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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

161 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Österreich, 2017, Marianne Schmid, Taa An Der Thaya

Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 16:15
Gerade habe ich noch einen Einsatzbericht der Feuerwehr der Stadt Laa / Thaya auf Facebook (Link)gefunden:

Einsatzbericht Personensuche
Am 21.05.2017 um 13:54 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Laa an der Thaya zu einer Personensuche alarmiert.
Nach Information der Polizei Laa, sei die Bewohnerin des St. Vitusheims, Fr. Marianne Schmid, seit den Vormittagsstunden abgängig.
Seitens der Freiwilligen Feuerwehr Laa an der Thaya wurde eine Einsatzleitung beim St. Vitusheim aufgebaut und von dort aus wurde die Suchaktion bzw. Einteilung der verschiedenen Suchtrupps koordiniert.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Laa an der Thaya waren mit mehreren Fahrzeugen (dabei wurden auch einige private PKW’s und private Fahrräder genutzt) sowie zu Fuß unterwegs und durchkämmten die nähere Umgebung beim St. Vitusheim. Nachdem die Suche in der näheren Umgebung keinen Erfolg brachte, wurde das Suchgebiet auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.
Auch der Mühlbach wurde mit den Feuerwehrzillen befahren und abgesucht.
Bei der Suche waren auch der Polizeihubschrauber mit der Wärmebildkamera, ein Fährtenhund der Polizeidiensthundeabteilung, sowie mehrere Suchhunde (ca. 20 Hunde) von verschiedensten Organisationen (Rotes Kreuz, Rettungshunde NÖ, …) unterwegs.
An diesem Tag waren von der Freiwilligen Feuerwehr Laa an der Thaya 26 Mitglieder an der Suche beteiligt.
Die Suche musste leider aufgrund der Dunkelheit um ca. 22 Uhr erfolglos abgebrochen werden.
Am 22.05.2017, um 09:30 Uhr wurde die Personensuche fortgesetzt und die Freiwilligen Feuerwehren von Hanfthal und Wulzeshofen beteiligten sich ebenfalls an der Suche.
Dabei wurde nochmals das ganze Stadtgebiet zu Fuß abgesucht und nach der vermissten Bewohnerin Ausschau gehalten.
Um ca. 16 Uhr wurden die Suchmaßnahmen der Freiwilligen Feuerwehren, von seitens der Polizei, für beendet erklärt.
Insgesamt waren an diesem Tag 32 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Hanfthal, Wulzeshofen und Laa an der Thaya im Einsatz.
Die Fr. Marianne Schmid, Bewohnerin des St. Vitusheims, gilt immer noch als vermisst.


Die Suche begann um 14 Uhr herum und dauerte bis 22:00 Uhr an... Wie weit kann eine ältere, als gehfaul beschriebene Dame, in Hausschuhen in dieser Zeitspanne wohl kommen? Leier wird auch hier nicht explizit berichtet, inwieweit die Suche auch das auf dem Kartenausschnitt ersichtliche Waldstück ausgedehnt wurde... Wenn sogar mit Wärmebildkameras ausgestattete Polizeihubschrauber im Einsatz waren, hätte man sie doch finden müssen, wenn sie irgendwo zwischen Wald und Feldern gestürzt wäre... :-/


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 16:23
Tschortschina
schrieb:
In vielen Heimen herrscht akuter Personalmangel, die Pflegekräfte geben ihr bestes, sind aber oft überlastet
Definitiv ist das so. Ich stand teilweise alleine morgens im Frühdienst, weil sich die zwei weiteren Kollegen krank gemeldet haben, mit 24 Patienten zwischen 70 und 100, darunter 10 Pflegefälle. Es ja, es ist hier auch sehr menschlich, dass Fehler passieren, Verletzung der Fürsorgepflicht und/oder gefährliche Pflege ist kaum noch auszuschließen. Man kann nicht jeden im Blick haben und man kann auch nicht immer voraussehen, was der Patient/Bewohner macht.
Und es muss ja auch immer alles schnellschnell gehen...leider.

Habe aber leider im ehemaligen Kollegenkreis auch eine Dame gehabt, die wirklich bewusst Patienten geschadet hat. Oder als ich noch ehrenamtlich im Altenheim war, eine Pflegerin, die Bewohner misshandelt hat. In beiden Fällen hat die Meldung an Vorgesetzte und auch Pflegedirektion/Heimleitung nichts gebracht, ein Grund für meinen #Pflexit.

Ich ziehe es hier nicht in Erwägung, dennoch bleibt mir bei Frau Schmid ein schaler Nachgeschmack, weil jeder so darauf besteht, sie hätte eigentlich keine Gelegenheit gehabt, das Vitusheim/die Kapelle zu verlassen, es sei immer jemand um sie herum gewesen, ob nun Pflegekraft, ehrenamtliche Mitarbeiterin, Betreuungskraft etc.
Gerade weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schnell soetwas gehen kann, finde ich dieses vehemente Bestehen darauf eher irritierend.
Tschortschina
schrieb:
Und mir kam einfach auch die Aussage von der anderen Pflegerin so komisch vor, die zuerst felsenfest gesagt hat, dass die Heimbewohner stets von Ehrenamtlichen in die Kirche gebracht werden sollen - und dann war's doch eine fest angestellte Pflegerin? Ob das ein Versehen war? Oder eine Ausnahme, dass es bei Frau Schmid - aus welchen Gründen auch immer - keine Ehrenamtliche war? Oder sollte Pflegerin M. mit dieser Aussage aus der "Schusslinie" genommen werden?
Hm...schwierig zu bewerten.
Kann natürlich ein Versehen gewesen sein, letztlich weiß man nicht, was an dem Sonntag Morgen in dem Heim los gewesen ist. Vielleicht hat da was zur Verwirrung gesorgt.
Aber natürlich kann man es auch so deuten, dass man ggf. Manuela schützen möchte.
Tschortschina
schrieb:
Hmm. Möglich ist im Grunde genommen alles. Doch welches Motiv könnte ein potentieller, nicht dem Heim zugehöriger Gewalttäter haben?
Gab es sonst komische Vorfälle in dem Ort, die von der Zeit her passen würde, also quasi, dass Frau Schmid irgendwas gesehen haben könnte, was niemand hätte sehen dürfen? Falls es eine/n TäterIn gab, muss diese/r ja nicht zwangsweise gewusst haben, dass Frau Schmid an Demenz erkrankt ist...

Wenn Frau Schmid noch nicht mal eine Handtasche dabei hatte, würde ich Raub o.ä. eigentlich ausschliessen... Oder was meinst Du?
Motiv hätte ich jetzt gar nicht soweit gedacht, sondern einfach: "Zufall" und Gelegenheit.
Aber wie gesagt, ich vermute das auch nicht. War nur ein Gedanke, der ja im Podcast aufgeworfen wurde. Raub hätte ich gar nicht in Erwägung gezogen, sondern wirklich: "Oh, eine alte hilflose Frau. Das trifft sich gut!" Ich mag den Gedanken nicht und denke auch, dass das hier nicht passiert ist. Aber ich denke da gerade an einen russischen Fall eines Mörders, der es auf ältere Frauen abgesehen hatte, der bis heute ungeklärt ist.

Was mir gerade auffällt. Ich höre gerade den ersten Teil nochmals, mit dem Telefonat mit der Heimhelferin.
Einerseits wird ja betont, dass Frau Schmid sitzen blieb, wo man sie hinsetzte, jetzt sagt aber die Heimhelferin, dass sie von einem Sessel zum nächsten "wanderte". Also ist ja durchaus Bewegung in Frau Schmid gewesen...


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22.11.2019 um 16:24
Es gibt auf youtube ein kurzes Video zu dem Podcast:

True Crime Podcast: Das Verschwinden der Marianne Schmid

Frau Schmid ist dort zu sehen (Ausschnitt aus dem mit der Tochter gedrehten Video).
Das finde ich ganz gut, ein paar Gesichter zu den Stimmen im Podcast zu haben.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 16:49
Eossoe
schrieb:
Habe aber leider im ehemaligen Kollegenkreis auch eine Dame gehabt, die wirklich bewusst Patienten geschadet hat. Oder als ich noch ehrenamtlich im Altenheim war, eine Pflegerin, die Bewohner misshandelt hat. In beiden Fällen hat die Meldung an Vorgesetzte und auch Pflegedirektion/Heimleitung nichts gebracht, ein Grund für meinen #Pflexit.
Schrecklich, so etwas - grad auch, wenn das dann keine Konsequenzen hat. :-( Ich hasse sowas. Überforderung und so weiter, das kann's überall geben - aber absichtlich hilflosen Menschen zu schaden, und dann als Vorgesetzte noch wegzuschauen, das ist zum kotzen.
Eossoe
schrieb:
Ich ziehe es hier nicht in Erwägung, dennoch bleibt mir bei Frau Schmid ein schaler Nachgeschmack, weil jeder so darauf besteht, sie hätte eigentlich keine Gelegenheit gehabt, das Vitusheim/die Kapelle zu verlassen, es sei immer jemand um sie herum gewesen, ob nun Pflegekraft, ehrenamtliche Mitarbeiterin, Betreuungskraft etc.
Da bin ich ganz bei Dir. Logisch "will" niemand sagen, "okay, ich habe geschlampt". Aber es kann so schnell passieren - und eine Pflegeeinrichtung ist auch kein Hochsicherheitstrakt. Wirklich bemerkenswert, wie die drauf bestehen, dass es eigentlich unmöglich ist, dass Frau Schmid abhanden gekommen sein könnte - schliesslich ist sie ja nun weg.
Eossoe
schrieb:
"Oh, eine alte hilflose Frau. Das trifft sich gut!" Ich mag den Gedanken nicht und denke auch, dass das hier nicht passiert ist. Aber ich denke da gerade an einen russischen Fall eines Mörders, der es auf ältere Frauen abgesehen hatte, der bis heute ungeklärt ist.
Der Gedanke gefällt mir auch nicht - aber es gibt viele kaputte Menschen... Von daher kann man auch das nicht ausschliessen.

Was hältst Du von dem Feuerwehr-Einsatzbericht, in dem steht, dass sogar Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras nach der Frau gesucht haben (habe ihn auf Seite 4 unten reinkopiert, weiss nicht, ob du ihn gesehen hast). Also wäre Frau Schmid irgendwo gestürzt, hätte man sie damit doch eigentlich finden müssen - sofern sie noch im näheren Umkreis des Heim war, oder? Dass sie die Öffis genutzt haben könnte, wurde aufgrund der Auswertung der Überwachungskameras ja bereits ausgeschlossen... Entweder war Frau Schmid wirklich gut zu Fuss, und hat sich in den Stunden der Suche schon so weit entfernt, dass sie nicht mehr im Suchradius war, oder jemand hat sie mitgenommen.... :-/
Eossoe
schrieb:
jetzt sagt aber die Heimhelferin, dass sie von einem Sessel zum nächsten "wanderte". Also ist ja durchaus Bewegung in Frau Schmid gewesen...
Das hatte ich gar nicht mehr so präsent... Also war sie vielleicht doch nicht ganz so träge und gehfaul, wie man sie ursprünglich beschrieben hatte...

Hast Du schon Antwort bezüglich des Themas der Messe erhalten? Im Podcast wird ja gesagt, dass die Messe quasi aufgezeichnet und übertragen wurde - nicht aber gespeichert... :-(


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22.11.2019 um 17:06
Tschortschina
schrieb:
Was hältst Du von dem Feuerwehr-Einsatzbericht, in dem steht, dass sogar Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras nach der Frau gesucht haben (habe ihn auf Seite 4 unten reinkopiert, weiss nicht, ob du ihn gesehen hast). Also wäre Frau Schmid irgendwo gestürzt, hätte man sie damit doch eigentlich finden müssen - sofern sie noch im näheren Umkreis des Heim war, oder? Dass sie die Öffis genutzt haben könnte, wurde aufgrund der Auswertung der Überwachungskameras ja bereits ausgeschlossen... Entweder war Frau Schmid wirklich gut zu Fuss, und hat sich in den Stunden der Suche schon so weit entfernt, dass sie nicht mehr im Suchradius war, oder jemand hat sie mitgenommen.... :-/
Hm...hm...ja, ich denke auch, dass, wenn Frau Schmid gestürzt wäre und hilflos irgendwo gelegen hätte, man sie mindestens mit der Wärmebildkamera hätte finden müssen. Wobei ich nicht weiß, wie gut die Kameras funktionieren, wenn der Körper durch etwas verdeckt ist, bspw. Baumkrone mit Blättern oder hohem dichten Gewächs, wie ein Maisfeld.
Aber da fehlt mir einfach der technische Hintergrund. Und Hunde wurden ja auch eingesetzt...ich habe jetzt keine Infos gefunden, dass die Hunde eine Spur aufgenommen hätten, was ja ggf. merkwürdig wäre...es steht im Kurier-Artikel, die persönlichen Gegenstände von Frau Schmid wären kontaminiert gewesen, der Bruder hätte von zu Hause Dinge holen müssen. Aber es scheint keine konkrete Spur gefunden worden zu sein...
Tschortschina
schrieb:
Wie weit kann eine ältere, als gehfaul beschriebene Dame, in Hausschuhen in dieser Zeitspanne wohl kommen?
Hausschuhe ist so eine Sache. Waren es wirklich schnöde Hausschuhe, wie wir sie bspw. tragen, wie Birkenstocks, anderweitige Schlapfen oder sowas? Oder waren es bspw. diese Hausschuhe, die man mit Klettverschluss schließen kann, die auch eine feste Sohle haben können...da gibt es ja wirklich ganz hochwertige Modelle für ältere Personen, denen man nicht mal ansieht, dass es Hausschuhe sind. Auch sogenannte Verbandschuhe werden gerne als Hausschuhe getragen, weil bequem, mit denen kann man aber auch gut vor die Tür gehen, weil sie eine dicke, feste Sohle haben.

Jetzt ist halt auch die Frage, ob sie einfach nur "gehfaul" war, also längere Strecken hätte laufen können, wenn sie wollte, aber keine Lust hatte oder ob sie auch nicht in der körperlichen Konsitution war, über längeren Zeitraumoder längere Distanzen zu gehen...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 19:54
Eossoe
schrieb:
Wobei ich nicht weiß, wie gut die Kameras funktionieren, wenn der Körper durch etwas verdeckt ist, bspw. Baumkrone mit Blättern oder hohem dichten Gewächs, wie ein Maisfeld.
Hmm... Ich wohne in unmittelbarer Nähe zu einem relativ grossen Gefängnis. Vor einigen Jahren war einer meiner "Nachbarn" abgängig, und da wurde ebenfalls mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera gesucht. Der Hubschrauber kreiste länger über einem nahe gelegenen Waldstück, gut hör- und sichtbar von meiner Küche aus - dadurch bin ich überhaupt erst auf die Geschichte aufmerksam geworden. Also muss so eine WBK auch bei Wald / Dickicht irgendwie funktionieren - sonst hätte der Hubschrauber kaum so viel Zeit da drüben verbracht (denke ich).
Eossoe
schrieb:
Aber es scheint keine konkrete Spur gefunden worden zu sein...
Das mit der fehlenden Spur finde ich genauso mysteriös, wie dass bisher überhaupt kein Hinweis auf den Verbleib der Frau gefunden werden konnte. Ich könnte es noch verstehen, wenn es an dem Tag wie aus Eimern gegossen hätte oder ähnliches, aber gemäss dem Archiv der Wetterstation Laa an der Thaya fiel an dem Tag kein Tropfen Regen... (Link) .
Eossoe
schrieb:
Waren es wirklich schnöde Hausschuhe, wie wir sie bspw. tragen, wie Birkenstocks, anderweitige Schlapfen oder sowas?
Zu der Art der Hausschuhe habe ich leider absolut gar nichts gefunden... :-(
Eossoe
schrieb:
Jetzt ist halt auch die Frage, ob sie einfach nur "gehfaul" war, also längere Strecken hätte laufen können, wenn sie wollte, aber keine Lust hatte oder ob sie auch nicht in der körperlichen Konsitution war, über längeren Zeitraumoder längere Distanzen zu gehen...
Wenn ich das richtig mitgeschnitten habe, dann war Frau Schmid zwar "gehfaul", aber körperlich "fit". Was den Fitnesszustand aber im Bezug auf mögliche Gehdistanzen betrifft, habe ich aber auch keine Informationen gefunden...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 20:01
Tschortschina
schrieb:
Der Hubschrauber kreiste länger über einem nahe gelegenen Waldstück, gut hör- und sichtbar von meiner Küche aus - dadurch bin ich überhaupt erst auf die Geschichte aufmerksam geworden. Also muss so eine WBK auch bei Wald / Dickicht irgendwie funktionieren - sonst hätte der Hubschrauber kaum so viel Zeit da drüben verbracht (denke ich).
Wie gesagt, mir fehlt da das technische Wissen um Wärmebildkameras.

Aber mir erscheint es wirklich merkwürdig, dass so gar keine Spur von ihr gefunden werden konnte. Anscheinend nicht mal eine Geruchsspur. Zwar sind auch Hunde nicht perfekt, aber es waren ja wohl, laut Feuerwehrbericht ca. 20 Suchhunde dabei. Einer hätte doch dann sicher etwas gewittert.

Es sind generell wenig Informationen über Frau Schmid zu finden. Bei manchem verstehe ich es, wie eben private Details; aber der körperliche Zustand wäre schon wissenswert gewesen; auch ob noch Nebenerkrankungen bestanden haben oder ob sie auf Medikamente angewiesen war etc.

Vom momentanen Stand her, muss man wohl davon ausgehen, dass hier nur noch der Zufall helfen kann...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

22.11.2019 um 21:44
Trotz Suchaktionen, bleiben manchmal Menschen verschwunden. In meiner Gegend verschwand auch mal ein junger Mann. Auf einem Parkplatz fand man nur sein Auto. Es wurde gesucht und gesucht aber er blieb verschwunden. Irgendwann fanden ihn Spaziergänger. Ich wünsche mir echt so sehr, das sie irgendwann gefunden wird und die Familie damit abschließen kann.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

23.11.2019 um 00:32
Ja, die Ungewissheit muss der Horror sein. Das wünsche ich der Familie auch, dass sich noch Alles aufklärt und sie im besten Fall noch lebend gefunden wird. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. In meiner Familie ist auch mal ein Mann in jungen Jahren verschwunden und erst nach 40 Jahren wieder aufgtaucht, bei einer Familienfeier, weil er schwer erkrankt war. Die ganze Zeit war er auf See gewesen und ist quasi erst zum Sterben nach Hause gekommen.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 11:26
Tschortschina
schrieb:
Bin gespannt, wie Du das Gespräch erlebst... Auch im Bezug auf "Es war eine Ehrenamtliche" - "Es war Pflegerin Manuela"...

Und auch die Unstimmigkeit bezüglich des zuerst angeblich männlichen Geistlichen - und dann doch weibliche Pastoralassistentin...
Die ganze Sache ist zwei Jahre her, da kann es gut sein, dass man nicht mehr aus dem FF weiß, wer wann welchen Dienst genau hatte.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 12:45
Xiam
schrieb:
Die ganze Sache ist zwei Jahre her, da kann es gut sein, dass man nicht mehr aus dem FF weiß, wer wann welchen Dienst genau hatte.
Da gebe ich Dir absolut recht - ich wurde lediglich etwas stutzig, weil das Gespräch an allen anderen Stellen sehr flüssig wirkte, und auch die Aussagen kamen jeweils prompt... Nur an dieser einen Stelle gerät sie ins Stocken - das ist mir einfach aufgefallen. =)


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 16:41
Hallo Zusammen,
habe gerade mal wieder etwas Zeit mich nach einigen Tagen diesem Fall widmen zu können. Seit meinem letzten Posting hier hat sich ja eine Menge getan in diesem Fall.
Interessanterweise schreiben hier ja wohl einige Fachleute aus dem Bereich Altenpflege. Find ich gut. Ich kann jetzt nicht jeden der Rezensenten hier die korrekten Zitate mehr zuordnen. Aber ich glaube der/die jenige welche ich hier zustimme weiss wer gemeint ist. Habe selbst vor über einem Jahr meine Mutter im Alter von etwas mehr als 91 Jahren verloren. Sie lebte schon etwa ein 3/4-Jahr im Seniorenhaus und war dement. Die letzten Wochen ihres Lebens waren nicht mehr schön - auch für uns als Angehörige nicht. Meine Mutter wurde zur Schreipatientin und konnte nicht mehr in diesem Seniorenhaus leben, weshalb sie in ein Geriatrisch-Psychiatrisches Krankenhaus überführt werden musste. Wenn hier geschrieben wurde, dass der Alzheimerpatient sein Kurzzeitgedächtnis fast verliert, aber noch viele Eindrücke aus längst zurückliegenden Jahrzehnten noch so präsent hat als wären sie erst vor Wochen geschehen kann ich das komplett bestätigen! Wie auch m.e. hier richtig gesagt wurde, jeder an Alzheimer leidende hat sein persönliches Krankenbild kann ich das ebenfalls bestätigen. Fragst du oder besser sprichst mit Angehörigen oder beobachtest du z.B. 10 Patienten siehst du zehn unterschiedliche Krankheitsverläufe. Meine Mutter erkannte mich immer. Bis zum Tod. Aber wie gesagt, sie war Schreipatientin. Ständig sagte sie "Papa hol mich hier raus oder Mama ich will nach Hause". Nach ihrem schon etwa drei Jahren verstorbenen Bruder rief sie auch immer wieder. Und mit welch einem Organ. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch in diesem Alter noch so eine Lautstärke entwickeln kann. Wir hörten sie schon im Treppenhaus der Klinik rufen. Das war uns oftmals schon sehr peinlich. Anfangs konnte ich sie noch beruhigen wenn ich bei ihr war, aber in den letzten zwei Tagen ihres Lebens gelang mir das nicht mehr. Auf meine Frage Nach welchem "Papa" sie rufe, ihren oder meinem, hielt sie inne und sagte "Ich weiss nicht". Sie sprach auch in einem Tonfall den ich in meinem Leben nie an ihr gehört hatte. Mir schien es als wenn die ganzen Zeitebenen ihres Lebens in ihrem Kopf total durcheinander gewirbelt wären.
Aber zu diesem Fall von Frau Schmid zurück: Vor meiner Erfahrung mit der Lautstärke des Schreiens meiner Mutter, kann ich mir schon erklären, das die Frau Schmid, wenn ihr etwas in den Sinn kam das ihr dann bestimmt SEHR wichtig erschien, sie schon einen ziemlichen Bewegungsdrang hat entwickeln können. Ich glaube sie ist den Pflegekräften regelrecht entwischt. Ich habe viel über den Fall i.d. letzten Tagen nachdenken müssen. Ich denke sie ist im Stift entwischt! Das würde auch erklären warum die Spurensuche draussen an den unterschiedlichen Orten überall negativ verlaufen ist. Haben die Suchmannschaften mit ihren Spürhunden denn auch im Haus, also vlt. beginnend in Frau Schmids Zimmer, vom Dach bis in die tiefsten Räume des Kellers nachgeschaut, auf dem Freigelände um das Stiftgebäude herum ebenfalls natürlich? Ich habe darüber nichts gelesen. Gab es
zur Zeit des Verschwindens Baustellen in Laa oder um den Vitus Stift? Ich meine z.B. Kanalbauarbeiten zur Erschliessung neuer Wohn- oder Industriegebiete. Gab es Fundamentbaustellen für grössere Häuserkomplexe dort in Laa zu der Zeit? Aber wenn, würden doch die Suchmann-schaften diese Baustellen doch sicher besonders untersucht haben.

Ich glaube es war @Tschortschina, die sagte Frau Schmid könnte sich unter die auswertigen Kirchgänger gemischt haben und so ungesehen entwichen ist. Genau! Das ist auch eine von mir hoch favorisierte und erklärbare Möglichkeit für ihr Verschwinden.
Nüchtern betrachtet gibt es ein Zeitfenster in diesem Ablauf für das es keine gesicherten Zeugenaussagen gibt. Weder ob Frau Schmid in der Hauskappelle wirklich ankam, noch ob sie den kompletten Gottesdienst mitgemacht hat und auch nicht ob sie zum Ende der Messe die Kapelle allein oder mit Hilfe anderer Messebesucher verliess bzw. von einer Pflegekraft abgeholt wurde. Ja es konnte noch nicht mal gesichert bezeugt werden ob sie von der für sie zuständigen ausgebildeten Altenpflegerin oder einer Hilfskraft zur Kapelle begleitet wurde. Ich entnehme aus den Infos die Pflegerin/Pflegehilfskraft brachte nur Frau Schmid alleine zur Kapelle. Könnte nicht schon hier etwas vorgefallen sein? Was ganz banales: Die Begleitung von Frau Schmid wurde z.B. auf ihrem privaten Handy oder einem dienstlichen Hausfunkruf angerufen und war dadurch von der Aufgabe die alte Dame zur Kapelle zu führen abgelenkt worden. Denkbar auch, die Pflegekraft musste mal ganz dringend zur Toilette. Da alle meinten Frau Schmid sei lauffaul, hatte die Pflegekraft nichts Böses ahnend Frau Schmid auf eine Bank oder einen Stuhl gesetzt, die in Seniorenhäuser ja überall in Korridoren und Fluren stehen - so habe ich es beobachtet - und ging zur Toilette. Als die Pflegekraft nach vielleicht einer guten Minute aus der Toilette kam war Frau Schmid verschwunden. Absuchen der näheren Umgebung an diesem Ort verlief negativ. Wo Menschen arbeiten werden natürlich auch Fehler gemacht. Möglich das Türen, die normalerweise verschlossen sein müssen, nicht verschlossen waren..... Dadurch könnte die Frau Schmid entschwunden sein und kam so in Bereiche der Anlage, in Räume die normalerweise für die Bewohner nicht zugänglich sein dürfen. Räume zu denen nur Hausmeister, Handwerker und Leute der Verwaltung des Stiftes Zugang haben. Heizungsanlagen, Räume der Wasserversorgung und die Hauselektrik eignen sich heutzutage nicht mehr so recht zum Verschwinden. Früher als Heizungsanlagen noch mit Koks befeuert wurden war so etwas vlt. noch möglich, aber dazu gehörte schon böser Wille und Vorsatz mit krimineller Energie einen Menschen darin umkommen zu lassen. In diesem Fall denke ich nicht das hier Vorsatz und Absicht am Werk waren die alte Frau Schmid "verschwinden" zu lassen!
Abstell- und Lagerräume für Wäsche, Einrichtungsgegenständen, Büromaterial etc. eignen sich erst recht nicht zum Verschwinden. Wäre sie hier hineingeraten hätte sie bestimmt jemand am nächsten Tag dehydriert und vollkommen entkräftet wiedergefunden.
Anders könnte es schon in grossen Räumen wo Entsorgungsbehälter stehen aussehen, also für Altpapier, Kunststoff und Verpackungsmaterial, Restmüll und in medizinischen Einrichtungen wie auch Altenheimen Container für Med. Präparate und Medikamente, Spritzen etc. Oft sind diese Behältnisse um einiges grösser als die gewöhnlichen Reststofftonnen in grossen Wohnhäusern. Wenn die alte Dame hier hin geraten sein könnte..... Neben diesen Reststoff-Containern muss nicht unbedingt jemand aus dem Hauspersonal immer und dauernd daneben stehen. Abgeholt werden die Tonnen möglicherweise nur einmal/Woche. Auch wurde über Frau Schmid gesagt, sie könne sich nicht mehr richtig artkulieren. Also hätte sie, wenn sie dort hineingeraten wäre sie sich nicht bemerkbar machen können. Möglich wäre sie bei einem Stutz in solch einen Container auch verletzt, wenn nicht sogar bewusstlos geworden. Eine grausige Vorstellung, ich weiss. Aber leider nicht unmöglich. Wir wissen ja nicht was im Kopf eines dementen Menschen vorgeht bzw. wie er das gesehene interpretiert. Das könnte auch erklären warum die Suchmannschaften keine positiven Spuren von Frau Schmid in der Umgebung gefunden haben.
Liebe Grüsse Carl-Jason


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 16:55
@Carl-Jason - als allererstes mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
Carl-Jason
schrieb:
Ich glaube es war @Tschortschina, die sagte Frau Schmid könnte sich unter die auswertigen Kirchgänger gemischt haben und so ungesehen entwichen ist. Genau! Das ist auch eine von mir hoch favorisierte und erklärbare Möglichkeit für ihr Verschwinden.
Ja, das war ich - der Gedanke wurde im Podcast des Kuriers geäussert - und angesichts der Tatsache, dass Frau Schmid keine Dauerbewohnerin des Heims war, schien mir die Idee plausibel, dass die Pflegekräfte und die Ehrenamtliche die Frau schlicht übersehen haben, bzw. nicht realisiert haben, dass da etwas schief läuft...
Carl-Jason
schrieb:
Das würde auch erklären warum die Spurensuche draussen an den unterschiedlichen Orten überall negativ verlaufen ist. Haben die Suchmannschaften mit ihren Spürhunden denn auch im Haus, also vlt. beginnend in Frau Schmids Zimmer, vom Dach bis in die tiefsten Räume des Kellers nachgeschaut, auf dem Freigelände um das Stiftgebäude herum ebenfalls natürlich? Ich habe darüber nichts gelesen.
Bezüglich der Suche (also wo, wann und wie genau gesucht wurde) ist - abgesehen von dem Einsatzbericht der Feuerwehr (der letzte Beitrag auf Seite 4 dieses Threads) nicht viel öffentliche Information zu finden.

Ich finde es jedoch sehr sehr eigenartig, dass die vielen Spürhunde überhaupt keine Fährte aufnehmen konnten. Wie gesagt - hätte es an dem Tag in Strömen geregnet, sodass quasi die Strassen völlig überspült wären, hätte ich das verstanden. Gemäss Wetterstation-Archiv fiel an dem Tag aber überhaupt kein Niederschlag...
Carl-Jason
schrieb:
hatte die Pflegekraft nichts Böses ahnend Frau Schmid auf eine Bank oder einen Stuhl gesetzt, die in Seniorenhäuser ja überall in Korridoren und Fluren stehen - so habe ich es beobachtet - und ging zur Toilette. Als die Pflegekraft nach vielleicht einer guten Minute aus der Toilette kam war Frau Schmid verschwunden.
Das wäre natürlich auch eine mögliche Variante... Auch Pflegekräfte sind "nur" Menschen.
Carl-Jason
schrieb:
In diesem Fall denke ich nicht das hier Vorsatz und Absicht am Werk waren die alte Frau Schmid "verschwinden" zu lassen!
Da bin ich ganz bei dir - ich kann mir beim besten Willen auch kein plausibles Motiv vorstellen für so eine Tat...
Carl-Jason
schrieb:
Anders könnte es schon in grossen Räumen wo Entsorgungsbehälter stehen aussehen, also für Altpapier, Kunststoff und Verpackungsmaterial, Restmüll und in medizinischen Einrichtungen wie auch Altenheimen Container für Med. Präparate und Medikamente, Spritzen etc. Oft sind diese Behältnisse um einiges grösser als die gewöhnlichen Reststofftonnen in grossen Wohnhäusern. Wenn die alte Dame hier hin geraten sein könnte.....
Diese Vorstellung gefällt mir zwar ganz und gar nicht - aber es ist bis jetzt die einzige plausible Erklärung, warum weder Spürhunde noch Sichtung des Bildmaterials der Überwachungskameras im ÖV zu einer Spur führten... Ich frage mich nur: Hätte man diese Räume und insbesondere die Container nicht mit als erstes abgesucht? Also vielleicht sogar noch, bevor die Polizei etc. eingeschaltet wurde? Es wäre auch interessant zu wissen, wo diese Räume liegen, und wie diese aussehen - insbesondere natürlich die Container selbst.

Ich denke viel über diesen Fall nach. Irgendwo muss die Frau ja abgeblieben sein... Dass es so gar keine Spur geben soll, will mir einfach nicht aufgehen.


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24.11.2019 um 17:20
Hallo Tschortschina, vielen lieben Dank für Dein Mitgefühl. Aber ganz ehrlich gesagt, ich bin über das Ableben meiner Mutter nicht soooo tief betrübt gewesen. Das was ich in den letzten Wochen ihres Lebens erlebt habe war nicht mehr schön. Und eine Besserung ihres Zustandes war nicht mehr möglich gewesen. Hätte die arme Frau das Krankenhaus wieder verlassen, da gab es schon einen Termin für, in diesem Zustand wäre das nur sinnloses und hinausgezögertes Leiden gewesen. Es wurde uns schon von der handelnden Ärztin erklärt was nach der Rückführung ins Seniorenhaus dann kommen würde: Es müsste ein Palliativteam meine Mutter "weiterbetreuen", was nichts anderes bedeutete sie wird dauersediert also medikamentiv ruhig gestellt. Zum Glück ist ihr und uns erspart geblieben. Der Tod war für sie eine Erlösung von ihren Leiden. Ausserdem fing sie an sich durch zu liegen, musste alle 20 min. vom Pflegeteam umgebettet werden.
Ich hatte das Glück eine sehr gute Mutter gehabt zu haben. Leider hat das auch nicht jedes Kind erleben dürfen. Wir verstanden uns sehr gut und meine Mutter war für mich immer da. Ich hatte meine Mutter sehr lange in meinem Leben. Andere arme Kinder verlieren ihre Eltern vielleicht schon im Kindesalter.
Man muss auch bei Zeiten loslassen können. Und ihr Zustand in den letzten Tagen hat es mir leichter gemacht. Kein Lebewesen auf diesem Planeten ist unsterblich.

LG Carl-Jason


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24.11.2019 um 17:33
Hallo Tschortschina
Tschortschina
schrieb:
Dass es so gar keine Spur geben soll, will mir einfach nicht aufgehen.
Mir ebenfalls nicht. Das die alte Dame sich von selbst in ihre Elementarteilchen zerlegt hat und gen Himmel gefahren ist kann man ja ausschliessen. Die von mir geschilderte Möglichkeit ist eine sehr traurige Möglichkeit aber ebend nicht gänzlich auszuschliessen. Die Örtlichkeiten dort im Haus würden mich ebenfalls sehr interessieren, dann könnte man schon mehr sagen bzw. Theorien des Verschwindens verwerfen oder neue erkennen.
LG Carl-Jason


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24.11.2019 um 18:52
Carl-Jason
schrieb:
Anders könnte es schon in grossen Räumen wo Entsorgungsbehälter stehen aussehen, also für Altpapier, Kunststoff und Verpackungsmaterial, Restmüll und in medizinischen Einrichtungen wie auch Altenheimen Container für Med. Präparate und Medikamente, Spritzen etc. Oft sind diese Behältnisse um einiges grösser als die gewöhnlichen Reststofftonnen in grossen Wohnhäusern. Wenn die alte Dame hier hin geraten sein könnte.....
Spekulieren wir mal, dass Frau Schmid wirklich bspw. bis in den Keller gekommen ist (mit Aufzug sicher kein Hexenwerk; ich habe auch schon manchen Patienten wieder aus dem Keller geholt). In den meisten Pflegeeinrichtungen kann man sich im Keller wirklich verlaufen, im dümmsten Fall gibt es noch unterirdische Gänge, die die Einrichtung noch mit anderen Häusern verbinden (war bei uns im KH so).

Also, Frau Schmid ist im Keller. Wie kommt sie in die jeweiligen Räume? Für gewöhnlich sind Entsorgungsräume, Umkleiden etc. abgeschlossen...das ist, gerade bei Entsorgungsräumen, sogar Vorschrift, da werden ja auch teilweise Reste von Betäubungsmitteln entsorgt. Auch die Räume mit Elektrik, IT etc. sind in den meisten Fällen gut verschlossen.
Wie wäre sie also in einen Entsorgungsraum gekommen?
Und die Container, bzw. Wägen, in denen der Müll entsorgt wird, da muss man schon wirklich körperliche Fitness haben, um in diese hineinzusteigen.

Die Entsorgungsbehälter auf den Stationen selbst bestehen meistens aus einfachen Wägen, an denen zwei Müllsäcke befestigt werden können, bzw. ein Müllsack und ein Wäschesack. Vielleicht noch im unreinen Raum, dass da ein größerer Wagen steht, um diese Säcke zu sammeln und dann transportieren zu können, aber an sonsten gibt es da nicht viel...

Medizinische Präparate gibt es doch mehr in Krankenhäusern (und die Tonnen überschätzt man größentechnisch meistens). Verbandsmaterial etc. wird im Restmüllsack (oder im speziellen Sack für infektiösen Müll) entsorgt.
Spritzen landen ja auch in einem speziellen Kunststoffbehälter (im gleichen landen BTM-Reste), den man, wenn voll, verschließen kann/muss..danach landet er auch im Restmüllsack. Wobei ich nicht weiß, wie Österreich das handhabt.

Dass Frau Schmid im Altenheim verschwunden sein könnte, gehe ich durchaus mit. Aber wie sie in einen Container gekommen sein mag...ich weiß nicht. Dazu müsste sie wirklich klettern können oder sich eines Tritts bedienen.
Ggf. gibt es aber im Keller noch einen Ausgang, bspw. in den Garten oder auf die Straße...gerade in Altenheimen wird der Haupteingang/~ausgang doch ab einer gewissen Zeit verschlossen, so dass Pflegekräfte oft über einen zweiten Zugang verfügen.
Wenn der nicht gesichert war...

Wobei ich sagen muss, man darf an Demenz Erkrankte nicht unterschätzen. Ich habe eine alte Schwester betreut, die eigentlich die meiste Zeit auch nur noch saß...und eines Nachmittags kletterte sie über den 2m hohen Holzzaun, der die beschützende Station vom Garten abtrennte.


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24.11.2019 um 19:04
@Eossoe vielen Dank für die ausführliche Beschreibung von den Entsorgungsanlagen - als komplett aussenstehende hatte ich keine Ahnung, wie ich mir so einen "Containerraum" o.ä. vorstellen muss...
Eossoe
schrieb:
Dass Frau Schmid im Altenheim verschwunden sein könnte, gehe ich durchaus mit. Aber wie sie in einen Container gekommen sein mag...ich weiß nicht. Dazu müsste sie wirklich klettern können oder sich eines Tritts bedienen.
Das habe ich mir halt eben auch gedacht, dass man da nicht "hineinfallen" kann, wenn man strauchelt und stürzt oder ähnliches. Also entweder muss die Dame in "Ausbrechermanier" in einen Wäschewagen geklettert sein, oder sie ist nicht durch irgendwelche "Hauswirtschafts-Transporte", egal welcher Art, verschwunden.
Eossoe
schrieb:
Ggf. gibt es aber im Keller noch einen Ausgang, bspw. in den Garten oder auf die Straße...gerade in Altenheimen wird der Haupteingang/~ausgang doch ab einer gewissen Zeit verschlossen, so dass Pflegekräfte oft über einen zweiten Zugang verfügen.
Wenn der nicht gesichert war...
Klingt von der Sache her auch wieder sehr plausibel - aber auch da hätte doch einer der Spürhunde bestimmt eine Fährte aufnehmen können müssen, oder? :-/

Ich habe mir gerade nochmal die Webseite des Pflege- und Betreuungszentrums angeschaut... Und die Karte... die ganze Anlage scheint mir jetzt nicht so "unüberschaubar"... Dennoch haben Spürhunde, Hubschrauber, Polizei und Feuerwehr keinen einzigen Hinweis, wohin Frau Schmid verschwunden sein könnte.

Auf der Website gibt es ein Bild von der Kirche, aber leider zum Altar hin fotografiert. Ich hätte mir gerne mal den Ein-/Ausgangsbereich angeschaut...


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 19:26
Hallo EOSSOE,
Eossoe
schrieb:
Für gewöhnlich sind Entsorgungsräume
Für gewöhnlich halt. Aber ich schrieb ja, wo Menschen arbeiten werden auch Fehler gemacht. So könnte jemand vergessen haben eine Tür die zu einem Flur der zu den Entsorgungsräumen führt oder zu einem Treppenhaus abzuschliessen. Diese Entsorgungsräume liegen oft im EG oder im UG wo sie von LKWs angefahren werden können. Auch gibt es erhöhte Brücken von denen der Abfall in davor stehende Reststoffcontainer abgeworfen werden. Kann mir auch vorstellen, das Reststoffe direkt von den in Obergeschossen befindlichen Stationen in sog. nach Sorten getrennte Abwurfschächte entsorgt werden und dann in den jeweiligen Containern fallen. Wohl nur bei neuen Häusern. Aber ich schrieb ja schon, man müsste das mal vor Ort ansehen können. Dann kann man sich ein besseres Bild machen was möglich gewesen sein könnte in diesem Fall. Ferndiagnose kann auch daneben gehen.

Ich kenne nur Häuser in denen die Kapellen sich eher im EG befinden denn in den oberen Stockwerken.

Carl-Jason


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 19:42
Carl-Jason
schrieb:
Auch gibt es erhöhte Brücken von denen der Abfall in davor stehende Reststoffcontainer abgeworfen werden.
Habe ich, ehrlich gesagt, noch in keinem der Häuser gesehen, in denen ich gearbeitet habe...aber ich schließe nicht aus, dass es das gibt. Werde mich zukünftig hier mit meinen Erfahrungswerten aus der Pflege zurückhalten.
Carl-Jason
schrieb:
So könnte jemand vergessen haben eine Tür die zu einem Flur der zu den Entsorgungsräumen führt oder zu einem Treppenhaus abzuschliessen.
Auch das schließe ich nicht aus.
Frau Schmid war zwar dement, aber das heißt noch nichts. Sie kann gesehen haben, dass bspw. ein Raum nicht abgschlossen wurde oder nie abgeschlossen wird und hat das genutzt.
Manchmal merken sich Demenzpatienten Dinge, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Wir werden es vielleicht erfahren, wenn Frau Schmid wirklich noch gefunden werden sollte.


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Das mysteriöse Verschwinden der Marianne Schmid

24.11.2019 um 20:38
Auf der Seite der Gemeinde Laa wird das Haus beschrieben:
https://www.laa.at/de/Landespflegeheim_Laa_Thaya_St_Vitusheim
Das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Laa an der Thaya liegt im Randbereich der Grenzstadt und besteht aus einem zweigeschossigen Bau, der im Erdgeschoss Funktions- und Wirtschaftsräumlichkeiten sowie einen Bewohnerbereich und im ersten Stock zwei Bewohnerbereiche beherbergt. Es wurde in den Jahren 1994 - 1996 nach den neuesten Grundsätzen moderner Betreuung und Pflege errichtet und hat im Juni 1996 seinen Betrieb im neuen Heim aufgenommen. Das Heimareal umfasst ca. 15.000 m², wobei das Gebäude selbst von einer grossen Gartenfläche und viel Grün umgeben ist.
Auf der Homepage der Einrichtung gibt es neben anderen Ansichten des Hauses auch eine Draufsicht:

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http://www.pbz-laa.at/ber-uns/unser-haus

Unter "Aktuelles" finden sich auch Bilder von Veranstaltungen in der Kapelle, auf denen der Ausgang und die Empore mit Ausgang zu sehen ist. (Bitte nur anschauen, nicht hier posten - es sind überall Bewohner abgebildet.)


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