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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

19.352 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:17
Zitat von brennanbrennan schrieb:Rotkäppchen und der böse Wolf, ist doch ein Paradebeispiel für Mädchen und Wald.
Natürlich- Begegnung mit einem bösen, wilden Mann im Wald.
Für die Angst vorm Verlaufen eher Hänsel und Gretel.

Es gibt so viele Märchen und Mythen und ich bin überzeugt, dass auch hartgesottene, realistische Ermittler vor Ort unwillkürlich dachten: Wald-Kind weg? Wir müssen im Ewald suchen.

An der Nordsee würde (bei Ebbe) wahrscheinlich die Sorge vorherrschen, das Kind könnte ins Watt gelaufen sein.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:20
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Ob man diesen Vernunftgrund bei einem Kind zugrunde legen kann?
Auch wenn genügend Holz am Waldrand zu finden gewesen wäre - und somit kein Grund gegeben, in den Wald zu laufen - könnte ein Kind dennoch denken: Im Wald ist noch besseres. "Noch mehr und noch besser", sind Vokabeln, die Kinder in dem Alter sehr beschäftigen.
Nur hat es seitens der Eltern diese Aufforderung, Holz zu sammeln, nicht gegeben.

Inga wurde zuletzt auf dem Weg zurück zur Wohnung der Gastgeber gesehen. Vorher hatte sie Wasserflaschen zum Grillplatz geschleppt. Sie war also mit ganz anderen Dingen beschäftigt.

Natürlich sind Kinder sprunghaft und ändern ihre Pläne. Aber Kinder wollen auch mit ihren Leistungen glänzen. Selbst wenn das mit dem Holzholen doch gestimmt hat, dann hätte sich ihr Ergebnis sehen lassen können, wenn sie das Knüppelholz in kurzer Zeit vom Waldrand zum Grillplatz getragen hätte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:25
Zitat von AndanteAndante schrieb:Eben, und die Polizei hat nun mal keine hellseherischen Fähigkeiten. Sie ist bei der Suche nach vermissten Personen selbstverständlich auf die Angaben angewiesen, die sie von Leuten bekommt, die zuletzt den Vermissten gesehen haben. Und da wissen wir nicht, welche Informationen die Polizei hier anfangs von wem bekommen hat.
Jetzt komm mal wieder runter! Du brauchst gar nicht immer auf Nebenschauplätze ablenken. Die Eltern und deren Anwälte kritisieren offenbar nicht die ersten Amtshandlungen. So wie ich das sehe, wird die Ermittlungsarbeit als wenig ambitioniert und einseitig kritisiert. Kurzum, man wünscht sich "frische Ermittler für frische Ansätze".

Frau Gehricke hat es doch allgemeinverständlich ausgedrückt, oder nicht?
Mir persönlich ist es deshalb wichtig, dass bisher unbeteiligte, motivierte und erfahrene Kriminalisten sich die Spuren noch einmal genau ansehen.
https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/fall-inga-von-der-polizei-stendal-tief-enttaeuscht (Archiv-Version vom 18.06.2020)


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:26
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Es gibt so viele Märchen und Mythen und ich bin überzeugt, dass auch hartgesottene, realistische Ermittler vor Ort unwillkürlich dachten: Wald-Kind weg? Wir müssen im Ewald suchen.

An der Nordsee würde (bei Ebbe) wahrscheinlich die Sorge vorherrschen, das Kind könnte ins Watt gelaufen sein.
Stimmt natürlich. Aber gleich alle ausschließlich im Wald? Und würden Hundertschaften durchs Watt laufen, aber nicht auch parallel in der Ferienhaussiedlung suchen, in welcher das Kind zu Besuch war, und in welcher es zuletzt gesehen wurde? Es waren ja genügend Einsatzkräfte vor Ort.

Wenn es tatsächlich nur eine Vermutung der Polizei war, spielt es jetzt auch keine Rolle mehr. Wenn allerdings jemand einen Hinweis auf den Wald gegeben hat, sollte man über diesen Hinweis etwas ins Grübeln geraten.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:35
Zitat von X-AequitasX-Aequitas schrieb:Jetzt komm mal wieder runter! Du brauchst gar nicht immer auf Nebenschauplätze ablenken.
Eben war Thema (und nicht Nebenkriegsschauplatz), warum zunächst mit der Suche im Wald begonnen wurde. Dazu habe ich mich geäußert.
Zitat von X-AequitasX-Aequitas schrieb:Die Eltern und deren Anwälte kritisieren offenbar nicht die ersten Amtshandlungen. So wie ich das sehe, wird die Ermittlungsarbeit als wenig ambitioniert und einseitig kritisiert.
Das mögen die Eltern und deren Anwälte gerne tun. Allerdings muss nicht jeder dieser Meinung folgen. Mir zB fehlt nach wie vor eine Konkretisierung dahin, was noch hätte getan werden können, sollen, müssen.

Und wenn es nun mal keine nachweisbare Spur von CB zum Wilhelmshof gibt, dann gibt es keine, so gerne manche dieses Ergebnis auch hätten.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:35
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Wald ist mit so vielen Mythen behaftet. Wenn ein Kind in der Nähe eines Waldes verschwindet, drängt sich die Vermutung, es sei darin verloren gegangen wahrscheinlich auch vernünftigen Menschen auf.
Ich glaube eher nicht, dass der Täter absichtlich falsche Hinweise Richtung Wald gegeben hat.

Auch wenn Inga zuletzt woanders gesehen wurde, es liegt einfach die Angst in der Luft, sie könnte sich im Wald verlaufen haben, ist gefallen, verletzt, dehydriert, eine Beute für wilde Tiere usw.
Genau so ist es. Ich glaube nicht, dass hier irgendein Bösewicht wider besseres Wissens gerufen hat "schaut im Wald, schaut im Wald, da war sie zuletzt!" Das ist Unsinn. Das Mädel verschwand in der Nähe des Waldrands, da ist es m.E. völlig verständlich, dass man sich zuerst um diesen kümmert, als gleich vom Kinderwegschnapper in den Patientenwohnungen auszugehen.

Nehmen wir mal als Beispiel, der Grillplatz hätte neben einem Fluss gelegen: Wer würde nicht erst einmal sofort den Fluss absuchen, anstatt die Bewohner der umliegenden Wohnungen zu belästigen?

Im Nachhinein lässt sich leicht kritisieren. Mal abgesehen davon, dass es immer noch recht unwahrscheinlich ist, dass Inga in eines der Patientenzimmer verschleppt wurde.
Zitat von MaryPoppinsMaryPoppins schrieb:Wie weit darf man denn dann gegen CB ermitteln? Funkdatenabfrage und das wars?
Darf man die Fahrzeuge, die ihm damals zur Verfügung standen oder die ihm selbst gehörten forensisch untersuchen und Fotos der Fahrzeuge bei Zeugen am Willhelmshof vorzeigen?
Das ist hier die Frage. Das Bundesverfassungsgericht hat sich zum Thema Wohnungsdurchsuchungen (hier anders als oben nicht aus gefahrenabwehrrechtlicher Sicht sondern zur Strafverfolgung) einmal geäussert, wobei der Grundsatz im Prinzip auch für andere Durchsuchungen gelten sollte:
Das Gewicht des Eingriffs verlangt als Durchsuchungsvoraussetzung Verdachtsgründe, die über vage Anhaltspunkte und bloße Vermutungen hinausreichen. Ein Verstoß gegen diese Anforderung liegt vor, wenn sich sachlich zureichende plausible Gründe für eine Durchsuchung nicht mehr finden lassen.

...

Die Durchsuchung bedarf vor allem einer Rechtfertigung nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Sie muss im Blick auf den bei der Anordnung verfolgten gesetzlichen Zweck erfolgversprechend sein. ...

BVerfG 2 BvR 2674/10 (3. Kammer des Zweiten Senats) - Beschluss vom 25. Oktober 2011 (LG Darmstadt / AG Darmstadt)

Das bedeutet also, um bei CB weitere Durchsuchungen usw. durchzuführen muss man konkrete Verdachtsgründe haben. Es geht nicht umgekehrt, dass man mal sucht, um eventuell dann Verdachtsgründe zu finden. Der Verdacht muss vor der Suche bestehen. Das ergibt sich nicht nur aus dem Grundgesetz sondern auch aus § 102 StPO:
§ 102
Durchsuchung bei Beschuldigten

Bei dem, welcher als Täter oder Teilnehmer einer Straftat oder der Datenhehlerei, Begünstigung, Strafvereitelung oder Hehlerei verdächtig ist, kann eine Durchsuchung der Wohnung und anderer Räume sowie seiner Person und der ihm gehörenden Sachen sowohl zum Zweck seiner Ergreifung als auch dann vorgenommen werden, wenn zu vermuten ist, daß die Durchsuchung zur Auffindung von Beweismitteln führen werde.
Und, dazu hatte ich neulich schon mal geschrieben, hier haben wir eben das Problem: sein allgemeines Verhalten, selbst seine einschlägigen Vorstrafen usw. begründen nicht ohne Weiteres einen Verdacht eben für diese konkrete Tat hier verantwortlich zu sein.

M.E. braucht es dazu den Nachweis eines Zusammenhangs zwischen C.B. und dem Wilhelmshof, der konkreter ist, als das Grundstück in knapp 100km Entfernung und seinem Aufenthalt in den Tagen der Tat im Umkreis von 100km.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:41
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Wenn es tatsächlich nur eine Vermutung der Polizei war, spielt es jetzt auch keine Rolle mehr. Wenn allerdings jemand einen Hinweis auf den Wald gegeben hat, sollte man über diesen Hinweis etwas ins Grübeln geraten.
ich glaube nicht- dass sich der Täter, wenn er ablenkend wollte- so klar in den Vordergrund gespielt hätte.
Es hätte doch ein Hinweis aus dem Hintergrund genügt, der wäre von Allen weitergegeben worden. Aus Angst, sie könnte alleine und weinend durch den dunklen Wald irren.
Man wird hinterher nicht mehr aufdröseln können, woher das Gerücht kam. Vielleicht bin ich aber Agatha Christie geschädigt. Die hat in ihren Romanen ja gerne mit geschickt, bösen Menschen gearbeitet, die im Hintergrund wirken.

Ich vermute, das Waldgerücht kam ganz automatisch selbständig ins Spiel.

Ob die Ermittlungsarbeit am Anfang fehlerhaft war, kann ich nicht beurteilen.
Ich bin überzeugt, jeder hat sein Bestes gegeben. Und dennoch muss die Entscheidung überprüft und ggf. kritisiert werden.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:42
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Und, dazu hatte ich neulich schon mal geschrieben, hier haben wir eben das Problem: sein allgemeines Verhalten, selbst seine einschlägigen Vorstrafen usw. begründen nicht ohne Weiteres einen Verdacht eben für diese konkrete Tat hier verantwortlich zu sein.
Eben, unter diesen Aspekten - Vorstrafen, Verhalten - kommt er natürlich als Täter in Betracht. Aber das allein reicht nicht, um ihn für jede Tat, mit der er medial in Verbindung gebracht wird, auch tatsächlich verantwortlich sein zu lassen.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:M.E. braucht es dazu den Nachweis eines Zusammenhangs zwischen C.B. und dem Wilhelmshof, der konkreter ist, als das Grundstück in knapp 100km Entfernung und seinem Aufenthalt in den Tagen der Tat im Umkreis von 100km.
Das sehe ich auch so. Wenn es nicht mehr Anhaltspunkte gibt als diese, wird es nicht für eine Anklage ausreichen. Und warum ein frisches Ermittlerteam weitere Anhaltspunkte herausbekommen sollte, scheint fraglich. Man kann sich etwa die Funkzellendaten fünfzigmal oder hundertmal anschauen, sie ändern sich nicht.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 12:55
Zitat von AndanteAndante schrieb:Man kann sich etwa die Funkzellendaten fünfzigmal oder hundertmal anschauen, sie ändern sich nicht.
Falsch! Die Daten als solche ändern sich nicht, sehr wohl aber die Erkenntnisse, welche Personen hinter diesen Daten gestanden haben - Und dann werden sie wieder interessant.
Genauso scheint es im Fall McCann gewesen zu sein: Die Daten aus der Funkzellenabfrage waren auch schon 13 Jahre alt, die Erkenntnisse wessen Mobile wann wo eingebucht war, die hat sich erst über der Zeit neu ergeben.

Darum ist es unzulässig, aus den Erkenntnissen der Mobilfunkzellenabfragen von vor 5 Jahren heute zu schlussfolgern, dass sie nichts Wert seien. Das ist noch nicht bewiesen.

Darüber hinaus missfällt mir die Argumentation, es gäbe keine Verbindungen zwischen „B“ und dem WH außer der Tatsache, dass er 100km vom Tatort entfernt einen „Wohnsitz“ hatte. Es gibt noch den anderen Link, über den hier nicht mehr diskutiert werden darf, der aber nach wie vor gültig ist und nur aufgrund der Beschränkungen auf diesem Portal nicht mehr erwähnt werden darf.

Bitte also nicht wissentlich alles wieder so vereinfachen, als würden wir uns hier am Ende über Nichts unterhalten. Danke.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:08
Zitat von FährtensucherFährtensucher schrieb:Falsch! Die Daten als solche ändern sich nicht, sehr wohl aber die Erkenntnisse, welche Personen hinter diesen Daten gestanden haben - Und dann werden sie wieder interessant.
Das ist doch mit allen Indizien bzw. Beweisen so: Sie werden erst zu Indizien/Beweisen durch Interpretation. Das heißt, die Daten bleiben, die Interpretation kann sich ändern.

Die Frage hier müsste also lauten: Gibt es begründeten (!) Anlass, die bereits im damaligen Ermittlungsverfahren gewonnen und in den Akten emthaltenen Daten (Funkzellenabfragen, Zeugenvernehmungen, Ergebnisse von Durchsuchungen, Ergebnisse von Hundeeinsätzen, Laborergebnisse, sonstige forensische Daten) neu, und wenn ja, wie zu interpretieren?

Was den bisher einzig neuen vagen Aspekt, eine mögliche Verbindung des CB zu einem Wilhelmshof-Mitarbeiter betrifft, ist der bisher keinesfalls bestätigt, sondern etwas, was bisher lediglich deshalb vermutet wird (und hier im Thread inzwischen langsam zur Tatsache mutiert), weil offenbar der Anwalt von Ingas Vater in dieser Hinsicht öffentliche Andeutungen gemacht hat, ohne in tatsächlicher Hinsicht dazu allerdings Näheres auszuführen.

Man darf man wohl davon ausgehen, dass dieser Aspekt inzwischen geprüft wurde, anscheinend ohne Ergebnis.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:11
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Das Mädel verschwand in der Nähe des Waldrands, da ist es m.E. völlig verständlich, dass man sich zuerst um diesen kümmert, als gleich vom Kinderwegschnapper in den Patientenwohnungen auszugehen.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Mal abgesehen davon, dass es immer noch recht unwahrscheinlich ist, dass Inga in eines der Patientenzimmer verschleppt wurde.
@Rick_Blaine
Der Wilhelmshofs besteht nicht nur aus dem umgebenden Wald und den Patientenwohnungen.
Es gibt für die 30 auf dem Wilhelmshof arbeitenden Mitarbeiter eigene Wohnhäuser und natürlich noch andere Gebäude.
Insofern ist es zu kurz gedacht zu schließen, dass ein Patient etwas mit dem Verschwinden von Inga zu tun hat, wenn man feststellt, dass sie sich nicht im Wald verlaufen hat.
Ich müsste den Artikel raussuchen, aber ich meine dass Ermittler aufgrund des intelligenten Nachtatverhaltens des Täters, die Patienten aus dem möglichen Täterkreis eher ausgeschlossen haben.

Auch hier im Thread kann ich mich nicht erinnern, dass jemals einer der Patienten des Wilhelmshof stärker verdächtigt wurde.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:21
Zitat von AndanteAndante schrieb:Was den bisher einzig neuen vagen Aspekt, eine mögliche Verbindung des CB zu einem Wilhelmshof-Mitarbeiter betrifft, ist der bisher keinesfalls bestätigt,
Ok. Ich verstehe es so als bezichtigst Du den Anwalt von Herrn Gehricke, Khubaib-Ali Mohammed, der öffentlich getätigten Falschaussage und es existiert die von ihm genannte Spur V/93 in der Ermittlungsakte mit dem entsprechenden Kontakt zum WH nicht.

Dann solltest du uns mal mit deinem umfassenden Insiderwissen aufklären, da du es scheinbar besser weißt, als ein renommierter RA mit Akteneinsicht. Nur zu!


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:27
Zitat von AndanteAndante schrieb:Was den bisher einzig neuen vagen Aspekt, eine mögliche Verbindung des CB zu einem Wilhelmshof-Mitarbeiter betrifft, ist der bisher keinesfalls bestätigt, sondern etwas, was bisher lediglich deshalb vermutet wird (und hier im Thread inzwischen langsam zur Tatsache mutiert), weil offenbar der Anwalt von Ingas Vater in dieser Hinsicht öffentliche Andeutungen gemacht hat, ohne in tatsächlicher Hinsicht dazu allerdings Näheres auszuführen.
Der Anwalt hat Einsicht in die Ermittlungsakten. Darf er überhaupt Näheres dazu ausführen?

Die Entfernung von Praya da Luz zum Wilhelmshof beträgt fast 2900 Kilometer. In Praya da Luz war CB in einem Umkreis von
200 Metern als Madeleine verschwand. Bei Ingas Verschwinden hatte er am Vortag einen Parkplatzrempler in 80 Kilometer Entferung.
Er hat kein Alibi für den 03.05.2015 und der Transporter, den er ausgeliehen hatte, ist praktischerweise verschwunden. Dazu soll er einen persönlichen Kontakt zum Wilhelmshof gehabt haben. Laut einer Zeugenaussage soll ein dunkelblauer Transporter gesehen worden sein, in den Inga einstieg.
CB ist doch kein harmloser Eierdieb, der selten aus seinem Kaff herausgekommen ist, sondern ein ausgesprochen mobiler Täter mit den entsprechenden Vorstrafen. Der Anwalt will erreichen, dass das Innenministerium die Ermittlungen an das LKA übergibt.

Hier ist übrigens meine Zusammenfassung an der es um den Vito geht, Spiegel TV 08.06.2020, leider ist dieser Film in der Mediathek nicht mehr verfügbar.

Laut Freunden von Brückner fährt er zum Zeitpunkt des Verschwindens von Inga einen dunklen Vito. Die Freunde wollen aus Angst vor Brückner nicht vor die Kamera. Am 01.05.2015 kommt es mit diesem Fahrzeug zu einem Parkplatzrempler, am Folgetag verschwindet Inga vom Wilhelmshof. Möglicherweise bekam CB einen Tipp von einem Insider.
Ein Zeuge will an diesem Tag einen dunkelblauen Kastenwagen gesehen haben, in den Inga eingestiegen ist.
(Filmisch dargestellt auf einem Forstweg.)
Ob es Brückners Wagen war, kann nicht mehr geklärt werden. Der Wagen ist bis heute verschwunden.



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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:28
Zitat von AndanteAndante schrieb:Die Frage hier müsste also lauten: Gibt es begründeten (!) Anlass, die bereits im damaligen Ermittlungsverfahren gewonnen und in den Akten emthaltenen Daten (Funkzellenabfragen, Zeugenvernehmungen, Ergebnisse von Durchsuchungen, Ergebnisse von Hundeeinsätzen, Laborergebnisse, sonstige forensische Daten) neu, und wenn ja, wie zu interpretieren?
Du erinnerst Dich sicherlich an das Ermittlerteam, welches die Mordfälle Ramona Kraus und Stephanie Drews gelöst hat? Ein neues und sehr bestens ausgebildetes Team hat sich mit den Fällen beschäftigt und die Ergebnisse der Akten neu und erfolgreich interpretiert.

https://www.bild.de/news/inland/news-inland/mordfall-ramona-wie-thueringer-ermittler-diese-alten-faelle-knackten-57309006.bild.html

Es hat den Anschein, dass Du die Arbeit der Ermittler verteidigen möchtest, dabei wissen wir doch alle so wenig darüber.


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21.06.2020 um 13:38
Zitat von brennanbrennan schrieb:Die Entfernung von Praya da Luz zum Wilhelmshof beträgt fast 2900 Kilometer. In Praya da Luz war CB in einem Umkreis von 200 Metern als Madeleine verschwand. Bei Ingas Verschwinden hatte er am Vortag einen Parkplatzrempler in 80 Kilometer Entferung.
Er hat kein Alibi für den 03.05.2015 und der Transporter, den er ausgeliehen hatte, ist praktischerweise verschwunden. Dazu soll er einen persönlichen Kontakt zum Wilhelmshof gehabt haben. Laut einer Zeugenaussage soll ein dunkelblauer Transporter gesehen worden sein, in den Inga einstieg.
CB ist doch kein harmloser Eierdieb, der selten aus seinem Kaff herausgekommen ist, sondern ein ausgesprochen mobiler Täter mit den entsprechenden Vorstrafen. Der Anwalt will erreichen, dass das Innenministerium die Ermittlungen an das LKA übergibt.
Christian B. war wirklich erstaunlich mobil. Entfernungen spielten offenbar keine Rolle. Er hatte kein Problem damit, täglich von seiner Ruine nach Braunschweig zu fahren. Auch das Pendeln zwischen der Algarve und Deutschland stellten ihn vor keine größere Herausforderung. Andere Leute würden sich ins Flugzeug setzen.

Interessant in dem Beitrag von Spiegel TV ist, dass offenbar jeder Angst hat, seinen Mund aufzumachen. Der Besitzer des Vitos müsste doch stocksauer sein, dass das ausgeliehende Auto weg ist. Wenn es mein Auto gewesen wäre, würde ich platzen.

Aber es kann auch nicht sein, dass Menschen aus Angst vor einem zig Mal Vorbestraften keine Aussage machen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:46
Zitat von FährtensucherFährtensucher schrieb:es existiert die von ihm genannte Spur V/93 in der Ermittlungsakte mit dem entsprechenden Kontakt zum WH nicht.
Habe ich nicht behauptet. Von Herrn Mohammed würde ich mir allerdings eine ergänzende Auskunft wünschen, wie seitens der Ermittler besagte Spur V/93 behandelt wurde und was am Ende dabei herausgekommen ist.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 13:48
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Aber es kann auch nicht sein, dass Menschen aus Angst vor einem zig Mal Vorbestraften keine Aussage machen.
Dass sie nicht vor die Kamera wollten, muss ja noch lange nicht heißen, dass sie keine Aussage bei der Polizei gemacht haben oder machen würden.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 14:14
Zitat von AndanteAndante schrieb:Und wenn es nun mal keine nachweisbare Spur von CB zum Wilhelmshof gibt, dann gibt es keine, so gerne manche dieses Ergebnis auch hätten.
Der SPIEGEL und auch der Anwalt von Herrn Gehricke meinen aber eine solche Spur erkannt zu haben. Christian B. habe in Kontakt mit einem Mitarbeiter des Wilhelmshofes gestanden. Vor diesem Hintergrund (Komplize) ist natürlich auch die Deutung einer Funkzellenabfrage zu sehen. Möglicher Sachverhalt: Der Komplize entführt Inga und übergibt sie an B.

Frag doch bitte mal nach, ob ausnahmslos alle (potentiellen) Fahrzeuge spurentechnisch untersucht worden sind oder ob man auch hier auf Freiwilligkeit gesetzt hat.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

21.06.2020 um 14:23
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Das bedeutet also, um bei CB weitere Durchsuchungen usw. durchzuführen muss man konkrete Verdachtsgründe haben. Es geht nicht umgekehrt, dass man mal sucht, um eventuell dann Verdachtsgründe zu finden. Der Verdacht muss vor der Suche bestehen. Das ergibt sich nicht nur aus dem Grundgesetz sondern auch aus § 102 StPO
Danke für deine Ausführungen.
Noch eine andere Frage: könnte zB der Halter der Fahrzeuge selbst eine forensische Untersuchung seiner von ihm zum Tatzeitpunkt verliehenen Fahrzeuge verlangen? Man stelle sich vor, man verleiht ein Fahrzeug, Jahre später wird diesem Kumpel Schreckliches zur Last gelegt, den Ermittlern sind aus den von dir angeführten Gründen die Hände gebunden. Wäre ich der Fahrzeughalter, würd ich doch wissen wollen, ob sich in meinem Fahrzeug evtl noch Spuren eines Verbrechens finden lassen, ob jemand am Wilhelmshof mein Fahrzeug erkennt und ich von diesem Kumpel jahrelang belogen und benutzt worden bin.


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