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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

29.05.2016 um 14:00
Dass Medien solche verwandtschaftlichen Befangenheiten ausschlachten, war doch klar. Man mag sich über den reisserischen Stil beschweren, aber ich möchte mal die Frage in den Raum stellen, ob ohne die Veröffentlichung dieser Details ein Wechsel des Falles zu einer anderen Diensstelle erfolgt wäre? Ich finde diesen Wechsel gut und richtig, man kann sich nun (hoffentlich) darauf verlassen, dass sauber und vorurteilsfrei ermittelt wird. Damit ist doch letztlich auch den Eltern geholfen, die im gegenteiligen Fall im Nachhinein mit dem Nachruf zu kämpfen hätten, dass Details vertuscht worden wären.
Davon abgesehen, werden auch die alten Fälle nochmal aufgerollt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

29.05.2016 um 14:27
MaryPoppins schrieb:aber ich möchte mal die Frage in den Raum stellen, ob ohne die Veröffentlichung dieser Details ein Wechsel des Falles zu einer anderen Diensstelle erfolgt wäre?
die Antwort dürfte einfach sein: zum Zeitpunkt der Pressekonferenz, auf der die Festnahme verkündet wurde, waren die familiären Verhältnisse bereits bekannt, es hat der Staatsanwalt Folker Bittmann die Mutter aber ganz ausdrücklich gelobt für ihr Verhalten, unter anderem mit einer Behauptung, die inzwischen als falsch sich erwiesen hat, nämlich der, dass die Mutter den Sohn gedrängt hätte, sich bei der Polizei zu melden, tatsächlich ist der Sohn aber nur einer Vorladung gefolgt!
Dass der Staatsanwalt zu dem damaligen Zeitpunkt nicht Magdeburg bereits von sich aus um den Wechsel des Falles nach Halle gebeten hat, kann man wohl am ehesten auf Bräsigkeit eines eher zweitklassigen Buschzulagen-Beamten zurückführen...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

29.05.2016 um 15:11
@otternase

danke für deine Informationen, hatte auch mit Entsetzen zur Kenntnis genommen, als geschrieben wurde der Fall des Oury Jalloh hat ebenfalls genau dort in Dessau stattgefunden. Da ist für die dortige Bevölkerung vonnöten/zu wünschen, dass nun vermutlich *neutralere* Stellen hoffentlich den Mord an Yangiie Li aufklären können....


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 08:44
Auch die neuen Ermittler aus Halle zweifeln die Aussagen der Eltern an:

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/fall-yangjie-li-wieso-die-aussagen-der-eltern-des-tatverdaechtigen-angezweifelt-w...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 08:52
Ja, die Zustände dort sind schon interessant, vor allem dass "Ermittler" dort freimütig mit Journalisten über Ermittlungsinterna quatschen...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 09:56
Es scheint sich bei den Aussagen aus "Polizeikreisen" und jenen, des so bezeichneten "Ermittlers" nicht um offizielle, durch die Pressestelle autorisierte, Auskünfte zu handeln. Denn das offizielle Statement des Sprechers - so ehrlich ist die MZ - lautet ja wie folgt:
Ein Polizeisprecher wollte das MZ-Interview am Sonntag nicht kommentieren: „Es handelt sich um Personalangelegenheiten. Dazu sagen wir nichts.“
Das kann für diesen inoffiziellen "Sprecher" ins Auge gehen und ihm ein Diszi einbringen. Ich frage mich, ob es sich nicht vielleicht um einen Beamten der inzwischen nicht mehr ermittelnden Polizei in Dessau-Roßlau handelt. Denn aus diesen Kreisen wurde ja zuvor schon gegen die Eltern des TV ausgeteilt und (was die derzeit laufenden Ermittlungen noch ergeben könnten) eventuell Dienstgeheimnisse und Ermittlungsdetails an die Presse (MZ) durchgestochen.

Die Frage ist nur: Was trägt diese polizei-interne Schlammschlacht zur Aufklärung des Mordes an Yangjie Li bei? Es scheint sich kein Mensch mehr für das Opfer selbst, oder auch die Tatverdächtigen zu interessieren. Ist das Geschehene der Presse echt noch nicht spektakulär genug, dass man sich auf konstruierte Nebenkriegsschauplätze verlegt?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 10:25
Dornröschen schrieb:Die Frage ist nur: Was trägt diese polizei-interne Schlammschlacht zur Aufklärung des Mordes an Yangjie Li bei? Es scheint sich kein Mensch mehr für das Opfer selbst, oder auch die Tatverdächtigen zu interessieren. Ist das Geschehene der Presse echt noch nicht spektakulär genug, dass man sich auf konstruierte Nebenkriegsschauplätze verlegt?
Zumindest die Eltern des Opfers dürfte das sehr interessieren. Der Vater dürfte selbst ehemaliger Kriminalpolizist sein und will den Fall in China untersuchen lassen. Als wahrscheinlicher Nebenkläger wird er ja Akteneinsicht erhalten. Wenn die Eltern bei der Presse nicht so Wind gemacht hätten, wär das wohl nie aufgekommen.
Der Vater der getöteten Studentin will den Tod seiner Tochter unterdessen unabhängig von den deutschen Behörden in China untersuchen lassen. Der ehemalige Kriminalpolizist wolle mit diesem Schritt die Würde der Familie wiederherstellen, sagte der Betreuer der Eltern, Professor Rudolf Lückmann von der Hochschule Anhalt, dem MDR. (mz)


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 10:45
Eine Schlammschlacht bei der Dessauer Polizei, und vielleicht unentdecktes Geklüngel und Mobbing untereinander....Und damit nicht genug, ein Mord an einer chinesischen Studentin....Ein Schelm, der da böses denkt.

@otternase
otternase schrieb:Und dies in einer Art und Weise, die ganz und gar nicht normal ist, nämlich indem sie eine Anzeige gegen die ermittelnden Kollegen geschrieben hat! Das hat den Geruch eines -damals wohl erfolgreichen- Einschüchterungsversuchs!
Nun, das könnte man genauso anders herum annehmen, nämlich so, dass die Mutter das gute Recht hätte, eine Anzeige gegen den Ermittler zu stellen, wenn der schlechte Arbeit abliefert und sie das weiss. Wenn es um mein Kind ginge, würde ich das genauso tun.

Im übrigen gibt es da anscheinend Machenschaften, die für mich zum Himmel stinken. Nur um kurz anzumerken, dass der TV Sohn eines Polizeibeamten und Stiefsohn eines Polizeibeamten ist und die Mutter auch noch Polizistin (Ränge jetzt mal weggelassen) Da gibt's also ne Konstellation, die gut, aber auch sehr ungünstig sein könnte, vor allem, wenn alle vielleicht auch noch in D. arbeiten.

Hoffen wir, dass der TV nicht irgendwie gelinkt wurde. "Nur" DNA an der Studentin beweist noch nix oder? Er hat sich auf dem Polizeirevier gemeldet und gesagt, es könnte sein, dass sich seine DNA am Opfer befindet. Geständig ist er aber nicht.

Für mich ist diese ganze Geschichte von hinten bis vorn unstimmig. Übrigens wer gerne mag, lese sich mal in operative Psychologie in der damaligen DDR ein. Es gibt schon Dinge, die unglaublich erscheinen, denn sie wirken anders, als sie vielleicht in Wahrheit sind.

Naja genug davon, ich lese mal weiter mit. Schauen wir mal, ob sich Zeugen finden oder jemand gesteht etc.

Dass den Fall nun eine andere Polizeidienststelle übernimmt, finde ich gut. Aber aus nem anderen Bundesland wäre echt noch besser. Geht sowas eigentlich?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 14:37
das ganze hat ein grosses Geschmäckle, für mich unseriös an die Presse damit zu gehen. Wenn man nichts zu verbergen hat, sollte man vielleicht den Bach einfach mal flach halten...das kann zu nichts anderem als noch zu mehr Verstrickungen (psychologisch) führen.

Allein schon, dass sie Zeugen vernommen hat ohne Einsicht in die Akten zu haben klingt für mich als Laie schon äusserst befremdlich:
Zitat aus dem Interview:
„Sie musste ja Details wissen, um konkret fragen zu können.“ Das sei ohne Kenntnis der Akten schwer möglich.
Also ich möchte bei einem Mordfall nicht von einem Polizisten befragt werden, der keine Details weiß..


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.05.2016 um 16:33
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mord-an-yangjie-li-fall-bleibt-bei-staatsanwaltschaft-dessau-24141864

Es werden "keine sachlichen Gründe" gesehen, die Anklagebehörde zu wechseln bei einem Staatsanwalt, der "nicht den leisesten Hauch eines Anfangsverdachts" gegen die Eltern sieht. Wow...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 01:17
@otternase

Der Austausch des Ermittlerteams schien mir auf Gründen der Befangenheit (verwandschaftliche Verhältnisse) sehr logisch. Warum ein Staatsanwalt, der öffentlich die zur Schutzbehauptung präsentierte Sexstory verbreitete, jedoch munter weitermachen darf, verwundert mich schon sehr.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 05:48
@Dornröschen
Dornröschen schrieb:Die Frage ist nur: Was trägt diese polizei-interne Schlammschlacht zur Aufklärung des Mordes an Yangjie Li bei?
Die Frage stelle ich mir hier schon seit einigen Seiten. Ausser einer gewissen Sensationsgier sehe ich hier keinen triftigen Grund darin, dass diese Diskussion inzwischen längst das Interesse an dem Mord verdrängt hat.

Allerdings heisst dieser thread nicht "Schlammschlacht um die Dessauer Polizei" sondern "Mord an Yangjie Li" und daher erwarte ich jetzt letzmals, dass es hier wieder um das eigentliche Thema geht.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 09:47
zurück also zum Tatverdächtigen, es geht in die nächste Runde:

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/fall-yangjie-li-tatverdaechtiger-soll-kind-aus-dem-familiaeren-umfeld-missbraucht-ha...

"Tatverdächtiger soll Kind aus dem familiären Umfeld missbraucht haben"

Das wirft ein interessantes Bild auf den Staatsanwalt, der zwar davon sprach, dass der Tatverdächtige zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei, aber betonte, dass es sich nicht um Delikte aus diesem Bereich handele!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 12:37
Das ist schlecht, dass man dort so schnell einen *Rückzieher* machte, bezüglich des Abgeben des Verfahrens an andere Staatsanwaltschaft. Trägt das in irgendeinerweise dazu bei, ein Vertrauen in Justiz und Gericht zu stärken/zubilden in der Bevölkerung? Nein das gegenteil ist der Fall, welcher vernünftig/denkender Mensch wird sich da von Misstrauen fern halten können. :-((


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 12:40
Lest doch bitte wenigstens die Beiträge, die ihr hier verlinkt:
Gegen den heute 20-Jährigen soll es nach MZ-Informationen vor sieben Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes gegeben haben. Er soll einen Jungen aus dem familiären Umfeld missbraucht haben.

Trotz des offenbar schweren Sexualdeliktes kam es jedoch zu keiner Verurteilung, weil der Tatverdächtige damals noch nicht 14 Jahre alt - und damit nicht strafmündig war.
Es kann also durchaus sein, dass der Staatsanwalt diesen Fakt gar nicht wissen konnte. Warum? Weil es keinen Prozess gab und dieses Delikt eines nicht Strafmündigen irgendwann mal - und zwar völlig legal - aus der Akte gelöscht wird.

@Rick_Blaine

Weißt Du, nach welcher Zeit solche Einträge offiziell gelöscht werden?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 12:50
Habe dazu etwas gefunden:

Zentrales Staatsanwaltschaftliches Verfahrensregister
Die Löschung der gespeicherten Daten richtet sich nach § 5 ZStVBetrV, welcher auf § 494
Abs. 1 bis 3 StPO verweist. Eintragungen im ZStV werden sinngemäß bei Strafverfahren, die mit einem Urteil (ohne Freispruch) enden, sofort mit Eintragung der Urteilsdaten im Bundeszentralregister gelöscht. Bei Strafbefehlen gilt dies entsprechend, sobald diese rechtskräftig werden. Endet das Verfahren mit Freispruch oder wird es nicht nur vorläufig eingestellt, werden die Daten zwei Jahre nach Erledigung des Strafverfahrens gelöscht.
Letzteres könnte hier passiert sein, da der Tatverdächtige damals strafunmündig war. Otternase kann aber dem Staatsanwalt jetzt schwer vorwerfen, sich an geltendes Recht zu halten. Also erst informieren, dann kritisieren. Und wenn man dann immer noch alles besser weiß, sich sofort als Staatsanwalt bewerben.

Wikipedia: Zentrales_Staatsanwaltschaftliches_Verfahrensregister


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 14:18
@Egi
ich werfe dem Staatsanwalt nicht vor, dass er sich an geltendes Recht hält.

Ich werfe ihm vor, dass er Behauptungen aufstellt, die keineswegs zweifelsfrei bewiesen sind. Im konkreten werfe ich ihm vor, dass er
- in der PK die Version des Tatverdächtigen, obwohl bereits widerlegt, mehrfach vortrug
- in der PK die Mutter des Tatverdächtigen über jeden Verdacht erhaben lobte (obwohl daran inzwischen wesentliche Zweifel aufgetaucht sind)
- in der PK die Behauptung aufstellte, der Tatverdächtige habe sich selbst gemeldet auf Rat der Mutter bei der Polizei gemeldet, obwohl inzwischen bekannt ist, dass er nur einer Vorladung gefolgt ist und nach Aussage der Mutter diese gar nicht mit ihm gesprochen hatte
- und eben, dass der Staatsanwalt in der PK ausdrücklich betonte, dass vorangehende Straftaten nicht in Zusammenhang mit Sexualdelikten standen, was sich nun als falsch herauszustellen scheint

Aber @Rick_Blaine hat Recht, hier geht es nicht primär um den Staatsanwalt, sondern die Tat, also sollten wir uns darauf konzentrieren!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 18:33
Die Mutter des TV sagte im MZ-Interview, sie hätte mit der Lebensgefährtin telefoniert und ausrichten lassen, dass ihr Sohn unbedingt den Vorladungstermin am Montag/Dienstag wahrnehmen soll. Weshalb gab es einen solchen Termin überhaupt - und seit wann war ihm dieser bekannt? Wenn es sich um eine routinemäßige Befragung aller Nachbarn wegen Beobachtungen zum Fundort des Opfers gehandelt hätte, wäre eine solche terminierte Vorladung für mich schon sehr ungewöhnlich. Normalerweise gehen die Beamten zur Befragung möglicher Zeugen vor Ort. War der TV vielleicht nicht angetroffen worden und hatte deshalb eine Vorladung im Briefkasten?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 22:18
@otternase

Ich möchte mit Dir ungern weiter über den Umgang mit unseren Rechtsorganen diskutieren. @Rick_Blaine hat diesbezüglich völlig zu Recht um etwas mehr Disziplin gebeten.

Allerdings möchte ich kurz etwas ansprechen, das Dir als Neuling vielleicht noch nicht so richtig bewusst ist: Als Krimi-Forum sind wir hier zwar beileibe kein Jura-Forum, allerdings diskutieren wir hier über Themen, die ganz eng mit dem in Deutschland (bzw. Österreich, der Schweiz) geltenden Recht verknüpft sind. Wir versuchen uns hier hinsichtlich der Rechtslage immer gegenseitig auf den Stand zu bringen, daher möchte ich Dich (wie zuvor schon @Egi) auf 1-2 Dinge hinweisen.

Du kritisierst an dem ermittelnden StA u.a. dass er..
otternase schrieb:- in der PK die Mutter des Tatverdächtigen über jeden Verdacht erhaben lobte (obwohl daran inzwischen wesentliche Zweifel aufgetaucht sind)
Das ist eine Falschdarstellung Deinerseits. Die Dessauer StA gab lediglich an, dass es gegen die Mutter "nicht den geringsten Anfangsverdacht" gebe. Vielleicht hast Du das Gesagte in Unkenntnis der verwendeten Fachterminologie falsch interpretiert, daher versuche ich für Dich einmal eine Übersetzung der Aussage: "Es liegen nicht einmal ansatzweise die erforderlichen strafrechtlichen Voraussetzungen vor, um gegen die Polizistin zu ermitteln".

Die StA ist durchaus gehalten, Gerüchten und Spekulationen (wie von der MZ verbreitet) nachzugehen, aber wenn diese jeder Grundlage entbehren, ist der Anfangsverdacht eben zu verneinen. Staatsanwälte haben sich an die StPO, das StGB und diverse weitere Verfahrensvorschriften zu halten - nicht an das subjektiv empfundene Unbehagen von Journalisten oder Bürgern.


Weiter kritisierst Du, ...
otternase schrieb:dass der Staatsanwalt in der PK ausdrücklich betonte, dass vorangehende Straftaten nicht in Zusammenhang mit Sexualdelikten standen, was sich nun als falsch herauszustellen scheint
Die Aussage des StA ist objektiv richtig. Wenn der TV nicht rechmäßig für die Begehung einer Sexualstraftat verurteilt wurde, dann ist er in der Hinsicht NICHT vorbestraft!

Die Bezichtigung einer Straftat, welche nicht durch ein Gerichtsurteil festgestellt wurde ist in Deutschland übrigens nicht erlaubt. Wir sind ein Rechtsstaat. Also verlange bitte nicht von einem Organ der Deutschen Justiz, dass es in einer öffentlichen Erklärung eine Person einer Straftat bezichtigt, die nie in einem ordentlichen Gerichtsverfahren durch einen Richterspruch festgestellt wurde.

Im übrigen zieht eine Falschbezichtigung nicht nur für Staatsanwälte Konsequenzen nach sich; auch die Verbreitung von entsprechenden Falschbehauptungen in Zeitungen oder in Foren kann Strafanzeigen und/oder Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Die MZ (die Du mit Vorliebe zitierst) bewegt sich wissentlich auf dünnem Eis und verfügt über eine Rechtsabteilung und das erforderliche Budget für zu erwartenden Gegenwind. Du auch?

Ich schlage daher vor, dass wir uns mit diesen Gerüchten über den TV nur mit großer Vorsicht und unter Verwendung des Konjunktivs auseinandersetzen.

Meine Meinung hierzu lautet folgendermaßen: Sollte an den Gerüchten über etwaige Missbrauchs-Vorkommnisse im Kindesalter etwas dran sein, dann wäre vorstellbar, dass der mutmaßliche Mord an Yangjie Li, der traurige Höhepunkt einer krankhaften Triebstörung sein könnte. Solche Störungen zeigen sich in der Tat teilweise schon im Kindesalter. Allerdings können sexuelle Übergriffe durch Kinder auch lediglich eine Form von Gewalt (zur Abwertung anderer Kinder) darstellen. So oder so, scheinen derartige Fehlentwicklungen laut einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen (http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/sexualdelikte-wenn-kinder-zu-vergewaltigern-werden-1537027.html) korrigierbar. Auf jeden Fall aber sind sie zu therapieren, wie dies in dem Artikel ausführlich beschrieben wird, um zu "verhindern, dass sie [die auffällig gewordenen Kinder] zu erwachsenen Vergewaltigern oder Pädophilen werden". Aus dem Artikel schließe ich, dass ein entsprechend auffällig gewordenes Kind nicht zwangsweise auch als Erwachsener übergriffig werden muss, dass aber durchaus eine erhöhte Gefahr besteht. Insbesondere, wenn auf entsprechende Gegenmaßnahmen verzichtet wird.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.05.2016 um 22:25
@Dornröschen
Du schreibst selber das hier kein Jura Forum ist.
Dann schau mal was im Thread zum mutmaß-
lichen Serienmörder MS für krude Thesen ge-
schoben werden. Ich denke es reicht wenn die
Mod´s einwirken.


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