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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.738 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

gestern um 23:34
@camelot
Ich stimme nicht ganz zu, ich habe das Urteil gegen WM
gelesen, er hat es selbst veröffentlicht. Da stehen sehr viele Details drin, die in der öffentlichen Diskussion wenig Beachtung finden, aber in meinen Augen nicht so einfach wegzuwischen sind. Einer jener Punkte ist Z.B., dass die Einlassungen von WM zum vermeintlichen Erwerb des Tonbandgeräts nachweislich nicht stimmen können. Ferner erinnert sich ein Zeuge ein solches Tonbandgerät im Besitz des WM vor der Tatbegehung gesehen zu haben Ein am Entführungsort gefundenes Fernglas wird von WMs Frau als ein dem
Ihres Mannes ähnlichen bezeichnet- das eigentliche Fernglas im Besitz des WMs findet sich aber nicht mehr, WM behauptet die Familie der Toten nicht zu kennen, was nachweislich nicht stimmt, er behauptet einschlägige Zeitungen nicht zu lesen, nämlich jene, aus denen die Erpresserbriefe gefertigt waren- was nicht stimmt etc. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Ermittlungen. Da ist - das gebe ich zu- nicht der ganz große „Punch“ dabei, das eine ganz überzeugende Indiz fehlt, aber die Gesamtheit der Fingerzeige und insbesondere die nachweislich nicht zutreffenden Einlassungen des WM sind dann schon so, dass man sich dazu Gedanken machen kann, ob das alles nur Zufälle und falsche Verdächtigungen sind.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 10:53
@EdgarH

Die Punkte die du anführst sehe ich auch so, aber ob und wie Werner M das Tonbandgerät erworben hat wäre nur von Bedeutung, wenn man zweifelsfrei feststellen könnte, dass genau dieses Tonbandgerät in Zusammenhang mit dem Fall Ursula Herrmann verwendet wurde. Den Beweis dafür kann ich nicht erkennen. Jetzt mag die Gesamtheit der Fingerzeige schon nachdenklich machen, ob das Zufälle oder falsche Verdächtigungen sind, aber reichen die vorgebrachten Indizien aus, um Werner M ohne jeden Zweifel zu verurteilen?

Wenn man entsprechend ermittelt hätte und andere Tätergruppen ausgeschlossen hätte, wäre am Ende eventuell WM übrig geblieben. Nur das ist nicht passiert. Und dann kurz vor der Verjährung dieses Verbrechens einen "Schauprozess" abzuhalten, dessen Ausgang vorhersehbar war, klingt mehr nach Bananenrepublik als nach Rechtsstaat.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 11:46
Zitat von camelotcamelot schrieb:Jetzt mag die Gesamtheit der Fingerzeige schon nachdenklich machen, ob das Zufälle oder falsche Verdächtigungen sind, aber reichen die vorgebrachten Indizien aus, um Werner M ohne jeden Zweifel zu verurteilen?
auch hier passt:
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb am 25.10.2025:Da hast Du Recht. Aber das ist die Entscheidung von 3 Richtern und 2 Schöffen, die die Indizien gewürdigt haben.
Allein diese 5 Menschen haben die Verantwortung übernommen, das Urteil zu sprechen.

der BGH hat dann noch überprüft, ob Rechtsfehler vorlagen, was verneint wurde.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 14:49
@JosephConrad

Es ist wie es ist. In Österreich wäre der Fall Ursula Herrmann vor einem Geschworenengericht gelandet. Da hätten 3 Richter und 8 Geschworene das Urteil gesprochen und ich spekuliere, dass der Prozess anders ausgegangen wäre. Nicht umsonst gibt es die Redewendung "Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand".


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 14:52
Zitat von camelotcamelot schrieb:Die Punkte die du anführst sehe ich auch so, aber ob und wie Werner M das Tonbandgerät erworben hat wäre nur von Bedeutung, wenn man zweifelsfrei feststellen könnte, dass genau dieses Tonbandgerät in Zusammenhang mit dem Fall Ursula Herrmann verwendet wurde. Den Beweis dafür kann ich nicht erkennen. Jetzt
Die Frage ist doch aber, warum macht WM falsche Angaben über den Erwerb des Tonbandgeräts? Wenn es irgendein x-beliebiges ist, wäre das ja nicht nötig gewesen, eine Geschichte zu erfinden, die dann durch seinen eigenen (!) Videoaufnahmen, die die Polizei bei einer Haussuchung bei ihm fand widerlegt wurde- denn er war nachweislich zum angegebenen Zeitpunkt auf einer Flussfahrt, bei der er sich filmte. Die Polizei ermittelte sogar, ob WM sich im Wochenende geirrt haben könnte, der besagte Wochenmarkt fand aber in solch großen Zeitabstände statt, das WMs Aussage schlicht unglaubwürdig wirkt. Umgekehrt: Wenn WM weiß, dass das Tonbandgerät ein "Thema" werden kann, dann macht eine Falschaussage Sinn.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:04
Zitat von camelotcamelot schrieb:Es ist wie es ist. In Österreich wäre der Fall Ursula Herrmann vor einem Geschworenengericht gelandet. Da hätten 3 Richter und 8 Geschworene das Urteil gesprochen und ich spekuliere, dass der Prozess anders ausgegangen wäre. Nicht umsonst gibt es die Redewendung "Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand".
Spekulieren kannst Du wie Diu willst. Wenn das Urteil in Österreich so ausgefallen wäre wie in Deutschland, würdest Du Dich doch bestimmt genauso beschweren?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:13
Zitat von camelotcamelot schrieb:Jetzt mag die Gesamtheit der Fingerzeige schon nachdenklich machen, ob das Zufälle oder falsche Verdächtigungen sind, aber reichen die vorgebrachten Indizien aus, um Werner M ohne jeden Zweifel zu verurteilen?
OK, das seh ich nicht viel anders. Ob das ausreicht ist berechtigterweise zu fragen, ich persönlich hätte mir kein abschließendes Urteil erlauben wollen- zumindest mit den Informationen die frei zugänglich sind.

Aber der Eindruck, dass da ein Mann sitzt, der es getan haben könnte, der ein Motiv gehabt hätte, der die Möglichkeit gehabt hätte und der die Ortskenntnis gehabt hätte, das hätte ich - wenn ich da hätte entscheiden müssen- mir schon gedacht. Dass da zudem ein Mann vor Gericht sitzt, der sich selbst in Widersprüche und Lügen verwickelt hat, dessen Fernglas verloren geht, genau so eines, wie man am Tatort findet, der sagt, der Fall habe ihn gar nicht so interessiert, dabei hat er den Polizeifunk mitgehört, der sagt, er kenne die Gegend am Weingarten gar nicht, dabei ist er mehrfach dort gesehen worden, was er dann einräumt auf Vorhalt... das sind schon sehr komische Zufälle und am Ende steht ja nicht nur die Frage, wie wahrscheinlich weisen die Indizien auf eine Person, sondern wieviele Indizien sind es und wieso lügt an bestimmten Stellen, wo man nicht lügen muss oder wo man eben vielleicht nur lügt, wenn man Tatwissen hat.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:19
@JosephConrad

Ich beschwere mich nicht, ich stelle nur fest. Ich kann mit dem Urteil gut leben, kritisiere nur, wie es zustande gekommen ist.

@EdgarH

Das ist ein guter Punkt. Warum WM falsche Angaben über den Erwerb des Tonbandgeräts gemacht hat, kann nur er beantworten. Er hätte dazu gar nichts sagen müssen und sollen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:47
Zitat von camelotcamelot schrieb:@JosephConrad

Ich beschwere mich nicht, ich stelle nur fest. Ich kann mit dem Urteil gut leben, kritisiere nur, wie es zustande gekommen ist.
Wie ist es denn zustande gekommen? Das wissen eben nur die Richter/Schöffen. Die haben die Urteilsbegündung ja auch verfasst.


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