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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

2.090 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Verschwunden, Trampen, Nienburg

Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

20.03.2018 um 22:21
Theobald_Tiger schrieb:@orakel09

orakel09 schrieb:
Man darf i.Ü. nicht vergessen, dass 1969 noch der sog. Kuppelei-Paragraph galt, weswegen ein Übernachtenlassen von unverheirateten Personen unterschiedlichen Geschlechts gar nicht so unproblematisch war für den Wohnungsbesitzer/-vermieter etc..

Danke für den Einwurf mit dem Paragraphen. Eine gewisse Biedermeierei schwang natürlich mit durch die Zeit.
Schöne Biedermeierei, kann ich nur sagen... Von wegen: Eine allgemeine Protest- und Aufmuckstimmung, die die Bundesrepublik noch nie gekannt hatte! Studentenunruhen, bei denen das Blut floß, außerparlamentarische Opposition, Demos ohne Ende. Der Kuppelei-Paragraph mag noch formal gegolten haben, aber gekümmert hat sich niemand mehr um den. "Sexuelle Befreiung" war ein Hauptthema. In Discos und Open-Air -Parties ging die Post ab, und noch mehr in den am Rande abgestellten Autos.

Gegen all das wirkt das Lebensgefühl heute eher wie kritiklose Angepaßtheit. Biedermeierliche Allesglauber an jeder Ecke.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

21.03.2018 um 15:17
snowdon schrieb:Eine allgemeine Protest- und Aufmuckstimmung, die die Bundesrepublik noch nie gekannt hatte! Studentenunruhen, bei denen das Blut floß, außerparlamentarische Opposition, Demos ohne Ende. Der Kuppelei-Paragraph mag noch formal gegolten haben, aber gekümmert hat sich niemand mehr um den. "Sexuelle Befreiung" war ein Hauptthema. In Discos und Open-Air -Parties ging die Post ab, und noch mehr in den am Rande abgestellten Autos.
Ja, das alles gab es, ohne Frage. Allerdings nicht in Dörfern/Kleinstädten oder der Siedlung am Stadtrand

Da herrschte die von mir beschriebene Stimmung
Nev82 schrieb:Als eine Freundin mit 15 schwanger wurde, wurde von vielen die Straßenseite gewechselt und es wurde von nicht wenigen Eltern im Freundeskreis ein striktes Kontaktverbot ausgesprochen

Das war in kleinen Ortschaften/Dörfern viel mehr die Realität als irgendwelche sexuelle Revolutionen oder Kinsey Reportagen


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

22.03.2018 um 23:21
@snowdon
snowdon schrieb:Gegen all das wirkt das Lebensgefühl heute eher wie kritiklose Angepaßtheit. Biedermeierliche Allesglauber an jeder Ecke.
Und in 20 Jahren wirkt das Hier und Jetzt wahrscheinlich auch rebellischer als eben im Jetzt ;-)

@Nev82
Nev82 schrieb:Ja, das alles gab es, ohne Frage. Allerdings nicht in Dörfern/Kleinstädten oder der Siedlung am Stadtrand
Ich denke auch, dass das auf Loccum eher zu trifft.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

23.03.2018 um 11:57
orakel09 schrieb am 20.03.2018:15-jährige durften damals nicht einfach in die Disko
Ich glaube, zumindest in der Hinsicht war es damals noch etwas einfacher und freier für junge Leute als heute.

In der Generation meiner Großmutter waren es noch die sogenannten "Tanzveranstaltungen", später dann, als meine Mutter im entsprechenden Alter war (Ende der 60er), gab es hier im Ort bereits eine Disco, in der meine Mutter übrigens mit 16 als Bedienung gearbeitet hat.
Die "Diskotheken" damals sind mit den heutigen Technotempeln übrigens nicht zu vergleichen, was Lautstärke oder Ausstattung angeht. Und geschlossen haben die damals zu der Uhrzeit, wo die Clubs heute öffnen...

Auch in den 80ern und frühen 90ern gab es hier im Ort und den umliegenden Orten noch zahlreiche "Jugendkneipen" (also solche, die gerade von der Dorfjugend frequentiert wurden), und diverse Vereine und private Gruppen veranstalteten regelmäßig noch Discos, wo von 10jährigen an ein bunt gemischtes Publikum herum hopste. Es gab damals keine Alkohol- oder Gewaltexzesse und irgendwie war das eine viel schönere Zeit, um erwachsen zu werden als heute.

Dass es im Dorf, wo Elke lebte, ähnlich zuging, dessen bin ich mir fast sicher. Die Jugend traf sich abends in der Dorfdisco und ging zu zivilen (oder einigermaßen zivilen) Uhrzeiten nach Hause.

Für mich ergibt sich allerdings durchaus eine Diskrepanz dadurch, dass in dieser Zeit die jungen Leute mit 14, 15 die Schule verließen und entweder arbeiten gingen oder eine Lehre absolvierten, also schon durchaus "mitten im Leben" standen, allerdings erst mit 21 volljährig wurden. Da war also fünf, sechs Jahre lang ein ziemlich luftleerer Raum, den sie irgendwie überstehen mussten...


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

23.03.2018 um 13:02
Das Gesetz zum Schutz von Jugendlichen in der Öffentlichkeit gibt es seit 1951, hier die Ursprungsfassung: https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl151s0936.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_i...

Der § 4 ist da doch recht eindeutig: Jugendlichen unter 16 Jahren darf der Aufenthalt bei öffentlichen Tanzveranstaltungen nicht gestattet werden.

Ob dieses Gesetz - wie heute auch - überall auf dem Land durchgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich finde es heute wie damals schon außergewöhnlich, dass 15-jährige nicht nur in die Disco gehen, sondern offensichtlich auch keine Maßgabe haben, wann sie zu Hause sein müssen (ich hätte das mit 15 nicht gedurft und das ist bei mir auch schon bald 25 Jahre her) und bei älteren Zufallsbekanntschaften oder ihrem Freund übernachten.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

23.03.2018 um 17:32
Also diese Kette mit der angeblichen Täter DNS,
es kann doch sein das Elke die Kette in der Disco
verloren oder abgelegt hat.
Jemand anderes hat sie dann gefunden, begutachtet
und dann liegen gelassen.
Wenn ich irgendwo Schmuck finden würde, dann fasse
ich den doch auch an.
Oder hab ich einen Denkfehler..
Mir tut ihre Familie leid,
solange diese Ungewissheit und das warten..


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Diefremde
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23.03.2018 um 17:38
@Mabel1999
Bin ich wenigstens nicht die einzige die so denkt! Hab ich auch schon in die Runde geworfen ..


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

23.03.2018 um 17:51
Ich glaube nicht daß der Fall so gelöst wird.
Eines Tages wird hoffentlich jemand sein Gewissen
erleichtern.
Für die Mutter muss das ganz schrecklich sein.
Schon krass wie lange das ganze her ist, ich muss bei der Jahreszahl 1969 immer an die Manson Morde denken.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

29.03.2018 um 01:16
Der Fall wird Thema in der kommenden XY-Sendung am 09. Mai 2018.
Cold Case - 1969 verschwindet eine 15-Jährige spurlos. Lange galt sie als vermisst. Heute - fast 50 Jahre später - ist sich die Polizei sicher: Sie wurde Opfer eines Tötungsdelikts
https://www.wunschliste.de/serie/aktenzeichen-xy-ungeloest/tv


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

29.03.2018 um 01:34
Ich bin sprachlos - im positiven Sinne!
Mich hat dieser Fall von Anfang an mitgerissen und bin daher echt gespannt wie dieser Fall dargestellt wird.
,


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

29.03.2018 um 08:46
Das sind ja mal fantastische Neuigkeiten! Ich hab die Sendung gleich im Kalender vermerkt. Vielleicht erfahren wir ja jetzt auch Neues vom Ermittlungsstand? (Besonders zu der gefundenen Kette)


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

29.03.2018 um 09:06
spiky73 schrieb am 23.03.2018:Für mich ergibt sich allerdings durchaus eine Diskrepanz dadurch, dass in dieser Zeit die jungen Leute mit 14, 15 die Schule verließen und entweder arbeiten gingen oder eine Lehre absolvierten, also schon durchaus "mitten im Leben" standen, allerdings erst mit 21 volljährig wurden. Da war also fünf, sechs Jahre lang ein ziemlich luftleerer Raum, den sie irgendwie überstehen mussten...
Das stimmt
Allerdings war das Lehrgeld damals sehr schwach, nicht mehr als ein Taschengeld.
Ich kenne auch einen Fall, da hat sich der Meister von seinem Lehrling bezahlen lassen (wie es ganz früher mal war).
Viele Lehrlinge wohnten darum noch zu Hause. Und wie es hieß: "So lange du deine Füße unter meinem Tisch hast..."
Oder wohnten möbliert - (also auch unter Beobachtung)

Trotzdem war es bis zur Volljährigkeit mit 21 ein langer Weg, mit "in der Luft hängen", wie du sagst.
Viele hatten schon vor der Volljährigkeit ein Kind(oder Kinder). Für die Heirat war die Erlaubnis der Eltern notwendig.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

06.04.2018 um 04:42
frauzimt schrieb am 29.03.2018:Allerdings war das Lehrgeld damals sehr schwach, nicht mehr als ein Taschengeld.
frauzimt schrieb am 29.03.2018:Viele hatten schon vor der Volljährigkeit ein Kind(oder Kinder). Für die Heirat war die Erlaubnis der Eltern notwendig.
In den "Goldenen Zwanzigern" gab es ja bereits starke Emanzipationsbestrebungen, vieles wurde da bereits - meinetwegen in Ansätzen - durchgesetzt.
Dann kamen die Nazis mit ihrem Dritten Reich und einem völlig verqueren Frauen- und Mutterbild und warfen das alles über den Haufen.

Und selbst wenn der braune Spuk nach ein paar Jahren schon wieder vorbei war, deren Familien- und Rollenbild wirkte noch Jahrzehnte nach, fast bis in unsere Zeit.

Weil die Frauen daher ja schon von vornherein auf die Hüterin des heimischen Herdes und die Aufzucht der Brut festgelegt waren, während die Männer los zogen, in Büro und Werkstatt das Mammut zu erlegen, hat man die Mädchen doch nach der Schule meist einfach ungelernt arbeiten geschickt. Elkes Arbeit in dem Kinderheim (als "Praktikantin" oder "Helferin", so genau wurde das ja scheinbar nicht definiert) erscheint mir da geradezu als typisch. Vermutlich hat sie als Ungelernte mehr verdient als das von dir erwähnte, geringe Lehrgeld. Gleichzeitig war es ja auch weniger aufwendig, und im Falle einer Heirat konnte frau auch schnell und problemlos wieder aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Ich bin mir auch nicht unbedingt sicher, ob es damals so ein Weltuntergang war, wenn die Mädchen dann mit 18, 19, 20 eine Familie gründeten. Egal, ob sie "mussten" oder nicht. Zu dem Thema Partnerwahl heute und vor fünfzig Jahren habe ich mal einen (für mich) interessanten Artikel gelesen. Damals hat man halt eher noch im direkten Umfeld geheiratet (den Nachbarsjungen, Klassenkamerad, Geschwister von Freunden) und hatte auch keine so riesige Kriterien- und Erwartungsliste, und irgendwie hat man sich da aus seiner Unerfahrenheit heraus einfach zusammengerauft (anstatt das Handtuch zu werfen).
Klar wäre es naiv zu sagen, das sei alles vieeeeeeel besser gewesen und hätte auch in jedem Falle funktioniert. Das um Himmels Willen nicht, so möchte ich das auch nicht verstanden wissen.
Aber dennoch bleibt das Gefühl, dass - wenn ich mich bei meinen Klassenkameraden von damals so umschaue (ich wohne einigermaßen ländlich, da läuft man sich ja immer wieder über den Weg, und Tratsch gibt's es kostenlos dazu) - von unseren Eltern noch viele zusammen sind, während in meiner Generation die meisten entweder geschieden sind (oder extrem spät geheiratet haben).


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

08.04.2018 um 01:15
Aber sie war erst 15! Wenn ich den Berichten glaube, die dieses Alter angeben. I-wo wurde auch mal 19 Jahre gesagt. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass sie (aller Wahrscheinlichkeit nach) ermordet wurde, egal. Aber, was ihr Leben davor betrifft, nicht! Ist schon ein großer Unterschied, ob sie mit 15 oder mit 19 schwanger wurde ( wenn es denn stimmt), z.B. Mit 15 wäre es wohl damals eine Katastrophe gewesen, mit 19 nicht mehr so wirklich.

Ich bin sehr gespannt auf den XY- Beitrag!


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

08.04.2018 um 12:38
Ich finde es seltsam, dass sie mit 15 sich einfach mitten in der Nacht entscheiden konnte, woanders als zuhause zu schlafen. Es gab ja noch keine Handys, wo man dies kurzfristig den Eltern mitteilen konnte.

Ich bin in den 80igern in einer kleinstadt aufgewachsen, dass durfte ich mir mit 16 nicht erlauben, da wäre die Hölle zuhause losgewesen, ich hätte ewig Hausarrest bekommen und bei meinen Freunden wäre es ebenso gewesen.


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

06.05.2018 um 19:56
Es gab auch damals schon Eltern, die ihren Kindern Freiheiten ließen bzw. Kinder denen die Konsequenzen egal waren.


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08.05.2018 um 19:34
Ja, das weis ich auch, aber es waren eher Einzelfälle, die Mehrheit durfte es nicht.


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09.05.2018 um 20:23
Heute wird der Fall in XY dargestellt


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09.05.2018 um 22:37
inci2 schrieb am 19.03.2018:Aber insgesamt war die Gesellschaft 1967 schon noch sehr viel konservativer, was solche sexuellen Dinge betraf.
Mich wunderte ehrlich, wie frei sich das Opfer in dieser Nacht bewegen kann, sie belügt die Eltern und trampt, die Eltern wissen nicht, wo sie ist und wie lange. Das ist für die Zeit doch eher untypisch - ich bin jünger, aber bei uns (auch ländlich) wäre das nicht gegangen, v.a. nicht alleine, wenn man mit einer Gruppe Freundinnen unterwegs war, war das einfacher.
itfc schrieb am 19.03.2018:Was ich mich frage ist einfach , wie konnte damals in der Zeit ein Mädchen in dem Alter nach Hamburg kommen und das Lokal kennen , das im Rotlichtbezirk von St.Pauli liegt ?
Trampen klappte damals ja ganz gut. Ich bin auch oft getrampt und du bist als Frau alleine sehr gut weggekommen (allerdings mit entsetzlichem Gefahrenpotential). Wenn sie 60km von Hamburg weg lebte, war es nicht unmöglich, dass sie da in einer Stunde war ... die Frage ist halt, warum sie sich dann in St. Pauli herumtrieb - das ist nun ein Gebiet, das ich als Frau alleine weit meiden würde.
orakel09 schrieb am 20.03.2018:Man darf i.Ü. nicht vergessen, dass 1969 noch der sog. Kuppelei-Paragraph galt, weswegen ein Übernachtenlassen von unverheirateten Personen unterschiedlichen Geschlechts gar nicht so unproblematisch war für den Wohnungsbesitzer/-vermieter etc..
Der wurde auch sehr ernst genommen, da wirklich Vermieter und auch Eltern in Teufels Küche kommen konnten. Ich habe damals in einem Mädchenwohnheim gewohnt während der Ausbildung, bei uns reichte es schon, wenn ein Mann unter tags mit uns das Gebäude betrat (musste nicht mal im Zimmer sein) - und es wurde abends auch immer wieder kontrolliert. Wurde man erwischt, war das die fristlose Kündigung. Das war sehr krass. Da reichte schon eine Anzeige von einem Nachbarn ...
spiky73 schrieb am 23.03.2018:Ich glaube, zumindest in der Hinsicht war es damals noch etwas einfacher und freier für junge Leute als heute.

Ich glaube, es gab Regeln, aber sie wurden nicht immer eingefordert, z.B. Alkoholfahrten, Alkoholkonsum von Minderjährigen ... Allerdings gab es zumindest bei uns auch ein gewisses Verantwortungsgefühl. Wir kamen mit 15 bei Dorfveranstaltungen an Bier, aber tranken dann wirklich im Rahmen, einfach, weil wir zu den Erwachsenen gehörten und beweisen wollten, dass wir das Vertrauen auch verdienten.


In der Generation meiner Großmutter waren es noch die sogenannten "Tanzveranstaltungen", später dann, als meine Mutter im entsprechenden Alter war (Ende der 60er), gab es hier im Ort bereits eine Disco, in der meine Mutter übrigens mit 16 als Bedienung gearbeitet hat.
Hier war der Tanzkurs noch sehr wichtig - Schule war hier nach Geschlechtern getrennt, daher gab es weniger Berühungspunkte. Oft wurden die älteren Brüder von Freundinnen geheiratet oder eben der Tanzkurspartner.
orakel09 schrieb am 23.03.2018:Ob dieses Gesetz - wie heute auch - überall auf dem Land durchgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich finde es heute wie damals schon außergewöhnlich, dass 15-jährige nicht nur in die Disco gehen, sondern offensichtlich auch keine Maßgabe haben, wann sie zu Hause sein müssen (ich hätte das mit 15 nicht gedurft und das ist bei mir auch schon bald 25 Jahre her) und bei älteren Zufallsbekanntschaften oder ihrem Freund übernachten.
Das hätten wir damals auch nicht gedurft und meine Familie hätte auch mit dem Ruf unserer Familie argumentiert. Bei uns im Dorf war damals der Clangedanke vordergründig, d.h. ging meine Cousine Beate mit Bernd aus, wurden auch Achim, Christian und Dieter (Bernds Brüder) genau unter die Lupe genommen. V.a. als Frau bekamn man damals einen schlechten Ruf sehr schlecht los ...


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Elke Kerll 1969 beim Trampen verschwunden - DNA-Spur an Kette entdeckt

09.05.2018 um 22:59
Die Szene, als Elke und ihre Freundin das Haus betraten, wurde ziemlich bedrohlich und unheimlich dargestellt.
Ich glaube zu meinen, dass ein Drogenkonsum angedeutet wurde.
Auch wundern lässt mich, weshalb das Haus als Außenansicht bei Nacht gezeigt wurde, mit einem Vollmond im Hintergrund.
In allem und einem wurde der Fall meiner Meinung nach sehr unheimlich und düster dargestellt.
Ich hoffe sehr, dass sich in dem Fall noch etwas tut und jemand sein Schweigen, wenn auch anonym, endlich bricht.


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