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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

4.591 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2019, Erschossen, Kassel, Wolfhagen-istha, Regierungspräsident

Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

13.07.2019 um 21:23
temporari schrieb:Wie wahrscheinlich ist es, dass der Täter aufgrund des Schusses Blutspritzer auf seiner Kleidung (oder an den Händen/ Handschuhen/ im Gesicht) hatte?
Sehr wahrscheinlich.
Aber er hatte drei Wochen Zeit, sich die Hände zu waschen und die Kleidung zu entsorgen.


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Kassel/Wolfhagen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ermordet

13.07.2019 um 21:36
Ich fragte das, weil das bedeuten würde, erstens hätte dann Stephan E. die Kleidung vor der Frau verstecken müssen bzw. umgehend Wäsche waschen (das könnten die Ermittler von ihr abgefragt haben) und zweitens müssten/ könnten dann Spuren davon, also DNA von Lübcke, im Auto, was nach der Tat benutzt wurde, zu finden sein. Ich würde da auf den Skoda tippen.


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13.07.2019 um 21:40
temporari schrieb:Ich fragte das, weil das bedeuten würde, erstens hätte dann Stephan E. die Kleidung vor der Frau verstecken müssen bzw. umgehend Wäsche waschen (das könnten die Ermittler von ihr abgefragt haben) und zweitens müssten/ könnten dann Spuren davon, also DNA von Lübcke, im Auto, was nach der Tat benutzt wurde, zu finden sein.
Die Polizei hat ja schon die DNA des Täters auf Lübckes Hemd. Wozu braucht man mehr?


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13.07.2019 um 21:45
E.A.Poe schrieb:Die Polizei hat ja schon die DNA des Täters auf Lübckes Hemd. Wozu braucht man mehr?
Um z. B. den Ablauf rekonstruieren zu können. Wurde tatsächlich der Skoda benutzt? Findet sich außer der DNA von Stephan E., dem Schwiegervater, von Lübcke noch weitere DNA im Wagen, die auf Mittäter hinweisen würde?
Das scheint ja noch nicht ganz klar zu sein.
Um die Aussagen des Geständnisses auf Wahrheit zu überprüfen.
Mein Eindruck ist, dass es immer noch darum geht, ob Stephan E. der (alleinige) Täter war oder nicht.


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13.07.2019 um 21:50
temporari schrieb:Um z. B. den Ablauf rekonstruieren zu können. Wurde tatsächlich der Skoda benutzt? Findet sich außer der DNA von Stephan E., dem Schwiegervater, von Lübcke noch weitere DNA im Wagen, die auf Mittäter hinweisen würde?
Die werden die Autos schon untersucht haben. Nur werden wir von den Ergebnissen wohl vor der Verhandlung nichts hören. Im Moment wird kaum mehr was an die Presse durchgestochen.


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13.07.2019 um 22:03
Genau. Das denke ich auch.

Wenn z. B. im Wagen DNA von Stephan E. und Lübcke gefunden wurde und keine weitere, dann stärkt das die Einteltäterversion. Findet sich hingegen nix von Lübcke oder DNA von einem der beiden anderen in U-Haft, gibt das schon wieder eine neue Sicht auf die Dinge.

Ja, wahrscheinlich lässt man jetzt aufgrund der Anzeige des Anwalts ganz besondere Vorsicht walten hinsichtlich der Presseinformation. Gar nicht schlecht, wenn demnächst erst gesicherte Erkenntnisse öffentlich werden.


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13.07.2019 um 22:17
Ich weiß gar nicht, ob die beiden Waffenhändler gezwungen werden können, eine DNA abzugeben.


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14.07.2019 um 00:24
@E.A.Poe
Ohne es zu wissen, vermute ich, dass ein Verdacht der Beihilfe zum Mord zur DNA-Probe berechtigt?
Die Ergebnisse der Pkw-Untersuchung bleiben spannend. Fraglich, ob wir (Öffentlichkeit) überhaupt davon erfahren werden.


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16.07.2019 um 23:08
Laut "Spiegel" ist jetzt erwiesen, dass aus der Pistole, die der mutmaßliche Täter in dem Erdloch auf seiner Arbeitsstelle vergraben hatte, geschossen wurde.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mordfall-walter-luebcke-schussgutachter-belasten-mutmasslichen-taeter-schwer-a-12...


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17.07.2019 um 00:54
Ach, jetzt ist es ein Revolver? Dieser ist, anhand der Fotos im Netz, sehr klein und gut zu verstecken in jeder Hosen- oder Jackentasche.

Der Linken-Innenexperte Hermann Schaus wirft die Frage auf, ob es nicht vielleicht eine Querverbindung zwischen NSU und dem Mord an Walter Lübcke gibt:
Warum Stephan Ernst irgendwann nicht mehr von den Sicherheitsbehörden beobachtet wurde, ist für Schaus nicht erklärbar. „Er ist ja noch 2010 wegen des Überfalls auf 1.-Mai-Demonstranten in Dortmund verurteilt worden – ebenso Markus H., der jetzt von Ernst angegebene Vermittler der Tatwaffe“, so Schaus gegenüber unserer Zeitung. „Ich möchte keine Spekulationen anstellen. Aber auffällig ist, dass die Urteile, die zwischen 2003 und 2007 über Ernst gesprochen wurden, sehr milde ausfielen.“ Für die Linke kommen Stephan Ernst und Markus H. damit auch als Helfer der NSU-Morde in Kassel und Dortmund in Betracht.

Der Mord an Halit Yozgat könne aus den selben Kreisen unterstützt worden sein wie nun der Mord an Walter Lübcke. Eine zentrale Rolle spielten dabei Gruppen wie Blood & Honour, Combat 18, Freier Widerstand Kassel, die Kameradschaft Kassel und Sturm 18 mit Verbindungen nach Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. „All das ist über Jahre nachgewiesen. Und das ist jetzt auch wieder das Umfeld, aus dem offensichtlich der Mord an Walter Lübcke begangen wurde“, sagte der Rechtsextremismus-Experte Adrian Gabriel gegenüber dem Deutschlandfunk.

Das sieht auch der für Kassel zuständige Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels so. „In der Tat gibt es Hinweise, dass eine Querverbindung zwischen dem NSU und dem Mord an Walter Lübcke besteht“, sagte er dem Deutschlandfunk.
https://www.hna.de/politik/fall-luebcke-hatte-stephan-ernst-kontakt-zum-nsu-umfeld-12822597.html


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17.07.2019 um 01:08
E.A.Poe schrieb:Laut "Spiegel" ist jetzt erwiesen, dass aus der Pistole, die der mutmaßliche Täter in dem Erdloch auf seiner Arbeitsstelle vergraben hatte, geschossen wurde.
Diese Pistole ist laut Spiegel ein Revolver und damit wurde nicht nur geschossen, sondern der tödliche Schuss abgefeuert:
Demnach haben die kriminaltechnischen Untersuchungen des hessischen Landeskriminalamts und des Bundeskriminalamts ergeben, dass die Kugel, die den Kasseler Regierungspräsidenten tötete, aus einer Schusswaffe stammt, die E[....] in einem Erddepot versteckt hatte. Dabei handelt es sich um einen kurzläufigen Revolver des brasilianischen Herstellers Rossi mit Kaliber .38 Spezial.
...
Die nun vorliegende Bewertung der Schussgutachter ist ein starkes Indiz dafür, dass E[....] über Wissen verfügte, das nur der mutmaßliche Täter haben kann - oder jemand, der zumindest in die Tat involviert war. Der neue Verteidiger von Stephan Ernst, Frank Hannig, wollte keinen Kommentar abgeben.

.
E.A.Poe schrieb am 13.07.2019:Ich weiß gar nicht, ob die beiden Waffenhändler gezwungen werden können, eine DNA abzugeben.
Ich meine mich an einen zu erinnern, der den Kontakt hergestellt hat und einen anderen, der die Waffe verkauft hat. Sollte es notwenig sein, wird man einen DNA-Abgleich vornehmen.


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17.07.2019 um 07:42
emz schrieb:Diese Pistole ist laut Spiegel ein Revolver und damit wurde nicht nur geschossen, sondern der tödliche Schuss abgefeuert:
Hätte ich nicht gedacht, dass ein Revolver benutzt wurde. Der ist doch ziemlich laut.


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17.07.2019 um 11:10
E.A.Poe schrieb:Hätte ich nicht gedacht, dass ein Revolver benutzt wurde. Der ist doch ziemlich laut.
Da habe ich keine Ahnung, wieviel lauter ein Revolver im Vergleich zu einer Pistole ist.
Vorteil, er wirft keine Hülsen aus und dann neigt er nicht so sehr zu technischen Defekten.
Aber vielleicht musste er einfach das nehmen, was auf dem Markt gerade angeboten wurde.


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17.07.2019 um 15:48
emz schrieb:Da habe ich keine Ahnung, wieviel lauter ein Revolver im Vergleich zu einer Pistole ist.Vorteil, er wirft keine Hülsen aus und dann neigt er nicht so sehr zu technischen Defekten. Aber vielleicht musste er einfach das nehmen, was auf dem Markt gerade angeboten wurde.
Vermutlich hatte er keine große Ahnung von Waffen und hat das billigste genommen. Ich weiß gar nicht, wer heute noch mit einem Revolver schießt. Der Nachteil ist vor allem, dass er kein Magazin hat und damit wenig Schuss (meistens sechs). Umständlich, eine solche Waffe nachzuladen.
Ich vermute, dass er laut ist (ohne es zu wissen), weil es kein geschlossenes System ist. Wobei eine normale Pistole ohne Schalldämpfer schon laut genug ist.
Es passt auf jeden Fall zur Einzeltat, wobei Mitwisser und -helfer an Bord gewesen sein könnten.


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17.07.2019 um 16:39
E.A.Poe schrieb:Ich weiß gar nicht, wer heute noch mit einem Revolver schießt.
Unter anderem das französische Gegenstück zur GSG9
https://www.thedrive.com/the-war-zone/25547/frances-elite-gign-counter-terror-unit-still-has-a-cult-like-affinity-for-the-revolver

Für Selbstverteidigungszwecke würde ich persönlich ebenfalls einen Revolver bevorzugen. Den kann man voll geladen jahrelang in der Nachttischublade liegen lassen. Bei einer Pistole hingegen würde im Laufe der Zeit die Magazinfeder ausleiern.


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17.07.2019 um 17:17
@VanDusen

Die Waffe wurde vermutlich schon 2016 gekauft. Ob der Tatverdächtige sie dann gleich verbuddelt hat, weiß man natürlich nicht. Aber da macht es auf jeden Fall Sinn, sich was Haltbares zuzulegen, wenn man nicht absehen kann, wann man das Teil einsetzen wird.


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17.07.2019 um 18:01
VanDusen schrieb:Für Selbstverteidigungszwecke würde ich persönlich ebenfalls einen Revolver bevorzugen. Den kann man voll geladen jahrelang in der Nachttischublade liegen lassen. Bei einer Pistole hingegen würde im Laufe der Zeit die Magazinfeder ausleiern.
Na ja. Wenn man schon eine Waffe besitzt, sollte man die auch warten, z.B. ölen.
Ich habe keine Waffe und will auch keine. Meine Kenntnisse stammen aus der Zeit bei der Bundeswehr als Wehrpflichtiger. Das sind keine großen Kenntnisse, aber man hat doch eine gewisse Idee. Bei der Bundeswehr schossen wir mit einer Walther mit Rückläufer. Die würde man nicht empfehlen, wenn jemand in einer Stresssituation ist und nicht ausgebildet, weil der Rückläufer einem die Hand zertrümmern kann. Da ist der Colt vergleichsweise einfach zu handhaben.
Wie berichtet wird, wurde der Schuiss aus der Nähe abgegeben. Das kann zwei Gründe haben. Entweder war der Täter nervös und wusste, dass er auf die Entfernung nicht treffen wird, oder er kannte sich mit Waffen aus und wusste, dass der Revolver (vielleicht auch durch vorherigen Gebrauch) falsch justiert ist.
Wie dem auch sei, seine Vorgehensweise war kalkuliert und - um es moralisch zu bewerten - feige.


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17.07.2019 um 20:26
E.A.Poe schrieb:Das kann zwei Gründe haben. Entweder war der Täter nervös und wusste, dass er auf die Entfernung nicht treffen wird, oder er kannte sich mit Waffen aus und wusste, dass der Revolver (vielleicht auch durch vorherigen Gebrauch) falsch justiert ist.
Es gibt noch viele weitere theoretisch denkbare Gründe. Die von dir genannten verschweigen u.a. gänzlich das mögliche Setup einer symbolträchtigen Hinrichtung aus nächster Nähe, für welches jedoch weitaus mehr veröffentlichte Details sprechen, als für einen krummen Lauf oder eine nervöse Hand des Schützen.

Ferner gehört zu solch einem Tatablauf im Kern nicht Feigheit, sondern leider enormer Mut. Die größte durch die Sozialisationsgeschichte seit der Aufklärung eingeimpfte Hemmschwelle muss überwunden werden - einfach hergehen und jemanden töten. Salopp ausgedrückt. Genau diese Mutwilligkeit macht den Täter, wenn die bisherigen Fakten wirklich stimmen, zu einem gemeingefährlichen Schwerverbrecher. Das sollte man in der öffentlichen Diskussion nicht relativieren.


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17.07.2019 um 21:48
Heikology schrieb:Die größte durch die Sozialisationsgeschichte seit der Aufklärung eingeimpfte Hemmschwelle muss überwunden werden
Die wurde von den Nazis aufgehoben. Ichl glaube nicht, dass die Hemmschwelle für Stefan E. sehr groß war. Je länger dieser Kasper weggesperrt ist, desto besser.


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18.07.2019 um 00:01
emz schrieb:Die Waffe wurde vermutlich schon 2016 gekauft. Ob der Tatverdächtige sie dann gleich verbuddelt hat, weiß man natürlich nicht. Aber da macht es auf jeden Fall Sinn, sich was Haltbares zuzulegen, wenn man nicht absehen kann, wann man das Teil einsetzen wird.
Stephan E. hat nicht auf lange Zeit geplant. Wenn er die Waffe 2016 gekauft hat (wir wissen nicht, in welchem Monat), dann war er ja bereits 2017 schon bei Lübcke (ich nehme an, ebenfalls zur Kirmes im Juni) und auch 2018 wieder. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er zwischendurch auch immer wieder mal einen Schuss abgegeben hat, um nachher sicher zu schießen, meint ihr nicht? Abgelegen im Wald stört das sicher keinen. ("lange Waldspaziergänge") Wenn es zu hören war, dann denkt wohl jeder, naja, es war ein Schuss eines Jägers.
Der wird doch nicht für eine Hinrichtung, die funktionieren soll, komplett ohne Schießpraxis und mit einer ggf. eingerosteten Waffe da hin fahren.

Seltsam, dass er jedesmal froh war, es nicht getan zu haben. Und dann kam 2019 der für Herrn Lübcke verhängnisvolle Moment. Schade, dass nicht irgendetwas dazwischen kam. Meint ihr, Stephan E. wäre auch die nächsten Jahre da hin gefahren, bis es geklappt hätte?


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