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Die Plaza Frau

8.550 Beiträge, Schlüsselwörter: Schuhe, Norwegen, Hotel, Unbekannte Tote, 1995, Oslo, 2816, Plaza

Die Plaza Frau

30.06.2020 um 09:02
lullaby69 schrieb:Ich mache das jetzt fast 27 Jahre (2-4 Sterne). Aber von einem eigenen Kassierer habe ich noch nie gehört.
Belegt wurde es doch schon anhand der Beschreibungen zuvor. Hier nochmal der Rezeptionist bei Wikipedia:
Wikipedia: Rezeption_(Betreuung)
Daraus:
In kleineren Hotels erledigt die Rezeption auch alle anfallende Gästekorrespondenz, erstellt Rechnungen, pflegt Daten (zum Beispiel in Online-Buchungssysteme) ein, erstellt Statistiken und bereitet Abrechnungen für die Buchhaltung vor.
Ich kenne es auch "getrennt", der Arbeitsplatz des Cashiers ist an der Rezeption dann teilweise sogar extra gekennzeichnet. Der/die Rezeptionist/in macht alles fertig, berechnet und bezahlt wird beim Cashier.


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30.06.2020 um 09:15
@lullaby69
@sooma
mal unabhängig von der personellen besetzung... wie wahrscheinlich wird ein gast aufgefordert, direkt den kassierer zu kontaktieren, egal ob in der buchhaltung oder im backoffice, anstatt einfach die rezeption? der standort des cashiers ist nicht ausgewiesen und nicht beschildert. d.h. zwangsläufig muss der gast ohnehin zur rezeption, um den kontakt herzustellen.

ginge es um einen betrugsverdacht, offene rechnung oder überzogenes pay-tv, so würde man ja auch den "verdächtigen gast" womöglich warnen und zur heimlichen abreise / flucht animieren.

eine "neutrale" formulierung, sich bitte an der rezeption zu melden, wäre doch in allen fällen sehr viel wahrscheinlicher. dort wäre dann notfalls eben der kassierer hinzugezogen worden.

und den kontakt mit der rezeption hat die unbekannte ja nachweislich zwecks der verlängerung am freitag morgen haben müssen. dass eine offene angelegenheit da nicht zur sprache gekommen sein soll, gerade in hinblick auf ungeklärte zahlung und der dennoch eingeräumten verlängerung, ist doch eher auffällig und passt nicht wirklich in die abläufe eines gehobenen hotels wie das plaza.


ich kann aber auch aus eigener erfahrung sprechen, wo auf einer geschäftsreise meine firma "vergessen" hatte, dass ich für die firmenkreditkarte, über die das hotel gebucht wurde, keine zeichnungsbefugnis hatte, somit meine unterschrift beim check-in nicht autorisiert war, damit die zahlung offen. ich erhielt daraufhin die mitteilung (per zettel), dass ich mich doch bitte an der rezeption melden möge. dort wurde die angelegenheit dann recht einfach geklärt (einsatz meiner privaten karte und korrekte rechnungsstellung (firmenadresse) zwecks nachträglicher interner spesenabrechnung). da gab es keinen separaten "kassierer".

@lullaby69
genau das. heute ist doch das empfangspersonal grundsätzlich mit den zahlungsangelegenheiten betraut. höchstens gibt es eben noch das backoffice mit dem evtl. empfangschef, wo "schwierigere" angelegenheit bearbeitet werden - dann aber meist auch an der rezeption mit dem gast zu klären und das die schnittstelle mit der hotelbuchhaltung darstellt.
die idee eines separaten kassiers mag aus den 1950er - 70er jahren stammen, wo auch im einzelhandel verkauf und kasse z.g.t. streng getrennt waren und das kassenpersonal besonders sorgfältig und nach vertrauenswürdigkeit ausgewählt wurde, während es bei den verkäufern auf andere "qualitäten" ankam.
ob es das im hotelbereich, wo es ja schon immer darum geht, dem gast einen möglichst angenehmen, unaufdringlichen und reibungslosen aufenthalt zu gewährleisten, außerhalb evtl. des ostblocks solche trennung, die ja einen erhöhten aufwand, evtl. zusätzliche wartezeiten und damit unannehmlichkeiten für den gast bedeutet, jemals gab, ist eher weniger wahrscheinlich und mir in der form auch nicht bekannt.

allerhöchstens gab es noch einen "cashier" als service zum geldwechsel, der aber mit der abrechnung nichts zu tun hatte und heute in zeiten des geldautomaten entweder vom concierge mit übernommen wird oder gleich mit in die dienstleistungen der rezeption eingegliedert ist (so vor zwei jahren in casablanca erlebt, wo mir bei check-in gleich der geldwechsel mit angeboten wurde).

und von daher halte ich die erwähnung eines "cashier" in der bildschirmmitteilung an die unbekannte für bemerkenswert.

@sooma
doch schon längst nicht mehr nur bei kleineren hotels. gerade die großen ketten haben die abläufe immer weiter optimiert und immer mehr personal als kostenfaktor eingesperrt. oder wo gibt es heute z.b. noch standardmäßig pagenservice außerhalb der aboluten nobelherbergen, die sich das aber auch fürstlich entlohnen lassen?

viele häuser haben noch das kassierer-häuschen, wo aber vornehmlich der geldwechsel vorgenommen wurde und längst nicht mehr das kassieren der hotelrechnung. das läuft schon seit etlichen jahrzehnten über die rezeption. diese häuser haben auch meist noch eine concierge-nische, auch wenn dort nur noch die touri-info-blättchen ausliegen und kein concierge mehr dienst tut. manchmal findet man sogar noch die nostalgischen telefonkabinen, wo einst der öffentliche münzfernsprecher hing... alles nur noch retro-design und schon längst nicht mehr funktional.

ich bin jedes jahr zusätzlich zu urlaubsreisen, die ich aber meist in pensionen oder privaten ressorts buche, ein oder zwei mal auf geschäftsreise unterwegs und dementsprechend häufig auch in gehobeneren hotels untergebracht, hilton, radisson, steigenberger, etc. (schlimmstenfalls sogar mal best western ;o) ), obwohl ich eigentlich inzwischen gerade kleinere private hotels den ketten gegenüber bevorzuge. noch nie habe ich in den letzten 15 jahren eine trennung zwischen check-in und bezahlung erlebt, noch nie auch nur einen separaten "cashier" zu gesicht bekommen. kassiert wurde stets vom rezeptionspersonal, ohne dass da extra jemand für eingeteilt war oder hinzugezogen werden musste. (außer in einem fall, aber da war es einfach der empfangschef, der einer auszubildenden beispringen musste, welche die falsch hinterlegte rechnungsadresse nicht selbst ändern konnte...)
wo bitte gibt es denn noch die trennung zwischen empfang und kassierer? von wo kennst du es denn? und bitte bedenken, dass es hier nicht um einen touristenbunker am strand geht, sondern um ein gehobenes business-hotel...


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Die Plaza Frau

30.06.2020 um 09:16
Ich denke diese Diskussion um den "cashier" ist wieder ein red herring. Heutzutage, wo in solchen Hotels so gut wie niemand mehr in bar bezahlt, gibt es eine solche Unterscheidung zwischen "Rezeptionist" und "Kassierer" gar nicht mehr, jedenfalls ist mir das noch nie begegnet, und ich bin i.d.R. einmal im Monat in einem Hotel. Früher, als Barzahlung noch häufiger vorkam, mag es einen bestimmten Mitarbeiter gegeben haben, der die Verantwortung für die Kasse hatte, aber selbst dieser wird direkt an der Rezeption gewesen sein. Ich denke, wenn das Hotel hier für sein Nachrichtensystem das Wort "cashier" benutzte, kann man getrost es mit "Rezeption" gleichsetzen. Es ging darum, dass sich der Gast bitte melden möge. Nicht mehr.


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30.06.2020 um 09:18
fravd schrieb:der standort des cashiers ist nicht ausgewiesen und nicht beschildert
Doch! Es gibt kleine Schilder zum Aufstellen auf der Theke oder es steht über der Rezeption.
fravd schrieb:oder wo gibt es heute z.b. noch standardmäßig pagenservice außerhalb der aboluten nobelherbergen, die sich das aber auch fürstlich entlohnen lassen?
Eben dort!

Aber:
Rick_Blaine schrieb:Ich denke diese Diskussion um den "cashier" ist wieder ein red herring.
Denn bei wem sie nun zahlen bzw. etwas klären sollte, ist eigentlich irrelevant.


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30.06.2020 um 09:28
sooma schrieb:Denn bei wem sie nun zahlen bzw. etwas klären sollte, ist eigentlich irrelevant.
Genau.

Hier z.B. mal ein Bild aus dem Sunroute Hotel in Fukushima, Japan: dort unterscheidet man zwischen reception und cashier, der eine Bereich ist für die ankommenden Gäste, der andere für abreisende Gäste, aber beide befinden sich direkt nebeneinander:



88256199

In Japan ist das ziemlich typisch, beide Begriffe zu verwenden und beides befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft.

Wenn eine Nachricht über das System kommt, ist es daher naheliegend, an den "cashier" zu verweisen, da man ja bereits angekommen ist und eher etwas zu erledigen ist, vor der Abreise.


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30.06.2020 um 09:31
Rick_Blaine schrieb:Wenn eine Nachricht über das System kommt, ist es daher naheliegend, an den "cashier" zu verweisen, da man ja bereits angekommen ist und eher etwas zu erledigen ist, vor der Abreise.
Hat einfach etwas mit dem Verantwortungsbereich (Betreuung - Finanzen) zu tun, deshalb die "Trennung". Und ich reise wohl zu nobel. ;)


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Die Plaza Frau

30.06.2020 um 09:38
Hier ein Hotel in Indien, welches 3 Schalter hat: einmal ankommende Gäste (reception), abreisende Gäste (cashier) und concierge für Dinge, die man während dem Aufenthalt besprechen will.

Hotel Paradise, Mysore, Indien.
28344229


Wie gesagt, in Asien ist das sehr typisch, anderswo vielleicht weniger. Aber wir sollten hieraus kein Riesenrätsel machen.


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30.06.2020 um 09:46
@Rick_Blaine
und warum dann explizit und durch ausdruck belegt "please contact cashier" und nicht "please contact the reception ( / front desk)", was angesichts der fülle derer aufgaben doch die weit häufigere botschaft sein dürfte?

wäre der veröffentlichte ausdruck nicht, so hätte ich angenommen, dass es auf j.c.w.s überinterprätation beruht und er aus der annahme der offenen rechnung den cashier herbeifabuliert hat; ist aber leider schriftlich so belegt...

danke für das bild. beides ist bestandteil des "front desk", was im deutschen gerne als "rezeption" verallgemeinert wird. da aber im hotelalltag der gast nicht zwischen "reception" und "cashier" unterscheidet, wird dies auch als "front desk" im gästekontakt geführt.
die trennung anreise/abreise macht u.u. bei hohem aufkommen an gleichzeitig an- und abreisenden gästen sinn, wird aber ansonsten eigentlich nie beachtet - wäre auch heute viel zu personalintensiv.
letztlich ist die beschilderung zumeist einfach ein relikt und weitestgehend nostalgie. (manche reisen ja auch heute noch mit dem bädecker von 1890... daher auch der hotel-coiffeur, das raucher-kabinett und die telefon-kabine; aber auch der bereits erwähnte concierge-bereich als handzettel- und broschüren-aufstellplatz.) wobei asien hier auch eine gewisse sonderstellung einnimmt, da hier oft vieles "traditioneller" gehandhabt wird - gerade auch im hotelbereich. dürfte aber nicht 1:1 auf norwegen und das betont "moderne" plaza übertragbar sein. (hier jetzt ausgiebig auf die unterschiede und deren tatsächliche umsetzung einzugehen, würde wohl den rahmen sprengen. nur mal angemerkt, das in zeiten der vorautorisierten kreditkarte und der rechnung per email, von express-check-out und buchungsportalen der "cashier" eigentlich gar nichts mehr zu tun hat und in europa und den usa inzwischen ähnlich verschwunden sein dürfte wie der klassische concierge, der eben aber auch ganz andere aufgaben hatte, als sie der normale front-desk wahrnehmen kann.)

übrigens, hier mal ein bild vom empfangstresen des oslo-plaza:


Oslo-Radisson-Reception-e1380139327485


bleibt immer noch, dass wohl kaum ein normaler gast den empfangstresen als "cashier" wahrnimmt und mit der message eher in die irre geführt worden wäre, anstatt ans front-desk.


den roten hering will ich hier noch nicht sehen, weil eigentlich gar nicht klar ist, weshalb sie überhaupt kontakt aufnehmen sollte. die offene rechnung ist auch nur eine annahme...


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30.06.2020 um 10:04
fravd schrieb:allerhöchstens gab es noch einen "cashier" als service zum geldwechsel, der aber mit der abrechnung nichts zu tun hatte und heute in zeiten des geldautomaten entweder vom concierge mit übernommen wird oder gleich mit in die dienstleistungen der rezeption eingegliedert ist (so vor zwei jahren in casablanca erlebt, wo mir bei check-in gleich der geldwechsel mit angeboten wurde).
radisson-blu-plaza-hotel


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30.06.2020 um 10:21
Danke @Morny - ich hoffe, jetzt wird es glaubhafter. ;)

@fravd
fravd schrieb:und warum dann explizit und durch ausdruck belegt "please contact cashier" und nicht "please contact the reception ( / front desk)", was angesichts der fülle derer aufgaben doch die weit häufigere botschaft sein dürfte?
Weil man sich wegen Bezahlfragen direkt an den Cashier - dessen Arbeitsplatz zumeist an der Rezeption ist - wenden soll/muss, nicht an den Rezeptionisten (-> Jobprofile). Von mir auch aus auch in personalisierter Vergangenheitsform, wenn Dir das als "Relikt" erscheint: Sie sollte/musste.

(Früher war die Rezeptionistin übrigens auch die "Empfangsdame", um bei Relikten zu bleiben.)

Aber wohin willst Du uns mit der Begriffsklauberei überhaupt führen, das erschliesst sich mir nicht.


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30.06.2020 um 22:51
sooma schrieb:Das bedeutet für mich: das ist Tagesgeschäft.
Nur die Kernkompetenz ist unterschiedlich. Deshalb wird man diesbezügliche Dinge möglicherweise an den Cashier weitergegeben haben.
sooma schrieb:Der Kassierer kassiert, die Buchhaltung macht die Buchhaltung, der Rezepzionist empfängt und betreut. Sind einfach verschiedene Jobs - in kleinen Hotels und Pensionen ist das ggf. nur eine Person. Beim Plaza (nicht nur von der Größenordnung her) würde ich aber doch an einen Hotel-Kassierer im klassischen Sinn denken.
Sehe ich auch so.


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Die Plaza Frau

01.07.2020 um 13:08
Durch einige ältere Bewertungen von Radisson Hotels (zu denen ja nun auch das Oslo Plaza gehört) und den FAQs diverser Hotelinfoseiten habe ich heraus gefunden, dass es bei der Kette scheinbar üblich ist, die Kreditkarte des Gastes pro Tag mit einer bestimmten Summe zu belasten für die sogenannten "incidential charges". Siehe auch das Foto, was ich oben gepostet habe - es stammt aus dem Oslo Plaza von 2018. Zu diesen "incidential charges" zähl(t)en Dinge wie kostenpflichtes Spa, Minibar, Roomservice, Telefonanrufe usw.

Die Nachricht "Please contact the cashier" könnte also eine ziemlich lapidare Erklärung haben: Es wurde weder eine Kreditkarte noch Bargeld hinterlegt, aber JF hat "Extrawürste" in Anspruch genommen oder es gehörte einfach zu den Statuten des Hotels, dass eine Sicherheit (Bargeld, Karte...) hinterlegt werden soll.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Dass sie die Grauenswurst bar bezahlt hat, steht doch auch nirgends. Es ist doch nur die Rede von einem großzügigen Trinkgeld (ich glaub 5€ umgerechnet?). Hätte sie bezahlt, hätte sie doch nicht nochmal unterschreiben müssen. Das tut man doch nur, wenn es auf die Zimmerrechnung gepackt wird.

Naja, nichts desto trotz wiederholt sich leider jedes Thema - auch wenn es immer kleine Puzzleteile gibt, die ein recht nichtiges Detail erklären könnten (siehe dieser Beitrag ;))

Ich hoffe also weiterhin auf die Netflix-Doku, die uns neues Futter bringt, neue Antworten liefert, neue Fragen stellt oder oder oder....drücken wir die Daumen. Loslassen kann ich den Fall nämlich leider nicht.


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01.07.2020 um 13:40
Morny schrieb:Hätte sie bezahlt, hätte sie doch nicht nochmal unterschreiben müssen. Das tut man doch nur, wenn es auf die Zimmerrechnung gepackt wird.
Hatte ich auch immer so gesehen. Vllt wollte sie nicht noch mehr Aufmerksamkeit mit ihrer Rechnung verursachen.
Anders herum hätte ihr die Wurst nachtürlich nicht auf die Rechnung gesetzt werden können, falls es schon Unklarheiten über die Bezahlung gibt.


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01.07.2020 um 13:45
Morny schrieb:Durch einige ältere Bewertungen von Radisson Hotels (zu denen ja nun auch das Oslo Plaza gehört) und den FAQs diverser Hotelinfoseiten habe ich heraus gefunden, dass es bei der Kette scheinbar üblich ist, die Kreditkarte des Gastes pro Tag mit einer bestimmten Summe zu belasten für die sogenannten "incidential charges".
Genau genommen wird die Karte nicht belastet (das geschieht erst bei der Abrechnung am Schluss), sondern pro Tag ein bestimmter Betrag durch den "Merchant" eingefroren. Manche Mietwagenfirmen machen das gerne, lassen sich die Kreditkartendaten geben und frieren dann zur Sicherheit fast den gesamten Verfügungsrahmen ein, sodass man sich als Kunde mit der Karte keine Dose Cola mehr kaufen kann.

Wie dem auch sei, ich glaube nicht, dass das Problem war, dass JF zu viel Pay-TV geschaut oder zu intensiv die Minibar geplündert hat, sondern dass das Hotel keinerlei Sicherheiten hatte, auch nicht für das Zimmer an sich.


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01.07.2020 um 13:54
Morny schrieb:Naja, nichts desto trotz wiederholt sich leider jedes Thema - auch wenn es immer kleine Puzzleteile gibt, die ein recht nichtiges Detail erklären könnten (siehe dieser Beitrag ;))
danke für Deine sehr interessante Recherche., Auch Puzzelteile können helfen.


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01.07.2020 um 22:19
@VanDusen
@Morny
letztlich wollte ich ja genau auf diesen punkt hinaus, auch wenn die diskussion dann etwas ausgeufert ist, dass es eben auch ein schon recht auffälliges verhalten seitens des hotels war, die buchung ohne sicherheiten zu akzeptieren.
dies wurde ja immer wieder mit der "nordischen vertrauensseligkeit" begründet. kann ich aber bei einem internationalen haus nicht wirklich nachvollziehen, da dort eher strengere regeln zu erwarten sind. völlig "kosher" kommt mir das verhalten des plaza nämlich auch nicht vor...


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01.07.2020 um 22:42
Morny schrieb:Was mir auch noch aufgefallen ist: Dass sie die Grauenswurst bar bezahlt hat, steht doch auch nirgends. Es ist doch nur die Rede von einem großzügigen Trinkgeld (ich glaub 5€ umgerechnet?). Hätte sie bezahlt, hätte sie doch nicht nochmal unterschreiben müssen. Das tut man doch nur, wenn es auf die Zimmerrechnung gepackt wird.
So wie ich es verstanden habe, war ersteinmal "nur" von großzügigem Trinkgeld die Rede. Es sagt ja niemand, dass auch die Wurst bezahlt wurde. Sie konnte die Wurst auf die Hotelrechnung setzen lassen und der Dame vom Roomservice ja trotzdem ein Trinkgeld zukommen lassen. Das Eine schließt das Andere ja nicht automatisch mit ein. Deshalb auch die Unterschrift.
VanDusen schrieb:Manche Mietwagenfirmen machen das gerne, lassen sich die Kreditkartendaten geben und frieren dann zur Sicherheit fast den gesamten Verfügungsrahmen ein, sodass man sich als Kunde mit der Karte keine Dose Cola mehr kaufen kann.
Oh ja. Genau diese Erfahrung habe ich auch mal schmerzlich machen müssen. Aber vollkommen korrekt: Es wird nur ein Rahmen eingefroren bzw. "Buchgeld" gemacht. Tatsächlich belastet wird erst am Ende des Aufenthaltes bzw. bei Rückgabe des Mietwagens.
fravd schrieb:letztlich wollte ich ja genau auf diesen punkt hinaus, auch wenn die diskussion dann etwas ausgeufert ist, dass es eben auch ein schon recht auffälliges verhalten seitens des hotels war, die buchung ohne sicherheiten zu akzeptieren.
Heute ist das sicherlich nur noch sehr schwer vorstellbar. Aber in den Neunzigern waren die Zeiten noch etwas anders.
fravd schrieb:völlig "kosher" kommt mir das verhalten des plaza nämlich auch nicht vor...
Worauf willst Du da hinaus ?


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02.07.2020 um 04:40
fravd schrieb:letztlich wollte ich ja genau auf diesen punkt hinaus, auch wenn die diskussion dann etwas ausgeufert ist, dass es eben auch ein schon recht auffälliges verhalten seitens des hotels war, die buchung ohne sicherheiten zu akzeptieren.
dies wurde ja immer wieder mit der "nordischen vertrauensseligkeit" begründet. kann ich aber bei einem internationalen haus nicht wirklich nachvollziehen, da dort eher strengere regeln zu erwarten sind. völlig "kosher" kommt mir das verhalten des plaza nämlich auch nicht vor...
Daran ist gar nichts unkoscher, vielleicht bist Du einfach nur zu jung?
Slaterator schrieb:Heute ist das sicherlich nur noch sehr schwer vorstellbar. Aber in den Neunzigern waren die Zeiten noch etwas anders.
Genau. Ich gehöre nun leider zu den älteren Semestern und bin auch schon in den 80er und 90ern des letzten Jahrhunderts in gehobenen Hotels unterwegs gewesen, schon in Zeiten, als Kreditkarten bei Europäern bzw. Deutschen noch sehr selten im Portemonnaie gewesen sind. Gerade in einem etwas gehobeneren Haus wurde erst bei der Abreise bezahlt. Es war eher ein Zeichen für unterklassische Häuser mit eher zweifelhaftem Klientel, dass dort Vorkasse verlangt wurde.

Man lese sich nur mal im Internet die Geschichten über Hotel-zechpreller an der Cote d'Azur usw. durch. Da haben manche schillernde Gestalten sich ein schönes Leben davon gemacht, grosspurig aufzutreten, in Luxushotels zu übernachten und ohne einen Franc zu bezahlen wieder abzureisen.


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Die Plaza Frau

02.07.2020 um 04:51
Rick_Blaine schrieb:Gerade in einem etwas gehobeneren Haus wurde erst bei der Abreise bezahlt. Es war eher ein Zeichen für unterklassische Häuser mit eher zweifelhaftem Klientel, dass dort Vorkasse verlangt wurde.
Ja richtig, so meinte ich das auch. Man könnte in diesem Zusammenhang vlt. von einer Art "Kodex" sprechen, dass Häuser mit solventer Kundschaft deren Liquidität nicht pauschal in Frage stellten und auf vorherige "Absicherung" pochten. Gewissermaßen ein Zeichen des Respekts und der Höflichkeit den Gästen gegenüber. Heute ist das anders. Aber wir sind auch technisch viel weiter. Früher wurde die Kreditkarte größtenteils noch mit einer "Ratsche" auf den Zahlungsbeleg kopiert und der Vorgang nicht elektronisch erfasst. Deshalb sind die Zahlen auf der Karte überigens auch erhaben ausgelegt. Der Beleg mußte dann erst zur Zahlung eingereicht werden. Dadurch konnte zunächst sogar eine gesperrte und/oder gestohlene Kreditkarte eingesetzt werden, ohne das der Gläubiger das bei der Zahlung direkt merken konnte. Auch ein Cheque war damals noch durch die Bank besichert. Heute ein ziemlich abwegiger Gedanke, damals normale Realität.


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Die Plaza Frau

02.07.2020 um 05:00
@Slaterator
So ist es. Genauso vertrauensselig wurde übrigens nach meiner Erfahrung auch mit den in manchen Ländern vorgesehenen Meldescheinen umgegangen. In der Regel konnte man den ausfüllen ohne dass man einen Ausweis dazu vorlegen musste. Es galt einfach das Motto: wer in unserem Haus absteigt, wird wohl ein ehrbarer Bürger sein.

Erst das moderne "instant" Kreditkartensystem hat das etwas verändert.


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