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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

2.588 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, 1989, 1993 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 13:08
Zitat von GaladriaGaladria schrieb:. Er dürfte sich wohl umgebracht haben, weil er genau wusste, die finden bei der Durchsuchung belastendes Material und wäre verurteilt worden. Immerhin befand sich ja BM dort in seiner Garage, was man damals aber nicht wusste
Ich denke, vor allem wegen der entnommenen Blutprobe. Da dachte er wahrscheinlich, dass es JETZT richtig eng wird, bzw. im lange Knast bevor steht.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 16:31
Hallo, liebe Forenmitglieder,
Als Psychologin und langjährige Hannoveranerin habe ich die Geschichte der Göhrde-Morde und das Verschwindens von Birgit Meier immer mit einem Augenwinkel mitverfolgt. Ich war überrascht als dann nach so vielen Jahren die Meldung kam, dass man den bereits verstorbenen Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann anhand von Indizien als den wahrscheinlichen Täter überführt hat, obwohl es immer noch jede Menge ungeklärte Fragen gibt - unter anderem ist es ja offenbar sehr wahrscheinlich, dass er mindestens einen Komplizen hatte.
Ich habe mich aber erst kürzlich etwas intensiver mit dem Fall beschäftigt, und zwar nachdem ich den ARD-Spielfilm "Das Geheimnis Des Totenwaldes" und die dazugehörige dreiteilige Doku "Eiskalte Spur" gesehen habe,. Ich habe dann angefangen, soviel wie möglich über den Fall zu lesen. Und ich muss sagen, ich bin total erstaunt, wie schlampig zum Teil ermittelt wurde, und wie es sein kann, dass so viele der bei Durchsuchungen gefundenen potentiellen Beweismaterialien einfach vernichtet wurden. Es scheint ja purer Zufall zu sein, dass die Handschellen, an denen das Blut von Birgit Maier klebte, noch in Hannover gelagert waren und dass die Spuren noch verwertbar waren!
Ich nehme an, dass sehr viele Dinge schon in den vorangegangenen 108 Seiten diskutiert wurden. Ich entschuldige mich daher im Voraus,wenn meine Fragen schon behandelt wurden. Eine Frage, die ich mir sofort stellte und die leider sowohl im Film als auch in der an sich sorgfältigen Doku völlig übergangen wurde, ist folgende: wie ist es möglich, einen kompletten Sportwagen im Garten zu vergraben, ohne dass irgendein unbeteiligter Zeuge etwas davon mitbekommen hat??? Dafür braucht man doch schweres Gerät und ein recht tiefes Loch. Und die Umrisse müssten sich noch sehr lange abzeichnen! Und warum wurde nicht noch sorgfältiger im Haus gesucht und auf dem Grundstück gegraben, nachdem Spürhunde am exhumierten Wagen Leichengeruch entdeckten?? Selbst, wenn der begrabene Wagen offenbar nicht direkt mit den Göhrde-Morden und Birgit Meier etwas zu tun hatte, habe ich grosse Schwierigkeiten, zu glauben, dass die verantwortlichen Lüneburger Ermittler dermassen fahrlässig waren! Der Leichengeruch am Wagen deutet doch noch auf andere Verbrechen hin! Wie konnte man den einfach entsorgen?? Die Ermittler müssen ja in ihren Theorien bezüglich Birgit Meiers Ex-Mann als Hauptverdächtigen sehr vernagelt gewesen sein.
Es wurde allerdings in der Doku "Eiskalte Spur" eine recht plausible Argumentationskette konstruiert, die auf der Überlegung basierte, dass Wichmann eventuell nicht nur ein Mörder war, der lediglich seinen Neigungen nachgehen wollte, sondern dass er möglicherweise auch gelegentlich ein Auftragskiller war. Die Überlegung kam auf, weil die Spuren der beiden ermordeten Paare von der Kurklinik von Bad Bevensen ihren Ausgang nahmen. Der Mörder ist den Wagen, die beide ein ähnliches Kennzeichen hatten, dann offenbar gefolgt und hat zu irgendeinem Punkt die Paare in seine Gewalt gebracht. Es ist daher möglich, dass das erste Paar einer Verwechslung zum Opfer fiel. Selbst, wenn der Täter den Irrtum rechzeitig bemerkte, könnte er das erste Paar getötet haben, damit er nicht auffliegen konnte. Ausserdem verschleiert eine Mordserie, dass es bei einem der Morde eben doch ein Motiv gab, welches nur für den einen speziellen Fall zutrifft.
Wenn an diesen Überlegungen irgendwas dran ist, müsste man natürlich auch den Mord der Birgit Meier nochmal aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten. Und man würde natürlich leider wieder beim Ex-Mann landen, der ja nun einmal tatsächlich ein handfestes finanzielles Motiv hatte. Da gebe ich den Lüneburger Ermittlern sogar recht! Die Familie Birgit Meiers ist von dieser Geschichte unglaublich gebeutelt worden, und es wäre sehr wertvoll - auch für ihren immer noch nicht rehabilitierten Ex-Mann, wenn man dieses Kapitel endlich abschliessen könnte. Aber solange die Idee von Auftragsmorden und Komplizen im Raum steht, kann man es nicht ad akta legen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 16:40
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Wenn an diesen Überlegungen irgendwas dran ist, müsste man natürlich auch den Mord der Birgit Meier nochmal aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten. Und man würde natürlich leider wieder beim Ex-Mann landen, der ja nun einmal tatsächlich ein handfestes finanzielles Motiv hatte.
Aber das Opfer Birgit Meier wurde doch im Haus (Garage) des TV gefunden und die Handschellen mit ihren Blutspuren auch.
Wie soll der Ehemann mit ihrem Tod in Verbindung gebracht werden können?

Ich halte die Theorie, KWW hat nebenbei auch Auftragsmorde ausgeführt, für möglich.
Skrupel kannte er jedenfalls nicht.

Er lebte einen aufwendigen Stil. Den wird er sich von älteren Damen erschlichen haben. Er halt ja als "Charmeur" und war damals auch gut aussehend.
Sein Geld (das er nicht als Friedhofsgärtner verdient haben kann) ließe sich auch so erklären.


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04.12.2020 um 16:48
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Die Überlegung kam auf, weil die Spuren der beiden ermordeten Paare von der Kurklinik von Bad Bevensen ihren Ausgang nahmen. Der Mörder ist den Wagen, die beide ein ähnliches Kennzeichen hatten, dann offenbar gefolgt und hat zu irgendeinem Punkt die Paare in seine Gewalt gebracht. Es ist daher möglich, dass das erste Paar einer Verwechslung zum Opfer fiel. Selbst, wenn der Täter den Irrtum rechzeitig bemerkte, könnte er das erste Paar getötet haben, damit er nicht auffliegen konnte. Ausserdem verschleiert eine Mordserie, dass es bei einem der Morde eben doch ein Motiv gab, welches nur für den einen speziellen Fall zutrifft.
Wenn an diesen Überlegungen irgendwas dran ist, müsste man natürlich auch den Mord der Birgit Meier nochmal aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten. Und man würde natürlich leider wieder beim Ex-Mann landen, der ja nun einmal tatsächlich ein handfestes finanzielles Motiv hatte.
Dass die beiden Göhrde Morde in Bad Bevensen ihren Ausgang nahmen, finde ich nicht sonderlich verwunderlich. Denn die beiden Wichmann Brüder kannten die Straße am Klaubusch und Bad Bevensen sehr gut und zwar spätestens seit 1984.
Denn ihre Mutter, Marie Wichmann, war damals in der Diabetes Klinik in der Straße am Klaubusch in Behandlung.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Autonarr wie KWW, den Tercel von BMK mit dem Honda der Reinolds verwechselte. Immerhin musste er, um den Göhrde Opfern von Bad Bevensen aus, in den Kellerberg nach Röthen zu folgen, noch gut 20 km hinter den Opfer-PKWs her fahren.
Zwar waren seine Schulleistungen schlecht, aber bis 2 konnte er sicherlich zählen. Da verwechselt man nicht ein Kennzeichen von Hamburg= HH, mit einem H für Hannover.
Zumal KWW auch Hamburg kannte, denn seine Ehefrau Alice hatte er durch eine Anzeige im Hamburger Abendblatt kennengelernt. Da hat er mit Sicherheit gewusst, dass HH KFZ Kennzeichen für Hamburg ist. Wenn der Bruder HJW, bei den Göhrde Morden dabei war, müssten ja beide die jeweiligen Opfer und auch noch die PKWs verwechselt haben.
Dazu kommt, dass bei beiden Taten Frühjahr und Sommer war und die Verfolgung der Opfer PKWs und auch die Morde bei Helligkeit und Sonnenschein tagsüber passierten. Bei besten Sichtverhältnissen wären dann sowohl Opfer, als auch deren PKWs verwechselt worden.


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04.12.2020 um 16:50
Ich habe darüber nachgedacht, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Ex-Mann oder wahlweise seine Freundin den Mord an Birgit Meier in Auftrag gegeben haben könnten. In dem Fall würde man selbstverständlich keine materiellen Spuren finden, die daraufhin deuten! Die Angehörigen, die diese Personen am besten kennen, haben sie allerdings wohl niemals ernsthaft verdächtigt. Und in so einem Fall hätte sich der Ex-Mann vermutlich nicht noch an dem Abend mit Birgit Meier getroffen. Aber die materiellen Motive existierten nun mal. Und das reichte den Lüneburgern offenbar.


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04.12.2020 um 16:54
Rotmilan, ich gebe dir recht, dass die Verwechslung der Autokennzeichen mir auch als unwahrscheinlich erscheint. Dennoch finde ich die Idee eines Auftragsmordes nicht völlig abwegig.


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04.12.2020 um 17:00
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Eine Frage, die ich mir sofort stellte und die leider sowohl im Film als auch in der an sich sorgfältigen Doku völlig übergangen wurde, ist folgende: wie ist es möglich, einen kompletten Sportwagen im Garten zu vergraben, ohne dass irgendein unbeteiligter Zeuge etwas davon mitbekommen hat??? Dafür braucht man doch schweres Gerät und ein recht tiefes Loch. Und die Umrisse müssten sich noch sehr lange abzeichnen! Und warum wurde nicht noch sorgfältiger im Haus gesucht und auf dem Grundstück gegraben, nachdem Spürhunde am exhumierten Wagen Leichengeruch entdeckten?? Selbst, wenn der begrabene Wagen offenbar nicht direkt mit den Göhrde-Morden und Birgit Meier etwas zu tun hatte, habe ich grosse Schwierigkeiten, zu glauben, dass die verantwortlichen Lüneburger Ermittler dermassen fahrlässig waren! Der Leichengeruch am Wagen deutet doch noch auf andere Verbrechen hin! Wie konnte man den einfach entsorgen?? Die Ermittler müssen ja in ihren Theorien bezüglich Birgit Meiers Ex-Mann als Hauptverdächtigen sehr vernagelt gewesen sein.
Das wurde nie weiter thematisiert, wie KWW das Einarbeiten des Ford Probe in die Terassierung auf seinem Grundstück gelungen ist. Spekulativ hatte er evtl. als Friedhofsgärtner die Option, sich unbemerkt einen kleinen Bagger und schweres Gerät "auszuborgen"?
Es gibt doch diese Bagger, mit denen Gräber ausgehoben werden und bei seiner Arbeit, auf dem Friedhof, steht in der Regel nicht der Arbeitgeber daneben.
Natürlich war die Staatsanwaltschaft grob fahrlässig und es wirkt so, als wollte nicht weiter gegen KWW ermitteln. Evtl. wurde die Leiche der 1991 bei Maschen ermordet aufgefundenen, Hamburger Prostituierten Emel Ulas in KWWs rotem Ford Probe transportiert.
Zumindest wurde Emel U. vor ihrem Verschwinden angeblich gesehen, wie sie in einen roten Sportwagen einstieg.
Ich könnte mit vorstellen, dass KWW sicher keine Neigung hatte, eine Prostituierte auch noch für ihre Dienste zu bezahlen und die Situation in seinem roten Ford Probe, dann evtl. eskaliert ist.


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04.12.2020 um 17:06
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Rotmilan, ich gebe dir recht, dass die Verwechslung der Autokennzeichen mir auch als unwahrscheinlich erscheint. Dennoch finde ich die Idee eines Auftragsmordes nicht völlig abwegig.
Völlig abwegig ist die Idee eines Auftragsmordes auch nicht. Alleine der hohe Geldbedarf von KWW und seine Skrupellosigkeit sprechen evtl. dafür.
Ich wollte mit meinem Posting vorhin nur anmerken, dass es auch eben einige Punkte gibt, die dagegen sprechen.

Im Prinzip hätte er doch die Option gehabt, seine Auftraggeber immer wieder, um Geld zu erpressen. Weder HM noch Ehegatte Warmbier hätten dann zur Polizei gehen können.
Aber so wirklich finanziell saniert hat sich KWW nicht, wenn es Auftragsmorde waren. Denn dann wäre Alice nicht nach seinem Suizid April 1993, so schnell zum Hausverkauf wegen seiner Schulden, genötigt gewesen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 17:13
Rotmilan, danke für die prompte Antwort. Ich denke auch, dass KWW als Friedhofsgärtner Zugriff auf einen Bagger gehabt haben könnte. Trozdem fällt es mir sehr schwer, mir die Logistik vorzustellen! es geht ja nicht nur drum, dass ein Loch gegraben werden musste. Der Wagen musste ja auch versenkt und bedeckt werden. Wie kann das alles gemacht worden sein, ohne dass jemand etwas merkte, oder wenigstens später seine Beobachtungen mitteilen konnte?
Es gehört offenbar zu den Merkwürdigkeiten dieser Affäre, dass eines der bizarrsten Details offenbar gar nicht weiter thematisiert wurde. Was könnte den Staatsanwalt veranlasst haben, nicht sauber gegen KWW zu ermitteln?


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04.12.2020 um 17:37
Diese bizarre Beerdigung eines kompromittierenden Sportwagens mit Leichengeruch im eigenen Grundstück ist bzw. war aber sicherlich ein wertvoller Hinweis auf KWWs spezielle Persönlichkeitsstruktur.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 17:56
Hallo ,
dies ist mein erster Beitrag ,nach der TV Serie und der Doku.

Was mir als erstes an dem Bild vom KWW auffiel ist die Brille. Diese Art von Brille tragen nicht viele.Es ist eine Brille welche von oben einfallendes Licht ,sowie Sonnenlicht abschwächt und den geradeausblick klar und hell ermöglicht. Ideal für Piloten oder Schützen.

Zur Kindheit von KWW und seinem Bruder:
Es steht das KWW Angst vor seinen Eltern hatte.Ist es überprüft worden warum er Angst hatte ? Kann es sein das sein Vater bereits als Auftragsmörder tätig war oder sogar Frauen entführte ? Wo haben die Brüder ihr 'Handwerk' erlernt? Der KWW fehlte sehr häufig in der Schule.Alle Entschuldigungen der Mutter und des Arztes sehen wie Ausreden aus.Als sei man bei den möglichen Kinderkrankheiten das Alphabet durchgegangen.Einige Entschuldigungen sehen aus ,als seien sie von KWW selbst verfasst worden.

Hatte der KWW vieleicht Angst in seiner Kindheit nicht vor den Eltern ,sondern vor dem was die Eltern machten ? Möglicherweise auch sexueller Missbrauch in der Familie ?
Wenn er soviel Angst vor seinem Vater hatte ,warum wollte er nach seinem Ableben das das Lied vom Kameraden für seinen Vater gespielt werden ?

Ich habe hier eine Frage gelesen warum die Autos und Gegenstände auf dem Hof vergraben wurden.Ich denke dami er Kontrolle darüber hatte.Verbrennen eines Autos ist nicht sicher.Die Fahrgestellnummer ist noch immer da und es wird vermutlich das Feuer gesehen werden.Im eigenen Garten hast du die Kontrolle .Solange du nicht verdächtigt wirst ,wird auch keiner von der Polizei ein Durchsungsbeschluss bekommen um dort zu graben.Außerhalb des Gartens ,z.B. im Wald oder auf einer Wiese kann theoretisch jeder graben und früher oder später etwas finden.Man hätte natürlich die Schuhe und Geldbörsen verbrennen können .Ich denke dieses waren entweder Thropheen oder schon vom Vater verbudelt worden.
Existierte der schallgedämpte Raum schon zu Lebzeiten der Eltern oder wurde die Tür erst nachdem Tod der Eltern schallgedämpt?

Vieleicht brauchten die Eltern oder der Vater alleine schon den 'geheimen Raum'.Wobei ich wieder bei dem sexuellen Missbrauch wäre. Das würde auch die häufigen Fehltage erklären.Pedofilenringe gab es damals schon und gibt es heute immer noch.Ein Bekannter erzählte mir einige Dinge aus dem Nähkastchen.Er war Opfer eine Ringes in den 70'ern. "Da blickst du nicht durch ,es sind sehr viele die da mitmachen.Die gibt es schon seit Jahrzehnten.Sehr gut organisiert und mächtig"

Wer die Geschichte hinter der Geschichte von Natascha Kampusch kennt ,weiß wie gut dieser Ring strukturiert ist.



Wer sein Komplize ist kann ich nur vermuten.

Zu den ersten Morden im Göhrdefall:
Es wurde hier irgendwo gefragt warum er den den Mann verwechselt haben soll.Das ist ganz einfach.Er hatte ein Bild der Frau ,welche auf seiner Auftragsliste stand. Nehmen wir mal an ; ein Ehemann bemerkt das seine Frau fremd geht und kontaktiert einen Auftragsmörder ,oder stellt Kontakt über eine weitere Person zu ihm her.Er gibt das Foto seiner Frau an ihm weiter.Erzählt was er vom Nebenbuhler weiß und wo sie sich treffen.Ein Bild vom Liebhaber der Ehefrau hat er jedoch nicht.Woher auch ? Er hat sie aber einmal das Kennzeichen des Liebhabers notieren oder teilweise notieren können.
Mit diesem Wissen geht der KWW los und wartet auf die Ehefrau und ihren Liebhaber.Die erste Opferfrau sieht der zweiten sehr ähnlich. Den Mann hält er für den Liebhaber.Das Kennzeichen des Auto enthält ,wie inder Doku gezeigt , auch die beiden gleichen Endziffern.

Er hat die Frau verwechselt und die falschen Personen ermordet.Der Telefonanruf bei den hinterbliebenen einige Zeit später ,war ein Telefonat zur Überpüfung ob die Zielperson lebt oder nicht.Das Telefonat kann KWW selbst oder der Komplize geführt haben.

Als fest stand das die Zielperson noch lebt,wartete er einige Wochen bis sie sich wieder im Waldgebiet aufhielten und ermordete dieses mal das zweite Paar.

Wenn ich einen Autragsmörder oder dergleichen kennenlernen möchte ,kann ich mir ein Schwimmbad oder Party gut vorstellen.Zum einen sind dort viele Leute .Dort kann man sich kennenlernen ,beschnuppern und auch andere Personen jemanden 'vorstellen'.
Ich werde den Gedanken nicht los ,das KWW seine Zielpersonen im Schwimmbad und auf der Party wo ihn HM gesehen hat ,'vorgestellt' wurden.

Bei den nicht-Auftragsmorden und vermutlich auch bei BM hat er seine sexuellen Neigungen ausgelebt. Die Auftragsmorde kamen erst im späteren Lebenslauf von KWW dazu.Vieleicht wegen dem Geld.
Sein Mobiltelefon zu der damaligen Zeit dürfte recht teuer gewesen sein.Beim Lohn eines Friedhofsgärtners eigentlich ein zu teuer ,außer er hat noch andere Einnahmequellen und benötigt für dies ein solches Telefon. Beim Auftragsmord kann man mit solch einem Telefon jederzeit Rückfragen anstellen oder ist immer erreichbar fals ein Auftrag erteilt wird.

Zurück nochmal zu den Autos. Der KWW war Friedhofsgärtner .Er hatte selbst in seinem Auto einen Spaten oder Schaufel.Jemand der Gräber aushebt ist geübt in Löcher graben. Mann stellt einfach sein Auto davor und kann in Ruhe dahinter graben.So wie das Haus gelegen ist ,dürfte dieses niemanden auffallen. Möglich das er die Opferautos selber noch einige Tage gefahren ist.

Seine Abschiedsbriefe kenne ich nicht.Er erwähnte die Dachrinne ,welche gesäubert werden müsse.Das macht man eigentlich damit das Regenwasser in die Kanalisation kann.Andernfalls läuft das Regenwasser über die Dachrinne und dann aufs Grundstück.Wurde mal nachgestellt wo dann das Regenwasser haupsächlich aufs Grundstück laufen würde? Gibt bestimmt einen Grund warum er nicht wollte das das Grundstück unterspült wird.Ein geheimer Kellerraum oder Bunker ?

Die Tür im 'geheimen Raum': Meine Vermutung ist ,das hier die Opfer gehalten wurden .Gefesselt ,Handschellen oder gar betäubt. Sobald er mit ihnen seinen 'Spass' hatte ,ermordete er die Opfer und ließ sie in die Garage fallen .Die 2. Tür in den Raum geht ja direkt in die Garage .Das Seil war hilfreich.Er konnte am Seil runter rutschen und musste keine Leiter oder Treppe mit der Leiche hinunterlaufen.Dieses ging auch wenn AW im Haus gewesen ist. Davon hätte sie nichts mitbekommen im unteren Hausteil. Ich glaube jedoch das sie wusste ,womit KWW sein Geld noch verdient.

Der schallgedämpte Raum hat eine Mänge Hinweise geliefert.Was ist auf dem Dachboden gefunden worden ?

Der Ford Probe dürfte die geringste Anstrengung gewesen sein.Weiss jemand wie es dort aussah bevor der Wagen dort versteckt wurde ? Eventuell war der Abhang nicht so weit ins Grundstück rein.Wenn die Terrasse vor dem verstecken des Auto dort frei von Mutterboden war oder ein Zaun dort stand ,dann war es leicht den Ford dort zu verstecken.

Ich weiss nicht wie gut Leichenspührhunde riechen ,aber verstehe warum die Leiche der Frau M vertikal vergraben wurde.Der Leichengeruch ist an den Beinen/Füsse am geringsten.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 19:27
Zitat von ZeraldaZeralda schrieb:Ich denke, vor allem wegen der entnommenen Blutprobe. Da dachte er wahrscheinlich, dass es JETZT richtig eng wird, bzw. im lange Knast bevor steht.
Aber merkwürdig ist es schon, dass sich KWW damals in der Zelle erhängt hat, da stimme ich @xyfan72 zu.

Er war nach der Durchsuchung (also während seiner Flucht) mindest einmal wieder Zuhause und wusste doch genau, was gefunden worden war, und was nicht.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 20:30
DPansen, ich habe im Moment nicht genügend Zeit, auf alle Punkte Deiner Erstlingspost einzugehen. Und ich selber habe hier ja heute auch das erste Mal ein paar Kommentare verfasst, nachdem ich einige Zeit mit Recherchieren verbracht habe. Ich bin im Moment dabei, soviele Beiträge wie möglich zu lesen, um einen grösseren Überblick zu bekommen.
Aber ich möchte Dir Folgendes sagen: ich stimme mit Dir überein, dass bei den Göhrde-Morden das erste weibliche Opfer dem zweiten in der Tat sehr ähnlich sieht. Das hat mich nachdenklich gemacht - zumal es offenbar bei allen Morden, in die KWW eventuell verwickelt sein könnte, soweit ich weiss, keine älteren Paare zu finden sind. Bitte korrigiert mich, wenn das so nicht stimmt. Aber wenn es zutrifft, dann hätte sich KWW weder vor noch nach den beiden Göhrde-Morde jemals wieder ältere Paare als Opfer ausgesucht. Daher halte ich die Idee, dass es sich eventuell wenigstens beim zweiten Mord um einen Auftrag gehandelt haben könnte, nicht für völlig abwegig. Beim ersten Paar-Mord könnte es sich entweder in der Tat um eine Verwechslung gehandelt haben. Oder der erste Paar-Mord wurde zur Verdeckung des Motivs beim zweiten Paar-Mord begangen. Wenn scheinbar ein Serienmörder sein Unwesen treibt, denken die Ermittler zunächst einmal nicht in erster Linie an Auftragsmörder! KWW wäre sicherlich skrupellos und risikofreudig genug gewesen, so etwas durchzuziehen.
Laut der Doku "Eiskalte Spur" haben einige Ermittler offenbar in Erwägung gezogen, dass KWW ab und an Auftragsmorde ausgeführt hat. Aber wenn das tatsächlich zutreffen sollte, muss man diese Möglichkeit bei jedem Mord, den KWW begangen hat oder in den er verwickelt gewesen sein könnte, in Erwägung ziehen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 21:36
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Ich habe darüber nachgedacht, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Ex-Mann oder wahlweise seine Freundin den Mord an Birgit Meier in Auftrag gegeben haben könnten.
Kann schon sein, aber würde der Auftraggeber eines Mordes den Verdacht auf den Auftragsmörder lenken? Mit der Gefahr, dass dieser gefasst wird und redet? Wäre es nicht logisch, dass er ihm ein Alibi oder Geld für einen langen Urlaub verschafft? Und manchmal haucht ja auch der Auftragsmörder sein Leben nach vollendeter Tat aus.


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04.12.2020 um 21:39
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Das hat mich nachdenklich gemacht - zumal es offenbar bei allen Morden, in die KWW eventuell verwickelt sein könnte, soweit ich weiss, keine älteren Paare zu finden sind. Bitte korrigiert mich, wenn das so nicht stimmt. Aber wenn es zutrifft, dann hätte sich KWW weder vor noch nach den beiden Göhrde-Morde jemals wieder ältere Paare als Opfer ausgesucht.
@littlefoot59
Ich hab in diesem thread nur sporadisch gelesen, weil mir mutmaß0icher Täter und Taten zu heftig sind.
Ich erinnere mich aber, dass gier diskutiert wurde, dass er für den Tod einer ältere Radfahrerin verantwortlich sein könnte. Die Frau wurde auf ihrem Rad erschossen.

Vielleicht erinnert sich hier jemand?

Ich habe bei dem was ich gelesen habe immer das Gefühl gehabt, dass er die absolute Macht über Menschen genossen hat.
Da ist egal, wie alt ein Mensch ist.
In dem geheimen Zimmer wurden Spritzen und Kanülen gefunden. Man könnte sich vorstelle, dass er sein Opfer Birgit Meier sediert hat.
Vielleicht nicht nur, damit sie im Haus nicht gehört wird. Das Zimmer war schalldicht isoliert- sondern, damit sie ihm wehrlos ausgeliefert ist.
Ich vermute, es ging ihm darum, die Opfer in der Hand zu haben und bei ihnen Todesangst zu erzeugen.
Daraus wird er seine- vielleicht sexuelle - Befriedigung gezogen haben.

Für einen mögliche Auftragskiller könnte man ihn auch halten, denn er war empathielos.
Ich denke, er hat vielleicht mit einem Komplizen agiert, der ihm 100%ig ergeben war und sicher nie reden würde (über KWWs Tod hinaus verschwiegen).
Und Geld hat er sich von wohlhabenden Frauen besorgt.

Wenn er heimlich in deren Villen war, wahrscheinlich auch Sachen mitgehen lassen. Was sollten die Frauen dagegen machen,- wenn sie z.B. verheiratet waren?
Sie waren erpressbar. Der Gatte durfte von dem Seitensprung nichts erfahren.

Er wird schon gewusst habe, wie er Menschen einwickeln, ausnutzen, manipulieren kann.


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04.12.2020 um 21:55
Zitat von DpansenDpansen schrieb:Die Tür im 'geheimen Raum': Meine Vermutung ist ,das hier die Opfer gehalten wurden .Gefesselt ,Handschellen oder gar betäubt. Sobald er mit ihnen seinen 'Spass' hatte ,ermordete er die Opfer und ließ sie in die Garage fallen .
Wozu solch gefährliche Aktionen? Ein Opfer entführen, es in das eigene Haus (!), in ein schwer zugängliches und schallisoliertes Zimmer verschleppen und es dort misshandeln, das ist ziemlich ... Abnorm.

Das Szenario erinnert eher an Befragungen oder Verhöre unter Folter, mit anschließendem Mord. Kennt man aus Diktaturen.
Zitat von littlefoot59littlefoot59 schrieb:Laut der Doku "Eiskalte Spur" haben einige Ermittler offenbar in Erwägung gezogen, dass KWW ab und an Auftragsmorde ausgeführt hat.
Sieht so aus, lässt einen aber ratlos zurück. Gibt es etwas Verbindendes, zwischen KWWs Opfern, außer dass es überwiegend Frauen sind? Wem oder was hätten sie im Wege stehen können?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 22:05
Zitat von GeschwisterGeschwister schrieb:lässt einen aber ratlos zurück
das sowieso
Zitat von GeschwisterGeschwister schrieb:Gibt es etwas Verbindendes, zwischen KWWs Opfern, außer dass es überwiegend Frauen sind? Wem oder was hätten sie im Wege stehen können?
Ich denke, er hat Taten zu seiner eigenen Befriedigung ausgeführt und evtl. Aufträge ausgeführt.
Möglicherweise hatte er es darauf angelegt, dass die gefesselten Männer bei der Misshandlung der weiblichen Opfer zusehen.
Darum Paare.

Es wird ja nie geklärt werden können, wie viele Tate tatsächlich auf sein Konto gehen.
Er hat eine Schusswaffe eingesetzt, aber die Opfer auch gewürgt. Er hat mit Medikamenten "gearbeitet".
Man könnte sich vorstellen, dass er auch andere Mittel eingesetzt hat, Menschen zu töten.

Aufträge könnten ganz anders ausgeführt worden sein.
Der Mann hatte ein Auto, war mobil. Wer weiss, welche Strecken er in seinem Auto zurückgelegt hat?
Beruf, Haus und Ehefrau waren ihm eine nützliche Fassade.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

04.12.2020 um 23:43
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Er war nach der Durchsuchung (also während seiner Flucht) mindest einmal wieder Zuhause und wusste doch genau, was gefunden worden war, und was nicht
Eben. Ich denke, der hat sich dann vor der neuen Möglichkeit DNA mehr gefürchtet, als vor allem anderen.
Denn er wusste ja nichtmal, von welchen Fällen allen da vielleicht schon eine Vergleichsprobe von ihm liegt, aber bei einer amtlich entnommenen Blutprobe gibt es bei einem echten Treffer dann nur noch wenig drumherum zu eiern . Ansonsten hat er ja immer halt munter lustig Handschuhe getragen und sich sicher gern auch über die Polizei amüsiert.
Wie schlecht und geringfügig das vorliegende DNA Material war, wie nachlässig da verfahren wurde und wie viele mögliche Treffer, das konnte er sicher plötzlich überhaupt nicht mehr einschätzen und futsch war die Allmachtsphantasie.

Mit dem Ford Probe muss ihm auch Irgendwas wirklich ungeplant eskaliert sein, denn das Vergraben war insgesamt ja wirklich richtig dämlich. Ich vermute, da war Birgit M. noch lebend drin und hat dann bei Befreiungsversuchen o.ä. erst das Auto "so versaut."
Sonst hätte er ja einfach nur z.b. den Rücksitz tauschen müssen, oder war das so extrem schwierig, einen unauffälligen Ersatz reinzubasteln?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

05.12.2020 um 00:01
@Zeralda
Angeblich gab es auf der Rücksitzbank einen Fleck, der ein Blutfleck gewesen sein könnte. Untersucht wurde das allerdings nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft hat erfolgreich jede Nachforschung unterbunden.

Ein Leichenspürhund hat am Kofferraum angeschlagen, nicht im Fahrzeug. Das bedeutet, im Kofferraum hat eine Leiche gelegen, und wenn ich das richtig verstanden habe, mindestens zwei Stunden lang. Im Fahrzeug aber nicht.

Von einem verwüsteten oder stark beschädigten Innenraum war nie die Rede.

Warum man aufwändig ein Fahrzeug in einen Hang eingräbt, anstatt es irgendwo zu verbrennen, warum man nicht einfach eine Rücksitzbank austauscht, und auch die Teppichverkleidung im Kofferraum, weiß ich nicht.

Aber dass die Nachbarn von so einer Aktion nicht mitbekommen haben wollen, dass finde ich schon bemerkenswert.

Allerdings hat der Hamburger Säurefassmörder Lutz Reinstrom auch Fässer in seinem Garten vergraben, und die Nachbarn haben noch mitgeholfen das Loch zu graben...also möglich ist offenbar viel mehr, als man meint.

(Höre: Podcast Zeit Verbrechen, 28.08.2018)


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05.12.2020 um 00:41
Wikipedia: Ford Probe
Zitat von ZeraldaZeralda schrieb:Mit dem Ford Probe muss ihm auch Irgendwas wirklich ungeplant eskaliert sein, denn das Vergraben war insgesamt ja wirklich richtig dämlich. Ich vermute, da war Birgit M. noch lebend drin und hat dann bei Befreiungsversuchen o.ä. erst das Auto "so versaut."
Ich denke auch, dass da etwas mit einem weiblichen Opfer in dem Fahrzeug eskaliert ist. Aber mit BM hat das sicher nichts zu tun, da BM im August 1989 ermordet wurde. User @EDGARallanPOE hatte das schon mal ganz ausführlich recherchiert.
Denn in Deutschland wurde die erste Modellgeneration des Ford Probe nicht offiziell eingeführt. Ford importierte erst ab Dezember 1990 eine Reihe von diesen Fahrzeugen, die ursprünglich für den US- Markt vorgesehen waren, nach Deutschland.
Diese mussten aber vor dem Verkauf durch deutsche Händler entsprechend technisch für den deutschen Markt umgerüstet werden. KWW hatte das Fahrzeug als Neuwagen von einem offiziellen Händler gekauft.
Denn als US- Import hätte das Fahrzeug nicht den deutschen Fahrzeugsicherheitsvorschriften entsprochen.


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