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Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

3.025 Beiträge, Schlüsselwörter: 2018, Kind Tot

Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

10.12.2018 um 08:02
GigiNazionale schrieb:Ich glaube aber, das die Mutter dies sehr wohl regelmäßig hinterfragt bzw. getestet hat mit Sätzen wie 'morgen geht's wieder zu Elisabeth. Freust du dich?' etc.
Was soll ein Kind denn auf so eine Frage anderes antworten als ja. :D

Es braucht bloß etwas vorgefallen sein, wo das Kind meint etwas falsch gemacht zu haben. Dann wird es froh sein, dass die "Pflegeoma" den Eltern nichts erzählt und selbst auch den Mund halten.
Falstaff schrieb:7 jährige haben jede Menge Freizeit und sind in der Regel Mittags zuhause. Eine Möglichkeit den Jungen nachmittags betreuen zu lassen, hätte den Eltern also durchaus willkommen sein können, zumal beide berufstätig waren.
Die Mutter war Lehrerin, also war auch sie mittags zuhause.


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10.12.2018 um 08:09
emz schrieb:Falstaff schrieb:
7 jährige haben jede Menge Freizeit und sind in der Regel Mittags zuhause. Eine Möglichkeit den Jungen nachmittags betreuen zu lassen, hätte den Eltern also durchaus willkommen sein können, zumal beide berufstätig waren.
Die Mutter war Lehrerin, also war auch sie mittags zuhause.
Ich denke trotzdem dass es eine Schutzbehauptung der Eltern ist wenn sie so tun, als sei alles Bestens gewesen.

Eine nachvollziehbare Schutzbehauptung, klar. Die werden sich jetzt natürlich auch mit Vorwürfen quälen und selbstverständlich konnte keiner einen solchen Ausgang voraussehen. Vielleicht ist ihnen auch und gerade das Klammern der Frau unangenehm aufgefallen und sie wollten da ein wenig Abstand herstellen? Dass der Terminkalender eines 7 jährigen so voll ist dass er keine Zeit mehr für Besuche bei der geliebten Pflegeoma, glaube ich jedenfalls nicht - trotz Cello-, Mandarin- und Achtsamkeitsunterricht . Und wenn hier tatsächlich Verlustängste als Motiv im Raum stehen, dann muss die Frau konkreten Anlass dazu gehabt haben zu glauben, dass der Junge bald überhaupt nicht mehr kommen könnte.


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Eltern finden toten Sohn (7) bei Bekannter (69)

10.12.2018 um 08:28

Verdächtigungen von Personen, gegen die nicht ermittelt wird, sind zu unterlassen.
Gewinnt die Verwaltung den Eindruck, dass das teils haltlose Geschwafel und kryptische Andeutungen eines Users darauf hinaus laufen, so wird derjenige, zumindest temporär, aus Thread und Forum entfernt.
Die Regeln noch mal für Alle zum Nachlesen: Allmystery-Wiki: Kriminalfälle - Die Regeln



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10.12.2018 um 08:50
Der Vater des getöteten Kindes, Jens T., hat als Zeuge ausgesagt, dass der Sohn der TV, ihn auf einer Familienfeier gefragt habe:

„Ist das hier eine feindliche Übernahme?“
Sofern das nicht eindeutig als Scherz aufzufassen war, wovon nicht zwangsläufig ausgegangen werden muss, sonst wäre in diesem Zusammenhang nicht der Begriff "eifersüchtig" (s. Originalartikel) gefallen, könnte das durchaus auf latente Spannungen innerhalb der Familie von Elisabeth S. und zwischen dieser Familie und der Familie des toten Ole hinweisen.

Dass diese Aussage prozessrelevant werden oder sein könnte, darauf lässt die Tatsache schliessen, dass die Prozessbeobachter explizit darauf hinwiesen, dass sowohl der Richter, als auch der Staatsanwalt immer wieder auf den Sohn der TV zu sprechen kommen.


Kontext und Zitat-Quellenangabe: Beitrag von Christl, Seite 56
Originalquelle: https://www.gschwaetz.de/2018/11/29/wie-in-einem-horrorfilm-eltern-von-ole-erleben-fuerchterliches/


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10.12.2018 um 09:16
Christl schrieb:Dass diese Aussage prozessrelevant werden oder sein könnte, darauf lässt die Tatsache schliessen, dass die Prozessbeobachter explizit darauf hinwiesen, dass sowohl der Richter, als auch der Staatsanwalt immer wieder auf den Sohn der TV zu sprechen kommen.
Das kann auch ganz einfach daran liegen, dass der Sohn einer der wenigen möglichen Charakterzeugen ist. Vom Nachbarn war auch schon mehrfach die Rede, aus ähnlichen Gründen: Das sind die letzten verbliebenen engen Kontakte der Frau, die Auskunft über deren Wesen oder über eine Wesensänderung geben können. Und da die Frau selbst nicht spricht, braucht man solche Aussagen.

Wer hat denn den Sohn als Zeugen benannt?


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10.12.2018 um 09:20
Christl schrieb:Sofern das nicht eindeutig als Scherz aufzufassen war, wovon nicht zwangsläufig ausgegangen werden muss,
Meine Güte... Manche Leute verstehen wirklich keinen Spaß.

Worauf sollte der Sohn denn eifersüchtig sein? Ums Erbe musste er ja nicht mehr fürchten. Und darauf, dass seine Mutter etwas Beschäftigung hat, während er sein Leben, weit weg von ihr lebt?
Ganz schön an den Haaren herbeigezgen, finde ich.

Es ist doch klar, dass sie ihn zu seiner Mutter befragen müssen. Es soll doch angeblich eine Wesensveränderung gegeben haben.


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10.12.2018 um 09:37
Während ich diese Schilderung für sehr exakt halte:
Am Freitag holt ihn seine Mutter um 16 Uhr vom Tennis ab. Gegen 17 Uhr habe sie ihn bei Elisabeth abgeliefert – mit Essen im Gepäck. Würstchen, Brötchen, weil Elisabeth angerufen habe, dass sie keine Zeit gehabt habe, einkaufen zu gehen. Sie möge dem Jungnen doch bitte etwas zu essen mitgeben. Das sei öfter vorgekommen und daher nichts Ungewöhnliches gewesen, sagt Susanne T..
Erscheint mir diese nicht genauer terminierte Aussage eher dazu geeignet, den guten Kontakt hervorheben zu wollen:
Auch Susanne T. fühlte sich wohl bei Elisabeth, aß dort auch mal zu Mittag, sie tranken Kaffee ...
Den Spruch mit der "feindlichen Übernahme" würde ich nun auch nicht überbewerten. Vielleicht hat der Sohn damit seine Verwunderung ausgedrückt, dass seine Mutter ihre "Brötchengeber" eingeladen hatte? So üblich ist das nun auch nicht, dass man die einlädt.
Falstaff schrieb:Wer hat denn den Sohn als Zeugen benannt?
Könnte mir vorstellen, dass das das Gericht selbst war. Wenn ich an andere Verfahren denke, dann ist das eigentlich normal, dass Familienangehörige geladen werden.

Aber warten wir erst mal ab, ob er auch kommt.


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10.12.2018 um 09:43
emz schrieb:Könnte mir vorstellen, dass das das Gericht selbst war. Wenn ich an andere Verfahren denke, dann ist das eigentlich normal, dass Familienangehörige geladen werden.

Aber warten wir erst mal ab, ob er auch kommt.
Das ist auch meine Meinung: Bei Beziehungsdelikten werden häufig Verwandte als Charakterzeugen herangezogen, insbesondere wenn die Angeklagte selbst nichts zur Erhellung der Tatumstände beiträgt. Wie zuverlässig diese Zeugen sind, ist eine andere Frage. Aber gerade der Verteidigung kann es helfen wenn sich eine Person äußert, die einen Täter in einem eher positiven Licht darstellen kann.


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10.12.2018 um 09:45
Also ich erlebe es sowohl privat, als auch beruflich in meiner Arbeit mit Kindern, dass Kinder im Alter von Ole häufig mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten, wenn sie was nicht wollen. Klar, jedes Kind ist anders, aber wenn ein Kind partout nicht mehr zur Pflegeoma will (warum auch immer), dann wird doch zumindest mal ein :“och neeee, dahin will ich nicht mehr“ bei den Eltern geäußert. Zumal es ja nicht nur um ein paar Stunden am Nachmittag ging, sondern Ole wohl auch öfter dort geschlafen hat.
Ich würde meine Tochter niemals dazu bewegen können, bei jemand zu übernachten, bei dem sie sich unwohl fühlt.
Und warum solltwn die Eltern dies verschweigen, wenn Ole Unlust geäußert hätte? Dies wäre doch ein wichtiges Indiz jetzt im Prozess, dass es eben vorher schon Unstimmigkeiten gab.
Ich kann dahingehend also gar nichts reininterpretieren und gehe nach wie vor von einem guten Verhältnis aller Beteiligten (Pflegeoma, Ole, Eltern) aus. Was dann diese Katastrophe ausgelöst hat, ist für mich immer noch komplett im
Dunkeln!


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10.12.2018 um 09:49
bonlay schrieb:Ich würde meine Tochter niemals dazu bewegen können, bei jemand zu übernachten, bei dem sie sich unwohl fühlt.
Meine Güte. Es gibt doch auch sensitive Kinder. Nur weil deine Tochter derart ihren Willen durchsetzt, müssen doch nicht alle Kinder so sein?
Eigene Erfahrungen bringen in solchen Fällen doch wirklich nichts.

@emz
@Falstaff

Vllt. erhofft man sich ja, dass sie ihrem Sohn die Aussage erspart und doch noch redet?


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10.12.2018 um 09:52
Sie muss ihrem Sohn keine Aussage ersparen, denn als Verwandter 1. Grades hat er das Recht, diese zu verweigern. Was er wohl auch tun würde, wenn er sonst seine Mutter belasten müsste. Sollte es hingegen nur Gutes zu berichten geben, sagt er sicherlich aus. So einfach kann das manchmal sein.


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10.12.2018 um 09:52
Frau.N.Zimmer schrieb:Vllt. erhofft man sich ja, dass sie ihrem Sohn die Aussage erspart und doch noch redet?
Was soll denn der Sohn groß aussagen, außer dass sie eine liebevolle Mutti war, die nach dem Tod ihres Mannes ins Straucheln geraten ist?
Die Aussage muss man ihm wirklich nicht ersparen...

Das Sohn Thema wird hier viel zu sehr aufgeblasen, weil es halt gut zu einer bestimmten Verschwörungstheorie passt. Ich gehe davon aus, dass das Verhältnis völlig unspektakulär war und der Sohn wahrscheinlich aussagen wird, um seine Mutter in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.


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10.12.2018 um 10:01
Falstaff schrieb:Was soll denn der Sohn groß aussagen, außer dass sie eine liebevolle Mutti war, die nach dem Tod ihres Mannes ins Straucheln geraten ist?
Die Aussage muss man ihm wirklich nicht ersparen...
Mir als Mutter, würde es schon Druck machen, wenn mein Sohn wegen mir vor Gericht erscheinen soll, so meinte ich das. Gut, ich hab auch keinen fremden Buben erwürgt. Wer das schafft, dem fällt wohl anderes auch nicht so schwer.
Falstaff schrieb:Das Sohn Thema wird hier viel zu sehr aufgeblasen, weil es halt gut zu einer bestimmten Verschwörungstheorie passt.
Das stimmt allerdings.


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10.12.2018 um 10:20
Frau.N.Zimmer schrieb:Vllt. erhofft man sich ja, dass sie ihrem Sohn die Aussage erspart und doch noch redet?
Die Vorladung dürfte unabhängig davon sein, ob seine Mutter aussagt oder nicht.
Mir scheint, er war an keinem der bisherigen drei Prozesstage anwesend. Das könnte bedeuten, dass er von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht.


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10.12.2018 um 10:53
emz schrieb:Mir scheint, er war an keinem der bisherigen drei Prozesstage anwesend. Das könnte bedeuten, dass er von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht.
Wenn er als Zeuge geladen ist, darf er im Prozess nicht anwesend sein, bevor seine Aussage erfolgt ist.


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10.12.2018 um 11:01
gräfinzahl schrieb:Wenn er als Zeuge geladen ist, darf er im Prozess nicht anwesend sein, bevor seine Aussage erfolgt ist.
Irgendwie denke ich mal, da hast du nicht unrecht :D
Frage: Auch nicht bei der Verlesung der Anklage?


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10.12.2018 um 11:22
emz schrieb:Frage: Auch nicht bei der Verlesung der Anklage?
§ 243 StPO https://dejure.org/gesetze/StPO/243.html enthält die Lösung ;)


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10.12.2018 um 13:28
Als jemand mit Kindern im gleichen Alter wollte ich nur folgendes zu bedenken geben:
- mit Schulanfang "emanzipieren" sich die Kinder oft von ihren Betreuungspersonen. Meine Kinder gehen z.B. zwar nach wie vor gerne zu ihren beiden Großeltern, aber nur, wenn es ihnen in den Kram passt. Freunde, Freizeitaktivitäten, Hort, oder auch daheim rumgammeln werden zunehmend wichtiger. Gleichzeitig ist man als Eltern nicht mehr so stark auf Fremdbetreuung angewiesen wie bei Kleinkindern. Wir sind auch beide berufstätig, unsere Kinder werden aber häufiger von den Eltern gleichaltriger Freunde mitbetreut als von Großeltern/Babysittern. Oder sie kommen einfach nach Hause, wenn einer von uns Home Office macht und beschäftigen sich dort.

Was ich damit sagen will: ich kann mir vorstellen, dass die "Verlustängste" insofern real waren, als das Kind eben zunehmend auch andere Nachmittags-/Abendsmöglichkeiten hatte und wollte, ohne dass die "Pflegeoma" etwas "getan" hat. Die Reaktion ist zwar schwer nachvollziehbar, andererseits auch von der Motivationslage nicht anders als bei vielen "Familiendramen".
Hinzu kommt, wenn hier über "Wesensveränderung" geschrieben wird: eine beginnende Demenz z.B. kann mit starker Aggressivität einhergehen, gerade gegenüber besonders geliebten Menschen (kann ich von meiner Oma bestätigen, die einmal sogar mit dem Messer auf meinen Vater losgehen wollte, obwohl sie eine zarte, 86-jährige und sonst immer freundliche und liebenswürde alte Dame war). Auch das wird sicherlich im Prozess herauszufinden sein.


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10.12.2018 um 14:20
@orakel09
Das deckt sich mit meiner Erfahrung mit einem Grundschüler zu 100%

Schwierig ist auch die Situation, dass die Eltern scheinbar ihren Sohn auch bringen sollten, um die Sehnsucht der Pflegeoma zu stillen, aber dafür noch 7,50 Euro zahlen sollten pro Stunde.

Mich erinnert der Fall an die deutsche Oma, die in den USA ihren Enkel ertränkt hat:

https://www.express.de/news/enkel--5--ertraenkt-deutscher-oma--71---droht-todesstrafe-in-usa-18055096


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10.12.2018 um 14:44
Vernon2 schrieb:Schwierig ist auch die Situation, dass die Eltern scheinbar ihren Sohn auch bringen sollten, um die Sehnsucht der Pflegeoma zu stillen, aber dafür noch 7,50 Euro zahlen sollten pro Stunde.
Wäre doch möglich, dass die Angeklagte schlichtweg nur keinen Kindersitz besaß, weshalb die Eltern den Jungen bringen mussten und sie ihn nicht abholen konnte.


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