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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

6.495 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2015, September ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

gestern um 21:53
Eine korrekt und fest angezogene Handbremse löst sich nicht von selbst, das ist richtig. Und sie kann auch nicht versehentlich gelöst werden, das schreiben schon die Zulassungsvorschriften vor. Die übliche mechanische Handbremse funktioniert mit dieser allseits bekannten Rastmechanik: Zum Bremsen muss man den Hebel nur ziehen, um sie zu lösen muss der Sicherungsknopf gedrückt werden.

Es kommt aber manchmal vor, dass ein Fahrer die Bremse nicht ausreichend kräftig anzieht oder nicht in der letzten Raste sondern nur der vorletzten Raste vor "fest" belässt (so geschehen in einigen Beispielen aus meinem letzten Post). Da kommt es auch ein bisschen auf das Fahrzeug an, manche Typen haben eher schwache Handbremsen: Kurze Hebel, weite Rasten, insgesamt zwar zulassungskonforme aber doch schlechte Bremswirkung der Handbremse. Beim Citroen BX wirkt die Handbremse citroen-typisch auf die Vorderachse, da ist die Wirkung beim Rückwärtsrollen schwächer und der Handbremshebelweg ist konstruktionsbedingt länger, weil die Bremsseile mehr Bewegungsfreiheit brauchen als an der ungelenkten Hinterachse. Beides begünstigt ein ungewolltes Wegrollen.

Genauso kann der Gang nicht richtig eingelegt sein, auch wenn es sich so anfühlt. Dazu braucht es bloß ein hakeliges Getriebe und/oder ein verschlissenes Schaltgestänge und schon steht Zahn auf Zahn und der Gang ist eben nicht drin.

Dass beides gleichzeitig passiert ist unwahrscheinlicher als nur eins der seltenen Ereignisse, kann aber trotzdem vorkommen, wie der Sechserpasch beim Würfeln.

Wie auch immer es genau gewesen ist: Ohne die genaue KT Untersuchung des Autos wird man nur spekulieren können, wie es ganz genau ablief. Aber auch mit einer Untersuchung könnten Fragen offen bleiben. Schlussendlich ist das aber auch gleichgültig ob Handbremse zu schwach angezogen war oder zu schwach in der Wirkung, ob der Gang rausgesprungen ist oder nie drin war, ob die beiden rückwärts reingefahren oder reingerollt sind, ob sie wach oder eingeschlafen waren ... irgend eine unwahrscheinliche, aber mögliche Kombination von Ereignissen muss eingetreten sein, damit genau das passiert ist, was als Ergebnis dabei heraus kam.


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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

gestern um 22:00
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das geht am sichersten und vor allem am zerstörungslosesten, wenn es dabei auf seinen Rädern in Richtung Ufer rollt oder zumindest gezogen wird
Genau richtig. Wir wissen nicht welche Ausrichtung die Front nach dem Absinken einnahm. Bei der Bergung kann die Front durchaus schon unter Wasser in Richtung Ufer bzw.Bergungsfahrzeug gezogen worden sein.


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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

gestern um 22:34
Hallo @cyclic!
Zitat von cycliccyclic schrieb:Reifen eher nicht, denen ist das herzlich egal.
Kam auch aufs Baujahr an, besonders die ersten BX sanken soweit runter wie auch die damaligen CX. Je nach aufgezogenen Reifen konnten die gerade hinten bei Sofortlosfahrt durchaus "geschrubbt" werden. Üblicherweise geschah das sehr selten, aus mehreren Gründen.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Richtig. Bei allen BXen war das so (das "Anti-Sink" genannte System welches das verhindert wurde erst beim Nachfolgemodell eingeführt)
Trotz Antisinksystem sollte man aber auch z.B. Xantias lieber richtig hochkommen lassen. :-) Ist bequemer.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Fahrwerk war dann auf Anschlag, also praktisch null Federung. Damit fahren ist auf Dauer nicht förderlich. Hauptproblem ist aber, dass der Wagen dann so extrem tief ist, dass man sehr leicht unten aufsetzt und sich an Unebenheiten/Steinen/etc. z.B. die Ölwanne kaputtdengelt.
Exakt, die Gefahr sich Unterbauch und Fahrwerk zu verschamasserieren war sehr hoch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Je nach Ausstattungsvariante gab es sogar einen Anzeige, wann das Fahrwerk fahrbereit ist.
Die rote STOP-Leuchte leuchtet bei allen solange der Nenndruck (ca. 170 Bar) nicht anliegt.[/quote] Die Stopleuchte war bei allen drin, aber es gab auch das Intrument, das die Höheneinstellung des Fahrwerks, niedrig, normal, hoch anzeigte und nebenbei die Fahrbereitschaft des Systems.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:BX konnten schon Rollen, aber in voll abgesenktem Zustand war das nicht so einfach, wenn das Gefälle nicht vorhanden oder gering war.
Rollen tut er ansich genauso gut wie jedes andere Fahrzeug, solange er halt nicht irgendwo aufsitzt. Auf der Fähranlegerrampe z.B. sehe ich da nun kein Problem.[/quote]Der BX von Max und Andreas dürfte angesichts des Alters, Zusammenbaus, usw. ein "Vollaufsitzer" gewesen sein, sobald das hydraulische System nicht mehr lief, nur noch sehr geringe Standfreiheit. Auf unebenem Gelände setzt der richtig fix auf. Am Anleger direkt mag das kein Problem sein, aber auf der Strecke dahin schon.
Aber ich denke wir stimmen überein, daß der Bericht eines Fahrzeugsachverständigen Not tut.


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Vermisst im Mühlviertel: Maximilian B. und Andreas L. tot aufgefunden

gestern um 22:37
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Beim Citroen BX wirkt die Handbremse citroen-typisch auf die Vorderachse, da ist die Wirkung beim Rückwärtsrollen schwächer und der Handbremshebelweg ist konstruktionsbedingt länger, weil die Bremsseile mehr Bewegungsfreiheit brauchen als an der ungelenkten Hinterachse. Beides begünstigt ein ungewolltes Wegrollen.
Warum soll die Wirken der Handbremse beim Rückwärtsrollen weniger sein? Ob die Handbremse bei einem wegrollen vorwärts oder rückwärts auf die Räder wirkt ist völlig egal. Weil immer gleich stark gebremst wir. Zudem glaube ich nicht, nur weil die Handbremse auf die Vorderräder wirkt, dass die Bremsleistung schlechter ist als bei Handbremsen welche auf die Hinterräder wirkt. Dazu gibt es auch technische Vorschriften. Genau wenn der Handbremshebel etwas einen längeren Weg hat, wird dieser genutzt um schnell und kräftig die Handbremse zu betätigen.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Genauso kann der Gang nicht richtig eingelegt sein, auch wenn es sich so anfühlt. Dazu braucht es bloß ein hakeliges Getriebe und/oder ein verschlissenes Schaltgestänge und schon steht Zahn auf Zahn und der Gang ist eben nicht drin.
Ein Gang ist eingelegt, oder eben nicht. Etwas anderes gibt es nicht. Und die Zahnräder im Getriebe können auch nicht Zahn auf Zahn stehen. Die sind nämilch fest positioniert.

Soviel zu meinem technischen Verständnis.


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