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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.533 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:21
man mag es drehen und wenden, so ein Indizienprozess mit Verurteilung ist mir nach wie vor suspekt, ist aber auch nur meine persönliche Meinung.
Es fällt auf, dass in den mir bekannten fünf Fällen (zwei davon sind inzwischen wieder frei) die Verurteilten alle noch nach Jahren ihre Unschuld beteuert haben..
Im diesem Fall hier, als sicheres Beweisstück das Tonbandgerät herzunehmen, halte ich für sehr gewagt, soweit ich mich erinnern kann hat die Sachverständige von Wahrscheinlichkeit geredet...


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:24
Zitat von BluelleBluelle schrieb:man mag es drehen und wenden, so ein Indizienprozess mit Verurteilung ist mir nach wie vor suspekt, ist aber auch nur meine persönliche Meinung.
Ja sehe ich auch so. Ich dachte auch immer dass bei uns nur jemand ins Gefängnis kommt wenn seine Tat "zweifelsfrei" nachgewiesen wurde.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:25
@Suinx
Zitat von SuinxSuinx schrieb:Ja sehe ich auch so. Ich dachte auch immer dass bei uns nur jemand ins Gefängnis kommt wenn seine Tat "zweifelsfrei" nachgewiesen wurde.
Du, ich auch....erst hier bei Allmy habe ich das eigentlich so richtig mitbekommen...aber ich glaube wir sind OT
das heisst ich dachte Gustl wäre ein Sonderfall..zwar nicht wegen Mordes angeklagt aber dennoch seltsames Rechtssystemverfahren..


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:27
@Suinx

Ja, ich glaube man hat nicht alles versucht.

Die DNA Spur wurde erst kurz vor Eröffnung der Hauptverhandlung gegen BT entdeckt.

Der Verteidiger wollte den Beginn der Verhandlung verschieben. Vergeblich.

BT war 1981 noch ein Kind. Eine Verbindung zu der Person wäre in 2006 ermittelt worden, falls es einen gemeinsamen Plan gab.

Ehrlich gesagt möchte ich nicht zu weit abschweifen.

Ich halte es nach wie vor für möglich , dass zwei unschuldige sitzen.

Nicht mehr, nicht weniger.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:39
http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Fall-Ursula-Herrmann-Ist-Werner-Mazurek-doch-nicht-der-Taeter-id38018507.html
aus dem Artikel:

Als klar war, dass Mazurek der Prozess gemacht wird, hat sich die Familie Herrmann zur Nebenklage entschlossen. Dadurch bekam Ursulas Bruder Akteneinsicht. Er kämpfte sich durch: „Ich habe 24000 Blatt gelesen.“ Die Zweifel wuchsen, und sie wurden auch nicht kleiner, als der Prozess vor dem Schwurgericht begann.

Dadurch bekam Ursulas Bruder Akteneinsicht. Er kämpfte sich durch: „Ich habe 24000 Blatt gelesen.“ Die Zweifel wuchsen, und sie wurden auch nicht kleiner, als der Prozess vor dem Schwurgericht begann. Michael Herrmann erfuhr von gravierenden Ermittlungspannen, von Eifersüchteleien zwischen Kommissaren, von der Ablösung einer Sonderkommission.

Er hörte ein Gutachten über das Tonbandgerät und erfuhr vom Geständnis eines Alkoholikers, das Loch für die Kiste gegraben zu haben....

ein weiterer Artikel:
https://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/Entfuehrungsfall-Ursula-Herrmann-nach-35-Jahren-wieder-vor-Gericht;art1222890,3866006

im zweiten Artikel kein Wort von Akteneinsicht...


Aber wenn es stimmt was in dem Artikel steht - von wegen Ermittlungspannen, Eifersüchteleien. Ja wie soll dann vernünftig ermittelt worden sein?
Und dann taucht eine Spur auf die eine Wende im Fall bringen kann und diese wird "ignoriert" ( ich empfinde sie wird ignoriert, kleingeredet - eben passend zu Eifersüchteleien und Pannen, vielleicht auch eine Art Vertuschung.)

Und genauso sehe ich es auch im Fall C.B.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 19:45
@Tiho
So ist es.

Das Studium der Akten brächte vermutlich weiteres seltsame hervor.

Der Bruder von UH denkt nicht einfach so, dass M. der Falsche ist.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 20:04
Und genauso sehe ich es auch im Fall C.B. ... da gab es doch die Aussage der ehemaligen Freundin vom Verurteilten... finde sie aber gerade nicht. Die Aussage des/eines Beamten gegenüber ihr noch in der Garage bzw am Tatort glaube ich.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 20:21
@Tiho
Welche Aussage meinst du?

Sinngemäß!??


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.06.2016 um 20:26
Am gleichen Abend äußert sich ein Beamter der Mordkommission gegenüber der Verlobten von Bence im Rahmen einer informatorischen Befragung dahingehend, ob sie Bence die Tat zutraue und wie viel Zeit man für den Weg zwischen ihrer Wohnung in Schwabing und der Parkgarage am Isartor benötige. Als diese sich entsetzt äußert angesichts der Fragen, erwidert der Beamte, dass sie nicht die erste Frau sei, die nicht wisse, was ihr Mann so treibe. Von diesem Gespräch und den Verdächtigungen seitens des Beamten berichtet die Verlobte Bence noch in der Nacht vom 16.05.2006.

http://www.probence.de/die-verfahren/ermittlungsverfahren/

Im Urteil ist das auch erwähnt AFAIR.

@Ma_Ve


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

15.06.2016 um 19:22
Es wird noch einmal weiteren Prozess im Rahmen dieses Falles
geben. Allerdings geht es da um eine Zivilklage des Bruders
des Opfers gegen den verurteilten Täter, von der der Bruder sich
weitere Informationen zur Tat und möglichen weiteren Tatbeteiligten
erhofft.

http://www.welt.de/vermischtes/article156244106/Verurteilter-Taeter-freut-sich-diebisch-ueber-neue-Klage.html


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

17.06.2016 um 05:58
Die Ermittler stellten seinerzeit sogar die Todeskiste, 139 Zentimeter hoch, 72 Zentimeter breit, 60 Zentimeter tief, in der örtlichen Kneipe aus, um die Einwohner einen Blick darauf werfen zu lassen.
Es würde mich interessieren, wie das damals genau ablief. Befand sich die Kiste hinter einer Absicherung oder war es der Bevölkerung sogar möglich, diese anzufassen. Dann könnte diese DNA, die auch in München festgestellt wurde, auch so auf die Schraube gekommen sein. Diese Person müsste aber 15 Jahre später in der Wohnung von Charlotte Böhringer zugegen gewesen sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

17.06.2016 um 10:37
@Robin76

Ich halte es für wenig wahrscheinlich, dass die DNA bei der öffentlichen Ausstellung der Kiste übertragen werden konnte.

Die Polizei ist schließlich nicht doof.

Man stelle sich das Szenario der Ausstellung und Transport der Kiste mal vor. Viele Leute fassen diese an oder werfen einen Blick hinein.

25 Jahre später untersucht man die Kiste erneut auf Spuren und findet die besagte Spur!

Diese Spur muss schon in einem Bereich der Kiste gefunden worden sein, wo nur der Erbauer seine Spur hinterlassen konnte.

Falls dem nicht so ist, haut selbst ein untalentierter Anwalt , die Spur einem Staatsanwalt um die Ohren.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

17.06.2016 um 13:38
Naja, ich denke mal es ist nicht viel anders mit der Original-Kiste als wenn man im XY-Studio Originaltatwaffen o.ä. präsentiert -d.h. vorher wurde alles gesichert.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

17.06.2016 um 13:46
@Suinx

Ich denke, dass es bei der Kiste schon um einiges anders gelaufen ist, weil sich die Untersuchungsmethoden und -Möglichkeiten weiterentwickelt hatten.

Ein oder mehrere Ermittler haben sich in diesem Zusammenhang offenbar die richtigen Fragen gestellt und an den richtigen Stellen der Kiste nach Spuren gesucht.

Diese Arbeit wurde belohnt.

Traurigerweise hat weder die Staatsanwaltschaft noch das Gericht die richtigen Schlüsse gezogen und angemessen reagiert.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

20.06.2016 um 02:42
Ist das irgendwo mal erwähnt worden, wie lange das mit dem Loch ausheben gedauert haben könnte in das die Kiste platziert wurde. Die Erde muss dann ja auch irgendwo platziert worden sein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.06.2016 um 19:55
Der Täter wird das Loch für die Kiste ja bestimmt nicht an einem Tag gegraben haben, sondern an mehreren Tagen verteilt. Oder???


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.06.2016 um 20:13
@curt
Es kommt auch auf die Beschaffenheit des Bodens. Zudem musste er Zeugen vermeiden.

Bei einem weichen Waldboden schafft man dies bestimmt binnen Stunden.

Die stundenlange Abwesenheit darf wiederum der Familie nicht auffallen.

Alles in allem viel zu beachten, um nicht entdeckt zu werden.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.06.2016 um 20:34
hi
Sicher läßt sich so ein Loch binnen Stunden graben.
Wenn ich einen Dreibock drüber stelle und per Eimer
die Erde hoch schaffe. Und oben einer annimmt. Denn
in einem Loch welches
T160xB75xL60cm groß wird kann man nicht frei graben.
Aber wo bleibt der Aushub? In die Hosentasche?

Zumal rings herum Büscxhe und Gesträuch standen
die Wurzelwerk haben.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.06.2016 um 20:42
@ilse-man
Den Aushub kann man im Wald verteilen. Hier ein Eimer voll, da einen Eimer voll.

Das Ausheben konnte vollbracht werden ohne das es jemand beobachtet hat. Dann ist es gut möglich, dass der Aushub ebenfalls nicht auffiel.

Wesentlich ist der Faktor Zeit und die Abfolge.

Zuerst der Plan, dann die Auswahl des Kindes oder umgekehrt?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

21.06.2016 um 20:50
@Ma_Ve
Die stundenlange Abwesenheit darf wiederum der Familie nicht auffallen.

Wenn man eine familie hatte.


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