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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

6.522 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2015, September ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

27.07.2026 um 21:53
Eine korrekt und fest angezogene Handbremse löst sich nicht von selbst, das ist richtig. Und sie kann auch nicht versehentlich gelöst werden, das schreiben schon die Zulassungsvorschriften vor. Die übliche mechanische Handbremse funktioniert mit dieser allseits bekannten Rastmechanik: Zum Bremsen muss man den Hebel nur ziehen, um sie zu lösen muss der Sicherungsknopf gedrückt werden.

Es kommt aber manchmal vor, dass ein Fahrer die Bremse nicht ausreichend kräftig anzieht oder nicht in der letzten Raste sondern nur der vorletzten Raste vor "fest" belässt (so geschehen in einigen Beispielen aus meinem letzten Post). Da kommt es auch ein bisschen auf das Fahrzeug an, manche Typen haben eher schwache Handbremsen: Kurze Hebel, weite Rasten, insgesamt zwar zulassungskonforme aber doch schlechte Bremswirkung der Handbremse. Beim Citroen BX wirkt die Handbremse citroen-typisch auf die Vorderachse, da ist die Wirkung beim Rückwärtsrollen schwächer und der Handbremshebelweg ist konstruktionsbedingt länger, weil die Bremsseile mehr Bewegungsfreiheit brauchen als an der ungelenkten Hinterachse. Beides begünstigt ein ungewolltes Wegrollen.

Genauso kann der Gang nicht richtig eingelegt sein, auch wenn es sich so anfühlt. Dazu braucht es bloß ein hakeliges Getriebe und/oder ein verschlissenes Schaltgestänge und schon steht Zahn auf Zahn und der Gang ist eben nicht drin.

Dass beides gleichzeitig passiert ist unwahrscheinlicher als nur eins der seltenen Ereignisse, kann aber trotzdem vorkommen, wie der Sechserpasch beim Würfeln.

Wie auch immer es genau gewesen ist: Ohne die genaue KT Untersuchung des Autos wird man nur spekulieren können, wie es ganz genau ablief. Aber auch mit einer Untersuchung könnten Fragen offen bleiben. Schlussendlich ist das aber auch gleichgültig ob Handbremse zu schwach angezogen war oder zu schwach in der Wirkung, ob der Gang rausgesprungen ist oder nie drin war, ob die beiden rückwärts reingefahren oder reingerollt sind, ob sie wach oder eingeschlafen waren ... irgend eine unwahrscheinliche, aber mögliche Kombination von Ereignissen muss eingetreten sein, damit genau das passiert ist, was als Ergebnis dabei heraus kam.


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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

27.07.2026 um 22:00
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das geht am sichersten und vor allem am zerstörungslosesten, wenn es dabei auf seinen Rädern in Richtung Ufer rollt oder zumindest gezogen wird
Genau richtig. Wir wissen nicht welche Ausrichtung die Front nach dem Absinken einnahm. Bei der Bergung kann die Front durchaus schon unter Wasser in Richtung Ufer bzw.Bergungsfahrzeug gezogen worden sein.


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27.07.2026 um 22:34
Hallo @cyclic!
Zitat von cycliccyclic schrieb:Reifen eher nicht, denen ist das herzlich egal.
Kam auch aufs Baujahr an, besonders die ersten BX sanken soweit runter wie auch die damaligen CX. Je nach aufgezogenen Reifen konnten die gerade hinten bei Sofortlosfahrt durchaus "geschrubbt" werden. Üblicherweise geschah das sehr selten, aus mehreren Gründen.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Richtig. Bei allen BXen war das so (das "Anti-Sink" genannte System welches das verhindert wurde erst beim Nachfolgemodell eingeführt)
Trotz Antisinksystem sollte man aber auch z.B. Xantias lieber richtig hochkommen lassen. :-) Ist bequemer.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Fahrwerk war dann auf Anschlag, also praktisch null Federung. Damit fahren ist auf Dauer nicht förderlich. Hauptproblem ist aber, dass der Wagen dann so extrem tief ist, dass man sehr leicht unten aufsetzt und sich an Unebenheiten/Steinen/etc. z.B. die Ölwanne kaputtdengelt.
Exakt, die Gefahr sich Unterbauch und Fahrwerk zu verschamasserieren war sehr hoch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Je nach Ausstattungsvariante gab es sogar einen Anzeige, wann das Fahrwerk fahrbereit ist.
Die rote STOP-Leuchte leuchtet bei allen solange der Nenndruck (ca. 170 Bar) nicht anliegt.[/quote] Die Stopleuchte war bei allen drin, aber es gab auch das Intrument, das die Höheneinstellung des Fahrwerks, niedrig, normal, hoch anzeigte und nebenbei die Fahrbereitschaft des Systems.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:BX konnten schon Rollen, aber in voll abgesenktem Zustand war das nicht so einfach, wenn das Gefälle nicht vorhanden oder gering war.
Rollen tut er ansich genauso gut wie jedes andere Fahrzeug, solange er halt nicht irgendwo aufsitzt. Auf der Fähranlegerrampe z.B. sehe ich da nun kein Problem.[/quote]Der BX von Max und Andreas dürfte angesichts des Alters, Zusammenbaus, usw. ein "Vollaufsitzer" gewesen sein, sobald das hydraulische System nicht mehr lief, nur noch sehr geringe Standfreiheit. Auf unebenem Gelände setzt der richtig fix auf. Am Anleger direkt mag das kein Problem sein, aber auf der Strecke dahin schon.
Aber ich denke wir stimmen überein, daß der Bericht eines Fahrzeugsachverständigen Not tut.


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27.07.2026 um 22:37
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Beim Citroen BX wirkt die Handbremse citroen-typisch auf die Vorderachse, da ist die Wirkung beim Rückwärtsrollen schwächer und der Handbremshebelweg ist konstruktionsbedingt länger, weil die Bremsseile mehr Bewegungsfreiheit brauchen als an der ungelenkten Hinterachse. Beides begünstigt ein ungewolltes Wegrollen.
Warum soll die Wirken der Handbremse beim Rückwärtsrollen weniger sein? Ob die Handbremse bei einem wegrollen vorwärts oder rückwärts auf die Räder wirkt ist völlig egal. Weil immer gleich stark gebremst wir. Zudem glaube ich nicht, nur weil die Handbremse auf die Vorderräder wirkt, dass die Bremsleistung schlechter ist als bei Handbremsen welche auf die Hinterräder wirkt. Dazu gibt es auch technische Vorschriften. Genau wenn der Handbremshebel etwas einen längeren Weg hat, wird dieser genutzt um schnell und kräftig die Handbremse zu betätigen.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Genauso kann der Gang nicht richtig eingelegt sein, auch wenn es sich so anfühlt. Dazu braucht es bloß ein hakeliges Getriebe und/oder ein verschlissenes Schaltgestänge und schon steht Zahn auf Zahn und der Gang ist eben nicht drin.
Ein Gang ist eingelegt, oder eben nicht. Etwas anderes gibt es nicht. Und die Zahnräder im Getriebe können auch nicht Zahn auf Zahn stehen. Die sind nämilch fest positioniert.

Soviel zu meinem technischen Verständnis.


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28.07.2026 um 17:36
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Warum soll die Wirken der Handbremse beim Rückwärtsrollen weniger sein? Ob die Handbremse bei einem wegrollen vorwärts oder rückwärts auf die Räder wirkt ist völlig egal.
Ja das ist Unfug. Solange keine Geschwindigkeiten und Bremskräfte erreicht werden bei denen die in Fahrtrichtung hinten liegenden Räder signifikant entlastet werden, spielt das gar keine Rolle.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ein Gang ist eingelegt, oder eben nicht.
Wenn Gänge rausspringen ist das Getriebe kaputt und selbst dann passiert das während der Fahrt, aber doch nicht bei stehendem Fahrzeug.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Kam auch aufs Baujahr an, besonders die ersten BX sanken soweit runter wie auch die damaligen CX.
Das bezweifle ich ehrlich gesagt. Und ich glaube was du beschreibst entsteht eher durch verschlissene Schwingarmlager (hintere Aufhängung), was im Extremfall zu starker "X-Beinigkeit" und zum Schleifen der Reifen im Radhaus führt. Ist aber eh egal, denn es war ein Phase II (nach dem großen Facelift) und also kein früher BX. X-Beine kann er natürlich trotzdem gehabt haben, das ist gar nicht so selten. Nur bis zum Reifen-Schleifen muss es schon relativ stark ausgeprägt sein (wobei ich das auch mal hatte). Aber selbst das hält das Fzg. ja nicht auf wenn es auf einer abschüssigen Stelle steht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Aber ich denke wir stimmen überein, daß der Bericht eines Fahrzeugsachverständigen Not tut.
Darauf können wir uns zwanglos einigen ;-)
Wobei wasserbedingter Motorschaden ja/nein, Zündschlüssel im Schloss? Welche Stellung? Handbremshebelstellung, Lichtschalter, Radio an/aus, Rückenlehnenposition, genaue Ausrichtung des Fahrzeugs unter Wasser (und was ich jetzt noch vergessen habe), ja auch schon sehr viele Anhaltspunkte liefern würden...


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28.07.2026 um 20:02
Zitat von cycliccyclic schrieb:das ist Unfug. Solange keine Geschwindigkeiten und Bremskräfte erreicht werden bei denen die in Fahrtrichtung hinten liegenden Räder signifikant entlastet werden, spielt das gar keine Rolle.
In der Ebene ja, aber da braucht es auch kaum Handbremse zum Abstellen. Auf einer Rampe hat es statt der dynamischen eben die statische Achslastverschiebung, insofern spielt es eben doch eine Rolle, wenn auch keine überragende.

Einfach mal selber ausprobieren: An der gleichen Stelle eines steilen Hangs einmal bergauf und einmal bergab parken und die Anzahl der Rasten zählen, ab der die Handbremse nach dem Fahrergefühl (gleich) sicher hält - also nicht mit voller Kraft voll anknallen, sondern nur bis zu dem Punkt wo man das Gefühl hat, die Bremse hält sicher. Bei den meisten Autos mit Handbremswirkung auf die Hinterachse wird man bergab tendenziell einen Zahn mehr hoch ziehen müssen als bergauf. Der Unterschied ist nicht groß aber kann das entscheidende Quäntchen gewesen sein.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ein Gang ist eingelegt, oder eben nicht. Etwas anderes gibt es nicht. Und die Zahnräder im Getriebe können auch nicht Zahn auf Zahn stehen. Die sind nämilch fest positioniert.
Die allgemeine Beobachtung spricht dagegen: Wie oft hört man auf dem Supermarkt Parkplatz kratzende Geräusche beim Wechsel von Vor- auf Rückwärtsfahrt, weil der Rückwärtsgang eben noch nicht richtig drin war.

Wie auch immer das gelaufen ist: Es konnte schief gehen und es ist schief gegangen.


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29.07.2026 um 13:09
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Einfach mal selber ausprobieren:
Also wer noch ein Auto mit klassischer Handbremse hat...
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:sondern nur bis zu dem Punkt wo man das Gefühl hat, die Bremse hält sicher.
Wieso denn Gefühl? Der Test muss doch sein, dass die Fuhre in derselben Handbremshebelstellung an derselben Steigung einmal stehenbleibt und einmal los rollt.

An einem minimalen Gefälle kann sich ein Auto mit leichter Verzögerung in Bewegung setzen. M.E. hauptsächlich weil sich die Bremsen oft nicht sofort vollständig lösen. Aber da reicht dann die Handbremse in quasi jeder Anzugsstärke. An einem stärkeren Gefälle, merkt man sofort ob das Auto hält oder nicht, weil wenn nicht, dann sofort. Diese ganzen Auto-ist-weggerollt-Unfälle und Beinahe-Unfälle kommen doch fast ausschließlich dadurch zustande, dass Leute an minimalen Gefälle weder Gang noch Handbremse drin haben (habe ich auch schon geschafft). Hier wären auch noch Personen im Auto die sich zumindest leicht bewegt haben - abgesehen von dem Absinken des Fahrwerks.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Die allgemeine Beobachtung spricht dagegen: Wie oft hört man auf dem Supermarkt Parkplatz kratzende Geräusche beim Wechsel von Vor- auf Rückwärtsfahrt, weil der Rückwärtsgang eben noch nicht richtig drin war.
Da springt doch aber kein Gang raus, sondern wurde nicht richtig eingelegt bzw. die Kupplung nicht richtig gedrückt. Aber hast du jemals gesehen oder gehört, dass im Stand mit Motor aus, der Ganghebel plötzlich zurück in die Mitte springt?

Der Punkt ist für mich, dass diese extrem konstruiert wirkenden angeblichen "Möglichkeiten" doch im Wesentlichen beweisen, dass andere Erklärungen, die keinen Unfall annehmen, sich hinter sowas wahrscheinlichkeismäßig überhaupt nicht verstecken müssen.


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29.07.2026 um 13:46
Es gibt zwei Anhaltspunkte. Das Auto und die beiden Leichen. Die Ermittler kennen die Daten vom Fahrzeug (Licht, Gang, Handbremse usw.) und haben offensichtlich einen Unfall für wahrscheinlich gehalten. Gestützt wird diese These von der Gerichtsmedizin, die bei der Obduktion kein Fremdverschulden feststellen konnte. Das einzige was mich bei einem tragischen Unfall-Geschehen stört ist, dass zwei junge Burschen, die dieses Auto genau kannten und das möglicherweise rückwärts langsam ins Wasser gerollt ist, es nicht geschafft haben, in einem stehenden Gewässer in Ufernähe aus dem Auto zu kommen.


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30.07.2026 um 19:22
Zitat von camelotcamelot schrieb:Das einzige was mich bei einem tragischen Unfall-Geschehen stört ist, dass zwei junge Burschen, die dieses Auto genau kannten und das möglicherweise rückwärts langsam ins Wasser gerollt ist, es nicht geschafft haben, in einem stehenden Gewässer in Ufernähe aus dem Auto zu kommen.
Dazu noch die offene Frage warum in Gottes Namen sie dort überhaupt stehen sollten mit dem Auto. Natürlich kann es eine abenteuerliche Begründung geben die Sinn macht. Aber es entspricht zumindest nach allen Schilderungen nicht gerade ihren üblichen Habitus nachts in Tschechien an verlassenen Seen zu parken. Oder überhaupt nach Tschechien zu fahren - zumindest laut der Schwester


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31.07.2026 um 17:18
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Auf einer Rampe hat es statt der dynamischen eben die statische Achslastverschiebung, insofern spielt es eben doch eine Rolle, wenn auch keine überragende.
Wird in der Ebene oder an einem Gefälle bei stehendem Fahrzeug die Handbremse angezogen bleibt die Bremskraft am Rad immer die Selbe. Anbei spielt es keine Rolle ob die Handbremse auf die Hinter oder Vorderräder wirkt. Anders sieht das aus, wenn Fahrgeschwindigkeit und Richtung mit im Spiel sind. Da sprechen wir aber von Bremswirkung am Rad. Da eine Verzögerung eintritt. Und ja, die wird durch die Dynamik wie der Achslastverschiebung erhöht. Weiter verhält es sich so, dass die Hinterräder immer weniger Bremskraft bekommt. Was die Bremswirkung erheblich beeinflusst. Zudem ist diese vom Beladungsgewicht abhängig.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Die allgemeine Beobachtung spricht dagegen: Wie oft hört man auf dem Supermarkt Parkplatz kratzende Geräusche beim Wechsel von Vor- auf Rückwärtsfahrt, weil der Rückwärtsgang eben noch nicht richtig drin war.
Was du nicht alles hörst. Aber offensichtlich geht es dir mehr ums Recht haben. Also. Wenn du Kratzgeräusche hörst, wurden dies durch die unzureichende Synchronisierung der Schaltmuffe verursacht. Bei korrekter Betätigung liegen kein Kratzgeräusche vor. Hat nichts mit Zahnradverschiebung zu tun. Und ja, beim Rückwärtsgang liegt meist keine Synchronisation vor. Da wird das Zwischenzahnrad verschoben. Wird die Einlegung des Rückwärtsganges korrekt betätigt entstehen da keine Kratzgeräusche. Kann eigentlich auch nicht. Da sich die Zahnräder beim einlegen nicht drehen.


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02.08.2026 um 19:39
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Aber offensichtlich geht es dir mehr ums Recht haben.
Danke gleichfalls, kommentiere das Fachthema jetzt nicht mehr. Wer es genau wissen will dem sei das "Kraftfahrtechnisches Taschenbuch" von Firma Bosch als Standardwerk empfohlen.

Und schlussendlich - was hilft das alles? Das Auto ist ins Wasser gerollt, Handbremse angezogen hin, Gang richtig eingelegt her. Kommt vor, gibt zahlreiche Videos auf YT, wo sich Autos selbständig machen. Und das sind nicht alles nur Fakes.

Warum gerade an dieser Stelle weiß keiner und das wird sich auch nicht mehr ermitteln lassen. Die beiden einzigen, die das beantworten könnten sagen nichts mehr.

Auch warum die Flucht aus dem sinkenden Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig geklappt hat, eingeschlafen, zu späte Reaktion, fehlende Handlungsstrategie, Panikreaktion oder eine Kombination aus allem?

Die EB haben das als tragischen Unfall abgeschlossen. Case closed.


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04.08.2026 um 06:44
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Kommt vor, gibt zahlreiche Videos auf YT, wo sich Autos selbständig machen. Und das sind nicht alles nur Fakes.
Das hat ja keiner behauptet. Im Gegenteil hatte ich geschrieben, dass mir das selbst auch schon passiert ist. Ich schätze mal das heißt übersetzt, du hast auch keinen Fall gefunden wo sich spontan die Handbremse gelöst haben soll, oder nicht fest genug angezogen gewesen sein soll. Denn bei mir selbst und allen Beispielen die ich gesehen habe, war die Handbremse offenbar überhaupt nicht angezogen und auch kein Gang eingelegt und die Karre hat sich dann an einem Minimalstgefälle gemächlich in Bewegung gesetzt. So kann es aber im vorliegenden Fall nicht gewesen sein, denn solange man drinsitzt reicht ja ein Tritt auf die Bremse, oder alternativ - auch vom Beifahrersitz zu bewerkstelligen - das Ziehen der Handbremse.

Ich sag ja auch nur, dass mir die Erklärungen wie das abgelaufen sein könnte bisher alle dermaßen unrealistisch (aka extrem unwahrscheinlich) erscheinen, dass ich einen Täter an den sie geraten sind und der es für eine gute Idee hielt Wagen samt Leichen zu versenken, eigentlich für die einfachere Erklärung halte. Ich schließe jetzt überhaupt nicht aus, dass es ein ganz bekloppter Unfall war. Und vielleicht stimmen auch manche Infos so nicht. Wobei mir die Angabe dass das Fzg. rückwärts in den See gerollt sei verhältnismäßig glaubwürdig erscheint. Das dürfte für das Bergungsteam relativ klar erkennbar gewesen sein (jedenfalls wenn das Auto tatsächlich mit der Front zum Ufer stand, was mir aufgrund der Bergungsbilder/Videos sehr plausibel erscheint). Auch dass es gerollt sein muss ist ja schon bei der Bergung relativ klar. Mit eingelegtem Gang hätten sich die Räder nicht gedreht. Mit Handbremse vermutlich selbst dann nicht wenn inzwischen wirklich die Seile durchgegammelt wären (weil dann vorher die Klötze an den Bremsscheiben festgegammelt wären). Das mal vorausgesetzt, sind die Erlärungsversuche dafür bisher doch mMn ziemlich hilflos.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Warum gerade an dieser Stelle weiß keiner und das wird sich auch nicht mehr ermitteln lassen. Die beiden einzigen, die das beantworten könnten sagen nichts mehr.
Wenn es doch noch jemand beantworten könnte, wäre ja z.B. ziemlich klar warum "gerade da" (weil es eigentlich in weitem Umkreis nur die Fähranleger gibt, wo man mit Auto direkt zum Wasser kommt). Während es für die beiden absolut keinen erkennbaren Grund gab nun genau dort zu parken/schlafen. Die Fähre geht in die falsche Richtung. Schlafen hätte man auch an 1000 anderen Stellen können.


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04.08.2026 um 07:58
Zitat von cycliccyclic schrieb:Schlafen hätte man auch an 1000 anderen Stellen können.
Man muss den Ort auch erstmal kennen. Ich wohne selbst nur etwas eine Stunde von Tschechien entfernt und im Gegensatz zu Andi und Max war ich schon ganz oft drüben und fahre bis heute noch mehrmals im Jahr rüber. Das bedeutet aber nicht dass ich abseits des Ortes die Gegend auch nur im Ansatz kenne. Dass dort hin und wieder Mal gefeiert wurde und die das wussten und deswegen den See angesteuert haben halte ich für unwahrscheinlich. halUnd die beiden waren nachts im dunklen unterwegs, überqueren alkoholisiert die Grenze und landen dann ausgerechnet an so einem Ort. Was sollen sie überhaupt in Tschechien gewollt haben? Sie waren in keinem Casino, sie waren in keinem Bordell, sie hatten so gut wie kein Geld und und Drogen befanden sich offenbar auch nicht im Fahrzeug. Wenn es um Party machen (Bars/Clubs) ging, ist dort in der Grenzregion sowieso nichts geboten.

Ich sehe es daher ganz genau so. Für mich ist ein Verbrechen das schlüssigere Szenario. Dieses vermute ich ist am oder in der Nähe des Hofes passiert und die Leichen wurden mitsamt des Fahrzeuges in diesen See gefahren. Der Täter stieg aus - das erklärt auch warum niemand auf dem Fahrersitz saß.


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04.08.2026 um 13:35
@infostream kann mich deinen Ausführungen nur anschließen 👍


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04.08.2026 um 14:05
Es gibt doch überhaupt kein einziges auch noch so dünnes Indiz für Fremdverschulden.

Means - Motive - Opportunity

Mittel, um zwei junge gesunde Männer umzubringen, ohne Spuren zu hinterlassen? Gleichzeitig oder gar nacheinander ?

Welches Motiv solll vorgelegen haben? Habgier, Mordlust, sexuelle Motive?

Gelegenheit gab es, einsame Gegend mitten in der Nacht. Aber die begünstigt auch das Unfallszenario.

Also schneidet Ockhams Rasiermesser: Die einfachste Erklärung ist die beste und wahrscheinlichste.

- Spritztour aus Lust am Fahren oder sogar Rasen auf abgelegenen Landstraßen, Abenteuerlust.
- Müde geworden, vielleicht verfahren, an blödem Platz geparkt
- Auto nicht richtig gesichert, eingeschlafen, erst im Wasser die Dramatik der Situation bemerkt
- Nicht mehr raus gekommen und tragischerweise ertrunken


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04.08.2026 um 15:09
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Dieses vermute ich ist am oder in der Nähe des Hofes passiert und die Leichen wurden mitsamt des Fahrzeuges in diesen See gefahren. Der Täter stieg aus - das erklärt auch warum niemand auf dem Fahrersitz saß.
Wie kam der Täter mitten in der Nacht von da wieder weg?


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04.08.2026 um 16:57
Zitat von antheanthe schrieb:Wie kam der Täter mitten in der Nacht von da wieder weg?
Wir wissen nicht wann exakt das Auto in den See geraten ist. Möglich wäre es dass das Auto erst in einer Scheune untergestellt worden ist. Wir wissen nur dass das Auto in Bad Leonfelden am Kreisverkehr Richtung tschechische Grenze gesichtet wurde aber wenn man dort lang fährt bieten sich unzählige Möglichkeiten den Wagen unterzustellen. Sei es nur für eine Nacht.

Natürlich kann der Täter auch Helfer gehabt haben oder es waren mehrere. Und ja ich weiß das ist reine Spekulation aber ehrlich gesagt ist ein Unfallgeschehen mit dem Wissenstand auch nicht mehr als eine Theorie, die einzig und alleine darauf basiert dass die Täter keine offensichtlichen Spuren hinterlassen haben.

Man kann leider nur die Gesamtumstände betrachten und da ist für mich persönlich von Anfang an fraglich ob die beiden überhaupt irgendwohin aufgebrochen sind. Wir wissen nur gesichert dass sie mit der Freundin noch telefoniert haben und dass der ehemalige Untermieter noch aufgetaucht ist und da geschlafen hat. Letzteres fand ich von Anfang an dubios, auch dass er damit erst so viel später rausgerückt ist.

Ich denke in diesem Fall wissen wir zu vieles nicht um wirklich irgendwas beurteilen zu können.

Und dass Fälle, bei denen keine Anzeichen von Fremdeinwirkung vorliegen, öfters lieber abgeschlossen werden, ist auch nichts neues. Siehe Yolanda Klug, Georgeta Tapu usw usf. Dabei waren die Umstände jedes Mal dubios und die einzige Begründung für eine Einstellung war jedes Mal nur dass keine Anzeichen für eine Fremdeinwirkung vorlagen. Viele verwechseln das scheinbar mit einem Vorhandensein FÜR Anzeichen eines Unfalls aber die gibt es eben auch nicht


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04.08.2026 um 17:48
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Dieses vermute ich ist am oder in der Nähe des Hofes passiert und die Leichen wurden mitsamt des Fahrzeuges in diesen See gefahren.
Da du dich dort auskennst: mit zwei Leichen im Auto über die Grenze würdest du als akzeptables Risiko einschätzen?
Zitat von antheanthe schrieb:Wie kam der Täter mitten in der Nacht von da wieder weg?
Wenn alleine müsste der Täter bzgl. "mitten in der Nacht" (wobei die Uhrzeit ja keiner kennt) etwas Kompromissbereitschaft an den Tag legen, aber was an der Stelle natürlich unmittelbar ins Auge springt ist die Fähre, ne? Vom anderen Ufer kommt man entweder mit dem Linienschiff nach Horní Planá (Oberplan), von wo es Zugverbindungen gibt, oder, da an der Anlegestelle ggü. auch Hotels/Pensionen sind, kann man sich sicher auch leicht ein Taxi organisieren, ohne dass das irgendwie auffällt (was ja eh ziemlich egal ist, wenn das Auto erst Monate oder wie hier viele Jahre später gefunden wird). Busverbindungen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, könnte es aber auch noch geben (am Nordufer).
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Die EB haben das als tragischen Unfall abgeschlossen. Case closed.
Was ist eigentlich der offiziell bekannte Stand? Hier wurde behauptet der Fall wäre als Unfall klassifiziert und damit zu den Akten gelegt worden. Aber dazu finde ich nichts. Nur eine Mutmaßung in einer Zeitung aufgrund des toxikologischen Gutachtens, dass die Ermittlungen wohl bald eingestellt würden.


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08.08.2026 um 12:58
@cyclic

Gestern bin ich erst wieder rüber gefahren, kein Mensch weit und breit an der Grenze. In den letzten 15 Jahren wurde ich genau 1x angehalten und musste mich ausweisen. Fahre ca alle 3 bis 4 Wochen rüber. Weiß aber auch von anderen die täglich wegen Arbeit dort rüber fahren, es wird praktisch nie kontrolliert.


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09.08.2026 um 18:01
@austriangirl
Interessant. Soweit ich das auf Karten sehe (habe selbst keine Ortskenntnis): Ab dem Kreisverkehr in Bad Leonfelden könnte man Richtung Vyšší Brod und dann entweder ab Studánky illegal über einen Schleichweg (den man allerdings kennen müsste) und dann weiter auf einem völlig abgelegenen Ministräßchen (lt. OSM "L.c. Kapličky") südlich des Sees, Nähe der Grenze bis praktisch zur Fähranlegestelle fahren, oder man muss bis Vyšší Brod und dann entweder auf dieselbe Straße, oder man fährt direkt südlich am See auf der 16316 lang, wo es auch nur wenig mehr Siedlungen gibt (die Straße ist genauso winzig). Risiko da aufzufallen bzw. auch nur von irgendwem gesehen zu werden dürfte praktisch null sein. Wenn also an der Grenze auch kein nennenswertes Entdeckungsrisiko besteht hätte die Aktion wahrscheinlich das geringstmögliche Risiko für eine Verschleierungstat überhaupt.

Lässt man die angebliche Verkehrskamerasichtung in Bad Leonfelden außer acht gibt's noch mehrere Möglichkeiten zunächst auf österreichischer Seite zu fahren und die Grenze dann erst z.B. bei Guglwald oder auch erst Aigen-Schlägl zu übertreten (stellenweise dann nicht ganz so völlig im Nirgendwo fahrend).

Irgendeine dieser Strecken müssten sie auch genommen haben, wenn sie selbst fuhren. Wenn vorher in Vyšší Brod, ist die 16316 am See lang wohl die wahrscheinlichste Strecke. Da kommt man vorher an mind. zwei schwer übersehbaren Parkplätzen vorbei, wo man sich sehr gut hätte ausruhen können, wenn man das gewollt hätte.


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