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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

565 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Berlin, Junge, 1995

Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

01.07.2020 um 17:10
@FritzPhantom
Die Kneipe gibt es dort wohl seit 20 Jahren. Was im Jahr 1995 dort war, wissen vielleicht noch Menschen, die dort gelebt haben.

Als ich dort war, hätte man reingehen können, es war größer als eine Tür, eher ein Tor. Es war offen von dem Raum unter der Kneipe. Wenn man bis zum Bahnhof durchgehen kann wie mir gesagt wurde und die Keller miteinander verbunden sind, kommt man bestimmt noch von anderen Stellen (von anderen Häusern oder sogar vom Bahnhof bzw. den nahen Gleisen?) in diesen Untergrund.

Man muss es aber wissen, von außen deutet nichts darauf hin, daher kann ich mir komplett Ortsfremde nicht so ganz vorstellen.

Soweit zu möglichen Tatorten Nähe Berliner Straße/Schönhauser Allee - es könnte da mehr geben, als man von außen vermutet.


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

01.07.2020 um 17:18
bura007
schrieb am 13.08.2019:
In der Kripo Live Dokumentation wird gesagt,dass der Müll über Eisenbahnwaggons von Berlin Pankow nach Schöneiche gebracht wurde und sich selbst die Mitarbeiter nicht erklären konnten wie die Leiche in den Waggon kam,da die Waggons mit starken Netzen abgedeckt waren.
Interessant wäre dann wo diese Waggons in Berlin Pankow standen bevor sie nach Schöneiche fuhren.
Wurde denn der normale Hausmüll von Müllwagen abgeholt und dann zum Bahnhof gebracht und auf die Waggons geladen?


Ich zitiere aus dem Beitrag von bura007 (2019). Wenn der Müll über Waggons nach Schöneiche gebracht wurde und Verbindungen über Kellergänge zum Bahnhof bestehen, müsste es nicht unbedingt über einen Hinterhof-Hausmüll gegangen sein.

Ich habe dann noch überlegt, ob nicht auch jemand mit beruflichem Zugang zum Bahnhof und/oder den Waggons in Frage käme.

(Schreibe hier zum ersten Mal und bitte um Nachsicht, falls ich Fehler bzgl. Überlegungen oder Zitate mache).


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

01.07.2020 um 19:54
Die heutige "Kohlenquelle" liegt an der Ecke Kopenhagener/Sonnenburger Straße. (Vielleicht hat man die Kohlen ganz früher direkt unten durch die Keller von Waggons am Bahnhof zu einem Lager oder Händler gebracht?)

Jedenfalls liegen die Keller zwischen Kopenhagener Straße und den Gleisen. Neben der Kneipe ist eine Brücke über die Gleise und wenn man sich rechts hält, kommt man nach wenigen Metern zur Seelower Straße 2, der früheren Wohnung des Vaters, die auch recht nah an den Gleisen liegt.

Es könnte auf beiden Seiten der Gleise - also auch an der Seelower - solche tiefen Keller geben.

Von der Brücke kann man die darunter durchfahrende S-Bahn beobachten und vielleicht in ein Gespräch verwickelt und zu "Abenteuern" eingeladen werden. Vielleicht war es auch jemand aus dem näheren Umfeld der Seelower Straße, der da Zugänge zu alten Kohlenlagern hatte.


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

01.07.2020 um 21:37
@Rollrasen1
Die Polizei hat ja Kohlenkeller durchsucht, der von einer Schule wurde erwähnt. Aber wenn es da so weitläufige Systeme gibt, ist das natürlich schwierig,


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

01.07.2020 um 21:55
Im WELT-Artikel vom Juni 2002 heißt es vom Vater konkret:

„Mit einem Privatdetektiv verfolgt er alle Spuren, die ihm bekannt sind. So auch die, dass sein Sohn kurz vor dem Mord eine Aufforderung zur Aussage gegen einen Kinderschänder in Kiel bekommen hatte. "Seine Mutter Ines und seine Stiefschwester Nancy müssten ganz genau wissen, warum Stefan aussagen sollte. Deshalb versuche ich, die beiden zu finden."“

Im September 2002 erscheint dann der Artikel in der Berliner Morgenpost, in dem Stefans Mutter Ines Lamprecht und seine Halbschwester Nancy interviewt werden. Auch sie haben ihrerseits einen Privatdetektiv engagiert, der beim Interview dabei ist – oder ist es gar derselbe? Die Mutter erzählt von verändertem Verhalten bei Stefan und vermutet sexuellen Missbrauch, verdächtigte gar ihren Stiefvater, spricht von einem merkwürdigen Kommentar der Polizei; der Privatdetektiv vermutet, „dass Stefan ins Kinderporno-Milieu geraten war und deshalb sterben musste.“

Von dem Vorfall, den der Vater erwähnte, fällt jedoch kein Wort. Von daher würde ich es mal nicht als Fakt ansehen, dass Stefan Lamprecht in Kiel Kontakte zu Pädophilen hatte.


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

02.07.2020 um 09:13
@Waldeck
Interessant ist der Hinweis auf den Verwandten, der ebenfalls bedroht worden sein soll. Dieser kann ja nicht so schwer zu finden gewesen sein. Hat man da irgendwann mehr gehört?


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

02.07.2020 um 15:57
In Berlin werden Szenekneipen oft nach ihrer früheren Bestimmung benannt. Im Falle der "Kohlenquelle" hatte ich gleich die Vermutung, es handelt sich hier bestimmt um einen früheren Kohlenhandel. In der Tat wurde an dieser Adresse bis Mitte der 90er Jahre ein Kohlenhandel betrieben. Leider habe ich nicht herausgefunden, wann genau bzw. in welchem Jahr der Verkauf dort eingestellt wurde und wie lange das Gelände dort noch brach lag. Seit ca. 20 Jahren wird jedenfalls dort diese Kneipe bewirtschaftet.

Ich habe hier noch einen Film gefunden, da kann man sich ein wenig mit den Örtlichkeiten und der Geschichte vertraut machen. Wenn man sich das Bild auf der Startseite ansieht, kann man rechts oben hinten, auf der anderen Seite der Bahnschienen, die Seelower Straße und auch das Haus sehen, in dem damals der Vater von Stefan gewohnt hat. Es ist also alles in fußläufiger Nähe. Allerdings liegt der Kohlenhandel genau in entgegengesetzter Richtung zu der Wohnung seines Freundes zu der er ja unterwegs war.

Kohlenquelle


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

02.07.2020 um 21:19
Danke für den Film. In der Mitte wird vom großen Keller erzählt, der von den jungen Leuten vor Inbetriebnahme der Kneipe bearbeitet wurde.

Stefan kam von Norden aus der Sellinstraße in Pankow zur Wohnung seiner Großmutter in der Seelower Straße nahe den Gleisen der Ringbahn am S-Bahnhof Schönhauser Allee. Er ging, so wie ich es verstanden habe, nicht nach Pankow, sondern er kam aus Pankow und seine Spur verlor sich auf dem Weg zur Seelower Straße.

Eine Möglichkeit, die mir eben eingefallen war, dass er die Seelower Straße erreichte und sich dort in der Gegend, weil noch Zeit war, etwas herumtrieb - beispielsweise auf der Brücke, die im Film gezeigt wird. Es war Sommer, draußen war es vielleicht interessant, wer weiß. Wenn er da so herumschlenderte, könnte er auch angesprochen und in ein Gespräch verwickelt worden sein, gut möglich auch von Fremden. Wenn es im Jahr 1995 noch solche Orte wie den verlassenen Brennstoffhandel gab, kann das vielleicht einen Jungen auch "neugierig" machen, etwas auszukundschaften, zu entdecken.

Spekulationen, klar. Bei mir war das in dem Alter so ... verlassene Häuser waren spannend ... und man wurde auch "angequatscht" unterwegs - und da kam es dann darauf an, ob man genug Widerstandskraft und Misstrauen hatte. Wenn sich da jemand sein Vertrauen erschlichen hat, ähnlich wie bei Georgine Krüger ... Es muss ihn niemand aus Kiel verfolgt haben, es kann auch eine sehr unglückliche Fügung der Umstände gewesen sein, in die Hände eines bösen Menschen geraten zu sein ...


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

03.07.2020 um 08:34
@abberline
Meinst du das hier:

Ermittler rollen Kindermord nach 18 Jahren neu auf
Wie Peter Lamprecht damals behauptete, wäre nach dem Mord einem Freund von Stefan gedroht worden, dass ihm, falls er nicht schweigen würde, das Gleiche wie Stefan passieren könnte. Der Junge hätte aus Angst den Namen des Mannes für sich behalten. Ein Privatdetektiv hatte diese Spur verfolgt.
Ja, das ist wieder dasselbe wie beim angeblichen Vorfall zuvor. Der Stiefvater „behauptete“, wie die WELT schreibt, und ein Privatdetektiv ging der Spur nach. Wie schon bei diesen „Kinderschändern in Kiel“, wo man schon nach der ersten Erwähnung dieses Vorfalls in der WELT, ein paar Monate danach im Gespräch mit Mutter, Stieftochter und Privatdetektiv nichts mehr von dem Vorfall gehört hat. Obwohl der Vater explizit darauf hingewiesen hat, dass die Mutter genaueres wissen müsste, und die „Aufforderung zur Aussage“ doch eigentlich von der Polizei kommen müsste.

Da fragt man sich, von wem diese Informationen eigentlich ursprünglich stammen, vom Vater oder vom Privatdetektiv. Und wer da zuerst auf wen zugekommen ist. Ich sehe sowas grundsätzlich mit großer Skepsis.


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

03.07.2020 um 09:48
Eine Verbindung zu Manuel Schadwald kann ich mir genauso wenig vorstellen, wie zu Tristan. Manuel wurde vermutlich nach Rotterdam mitgenommen, genau wie die anderen Kinder, die von diesen Kreisen „weggezogen“ wurden und ich sehr Querverbindungen zu dem Dutroux Netzwerk. Bei Tristan mag ein sexuelles Motiv zwar vorliegen, allerdings hat der Täter sich mit der Orgsnentnahme begnügt und der Tötung. Stefan hingegen wurde meines Erachtens richtiggehend über ein Zeitraum weg gefangen zu dem Zweck, ihn zu vergewaltigen/zu demütigen. Das passt zwar schon auch zu einem Netzwerk, aber wirkt irgendwie dilettantisch gegen Manuels Verschwinden oder Tristans inszenierte Ablage. Die Kinder dieser Netzwerke wurden in der Regel nie mehr wieder gefunden, nachdem sie ihre Bestimmung erfüllt hatten (für die Täter). Stefan wurde relativ leichtsinnig „entsorgt“. Zu Manuel Schadwald zähle ich eher Samir Beganovic, Till Kratzsch oder auch Sandra Wissmann (auch nicht sehr weit entwickelte Mädchen haben da ihren Interessentenkreis, wenn man Berichte von Nihoul/Dutroux/Wejnstein Opfern liest . Diese Rotterdamer Sadistenszene ist sicher da irgendwie an die Belgier angeschlossen gewesen.


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

03.07.2020 um 11:25
@Lingh
Wenn der Täter bei Stefan, wie angenommen, SM artige Dinge gemacht hat, dürfte der Täter eine Vorgeschichte haben. Nicht unbedingt gleich Mord, aber es könnte zumindest Leute geben, die von seinen Neigungen wissen. Evtl ist er früher in gewissen Szenen unauffällig unterwegs gewesen


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

03.07.2020 um 13:32
Lingh
schrieb:
Eine Verbindung zu Manuel Schadwald kann ich mir genauso wenig vorstellen, wie zu Tristan. Manuel wurde vermutlich nach Rotterdam mitgenommen, genau wie die anderen Kinder, die von diesen Kreisen „weggezogen“ wurden und ich sehr Querverbindungen zu dem Dutroux Netzwerk.
Das sind unerwiesene Annahmen, die auf den Behauptungen eines kleinkriminellen Fantasten und Querulanten beruhen, der unter anderem selbst wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Dass die Medien einem solchen Typen auf den Leim gingen und dessen Theorien geadelt haben, finde ich ein Trauerspiel, und ist nur vor dem Hintergrund der Dutroux-Hysterie erklärbar.

Behauptungen Vervloesems:
https://www.welt.de/print-welt/article623568/Die-Gier-nach-kleinen-Kindern-kennt-keine-Grenzen-mehr.html
Hintergründe zu Vervloesem:
https://www.lexpress.fr/actualite/monde/le-chasseur-de-pedophiles-condamne-pour-viol_470028.html
https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/no-kind-of-hero-1197939.html

Wegen diesen Verschwörungstheorien sollte man nun ganz sicher nicht einen Zusammenhang mit dem Mord an Stefan Lamprecht und anderen in diesem Zeitraum in Berlin verschwundenen Jungen ausschließen. Der Verdacht liegt eher nahe, dass der Mörder Lamprechts auch für einige dieser Vermisstenfälle verantwortlich ist.
abberline
schrieb:
Wenn der Täter bei Stefan, wie angenommen, SM artige Dinge gemacht hat, dürfte der Täter eine Vorgeschichte haben. Nicht unbedingt gleich Mord, aber es könnte zumindest Leute geben, die von seinen Neigungen wissen. Evtl ist er früher in gewissen Szenen unauffällig unterwegs gewesen
Das ist sehr gut möglich. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass er Stricher für vergleichsweise harmlosere SM-Praktiken bezahlt hat. Oder sich in Internetforen ausgetauscht, wobei das 1995 wohl sicher noch nicht die Norm gewesen ist.

Jedoch gibt es auch Täter, die vor und nach ihrer Tat nie mit derartigen Fantasien aufgefallen sind. Als Beispiel in ähnlich gelagerten Fällen sei der Mörder von Tobias in Weil im Schönbuch 2000 genannt, oder aber der Doppelmörder von Bodenfelde.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gestaendnis-im-mordfall-tobias-dann-kam-mir-halt-die-bloede-idee-11676734.html
https://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Panorama/Jan-O.-gesteht-grausame-Teenager-Morde-von-Bodenfelde


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

03.07.2020 um 14:42
@Waldeck
Ich bezog mich aber nicht auf Vervloesem oder irgendwelche Verschwörungstheorien, sondern auf einen ehemaligen holländischen Ermittler, der sagte:
„Natürlich war der Junge hier, nur die Sonne wird auf diesen Fall nicht scheinen“. Ich denke, dass es sehr wohl so eine Gruppe gab, zu der ja auch Gerrit Ullrich gehörte, der später erschossen wurde und zahlreiche Bilder und Videos besaß. Das alles ist zwar OT, aber ich wollen eigentlich nur sagen, dass ich da nicht an den gleichen Täter glaube.
Quelle: die Welt, Focus online


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Mordfall Stefan Lamprecht - 2. August 1995 in Berlin

17.07.2020 um 13:20
Was ich doch sehr auffällig finde ist, dass zwischen 1993-1997 vier weitere Jungen im Alter von 10-13 Jahren in Berlin spurlos verschwunden sind. Stefans Leiche wurde nur durch einen Zufall entdeckt und unter normalen Umständen wäre sein Leichnam in der Müllverbrennungsanlage verbrannt worden und er wäre ebenso wie die vier anderen Jungs in der Liste der Langzeitvermissten zu vermelden gewesen.

1. Manuel Schadwald vermisst seit 24.07.1993

2. Samir Beganovic vermisst seit 12.02.1994

3. Till Kratzsch, vermisst seit 18.07.1995

4. Marcel Hermeking vermisst seit 21.09.1997


Die Gerichtsmedizin stellte bei Stefans Obduktion neben Stichverletzungen, Verletzungen im After und Genitalbereich fest. Das lässt möglicherweise darauf schliessen, dass der Täter eine solche Tat nicht zum ersten Mal gemacht haben könnte.

Irritierend finde ich, dass im diesem Zusammenhang man seitens der Polizei nie von einer Serie ausgegangen ist und dahingehend ermittelt ha., wenn man sich die Zeitspanne von 1993-1997 anschaut. Alle 5 Jungs waren im ähnlichen Alter und lediglich Stefans Leiche wurde durch einen Zufall gefunden.


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