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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

2.588 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, 1989, 1993 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

14.10.2019 um 18:38
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Da läßt man eine Leiche doch lieber im Wald liegen, man wirft sie ins Wasser oder zerstückelt sie und läßt sie mit der Müllabfuhr wegfahren. Oder man löst sie in Abflußreiniger auf. Alles schon passiert, die Fachliteratur ist voll davon.
Ich denke es gIbt Täter, die sind so. Dann gibt es Täter die bunkern alles Zuhause, um entweder vermeintliche Kontrolle darüber zu haben oder sich bei Bedarf daran zu ergötzen. Da gibt es wohl wenig dazwischen. Da KWW BMs Leiche, Waffen, potenzielle Beweise auch Zuhause gelagert hat nehme ich an, dass ihm dies besonders sicher erschien oder er Gefallen an dieser Nähe zu den Taten fand. Besonders durch seinen Beruf als Gärtner hatte er wohl ohnehin eine Affinität zu dem Vergraben. Mit seinen Mitteln (Autos und genug Zeit unauffällig zu verschwinden bei der Arbeit) hätte er Beweise wohl bei Bedarf verschwinden lassen können.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.10.2019 um 17:58
Jeffrey Dahmer lagerte die Leichen und Leichenteile seiner Opfer in seiner Wohnung, aber weniger, um Macht darüber zu haben, sondern aus dem Bedürfnis heraus, endlich Gesellschaft zu haben. Kannibalismus konnte aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden.
Von Peter Kürten weiß man, dass er immer wieder das Grab seines ersten Opfers aufsuchte, der neunjährigen Christine Klein, um vor Wonne geschüttelt zu werden und das Grab seines Opfers Maria Hahn, die er mißhandelt und erstochen hatte, eigenhändig aushob und sie verscharrte. Eine gewisse Zeit besuchte er das Grab, um in Ekstase zu verströmen, später verlor er jedoch das Interesse. Die Aufregung, die in und um Düsseldorf herum herrschte genoß er viel mehr.
Stimmt, es gibt genügend Sexualstraftäter, auch im Zusammenhang mit Mord, die zunächst alles zu Hause aufbewahren, z. B. Wäsche oder Schmuck. Aber es muß für sie greifbar sein, sie wollen diese Fetische anfassen, daran riechen..... Nach einiger Zeit werden sie dann entsorgt, entweder über den ganz normalen Müll oder sie werden verbrannt, wie etwa bei Ted Bundy.
Bei KWW interessiert mich, woher er die Betäubungsmittel, die Tabletten und die Spritzen hatte. Bei den Waffen scheint das klar, sie waren wahrscheinlich vor Beginn er 70iger Jahre erworben, aber was weiß man schon. Ich sehe ihn immer noch als Mitglied einer Bande, die sehr gut organisiert und vernetzt war.
War KWW ausgebildeter Gärtner? Soviel ich weiß, macht er zunächst eine Lehre als Elektriker. Eine Zweitausbildung ist nie ausgeschlossen, gerade als Gärtner genügen nicht so ein paar oberflächliche Kenntnisse.
Und war er wirklich in diesem Bereich selbständig? Oder bei der Stadt Lüneburg angestellt, als Gärtner bei, z.B., Garten- und Friedhofsamt? Oder bei einem Gartenbaubetrieb? Gärtner haben wohl weniger eine Affinität zum vergraben, sondern eher an der Gestaltung mit Pflanzen aller Art. Ein Gärtner, der am Friedhof arbeitet, ist in der Landschaftsgärtnerei anzusiedeln. Das geht von der Gestaltung der Gräber (Bepflanzung im Jahresturnus, Pflege), über das Beschneiden der Hecken und Bäume bis hin zum fachgerechten Anlegen von Wegen und Plätzen. Es ist ein Knochenjob, den ich nicht machen möchte. Unauffällig verschwinden kann man da nicht ohne weiteres, denn es kann gut sein, dass der Vorarbeiter vorbei kommt, bzw. die Kundschaft. Gut, auf die Toilette gehen oder Pause zu machen ist schon drin, aber stundenlange Abwesenheit?
Was nun die Beweise angeht, man öffnete doch ein paar Gräber, weil vermutet wurde, dass KWW dort Opfer vergraben hatte. Es war aber nicht so und mich würde interessieren, wie der richterliche Beschluß erwirkt wurde, um die Gräber öffnen zu lassen. Wie die wohl auf die Idee gekommen sind? Gräber haben in Deutschland eine Tiefe von 2,20 m, man hebt die Erde mit dem Bagger aus, wenn nötig, wird im oberen Bereich verschalt. Dann wird die Erde mit grünen Plastiktüchern abgedeckt und am Tag der Beerdigung ein Versenkungsgerät, darauf kommt der Sarg, angebracht. Das Versenkungsgerät funktioniert automatisch, die Geschichte mit den Seilen gehört seit Jahren der Vergangenheit an.
KWW hätte also eine Leiche nur verschwinden lassen können, wenn gerade ein Grab geöffnet war, also eine Beerdigung anstand. Und wie? Mit Leiter, Spaten und Blendlaterne?
Genauso ist es mit dem Verschwinden von Leichen in Särgen. Zur Leichenhalle, dort sind die Leichen in Einzelzellen aufgebahrt, hat nur der Leichenwärter und die Bestatter einen Schlüssel. Genauso wie bei Krematorien, da kann man nicht einfach hineinspazieren, zudem muß man den Verbrennungsvorgang schon beherrschen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.10.2019 um 19:28
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Oder bei der Stadt Lüneburg angestellt, als Gärtner bei, z.B., Garten- und Friedhofsamt? Oder bei einem Gartenbaubetrieb?
Irgendwo, bin mir nicht mehr sicher, ob es in der NDR - Doku oder im Zeit - Podcast gewesen ist, wurde doch gesagt, dass es sich bei KWWs Tätigkeit als Friedhofsgärtner um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelte.
Diese Tatsache/ dieses Detail war mir bis dahin auch unbekannt.
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Genauso ist es mit dem Verschwinden von Leichen in Särgen. Zur Leichenhalle, dort sind die Leichen in Einzelzellen aufgebahrt, hat nur der Leichenwärter und die Bestatter einen Schlüssel.
Dennoch hört und liest man immer wieder von Einbrüchen in Leichenhallen, meist in Verbindung mit Leichenschändungen.
Kann mir zudem vorstellen, dass es nicht ganz ausgeschlossen ist, dass KWW im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Friedhofsgärtner sich einen Schlüssel 'beschaffen'/ nachmachen lassen konnte.
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Bei KWW interessiert mich, woher er die Betäubungsmittel, die Tabletten und die Spritzen hatte.
In der Tat eine interessante Frage - KWW wird ja nachgesagt, dass er sich gerne an ältere, vermögende Frauen 'heranmachte', darunter könnte durchaus auch mal eine Ärztin gewesen sein, von der sich KWW - mit oder ohne deren Wissen/ Einverständnis das o g 'Equipment' beschafft haben könnte.
Dies nur als Gedankengang meinerseits hierzu.
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Unauffällig verschwinden kann man da nicht ohne weiteres, denn es kann gut sein, dass der Vorarbeiter vorbei kommt, bzw. die Kundschaft. Gut, auf die Toilette gehen oder Pause zu machen ist schon drin, aber stundenlange Abwesenheit?
Wir wissen ja nicht, wie genau man sich diese (ehrenamtliche) Arbeit KWWs als Friedhofsgärtner vorstellen muss.
Kenne es hier im Umkreis auf kleineren, dörflichen Friedhöfen durchaus so, dass der/ die Friedhofsgärtner alleine unterwegs sind mit dem Firmenwagen der jeweiligen Gärtnerei und auch alleine arbeiten.
Wenn dies bei KWW - zumindest phasenweise - auch so gewesen sein sollte, wäre seine Abwesenheit von der Arbeit nicht zwingend sofort aufgefallen.
Habe gelesen, dass er sich wohl auch immer wieder krank gemeldet hat in Zeiträumen, in denen er seine Frau Alice zu deren Mutter 'schickte' ---> um Taten zu begehen/ seine Phantasien wahr werden zu lassen?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.10.2019 um 19:44
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Kenne es hier im Umkreis auf kleineren, dörflichen Friedhöfen durchaus so, dass der/ die Friedhofsgärtner alleine unterwegs sind mit dem Firmenwagen der jeweiligen Gärtnerei und auch alleine arbeiten.
Das kenne ich auch so, auch habe ich auf den ländlichen Friedhöfen bisher immer diese Seile gesehen und kein Versenkungsgerät.
Evtl. ging man auch davon aus, dass KWW das nicht alleine bewerkstelligt hat, sondern der Bruder dabei geholfen hat. Es gibt doch eine Menge kleinerer Friedhöfe, wo es überhaupt nicht auffallen würde, wenn der von der Friedhofsverwaltung geschickte Gärtner morgens einen "Helfer" hätte, da um die Uhrzeit nur selten Besucher dort sind.

Gerade lief auf RTL ein Beitrag, dass ein Bestatter aus Verden acht Urnen verwechselt hat. Das Ganze viel auf, weil im Krematorium noch eine von ihm nicht abgeholte Urne stand, aber die Bestattung der in der Urne befindlichen Person schon längst statt gefunden hatte.
Da sind nun auch Exhumierungen angelaufen.

Also absolut sicher ist da nichts, Fehler können passieren, im Verdener Fall war das sicher keine Absicht.

Evtl. hatte KWW ja Schlüssel zu Friedhofskapellen wo in der Nacht vor der Beisetzung bereits der Sarg samt Verstorbenen im Nebenraum angeliefert stand und es keine Verabschiedung des/ der Verstorbenen am offenen Sarg gegeben hat. Das ist jetzt nicht so unüblich, besonders wenn die Beisetzung am späten Vormittag/ Mittag angesetzt ist.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.10.2019 um 19:54
Es gibt ja nichts, was es nicht gibt.

Auch im Bestattungswesen gibt es schwarze Schafe.

Schrottautos und Leichen....

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/in-brandenburger-kfz-werkstatt-acht-leichen-zwischen-schrottautos-gelagert-64976670.bild.html


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15.10.2019 um 20:01
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:vtl. ging man auch davon aus, dass KWW das nicht alleine bewerkstelligt hat, sondern der Bruder dabei geholfen hat. Es gibt doch eine Menge kleinerer Friedhöfe, wo es überhaupt nicht auffallen würde, wenn der von der Friedhofsverwaltung geschickte Gärtner morgens einen "Helfer" hätte, da um die Uhrzeit nur selten Besucher dort sind.
Ein guter Gedankengang.
Ist eigentlich bekannt, welchem Beruf KWWs Bruder nachging bzw welchen Beruf dieser gelernt hat?
Kann mich nicht daran erinnern, davon irgendetwas gelesen/ gehört zu haben, vll weiß jmnd etwas darüber?
Auf den kleineren, dörflichen Friedhöfen hier im Umkreis sind morgens/vormittags allenfalls verwitwete Rentner/-innen unterwegs und eben je nachdem der Friedhofsgärtner.
Allenfalls, wenn morgens/vormittags eine Beerdigung stattfindet, ist mehr Betrieb.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Evtl. hatte KWW ja Schlüssel zu Friedhofskapellen wo in der Nacht vor der Beisetzung bereits der Sarg samt Verstorbenen im Nebenraum angeliefert stand und es keine Verabschiedung des/ der Verstorbenen am offenen Sarg gegeben hat. Das ist jetzt nicht so unüblich, besonders wenn die Beisetzung am späten Vormittag/ Mittag angesetzt ist.
Kann mir - wie ich schon geschrieben habe - sehr gut vorstellen, dass KWW einen Schlüssel gehabt haben könnte.
Heutzutage ist die 'Verabschiedung am offenen Sarg' relativ selten geworden/ aus der Mode gekommen hier in Deutschland, in USA z B viel eher üblich.
Es gab immer mal wieder Fälle, wo noch eine zweite Leiche mit im Sarg war, ohne dass es bei der Beisetzung aufgefallen ist.
Natürlich sind solche Fälle die Ausnahme/ eine Seltenheit, aber grundsätzlich vorstellbar finde ich diese Möglichkeit, 'eine Leiche loszuwerden' schon.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.10.2019 um 22:49
ich denke nicht, dass KWW ehrenamtlich gearbeitet hat...da liegt bestimmt ein Missverständnis
vor.

er und seine Frau lebten doch von seiner Arbeit als Gärtner...


ist aber auch nicht soo wichtig, interessant ist ja eigentlich nur, d a s s er als Friedhofsgärtner gearbeitet hat, ob mit oder ohne Bezahlung.


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15.10.2019 um 23:33
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Ein guter Gedankengang.
Ist eigentlich bekannt, welchem Beruf KWWs Bruder nachging bzw welchen Beruf dieser gelernt hat?
Sein Bruder arbeitet wohl auch heute noch ganz in der Nähe als Gärtner bei einem GaLa Bauunternehmen. Ich nehme daher an, dass er diesen Beruf also gelernt hat.. Wie hier schon geschrieben wurde ist es eine Knochenarbeit und erfordert auch einige Kenntnisse in Baumpflege und Sachkunde.


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15.10.2019 um 23:39
Da hier neulich jemand nach dem Führerschein von KWW gefragt hat poste ich ihn noch mal

9581495

Das heisst KWW durfte sogar Motorrad und LKW fahren. Wobei es die Klasse 1 vor 1980 meine ich noch dazu gab.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

16.10.2019 um 12:51
Zitat von poncoponco schrieb:Das heisst KWW durfte sogar Motorrad und LKW fahren.
Nach dem Führerschein durfte er das nicht.
Da sind 1 und 2 gestrichen und nur 3 und 4 gültig.
3 war die "PKW"-Klasse bis 7,5t und 4 waren Moped,Roller u.ä.
Die Klasse 4 war automatisch dabei, wenn man den Autoführerschein hatte. Nichts besonderes also.


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16.10.2019 um 13:46
https://www.wn.de/Muensterland/2015/12/2194309-Such-nach-Muensterlandmoerder-40-Jahre-nach-Anhalter-Morden-Neue-Schluesse-aus-alten-Hinweisen/2194569-Mordserie-reisst-nicht-ab-Weitere-Tote-in-Heidelberg


@ponco
Danke für das Einstellen des FS, von KWW. Da dieser erst am 3. Februar 1976 in Karlsruhe ausgestellt wurde, kann Wichmann nicht für den Anhaltermord der "Heidelberger Serie" an Monika Sorn in Betracht kommen.
Es sei denn, er ist auch ohne gültige Fahrerlaubnis Auto gefahren und dieser Umstand ist nicht aufgefallen.
Denn die blonde, zierliche, damals 19 Jahre alte Monika Sorn wurde zuletzt am 13. September 1975 in Hembach bei Heidelberg, beim Trampen gesehen.
Ihre Leiche wurde später im Lampertheimer Stadtwald gefunden.

Allerdings muss die Heidelberg- Serie ja auch nicht zwingend von ein und demselben Täter begangen worden sein. Da KWW ja von den Ermittlern in Betracht gezogen wird, kann er für die anderen Heidelberger Anhaltermorde durchaus in Frage kommen, oder er ist eben im Mordfall Monika Sorn, ohne FS gefahren.
Dann müsste er allerdings auch irgendwie an einen PKW gekommen sein, obwohl er keinen FS hatte.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

16.10.2019 um 14:26
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Dann müsste er allerdings auch irgendwie an einen PKW gekommen sein, obwohl er keinen FS hatte.
Denkbar, dass KWW sich das Auto seiner (damaligen) Freundin lieh.
War das nicht zu dieser Zeit die Ex-Zahnarztgattin aus Karlsruhe!?

Vll wird der Mord an Monika Sorn auch fälschlicherweise der 'Heidelberger Serie' zugeordnet (wenn man mal davon ausgeht, dass es sich bei den anderen, späteren Morden an den Tramperinnen im Raum Heidelberg um eine Serie handelte).
Die EB gehen ja wohl offenbar von einer Serie aus und halten es für möglich, dass KWW der Täter sein könnte.

Grundsätzlich vorstellbar wäre auch noch, dass KWW einen (älteren) Mittäter gehabt haben könnte, der sowohl über Führerschein als auch über ein Fahrzeug verfügte.
Wobei sein Bruder hierfür nicht in Frage käme, da er jünger als KWW ist.


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16.10.2019 um 15:00
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Denkbar, dass KWW sich das Auto seiner (damaligen) Freundin lieh.War das nicht zu dieser Zeit die Ex-Zahnarztgattin aus Karlsruhe!?
Richtig, das war die Ex- Zahnarztgattin aus Karlsruhe, bei der er nach der vorzeitigen Entlassung aus der JVA 1974 auch eingezogen ist.

Da es sich ja um eine vorzeitige Entlassung ( vermutlich wegen guter Führung und positiver Sozialprognose wegen der neuerlichen Beziehung zu dieser Dame, die sich ja auch für seine Entlassung eingesetzt hatte) handelte, könnte es durchaus sein, dass es für KWW Bewährungsauflagen gab, sich etwa noch in gewissen Anständen bei der örtlichen Polizei dort zu melden.

Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Ex- Zahnarztgattin ihm ohne FS einfach ihren PKW gab. Möglich ist sicher alles, evtl. hatte er da auch andere Optionen gefunden, an ein Fahrzeug zu kommen.

Dass er in Karlsruhe wieder einer offiziellen Berufstätigkeit nachging, stand auch nirgends zu lesen. Ein inoffizieller Job hätte auch wieder ein Entdeckungsrisiko gehabt, genauso wie Fahren ohne FS.


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16.10.2019 um 16:32
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Dass er in Karlsruhe wieder einer offiziellen Berufstätigkeit nachging, stand auch nirgends zu lesen. Ein inoffizieller Job hätte auch wieder ein Entdeckungsrisiko gehabt, genauso wie Fahren ohne FS.
Also ist es naheliegend, dass er in seiner Karlsruher Zeit ausschließlich auf Kosten der Ex-Zahnarztgattin lebte?
Vll wurde eine eventuelle Beschäftigung (als Friedhofsgärtner?) auch einfach nur in keinem der Zeitungsberichte erwähnt, da der jeweils berichtenden Journalist dies vll als nicht relevant für den Fall/ die Öffentlichkeit einschätzte bzw davon keine Kenntnis hatte?

Nehme an, dass die Ermittler die Zeit des KWW in Karlsruhe sicherlich genauer unter die Lupe genommen haben werden gerade auch im Hinblick auf KWWs evtl mögliche Täterschaft bei der 'Heidelberger Serie', nur dass eben darüber recht wenig an die Öffentlichkeit gedrungen ist oder evtl auch absichtlich nicht veröffentlicht wurde.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Ex- Zahnarztgattin ihm ohne FS einfach ihren PKW gab.
Grundsätzlich vorstellbar wäre auch, dass er sich den PKW - der einzige Mord der 'Heidelberger Serie' zu dessen Zeitpunkt KWW keinen Führerschein hatte, ist ja der an Monika Sorn - für den Tattag 'heimlich' nahm, z B wenn die Autoschlüssel immer an einem Brettchen im Flur o Ä hingen, ist ja durchaus nicht ganz unüblich.
M E kann man KWW nicht als Täter der 'Heidelberger Serie' ausschließen, allein aufgrund der Tatsache, dass er zum Tatzeitpunkt des Mordes an Monika Sorn über keinen Führerschein verfügte.


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16.10.2019 um 17:44
@ponco: vielen Dank für´s einstellen.

Könnte es sein, dass dies ein Duplikat seines Führerscheins ist?
Ich erinnere an die Anhalterin, die er 1970 im Auto mitnahm, die tat ist hier schon ausführlich besprochen worden. Da muß er also schon im Besitz eines Führerscheins gewesen sein. Sonst wäre zu der Vergewaltigung, dem würgen oder erwürgen, noch fahren ohne Fahrerlaubnis gekommen. Die Strafe, 5 1/2 Jahre nach Jugendstrafrecht, wäre dann noch heftiger ausgefallen.
Warum ist er seinerzeit denn nach Jugendstrafrecht verurteilt worden? Ich meine, er war kein unbeschriebenes Blatt, da wäre wohl Erwachsenenstrafrecht angemessener gewesen. Ob es damit zusammenhängt, dass man 1970 erst mit 21 Jahren volljährig wurde? Oder der/die Richter Zweifel an der Aussage des Opfers hatte?


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16.10.2019 um 22:39
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:Könnte es sein, dass dies ein Duplikat seines Führerscheins
Ich meine es ist sogar tatsächlich so, dass er diesen eingestellten Führerschein doppelt hatte. Dieser befand sich mit den Waffen in der Kiste von Rudloff, die er dem Autohändler gab mit dem Hinweis diese bitte niemals zu öffnen. Er hatte aber noch einen anderen, regulären Führerschein. Er muss ihn einmal als gestohlen oder verloren gemeldet haben und einen neuen ausstellen gelassen. Das war dann offenbar sein Backup, falls man ihm den Führerschein einmal abnimmt.. Damals gab es ja noch kein POLAS für einen direkten Abgleich mit der DB.. Da hätte man evtl damit durchkommen können.


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16.10.2019 um 23:37
@ponco

Landeszeitung Lüneburg vom 18.10.18 :

Wegen der Tat an der 17jährigen zogen die Richter den Führerschein ein.
Die Juristen würdigten das Auto als Tatmittel.


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17.10.2019 um 17:06
@ponco: als sich vor Jahren meinen alten Führerschein mitgewaschen hatte, war der nicht mehr zu gebrauchen. Damals konnte man sich den Führerschein schon im als EU-Führerschein, also diese Plastikkarten, ausstellen lassen. Vorsichtshalber hatte ich den alte, unbrauchbaren Führerschein mitgebracht und ich denke, schon damals hätte ich nicht einfach so behaupten können, er wäre gestohlen worden. aber schon da war die Technik schon viel weiter als in den 70iger Jahren.

Dieser Herr Rudloff muß wohl, soweit ich das auf Grund der Beiträge beurteilen kann, eine sehr enge Beziehung zu KWW gehabt haben. Wurde das eigentlich jemals gründlich überprüft? Und warum hat der besagte Herr den Koffer zur Aufbewahrung übergeben? Es wäre doch viel einfacher gewesen, den Inhalt zu entsorgen: die Papiere in den Müll, die Waffen in das nächste Gewässer. Ich finde, in dem Fall gibt es doch etliche Ungereimtheiten.

@spookytooth: Sehr gut, das tut so richtig weh. Geld und Führerschein - die besten "Erziehungsmaßnahmen" für Uneinsichtige. Ich denke gerade daran, dass der Täter den Führerschein nicht mehr so ohne weiteres bekommen wird. Eine MPU wird es bestimmt noch geben, kostet auch Geld und danach ist es keinesfalls gewiß, dass er den Führerschein zurückbekommt, bzw.neu machen darf.

Da ihr hier sehr gut Bescheid wißt, noch Fragen.

- War KWW jemals in psychologischer Behandlung? Es war in den diversen Zeitungsberichten doch die Rede davon, dass er unter Kontrollzwängen litt und schon mehrere Selbstmordversuche hinter sind hatte.

- Da seine Frau Alice von ihm immer wieder zu ihrer Mutter geschickt wurde, wenn er Ruhe haben wollte, wurde hier schon erwähnt. Da man in den Zimmer, z. B., auch Stricke und Ketten fand, könnte es sein, dass da mitunter BDSM - Sessionen stattfanden? Wenn es auch niemand zugeben würde, es gibt doch mehr Leute, die das praktizieren.

- Wo wurde KWW, bzw. seine Urne, beerdigt? War das in Lüneburg oder am Sterbeort?

- Ist es wirklich wahr, dass nach den Doppelmorden in der Göhrde dort niemand mehr wanderte oder spazieren ging?

- Noch zur Abhöranlage, die KWW als Jugendlicher im Haus seiner Eltern verbaut haben soll. Bei genauer Überlegung erscheint mir das nicht sehr wahrscheinlich. Ich tippe da eher auf seinen Vater, der bei einem Energieversorungsunternehmen, eine gängige Bezeichnung für einen Stromversorger, beschäftigt war.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

17.10.2019 um 17:13
Zitat von MissHudsonMissHudson schrieb:- War KWW jemals in psychologischer Behandlung? Es war in den diversen Zeitungsberichten doch die Rede davon, dass er unter Kontrollzwängen litt und schon mehrere Selbstmordversuche hinter sind hatte.
Nach den Straftaten im Jugendalter wurde er dahingehend sicher untersucht. Die Jugendstrafanstalten haben immer Sozialarbeiter und Psychologen für die Betreuung der jungen Erwachsenen.
Als Kontrollzwang fiele mir ein, dass er oft (auch wenn unpassend da Sommer) Lederhandschuhe trug. Er wurde als recht eitel und arrogant beschrieben. Das eigene Selbstbild vor anderen wollte er stets gewahrt sehen, also gut dastehen und etwas Besonderes sein.


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17.10.2019 um 17:29
@ponco:

War das schon in den 60iger Jahren so? Wenn ich richtig orientiert bin, nahm da richtige Sozialarbeit erst ihren Anfang. Die schlimmen Tatsachenberichte über die Heimerziehung in den 50iger und 60iger Jahren lassen weniger auf echte Sozialarbeit schließen. Da saßen an diesen Stellen oft noch die gleichen Leute, die zwischen 1933 und 1945 dafür zuständig waren. Wie die Erziehung bis noch weit in die 70iger Jahre ziemlich heftig war. Wenn Dich etwas zur Thematik interessiert, kann ich Dir die Bücher von Sabine Bode empfehlen.

Kontrollzwänge entstehen aus Ängsten, am bekanntesten ist der Drang, mehrmals zu überprüfen, ob man den Küchenherd ausgeschaltet hat. Oder Waschzwang, Sammelzwang, da kann man nichts in den Müll entsorgen oder auch religiöse Zwänge. Sie machen dem Betroffenen das Leben zur Hölle, da es psychische Erkrankungen sind, die aus unbegründeten Ängsten entstehen.
Wenn KWW sich meistens recht gepflegt kleidete, dann entsteht bei mir der Eindruck von einem Vorstadtdandy. Er konnte und wollte Eindruck auf Frauen machen, vor allem auf ältere Frauen, die den höflichen, stets gut gekleideten jungen Mann mochten und ihm gerne etwas zukommen ließen. Es heißt doch auch, dass er Kontaktanzeigen als Callboy schaltete - ungepflegtes Aussehen, undenkbar.


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