Heribert schrieb:
Heidi71 schrieb am 05.02.2026:Ich weiß auch nicht, ob sich Ingas Eltern, v. a. ihr Vater einen Gefallen damit getan haben, den Fall auch noch politisch zu instrumentalisieren, für mich ist das eine fragwürdige Aktion.
Was meinst du damit genau?
Ich bin nicht gefragt, aber dass hier von einer "politischen Instrumentalisierung" gesprochen wurde, ist inhaltlich irreführend.
Unter politischer Instrumentalisierung würde man verstehen, wenn Politiker versuchen würden, aus dem Verschwinden des kleinen Mädchens Kapital für ihre politischen Forderungen zu schlagen - etwa "härtere Strafen für Pädokriminelle", was aber nichts zur Lösung des konkreten Falles beitragen würde.
Richtig ist, dass sich ein Elternteil an politische Kräfte mit der Bitte um Unterstützung gewandt hat, was dann zu einer Anfrage im Landesparlament mit entsprechenden Folgen geführt hat.
Die Politik ist kein Selbstzweck, sondern soll für die Menschen da sein - jedem Bürger steht es frei, seine Abgeordneten mit seinen Anliegen anzusprechen - andere wählen den Weg zu Presseorganen bzw. Journalisten. Beides ist völlig in Ordnung in einer Demokratie.
Es ist doch völlig nachvollziehbar, dass die Eltern eines vermissten Kindes alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr Kind zu finden.
Dass Ingas Eltern das stets auf ruhige und angemessene Weise getan haben, fand ich immer sehr beeindruckend angesichts dessen, was sie durchmachen müssen.