt letztendlich gar nichts.
Wenn die tatsächlich an Darsow glauben, dann müssen die ALL ihre Energie reinstecken um irgendetwas von "Substanz" vorweisen zu können.
Da es nichts von Substanz gibt, dreht man Filmchen und Podcasts.
Ist dann immerhin besser als "nichts" zu tun.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 22:59
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Auf den Fall Darsow bezogen, bedeutet dies überspitzt gesagt, "er ist unschuldig, weil er unschuldig ist, weil er unschuldig, weil er unschuldig ist..."
Für einen unbedarften Beobachter im Falle Darsow MUSS sich ja nahezu der Eindruck aufdrängen, dass er unschuldig ist, weil ja alles dafür getan wird, um diesen Eindruck zu erwecken.
Ja genau so sieht es aus. Sie biegen sich völlig unkritisch ihrer Argumente zurecht.
Ich war gestern zugegebenermaßen zum ersten mal auf der Darsow-Homepage. Das springt einem gleich ins Auge:
Folgende Fakten sprechen gegen eine Täterschaft von Andreas Darsow:

- Es wurden keine DNA-Spuren von Andreas Darsow am Tatort gefunden.
- Einen Tag nach der Tat wurden Metall- und Personen-Spürhunde eingesetzt. Die Hunde verließen zielstrebig das Haus der Tolls und verloren auf einem nahegelegenen Schotterfeld die Spur. Die Hunde sind nicht zum Eingang von Andreas Darsows Haus gelaufen.
- Ein Spürhund wurde auf Geruchsproben von drei verschiedenen Personen (u.a. auch von Andreas Darsow) angesetzt. Der Hund reagierte auf keine der Proben. Somit konnte festgestellt werden, dass Andreas Darsow nicht am Tatort war. Dies sagte der Hundeführer vor Gericht aus.
- Astrid Toll sprach im Krankenhaus nicht von einem Täter sondern von den Tätern und reagierte nicht auf das Foto von Andreas Darsow
Da wird gerade mal eben die juristische Beweisführung umgedreht. Selbst wenn ADs DNA am Tatort gefunden worden wäre, wäre das für sich allein kein Beweis für seine Täterschaft. Dafür hätte sie vielmehr in einem tatrelevanten Zusammenhang gefunden werden müssen (z.B. wenn der Schalldämpfer abgefallen und gefunden worden wäre und daran dann ADs DNA gehaftet hätte). Als Tatbeweis hätte sie zudem nur gewertet werden können, wenn ihre Anwesenheit nicht anders zu erklären gewesen wäre. Wenn man ADs DNA z.B. am Türgriff der Haustür der Tolls gefunden hätte und er zwei Tage vorher dort ein Paket, dass er als Nachbar für die Tolls angenommen hätte hingebracht hätte und dabei auch den Türgriff angefasst hätte, wäre diese DNA kein Beweis für ADs Täterschaft gewesen.
In der Argumentation der ProDarsows wird das aber ganz dreist umgedreht: es wurden keine DNA-Spuren von AD am Tatort, also ist er nicht der Täter. Es wurden aber ja auch von niemand anderem DNA-Spuren gefunden, in der Argumentation der Darsows müsste das ja dann bedeuten, dass es keinen Täter gab.
AD kann sich einfach sehr gut vorbereitet und mit Schutzanzug, Sturmhaube, Mundschutz und Überschuhen die Tat begangen haben. Er kann auch einfach Glück gehabt haben und deshalb keine Spuren hinterlassen haben. Oder die Ermittler hatten Pech und haben an der falschen Stelle gesucht und die DNA einfach nicht gefunden.
Aber es ist eben kein Beweis, dass AD NICHT der Täter war. Genauso wenig, wie es ein Beweis ist, dass die Hunde nichtzu Darsow gelaufen sind und Astrid Toll nicht auf sein Foto reagiert hat.

Aber auf den ersten Blick kölingt das Geschwafel natürlich beeindruckend. Vor allem wenn man in jedem 2. Krimi und jedem aktuellen True-Crime-Bericht erzählt bekommt, dass die Polizei DNA des Täters gefunden hat. Dann hält man die Tatsache, dass AD keine hinterlassen hat eben auch für einen Beleg für seine Unschuld.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Mir ist auch das Ziel dieser ganzen Nummer nicht klar.
Stellen wir uns vor man könnte 100.000 Menschen dazu bewegen eine "Darsow-ist-Unschuldig"-Demo abzuhalten.
Rein fiktiv das Beispiel.
Was wäre dann?
Wird dann sein Urteil zerrissen und er darf einfach nach Hause gehen?
Macht man damit die Tat ungeschehen?
Werden dadurch die Opfer wieder lebendig?
Ich glaube, den Unterstützern ist gar nicht klar, dass sie da gegen Windmühlen kämpfen. Um nach derzeitigem Stand eine Freilassung von AD zu erwirken, müssen sie NEUE Beweise vorlegen. Selbst wenn sie an jedem einzelnen in das Urteil eingeflossenen Indiez rummäkeln und es zerpflücken, würde AD nicht frei gelassen.
Strate hat versucht, eine Revision zu erreichen, womit er gescheitert ist. (Laut Aussage der ProDarsow-Homepage hat er das überings gemacht, "da ihm das Urteil nicht gefällt." Juristisch gesehen kein besonders zugstarkes Argument....) Das einzige Packende, das er gefunden hat, waren die Schmauchpartikel. Für die Ausarbeitung des Antrags inkl. Gutachten hat er Monate bis Jahre gedauert. Es ist jetzt nicht so, dass er sich wieder mit den Unterlagen ins Kämmerlein setzt und sie noch mal durcharbeitet um ein nächstes Argument zu finden. Er hat das beste Packende gewählt, wahrscheinlich das einzige, das ist abgelehnt worden. Es macht keinen Sinn, es jetzt noch mal mit dem zweitbesten zu versuchen (wenn es das denn überhaubt gibt....).

Was Anja Darsow da fährt ist eine reine Imagekampange. Wie Du schriebst, selbst wenn sich 100.000 Menschen mit Free-Darsow-Plakaten vor der JVA versammeln würden oder eine Petition an den deutschen Bundestag unterschreiben würden - die deutsche Justiz arbeitet auf Basis der Gesetze und nicht auf Basis von Mehrheitsurteilen der Bundesbürger.

Eigentlich sehe ich in der Presse (inkl. Podcast und privaten Homepages) schon auch eine Kontrollfunktion für Politik und Justiz. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssten Journalisten aber kritisch recherchieren und nicht nur auf die Einschaltquoten und Absatzzahlen achten. Und für die ist ein Justizskandal mit einem unschuldig lebenslang einsitzenden AD, hinter dem eine vom Schicksal geschlagene Frau und drei Kinder stehen, die weiter fest an seine Unschuld glauben halt sehr vielversprechender, als ein Bericht über die Verurteilung und dann ggfls. noch mal über die gescheiterte Revision.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 23:20
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Genau das ist es ja.
Es ist völlig offensichtlich, dass der Täter bestens mit den Abläufen der Familie Toll vertraut war und auch die Örtlichkeiten gut kannte (abkleben des Bewegungsmelders, das man den nämlich NACHTS findet ist schon erstaunlich, ich persönlich wüsste nicht mal wo ich suchen soll)
Ein Indiz auf das das Gericht abstellt hat.
Der Täter muß auch gewusst haben, wann Toll die Mülltonnen herumschiebt. Nachts um 4:00 an dem Tag an dem die Müllabfuhr kam.
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:sondern dass sie diese Meinung gebildet haben auf der Grundlage von Medienberichten, deren Verfasser es wirklich besser wissen müssten. Damit meine ich neben diversen Boulevardmedien v.a. solche wie Spiegel und 3sat, die gemeinhin als seriös eingestuft werden, aber in dem Fall eine fragwürdige Meinungsmache betreiben.
.
Ich war entsetzt, als ich heute nochmal die Spiegel TV Reportage gesehen habe.
Zwar kam auch mal der Kommissar zu Wort und erklärte die Internetrecherch, aber ansonsten wurde alles so hingedreht, wie es Fr. Darsow nutzen könnte (Wenn es denn stimmen würde.)
Da wird eine Aufnahme von einem Hundeführer gezeigt, der sich wohl unprofessionell äußerte.
Im Prozeß klärte der zuständige Hundeführer auf, woran das gelegen haben könnte, das der Hund keine Spur aufnahm (was ja auch nicht so stimmt) , dies in diesem Fall gar nicht außergewöhnlich ist, weil so viele Leute vorher schon am Tatort waren und vor allem: Das man aus dieser Tatsache keinesfalls folgern kann, A.D. sei nicht am Tatort gewesen.
Drau Darsow kommentiert das dann mit: Wieder ein Beweis, das Andreas unschuldig ist"
Es ist eben kein Beweis und so etwas darf man dann auch nicht bringen als vernünftiger Journalist. Spiegel lebt aber immer noch vom Namen, der mal für guten objektiven Journalismus.
Dann:
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Man kann hier nebenbei mal wieder sehen, wie stark die Suggestion von Medien ist und wie Meinungen entgegen allen Tatsachen generiert werden können.
Wurde in Spiegel TV gebracht, muss ja was dran sein und wenn der berühmte Verteidiger, dessen Namen man nie zuvor gehört hat sich dafür einsetzt. Klang doch alles schlüssig, das da was nicht aufgearbeitet wurde.
Dann kommt besagter Verteidiger noch mit dem Spruch: Er hatte nicht das Gefühl einem Mörder gegenüber zu sitzen sondern einem rechtschaffenen Familienvater. Ein völliger Ausfall eines Juristen, der hier seine persönliche Meinung in den Vordergrund spielt aufgrund seines Renommee . Später hat er sich dann plötzlich viel pessimistischer gegeben.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Zum Nachtatverhalten schweigt man komplett, weil es nicht ins Narrativ passt.
Ja klar.
Da hört der Laie nur: Waffennarr in der Firma , Passwort war mehren bekannt, 6000 Zugriffe auf Waffenbezogene Seiten ( Wo immer man diese Zahl her hat ).
Warum sollte man auch berichten, das der hier als höchstverdächtig ausgemachte Waffennarr ein Bogenschütze war und das Gericht akribisch nachgewiesen hat, das nur Andreas derjenige gewesen sein kann, der das recherchiert hat?.
Auch die Tatsache, das Andreas entgegen aller interner Vorschriften, dabei beobachtet wurde seinen Rechner so zu manipulieren, das dieser ausgetauscht wurde.
Das als die EDV Untersuchung ins Haus stand . Offensichtlich als Spurenbeseitigung zu werten. Wird gar nicht erst erwähnt.
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:ch bin mir ziemlich sicher: Die Allermeisten werden nach einem solchen Beitrag mindestens Zweifel an der Täterschaft haben, und kaum jemand wird von Darsows Schuld überzeugt sein.
Ja klar, die meisten belastenden Indizien werden ja weggelassen.
Da erzählt dann schon einmal ein Nachbar das Gegenteil von dem was seine Frau in Bezug auf den Lärm im Prozeß ausgesagt hat und vergleicht diesen mit dem Lärm, den seine 3 spielenden Kinder machen.
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Nun dürften aber die Meisten gerade durch solche Sendungen oder Artikel überhaupt erst von dem Fall erfahren haben.
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Weil nun mal die Breitenwirkung der Massenmedien naturgemäß eine andere ist als die eines Krimiforums oder eines 300-Seiten-Urteils.
Ja klar, wer das hört, der ist zumindest der Meinung : "irgendwas stimme da nicht".
Ein geschickter Schachzug der Montevideo Leute.
Wird sich jetzt wohl eher totlaufen, weil der Fall jetzt juristisch abschließend erledigt ist.
Vielleicht gibt es dann noch einmal einen medialen Hype, wenn er aus dem Knast kommt. Da hatt er dann erstmal Probleme mit seinem Image, denen entgegengewirkt werden kann.
Zitat von FriedrichA.IIIFriedrichA.III schrieb:Der Fall Darsow hat nur den Vorteil, das die Sache nach menschlichem Ermessen eindeutig ist, wenn man sich die Indizienkette ansieht. Das setzt aber voraus, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.
Ja. Dann ist der Fall sonnenklar. Darsow muß der Täter gewesen sein. Das wurde ihm ja auch bewiesen.

Vielleicht sollte auch mal jemand einen Beitrag machen, der die belastenden Indizien in den Vordergrund stellt. Im Prinzip reicht schon einan dem Urteil orientierter völlig wertungsfrei gestalteter Bericht.
Da könnte man die Allgemeinheit sicherlich von D. als Täter überzeugen.

Ein Glück braucht es das in diesem Lande aber nicht, was meiner Meinung nach dieses hervoragend ausgerbeitete Urteil zeigt.
Hier wurde jemand akribisch eines Mordes überführt, der dachte, er kommt damit durch.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 23:29
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:In der Argumentation der ProDarsows wird das aber ganz dreist umgedreht: es wurden keine DNA-Spuren von AD am Tatort, also ist er nicht der Täter.
Eine "goldene" Regel der Kriminalistik: Wenn von jemanden an einem (Tat) Ort keine Spuren gefunden werden, so heißt das nicht automatisch, das dieser nicht an diesem Ort gewesen sein kann
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Es wurden aber ja auch von niemand anderem DNA-Spuren gefunden, in der Argumentation der Darsows müsste das ja dann bedeuten, dass es keinen Täter gab.
Der Täter hat einfach keine Spuren hinterlassen.
Hätte man Spuren von jemanden gefunden, die Täterrelevant gewesen wären, hätte das Darsow natürlich entlastet.
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Was Anja Darsow da fährt ist eine reine Imagekampange.
Vielleicht für sich selbst?
Vielleicht für ein gemeinsames Leben nach dem Knast
Der Mann hat ja nun wirklich auch erst einmal ein Imageproblem, wenn er raus kommt.
Da muss die Fassade wenigstens ein wenig gewahrt bleiben.


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Doppelmord Babenhausen

14.01.2022 um 23:35
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht für sich selbst?
Vielleicht für ein gemeinsames Leben nach dem Knast
Der Mann hat ja nun wirklich auch erst einmal ein Imageproblem, wenn er raus kommt.
Da muss die Fassade wenigstens ein wenig gewahrt bleiben.
Ich gehe davon aus, dass es auch ein wenig um Spenden und finanzielle Unterstützung geht. Wahrscheinlich nicht einmal so sehr für die Provatausgaben für sich und ihre Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass der Großteil der Prozesskosten für den Revisionsprozess und auch den anstehenden Zivilprozess über den Verein finanziert wird.
Selbst wenn Herr Strate umsonst arbeitet, fallen da jede Menge Spesen, Gutachterhonorare, Gerichtskosten etc. an.


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