gruselich schrieb:Alles nur spekulativ, aber wenn es selbst in Gefängnissen Drogen gibt, dann dort bestimmt auch in irgendeiner Form. Gerade mit öffentlichen zugangsmöglichkeiten in Form von Besuchern. So ein Depot im Wald könnte ich mir gut vorstellen.
Das verhält sich in einem Diakoniewerk etwas anders als im Gefängnis. In ein Diakoniewerk, welches Suchtkranken hilft, ist die Aufnahme auf freiwilliger Basis und unter der Voraussetzung, dass die entsprechende Person auch an dem Heilungsprozess mitwirken will. Somit wird es dort eher weniger zum Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln kommen. Weiterhin würde wohl auch die Gefahr bestehen, sollte man dabei erwischt werden, seinen Platz im Werk zu verlieren. Deshalb denke ich, dass dort der Drogenhandelt nicht so florieren wird.
gruselich schrieb:Ah, das Umweltamt. Keine Ahnung, was diese Fachbehörde in dem Kontext beizutragen hat. Evtl. Auch geologische Daten?
Das Umweltamt wurde wohl aus zwei Gründen mit hinzugezogen. Zum einen bekommt man über diese Informationen über Stellen, an denen in zurückliegender Zeit illegale Müllablagerungen waren und zum anderen erhält man über diese auch Kenntnisse über Altlasten, wie z. B. ehemalige Munitionsdepots aus dem zweiten Weltkrieg oder anderweitige Bauten, die zu früherer Zeit erstellt wurden. Diese sind oft verwachsen und teilweise auch unterirdisch angelegt, was natürlich dann dazu führen könnte, dass eine Person an einer Stelle durchbrechen und in diese Anlagen gelangen könnte. Für ein Kind von 5 Jahren wäre dies mitunter eine tödliche Falle, da es sich höchstwahrscheinlich nicht mehr aus der misslichen Lage befreien könnte.
gruselich schrieb:Ich stelle mir nur eine Möglichkeit vor, was Geologen und Archäologen hier zum Fall haben beitragen können.
Bewohner, die langfristig dort leben, kennen den Wald bestimmt zT sehr gut.
Shiloh schrieb:Ich denke eher, diese Fachleute wurden zu den Knochengrabungen auf dem ehemaligen Militärgelände Nähe Uchtspringe Ende 2023 hinzugezogen, ebenso das Umweltamt. Dies wird über entsprechende Daten und Kartierungen für das damals zu durchsuchende Gelände verfügt haben.
Ich glaube, dass erklärt es ganz gut.
C4ISR schrieb:Nach 11 Jahren hat sich der Wald verändert. Neue Erdschichten durch Laub wurden gebildet. Neue Vermoosung des Waldboden. Bäume sind gewachsen, wurden neu gepflanzt. Geologen und Archäologen können nach 11 Jahren mit ihren Techniken sehen, wo sich der Wald in den letzten Jahren unnatürlich verändert hat. Falls Inga zum Beispiel vergraben wurde! Oder ob irgendwo versucht wurde, zu graben.
Als diesbezüglicher Laie gehst du an Stellen vorbei, die für dich wie normal gewachsen aussehen. Experten erkennen jedoch oftmals so Stellen, an denen gegraben oder illegal Müll entsorgt wurde. Zudem können diese gleich an ersten Probegrabungen erkennen, wie tief das Erdreich Veränderungen aufzeigt und es ausreichend war, um wie in diesem Fall eine Person zu verstecken. Bei Knochenfunden können weiterhin gleich erste Schätzungen vorgenommen werden, ob es sich um einen Erwachsenen oder Kind handelt bzw. ob die Knochen sich schon länger im Erdreich befanden. Letzteres ist natürlich nicht in Jahren sondern vielmehr in Jahrhunderten zu sehen.