Also es bleibt aus meiner Sicht nach allen für und wider eine merkwürdige Situation, die keinesfalls ihrem normalen Verhaltensmuster entspricht. Wenn es wenigstens so wäre, dass die beiden öfters nach Tschechien fuhren, dann wäre es viel naheliegender, dass sie dort irgendwen - oder auch so einen Ort mitten in der Pampa, wie den Fundort des Autos - kannten.
Durch die Schwester von (ich meine Andi) wissen wir aber, dass die beiden NICHT häufiger nach Tschechien fuhren. Dass sie so betrunken waren, dass sie unbemerkt in den See rollten und untergingen, aber jedoch eine einstündige Strecke durch Wälder, Stock und Stein in der Dunkelheit unfallfrei bewältigt haben sollen ist für mich auch nicht schlüssig.
Gehen wir mal einen Moment zurück. Vor dem Auffinden des Fahrzeugs und der beiden war die breite Annahme hier noch: sie sind nach Tschechien gefahren weil sie irgendwo noch feiern wollten oder in den Bordell wollten. Oder sie sind auf der Fahrt dorthin verunglückt.
Irgendwie passt nichts davon zum Auffindeort, findet ihr nicht auch? Der Stausee ist sicher keine über die Landesgrenze bekannte Partylocation. Gleichzeitig wurden viel näher liegende Orte wo wirklich was los sein könnte nicht angesteuert. In einem Bordell hat man sie ebenso wenig gesehen, auch nicht auf den Kameras.
Betrachtet man das Auffinden des Fahrzeugs isoliert für sich mag man noch über einen Unfall reden können. Bezieht man aber die oben genannten Umstände mit ein, dann finde ich es zumindest zweifelhaft ob die beiden wirklich alleine an diesen Ort gefahren sind, ein Ort zu dem ein Bezug der beiden zu diesem zumindest niemanden bekannt ist.
Kuno426 schrieb:Seit dem plötzlichen Auftauchen und ebenso unbemerkten Verschwinden des Untermieters, der als Alibi "Schlafen" angegeben hatte, steht in meinen Gedanken eine solche "rein theoretische Möglichkeit" gleich am Anfang des Aufbruchs und der Fahrt
Das wäre für mich der vielversprechendste Ansatz. Ich habe schon lange vermutet dass sich ein Verbrechen bereits in Österreich abgespielt haben könnte.
Fazit: zwei alkoholisierte Burschen rufen betrunken in der Nacht eine Freundin an weil sie Gesellschaft wollen. Die selben beiden sollen dann selbstständig und offenbar ohne Navigation in der Dunkelheit und alkoholisiert an den Stausee gefahren sein, obwohl sie von Bad Leonfelden bereits Richtung Grenze abbogen und die Visy Brod oder Linz viel schneller erreichbar gewesen wäre. Da sie an der bekannten Grenzstelle nicht gesichtet wurden hätten sie als Grenzübergang durch den Wald fahren müssen und dort eine Schranke manuell öffnen müssen. Sie fahren weiter und landen irgendwann an diesem See, wo sie dann reinrollen und es nicht schaffen sich zu befreien, obwohl sie gerade eben zuvor noch eine Stunde durch die Dunkelheit und ohne Navi unfallfrei navigiert sind. Das ist doch dann ungefähr das, was viele hier als die wahrscheinlichere These annehmen, korrigiert mich gerne.