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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.514 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

19.04.2026 um 22:09
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich weiß nicht recht. Wenn man da jetzt Küchenpsychologie betreiben wollte, könnte dann nicht gerade eine unscheinbare, etwas "muttchenhafte" Erscheinung einen speziellen Typ angezogen haben?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zudem ist die Beschreibung von Birgit A. zwar die einer liebevollen und fürsorgenden Familienmutter, aber das heißt ja nicht, dass sie ihn Hahn auch so agiert hat. Ihre Abstinenz von Geselligkeit, das scheinbar asketische Leben, das hässliche Appartement, geteilt mit dem Bruder, das deutet doch darauf hin, dass sich jemand seine mütterlichen Eigenschaften für zu Hause aufgespart hat.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Es ist schlicht mein persönlicher Eindruck, aber Birgit A. eignet sich eben überhaupt nicht als Objekt für das Anschmachten durch einen (meist alleinstehenden, gehemmten, defizitären, sexuell unerfahrenen oder frustrierten) Mann. Ganz anders, wenn ich z.B. an Frauke Liebs oder vergleichbare Personen denke. Es scheint mir aber auch jede Gelegenheit dafür zu fehlen. Der Job war einsam, Birgit ging nicht am Abend auf ein Bier, suchte weder Flirts noch Menschen, denen sie helfen konnte.
Mal ein anderer Gedanke, was, wenn das den Mann genau getriggert hat? Ich spinne mal etwas herum: Da ist jemand, der am Flughafen arbeitet, arbeitete oder irgendeinen Bezug hat (meinetwegen die Brötchen anliefert). Single wieder Willen. Ostern steht an, nach Weihnachten der Supergau für Menschen, die alleine sind, aber gerne eine Beziehung hätten. Vier lange Tage. Karfreitag ist schon rum, Wetter schlecht, kalt, Regen, der Tag zog sich wie Kaugummi. Man konnte sich nicht ablenken (Läden zu, etc.). Am Flughafen sah man seit Donnerstag nur glückliche aufgeregte Leute, die irgendwo hin fliegen und es ist, wie wenn man das Leben durch eine Scheibe sieht und an dem Teil nicht teilnehmen kann, da es keine Menschen gibt, die in nähere Beziehung mit einem treten wollen.

Nun gibt es diese Frau, die sehr mütterlich und häuslich wirkt und die immer pünktlich wieder in ihr Leben fährt. Je nachdem, wie nah er dran ist, weiß er auch einiges über sie: Sie ist verheiratet, wird Großmutter, hat am nächsten Tag Familie zu Besuch, also alles das, was er sich wünscht, aber nicht hat.
Sie bringt vorgekochtes Essen mit, also der Inbegriff häuslicher Gemütlichkeit. Der gesamte Frust, inklusive der Oster-Allein-Frust (und vielleicht gibt das auch neue Möglichkeiten, Nachbarn, etc. im Urlaub) hat sich aufgestaut und man lässt es, stellvertretend an ihr aus, um wenigstens sicher zu sein: Am morgigen Ostersonntag ist eine Familie noch schlimmer dran als er, da sie bangen, was mit ihrer Mutter passiert ist.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

19.04.2026 um 22:50
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Nun gibt es diese Frau, die sehr mütterlich und häuslich wirkt und die immer pünktlich wieder in ihr Leben fährt. Je nachdem, wie nah er dran ist, weiß er auch einiges über sie: Sie ist verheiratet, wird Großmutter, hat am nächsten Tag Familie zu Besuch, also alles das, was er sich wünscht, aber nicht hat.
Sie bringt vorgekochtes Essen mit, also der Inbegriff häuslicher Gemütlichkeit. Der gesamte Frust, inklusive der Oster-Allein-Frust (und vielleicht gibt das auch neue Möglichkeiten, Nachbarn, etc. im Urlaub) hat sich aufgestaut und man lässt es, stellvertretend an ihr aus, um wenigstens sicher zu sein: Am morgigen Ostersonntag ist eine Familie noch schlimmer dran als er, da sie bangen, was mit ihrer Mutter passiert ist.
So ungefähr würde ich mir das auch vorstellen, nur mit der Komponente, dass er sich schon vorher in gewisser Weise an sie "herangemacht" hat, um sozusagen an ihrem Leben teilzuhaben.

Also, um es mal auf die Spitze zu treiben: Dass er sich z. B. erhofft hat, sie würde ihn einladen, doch über Ostern mit nach Lohmar zu fahren und dort die Feiertage mit ihr und der Familie zu verbringen.

Natürlich ist das vollkommener Quatsch, warum sollte sie einen mehr oder weniger fremden Mann mitnehmen und was würde die Familie dazu sagen - aber es geht ja um die verqueren Gedanken eines Täters in diesem Szenario.

Und wenn dann, immer vorausgesetzt er denkt so verquer, die erhoffte Einladung nicht kam, könnte er deutlicher geworden sein, im Sinne von: "Ka ich nicht an Ostern mit zu Euch kommen?" - und BA hat dann, weil dieser Gedanke so völlig absurd war, irgendetwas gesagt, dass der Täter dann als extrem kränkend empfunden hat. Und entäuscht war, weil diese liebe Mutti (wie gesagt: ist nicht abwertend gemeint!) ihn dann so lieblos zurückgewiesen hat.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

19.04.2026 um 23:31
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:So ungefähr würde ich mir das auch vorstellen, nur mit der Komponente, dass er sich schon vorher in gewisser Weise an sie "herangemacht" hat, um sozusagen an ihrem Leben teilzuhaben.
Das glaube ich gar nicht, da war vermutlich sehr viel angestauter Frust, v.a. nach dem Feiertag, den er wieder alleine verbracht hat. Eventuell hat sie davor gar nicht bemerkt.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

20.04.2026 um 12:01
Ein „anhänglicher Nerd“ müsste aber doch irgendwann auch mal Thema in Gesprächen von B. A. mit ihrem Umfeld gewesen sein. Gerade der Bruder, der die gleiche Arbeitsstelle hatte und deswegen auch alle Kollegen kannte, wüsste sich bestimmt davon…

Wäre komisch wenn ein auffälliger Mensch in ihrem Umfeld gewesen wäre und das hätte sie aber nie erwähnt und es hat auch niemand etwas mitbekommen….


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

20.04.2026 um 13:49
Zwei- bis dreimal die Woche übernachtete sie am Flughafen. Dort stand ein Apartmenthaus, den Mitarbeitern zu Verfügung. Zwischen den Tag- und Nachtschichten zu pendeln wäre zu anstrengend gewesen, um noch nach Hause zu fahren.
Quelle: https://germanmissing.blogspot.com/2021/04/lautzenhausen-totungadelikt-z-n-von.html

Was ich mir sehr schwer vorstellen kann ist - dass sie sich nie mal außerhalb vom Flughafen und Appartement bewegt haben soll. Sie war doch mobil , hatte das Auto vor Ort - da fährt man doch auch mal etwas durch die "Gegend" - geht spazieren, trifft andere Leute. Nur das Gebäude am Flughafen und nur tanken und nur ab und zu zum Discounter - hm. Sie hat sich dann offenbar ihre Entspannung nur zu Hause geholt.
Aber auch wenn ich mir mein Essen von zu Hause mitbringe - ich muss doch dann auch mal raus. Es war ja nicht immer schlechtes Wetter.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Wäre komisch wenn ein auffälliger Mensch in ihrem Umfeld gewesen wäre und das hätte sie aber nie erwähnt und es hat auch niemand etwas mitbekommen…
Ich kenne einen Fall , da war der Stalker ein direkter Arbeitskollege. Er war in die Kollegin verliebt und erschien oft unerwartet , z.B. an ihrem Auto,
und warum sollte man Begegnungen mit einem Arbeitskollegen - die erst mal harmlos waren - direkt jemandem erzählen ?
nicht relevant - war ja nur ein Kollege.

Auf alle Fälle dürfte sich der Mörder ( oder auch die Mörderin) - dort vor Ort sehr gut ausgekannt haben. Dafür spricht der Abstellplatz des Autos und auf der Fundort der Leiche.

Eine Leiche zu entsorgen - das macht man nur da wo man sich auskennt. Eine spontane Ablage der Leiche an diesem Ort - halte ich eher für ausgeschlossen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

20.04.2026 um 14:48
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Was ich mir sehr schwer vorstellen kann ist - dass sie sich nie mal außerhalb vom Flughafen und Appartement bewegt haben soll. Sie war doch mobil , hatte das Auto vor Ort - da fährt man doch auch mal etwas durch die "Gegend" - geht spazieren, trifft andere Leute.
Sie ist doch dort in ihrer Freizeit auch spazieren gegangen, oder ist gewandert .
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Eine Leiche zu entsorgen - das macht man nur da wo man sich auskennt. Eine spontane Ablage der Leiche an diesem Ort - halte ich eher für ausgeschlossen
Das würde ich so nicht sagen, aber in diesem Fall denke ich auch das der Täter Ortskenntnisse hatte ,zumal das auch eine gesperrte Straße war.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

20.04.2026 um 16:23
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Sie ist doch dort in ihrer Freizeit auch spazieren gegangen, oder ist gewandert .
ich dachte diese Info bezog sich immer auf die Gegend um ihr Zuhause nicht auf ihren Arbeitsplatz und Umgebung.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

20.04.2026 um 17:00
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:ich dachte diese Info bezog sich immer auf die Gegend um ihr Zuhause nicht auf ihren Arbeitsplatz und Umgebung
Immerhin hatte sie ja die Wanderstöcke mit im Auto. Also die Möglichkeit für Walking hätte bestanden.


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20.04.2026 um 18:35
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:ich dachte diese Info bezog sich immer auf die Gegend um ihr Zuhause nicht auf ihren Arbeitsplatz und Umgebung.
Doch, sie war auch in der Umgebung des Hahn wandern. Es ist sogar eine bestimmte Route bekannt, die sie ging, Sohren, Büchenbeuren usw. Deshalb suchte man ja auch nach Wanderbekanntschaften, aber da fand man auch nichts.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:aber in diesem Fall denke ich auch das der Täter Ortskenntnisse hatte
Unbedingt. Grade der Leichenfundplatz macht so gar nicht den Eindruck einer Zufallstat mit anschließender schneller Ablage.


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20.04.2026 um 22:04
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Ich kenne einen Fall , da war der Stalker ein direkter Arbeitskollege. Er war in die Kollegin verliebt und erschien oft unerwartet , z.B. an ihrem Auto,
und warum sollte man Begegnungen mit einem Arbeitskollegen - die erst mal harmlos waren - direkt jemandem erzählen ?
nicht relevant - war ja nur ein Kollege.
Wenn man nicht komplett umnachtet ist merkt man ganz schnell ob einem jemand ab und zu zufällig über den Weg läuft, ein bisschen belanglosen Smalltalk hält und das war’s - oder ob jemand immer wieder Kontakt sucht und überdurchschnittliches, „unerklärliches“ Interesse zeigt.

Dass ein Stalker dauerhaft nur stiller Beobachter ist, nichts tut und nicht mal auffällt, erscheint mir sehr unwahrscheinlich.

Und wenn es so wäre, wäre der plötzliche, extreme Kontrollverlust bei einen Menschen, der sich bis dahin absolut im Griff hatte, völlig gegensätzlich.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Eine Leiche zu entsorgen - das macht man nur da wo man sich auskennt. Eine spontane Ablage der Leiche an diesem Ort - halte ich eher für ausgeschlossen
Du nimmst an, dass der Täter den Ablageort der Leiche bewusst ausgewählt hat weil er aus Tätersicht sehr gut geeignet ist. Das setzt dann in der Tat Ortskenntnis voraus.

Es fällt aber auf, dass der Ablageort sehr nah an den Bezugsorten von B. A. - Flughafen, Appartement, Parkplatz ihres Autos - liegt.
Der Täter musste also damit rechnen, dass man B. A. und viele Spuren bei der Suche schnell finden würde. Es war nur großes Glück für ihn, dass das nicht der Fall war. Perfekt war der Ort somit aus damaliger Täterperspektive eigentlich nicht.

Insofern kann der Ort auch unter dem Aspekt einer schnellstmöglichen Entledigung der Leiche gewählt worden sein: der Täter hat keinen perfekten Ort gesucht, sondern wollte die Leiche schnell los werden. Er fährt im Flughafenbereich los und entdeckt schon kurz danach die gesperrte Straße. Durchgangsverkehr wird es dort nicht geben, das Risiko von Zeugen ist dort also geringer. Also biegt er kurzerhand in den Weg ein und versteckt B. A. dort.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

21.04.2026 um 07:17
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dass ein Stalker dauerhaft nur stiller Beobachter ist, nichts tut und nicht mal auffällt, erscheint mir sehr unwahrscheinlich.
Hier sprach @musikengel davon, dass der Stalker nicht in seiner Rolle als Stalker auffiel, da er sich nur im Rahmen kollegialer Begegnungen seinem Opfer zu nähern schien.

Wie der Stalker die Begegnungen sah, und die Reaktionen seines Opfers wertete, steht auf
einem völlig anderen Blatt.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Und wenn es so wäre, wäre der plötzliche, extreme Kontrollverlust bei einen Menschen, der sich bis dahin absolut im Griff hatte, völlig gegensätzlich.
Nun, hier sei nochmals auf den Mord an der 23jährigen Stewardess in Hannover verwiesen.

Sicher, in dem Fall bestand, abweichend von unserem Fall, eine bekannte Vorverbindung - dennoch konnte der Täter bei seinen Nachstellungen und anonymen Beleidigungen unerkannt bleiben, bis er der Frau in ihrer Wohnung auflauerte und sie ermordete:
Nach den Urteilsfeststellungen hatte sich der Angeklagte in die elf Jahre jüngere Geschädigte verliebt. Die Zurückweisung durch sie empfand er als Kränkung und begann heimlich, sie selbst und ihr soziales Umfeld intensiv zu überwachen, u. a. durch Verwendung von GPS-Trackern. Ferner verbreitete er anonym über soziale Medien die junge Frau beleidigende Inhalte und stellte ihr unerkannt in anderer Weise erheblich nach. Die Abwesenheit der Geschädigten und ihrer Mitbewohnerin ausnutzend, drang er im Januar 2020 nachts in ihre Wohnung ein und hielt sich dort für mehrere Stunden verborgen. Er tötete die am Folgetag zurückgekehrte Geschädigte, die sich allein in der Wohnung wähnte, im Verlauf eines überraschenden Angriffs im Bad durch zwei wuchtige Messerstiche in den Hals, um sie für seine Ablehnung zu bestrafen.
Quelle: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021188.html

Wenn ein Opfer von Nachstellungen durch eine Person nichts ahnt, kann sie ihrem Umfeld auch nicht darüber berichten.

Schafft es ein Stalker, die Vorbeziehung zum Opfer für Außenstehende unbekannt zu halten (und sich evtl. dessen zu versichern), hat ihn als Täter niemand auf dem Schirm.

Wir haben ja im Fall Ameis den Sonderfall, dass die Arbeitsstätte der Frau A. weit von ihrem Wohnort entfernt war, und wir nicht wissen, ob kleine Begegnungen und Erlebnisse im Alltag es bis zu den familiären Begegnungen am Wochenende schafften, gleichsam frisch und "erzählenswert" zu bleiben.

Das mag bei Eheleuten anders sein, die täglich "Tisch und Bett teilen". Da mag man sich auch einmal scheinbar Belangloses aus dem Alltag erzählen, das zumindest im Nachklang Argwohn erregt.

Um einen weiteren Bezug zum genannten Fall aus Hannover herzustellen: Die "Wohnung" der Frau A. am Hahn war eine mehreren Personen zugängliche Schlafstätte, die allein dadurch wenig Schutz bot. Man mag nichts gefunden haben, aber auch dort konnte jemand, wie im Fall der Flugbegleiterin, unter dem Bett gelauert haben.

Auszuschließen ist es kaum.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

21.04.2026 um 08:34
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Er fährt im Flughafenbereich los und entdeckt schon kurz danach die gesperrte Straße.
Auf diese gesperrte Straße kommt man nicht einfach so. Auf der einen Seite, die nah an der sehr befahrenen Hunsrückhöhenstraße liegt, gibt es eine Schranke. Den Zugang von der anderen Seite bekommt man nur über Schleichwege, die zwar nicht kompliziert sind, die man aber kennen muss. Ich kenne die Gegend und bin sicher, dass der Täter das Umfeld einigermaßen kannte. Er muss da ja nicht gewohnt haben. Angenommen er hatte nicht viel Zeit, ist der Ablegeort sehr geschickt gewählt. Die Leiche lag in einer Fichtenschonung. Diese sind sehr dicht und niemand geht da rein.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

21.04.2026 um 10:16
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Hier sprach @musikengel davon, dass der Stalker nicht in seiner Rolle als Stalker auffiel, da er sich nur im Rahmen kollegialer Begegnungen seinem Opfer zu nähern schien.

Wie der Stalker die Begegnungen sah, und die Reaktionen seines Opfers wertete, steht auf
einem völlig anderen Blatt.
kurz Off-Topic. In dem von mir als Beispiel genannten Fall, war das für die Frau einfach ein netter und lustiger Arbeitskollege, der noch dazu einige Jahre älter war als sie selbst und verheiratet. Somit hatte sie nie den Eindruck dass er evtl. "verliebt" in sein könnte. Misstrauisch wurde sie dann nur als es Vorfälle an ihrem Arbeitsplatz gegeben hatte (Riss in ihrer Jacke usw.) . Als er merkte, dass sie nicht mehr Single war, beschädigte er auch nachts ihren privaten Pkw und den des Partners. Beide wohnten noch getrennt. Die Adresse hatte er offenbar aus der Personalakte. Als direkter Kollege hatte er darauf Zugriff. Dieser also so harmlose nette Kollege war dann hochgefährlich. Beim Auto des Partners der Frau wurde sogar die Bremsleitung zerstört. Anzeige bei der POL wegen der beschädigten Fzg. wurden gemacht - gebracht hat es nichts.
Sie wechselte dann die Arbeitsstelle, parkte tagsüber ihr Auto ganz woanders, zog um und lies sich nicht mehr ins Telefonbuch eintragen. Beweisen konnte man ihm das nie.

Mich hatte dieser Fall sehr bewegt.


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21.04.2026 um 10:26
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Auf diese gesperrte Straße kommt man nicht einfach so. Auf der einen Seite, die nah an der sehr befahrenen Hunsrückhöhenstraße liegt, gibt es eine Schranke. Den Zugang von der anderen Seite bekommt man nur über Schleichwege, die zwar nicht kompliziert sind, die man aber kennen muss. Ich kenne die Gegend und bin sicher, dass der Täter das Umfeld einigermaßen kannte. Er muss da ja nicht gewohnt haben. Angenommen er hatte nicht viel Zeit, ist der Ablegeort sehr geschickt gewählt. Die Leiche lag in einer Fichtenschonung. Diese sind sehr dicht und niemand geht da rein.
was für mich immer noch ein Rätsel ist, ist diese Frage der POL nach evtl. gespannten Netzen um Vögel zu fangen o.ä. so etwas habe ich noch nicht gehört oder gesehen. So was kennt man doch eher nur vom Ausland.
Es muss ja einen Grund geben warum die Kripo danach fragt.
Wer hat dort Drahtgebinde / Netze, vielleicht für das Einfangen von Vögeln, befestigt?
Quelle: https://www.polizei.rlp.de/fahndung/detailansicht/default-a9cfcf981623d1c9aa28306451473740


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21.04.2026 um 10:43
@musikengel :
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:was für mich immer noch ein Rätsel ist, ist diese Frage der POL nach evtl. gespannten Netzen um Vögel zu fangen o.ä. so etwas habe ich noch nicht gehört oder gesehen. So was kennt man doch eher nur vom Ausland.
Es muss ja einen Grund geben warum die Kripo danach fragt.
Russlanddeutsche. Die haben dieses Hobby aus der alten Heimat mitgebracht und zeigen sich hartnäckig uneinsichtig dem Umstand gegenüber, dass das hierzulande verboten ist.

MfG

Dew


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21.04.2026 um 13:07
Kann man die Schranke umfahren? (Außer auf den Schleichwegen) Wer hat den Schlüssel zu der Schranke damals gehabt? Gibt es dafür Universalschlüssel?

Zum Thema Kollegen und Stalking. Auch ich hatte mal so einen (zum Glück harmlosen) Fall, ein Kollege mit dem ich mich über Monate gut (rein kollegial) verstand und mir nichts weiter dabei dachte. Bis wie aus dem Nichts eine private Mail kam, wo er mir Dinge gestand die ich hier nicht wiedergeben werde, aber die Nachricht war für mich erschreckend. Ich habe die Firma kurz darauf verlassen.


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21.04.2026 um 16:20
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:Kann man die Schranke umfahren? (Außer auf den Schleichwegen) Wer hat den Schlüssel zu der Schranke damals gehabt? Gibt es dafür Universalschlüssel?

Zum Thema Kollegen und Stalking. Auch ich hatte mal so einen (zum Glück harmlosen) Fall, ein Kollege mit dem ich mich über Monate gut (rein kollegial) verstand und mir nichts weiter dabei dachte. Bis wie aus dem Nichts eine private Mail kam, wo er mir Dinge gestand die ich hier nicht wiedergeben werde, aber die Nachricht war für mich erschreckend. Ich habe die Firma kurz darauf verlassen.
Also zu den Schranken die Zufahrtswege oder Waldwege absichern hatte ich mal ein Gespräch mit Bediensteten der Gemeinde.
Es gibt Universalschlüssel - die haben dann nur berechtige Personen - Bsp. Rettungsdienst, Feuerwehr, Gemeindebedienstete.

So kann in einem Notfall sofort die Schranke für den Rettungsdienst geöffnet werden.


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21.04.2026 um 18:50
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Es muss ja einen Grund geben warum die Kripo danach fragt.
Der Grund wird wohl der sein, dass man dort solche "Netze" oder "Drahtgebinde" gefunden hat, bei denen es sich um Vogelfallen gehandelt haben könnte. Und dass die Person, die sie angebracht hat, dort möglicherweise etwas beobachtet hat, das mit der Leichenablage zu tun hat.

Dass man den Vogelfänger für den Täter hält, glaube ich eher weniger. Auch wenn dies in den Tiefen dieser Diskussion schon mal vermutet wurde.


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21.04.2026 um 19:02
Wie weit ist der Auffindeort denn von der Schranke entfernt? Könnte man auch für einen überschaubaren, nicht zu langen Zeitraum mit einem Fahrzeug vor der Schranke stehen bleiben und in der Zwischenzeit eine Leiche an den Auffindeort bringen?

Theoretisch wäre auch möglich, dass der Leichnam nicht direkt zum späteren Fundort gebracht wurde.

Dann hätte der Täter Zeit gehabt einen guten Ort zu suchen und die sterblichen Überreste später ohne Zeitdruck an den finalen Ablageort zu bringen.

Was mich an dieser Idee aber stört: spätestens nachdem das Verschwinden von B. A. publik wurde haben die Leute in der Gegend vermutlich die Augen aufgehalten und das Risiko für den Täter ist massiv gestiegen. Er konnte sich dann sicher nicht mehr ohne großes Risiko in der Gegend bewegen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

21.04.2026 um 19:32
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dann hätte der Täter Zeit gehabt einen guten Ort zu suchen und die sterblichen Überreste später ohne Zeitdruck an den finalen Ablageort zu bringen.

Was mich an dieser Idee aber stört: spätestens nachdem das Verschwinden von B. A. publik wurde haben die Leute in der Gegend vermutlich die Augen aufgehalten und das Risiko für den Täter ist massiv gestiegen. Er konnte sich dann sicher nicht mehr ohne großes Risiko in der Gegend bewegen.
Ich würde auch denken, dass der Täter dann sehr gefährdet gewesen wäre bei der Leichenablage aufzufallen.

Und wenn er genug Zeit gehabt hätte, dann hätte er unter diesen Umständen die Leiche dann wohl doch eher anderswo abgelegt.


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