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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.426 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, Radio ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 13:09
War jetzt der Innenraum geschlechtsspezifisch ausgekleidet oder ist das wieder nur so eine Ente? Mir kommt der Stoff und Beigelegtes eher geschlechtsunspezifisch vor. Was soll auf ein Mädchen als Opferr hindeuten? Ich bräuchte das für mein Hobby-Profile vom Täter.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 13:13
Genauer: Ausstattung neutral, auf weibliches Opfer oder vielleicht sogar männliches Opfer abgestimmt?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 13:14
Zitat von SirMarvelSirMarvel schrieb:Es wollen sich natürlich nicht alle Zeugen wichtig machen.
ok,das war nun überspitzt ausgedrückt.

aber nehme ich nunmal dein beispiel auf,würde ich dich als erstes fragen ,ob du dieses beispiel jetzt auch so siehst . ?
oder hast du dir das jetzt so ausgerichtet,weil du nun von einen unschuldigen ausgehst ?

kann es nicht auch sein das die polizei herrn mazurek ermittelt hat ,eine spur verfolgte,alibis prüfte ,personen die am wald gesehen wurden usw. ?
ich kenne den genauen ablauf von damals nicht ,weiß auch nicht ob er so in den akten steht.
ich würde aber erstmal davon ausgehen, das die meisten ihre arbeit getan haben und dann auch zu 90% richtig ermittelt wird.
ich glaube auch nicht das man einfach so nach vielen jahren den herrn M. einfach mal so hops nimmt ,um rechtzeitig vor der rente, oder sonstiges einen verdächtigen zu präsentieren,da müßte schon mehr dahinter sein.

es gibt sicherlich auch die 10 % oder weniger ausnahmen,man kann aber nicht plötzlich weil man einen fehler entdeckt ,oder sympathie empfindet ,den ganzen fall einfach umwerfen und dann behaupten das zeugen ,oder dinge nun ganz anders waren, als es die ganzen jahre vorgestellt wurde.

man kann aber sicherlich alles hinterfragen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 13:29
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb:Der oder die Beitragstäter könnten morgen zur PD FFB gehen und sagen "wir warens". Das wäre toll für Mazurek und post mortem für HW, aber den wirklichen Tätern würde nichts passieren.
Seit wann (Datum) ist es verjährt?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 14:06
Zitat von HugHug schrieb:War jetzt der Innenraum geschlechtsspezifisch ausgekleidet oder ist das wieder nur so eine Ente? Mir kommt der Stoff und Beigelegtes eher geschlechtsunspezifisch vor. Was soll auf ein Mädchen als Opferr hindeuten? Ich bräuchte das für mein Hobby-Profile vom Täter.
Aus der Kiste kann man das nicht ableiten, finde ich. Die Erpresserbriefe sprechen aber explizit von einer Tochter.

@zweiter
Du hast schon recht, alles ist eine Frage der Interpretation. Wenn man bedenkt, dass sich insgesamt 90.000 Blatt angesammelt haben, die sich mit den unterschiedlichsten Spuren beschäftigen, aber keine dabei war, die beweiskräftig war, ist es klar, dass man irgendwann sein Jagdfieber auf die Spuren setzt, die sich vielleicht noch entwickeln können. Mazurek war Spur 237, da gab es also noch etliche andere Spuren. Ich weiß z.B., dass sich mein damaliger Kollegstufenleiter 25 Jahre später bei einem Klassentreffen darüber "beschwert" hat, dass er auch unter Verdacht war. Damals waren wirklich alle unter Verdacht. Und eine Spur nach der anderen verschwand dann wieder, ebenso die Mazurek Spur.
Zitat von HugHug schrieb:Seit wann (Datum) ist es verjährt?
Menschenraub mit Todesfolge verjährt nach 30 Jahren, das war also am 15.09.2011. Eine Einstufung des Verbrechens als Mord (wegen des bedingten Vorsatzes aufgrund der medizinisch sehr wahrscheinlichen Überdosierung) würde die Verjährung aufheben.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 17:45
Zitat von 2r2n2r2n schrieb:Und eine Spur nach der anderen verschwand dann wieder, ebenso die Mazurek Spur.
anscheinend ja nicht,irgendwie muss ja jemand drangeblieben sein ,warum auch immer.?

oder warum wurden andere spuren eben nicht verfolgt ,oder weniger ?
das kann ich nicht sagen ,habe keine akteneinsicht und auch keine ahnung was für ketten überhaupt aus den spuren entstanden sind.

aber so als nichtwissender ,würde ich jetzt nicht sagen können,ob ein zeuge anders einzuschätzen ist ,oder ein indiz falsch ausgelegt wurde,oder ob irgendetwas verdreht ,oder beseitigt wurde.
man kann ja nur vergleichen und prüfen und fragen stellen, um eventuell etwas neues zu finden ,oder total verkehrtes aufzudecken.
aus meinen blickwinkel sehe ich da aber nichts deutliches,sehe aber das nach dem bekannten dingen herr M. der täter sein kann.
die möglichkeiten ,die orte ,die fertigkeiten ,seine ausgangslage ,bietet alles was paßt.
auf wen das noch passen würde ,keine ahnung ? dazu weiß man eben wieder zu wenig über andere verdächtige.

ich kann mir aber auch nicht vorstellen,das es ganz unbekannte personen sein könnten,dazu wirkt es zu speziell geplant,zu nah.

wenn es da fremde täter geben würde ,dann hätten sie irgendwann wieder zugeschlagen und so müßte man diese täter dann in nachfolgetaten suchen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 18:10
Zitat von zweiterzweiter schrieb:ich würde aber erstmal davon ausgehen, das die meisten ihre arbeit getan haben und dann auch zu 90% richtig ermittelt wird.
Wenn Du diesen Fall im Detail kennst glaubst Du da nicht mehr dran. Stichwort "Spurenvernichtungskommando", "Sprung eines Ermittlers in die Kiste", "Fotografen am Kistenort", "Reinigung eines Tatmittels (Decke) im Trockner", "Fehlende Zeugenvernbehmungsprotokolle" bzw. "Erinnerungsprotokolle", "Austausch der kompletten Soko", etc.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:ich glaube auch nicht das man einfach so nach vielen jahren den herrn M. einfach mal so hops nimmt ,um rechtzeitig vor der rente, oder sonstiges einen verdächtigen zu präsentieren, da müßte schon mehr dahinter sein.
Müsste. Ist vielleicht auch so. :) 2r2n kann ein Lied davon singen.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:aus meinen blickwinkel sehe ich da aber nichts deutliches,sehe aber das nach dem bekannten dingen herr M. der täter sein kann.
Es gibt da durchaus mehrere deutliche Tätergruppen. Aber posten darf man hier im Forum nicht viel zu diesen Dingen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 18:32
Zitat von SirMarvelSirMarvel schrieb:Es gibt da durchaus mehrere deutliche Tätergruppen. Aber posten darf man hier im Forum nicht viel zu diesen Dingen.
nachweislich, oder nur in der theorie ?
Zitat von SirMarvelSirMarvel schrieb:Wenn Du diesen Fall im Detail kennst glaubst Du da nicht mehr dran. Stichwort "Spurenvernichtungskommando", "Sprung eines Ermittlers in die Kiste", "Fotografen am Kistenort", "Reinigung eines Tatmittels (Decke) im Trockner", "Fehlende Zeugenvernbehmungsprotokolle" bzw. "Erinnerungsprotokolle", "Austausch der kompletten Soko", etc.
und warum sollte man ein spurenvernichtungskommando in dem fall losschicken ?
ich würde es mal als eine überzogene aussage, eines sich ärgernden kriminalbeamten sehen.

der sprung in die kiste würde ich mir so erklären ,das derjenige eventuell das kind schnell bergen wollte um es zu reanimieren,oder man wollte dinge bergen ,oder es gab einen fehltritt.
sicher war es vielleicht ein fehler wegen spuren ,aber es kann auch einfach eine reaktion gewesen sein.
daraus muss man aber keine verschwörung basteln.

wann nun fotografen am kistenort waren ,das kann ich nicht sagen .
einerseits sind solch reporter immer schnell informiert und fotos könnten auch wichtige beweise für später sein ,allerdings ist es für das spurenbild allgemein schlecht ,wenn dort viele leute schnell zulauf haben.

die reinigung eines tatmittels ist allerdings ein unding ,könnte ich mir nur so erklären das an der decke eben im verlauf der bergung zuviele spuren vom polizisten hinterlassen wurde und man dieses vertuschen wollte um nicht ins visier zu geraten.
oder einfach nur unwissenheit von einer person ,die nicht genau wußte welche bedeutung die decke hatte.
zb. einer ehefrau ,oder reinigungskraft.
aberwie gesagt ein unding ,das sowas in falsche hände kommt.

fehlende zeugenvernehmungen geht natürlich auch nicht und ich kann mir schon vorstellen das man die soko aus verschiedenen gründen tauschen kann.

einmal weil die letzte zu schlampig war,oder weil die neue soko anders denken sollte ,neu denken sollte.
oder weil die erste soko anders wo gebraucht wurde ,weil sie eben andere spezielle gebiete oder leute hat unddann eine zweite übernahm
warum die soko im speziellen getauscht wurde, oder nur zum teil ,weiß ich nicht .
würde aber nicht gleich das schlimmste vermuten.
aber das wird sicherlich geklärt sein ,warum eseinen wechsel gab ,oder ?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 18:45
Habe gerade bei youtube einen sehr interessanten Beitrag über die Möglichkeiten gesehen, aus einer DNA Phantombilder zu machen.

Schon heute geht das zu einem erstaunlichen Maß im Rahmen der Forschung. Sollten die DNA Spuren aus dem Spur - Spur Treffer erhalten bleiben, dann ist es einfach nur eine Frage der Zeit, bis es hierzu eine Antwort gibt, wer es war.

Es wurde ja in letzter Zeit viel zum Thema DNA diskutiert. Seht es bitte als Ergänzung.

Ich möchte hier keine Link Spam Löschung risikieren, daher schaut einfach unter youtube "Phantombilder dank DNA-Spuren - FUTURE - ARTE" - wenn es schnell gehen soll, dann geht ihr gleich auf 8:40

Keine guten Nachrichten für den Täter.

Manchmal frage ich mich, ob nicht interessante DNA mal so unter Kollegen über den Computer gejagd werden. Klar, derzeit nicht gerichtlich verwertbar, aber wenn man weiß wer´s war ist das doch mal so ganz nett zu wissen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 19:47
Zitat von HugHug schrieb:über die Möglichkeiten gesehen, aus einer DNA Phantombilder zu machen.
Ja, das stimmt schon, man könnte theoretisch unglaublich detaillierte Informationen aus einer DNA lesen. Allerdings ist das 1. auch ein bisschen mit Vorsicht zu geniessen, da keinesfalls alles, was in der DNA angelegt ist, dann so auch sichtbar wird (an der Person). Und 2. ist es nicht nur gerichtlich verboten, sondern sogar untersagt, im Rahmen von Ermittlungen Informationen auch nur auszuwerten, es darf nur ein „informationsloses“ DNA-Profil erstellt werden, zum Zwecke der Zuordnung.
Ich finde, so verlockend es auch erscheint, beim genaueren Nachdenken bin ich dann doch froh, dass es nicht erlaubt ist.


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12.01.2019 um 20:05
Zitat von zweiterzweiter schrieb:und warum sollte man ein spurenvernichtungskommando in dem fall losschicken ?
ich würde es mal als eine überzogene aussage, eines sich ärgernden kriminalbeamten sehen.
Der Ausspruch stammt von dem damaligen leitenden Staatsanwalt. Er hat es in der Verhandlung 2009 gesagt, um darzulegen, dass die Kripo mit den Spuren am Tatort fahrlässig umgegangen ist.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:wann nun fotografen am kistenort waren ,das kann ich nicht sagen .
einerseits sind solch reporter immer schnell informiert und fotos könnten auch wichtige beweise für später sein
Die waren fast zeitgleich mit der Kripo am Auffindeort. Und natürlich ist es nicht ihre Aufgabe, Tatortfotos zu machen, um Beweise festzuhalten. Das ist Aufgabe der Polizei. Warum sie so früh da waren, lässt sich nur mit einer undichten Stelle bei der Kripo erklären.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:oder einfach nur unwissenheit von einer person ,die nicht genau wußte welche bedeutung die decke hatte.
zb. einer ehefrau ,oder reinigungskraft.
Das würde bedeuten, dass ein Tatmittel irgendwo liegengelassen wurde. Das wäre schlimm. Es war aber noch schlimmer: Der Kripobeamte nahm die Decke mit und warf sie zuhause in der Waschmaschine.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:warum die soko im speziellen getauscht wurde, oder nur zum teil ,weiß ich nicht .
würde aber nicht gleich das schlimmste vermuten.
aber das wird sicherlich geklärt sein ,warum eseinen wechsel gab ,oder ?
Die Soko wurde getauscht, weil ein Komitee von erfahrenen Kripo-Beamten aus Bayern gebildet wurde, die sogenannten Weisen. Die haben beschlossen, dass die Spurenlage nicht ausreicht, um weiter an der Spur 237 (Mazurek) zu arbeiten. Das war schon Mitte 1982. Es wurde ein neuer Leiter bestimmt, der andere Spuren in den Blick nahm, leider auch ohne Ergebnis. 1984 kam dann durch diese Soko der Ex-Polizist unter Verdacht, aber nach ein paar Monaten war es auch mit dieser Soko vorbei und 1985 übernahm dann das LKA. Da verschwand dann auch die Polizistenspur, weil die gleichen Zeugen nochmal befragt wurden und jetzt plötzlich andere Aussagen machten. An diesem Sachverhalt kann man ermessen, wie relativ Zeugenaussagen sind.
Im Anschluss daran, also ab Ende der 80er, gab es keine relevante Spurenlage mehr. Der Fall wurde nie aufgegeben, aber es passierte halt nichts Bedeutendes mehr. Erst ab 2003 oder 2004 ging es wieder weiter mit einer neuen Soko, die sich zunächst hauptsächlich mit DNA beschäftigte. Mazurek war hier kein Thema. Seine DNA war auch kein Thema, als man ihn im Januar 2007 wieder entdeckte. Man hat sie beiläufig von ihm bekommen, Monate nachdem die Jagd schon auf ihn in vollem Gange war.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 20:26
Zitat von zweiterzweiter schrieb:ob man nun wußte das die nachbarin beobachtet,oder wie lange ,kann man wohl schlecht aus heutiger sicht nachvollziehen.
Das betreffende Nachbargrundstück soll durch eine Hecke getrennt und unterhalb des Hauses von WM gelegen sein. Ich weiß allerdings nicht ob es einen Lokaltermin gab, bei dem die Örtlichkeiten in Augenschein genommen wurden.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:also vorraussetzungen um bei einem verbrechen zu helfen sind immer irgendwie gegeben und wenn es nur die planung wäre.
Das wurde vom Gericht auch berücksichtigt und es kamen von Haus aus nur das Fertigen der Erpresserbriefe und die Planung in Betracht. Doch dafür gab es keine Beweise, was in diesem Fall auch mit der notwendigen Konsequenz berücksichtigt wurde. Also nicht mal die Telegrammaufgabe in Landshut wäre realistisch.
Zitat von zweiterzweiter schrieb:der sprung in die kiste
Ich kenne keinen Fall wo derart fahrlässig mit Tatortspuren umgegangen wurde ausser diesem. Auch wenn DNA erst vier Jahre später ein Begriff wurde so musste doch damals allen klar sein dass auch daktyloskopische Spuren dadurch vernichtet werden können. Wieso passieren einem so erfahrenen Ermittler ausgerechnet bei diesem Fall solche Fehler?

Gut möglich dass hier bereits die Grundlagen für das Scheitern der Ermittlungen gelegt wurden. Fehler die am Tatort gemacht werden ziehen sich erfahrungsgemäß durch den ganzen Fall und können oft nicht mehr ausgebessert werden, vor allem wenn so wie in Bayern eine ganze Instanz keine Tatsachen überprüfen muss.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 20:33
Zitat von 2r2n2r2n schrieb:Der Ausspruch stammt von dem damaligen leitenden Staatsanwalt. Er hat es in der Verhandlung 2009 gesagt, um darzulegen, dass die Kripo mit den Spuren am Tatort fahrlässig umgegangen ist.
Zitat von 2r2n2r2n schrieb:Die waren fast zeitgleich mit der Kripo am Auffindeort. Und natürlich ist es nicht ihre Aufgabe, Tatortfotos zu machen, um Beweise festzuhalten. Das ist Aufgabe der Polizei. Warum sie so früh da waren, lässt sich nur mit einer undichten Stelle bei der Kripo erklären.
ist ja vielleicht richtig ,hat aber nichts damit zutun ob herr M schuldig ist oder nicht.
man sieht eben die fehler die gemacht wurden ,das macht aber einen verdächtigen nicht weniger verdächtig.
Zitat von 2r2n2r2n schrieb:Seine DNA war auch kein Thema, als man ihn im Januar 2007 wieder entdeckte. Man hat sie beiläufig von ihm bekommen, Monate nachdem die Jagd schon auf ihn in vollem Gange war.
also hatte man ihm schon länger im visier und bekam dann die dna ,aber diese war dann nicht entscheidend,
zu der voruntersuchungen.
ich sage mal wenn man gewollt hätte ,dann hätte man die dna ja auch früher haben können.

aber auch das sagt doch keine unschuld aus ?
also aus alle diesen pannen kann man zwar sagen ,das es nicht gut ist
und zwar für alle die verdächtig wurden,oder mit dem fall zutn haben .
es sei denn jemand hatte davon vorteile,oder man hat wichtige spuren übersehen die zu anderen personen führen würden.

dann müßte man ja aber auch wieder bei den beweisen und aussagen der alten soko kramen, um zu erkennen was verpasst wurde ,oder wo eingelenkt wurde.
aber warum sollte eine neue soko so lange den fall in eine falsche richtung verfolgen ,was wäre denn der grund ?
einfach die darbietung eines schuldigen um den fall abzuschließen,um den ruhm zu ernten ?

oder meinst du das die spur in richtung des polizisten führen würde,also das man da eine kette von indizien nicht verfolgt hätte
und zeugen zu anderen aussagen verleitet hatte.



steht denn zu anderen spuren überhaupt etwas in den akten ?
könnte man da nochmal irgendwo ansetzen ?


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12.01.2019 um 20:46
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb: Also nicht mal die Telegrammaufgabe in Landshut wäre realistisch.
wieso wäre die nicht realistisch ?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 21:08
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb: vor allem wenn so wie in Bayern eine ganze Instanz keine Tatsachen überprüfen muss.
Heißt das, die Justizstrukturen sind in Bayern anders aufgebaut als in anderen Bundesländern?
Ich habe vor kurzem gelesen, dass jedenfalls die Urteile in Bayern, v.a. in Oberbayern sehr viel härter ausfallen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

12.01.2019 um 22:58
Zitat von zweiterzweiter schrieb:wieso wäre die nicht realistisch ?
Wenn man Frau M. verdächtigen würde müsste man erst erklären wie sie als schwer in ihrer Fortbewegung beeinträchtigte Person nach Landshut kommt. Ausserdem wäre sie mit Krücken aufgefallen.
Zitat von panta_rheipanta_rhei schrieb:Heißt das, die Justizstrukturen sind in Bayern anders aufgebaut als in anderen Bundesländern?
Zumindest das Strafgesetzbuch und die StPO sind Bundesrecht. Ich habe mich vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt, weil der Fall in Bayern verhandelt wurde. Der Instanzenzug macht grundsätzlich keinen wesentlichen regionalen Unterschied. Das Problem ist wie bereits beschrieben, dass es gegen Urteile des LG (wie bei Mazurek) oder OLG nur die Möglichkeit der Revision an den BGH gibt, wo aber keine Tatsachen mehr überprüft werden sondern nur formelle Mängel. Es fehlt also eine Instanz, die die Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens nochmal überprüft und wenn (frei nach Peters) dort bereits bei den tatnahen Ermittlungen Fehler und Unzulänglichkeiten passiert sind fehlt meines Erachtens ein wichtiger "Filter" zur Beseitigung.

Ob das der Grund für härtere Urteile in Bayern ist kann ich nicht beantworten, da gibt es vermutlich mehrere Faktoren; es scheint aber wenn man mehrere spektakuläre Fälle der letzten 15 Jahre betrachtet zumindest Diskussionsbedarf zu geben.


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12.01.2019 um 23:47
Zitat von zweiterzweiter schrieb:also hatte man ihm schon länger im visier
Nein, hatte man nicht. 2006 war noch der Drogendealer aus Taiwan im Visier. 2007 kam Mazurek ins Visier.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

13.01.2019 um 05:29
Zitat von ErwinKösterErwinKöster schrieb:Wenn man Frau M. verdächtigen würde müsste man erst erklären wie sie als schwer in ihrer Fortbewegung beeinträchtigte Person nach Landshut kommt. Ausserdem wäre sie mit Krücken aufgefallen.
wer sagt den das frau M. den brief nach landshut gebracht hatte,sie brauch ihn doch nur gebastelt haben ?
Zitat von 2r2n2r2n schrieb:Nein, hatte man nicht. 2006 war noch der Drogendealer aus Taiwan im Visier. 2007 kam Mazurek ins Visier.
ich weiß nicht wie da untersucht wurde,aber ein drogendealer erscheint mir in dem fall recht seltsam und nicht passend und von daher würde ich mal denken das die ermittler einen verdächtigen nach dem anderen, je nach spurenlage, nochmals abgeklopft haben,um einiges auszuschließen.
ich kann mir nicht vorstellen das man urplötzlich 2007 den herrn mazurek verfolgte und dann auch plötzlich noch das tonband dazu kommt.
man muss da schon länger was verfolgt haben.
aber das kann sicherlich die soko beantworten .


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13.01.2019 um 06:43
Zitat von zweiterzweiter schrieb:ich kann mir nicht vorstellen das man urplötzlich 2007 den herrn mazurek verfolgte und dann auch plötzlich noch das tonband dazu kommt.
man muss da schon länger was verfolgt haben.
Mazurek war im Aktenwust verschwunden. Die Soko, die 2003 oder 2004 neu gebildet wurde, hat sich zunächst hauptsächlich um DNA gekümmert. Ich selber musste meine DNA 2005 abgeben. Meine Recherchen haben ergeben, dass der Name Mazurek tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm war. Ich stelle es mir so vor, dass im Vorfeld vom Januar 2007, wo seine Sozialdaten angefordert wurde (das ist aktenkundig), die Tatverdächtigen aus den 80ern nochmal gesichtet wurden (Als sich die Taiwan-Geschichte als abwegig herausgestellt hat, war es bereits Herbst 2006 geworden). Die Sichtung der Sozialdaten und der Stasi-Unterlagen hat keine Auffälligkeiten gezeigt und der Zeitraum von Beantragung und Genehmigung lag noch ein gutes Stück auseinander. Das war alles zwischen Januar und März 2007. Danach gab es jedoch ein Ereignis, das die Geschwindigkeit deutlich erhöhte: Nach dem Spur/Spur Treffer ging plötzlich alles Schlag auf Schlag und der Zeitabstand zwischen Beantragung und Genehmigung von Maßnahmen gegen Mazurek wurde deutlich kürzer. Irgendetwas an dem Spur/Spur Treffer muss die Behörden mächtig gestresst haben. Das war also der Zeitablauf:
Januar 2007: Anforderung der Sozialdaten
März 2007: Der Spur/Spur Treffer wird den Behörden bekannt
April 2007: Verdeckte Ermittler werden auf Mazurek angesetzt
Mai 2007: Überwachungsmaßnahmen treten in Kraft
Oktober 2007: Fund des TK 248, gleichzeitig Einholung der DNA
Mai 2008: Verhaftung nach der Erstellung des Phonetik Gutachtens
Den Rest der Geschichte kennen wir. Meine Zweifel an der Täterschaft begannen mit der Abbildung des TK 248 in der Zeitung, also schon direkt nach der Verhaftung, und der Idee, dass man hier etwas zuverlässig zurückverfolgen kann. Es war nämlich schnell klar, dass hierin das einzige echte Indiz lag, das die Aktenlage aus den 80ern ergänzte. Meine Zweifel erhärteten sich dann, als ich im Januar 2009 Akteneinsicht erhielt. Das Gutachten konnte audiotechnisch nicht überzeugen und bei den anderen Indizien war ersichtlich, dass sie 1982 zur Entlastung Mazureks geführt haben inclusive des Austauschs der Soko.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

13.01.2019 um 07:11
@2r2n
und der spur /spur treffer,was war das für eine spur ? dna ?

1.damals hatte M.ja ein alibi ,demnach könnte man ihn ja nicht verurteilen
dieses alibi müßte ja auch ein falsches sein,oder zumindest eine falsche zeit haben,oder trotzdem möglichkeiten geben das er handeln konnte.
wurde das alibi widerlegt ?

2.das tonband macht für mich nur sinn ,wenn es auch übereinstimmungen hätte die speziell wären .
zb.das man fachwissen haben müßte ,oder eben das schaltgeräusch sicher identifizieren könnte ,oder den jingle, oder andere geräusche zuordnen könnte.
wobei es sicherlich kaum andere verdächtigen gab ,die solche spielereien mit tontechnik machen würden können,
wenn es denn so speziell ist.

3.dann wäre noch die aussage ,mit der anweisung die kiste zu vergraben .

das wären die 3 säulen aus meiner sicht.

1 .müßte widerlegbar sein,oder möglichkeiten bieten in gewissen phasen.
2. birgt für mich etwas unsicherheit ,aber auf den fall und den verdächtigen bezogen ,lenkt es schon mehr in richtung verdacht.
3. wäre auch mehr ein hinweis auf täterschaft,allerdings gibt es da keine beweise.
selbst wenn die aussage schriftlich wäre,könnte man sie anzweifeln .( man kann alles anzweifeln, wenn man will)
aber auch hier ist eben der bezug zu der verdächtigen person und umgebung schon ein deutliches plus, zu den verdächtigen zu tendieren.

das wäre für mich zu 85% verdächtig, um es mal in zahlen zu beschreiben,dazu kommt dann natürlich noch der ganze ablauf
bei dem entweder mehr oder weniger paßt.
diesen müßte man dann noch mit anderen verdächtigen abgleichen, um zu sehen ob andere nicht weiter vorne liegen.

wenn man nun aber noch einen dna treffer hatte,oder einen guten spur /spur treffer,wäre es sicherlich noch mehr sicher.

aber darüber weiß ich nichts.


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