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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

161 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Österreich, 2017, Taa An Der Thaya, Marianne Schmid

Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 20:59
Eossoe
schrieb:
Mich würde mal das Thema der Messe interessieren...da wurde im Podcast dazu ja nichts gesagt. Aber vielleicht war da etwas dabei, was Frau Schmidt aufgeweckt hat. Da reicht ein Wort, ein Satz...
Das wäre in der Tat sehr interessant... und ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie so einen Anflug von „Heimweh“ hatte - allenfalls auch nach Drasenhofen... weil sie da auch ihre alte Heimat und quasi auch ihre Eltern (bzw. deren Grab) im Blick hatte...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:06
Eossoe
schrieb:
Mich würde mal das Thema der Messe interessieren...da wurde im Podcast dazu ja nichts gesagt. Aber vielleicht war da etwas dabei, was Frau Schmidt aufgeweckt hat. Da reicht ein Wort, ein Satz...
Schon möglich.

Wenn ich mal so überlege.... es gab im Bekanntenkreis meiner Eltern mal einen "Fall" von Demenz.

Die Mutter des Bekannten ist immer wieder zu ihrem Sohn gekommen, der schräg gegenüber wohnte und bat ihn, sie nach Hause zu fahren. Sie meinten natürlich den Ort, an dem sie aufgewachsen ist, nur liegt dieser gut 200km entfernt von ihrem Wohnort, an dem sie schon 60 Jahre lebte.

Sie reagierte auf den Namen dieses Ortes immer sehr emotional und wollte immer sofort da hin.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:16
Ich habe das Pflegeheim in Laa gerade mal angeschrieben.
Mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme, das habe ich Ihnen freigestellt.
Aber ich wollte wissen, ob sich jemand noch an das Thema der Messe erinnern kann oder wenn nicht, ob man mir einen Ansprechpartner in der Gemeinde sagen kann.
raptor83
schrieb:
Die Mutter des bekannten ist immer wieder zu ihrem Sohn gekommen, der schräg gegenüber wohnte und bat ihn, sie nach Hause zu fahren. Sie meinten natürlich den Ort, an dem sie aufgewachsen ist, nur liegt dieser gut 200km entfernt von ihrem Wohnort, an dem sie schon 60 Jahre lebte.
Ja, das ist oft so. Als ich noch Schülerin war und ein Praktikum in einer heilpädagogischen Tagesstätte machte, stand vor selbiger eines Morgens eine alte Frau. Sie wollte nach Hause, zu ihrem Elternhaus.
Natürlich gehörte sie zum örtlichen Altenheim...aber...bemerkenswert: Sie stand an der richtigen Stelle. Wo heute die HPT steht, stand früher ihr Elternhaus.

Ich kann bei Frau Schmid es echt schlecht einschätzen. Sie wird halt als still beschrieben, dass sie sich nicht mehr (so) artikulieren konnte und dass sie auch sitzen blieb, wenn man sie irgendwo hinsetzte.
Ob sie durch einen Trigger aufgewacht ist und nach Hause wollte (sei es Mikulov, sei es Drasenhofen)...
Irgendwie...ich weiß nicht. Wir wissen zu wenig über Frau Schmid als Person. Wie war sie als Frau ohne Demenz, wie war sie als junge Frau, welche Geschichte sie hatte, welche Interessen etc...
Vielleicht hat sie auch nur jemanden gesucht. Eine Person in der Messe, die bspw. einem Angehörigen ähnlich sah und sie wollte ihn einholen...(hatte den Fall mit einer Patienten, die ich dann im tiefsten Winter nach einstündiger Suche auf der Straße aufgelesen habe).

Jedenfalls erscheint mir ihr Verschwinden definitiv mit einer Eingebung oder einem Trigger zu tun zu haben, die/der zunächst mal ungeahnte Kräfte in ihr geweckt hat.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:30
Eossoe
schrieb:
Ja, das ist oft so. Als ich noch Schülerin war und ein Praktikum in einer heilpädagogischen Tagesstätte machte, stand vor selbiger eines Morgens eine alte Frau. Sie wollte nach Hause, zu ihrem Elternhaus.
Tja, solche Begebenheiten kenne ich auch noch aus meiner Zivildienstzeit, auch wenn Demenz in der Klinik weniger das Thema gewesen ist, sondern Krankheiten wie Schlaganfall oder MS.
Eossoe
schrieb:
Ich kann bei Frau Schmid es echt schlecht einschätzen. Sie wird halt als still beschrieben, dass sie sich nicht mehr (so) artikulieren konnte und dass sie auch sitzen blieb, wenn man sie irgendwo hinsetzte.
Ob sie durch einen Trigger aufgewacht ist und nach Hause wollte (sei es Mikulov, sei es Drasenhofen)...
Irgendwie...ich weiß nicht. Wir wissen zu wenig über Frau Schmid als Person. Wie war sie als Frau ohne Demenz, wie war sie als junge Frau, welche Geschichte sie hatte, welche Interessen etc...
Vielleicht hat sie auch nur jemanden gesucht. Eine Person in der Messe, die bspw. einem Angehörigen ähnlich sah und sie wollte ihn einholen...(hatte den Fall mit einer Patienten, die ich dann im tiefsten Winter nach einstündiger Suche auf der Straße aufgelesen habe).
Das Problem habe ich auch. Allerdings wird es dazu wohl eher keine öffentlichen Informationen geben, befürchte ich zumindest. Andererseits ist es auch verständlich, da solche Informationen eher privat sind.

Wenn ich mal so überlege, was ich von Patienten erfahren habe, die ich damals betreut habe.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:42
raptor83
schrieb:
Das Problem habe ich auch. Allerdings wird es dazu wohl eher keine öffentlichen Informationen geben, befürchte ich zumindest. Andererseits ist es auch verständlich, da solche Informationen eher privat sind.

Wenn ich mal so überlege, was ich von Patienten erfahren habe, die ich damals betreut habe.
Ja, gehe hier absolut mit. Vieles ist und soll auch privat bleiben. Sowieso fraglich, ob nochmals eine neue Suchaktion gestartet werden würde...immerhin kann man wohl leider davon ausgehen, Frau Schmid nicht mehr lebend zu finden.
Aber viele haben ja eine Art Lieblingsort oder eben Orte, an die es sie hinzieht, wie bspw. mich zum Wasser oder in die Berge.

Die Thaya ist halt doch sehr nahe und an mancher Stelle eben auch tief. Wenn sie dort verunfallt ist...die Thaya ist ja ein sehr dunkler Fluß (hoher Eisengehalt)...nach Wikipedia und Google gibt es dort auch keine Schleusen, auch nicht in der March, in die die Thaya mündet.
Erst an der Donau wieder.

Es gibt halt im Umkreis von Laa wirklich viele Möglichkeiten. Die Vegetation im Mai ist auch sehr reich, so dass ein einfacher Busch jemanden verdecken kann (wenn man mal an Julia W. in Portual denkt).

Traurig eigentlich...wer weiß, was sich in Frau Schmids Gedanken abgespielt hat. Theorien könnte man massenhaft anbringen, von Heimweh bis hin zu Selbstaufgabe, weil man sich abgeschoben fühlt.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:47
Eossoe
schrieb:
Ich habe das Pflegeheim in Laa gerade mal angeschrieben
Super - wäre grossartig, wenn sich noch jemand erinnern kann und auch antwortet...
Eossoe
schrieb:
Vielleicht hat sie auch nur jemanden gesucht. Eine Person in der Messe, die bspw. einem Angehörigen ähnlich sah und sie wollte ihn einholen...
Von so einem Fall habe ich im erweiterten Familienkreis auch schon gehört - das wäre natürlich eine weitere Möglichkeit...

Es ist für mich einfach so unvorstellbar, dass sie seit über zweieinhalb Jahren wie vom Erdboden verschluckt ist... :-(


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:48
Eossoe
schrieb:
Die Thaya ist halt doch sehr nahe und an mancher Stelle eben auch tief. Wenn sie dort verunfallt ist...die Thaya ist ja ein sehr dunkler Fluß (hoher Eisengehalt)...nach Wikipedia und Google gibt es dort auch keine Schleusen, auch nicht in der March, in die die Thaya mündet.
Erst an der Donau wieder.

Es gibt halt im Umkreis von Laa wirklich viele Möglichkeiten.
Das war auch mein erster Gedanken, den ich hatte, als ich von dem Fall hier gelesen habe. Vor allem, als ich die Karte gesehen habe.

Zu Ostblockzeiten sind manche Leute spurlos in der Donau verschwunden. Zumindest hat man im Westen nicht unbedingt noch was davon gehört.
Eossoe
schrieb:
Die Vegetation im Mai ist auch sehr reich, so dass ein einfacher Busch jemanden verdecken kann (wenn man mal an Julia W. in Portual denkt).
Stimmt leider. Da gibt es diverste Beispiele z.B. auch den Fall Tanja Gräff.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 21:55
raptor83
schrieb:
Stimmt leider. Da gibt es diverste Beispiele z.B. auch den Fall Tanja Gräff.
Ja, oder man muss nur ganz aktuell an Julia W. in Portugal denken.
Auch wenn das traurig wäre, aber man kann sie auch schlicht übersehen haben.
*seufz* wirklich traurig, dass man sie damals nicht gefunden hat. Gerade solche Begebenheiten berühren mich sehr, vielleicht weil ich eben immer mit älteren/alten Menschen gearbeitet und gelebt habe.

2,5 Jahre sind eine lange Zeit. Trotzdem würde ich mir für ihre Angehörigen sehr wünschen, dass sie gefunden würde...einen Abschluss finden, das wäre für mich persönlich wichtig.

Ich muss mich verabschieden. Kunstprojekt wartet...
Allen eine gute Nacht!


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

21.11.2019 um 23:02
sooma
schrieb:
Zu dem Tschechischen: Es dürfte schon anzunehmen sein, dass sie die Sprache spricht, siehe Eingangsbeitrag:
Xiam schrieb am 17.11.2019:
Marianne Schmid stammte gebürtig aus dem kleinen Ort Mikulov kurz hinter der Grenze in Tschechien. Von dort wurde die Familie nach dem Krieg vertrieben und siedelte sich bei Verwandten in Drasenhofen, nur wenige Kilometer entfernt an. Dort wohnt die Familie bis heute.
Viele der Kriegsvertriebenen sprechen wohl die Sprache nicht (mehr), würde daher nicht unbedingt bei Frau Schmid davon ausgehen, dass sie tschechisch sprach.
So wie es im Podcast beschrieben wurde, fiel ihr das Sprechen generell wohl durch ihre voranschreitende Demenzerkrankung schwer.
raptor83
schrieb:
Bei beiden ist quasi kein Kurzzeitgedächtnis vorhanden. Wohl aber Erinnerungen, die schon lange zurückliegen, meist schon Jahrzehnte.
Eossoe
schrieb:
Letztlich gilt aber leider: Je jünger derjenige ist, desto schneller schreitet die Erkrankung zumeist voran. Muss nicht sein, ist aber in den meisten Fällen so.
Meine Großtante hat die Diagnose Alzheimer mit knapp 65 erhalten...man konnte leider zusehen, wie sie verfiel
Das habe ich ebenfalls ähnlich in der Familie erlebt, mein Opa erkrankte mit 66 Jahren an Alzheimer, mit 68 starb er, innerhalb dieser zwei Jahre verschlechterte sich sein Zustand rapide, in der ersten Zeit hatte er jedoch häufiger noch 'klare Momente', wo er z B davon sprach, was er in seiner Kindheit erlebte, wie er meine Oma kennenlernte etc - also über Dinge, die viele Jahre/Jahrzehnte zurücklagen.
Eossoe
schrieb:
Mich würde mal das Thema der Messe interessieren...da wurde im Podcast dazu ja nichts gesagt. Aber vielleicht war da etwas dabei, was Frau Schmidt aufgeweckt hat. Da reicht ein Wort, ein Satz...
Bin gespannt, ob Du eine Antwort erhältst.
Hatte in einem meiner vorigen Postings hier auch schon vermutet, dass evtl einfach die Assoziation 'Kirche/Kapelle -> Beerdigung -> Friedhof -> das Grab der Eltern' bei Frau Schmid ausgereicht haben könnte, sich auf den Weg zum Grab ihrer Eltern machen zu wollen, dies bedeutete ihr offenbar viel bzw hatte einen hohen Stellenwert für sie.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 01:04
ThoFra
schrieb:
An den Fall mit dem (behinderten) Jugendlichen, der dann - unerkannt - im Ausland lebte, erinnere ich mich auch noch recht gut, meine, über diesen Fall wäre auch bei 'Aktenzeichen XY' berichtet worden, evtl sogar in einer der 'Special-Sendungen' bzgl vermisster Kinder/Jugendlicher ('Wo ist mein Kind?')
Habe den Fall gefunden:

Artikel im Kurier


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 06:43
@ThoFra
ThoFra
schrieb:
Viele der Kriegsvertriebenen sprechen wohl die Sprache nicht (mehr), würde daher nicht unbedingt bei Frau Schmid davon ausgehen, dass sie tschechisch sprach.
So wie es im Podcast beschrieben wurde, fiel ihr das Sprechen generell wohl durch ihre voranschreitende Demenzerkrankung schwer.
Ja, wie schon geschrieben:
sooma
schrieb:
ich bin da jetzt auch nur von meiner Oma ausgegangen.
Ihr fiel das Sprechen auch schon schwer, dass wir erst dachten, das ist nun gänzlich unverständlich, bis uns jemand darauf aufmerksam gemacht hat, dass das Brocken in Fremdsprache sind - die ihrer Kindheit. @Eossoe hatte mir schon erklärt, dass es auch anders sein kann.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 11:30
sooma
schrieb:
Ihr fiel das Sprechen auch schon schwer, dass wir erst dachten, das ist nun gänzlich unverständlich, bis uns jemand darauf aufmerksam gemacht hat, dass das Brocken in Fremdsprache sind - die ihrer Kindheit. @Eossoe hatte mir schon erklärt, dass es auch anders sein kann.
"kann", ja.
Kann aber auch ganz anders sein, je nachdem, wie verankert die Fremdsprache in ihrem Sprachzentrum war. Wenn sie von Kindheit an tschechisch gesprochen hat und das nach der Vertreibung weiterhin, dann kann es durchaus sein, dass sie sich auch mit Demenz vertändigen konnte...ich bezweifle es halt, da es in diesen deutschen Dörfern in Böhmen/Mähren eigentlich nicht üblich war, Tschechisch eine große Basis zu bieten. Aber möglich ist es...hatte mal einen Patienten, der hochgradig dement war, aber alle fünf erlernten Sprachen weiterhin perfekt beherrschte.

Allerdings ist hier auch der Podcast nicht unbedingt ausführlich, was das Wesen/die Persönlichkeit von Frau Schmid betrifft. Viel erfahren wir nicht über sie...

Mich würde durchaus mal interessieren, ob der Podcast irgendwie etwas bewirkt hat, bspw. Aktionen, um Frau Schmid doch noch zu finden oder generell Rückmeldungen, wie Zeugensichtungen, wie es das ja nach dem Podcast zu Katrin Konert gegeben hat...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 14:00
Eossoe
schrieb:
Mich würde mal das Thema der Messe interessieren...da wurde im Podcast dazu ja nichts gesagt. Aber vielleicht war da etwas dabei, was Frau Schmidt aufgeweckt hat. Da reicht ein Wort, ein Satz...
Wenn man sich von den Spekulationen wieder Richtung Zeugenaussagen bewegt, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Frau Schmid die laufende Messe verlassen hat. Die Pflegekräfte haben zu dem Thema nämlich ausgesagt, dass die Tür zum Andachtsraum zu Beginn der Messe geschlossen wird. Wenn jemand die Messe verlässt, muss er die Tür öffnen und das fällt der anwesenden Pflegekraft auf. In so einem Fall ist es Usus in dem Pflegeheim, dass die Person angesprochen wird.

Wenn hier also nicht grob gelogen wird, dann kann Frau Schmid die Messe nicht unbemerkt verlassen haben.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 14:18
Xiam
schrieb:
Wenn man sich von den Spekulationen wieder Richtung Zeugenaussagen bewegt, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Frau Schmid die laufende Messe verlassen hat. Die Pflegekräfte haben zu dem Thema nämlich ausgesagt, dass die Tür zum Andachtsraum zu Beginn der Messe geschlossen wird. Wenn jemand die Messe verlässt, muss er die Tür öffnen und das fällt der anwesenden Pflegekraft auf. In so einem Fall ist es Usus in dem Pflegeheim, dass die Person angesprochen wird.

Wenn hier also nicht grob gelogen wird, dann kann Frau Schmid die Messe nicht unbemerkt verlassen haben.
Stimmt - jedoch wird im Podcast auch die Möglichkeit genannt, dass Frau Schmid sich allenfalls am Ende der Messe unter "auswärtige" Kirchenbesucher gemischt haben könnte. Da sie keine "Dauerbewohnerin" des Heims war, sondern jeweils nur auf Zeit, könnte sie unter den auswärtigen Kirchengängern also untergegangen und so unbemerkt aus der Kirche heraus verschwunden sein....

Speziell finde ich, dass ganz zu Beginn der Podcast-Serie noch darauf hingewiesen wird, dass Frau Schmid beim Frühstück noch Nachschlag verlangt hat... Proviant für eine längere Reise? Ich wüsste gerne mehr über Frau Schmid, wie sie zum Zeitpunkt des Verschwindens so war, sie und die ganze Situation ist so schwierig einzuschätzen...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 14:59
Xiam
schrieb:
In so einem Fall ist es Usus in dem Pflegeheim, dass die Person angesprochen wird.

Wenn hier also nicht grob gelogen wird, dann kann Frau Schmid die Messe nicht unbemerkt verlassen haben.
Ich möchte eigentlich nicht widersprechen. Meine Erfahrungen aus einem Altenheim mit täglicher Messe sind jedoch andere...und das trotz elektronischer Tür, die man auf der ganzen Ebene hörte.
Und genauso, was Wahrheit bei unangenehmen Dingen betrifft, wie eben verschwundene Bewohner.
An sich hoffe ich, dass in diesem Heim alles anders ist, würde mich aber wundern.

Auf der Homepage des Altenheims gibt es leider nur ein Bild der Kapelle...

http://www.pbz-laa.at/ber-uns/unser-haus
Tschortschina
schrieb:
Stimmt - jedoch wird im Podcast auch die Möglichkeit genannt, dass Frau Schmid sich allenfalls am Ende der Messe unter "auswärtige" Kirchenbesucher gemischt haben könnte. Da sie keine "Dauerbewohnerin" des Heims war, sondern jeweils nur auf Zeit, könnte sie unter den auswärtigen Kirchengängern also untergegangen und so unbemerkt aus der Kirche heraus verschwunden sein....
Irgendwann muss sie ja verschwunden sein. Im Podcast hatte ich immer den Eindruck, das Heim sei sehr bemüht darum darzustellen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit gewesen ist, für Frau Schmid zu verschwinden, sie sei eigentlich stets unter Beobachtung gewesen.
Jedoch muss entweder jemand unaufmerksam oder abgelenkt gewesen sein, dass Frau Schmid eben unter den Augen der Pflegekräfte, Bewohner und externen Besuchern der Messe, verschwunden ist.
Das ist kein Vorwurf, da es unmöglich ist, stets seine Mündel im Auge zu behalten, vor allem, wenn man mit mehreren unterwegs ist...

Ich muss nochmal nachhören, wie gut Frau Schmid im Haus bekannt war...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 15:05
Eossoe
schrieb:
Irgendwann muss sie ja verschwunden sein. Im Podcast hatte ich immer den Eindruck, das Heim sei sehr bemüht darum darzustellen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit gewesen ist, für Frau Schmid zu verschwinden, sie sei eigentlich stets unter Beobachtung gewesen.
Ja... den Eindruck hatte ich zeitweise auch. Und da war doch das Gespräch, wo's drum ging, wer Frau Schmid zur Messe gebracht hat.. Da gabs in der Aufnahme eine relativ lange Pause (weiss nicht, ob die in Wirklichkeit so lang war, oder ob da was komisch geschnitten wurde...) Aber auf jeden Fall dauert es relativ lange, bis es hiess, eine Freiwillige hätte Frau Schmid rüberbegleitet. Und ausserdem kamen fast alle Antworten in dem Gespräch zügig, klar, deutlich und ohne stottern. Bei dieser Antwort hatte ich das Gefühl, dass sehr viel Unsicherheit im Raum war. Aber ich kann da auch zu viel reininterpretiert haben...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 15:06
Tschortschina
schrieb:
bis es hiess, eine Freiwillige hätte Frau Schmid rüberbegleitet. Und ausserdem kamen fast alle Antworten in dem Gespräch zügig, klar, deutlich und ohne stottern. Bei dieser Antwort hatte ich das Gefühl, dass sehr viel Unsicherheit im Raum war. Aber ich kann da auch zu viel reininterpretiert haben..
Ich bin gerade vom ersten Teil zum zweiten Teil, also in dem es um die Messe ging, gesprungen.
Im ersten Teil wurde anfänglich gesagt, dass Frau Schmid von einer Mitarbeiterin zur Kapelle begleitet wurde und als die Messe vorbei war, wieder abgeholt werden sollte.

Ich muss jetzt mal den zweiten Teil nachhören, ob überhaupt Mitarbeiter IN der Kapelle dabei waren...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 15:39
Eossoe
schrieb:
Ich muss jetzt mal den zweiten Teil nachhören, ob überhaupt Mitarbeiter IN der Kapelle dabei waren...
Bin gespannt, wie Du das Gespräch erlebst... Auch im Bezug auf "Es war eine Ehrenamtliche" - "Es war Pflegerin Manuela"...

Und auch die Unstimmigkeit bezüglich des zuerst angeblich männlichen Geistlichen - und dann doch weibliche Pastoralassistentin...

Hab mir die Folge gerade auch nochmal angehört...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 15:49
Tschortschina
schrieb:
Bin gespannt, wie Du das Gespräch erlebst... Auch im Bezug auf "Es war eine Ehrenamtliche" - "Es war Pflegerin Manuela"...

Und auch die Unstimmigkeit bezüglich des zuerst angeblich männlichen Geistlichen - und dann doch weibliche Pastoralassistentin...

Hab mir die Folge gerade auch nochmal angehört...
Ich bin sehr zwiegespalten.

Von der ehrenamtlichen Helferin, die früher Pflegerin in dem Heim war und nun die Kommunion verteilt, wird ja vehement betont, dass Frau Schmid während der Messe nicht verschwunden sein kann.
Also bleiben nur die Minuten nach Ankunft in der Kirche bis zum Beginn der Messe, da sie ja dorthin begleitet wurde oder die Minuten nach der Messe, bis man sie abgeholt hätte.

Niemand kann sich also erklären, wie Frau Schmid verschwinden konnte, laut den Erzählungen über Frau Schmid ein Ding der Unmöglichkeit, angefangen bei "Sie blieb sitzen, wo man sie hinsetzte" bis zu dass sie im Heim stets "unter Begleitung/Beobachtung" stand (also Hinbringen in die Kirche, in der Kapelledie ehrenamtliche Helferin, nach der Messe eben das Abholen). Fakt ist aber: Sie ist weg.
Irgendwo muss es einen blinden Fleck geben, der es Frau Schmid ermöglicht hat, wegzugehen ohne gesehen zu werden.

Mein Gehirn geht natürlich einen Schritt weiter und zieht durchaus auch ein Geschehnis in Betracht, das vertuscht werden soll, liegt aber an meinen eigenen Erfahrungen in der Pflege. Wäre kein Einzelfall, wobei ein Verschwinden vorzutäuschen ich selbst noch nicht erlebt hat, aber andere Dinge, die bspw. ein Verletzen der Fürsorgepflicht vertuschen sollen oder auch falsche, tödliche Medikamentengabe.

Ich weiß nicht so recht, was ich nach dem nochmaligen Hören des Podcasts denken sollte. Einerseits verstehe ich diese Pflegerin Manuela, die nicht mehr reden möchte, auf der anderen Seite hinterlässt das einen sehr schalen Nachgeschmack...

Wie siehst du die Möglichkeit einer Gewalttat außerhalb des Heims? Also, dass Frau Schmid zwar eigenständig, aus welchen Gründen auch immer, das Heim verlassen hat, aber dann einem Gewalttäter zum Opfer fiel?


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 16:08
Eossoe
schrieb:
Mein Gehirn geht natürlich einen Schritt weiter und zieht durchaus auch ein Geschehnis in Betracht, das vertuscht werden soll, liegt aber an meinen eigenen Erfahrungen in der Pflege.
In vielen Heimen herrscht akuter Personalmangel, die Pflegekräfte geben ihr bestes, sind aber oft überlastet... Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass auch sowas im Hintergrund abgelaufen sein kann. Wobei die wenigen vorhandenen Google Rezensionen alle voll des Lobes sind, abgesehen von einer kommentarlosen 1-Stern-Bewertung...
Eossoe
schrieb:
Ich weiß nicht so recht, was ich nach dem nochmaligen Hören des Podcasts denken sollte. Einerseits verstehe ich diese Pflegerin Manuela, die nicht mehr reden möchte, auf der anderen Seite hinterlässt das einen sehr schalen Nachgeschmack...
Ja, das fand ich auch - ohne der Pflegerin irgendwas unterstellen zu wollen... Ich kann verstehen, dass man sich sicher Vorwürfe macht, wenn sowas passiert (etwas besser machen, kann man im Nachhinein ja immer)... Und auch, dass es einen emotional sehr belastet. Aber dennoch... :-/

Und mir kam einfach auch die Aussage von der anderen Pflegerin so komisch vor, die zuerst felsenfest gesagt hat, dass die Heimbewohner stets von Ehrenamtlichen in die Kirche gebracht werden sollen - und dann war's doch eine fest angestellte Pflegerin? Ob das ein Versehen war? Oder eine Ausnahme, dass es bei Frau Schmid - aus welchen Gründen auch immer - keine Ehrenamtliche war? Oder sollte Pflegerin M. mit dieser Aussage aus der "Schusslinie" genommen werden?
Eossoe
schrieb:
Wie siehst du die Möglichkeit einer Gewalttat außerhalb des Heims? Also, dass Frau Schmid zwar eigenständig, aus welchen Gründen auch immer, das Heim verlassen hat, aber dann einem Gewalttäter zum Opfer fiel?
Hmm. Möglich ist im Grunde genommen alles. Doch welches Motiv könnte ein potentieller, nicht dem Heim zugehöriger Gewalttäter haben?
Gab es sonst komische Vorfälle in dem Ort, die von der Zeit her passen würde, also quasi, dass Frau Schmid irgendwas gesehen haben könnte, was niemand hätte sehen dürfen? Falls es eine/n TäterIn gab, muss diese/r ja nicht zwangsweise gewusst haben, dass Frau Schmid an Demenz erkrankt ist...

Wenn Frau Schmid noch nicht mal eine Handtasche dabei hatte, würde ich Raub o.ä. eigentlich ausschliessen... Oder was meinst Du?


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