Akte-X schrieb:Es hieß offiziell nur, dass ein Insasse auf dem Beifahrersitz saß und der andere sich auf der Rückbank befand. Offiziell ist auch, dass die Leichen einen unterschiedlichen Verwesungsgrad aufwiesen. Die Leiche auf der Rückbank war eine Wachsleiche, was eher zur körperlichen Statur von AL passen würde.
Wo steht denn bitte, dass eine der Leichen eine Wachsleiche gewesen sein soll? Ich weiß nur was von besserem Zustand. Und selbst wenn, in dem Auto, das dann vermutlich mit dem Heck tiefer stand und wo aber vorne mind ein Fenster leicht geöffnet war, kann schon das alleine ausreichen unterschiedliche Erhaltungszustände zu erklären - egal wer von den beiden nun vorne bzw. hinten gefunden wurde.
Diese Ableitung welcher von beiden wo saß ist doch rein gar nichts wert, zumal sie noch der wahrscheinlichen Konstellation zuwiderläuft, dass der Besitzer MB und einzige Führerscheininhaber auch auf dem Fahrersitz gesessen haben dürfte und daher auch wahrscheinlich derjenige war der noch nach hinten geklettert ist, während AL halt auf dem Beifahrersitz verblieb.
Unter der Annahme, dass das mit dem nach hinten Klettern so stimmt, versteht sich.
schluesselbund schrieb:Ich bin mir da gar nicht so sicher, ob bei der Fahrt ins Wasser Beschädigungen an der Carrosserie entstehen würden.
Wenn der Wagen mit - sagen wir mal - 50 Sachen oder sogar noch mehr ins Wasser donnert, würde ich von Beschädigungen ausgehen. Z.B. sieht man in Videos wo Autos ins Wasser fahren wie es die Motorhaube aufreißt (die vom BX war übrigens meist aus Plastik). Und die mussten dafür nicht mal wirklich rasant fahren.
Aber, dass der Wagen tatsächlich, wie berichtet rückwärts ins Wasser kam, scheint mir auch hauptsächlich aufgrund der Bergung, wo er vorwärts rausgezogen wurde, sehr plausibel. Man wird das Auto wohl kaum unter Wasser gewendet oder durch Anbringen des Seils an der vorderen Abschleppöse, rumgerissen haben. Denn spätestens das hätte Beschädigungen am Stoßfänger verursacht (mal abgesehen davon, dass es unnötig Beweismittel beschädigt hätte). Und dass der Wagen sich beim Sinken noch um mehr als 90° bis eher 180° gedreht haben soll, erscheint mir auch massiv unwahrscheinlich. Wo sollte dafür der Drehimpuls herkommen, vor allem wo das Auto eben nicht sehr schnell gewesen sein kann (s.o.)?
schluesselbund schrieb:Das heisst, wenn der Wagen retour in den See gerollt ist, dürften da auch 30km/h angestanden haben. Was ich problemlos für möglich halte. Von einer Beschädigung am Heck ist nichts zu sehen. Und berichtet wird auch nicht darüber.
Der kann mMn auch noch langsamer gewesen sein. Wenn der Wagen sich zwei, oder auch nur eine Minute über Wasser hält. 30m in einer Minute entsprechen 30x60=1800m/h also 1.8 km/h. Dass der BX rückwärts ins Wasser gerollt ist, könnte mE eine absolut zutreffende Beschreibung sein.
Aber man müsste halt wissen was mit dem Zündschlüssel, dem Ganghebel, dem Licht(schalter), dem Handbremshebel, ggf. dem Radio, dem Lenkradeinschlag usw. war.
Und wie gesagt: nach hinten klettern scheint eigentlich absolut die richtige Entscheidung zu sein, weil man da die Türen
sehr viel länger problemlos öffnen und aussteigen kann. Warum hat das nicht geklappt? Auch eine deutlich geöffnete vordere Seitenscheibe sollte eigentlich rauszutreten sein. Und das, beim BX ziemlich große Schiebedach, wäre auch noch ein Ausweg gewesen.
Bzgl. Schiebedach ist aber für mich nicht erkennbar, ob es ein ab Werk verbautes Glasschiebedach war (dann wahrscheinlich elektrisch), oder ein Nachrüst-Stahl-Schiebedach (dann vermutlich mechanisch mit Kurbel). Wobei ich diesem Thread
hier entnehme, dass auch die elektrische Variante zusätzlich eine Kurbel hatte(?)
Der Stellmotor hat funktioniert, aber zu früh gestoppt, genauer gesagt: abgewürgt. Besonders nett: das Schiebedach ließ sich auch per Handkurbel nicht zum Schließen bewegen, sondern blockierte ebenfalls in gleicher Stellung.