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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

23.050 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.04.2026 um 12:26
Zitat von HeribertHeribert schrieb:11 Jahre später. Was erwartet man zu finden…..
Warum sollte man sich da im Vorfeld festlegen? Wir kennen es ja aus anderen Fällen, dass Ermittler beispielsweise einen Tatort im Wald nach vielen Jahren mit heutigen Methoden durchsucht haben, und dabei eine Fülle von Gegenständen aufgefunden haben.

In manchen Fällen sucht die Polizei nach etwas Bestimmtem - einer Tatwaffe beispielsweise, oder nach menschlichen Überresten. In anderen Fällen wird, wenn man einen Anhaltspunkt hat, dass ein bestimmtes Areal mit einer Tat in Zusammenhang stehen könnte, großflächig Boden ausgehoben und durchsiebt. In wieder anderen Fällen sucht man ein Gebiet nach Gegenständen aus Metall ab.

Würde man in fußläufiger Nähe des Wilhelmshofes einen Gegenstand finden, der dort erstens nicht hingehört, und den man zweitens einem Bewohner, Mitarbeiter oder Besucher des Hofes zuordnen könnte, könnte das schon ein Gamechanger sein.

Fiktives Beispiel: Man fände z.B. einen Beutel mit Spielzeug, meinetwegen Legosteine oder eine Puppe. Man könnte durch Befragung damaliger Kinder herausbekommen, wo diese Dinge dort auf einmal plötzlich fehlten.

Vielleicht geht jetzt meine Phantasie mit mir durch, aber ich denke, dass Kriminalisten bestimmte Funde "lesen" können. Sie können erkennen, ob ihnen möglicherweise eine fallrelevante Bedeutung innewohnt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.04.2026 um 16:30
Zitat von HeribertHeribert schrieb:11 Jahre später. Was erwartet man zu finden…..
Ich könnte mir vorstellen, dass man sonst keine uns bekannten Verdächtigen hat oder neue Spuren immer noch ein verirren im Wald oder Unfall nicht ausgeschlossen wurde, deswegen die Suche.
Obwohl schon so oft dort gesucht wurde, könnte sein, dass die Polizei an einer anderen Stelle oder erweiterten Radius diesmal gesucht hat.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.04.2026 um 20:35
Ich würde alle Beteiligten an diesem Tag noch mal zusammenbringen auf dem Wilhelmshof. Und dann sollen sie mal sich austauschen und reden. Einfach reden. Ihre Eindrücke. Ihre Erkenntnisse. Review.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

30.04.2026 um 21:38
Es gibt eine neue Suche

BKA und Polizei starten neue Fahndung nach Inga

https://m.bild.de/regional/sachsen-anhalt/seit-11-jahren-vermisst-bka-und-polizei-starten-neue-fahndung-nach-inga-69f30689622ae392e46e3a74


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

30.04.2026 um 22:58
@Sommerwiese Danke für den Link!

Offenbar hat man alle Personen, die bekanntermaßen mit dem Fall in Verbindung stehen könnten, umgänglich erfasst:
Die Datenmenge ist enorm: Rund 70.000 Personendaten wurden erfasst – von Helfern, Feuerwehrkräften, Jägern sowie Besuchern und Mitarbeitern des Wilhelmshofs.
Quelle: https://m.bild.de/regional/sachsen-anhalt/seit-11-jahren-vermisst-bka-und-polizei-starten-neue-fahndung-nach-inga-69f30689622ae392e46e3a74

Siebzigtausend Personendaten. Das ist eine beeindruckende Zahl. Man kann nur hoffen, dass es technisch (und vor allem: rechtlich) möglich ist, die Daten so aufzubereiten und in Bezüge zu anderen Fakten zu setzen, dass sich daraus neue Ansätze ergeben.

Nur: Was will, was darf der Staat überhaupt über seine Bürger wissen und in DV-Anlagen dauerhaft speichern? Welche Abgleiche sind überhaupt zulässig? Und möglich?

Einwohnermeldeamt, Verkehrszentralregister, Strafregister, Steuerbehörde, Telefonbuch?
Zulassungsstelle, Universität, Schulbehörde? Forstamt?

Daten können ja nur nützlich sein in Verbindung mit den Operationen, die man über sie ausführt.

Vielleicht kommt ja sogar KI zum Einsatz, um Muster oder Auffälligkeiten aufzudecken. Ich bin gespannt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

01.05.2026 um 17:46
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vielleicht kommt ja sogar KI zum Einsatz, um Muster oder Auffälligkeiten aufzudecken. Ich bin gespannt.
Ich auch. Man wird sehen, was KI wirklich kann. Die Auswertung ist natürlich immer nur so gut wie die eingegebenen Daten. So eine Riesenmenge, wo die überhaupt herkommt? Natürlich, Strafregister und Wohnort wäre interessant. Obwohl ich nicht glaube, dass es ein Unbekannter von außerhalb war.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

01.05.2026 um 21:14
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Obwohl ich nicht glaube, dass es ein Unbekannter von außerhalb war.
Das sehe ich ähnlich, wobei man letztlich natürlich nicht sicher sein kann. Aber ich vermute, dass eine mögliche räumliche oder sonstige Vorbeziehung zwischen Täter und seinem späteren Opfer als Ergebnis der Auswertung aufploppen könnte.

Gehen wir einmal von räumlichen Bezügen eines der erfassten Menschen aus, die sich z.B. aus einer Auswertung der Steuerdaten ergeben könnte, denen zufolge jemand (fiktives Beispiel) bei einer Baufirma arbeitet, die ein großes Projekt in Schönebeck/Elbe (= Wohnort von Ingas Famile) am Laufen hatte.

Geht man ferner davon aus, dass kindliche Opfer zum Teil Zufallsopfer sind, zum Teil aber aufgrund bestimmter Präferenzen (Erscheinungsbild) ausgewählt werden, würde eine Begegnung zwischen demjenigen und Inga am Wohnort des Kindes in den Bereich des Möglichen rücken.

Ich will das gar nicht weiter vertiefen, aber wenn man wirklich alle räumlichen Bezüge aller erfassten Personen auf Verbindungen zu den relevanten Orten hin abklopft, könnte durchaus jemand in den Fokus geraten, auf den man unter anderen Umständen niemals gekommen wäre.

Die Geschehnisse und Wahrnehmungen am Wilhelmshof lassen zumindest den Schluss zu, dass Inga auf jemanden getroffen sein könnte, den sie bereits zuvor am Wilhelmshof und/oder anderswo getroffen hat.

Und neben beruflichen Gründen, sich an beiden Orten (Wilhelmshof und Wohnort des Kindes) zugleich aufgehalten zu haben, gibt es ja auch noch Fußballspiele, Konzerte usw. - man muss sich alles anschauen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.05.2026 um 20:48
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vielleicht kommt ja sogar KI zum Einsatz, um Muster oder Auffälligkeiten aufzudecken. Ich bin gespannt.
Insgesamt kommt mir das Thema bekannt vor.
Wir hatten Ähnliches bereits vor 2 oder 3 Jahren hier mal etwas aufgegriffen. Das Fallbearbeitungsprogramm "RS Case".
Zur Erinnerung:
Vier Frauen und vier Männer haben sich als „Prüfgruppe Cold Case Wald“ seit Sommer in die Fall-Akten mit ihren mehr als 2200 Spuren auf 40 000 Seiten eingearbeitet. Steffen Tzschoppe, Anwalt eines Bruders von Inga: „Ich war beeindruckt, wie professionell das vorbereitet war. Man kann hier von einem jungen engagierten Team sprechen.“ Um eine Dimension der bevorstehenden Arbeit zu erhalten:

Schon jetzt hätten sich die Ermittler mehr als 3000 kleine und große Arbeitsaufträge notiert, die später von ihnen noch abgearbeitet werden sollen.
Zudem setzt die neue Gruppe auf Digitalisierung und nutzt dabei das Fallbearbeitungssystem „RS Case ST“. Dieses Programm verknüpft eingespeiste
Informationen miteinander und kann so auch Zusammenhänge herstellen.
Erfahrene Ermittler erklären der Volksstimme: „Man kann ganz anders den Fall auswerten, Beziehungen als Spinnennetz grafisch darstellen und zum Beispiel auch Geodaten einfließen lassen.“ Voraussetzung ist eine vollständige neue
Digitalisierung. Und dies erfolge gerade. Selbst Texte von Videoaufnahmen sollen einfließen.

Die Größenordnung:
Allein über Sichtungen, Tankstellenvideos, Blitzerauswertungen und Funkzellendaten vom Tattag sollen 1700 Autos und 21 000 Menschen für die Auswertung infrage kommen.
Quelle: https://www.inga-suche.de/2023/08/18/kommt-bewegung-in-den-fall-inga/

Nur, dass wir es mittlerweile offenbar mit 70.000 personenbezogenen Daten zu tun haben.
.....

Was ich noch kurz erwähnen möchte.
Heute vor 11 Jahren verschwand Inga Gehricke, am 2. Mai 2015, ebenfalls ein Samstag.

Tragisch, dass es nach 11 Jahren immer noch keine stichhaltigen Erkenntnisse zu Ingas Verbleib zu geben scheint..


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.05.2026 um 21:07
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:So eine Riesenmenge, wo die überhaupt herkommt? Natürlich, Strafregister und Wohnort wäre interessant. Obwohl ich nicht glaube, dass es ein Unbekannter von außerhalb war.
Letztendlich muss man sagen. Das weiß keiner. Ob es der Unbekannte von außerhalb war. Ob es der Insider von innen war.

Beide Varianten haben ihre Schwächen. Ich denke. Keiner von deinen Freunden, mit denen du dich triffst und feiern gehst, entführt ein Kind von dir.

Und „vom Hof“ - die allermeisten sind nicht in der Lage so ein Verbrechen durchzuführen und praktisch ohne eine einzige hiebfeste Spur.

Der große Unbekannte der in die Pampa kommt, mitten in tiefstem Wald und dort während dem ganzen Menschengewusel die kleine Inga angreift. Puh. Tue mir auch damit schwer.

Dann eher ein Besucher dieses Tages; einer der regelmäßig dieses Gelände aufsucht und Ortskenntnisse hat. Ein fremder kennt die Gegebenheiten und Örtlichkeiten nicht um sich zurecht zufinden. Also würde sich ein Entführer auf fremdes Terrain trauen und dort was anstellen, ist doch auffällig.

Besser stelle ich mir jemanden vor, der regelmäßig sich dort aufhält und die Gelegenheit gesehen und plötzlich gehandelt hat. Ich denke das Zeitfenster war klein….

Was ich mittlerweile für ausgeschlossen halte, das sie bzw ihre Leiche sich auf dem Gelände dort befindet


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.05.2026 um 21:18
Zitat von HeribertHeribert schrieb:das Zeitfenster war klein….
Und auch der örtliche Radius, wenn man bedenkt, dass Inga "am Haus der Gastgeber" zuletzt gesehen wurde!
Was hätte ein Besucher dort gewollt? Wäre dort ein Besucher bzw Fremder nicht auch dem Zeugen aufgefallen, der Inga dort sah? Zu dieser Zeit in diesem Bereich (Kleidertausch am Pkw, Hauseingang und Garten der Gastgeber) war doch eigentlich nur mit den "Grillfreunden" zu rechnen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.05.2026 um 23:00
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Aber ich vermute, dass eine mögliche räumliche oder sonstige Vorbeziehung zwischen Täter und seinem späteren Opfer als Ergebnis der Auswertung aufploppen könnte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Geht man ferner davon aus, dass kindliche Opfer zum Teil Zufallsopfer sind, zum Teil aber aufgrund bestimmter Präferenzen (Erscheinungsbild) ausgewählt werden, würde eine Begegnung zwischen demjenigen und Inga am Wohnort des Kindes in den Bereich des Möglichen rücken.
Zur Möglichkeit, dass ein Täter aus Ingas Umfeld stammen könnte, fallen mir zwei Dinge ein:

Ein Täter geht ein höheres Risiko ein, wenn er Kind aus seinem eigenen Umfeld/Wohnort entführt, weil er durch die Nähe leichter ins Fadenkreuz der Ermittler geraten kann. Will er ein bestimmtes Kind haben, so entführt er es auf einem Ausflug weit entfernt vom gemeinsamen Wohnort. Dann wird dort ermittelt und nicht bei ihm in der Nähe gesucht, und zusätzlich gerät er nicht so leicht ins Visier der Polizei, da er schließlich, so das Kalkül, auch jederzeit im Heimatort zuschlagen könnte.

Andererseits geht er ein Risiko ein, wenn er einer Familie auf einem Ausflug verfolgt. Wenn er vor oder nach der Entführung jemand aus dem Kindesumfeld gesichtet wird oder er von der Familie vor Ort oder später zu Hause wiedererkannt wird, dann gerät er mit Sicherheit ins Blickfeld der Ermittlungen. Er sowie sein Fahrzeug müssten sehr unauffällig sein und er braucht eine sehr gute Ausrede, die erklärt warum er sich am besagten Tag am gleichen Ort wie die Familie aufgehalten hat. Eine Erklärung dafür wird umso schwieriger bei kleinen, abgelegenen Orten wie dem Wilhelmshof.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 09:20
Zitat von KäptnBlaubeerKäptnBlaubeer schrieb:Andererseits geht er ein Risiko ein, wenn er einer Familie auf einem Ausflug verfolgt. Wenn er vor oder nach der Entführung jemand aus dem Kindesumfeld gesichtet wird oder er von der Familie vor Ort oder später zu Hause wiedererkannt wird, dann gerät er mit Sicherheit ins Blickfeld der Ermittlungen. Er sowie sein Fahrzeug müssten sehr unauffällig sein und er braucht eine sehr gute Ausrede, die erklärt warum er sich am besagten Tag am gleichen Ort wie die Familie aufgehalten hat. Eine Erklärung dafür wird umso schwieriger bei kleinen, abgelegenen Orten wie dem Wilhelmshof.
Das sehe ich sehr ähnlich. Vor allen Dingen ist diese Wilhelm Hof kein Naherholungsgebiet für die Allgemeinheit. Sondern ein Gelände, eine Räumlichkeit, ein Ort für die Menschen, die dort wohnen und gegebenenfalls deren Besucher.

Mir ist schon bewusst, dass das schwer zu unterscheiden ist. Aber wenn sich zum Beispiel den ganzen Tag jemand dort auffällt oder wirklich nichts verloren hat. Also keine Angehörigen. Keinen Bezug. Nichts. Frag da nicht mal jemand nach hey sie, was machen Sie hier eigentlich?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 14:26
Am interessantesten wären räumliche Daten. Verkehrskameras, Handydaten, Kameras von Tankstellen etc in der Nähe. Damit man alle Personen erfassen kann, die an diesem Tag beim Wilhelmhof waren bzw diesen mit dem Auto im fraglichen Zeitraum verlassen hat. Oder vielleicht auch einen Tag später. Keine Ahnung, ob das möglich ist.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 18:02
Zitat von BlaubeerenBlaubeeren schrieb:
n vom Tattag sollen 1700 Autos und 21 000 Menschen für die Auswertung infrage kommen.
Quelle: https://www.inga-suche.de/2023/08/18/kommt-bewegung-in-den-fall-inga/
Entschuldigt, da steht ja. Na ja, kommt mir etwas übertrieben vor. 21.000 Menschen waren ja nicht am Wilhelmshof.Das müsste man doch ein wenig einengen können, wer wirklich ganz in der Nähe war. Wahrscheinlich hat man keine Daten, wer davon in die Straße zum Hof eingebogen ist.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 18:49
Es ist in der letzten Quelle sogar von 70.000 Personendaten die Rede.

Für mich hört sich das an, als habe man den Kreis bewusst groß gezogen, damit sich ein Täter mit großer Wahrscheinlichkeit unter diesen Personen befinden muss.

Es wäre ja wenig hilfreich, wenn man auf einer so gewaltigen Datenmenge operiert, vom Ansatz her auch richtig vorgeht, und dann der Gesuchte gar nicht gefunden werden kann, weil der Kreis dann doch zu klein gezogen worden ist.

Das wäre in der analogen Welt so, als stellte man einen Fahnder von 9 bis 17 Uhr an eine Straßenkreuzung, aber der Gesuchte kommt um 17.30h vorbei, wenn der Polizist gerade seinen Posten geräumt hat: Richtige Methode, falscher (zeitlicher) Umfang.
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Na ja, kommt mir etwas übertrieben vor. 21.000 Menschen waren ja nicht am Wilhelmshof.
Natürlich nicht. Ich denke, man hat einen Kreis von Menschen mit einem, wie auch immer gearteten, Bezug zum Verschwindezeitpunkt und -ort ausgewählt.

Wie Du mMn richtig sagst, werden auch Daten aus der Verkehrsüberwachung eingeflossen sein. Vielleicht bezieht man über Daten der Versicherer aber bei jedem Fahrzeug auch weitere gemeldete Nutzer mit ein. Heute wollen die Versicherer ja wissen, welcher Personenkreis das jeweilige Fahrzeug nutzt, um das Risiko genauer zu berechnen.

Vermutlich sind auch andere Hebel wirksam, die den Kreis der Personen so vergrößern. Wenn eine Handwerkerfirma z.B. regelmäßig am WH tätig ist, wäre es denkbar, dass die gesamte Belegschaft in den Kreis einbezogen wird, weil man heute vielleicht nicht mehr mit Sicherheit feststellen kann, wer wann an welchem Einsatzort gewesen ist.

Wenn man so diffus vorgeht, ist natürlich die rechtliche Grundlage vermutlich dünn. Hoffen wir, dass nicht irgendwer "Datenschutz!" ruft, bevor die Auswertung Ergebnisse zeitigt.

Vermutlich handelt es sich um eine Art letzte Chance, durch Möglichkeiten der IT Licht ins Dunkel zu bringen, bevor alles unweigerlich der allfälligen Löschung anheimfällt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 19:05
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vermutlich handelt es sich um eine Art letzte Chance, durch Möglichkeiten der IT Licht ins Dunkel zu bringen, bevor alles unweigerlich der allfälligen Löschung anheimfällt.
Ja, da hast Du recht. Lieber mal zuerst einem großen Kreis ziehen, damit die Daten nicht verloren gehen. Dann wird man intern nochmal die Spreu von Weizen trennen. Mann, ich wünsche der Familie so sehr, dass was rauskommt dabei. Ich kann mich zwar dem Optimismus gar nicht anschließen, dss Inga noch lebt, aber besser Gewissheit als diese ständige Schwebe. Und nicht zuletzt, muss man ja einen potenziell auch für andere Kinder gefährlichen Täter wegsperren.

Ich hatte immer gedacht, dass der Fall schnell gelöst sein wird, so kann man sich täuschen. Jetzt muss man froh sein, wenn er überhaupt gelöst wird. Spannend auch, WARUM er so schwer zu lösen ist. Irgendwo ist der Hund begraben, aber aus der Ferne kann man nicht sagen, wo.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 21:08
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Spannend auch, WARUM er so schwer zu lösen ist. Irgendwo ist der Hund begraben, aber aus der Ferne kann man nicht sagen, wo.
Ich persönlich vermute, und ich will ausdrücklich niemandem etwas Böses unterstellen, dass der Hase da im Pfeffer liegt, wo es sich damals zu einem bedeutenden Teil um minderjährige Zeugen handelte.

Nicht umsonst erregte ja hier im Thread das Auftauchen eines Zeugen von damals so großes Aufsehen. Dass dieser es inzwischen vorzieht, sich hier nicht mehr zu Wort zu melden, kann verschiedene Gründe haben, die wir nicht kennen.

Ich vermute stark, dass es jemand aus dem Kreise der damals minderjährigen Zeugen ist, aber das ist nur meine persönliche Annahme. Es kann jeder andere Zeitzeuge sein; das weiß hier nur die Verwaltung, die ja verifiziert, wenn sich jemand als Insider bezeichnet und hier schreibt.

Dennoch, der Fall krankt daran, dass die damals vor Ort befindlichen Kinder erstens durch ihre Eltern vertreten wurden, und zweitens möglicherweise bis heute in einem familiären Loyalitätskonflikt stecken, sollten sie aus heutiger Sicht den Eindruck haben, etwas beitragen zu können, dies aber nicht tun können, ohne gegen ausgesprochene oder unausgesprochene Regeln ihres Umfeldes zu verstoßen.

Wenn Eltern ihrem Kind einreden, "Du weißt doch, dass Papa damals den ganzen Abend zu Hause war", dann glaubt dieses es irgendwann, weil es den Konflikt zwischen eigener Wahrnehmung und dem, was die Eltern als "wahr" einreden, anders nicht ertragen kann.

Die Wahrnehmungen, Gefühle und Ahnungen von Ingas Mutter nehme ich persönlich sehr ernst; ohne einen besonderen Hang zur Esoterik oder Grenzwissenschaften zu haben, habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass es zwischen eng verbundenen Menschen einen Informationsfluss gibt, der sich logisch-naturwissenschaftlich nicht abschließend erklären lässt. Aber da es meine persönliche Wahrnehmung ist, und es somit hier nicht diskutabel ist, ist es wohl auch OT.

Fakt ist aber, es wurde von der Mutter etwas Unheilvolles wahrgenommen; vielleicht beruhte es ja auch tatsächlich auf unbewusst aufgenommenen Fakten, die sich aber anschließend nicht in ein logisches Bild einfügen ließen.

Ich habe nach wie vor nicht nur die Hoffnung, sonder sogar eine gewisse Zuversicht, dass wir über kurz oder lang die Wahrheit erfahren werden.

Selbst wenn Inga noch leben sollte, und diese Möglichkeit ist ja im Rahmen des Möglichen, wird diese Wahrheit aber schmerzhaft sein.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 22:25
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich habe nach wie vor nicht nur die Hoffnung, sonder sogar eine gewisse Zuversicht, dass wir über kurz oder lang die Wahrheit erfahren werden.
Was ist Wahrheit?

Denke das genaue Motiv oder das Warum wirst du nie erfahren.

Irgendwer wird sie von dem Weg Richtung Gastgeber Haus weggelockt haben, dann ging alles schnell….


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.05.2026 um 22:47
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich habe nach wie vor nicht nur die Hoffnung, sonder sogar eine gewisse Zuversicht, dass wir über kurz oder lang die Wahrheit erfahren werden
Deinen Optimismus kann ich leider nicht teilen. Ich wäre schon froh wenn man Inga endlich finden würde.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Denke das genaue Motiv oder das Warum wirst du nie erfahren.
Ich denke das Motiv und das Warum dürfte hier klar sein wenn ein kleines Mädchen verschwindet.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

04.05.2026 um 00:50
Man darf nicht vergessen, dass insgesamt eine Belohnung in Höhe von EUR 25.000 ausgesetzt ist - das ist ungefähr das Fünffache dessen, was z.B. bei Mordfällen in Deutschland von staatlicher Seite ausgelobt wird.

Belohnungen richten sich nicht an Leute wie uns, die den Fall mit Anteilnahme verfolgen, sondern an Menschen, die etwas wissen, und einen guten Grund benötigen, ihre, wodurch auch immer bedingte, Scheu zu überwinden, dieses Wissen preiszugeben.

Der Fall ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit auch nach über zehn Jahren verankert, und wie hier zu lesen war, wird auch Aktenzeichen XY den Fall nochmals thematisieren.

Es ist unwahrscheinlich, dass nur eine einzige Person etwas weiß. Ein gewisser Tätertypus hat zudem die Neigung, nicht nur Taten zu begehen, sondern sich auch mit Menschen ähnlichen Zuschnitts darüber auszutauschen - von derartigen Chats könnten auch ausländische Fahnder etwas mitbekommen, denen teils andere rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen als unseren Ermittlern.

Die damals minderjährigen Zeugen, von denen ich oben bereits geschrieben habe, könnten heute den Mut finden, ergänzende Hinweise zu geben, weil man sie damals entweder nicht direkt befragt hat, man ihnen vielleicht keinen Glauben geschenkt hat, oder sie aus verschiedenen Gründen Angst hatten, sich zu offenbaren. Es wäre nämlich theoretisch denkbar, dass ein Täter zuvor auch Kontakt mit anderen Kindern hatte und sie damals eingeschüchtert hat.

Mein Optimismus fußt auf der Annahme, dass menschliche Beziehungen sich wandeln, Freundschaften zerbrechen, und Loyalitäten an Bedeutung verlieren - auch wenn der Fall noch nicht so weit zurück liegt wie typische Cold Cases, wo ja gerade dieser Faktor bedeutsam für eine Aufklärung ist.

Nicht zuletzt ist der Fall von einer so ungeheuerlichen Dimension, dass die Hoffnung eines Täters, dass Gras über die Sache wachsen wird, sich nicht erfüllen wird. Der Druck der Fahndung hält an, und nur wenige Täter lässt das völlig unbeeindruckt.

Es gibt Täter, die bei der Festnahme so etwas wie Erleichterung spüren - nicht jeder hält dem Druck stand, wenn er über viele Jahre spürbar bleibt.


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