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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.491 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 10:36
@meermin

Ich teile deine Auffassung!

Die ungeklärte DNA-Spur ist meines Erachtens der Schlüssel zur Lösung des Falles Ursula Herrmann und Charlotte Böhringer.

Leider haben die Behörden offensichtlich kein Interesse an weiteren Ermittlungen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 11:27
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Leider haben die Behörden offensichtlich kein Interesse an weiteren Ermittlungen.
Dabei gab es im Fall Herrmann damals durchaus weitere Verdächtige, die ebenfalls durch Indizien belastet wurden, unter ihnen ein ehemaliger Polizist aus München, der sich zum Tatzeitpunkt in unmittebarer Nähe des Tatortes aufgehalten und dessen  Fahrzeug  gesehen wurde.

In den Medien wurde damals berichtet, dass dieser Tatverdächtige bereit in einem Jahre zurückliegenden Fall ins Visier der ERmittler geraten war, dem Fall Karin Würz.

Karin Würz  wurde 1970 ermordet, der im Fall Herrmann ins Visier der Ermittler geratene ehemalige Polizist hatte damals ein Verhältnis zu der Ermordeten und ein wackliges Alibi.

https://www.merkur.de/bayern/mm-fall-karin-wuerz-ungesuehntes-verbrechen-226729.html


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 12:09
@meermin

aber die DNA an der Schraube war doch hoffentlich nicht von diesem Polizisten?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 12:32
@meermin
Weiß man denn, ob die DNA des ehemaligen Polizisten untersucht wurde bzw bekannt ist?

Die ungeklärte DNA Spur im Fall Herrmann kann nicht von dem ehemaligen Polizisten stammen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 16:37
@meermin
Zitat von meerminmeermin schrieb:Diese Befragung führte  der damalige Leiter der Soko selber durch. Den Aussagen  des Hauptbelastungszeugen, eines Alkoholikers wurde   dabei Glauben geschenkt,  weil er angeblich über detailliertes Täterwissen verfügte. Später stellte sich allerdings heraus, dass genau dieses Wissen zuvor in einer Polizeimeldung öffentlich gemacht worden war.
Viel gravierender finde ich aber die u.a. Feststellung des RA von Werner M.:

"Das gilt womöglich auch für die Skizze, die Klaus P. in seiner fünften Vernehmung am 3. März 1982 - fünf Monate nach der Presseerklärung - angefertigt hat. Denn dort unterlief Klaus P. derselbe Fehler wie den Ermittlern in der Pressemitteilung: Demnach befand sich der Fundort der Kiste 600 Meter ostwärts der Aumühle und demnach in der Nähe des Ammersees.
"Tatsächlich aber ist der Auffindeort circa 230 Meter ostwärts der Aumühle zu lokalisieren", sagt Rubach. "Klaus P. platzierte den angeblichen Auffindeort also genau dort, wohin ihn - fälschlicherweise - die Polizei verortet hatte."
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/augsburg-mordfall-ursula-herrmann-das-ominoese-gestaendnis-des-klaus-p-a-1180181.html

Dadurch entsteht bei mir der Eindruck, dass Klaus P. einfach nur das ausgesagt hatte, was seiner Meinung nach die Vernehmer hören wollten. Aber genau durch diese Aussage ist es für mich zumindest zweifelhaft, dass er tatsächlich Täterwissen hatte.

Außerdem ist es für mich unverständlich, dass sich das Gericht bei der Verurteilung auf ein lediglich als Gedächtnisprotokoll des Vernehmenden existierendes Geständnis - das zudem später widerrufen wurde - abgestützt hatte.

Ich hoffe, dass es zu einem erfolgreichen Wiederaufnahmeverfahren kommt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 19:21
Zitat von SiegessicherSiegessicher schrieb:aber die DNA an der Schraube war doch hoffentlich nicht von diesem Polizisten?
Das wurde wahrscheinlich untersucht. Man geht aber davon aus, dass es mindestend zwei Täter gegeben haben muss. Eine Person alleine hätte die Kiste nicht transportieren und im ERdreich ablegen können.

Die gefundenen DNA-Spuren könnten also von dem zweiten Täter, einem Komplizen stammen, der bis heute unbekannt ist. Dieser Komplize oder viellecht auch der Haupttäter könnte aus dem Umfeld des ehemaligen Polizisten stammen, dessen Fahrzeug am Tatort gesehen wurde.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.11.2017 um 19:28
...und wenn das tatsächlich eine tatrelevante Spur ist, nicht vergessen, dass dieser Täter dann auch im Mordfall Böhringer eine Rolle gespielt hat!!!
Ich überlege mal, die Böhringer war so ca 65...der Täter dann auch. Diese Tat war 2006(glaube ich), Tat Herrmann 1980. Also Täter 2006 Pi mal Daum 65 Jahre alt abzüglich 26 Jahre sind 39...würde alles passen


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 09:51
@Siegessicher

Ich halte die DNA Spur durchaus für tatrelevant.

Charlotte Böhringer wurde 59 Jahre alt.
Trotzdem bleibt deine Altersberechnung schlüssig.

Die Beziehung von CB zum unbekannten Spurenleger ist bis heute ungeklärt.

Was denkst du dazu?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 10:28
Dass 2006 in einer Wohnung in München identische DNA Spuren wie an der Kiste in der Ursula Herrmann vergraben wurde gefunden  und sichergestellt werden  konnten, könnte ein Indiz dafür sein, dass einer der Täter im Fall Herrmann 2006 noch lebte und sich in dieser Wohnung aufgehalten hatte.

Die Spur in der Wohnung wurde an zwei GEgenständen gefunden , einer dieser GEgenstände war ein Trinkglas, dass sich ungespült in einer Spülmaschine eingeräumt befand. Dieser Umstand wiederum lässt die Vermutung zu, dass der Täter sich kurz zuvor, also irgendwann in dem Zeitraum zwischen letzter Leerung der Maschine und dem Auffinden darin in der Wohnung in München aufgehalten haben muss.

In dieser Wohnung wurde ebenfalls ein Mensch ermordet. Über den Mord wurde viel berichtet,  dennoch hat sich anscheinend niemand gemeldet, der als Verursacher dieser Spur in Frage kam

In der Wohnung des Münchner Opfers hat sich demnach eine Person aufgehalten, die unerkannt bleiben wollte.

Diese Person,, die es vorzog unerkannt zu bleiben hatte aber auch Kontakt zur Kiste, bzw. zu einer Schraube der Kiste in der Ursula Hermann starb.

Alleine diese beiden Sachverhalte hätten eigentlich neue Ermittlungen nach sich ziehen müssen. Es hätte nach der Person die ihre DNA Spuren an Kiste und Glas hinterliess gesucht werden müssen.

Wenn es einen Zusammenhang gibt, dann hat diese Person vielleicht mittlerweile schon drei Menschen getötet.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:05
Zitat von meerminmeermin schrieb:Dass 2006 in einer Wohnung in München identische DNA Spuren wie an der Kiste in der Ursula Herrmann vergraben wurde gefunden und sichergestellt werden konnten, könnte ein Indiz dafür sein, dass einer der Täter im Fall Herrmann 2006 noch lebte und sich in dieser Wohnung aufgehalten hatte.
Es gibt aber auch eine andere mögliche Erklärung dafür. Es könnte sich um eine Verunreinigung handeln, die z.B. durch kontaminiertes Abstrichbesteck entstanden ist. Stichwort: Heilbronner Phantom.

Wurde die mögliche "Verwechslung" in dem Enführungsfall überhaupt schon einmal diskutiert oder weshalb war das nie Thema hier?
http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Ursulas-Entfuehrung-War-alles-eine-tragische-Verwechslung-id5495801.html

emodul


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:09
@emodul

Die Verunreinigung könnte möglich sein, aber ist wenig wahrscheinlich!

Beim Heilbronner Phantom tauchte die besagte Trugspur überall in Deutschland und in Teilen Europas auf.

Die Spur im Fall Herrmann/Böhringer nur dort.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:21
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Die Verunreinigung könnte möglich sein, aber ist wenig wahrscheinlich!
Weshalb ist das nun wenig wahrscheinlich? Gerade die räumliche Nähe der beiden Taten spricht doch jetzt nicht unbedingt dagegen.
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Beim Heilbronner Phantom tauchte die besagte Trugspur überall in Deutschland und in Teilen Europas auf.
Und gerade dieser Umstand, also dass die gleiche Spur an vielen Orten auftauchte, hat doch auch dazu geführt, dass man an diesen Spuren kaum zweifelte, da verschiedenste Labore mit der Auswertung des Spurenmaterials betraut waren.

Bei den Fällen Herrmann und Böhringer war eventuell das gleiche Labor involviert, so dass sich (theoretisch) weitere Möglichkeiten für eine Verunreinigungen des Materials ergeben.

Interessanterweise kann man ja auf der Wiki-Seite Wikipedia: Entführung von Ursula Herrmann lesen, dass man mittlerweile davon ausgeht, dass die DNA-Spur im Fall Herrmann und Böhringer wohl einer Verunreinigung geschuldet wäre. Leider fehlt aber die Quelle zu dieser Angabe, von daher ist das wohl mit Vorsicht zu geniessen.

emodul


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:34
@emodul

Die räumliche Nähe ist zweifellos gegeben.

Für mich spielt der Faktor Zeit die entscheidende Rolle.

Es liegen 25 Jahre zwischen beiden Straftaten.

Mir persönlich ist ein solcher Zufall zu groß, um von einer Verunreinigung auszugehen.

Definitiv ausschließen kann ich es leider nicht.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:34
Bei den in der Böhringer Wohnung gefundenen DNA Spuren hat man sich aber sehr viel Mühe gegeben diese hinsichtlich eines Zusammenhangs zur Tat zu analysieren. Es existieren seitenlange Ausführungen, die belegen sollen, warum die Spuren nichts mit dem Tatgeschehen zu tun haben können, dabei wird nicht auf das Argument "Verschmutzung im Labor" eingegangen. Man hat die Spur also sehr wohl als in der Wohnung gesetzt angenommen. Wäre das von vornherein nicht der Fall gewesen, hätte man sich die ganze Argumentationskette sparen können.


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26.11.2017 um 11:40
@meermin
Ich finde es höchst verdächtig, wenn ellenlange Berichte geschrieben werden, um eine Spur als tatrelevant auszuschließen.

Dieser Ausschluss musste zwingend erfolgen. Ansonsten hätte es keine Verurteilung geben können.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 11:46
Das verstehe ich jetzt nicht, wenn man einerseits davon ausging, dass es sich um eine Verschmutzung im Labor handelte, und dies auch das Argument war mit dem  begründet wurde, dass keine weiteren Ermittlungen hinsichtlich dieser Spur getätigt werden mussten, dann muss doch nicht noch erklärt werden, wie die Spuren in der Wohnung an die Gegenstände gelangt sein müssen und dass dies in keinem Zusammenhang zum eigentlichen Tatgeschehen stand.

Entweder man denkt, es handelt sich um nachträgliche Verschmutzungen im Labor, oder man geht davon aus, dass sie Spuren in der Wohnung selber gesetzt wurden aber nichts mit dem Tatgeschehen zu tun haben. Beides geht wohl kaum, erst Spurensetzung in der Wohnung, dann Verschmutzung im Labor.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 12:17
Zitat von Ma_VeMa_Ve schrieb:Die Beziehung von CB zum unbekannten Spurenleger ist bis heute ungeklärt. Was denkst du dazu?
schwer, weil ich nicht vom Fach bin. Dann könnte ich besser einschätzen, ob damals wie heute eine Verunreinigung eines Labormitarbeiters möglich wäre.

Ich hätte da eine Idee. Alle, die damals UND heute im gerichtsmedizinischen Labor tätig waren, müssten eine DNA -Probe abgeben, die dann mit der besagten verglichen wird. Es können nach 26 Jahren doch nicht so viele sein, also kein großer Aufwand wie ich denke


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 12:21
Zitat von meerminmeermin schrieb:dass es sich um eine Verschmutzung im Labor handelte
Das kommt aber in den seltesten Fällen vor, dass die Probe im Labor verschmutzt wurde. Meistens handelt es sich um Verunreinigungen bei der Spurensicherung, z.B. durch nicht ordnungsgemäß gereinigtes Material. Wie in dem Fall des Maßstabes, der noch Spuren von einem Früheren Fall trug.
Zitat von SiegessicherSiegessicher schrieb: Alle, die damals UND heute im gerichtsmedizinischen Labor tätig waren, müssten eine DNA -Probe abgeben
Soweit ich weiß wird das so gemacht. Wer in einem kriminaltechnischen Labor arbeitet, dessen DNA ist zu Vergleichszwecken hinterlegt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.11.2017 um 12:25
Zitat von Jacksy24Jacksy24 schrieb:Soweit ich weiß wird das so gemacht. Wer in einem kriminaltechnischen Labor arbeitet, dessen DNA ist zu Vergleichszwecken hinterlegt.
aha, pfiffig! dann kann es sich bei einer Verunreinigung ja nur noch um einen Kriminalbeamten handeln, der damals wie heute aktiv war


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26.11.2017 um 12:29
@Siegessicher

Das ist richtig.
Der Kreis derer, die im Fall Herrmann und Böhringer involviert waren dürfte sehr überschaubar sein.

Alles in allem spricht mehr für eine Täterspur als für eine Trugspur bzw eines Unbeteiligten.


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