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Doppelmord Babenhausen

25.807 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Doppelmord Babenhausen

Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 17:13
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich halte Herrn Rechtsanwalt Strate für 10 mal so intelligent wie mich oder einen anderen x-beliebigen User hier.
So sieht es mal aus. Davon kann jeder ja mal ausgehen, dass er jeden einzelnen hier rhetorisch und juristisch weit überlegen ist. Aber was hat es gebracht bis jetzt? Hat er Andreas frei bekommen? Hat er ihm irgendeinen Vorteil verschafft? Gut er kämpft weiter. Lobenswert. Wenn ich mal was ausgeheckt habe, hoffentlich habe ich auch mal so ein Anwalt im Hintergrund.

Aber auch Andreas ist ein schlauer Kerl. Nicht zu unterschätzen. Auch das er dem ganzen Druck standhält.
Viele Fehler hat er nicht gemacht.
Zugetraut hätte ich es ihm nicht - Ich wünschte er wäre es nicht.


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 18:10
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Aber ist denn auch wichtig, ob Darsow am Tattag Morgens Müsli oder Cornflakes gefrühstückt hat?
Oder ob er vor oder nach der Tat gefrühstückt hat?
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Mir persönlich (ACHTUNG ACHTUNG DIES IST MEINE EIGENE PERSÖNLICHE MEINUNG) ist es völlig egal, ob man im Detail weiß, welche Waffe das genau war.
Aus meiner Sicht weiß man es genau genug. Es war kein Bogen, keine Steinschleuder, kein Schwert, keine Lanze, kein Morgenstern, .... sondern eine Schusswaffe.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich halte Herrn Rechtsanwalt Strate für 10 mal so intelligent wie mich oder einen anderen x-beliebigen User hier.
Ich nicht. Mach Dich (und andere) mal nicht so klein.


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 20:19
Zitat von HeribertHeribert schrieb:(...) Wenn ich mal was ausgeheckt habe, hoffentlich habe ich auch mal so ein Anwalt im Hintergrund (...).

(...) Zugetraut hätte ich es ihm nicht - Ich wünschte er wäre es nicht.
Um Dr. Strate mal zu zitieren:

(...) Ich habe dann auch mit dem Mandaten (gemeint Andreas Darsow) gesprochen. Der machte mir auch nicht den Eindruck, dass er irgenwie ein Mörder ist, sondern eher der Vater von drei Kindern, der redlich seiner Arbeit nachgegangen ist, bis zu diesem Zeitpunkt wo er verhaftet worden ist. (...)" Dr. Gerhard Strate, Spiegel TV Beitrag von Henrik Neumann am 18.06.2020

oder

"(...) Ich habe mitunter sehr, sehr symphatische Mandanten erlebt, die nur zum Zeiptunkt dieser Tat ein Schausal waren. Und das sind alles - ja - Gottes Kinder. (...)" auch Dr. Gerhard Strate


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 20:35
Ich würde gerne mal anhand von einem Beispiel verdeutlichen warum die Diskussion um einzelne Indizien so unsinnig ist.
Letztendlich ist NUR das Gesamtbild wichtig.

Wenn Leute versuchen Gewicht zu verlieren, dann spielt es keine Rolle ob sie hier und da mal bisschen zunehmen solang sie insgesamt in Summe Gewicht abnehmen.
Siehe Grafik.
Selbst wenn der Trend hier und da mal Zwischendurch nach oben geht, so zeigt der Graph "insgesamt" gesehen dennoch nach unten (in Richtung einer Gewichtsabnahme)
So funktioniert im Prinzip "Abnehmen".

grafik.png asfa
Quelle: ich selbst.

Bei den Indizien gegen Darsow verhält es sich genauso.
Selbst wenn das ein oder andere Indiz nicht so stark ist, oder (was bisher nicht gelungen ist) wenn man es tatsächlich mal schaffen würde etwas zu entkräften, so sind dennoch zig andere Indizien vorhanden, die alle insgesamt in eine Richtung zeigen.
Und zwar in Richtung "Darsow ist der Täter".
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Aber auch Andreas ist ein schlauer Kerl. Nicht zu unterschätzen. Auch das er dem ganzen Druck standhält.
Gut, was bleibt ihm denn auch anderes übrig, als dem Druck standzuhalten?
Welchem Druck eigentlich?
Der wird in Haft auch einen "Alltag" haben und vor sich hinleben.
Druck hatte er höchstens vor seiner Verhaftung und dann in seiner Verhandlung.
Ich glaube nicht das man da in Haft jetzt noch akuten Druck in dieser Hinsicht verspürt.
Da er die Tat offensichtlich nicht bereut, wird das für ihn keine Rolle spielen.

Außerdem hat Darsow ja auch durchaus Dinge für die es sich zu Leben lohnt.
Er hat immer noch Frau und Kinder die hinter ihm stehen.
Darsow schaut nicht in eine triste Leb- und Lieblose Zukunft.
Darsow wird irgendwann, auch wenn es noch viele Jahre dauert, wieder mit seiner Familie Weihnachten feiern können, Urlaube verbringen, eines Tages seine Enkelkinder aufwachsen sehen, das Bett mit seiner Frau teilen etc.
Da ist ganz viel Licht am Ende des Tunnels für AD.

Youtube: Doppelmord von Babenhausen - Mein Mann ist kein Mörder - Doku
Doppelmord von Babenhausen - Mein Mann ist kein Mörder - Doku
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Minute 17:18
Zitat AD:
"Die Familie Toll war isoliert, komplett in der ganzen Nachbarschaft, mit denen hat keiner geredet..es waren einfach unangenehme Menschen gewesen"
Man muss sich das mal vorstellen.
AD hat für den Mord an diesen Personen Lebenslänglich mit besonderer Schwere der Schuld bekommen und redet dann vor einer laufenden Kamera so über die Opfer.
Wie tief muss da eigentlich der Hass immer noch sitzen, das man es nicht mal in einer Darsow-Unschulds-Doku schafft neutral oder vielleicht sogar höflich und respektvoll über die Opfer zu sprechen??
Noch nicht mal da kann man wenigstens so tun, als würde man um seine Nachbarn (mit deren Tod man ja angeblich nichts zu tun haben will) trauern oder zumindest Anteil an deren Schicksal nehmen.

Des weiteren Frage ich mich.
Wenn es doch keine Lärmbelästigung gab, warum war dann (Laut Aussagen von AD selbst) die Familie Toll in der GANZEN Nachbarschaft eigentlich isoliert und KEINER hat mit denen geredet?
Warum benennt AD denn eigentlich nicht konkret, warum bzw. inwiefern die Nachbarn UNANGENEHM waren?
Fragen über Fragen.


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 20:52
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich halte Herrn Rechtsanwalt Strate für 10 mal so intelligent wie mich oder einen anderen x-beliebigen User hier.
Es hat schon einen Grund, warum Strate nicht mit so einem unseriösen Unsinn argumentiert.
Und bitte jetzt nicht wieder mit dem Quatsch anfangen, dass Darsow ja unschuldig sein muss WEIL Strate sich für ihn einsetzt.
Wobei man dabei berücksichtigen muss, dass ein Wiederaufnahmeantrag etwas anderes als eine Revision ist. Bei einer Revison prüfen die übergeordneten Instanzen die Beweisführung und -würdigung des erstinstanzlichen Urteils, d.h. sie achten vor allem darauf, ob die Rückschlüsse, die das Gericht aus den vorgelegten Beweisen und Indizien gezogen hat, haltbar sind und ob alle be- und natürlich auch alle entlastenden Indizien bei der Urteilsfindung ausreichend gewürdigt wurden. Ein Beispiel wäre z.B. das Argument, dass der Admin in der Firma eine Waffennar war und ggfls. auch nach der Bauanleitung gegooglt haben könnte, wodurch nicht eindeutig belegbar wäre, dass AD die Anleitung gesucht und ausgedruckt hat.
Das Urteil hat es durch alle Instanzen geschafft und wurde bestätigt.

In einem Revisionsantrag können solche Argumente jetzt nicht mehr vorgebracht werden. Ein Urteil muss ja irgendwann rechtssicher sein und es soll eine Rechtsfrieden gewahrt werden. Man kann also nicht einfach alle paar Jahre einen Antrag stellen, weil man meint, in dem Urteil sei irgendetwas falsch gewertet worden.

Eine Revision ist nur möglich, wenn der Antragsteller neue Beweise vorlegen kann, mit denen wichtige Annahmen, von denen das Gericht damals bei dem Urteil ausgegangen ist, widerlegen.
Einen solchen neuen Beweis hat Strate in den von ihm beauftragten Gutachten zur Funktionsweise des Schalldämpfers gesehehen, das Gericht hat dies aber nicht als neuen Beweis, sondern eben nur als eine andere Sichtweise auf einen schon im Urteil berücksichtigtes Indiz gesehen und deshalb die Revision abgelehnt.
Selbst wenn man z.B. heute oder morgen irgendwo auf dem Toll-Grundstück durch Zufall die Tatwaffe ausgraben würde und es sich dabei nicht um eine Walther P 38 sondern irgendeine andere 9 mm-Pistole handeln würde, würde man damit wahrscheinlich keine Revision erreichen können. Es gäbe dann zwar ein neues Beweismittel und dieses würde den Annahmen im Urteil zu der bei der Tat verwendeten Tatwaffe auch widersprechen. Auch der angenommene Ablauf am Tattag wäre ja anders gewesen als im Urteil angenommen, denn der Täter hätte die Waffe ja nach der Tat auf dem Grundstück vergraben müssen.

Aber dadurch würde die eben Beweisführung nicht angekratzt. Es die Berteilung, ob AD der Täter ist oder nicht, ist es eben unerheblich, ob er eine Walther P38 oder eine andere Pistole benutzt hat. Und auch, ob er nach der Tat die Pistole erst bei den Tolls vergraben hat oder ob er gleich nach Hause gegangen ist.

Insofern sind all diese Kritikpunkte an dem Urteil, die von Frau Darsow und ihren Freunden so gerne runtergeleiert werden, völlig unerheblich für die juristische Frage, ob Darsow ein Wideraufnahmeverfahren bekommen wird oder nicht.


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 21:39
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Man muss sich das mal vorstellen.
AD hat für den Mord an diesen Personen Lebenslänglich mit besonderer Schwere der Schuld bekommen und redet dann vor einer laufenden Kamera so über die Opfer.
Wie tief muss da eigentlich der Hass immer noch sitzen, das man es nicht mal in einer Darsow-Unschulds-Doku schafft neutral oder vielleicht sogar höflich und respektvoll über die Opfer zu sprechen??
Noch nicht mal da kann man wenigstens so tun, als würde man um seine Nachbarn (mit deren Tod man ja angeblich nichts zu tun haben will) trauern oder zumindest Anteil an deren Schicksal nehmen.
Das zynische ist ja, dass er sich darüber mockiert, wie abstrus es sei, dass man die Lärmbelästigung als Mitiv angenommen hat. Nach dem Motto: "So etwas würde doch keine normaler Mensch wegen Lärmbelästigung tun!". Und das, obwohl er genau weiß, dass dass sein Motiv war.

Und im nächsten Satz jammert er dann um die Zeit mit seinen Kindern, die er verpasst und von der er nicht weiß, ob er sie nachholen kann. Zugegebenermaßen ist da wohl ein Filmschnitt dazwischen, d.h. wahrscheinlich ist das Thema nicht dirket zu ihm selbst und seiner bemittleidenswerten Situation gesprungen. Aber er soll sich mal lieber fragen, was die Mitglieder der Familie Toll durch seine Tat alles verpasst haben.....!

Ich habe es schon vor ein paar Tagen geschrieben: die Eheleute Toll und die Tochter Astrid waren krank und die Symptome der Krankheit haben die Nachbarn, vor allem die Familie Darsow erheblich gestört und genervt.
Astrid Toll ist Autistin, deshalb kam es zu den seltsamen Lautäußerungen. Herr Toll war Alkoholiker, auch das ist eine Erkrankung und hatte wohl auch eine Zwangsstörung (jeden Morgen um Punkt 4 Uhr den Müll rausbringen und dann joggen gehen). Frau Toll hatte (nach meiner absoluten Laienmeinung) mindestens eine Angststörung, sie hat ja schon sehr lange das Haus kaum noch bis gar nicht mehr verlassen. Außerdem hat auch sie diese "tierähnlichen" Laute ausgestoßen. Das hat sie mit Sicherheit nicht gezielt und bewusst gesteuert getan, sondern auch das würde ich als Symptom einer psychischen Erkrankung deuten.

Diese Menschen hätten ärztliche und psychatrische Hilfe gebraucht (die sie vielleicht ja auch bekommen haben). Wenn jemand mit nur einem Bein oder einem Rückenleiden oder sonst einem körperlichen Gebrechen dort gewohnt hätte, hätten die Nachbaren ihnen regelmäßig die Einkäufe nach Hause getragen und Hilfe bei der Gartenarbeit angeboten.
Ich bestreite gar nicht, dass die Nachbarn die Nähe zu den Tolls als belastend wahrgenommen haben und dass eine solche Situation auch einfach belastend ist.
Aber über diese kranken Menschen, die man statt ihnen Hilfe anzubieten, niederschießt um endlich die Symptome ihrer Erkankung nicht mehr ertragen zu müssen, sagt man dann noch im Fernsehen:
"...mit denen hat keiner geredet..es waren einfach unangenehme Menschen gewesen"
und dreht damit das eigene soziale Versagen und seine Intoleranz noch als Indiz dafür hin, dass "diese unangenehmen Menschen" es ja irgendwie verdient haben, was ihnen zugestoßen ist.
Tut mir leid, für mich ist dieser Mann inkl. seiner verblendeten Frau und ihren Unterstützern mit ihrem selbstgerechten nur schwer zu ertragen....


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 22:00
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Warum benennt AD denn eigentlich nicht konkret, warum bzw. inwiefern die Nachbarn UNANGENEHM waren?
Fragen über Fragen.
Ei - weil sie halt so laut waren. Das Motiv ist unstrittig. Andreas, der ruhige und introvertierte Mann ist Wahnsinnig geworden durchboxen täglichen Lärm, der bis in seine Wohnung gedrungen ist.
Diese Aussage - über die Toll, im Hinblick darauf das er sie laut Urteil hingerichtet hat, ist mehr als respektlos. Furchtbar. Wirklich.


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 22:48
Ich glaube sowieso nicht wirklich daran, dass letztendlich die Ruhestörung oder der finanzielle Verlust durch einen Verkauf des Hauses aus Sicht von AD das Hauptproblem bzw. der Haupt auslösende Faktor für die Tat war.

Ich glaube, bei AD ging es einzig allein um seinen gekränkten Stolz.

Frau Darsow hat es ja nach der Verurteilung ihres Mannes geschafft, als allein erziehende Mutter von 3 Kindern, dennoch das Haus "halten" bzw. bezahlen zu können. Zusätzlich dazu kommen noch die ganzen finanziellen Belastungen durch den Prozess (Frage an die Juristen hier. Musste Darsow eigentlich für die Prozesskosten usw. aufkommen? Wenn nicht das, dann ja zumindest für die Kosten SEINER Verteidigung, oder?).
Frau Darsow konnte all dies stemmen, obwohl der Hauptverdiener (ihr Mann) "weggebrochen" ist.
D.h. ein in Freiheit lebender AD hätte es zusammen mit seiner Frau auf jeden Fall geschafft, anderweitig ein Haus oder Wohnung zu finden und auch finanzieren zu können.
Insofern er denn gewollt hätte.
Davon bin ich überzeugt.

Um auch mal eine Lanze für Frau Darsow zu brechen.
Hut ab, vor dem, was diese Frau zu bewerkstelligen hatte und hat.
Es ist ja nicht nur so, dass AD "weggebrochen" ist, sondern er erzeugt ja durch Gerichtsverfahren etc. auch noch zusätzlich Kosten.
Er arbeitet ja in Haft als Koch, aber kommt dabei soviel rum, dass er zumindest SEINE eigenen Kosten bzw. finanziellen Bedürfnisse decken kann?
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Oder muss Frau Darsow auch noch für jedes Snickers und Magazin aus dem Knast Kiosk bezahlen?
Strates Kanzlei befindet sich in Hamburg, das sind ja auch alles Spritkosten für Frau Darsow usw.

Was ich damit sagen möchte.
Darsows Situation war in finanzieller Hinsicht keineswegs Aussichts- oder Hoffnungslos.
Die Tolls waren ihm einfach ein Dorn im Auge und dafür musste (aus seiner Sicht) die ganze Familie Toll ausgelöscht werden.






Wenn Darsow und seine Unterstützer tatsächlich glauben, dass der wahre Täter bis heute nicht geschnappt wurde, warum lebt die Familie von Darsow dann immer noch in dem Haus?

Versetzen wir uns mal in Darsow rein.

Ich komme zu Unrecht in den Knast, für den ungeklärten Mord im Nachbarhaus.
Ich weiß NICHTS über den wahren Killer.
Ich muss das schlimmste annehmen.
Ich bin nicht mehr da, um meine Familie selbst beschützen zu können.
Ich weiß, dass der wahre Täter erbarmungslos ist und sogar einer behinderten Person ins Gesicht schießt, also Null Skrupel hat.
Der Täter könnte wieder zuschlagen.
Vielleicht trifft es beim nächsten Mal MEINE eigene Familie.
Meine Frau lebt da nach wie vor mit meinen 3 Kindern.

Da lasse ich wirklich meine Frau und Kinder weiter, in dem ohnehin nun noch schwerer abbezahlbaren Haus, wohnen??
Im Ernst??
Da schleicht unter Umständen ein bewaffneter Irrer durch die Nachbarschaft und meine Family lebt trotzdem weiter dort?
Das juckt weder mich, noch meine Frau, noch die anderen Nachbarn in dieser Straße????
Erstaunlich.



Informationen über Familie Toll
Familie Toll hat sehr zurückgezogen gelebt. Helfen Sie uns herauszufinden, wer Familie Toll war. Jede Kleinigkeit kann wichtig sein!

Hier eine Auflistung der Fragen, die uns helfen können:

Hatten Sie Kontakt zur Familie Toll?
Haben Sie von Herrn Toll eine Immobilie gemietet oder gekauft? Was für einen Eindruck hat er auf Sie gemacht?
Wissen Sie mit wem die Familie Toll oder Herrn Toll Kontakt hatte? Vielleicht Geschäftspartner?
Haben Sie mit Herrn Toll zusammen gearbeitet?
Hat er gegenüber Ihnen mal erwähnt, dass er Angst hat?
Wo ist Herr Toll morgens um 4 Uhr hingefahren?
Herr Toll wollte sich eine Waffe besorgen, vor wem hatten er und seine Familie Angst?
Quelle: https://www.doppelmord-babenhausen.de/Helfen-Sie-uns-ar-.htm


Warum eigentlich diese fast ausschließliche Fokussierung auf Herrn Toll?
Wenn man den angeblichen "wahren Täter" finden möchte, warum "denkt" man dann eigentlich nicht abstrakt und vor allem in ALLE Richtungen?
Wie können die Unterstützer denn eigentlich ausschließen, dass der "wahre Täter" nicht aus dem Umfeld von Frau Toll stammt?
Wie können die Unterstützer denn eigentlich ausschließen, dass der "wahre Täter" nicht aus dem Umfeld von Tochter Toll stammt?
Diese hatte zwar ein Handicap, aber war weder komplett lebensunfähig noch hat sie das Haus nicht verlassen.
Wie können die Unterstützer denn eigentlich ausschließen, dass Familie Toll nicht das Zufallsopfer eines Verrückten ist?
Glaubt man überhaupt selbst an einen "wahren Täter"?


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Doppelmord Babenhausen

12.01.2022 um 23:15
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:(Frage an die Juristen hier. Musste Darsow eigentlich für die Prozesskosten usw. aufkommen? Wenn nicht das, dann ja zumindest für die Kosten SEINER Verteidigung, oder?).
Ja, das steht auf Seite 2 des Urteils:
Der Angeklagte hat die Kosten des Verfahrens einschließlich der notwendigen Auslagen der Nebenklägerin zu tragen.
Er muss also der Gerichtskosten, seine Verteidiger sowie die Anwalt von Astrid Toll bezahlen. Da kommt schon einiges zusammen. Hinzu die Kosten für die weiteren Instanzen (da fallen Kosten für seine Verteidiger an).
Herr Strate hat den Fall meines Wissens honorarfrei übernommen, allerdings muss AD die Kosten für die neu eingeholten Gutachten und meist auch Spesen zahlen.

Der Verdienst bei den Jobs in der JVA sind sehr gering. Natürlich bei "freier Kost und Logis", aber Extras, z.B. Zigaretten, Hygieneartikel, besondere Lebensmittel können die Häftlinge zu recht hohen Preisen und nur bis zu einem Maximalbudget im gefängnisinternen Laden kaufen. Telefonate müssen in den meisten JVA zu recht hohen Telefoneinheitenpreisen bezahlt werden.
Angehörige können für die Insassen Geld auf ein persönliches Guthabenkonto bei der JVA überweisen, aber die Höhe ist auch da sehr begrenzt. Man will halt nicht, dass ein sehr wohlhabender Häftling dort in Saus und Braus leben kann, weil im seine Angehörigen tausende Euros überweisen.
Auch die Anzahl und die Höhe von Geschenken und Mitbringseln ist sehr limitiert. Man kann also auch nicht jede Woche ein Fress- oder Bücherpaket schicken, eher ein Geschenk zu Weihnachten und eins zum Geburtstag.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/gefaengnis-haft-arbeit-bezahlung-mindestlohn-1.4412010

AD wird also nicht viel bis nichts zu den Unterhaltskosten für Familie und Haus, und sicher nichts zu den Gerichts- und Anwaltskosten beisteuern können. Allerdings bin ich mir sicher, dass seine Unterstützer ordentlich Spenden für seine Verteidigung zusammentragen.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 01:13
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Um auch mal eine Lanze für Frau Darsow zu brechen.
Hut ab, vor dem, was diese Frau zu bewerkstelligen hatte und hat.
Top Frau!
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Da schleicht unter Umständen ein bewaffneter Irrer durch die Nachbarschaft und meine Family lebt trotzdem weiter dort?
Das juckt weder mich, noch meine Frau, noch die anderen Nachbarn in dieser Straße????
Erstaunlich.
Guter Punkt. Also die Pro Andreas Version schert sich NICHT um den bösen Täter. Keine Furcht, keine tatsächliche Vorstellung eines Alternative Szenario.
Nichts.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 10:02
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich glaube, bei AD ging es einzig allein um seinen gekränkten Stolz.
Sehe ich auch so.
Quasi ein "Warum soll ICH wegen DENEN mein Traumhaus aufgeben?!"

Das Haus macht ja zumindest von Außen einen guten Eindruck, es ist schön zentral gelegen, AD brauchte nur wenige Minuten bis an seinen Arbeitsplatz, dazu vielleicht noch andere Vorteile des Hauses von denen wir nichts wissen.

Möglich dass andere Häuser eben diese Annehmlichkeiten nicht bieten konnten (ich schätze das Immobilienangebot wird im Dreieck Frankfurt-Darmstadt-Aschaffenburg aufgrund der hohen Nachfrage auch nicht sehr groß gewesen sein).


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 11:31
Zitat von SteamedHamsSteamedHams schrieb:Möglich dass andere Häuser eben diese Annehmlichkeiten nicht bieten konnten (ich schätze das Immobilienangebot wird im Dreieck Frankfurt-Darmstadt-Aschaffenburg aufgrund der hohen Nachfrage auch nicht sehr groß gewesen sein).
Das ist alles so seltsam.
Selbst wenn man ein Psychopath ist, versteht man dann dennoch nicht, dass man hier ja quasi (um mal eine Poker Metapher zu nutzen) völlig unnötig "All IN" geht? Selbst für den Fall, dass Darsow nicht "enttarnt" wurden wäre, hätte er doch keine Garantie gehabt, dass nicht nach den Tolls neue Nachbarn einziehen, die auch wieder aus irgendwelchen Gründen "unangenehm" sind.
Ich frage mich sowieso, was Darsow eigentlich erwartet hat.
Wir sprechen halt von einem Reihenhaus, da bekommt man zwangsläufig etwas von den Nachbarn mit.
Außerdem hatte Darsow selbst 2 Kinder und ein drittes war unterwegs.
Die Familie Darsow wird auch Geräusche erzeugt haben, die für die Nachbarn wahrnehmbar waren.
Bis zu einem gewissen Punkt lässt sich das ja gar nicht vermeiden.
Dass der Hass auch deswegen so groß war, weil Herr Toll gegenüber Darsow als Makler fungiert hat, glaube ich einfach nicht.
Kann aber sein, dass Darsow selbst zum Beispiel sich in seinem Kopf auch, die Tat so "schön geredet hat". So von wegen "Dem zahl ichs heim".

Wenn Darsow Pech gehabt hätte, wären dann nach den Tolls neue Nachbarn gekommen, die vielleicht laute Kinder haben, einen Teenie Sohn der Schlagzeug spielt, Leute, die gerne mal feiern und Gäste im Haus haben, etc. pp.

Neue Nachbarn wären höchstwahrscheinlich dennoch "angenehmer" gewesen als die Familie Toll.
Aber darauf verlassen kann man sich nicht und natürlich ist all das überhaupt erst dann relevant, wenn man nicht geschnappt wird, weil man sich sonst an einem Ort wiederfindet, an dem man weitaus größere Probleme als laute Nachbarn hat.
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Ja, das steht auf Seite 2 des Urteils:
Der Angeklagte hat die Kosten des Verfahrens einschließlich der notwendigen Auslagen der Nebenklägerin zu tragen.
Er muss also der Gerichtskosten, seine Verteidiger sowie die Anwalt von Astrid Toll bezahlen. Da kommt schon einiges zusammen. Hinzu die Kosten für die weiteren Instanzen (da fallen Kosten für seine Verteidiger an).
Herr Strate hat den Fall meines Wissens honorarfrei übernommen, allerdings muss AD die Kosten für die neu eingeholten Gutachten und meist auch Spesen zahlen.
Ja stimmt, hatte ich nicht mehr dran gedacht, danke für den Hinweis.


Was mich in diesem Fall so stört ist, dass es immer nur um Darsow geht.
Die Opfer werden lediglich zu Randfiguren degradiert.
Da findet soviel Öffentlichkeitsarbeit ProDarsow statt.
Die Opfer haben, mal abgesehen von diesem Forum hier und vereinzelten Kommentaren bei YouTube, überhaupt gar keine "Stimme"
Analog zum Fall Benedikt Toth, geht es einzig allein immer nur um den Täter.
Dies führt in der Öffentlichkeit ganz schnell zu einem komplett falschen Bild.
Man ist stets bemüht nur wohlwollend und positiv über Darsow zu berichten.
Sobald es um die Opfer geht , werden immer wieder, mal mehr mal weniger subtil, immer Nebensätze, Anmerkungen etc. mit eingefügt, um diese in ein schlechtes Licht zu rücken.
Warum macht man das eigentlich?
Die Opfer haben sich ja nicht selbst erschossen.
Das heißt, sie sind definitiv erstmal Opfer (das müssen auch die Unterstützer von Darsow doch sehen)
Wäre Darsow also tatsächlich unschuldig dann hätten wir im Prinzip 4 Opfer.
3 Mitglieder der Familie Toll + Andreas Darsow.
Also sollte man dies auch IMMER so darstellen, wenn man ehrlich agieren möchte.
Dies geschieht aber nicht.

Ich finde sowieso, dass vieles, was da passiert sowieso schon hart an der Grenze zur üblen Nachrede ist.
Was würde eigentlich passieren, wenn ich hier im Forum einfach mal behaupten würde (ACHTUNG ACHTUNG REINE FIKTION UM EINEN PUNKT ZU VERDEUTLICHEN), "Ach, ich habe gehört, dass ANDREAS DARSOW Verbindungen zu den Hells Angels hat" "ich habe gehört, dass Darsow bereits in seiner Schulzeit psychologisch auffällig war und Tiere gequält hat"???

RICHTIG!!
Ich müsste Quellen dafür liefern und wenn ich das nicht kann wird der Schmarn den ich da geschrieben habe, gelöscht.
Falls ich es zu sehr auf die Spitze getrieben habe, werde ich hier ZU RECHT gesperrt.

In der Öffentlichkeitsarbeit des Herrn Darsow findet das nicht statt.
Hat man da mal jemals irgendwie eine Falschaussage öffentlich wieder berichtigt?
Hat man sich mal öffentlich dafür entschuldigt, dass man Unwahrheiten über die Opfer verbreitet (z.B. das Hells Angels Märchen)
Hat man mal öffentlich oder zumindest auf der Facebook Seite mal die Leute aufgefordert respektvoll über die Opfer zu sprechen?

Es geht immer nur um Darsow, komme was da wolle.
Nach ihm die Sintflut.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 12:01
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich müsste Quellen dafür liefern und wenn ich das nicht kann wird der Schmarn den ich da geschrieben habe, gelöscht.
Mir geht es da genauso wie Dir: ich empfinde es als regelrecht zynisch, wie die Darsows ihren Kampf für angebliche Gerechtigkeit auf dem Rücken der Opfer austragen, die sich nicht mehr wehren können und - anders als AD - in der Öffentlichkeit nicht mal mehr einen Fürsprecher haben.
Astrid Toll lebt nocht, ist durch die Tat aber sehr schwer gezeichnet und als Autistin eh nicht in der Lage, sich selbst in der Öffentlichkeit zu verteidigen. Ich denke dass es das Anliegen des Landes Hessen ist (das soweit ich weiß, die Vormundschaft für sie übernommen hat), sie möglichst gut zu beschützen, was halt auch umfasst, sie nicht der Öffentlichkeit auszusetzen. Und für das Land Hessen gibt es eben auch keinen Anlass, den Fall ständig ins Rampenlicht zu zerren, nur um ein gutes Bild der Opfer zu zeichnen.

In meinen Augen ist dieses Verhalten der Darsow eigentlich ein Schuldeingeständis. Natürlich ist sich jeder am nächsten, aber wenn AD wirklich ein Opfer der Justiz wäre, würde er denke ich deutlich mehr betonen, dass diese schreckliche Tat, die den Tolls angetan wurde, in seinen Augen ungesünt ist. Er könnte sich mit den Opfern solidarisieren, denn der Täter, der da draußen noch frei rumläuft, hat ja auch sein Leben und das seiner Familie ruiniert.

Stattdessen nutzt man jede Gelegenheit, zu betonen,wie schrecklich die Tolls als Nachbarn waren ("Die konnte niemand leiden, die waren total isoliert. Das waren aber auch unangenehme Menschen.") oder ihnen zwielichtige Verstrickungen ins Rockermilieu anzudichten, um daraus ein Motiv für einen alternativen Täter XY zu konstruieren.
Jeder kennt sicher Menschen, die ihm nicht so liegen, die ihm total auf den Keks gehen und denen man auch nicht unbedingt aus dem Weg gehen kann, weil es z.B. Nachbarn, Kollegen oder Verwandte sind. Aber wenn diesen Menschen ein schwerer Schicksalsschalg zustößt - und der muss nicht mal so schrecklich sein, wie dass die ganze Familie ermordet wird - werden die allermeisten Mitgefühl und auch eine Empfinden von ungerechtem Schicksal empfinden. ("Klar, der hat mich schon immer genervt, aber das hat er echt nicht verdient."). Nicht umsonst gibt es die Redewendung "Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht." Aber zu solchen empathischen Gefühlen scheinen Herr und Frau Darsow nicht in der Lage zu sein.


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13.01.2022 um 12:08
Hinzu kommt, dass er auch sagt: "Na klar, die Familie Toll ....] das waren einfach unangenehme Menschen. Aber deswegen geht man nicht rüber und löscht eine ganze Familie aus. [....] Was soll das für ein Motiv sein?!"
Er betont, dass aus seiner Sicht das Motiv nicht ausreichen würde, um ihn zu so einer Tat zu bewegen.

Aber eigentlich würde man sich doch eher fragen: "Was muss das für ein Mensch sein, der zu so einer schrecklichen Tat überhaupt in der Lage ist?" Stattdessen ist das Motiv in seinem Augen einfach nicht stark genug. Aber dass es prinzipiell ein Motiv geben kann, das einen völlig normalen Menschen zu so einer Tat bringt, scheint für ihn dar nicht zur Debatte zu stehen.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 12:38
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Aber eigentlich würde man sich doch eher fragen: "Was muss das für ein Mensch sein, der zu so einer schrecklichen Tat überhaupt in der Lage ist?" Stattdessen ist das Motiv in seinem Augen einfach nicht stark genug. Aber dass es prinzipiell ein Motiv geben kann, das einen völlig normalen Menschen zu so einer Tat bringt, scheint für ihn dar nicht zur Debatte zu stehen.
Perfekt formuliert!
Man hört auch seitens der Unterstützer nie solche Aussagen wie "Wir müssen dieses MONSTER, das die Familie Toll ermordet hat, finden"
Darsow selbst sagt ja auch nicht "so etwas KRANKES würde ich nie tun".
Man spricht, wenn überhaupt, äußerst distanziert von der Tat und vom Täter.
Warum eigentlich?
Wenn man sich überlegt, was dieser "wahre Täter" Darsow und seiner Familie eigentlich angetan hat, muss das doch der Menschen sein, den man so abgrundtief hasst, dass man gar nicht fähig wäre, sich zurückzuhalten.

Gut aus Darsows Sicht, ist er selbst selbstverständlich "normal" und er hatte nachvollziehbare Gründe (für sich persönlich).
Dass die Gesellschaft das anders sieht, ist halt einfach doof. Ironie off.

Nehmen wir nochmal an Darsow wäre unschuldig.
Dann müsste doch Darsow im Prinzip schon fast als wertvollster "Zeuge" irgendetwas zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können.
Darsow war ja nachweislich zu Hause in dieser Nacht, also war kein anderer Mensch (außer dem imaginären "wahren Täter") näher am Tatort als AD.

Aber er hat ja angeblich nichts gehört.
Ich muss nochmal die Frage stellen, wie das eigentlich möglich sein soll, dass Schüsse, Ohrstöpsel hin oder her, die im Nachbarhaus (Wand an Wand) abgefeuert werden (ca. 100 - 120 Dezibel) von Darsow nicht gehört worden sein sollen?
Nochmal die Frage, und ich meine das völlig ernst, wie viel Dezibel hatte der Wecker von Darsow?
Dies wäre ja dann eine Grundlage, wo man definitiv sagen könnte, dass diese Lautstärke geeignet ist, um Darsow aufzuwecken.

Google sagt dazu folgendes:

wecker dezibel

Nur mal zum Vergleich, ein Rauchmelder hat 85 Dezibel.
Jeder der schonmal das "Vergnügen" hatte, dass in seiner Wohnung so ein Ding losgeht, weiß wie unfassbar laut das ist.
Auch wenn in der Nachbarwohnung so ein Ding losgeht hört man das. Vor allem mitten in der Nacht.
Jetzt ist so ein Rauchmelder dennoch immer noch wesentlich leiser als ein Schuss.

Hier mal zur Info, laut Google. Was ein Unterschied von ein paar Dezibel "mehr" bedeutet.


schall verdopplung



Ich kaufe AD nicht ab, dass er die Schüsse nicht gehört haben will, wenn er denn unschuldig wäre.
Sogar Nachbarn, die weiter entfernt leben, haben die Schüsse gehört.


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13.01.2022 um 12:56
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Aber auch Andreas ist ein schlauer Kerl. Nicht zu unterschätzen. Auch das er dem ganzen Druck standhält.
Viele Fehler hat er nicht gemacht.
Das sehe ich nicht so, er hat jede Menge Fehler gemacht....

Z.B.:
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Ich kaufe AD nicht ab, dass er die Schüsse nicht gehört haben will, wenn er denn unschuldig wäre.
Sogar Nachbarn, die weiter entfernt leben, haben die Schüsse gehört.
Er wollte halt einfach bei der Polizei den Eindruck erwecken, dass er gar nichts von der Tat mitbekommen hat, also alles verschlafen hat. Wahrscheinlich dachte er, dass man ihn dann ziemlich schnell mit weiteren Fragen verschont, denn er hat ja nichts gehört, nichts gesehen, nicht geahnt, dass sich - als er am Morgen nach der Tat aufgestanden ist - im Nachbarhaus, nur eine Wand weiter zwei ermordete Menschen und eine schwer verletzte und hilflose junge Frau befinden.
Und wenn er gesagt hätte, dass er die Schüsse gehört hat, dann hätte er sich weitere unangenehme Fragen gefallen lassen müssen, z.B. warum er nicht die Polizei geholt hat. Natürlich hätte er sagen können, dass er "von irgendetwas wach geworden ist, aber nicht nachvollziehen konnte, ob er etwas gehört oder geträumt hatte", aber bei insgesamt 10 Schüssen im Nachbarhaus wäre man wahrscheinlich nicht davon ausgegangen, dass er erst beim 10. von 10 Schüssen sondern bei einem der ersten wachgeworden wäre und dann eben auch die weiteren Schüsse hätte hören müssen, die er dann - weil er ja wach war - durchaus als reale Schüsse oder zumindest als Knallgeräuche aus dem Nachbarhaus hätte einordnen können.

Insofern dachte er wohl, dass es schlauer wäre, zu behaupten, er haben nichts gehört. Zumal er, zum Zeitpunkt der ersten Befragung, als er das gesagt hatte, ja nicht ahnen konnte, dass die Nachbarn in den sogar weiter entfernt liegenden Häusern die Schüsse sehr wohl gehört hatten. Er hatte ja schließlich einen Schalldämpfer benutzt und hat deshalb wahrscheinlich angenommen, dass die nichts mitbekommen hatten, zumal auch niemand von ihnen die Polizei wegen gehörter Schüsse alamiert hatte.

Aber ich finde, gerade sie Behauptung, dass er rein gar nichts gehört hat, ist ein Indiz für seine Täterschaft. Da hilft auch das Argument mit den Ohrstöpseln nichts, die ihn angeblich wie taub gemacht haben. Den wie @MisterEko richtig schrieb: den Wecker muss er dadurch allemal hören können, v.a. wenn er ein paar Tage alleine im Haus ist und arbeiten muss - kann ja sein, dass ihn sonst seine Frau weckt, die ohne Stöpsel schläft und sich einen Wecker stellen kann, aber die war ja für ein paar Tage verreist.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 17:08
@cododerdritte

Das sehe ich anders. Dass er die Schüsse nicht gehört haben will, würde ich erst dann als Indiz sehen, wenn entsprechende phonetische Untersuchungen gemacht worden wären, also ein Schallpegelmessung in dem Schlafzimmer unter Berücksichtigung der Ohrstöpsel, welche AD verwendet haben soll. Erst dann wären im Ansatz gegebe, das zu bewerten. Vorher sind es reine Annahmen der Art "Wenn es andere Nachbarn gehört haben, muss er es auch gehört haben". Nein ohne solche Untersuchungen kann man das nicht gegen AD auslegen. Wir dürfen nicht vergessen, zwischen den beiden Reihenhäusern ist eine zweischalige Wand.

Wenn ich mir die Karte ansehe liegt die Souterraintür auch auf der anderen Seite. Damit wäre es durchaus möglich, falls AD nicht der Täter war, er wirklich nichts gehört hat. Das Haus könnte den Schall abgeschirmt haben. Es kann da möglicherweise eine Richtwirkung weg von dem Haus von AD gegeben haben. Ich denke, die StA hielt die Behauptung von AD für möglich, daher hat man auf diese Schallpegelmessungen verzichtet. Man kannte auch nicht die Effektivität des Schalldämpfers.

Welche Nachbarn es gehört haben wollen, wo sie wohnen, wie die Schallverteilung gewesen wäre, wissen wir nicht.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 17:40
Zitat von LentoLento schrieb:Das sehe ich anders. Dass er die Schüsse nicht gehört haben will, würde ich erst dann als Indiz sehen, wenn entsprechende phonetische Untersuchungen gemacht worden wären, also ein Schallpegelmessung in dem Schlafzimmer unter Berücksichtigung der Ohrstöpsel, welche AD verwendet haben soll. Erst dann wären im Ansatz gegebe, das zu bewerten.
Im Grunde gebe ich dir schon recht.
Aber auch das bringt AD kein Stück weiter.

Weil es sich dann, wie bei jedem Experiment, wieder um die Frage nach der "Ausgangslage" dreht.
Die ja gar nicht wirklich ermittelbar ist.
Ich versuche das an ein paar Beispielen zu erläutern, gibt sicherlich noch mehr als das was mir jetzt so einfällt.

-wie hat AD denn die Ohrstöpsel getragen?
-hat er Sie in dieser Nacht überhaupt getragen?
-wie tief schläft AD eigentlich?
-welche Fenster waren im Haus der Familie Toll, welche im Haus der Familie Darsow geöffnet?
-Wieviel Dezibel wurden überhaupt von jedem konkreten Schuss produziert?
-Wo exakt im Haus der Familie Toll wurden diese Schüsse abgegeben?

Zu den Punkten die Darsow betreffen, kann nur Darsow selbst Auskunft geben, und der wird naturgemäß (es liegt ja in seinem Interesse das er die Schüsse NICHT gehört hat) die Ereignisse so schildern, dass eine mögliche Wahrnehmung möglichst unwahrscheinlich ist. (geschlossene Fenster, Ohrstöpsel, bei laufendem TV eingeschlafen der die Schüsse übertönt hat, Decke bis über die Ohren gezogen, 1-2 Bierchen vor dem schlafen dadurch Reaktionsschwelle herabgesetzt etc.)
Nur was kann man dann auf solche Aussagen geben?
Glaubt man das oder nicht?
Das ist dann im Grunde wieder nur Hokus Pokus und letztendlich auch nicht seriöser als die Simple Antwort "Wenn Nachbarn die weiter weg wohnen die Schüsse gehört haben, dann muss sie auch Darsow gehört haben"

Ein Benecke der da eine Stereoanlage aufdreht, reicht mir persönlich nicht:)
Eine ordentliche seriöse Untersuchung würde da schon Sinn machen.
Aber selbst ich schaffe es ja die mehr schlecht als recht "auseinander zu nehmen".
Ein Staatsanwalt wird sich von sowas nicht beeindrucken lassen.
Meine Laienmeinung.

Für mich bleibt ein fader Beigeschmack bei der Tatsache, dass man mitten in der Nacht 10 Schüsse im Nachbarhaus nicht gehört haben will.
Zitat von LentoLento schrieb:Welche Nachbarn es gehört haben wollen, wo sie wohnen, wie die Schallverteilung gewesen wäre, wissen wir nicht.
Meines Wissens nach sind die Nachbarn die die Schüsse gehört haben namentlich bekannt und dementsprechend wird man auch wissen wo die wohnen.
Ich habe aktuell keine Zeit die Stelle im Urteil raus zu suchen.
Dieser Sachverhalt ist aber unstrittig soweit ich weiß.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 17:54
@MisterEko

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Selbst wenn nachgewiesen werden könnte, dass er die Schüsse nicht gehört hätte, wenn er unschuldig wäre, entlastet ihn das in keiner Weise, es belastet ihn jedoch auch nicht. Würde man es als entlastend ansehen, wäre man einem Zirkelschluss erlegen. Die Unschuld müsste anderweitig erwiesen werden.
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Meines Wissens nach sind die Nachbarn die die Schüsse gehört haben namentlich bekannt und dementsprechend wird man auch wissen wo die wohnen.
Selbst wenn man das weiß, ist die Bewertung schwierig.Es gibt - wei Du schon sagtest - viel zu viele unbekannte Parameter. Ein nachstellen ist nicht möglcih und daher ist es als Indiz nicht tauglch.


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Doppelmord Babenhausen

13.01.2022 um 18:03
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Aber ich finde, gerade sie Behauptung, dass er rein gar nichts gehört hat, ist ein Indiz für seine Täterschaft.
"Indiz für seine Täterschaft" ist vielleicht etwas zu stark ausgedrückt; jedenfalls ist es kein Indiz im juristischen Sinne und diese Aussage von AD wurde ja auch nicht als solches im Urteil gewertet.

Aber in meinen augen ist es so wie @MisterEko sagt:
Zitat von MisterEkoMisterEko schrieb:Für mich bleibt ein fader Beigeschmack bei der Tatsache, dass man mitten in der Nacht 10 Schüsse im Nachbarhaus nicht gehört haben will.
Wenn ich Ermittler wäre und ich vor dieser Aussage sässe und wüsste, dass die Nachbarn in den weiter entfernten Häusern etwas gehört haben, AD aber nichts gehört haben will, dann würde mich das sehr aufhorchen lassen.


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