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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.333 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 08:55
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das bedeutet: Nur weil nicht öffentlich nach Begebenheiten aus/in Lohmar gefragt wird, heißt das noch lange nicht, dass die Ermittler sich nicht mit Lohmar beschäftigt haben.
Korrekt und laut Stern wurde in Lohmar auch das Haus durchsucht.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 11:06
"Auch die Durchsuchung des Hauses brachte die Ermittler nicht weiter."
Bei "Durchsuchung" denkt mal gleich an eine regelrechte Hausdurchsuchug mit richterlichem Beschluss, das muss aber nicht unbedingt so gewesen sein, denn dazu wäre ein deutlicher Hinweis auf eine Straftat des/der Bewohner notwendig. Im Stern stand zwar:
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Korrekt und laut Stern wurde in Lohmar auch das Haus durchsucht.
aber das kann eine unscharfe Formulierung der Journalistin sein. Vermutlich haben die Ermittler "sich im Haus umgesehen".


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 13:10
Zitat von TritonusTritonus schrieb:aber das kann eine unscharfe Formulierung der Journalistin sein. Vermutlich haben die Ermittler "sich im Haus umgesehen".
Das ist gut möglich. Aber zumindest gab es auch in Lohmar Aktivitäten der Ermittler.

Und ich wollte ja auch nur darauf hinaus, dass das Fehlen von öffentlichen Fahndungen im Zusammenhang mit Lohmar oder Berichten darüber nicht automatsch bedeuten muss, dass es keine gab oder gar dass die Ermittler einfach so viel dümmer sind als wir hier und nicht bedacht haben, dass auch das Umfeld von BA in Lohmar mal ins Auge gefasst werden sollte.

Denn natürlich wird man das getan haben, dass nicht darüber berichtet wird kann auch einfach damit zu tun haben, dass dort keinerlei Anhaltspunkte gefunden wurden.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 13:37
Es ist leider so , dass wir hier aus den wenigen Informationen versuchen eine Idee zu entwickeln. Wir orientieren uns an anderen Fällen oder ähnlich gelagerten Fällen In seiner Struktur bleibt der Fall BA für mich sonderbar. Wir erwarten Details und "beschweren" uns wenn wir Dinge nicht erfahren.

Beispiel:

In Überlegungen würde es helfen zu erfahren ob es tatsächlich am Freitagabend eine Dienstübergabe gegeben hat. Gewisse Thesen würden nicht entstehen. Denn eigentlich ist diese unbekannte Person in erster Linie auch ein Zeuge.

Es gab nie eine Kleidungsbeschreibung für die Suche was normalerweise Teil einer Fahndung ist. Gefühlt konnte man bei den Ermittlern eine Euphorie spüren als man die sterblichen Überreste fand. Das verpuffte aber schnell, weil kaum etwas bekanntgegeben wurde. Autoschlüssel und kleine Handtasche wurden nebenbei in SAT 1 Gold erwähnt. Dort wurde auch erwähnt das der Bruder kurz im Fokus gewesen ist.

Das Handy ist für mich ebenso eine Unklarheit. Waren BAs Fingerabdrücke am Handy oder wirkte es auch abgewischt ? Welche elektronischen Daten waren im Bordcomputer ? Wann wurde das Fahrzeug zuletzt bewegt ? Diese Dinge weiß die Polizei.

Warum sucht man nur nach spezifischen Zeugen an den beiden Fundorten nicht aber am Gebäude 669 ? Warum hat man im April 2015 den Boxenfund nicht öffentlich gemacht und nach Zeugen gesucht ? Egal ob es BAs Box ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das aus BAs Umfeld niemand die Farbe der Box kannte ?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 17:19
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Egal ob es BAs Box ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das aus BAs Umfeld niemand die Farbe der Box kannte ?
Der Bruder könnte Rot-Grün-Verwechsler gewesen sein. Eine bei Männern häufigere Erkrankung, die dazu führt, dass die Farben "rot" und "grün" als "grau" wahrgenommen werden.

Denkbar ist, dass nicht eine feste Box gab, die BA jeweils hin und her transportierte, sondern dass es mehrere Boxen gab, die in Frage gaben. Meines Wissens waren die Kinder schon außer Haus, im Studium oder in Berufen. Der Ehemann war die Woche über beim DWD in München. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man nicht unbedingt wusste, wieviele Boxen in welcher Farbe im Haushalt vorhanden waren, geschweige denn welche Box fehlte.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

28.11.2025 um 20:55
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Warum sucht man nur nach spezifischen Zeugen an den beiden Fundorten nicht aber am Gebäude 669 ?
Auch das gehört als Beispiel aber auch wieder zu der Perspektive: Nur weil wir nicht wissen, dass an dem Gebäude nach Zeugen gesucht wurde, heißt das nicht, dass es nicht passiert ist.

Da sich in diesem Gebäude kleine Apartments befinden die vermietet wurden, wird es sehr leicht gewesen sein, die Leute zu ermitteln, die sich dort aufgehalten haben (man weiß ja, wer welches Apartment gemietet hat). Somit kann man die Leute gezielt befragen. Und da es dort keine öffentlichen Anlaufstellen gibt (wie z. B. Geschäfte) wird es dort auch keinen nennenswerten Publikumsverkehr gegeben haben.

Somit macht eine öffentliche Fahndung in dem Fall keinen großen Sinn, und da es keine Notwendigkeit gibt, darüber zu beichten, wann man mit welchem Mieter gesprochen hat, wissen wir es halt nicht.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 01:41
Gestern jährte sich das Verschwinden von Birgit Ameis zum elften Mal. Das Interesse an diesem Fall scheint vordergründig etwas nachgelassen zu haben - allerdings gibt es schon seit längerer Zeit keine Updates mehr zu diesem Fall, keine neuen Fakten, und so nimmt es nicht wunder, dass es zuletzt wenig neue Beiträge im Thread gab.

Sicher gibt es, dessen ungeachtet, weiterhin viel Interesse daran, dass dieses rätselhafte Verbrechen noch aufgeklärt wird.

"Eine Frau verschwindet" titelte der Stern seinerzeit, und in diesem einen Satz ist im Grunde die ganze Ungeheuerlichkeit enthalten, dass ein Mensch aus der Mitte der Gesellschaft, dem man nichts Nachteiliges nachsagen kann, einem ebenso schlimmen wie unbegreiflichen Verbrechen zum Opfer fällt.

Aktenzeichen XY kommt im vierwöchigen Rhythmus und füllt die Sendezeit zuletzt mit häuslichen Überfällen auf vermögende Rentner (Home Invasions).

Statt der hundertsten geraubten Rolex oder Patek Philippe wäre der Fall Ameis doch auch mal einen Filmbeitrag in der Sendung wert.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 10:13
Schön daß du es hier aufgreifst @sallomaeander

Ich habe gestern, also Karsamstag, auch an Birgit Ameis gedacht und mir zum 100. mal das Gehirn darüber zermartert, was sich an jenem Samstag zugetragen haben kann. Wo es sich genau zugetragen hat? Ob es geplant oder Zufall war? Es gibt einfach keinerlei Anhaltspunkte.
Dabei sollte man doch meinen, auf einem Flughafengelände wäre es, schon aus Sicherheitsgründen einfacher das Bewegungsprofil einer Person nachzuvollziehen.
Ich hoffe jedenfalls, daß da im Hintergrund fleißig weiter ermittelt wird, auch wenn wir nichts darüber hören.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 10:53
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Aktenzeichen XY kommt im vierwöchigen Rhythmus und füllt die Sendezeit zuletzt mit häuslichen Überfällen auf vermögende Rentner (Home Invasions).

Statt der hundertsten geraubten Rolex oder Patek Philippe wäre der Fall Ameis doch auch mal einen Filmbeitrag in der Sendung wert.
Das hätte man zeitnah nach Fund der sterblichen Überreste von Frau Ameis wirklich tun sollen. Warum es nicht passiert ist, werden wir nur raten können. Sicherlich wird das Fehlen jeglicher konkreter Ermittlungsansätze, was genau zu ihrem Verschwinden führte, ein Faktor gewesen sein.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 13:23
Die Räumung des DWD Büros bzw die endgültige Schliessung war zum 1.7.2015. Die finale Übergabe an Fremdpersonl war bereits am 1.5.2015.

https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/luftfahrt/download/jahresberichte_flugwetterdienst/2015.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Auszug aus dem offiziellen Jahresbericht des DWD :
"Übergabe an Fremdpesonal zum 1.5.2015 !!
Übertragung der Aufgabe der Wetterbeobachtung
am Flugplatz Frankfurt-Hahn auf DWD-fremdes
Personal
Zum 01. 05. 2015 wurden der Wetterbeobachtungs
dienst und die METAR/SPECI-Erstellung am Flug
platz Frankfurt-Hahn von DWD-Personal auf das
Personal der TTC (The Tower Company GmbH) im
Tower in Hahn übertragen. Damit hat der DWD an
keinem der Regionalflugplätze mehr eigenes Per
sonal im Wetterbeobachtungs- und Wettermelde
dienst im Einsatz."

Im Kofferraum von BA befanden sich etliche Taschen. Es ist möglich das BA an Karfreitag / Ostersamstag ihren letzten Dienst in Lautzenhausen hatte. BA verschwand am 4.4.2015. Quasi der Schlussakkord mit ihrem Tod ? Eine Tötung im Zusammenhang mit ihrem letzten Aufenthalt ? Laut Google Maps sind es mit dem Auto vom Apartment bis zum Fundort der sterblichen Überreste ganze 5 Minuten. Eine Ablage mit Rückkehr zum Flughafen beispielsweise ist einem Zeitfenster 30-45 Minuten gut möglich. Es ist wohl auch die erste mögliche gute Abfahrt von E42 auf diese alte Umgehungsstrasse an der Landebahn vorbei.

Für mich deutet es weiterhin darauf hin , der Täter hatte ein schmales Zeitfenster.


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05.04.2026 um 14:41
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Quasi der Schlussakkord mit ihrem Tod ? Eine Tötung im Zusammenhang mit ihrem letzten Aufenthalt ? Laut Google Maps sind es mit dem Auto vom Apartment bis zum Fundort der sterblichen Überreste ganze 5 Minuten. Eine Ablage mit Rückkehr zum Flughafen beispielsweise ist einem Zeitfenster 30-45 Minuten gut möglich. Es ist wohl auch die erste mögliche gute Abfahrt von E42 auf diese alte Umgehungsstrasse an der Landebahn vorbei.

Für mich deutet es weiterhin darauf hin , der Täter hatte ein schmales Zeitfenster.
Gut zusammengefasst!

Ich glaube nicht mehr, dass in diesem Fall noch ermittelt wird. Die Polizei hat sicherlich Verdachtsmomente, hatte sogar Verdächtige im Auge, doch die Beweise fehlen.
Die Familie hat genug gelitten. Ich denke, die Akte ist geschlossen.


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05.04.2026 um 15:12
Zitat von antheanthe schrieb:Sicherlich wird das Fehlen jeglicher konkreter Ermittlungsansätze, was genau zu ihrem Verschwinden führte, ein Faktor gewesen sein.
Das glaube ich auch. Wozu eine Sendung, wenn man gar nicht weiß, was man fragen soll und in welche Richtung es ungefähr geht.
Ich denke nach wie vor, es gab in ihrem Leben eine Verbindung zu irgendwas oder irgendwem, von dem niemand was wusste, jedenfalls die Polizei nicht. Und ohne dies zu kennen, ist der Fall eben nicht zu lösen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 15:57
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Für mich deutet es weiterhin darauf hin , der Täter hatte ein schmales Zeitfenster.
Nicht nur das.

Diese Info, dass die Schließung unmittelbar (sozusagen) auf das Verschwinden von Birgit Ameis folgte, war neu für mich.

Das bedeutet dann möglicherweise ja auch dies:

Das war für den Täter an dem Tag die letzte Gelegenheit.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

05.04.2026 um 16:03
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Wozu eine Sendung, wenn man gar nicht weiß, was man fragen soll und in welche Richtung es ungefähr geht.
Nun, Du schreibst ja selbst, dass da vielleicht doch etwas gewesen sein könnte, das den Ermittlern bislang unbekannt geblieben ist:
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ich denke nach wie vor, es gab in ihrem Leben eine Verbindung zu irgendwas oder irgendwem, von dem niemand was wusste, jedenfalls die Polizei nicht.
Ziel einer Fernsehfahndung könnte dann beispielsweise sein, dass sich jemand meldet, der entsprechende Mitteilungen machen kann.


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05.04.2026 um 16:04
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:Diese Info, dass die Schließung unmittelbar (sozusagen) auf das Verschwinden von Birgit Ameis folgte, war neu für mich.

Das bedeutet dann möglicherweise ja auch dies:

Das war für den Täter an dem Tag die letzte Gelegenheit.
Diese HIntergrrundinformation stärkt zumindest den Eindruck.


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05.04.2026 um 19:11
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:Das bedeutet dann möglicherweise ja auch dies:

Das war für den Täter an dem Tag die letzte Gelegenheit.
Das vermute ich auch stark! Vielleicht kommt man an den Täter nicht heran, vielleicht verstorben etc.pp.

Es muss einen Grund haben, warum die Polizei nicht mehr ermittelt. Ich denke, sie wissen etwas, aber aus nur ihnen bekannten Gründen sind weitere Ermittlungen nutzlos bzw. nicht zielführend.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

06.04.2026 um 09:00
Mir lässt das mit dem Handy und der Geldbörse nach wie vor keine Ruhe, das sticht mMn am meisten heraus.
Im Kofferraum ihres Autos [...] lagen dort auch ihr Handy und ihre Geldbörse, darin befanden sich ihre Ausweispapiere und auch Geld. Ihre Handtasche jedoch befand sich nicht im Kofferraum. Das ist insofern interessant, als dass typischerweise Handy und Geldbörse in der Handtasche zu erwarten wären und diese im Auto nicht aufgefunden werden konnte.
in Kombination mit
Das Ungewöhnliche ist, dass sich ihr Handy im Flugmodus befindet. Denn wie sich später per Datenanalyse zeigt, bricht die Verbindung zwischen dem Handy und der Funkzelle im Bereich des Flughafens, in dem sich auch der Fundort befindet, erst am Nachmittag des 4. Aprils ab.
(Quelle: SAT.1Gold Realcrime-Doku)

Es ist doch so: man kann idR nicht genau wissen, in welche Funkzelle ein Handy sich einbucht, ob man sich z.B. in einem Bereich befindet, in dem ggf. mehr als eine Funkzelle zur Auswahl steht. Wenn man nun also der Täter ist, man am Morgen diese Tat begangen hat und einem im Laufe des Tages einfällt, "was ist eigentlich mit dem Handy?" und dieses noch im Appartement liegen würde, macht es aus Tätersicht sehr viel Sinn, das Handy direkt vor Ort in den Flugmodus zu schalten und es dann erst zum Auto zu bringen um es loszuwerden. So ist nicht ersichtlich dass es sich bewegt, sollte es unterwegs eine Funkzelle wechseln. Das Risiko für den Täter mit dieser Bewegung des Handys in Verbindung gebracht zu werden, sollte ihn jemand unterwegs wahrnehmen, ist also geringer. Und es sollte eine normale Abreise simuliert werden, die Tat sollte nicht mit dem Appartement oder dem Flughafenparkplatz in Verbindung gebracht werden.

Eine weitere Überlegung ist, dass ich davon ausgehe dass der Täter ihre Abläufe kannte: Schichtende, Ausruhen, Rückfahrt. Und gerade das Ausruhen ist eine sehr ungewisse Position. Es kann ja auch sein, dass sie sich hinlegt, merkt, das bringt nichts, sie will nach Hause und kann sowieso gerade nicht schlafen, 170 km sind ja auch nicht extrem viel wenn man das gewohnt ist und der Zeitpunkt zu dem sie also das Ausruhen beendet und aufbricht ist für den Täter unberechenbar. Selbst wenn sie die letzten 99 Male immer exakt 4 Stunden geschlafen hat, heißt das noch lange nicht dass das auch diesmal so ist. Wenn dies also die letzte Gelegenheit war (danach Standort zu) dann ist aus meiner Sicht die Wahrscheinlichkeit sehr hoch dass es gleich morgens passiert ist, und zwar auf dem Parkplatz, während Handy und Geldbörse noch im Appartement auf dem Tisch lagen. Anschließend BAs Taschen in ihr Auto gebracht, BA mit ihrer Handtasche ins Auto des Täters gebracht wurde; dann verbringt der Täter BA, kehrt anschließend zum Parkplatz zurück und fährt ihr Auto zum Gemeindeparkplatz ab, zu Fuß kommt man in ca. 10 Minuten wieder zum Flughafen. Im Laufe des Tages überprüft er noch einmal das Appartement ob alles auch nach einer normalen Abreise aussieht und entdeckt Handy und Geldbörse z.B. auf dem Tisch. Er schaltet das Handy in den Flugmodus und bringt beide Gegenstände zum Auto, legt sie dort in den Kofferraum, damit das Auto unauffälliger bleibt(wenn jemand ein Handy und eine Geldbörse direkt auf dem Sitz liegen sieht könnte jemand direkt die Polizei rufen oder es aufbrechen).

Deshalb finde ich logisch dass der Täter aus dem Flughafenumfeld stammt und sich Zugang zum Appartement verschaffen konnte.

Natürlich ist es auch möglich, dass das Handy bereits im Auto war. Aber das halte ich für unlogischer als die erste Variante (es war noch im Appartement bis zum Nachmittag), weil: auch wenn der Parkplatz etwas versteckt lag, trotzdem ist es ein öffentlicher Parkplatz in einem Ort. Und das Risiko, gesehen zu werden nur um den Flugmodus zu aktivieren ist doch relativ hoch. Und den Flugmodus nur deshalb zu aktivieren, damit das Auto nicht eher gefunden wird? Dazu war es nicht gut genug versteckt. Insgesamt finde ich hier die Risikogewichtung nicht logisch genug.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.04.2026 um 18:11
Zitat von TritonusTritonus schrieb am 05.04.2026:Das glaube ich auch. Wozu eine Sendung, wenn man gar nicht weiß, was man fragen soll und in welche Richtung es ungefähr geht.
Dass hier alle paar Seiten ganz empört gefordert wird, den Fall nun doch endlich mal zu Aktenzeichen XY zu bringen scheint mir zu einem großen Teil daran zu liegen, dass die User gerne den Films sehen und Dinge erfahren wollen, die man noch nicht kennt.

Aber das ist keine "Die spannendsten und mysteriösesten Mordfälle" True-Crime-Doku die zur Unterhaltung irgendwelcher Leute dient.

Sondern es geht darum, Fragen zu stellen und nach Möglichkeit Antworten zu bekommen. Und da könnte es sein, dass man eben die Lösung nicht bei irgendwelchen Leuten in Hamburg, München, Berlin erwartet, die vor dem Fernseher vom Sofa aufspringen und rufen: "Mensch, die Frau kenne ich doch, da muss ich gleich mal anrufen...."

Also macht es wenig Sinn, den Zuschauern aus Hamburg, München, Berlin einen Fall vorzustellen, zu dem sie sehr wahrscheinlich sowieso nichts sagen können.
Zitat von TritonusTritonus schrieb am 05.04.2026:Ich denke nach wie vor, es gab in ihrem Leben eine Verbindung zu irgendwas oder irgendwem, von dem niemand was wusste, jedenfalls die Polizei nicht.
Denn wenn das so sein sollte, dann können dazu nur Leute aus dem Umfeld (räumlich wie persönlich) etwas sagen, aber eben nicht irgendein Fernsehzuschauer.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.04.2026 um 18:41
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dass hier alle paar Seiten ganz empört gefordert wird, den Fall nun doch endlich mal zu Aktenzeichen XY zu bringen scheint mir zu einem großen Teil daran zu liegen, dass die User gerne den Films sehen und Dinge erfahren wollen, die man noch nicht kennt.
Da ich mich angesprochen fühle, zumal ich zuletzt den Wunsch nach einer Behandlung in der TV-Sendung geäußert habe, möchte ich ein paar Worte zu diesem speziellen Fall sagen, und warum ich mir eine Behandlung in Aktenzeichen XY wünsche.

Natürlich richtet sich eine Fersehfahndung konkret meist an eine kleine Zielgruppe, mitunter auch nur an den Täter selbst. Bekanntlich wählt das ZDF bzw. die Redaktion von Aktenzeichen die Fälle nicht selbst aus, sondern sie werden idR von den Ermittlungsbehörden an das Team herangetragen, und dann in Zusammenarbeit mit den Redakteuren, Regisseuren, Darstellern, dem Moderator usw. für die Sendung aufgearbeitet.

In dem Fall, den wir hier diskutieren, scheint der Fahndungsdruck, der anfangs doch sehr deutlich war (Polizisten, die auf BMX-Rädern die Wanderrouten abfuhren, oder die von Tür zu Tür gingen), dann noch einmal verstärkt nach dem Fund der sterblichen Überreste durch mehrsprachige Plakate, zuletzt doch etwas abgenommen zu haben.

Die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten, aber im speziellen Fall wurde über familiäre und kollegiale Beziehungen hinaus nichts bekannt. Nichts deutet auf einen Täter aus dem bekannten Umkreis hin, aber auch ein Fremder, oder eine Randfigur aus dem Leben der Birgit Ameis, geriet bislang, jedenfalls nicht offiziell, in den Fokus. Weder im Nahbereich, noch im beruflichen Umfeld ist man fündig geworden, zugleich deuten einige Tatumstände auf das hin, was die Tochter des Opfers im Stern sagte: "Der Täter muss meine Mutter sehr gut gekannt haben".

Die nach wie vor beeindruckende Reichweite der Sendung mobilisiert gerade dadurch, dass sie auch in Hamburg und München, im Sauerland und in Ostfrieslang gesehen wird, eine stille Reserve an Hinweisgebern und erhöht vor allem den Druck auf Täter und Mitwisser. Für einen aus Fahndungssicht kostbaren Moment kommunizieren Mitwisser miteinander, wird der Täter möglicherweise von seinem Umfeld mit der Tat erneut konfrontiert (auch wenn das Umfeld ahnungslos ist) und weckt doch Erinnerungen, Ahnungen, schärft den Sinn für möglichweise verdrängte Zusammenhänge.

Natürlich möchte ich aus so einer Sendung als jemand, der hier seit Jahren mitdiskutiert, auch neue Einzelheiten aus so einem Filmfall erfahren, warum sollte ich es leugnen. Die Behandlung des Falles in Sat 1 Gold hat ja gezeigt, wie begierig jede neue Aussage hier rezipiert wurde - keine Frage.

Letztlich wünsche ich mir aber nichts mehr, als dass der Fall endlich aufgeklärt wird. Aktenzeichen XY, oder meinetwegen konkurrierende Formate anderer Sender, könnten da mNn schon hilfreich sein. Zumindest wünsche ich mir das.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.04.2026 um 19:01
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Die nach wie vor beeindruckende Reichweite der Sendung mobilisiert gerade dadurch, dass sie auch in Hamburg und München, im Sauerland und in Ostfrieslang gesehen wird, eine stille Reserve an Hinweisgebern und erhöht vor allem den Druck auf Täter und Mitwisser.
Wie soll ein Täter durch das Fernsehen im Sauerland, in München oder Berlin unter Druck gesetzt werden, wenn er weder im Sauerland, noch in München oder Berlin lebt und dort auch keine Verwandten hat?

Und wenn auch niemand aus dem Sauerland, aus München, Berlin oder Stakeln an der Kruke irgendwas gesehen haben kann, weil eben keiner aus diesen Orten neben BA gestanden hat, als der böse Mann sie angegriffen hat? Dann kann der, logischerweise, auch nicht anrufen weil er die Sendung gesehen hat.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten, aber im speziellen Fall wurde über familiäre und kollegiale Beziehungen hinaus nichts bekannt.
Nun, vielleicht aus einem ganz einfachen Grund: Es gab keine? Kein Freund irgendwo aus einer 500 km entfernten Großstadt, der durch Aktenzechen XY nun plötzlich erfährt, dass BA umgebracht wurde und dann natürlich den entscheidenden Hinweis geben kann? Sondern eben eine Frau, deren Lebe sich beruflich wie privat in einem begrenzten Rahmen abspielte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:In dem Fall, den wir hier diskutieren, scheint der Fahndungsdruck, der anfangs doch sehr deutlich war (Polizisten, die auf BMX-Rädern die Wanderrouten abfuhren, oder die von Tür zu Tür gingen), dann noch einmal verstärkt nach dem Fund der sterblichen Überreste durch mehrsprachige Plakate, zuletzt doch etwas abgenommen zu haben.
Ja, und genau das zeigt uns doch eines: Das sind alles Aktionen, die sich an das räumliche Umfeld richten. Und daraus könnte man nun schließen, dass die Lösung eben dort gesucht wird, und nicht irgendwo am anderen Ende von D.

Und dann bringt es eben auch nichts, wenn man Filmaufnahmen zeigt, wie BA durch die Flure des Flughafens läuft, eine Packung Joghurt aus ihrer roten Plastikkiste nimmt oder in ihrem Aparmtment Socken strickt.

Weil dann niemand in Hamburg, München, Berlin aufspringen wird und ruft: "Oh, ich weiß es, der Max Mustermann, der hat sie umgebracht!"


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