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Wo ist Helga Frings?

733 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Verschwunden, Hessen, 2019, Künzell, Helga Frings, Helga Frings Verschwunden +

Wo ist Helga Frings?

14.09.2020 um 16:20
Zitat von schluesselbund
schluesselbund
schrieb am 09.09.2020:
Womit du auch bei den Zeugen eine Täterschaft nicht ausschliesst.
Ja, natürlich kann auch ein Zeuge plötzlich Beschuldigter werden.

Wir haben in Deutschland in gewisser Weise in der Strafprozessordnung noch sehr frauenfeindliche Gesetze.

Dieses beziehe ich unter anderem auf den Grundsatz, dass man gegen Verwandte nicht aussagen muss.

Durch solche Gesetze wird häusliche Gewalt gegen Frauen (selten gegen Männer) vor Gericht häufig nicht justitiabel. Männer setzen ihre Frauen dabei zum Teil so massiv unter Druck, dass diese die Aussage verweigern.

Andererseits können sich gewaltbereite Männer mit vorgegebenem Nichtwissen aus der Affäre ziehen.
Auch wenn die Familie zu schützen ist, sollten solche Gesetze aus dem Mittelalter heute keine Anwendung mehr finden. Da sollte mal das Justizministerium zügig nachbessern.

Wir dürfen also feststellen, dass im Falle der verschwundenen Frau Frings zwar ein Weglaufen völlig unlogisch wäre, eine Entführung offenbar auch ausgeschlossen werden kann, ebenso wie ein Suizid, aber eine intensive Untersuchung und Befragung des inneren Kreises mit größerem Aufwand wohl nicht stattgefunden hat.

Da sollte sich der Staatsanwalt mal fragen, wofür er eigentlich bezahlt wird.



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15.09.2020 um 12:54
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Auch wenn die Familie zu schützen ist, sollten solche Gesetze aus dem Mittelalter heute keine Anwendung mehr finden. Da sollte mal das Justizministerium zügig nachbessern.
Vielleicht möchtest du mit deinen Vorstellungen direkt beim Justizministerium vorstellig werden.
Über die Antwort hierauf können wir dann gerne diskutieren.
Bis dahin halten wir uns an die StPO.



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15.09.2020 um 16:35
Zitat von emz
emz
schrieb:
Vielleicht möchtest du mit deinen Vorstellungen direkt beim Justizministerium vorstellig werden. Über die Antwort hierauf können wir dann gerne diskutieren. Bis dahin halten wir uns an die StPO.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2015 Teil I Nr. 55, ausgegeben am 30.12.2015, Seite 2525
Gesetz zur Stärkung der Opferrechte im Strafverfahren (3. Opferrechtsreformgesetz)
vom 21.12.2015

Glücklicherweise ist die StPO auch immer wieder mal reformiert worden. Und das ist gut so. Trotzdem gibt es in dem von mir genannten Punkt noch Nachholbedarf.

Und ja, solche Änderungen werden durch aufmerksame Bürger, Opferverbände und andere Personen, die sich nicht mit den geltenden Gesetzen abfinden möchten wie eine Horde Schafe, in den Gremien und der Politik angeregt und finden mitunter Eingang in eine Gesetzesänderung.


Es existiert hier im Forum eine seltsame Auffassung darüber dass man als Zeuge einfach die Aussage verweigern kann und fertig. Dem ist aber nicht so. Unter Ausschöpfung der Möglichkeiten der StPO muss ein Zeuge vor der Polizei aussagen sofern die Vernehmung von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde. Ein Zeuge kann auch vereidigt werden und entsprechend der Druck auf ihn erhöht werden.



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15.09.2020 um 16:49
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Es existiert hier im Forum eine seltsame Auffassung darüber dass man als Zeuge einfach die Aussage verweigern kann und fertig.
Erzähle keinen Quatsch. Eine derartige Auffassung ist mir noch nicht untergekommen.

https://dejure.org/gesetze/StPO/52.html



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16.09.2020 um 04:15
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Es existiert hier im Forum eine seltsame Auffassung darüber dass man als Zeuge einfach die Aussage verweigern kann und fertig. Dem ist aber nicht so. Unter Ausschöpfung der Möglichkeiten der StPO muss ein Zeuge vor der Polizei aussagen sofern die Vernehmung von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde. Ein Zeuge kann auch vereidigt werden und entsprechend der Druck auf ihn erhöht werden.
Du hast offensichtlich keine Ahnung von Recht. Mal abgesehen davon, dass Deine Äusserungen hinsichtlich des Drucks in meinen Augen ein Geschmäckle haben, wie man im Südwesten sagt, scheinst Du auch keine Ahnung von der Bedeutung der einzelnen Rechtsvorschriften zu haben.

Die Tendenz der Beiträge hier geht ja in Richtung einer Verdächtigung des Ehemanns. Und da solltest Du dann doch mal Dich mit § 55 StPO auseinandersetzen und sehen, wohin Dich der geforderte "Druck" dann bringen würde.



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16.09.2020 um 11:52
Zitat von Rick_Blaine
Rick_Blaine
schrieb:
Die Tendenz der Beiträge hier geht ja in Richtung einer Verdächtigung des Ehemanns.
Blödsinn, es gibt hier in diesem Fall weder einen Beschuldigten noch einen Verdächtigen.

Häufig werden Ermittlungen viel zu früh in Richtung "Beschuldigter" geführt, was dann nicht selten in einer Sackgasse endet. Es ist wesentlich zielführender möglichst viele und intensive Zeugenvernehmungen vorzunehmen. Und natürlich könnten und sollten auch im privaten Umfeld einer verschwundenen Person (und da ist nicht nur der Ehemann mit gemeint) intensive Zeugenbefragungen vorgenommen werden.

Und wenn du ein Geschmäckle verspürst, liegt es vielleicht an dir selbst - weil du es eventuell gewohnt bist, dass Personen die als Zeugen vernommen wurden zu schnell zu Beschuldigten gemacht wurden. Das ist aber ein Fehler in der Ermittlungsarbeit! Im Grunde sollte jemand erst dann zum Beschuldigten werden, wenn die Ermittlungsarbeit mehr oder minder abgeschlossen ist.



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17.09.2020 um 04:57
Das ist alles ganz richtig, aber warum wird hier der Polizei unterstellt, sie habe nicht ordentlich ermittelt?

Es nützt nichts einen Zeugen auszuquetschen wie eine Zitrone, wenn der Zeuge zum Sachverhalt nicht mehr sagen kann.

Und das ist auch die Grenze, die unsere Rechtsordnung zum Glück zieht: Befragungen sind nur zum Sachverhalt erlaubt.



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17.09.2020 um 10:23
Zitat von Rick_Blaine
Rick_Blaine
schrieb:
Das ist alles ganz richtig, aber warum wird hier der Polizei unterstellt, sie habe nicht ordentlich ermittelt?
In diesem Fall spricht nichts aber auch gar nichts dafür, dass Frau Frings wahllos von einem Täter entführt/ermordet wurde. Vielmehr deuten das Verschwinden aus dem Haus zu nächtlicher Stunde, die offene Tür u.a. Indizien darauf hin, dass Menschen, die Frau Frings kannte, Angaben zu den nächtlichen Umständen machen können.

Ein Fall in dieser Art, welcher nicht nach zwei Monaten aufgeklärt ist, wird zumeist nur noch durch Zufall aufgeklärt und mindestens eine Ursache dafür ist, dass nicht ausreichend ermittelt wurde und entsprechend Zeugen vernommen wurden.

Wo hier genau die Fehler liegen, dürfte sich intern klären lassen. Einige Ansätze dazu wurden hier bereits diskutiert (Polizist war Bekannter der Familie etc.).

Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es neben dem Ehemann auch noch andere Teile der Familie die unweit des Hauses wohnen sowie LKW-Notdienst Mitarbeiter, LKW Fahrer etc. von denen mit Sicherheit mehr als Nichts zu erfahren wäre. Es gibt auch im grenzüberschreitenden LKW Gewerbe Dinge, von denen man nicht möchte, dass sie bekannt werden - es wäre doch z.B. durchaus auch möglich, dass Frau Frings von irgendeiner krummen Sache Wind bekommen haben könnte. Und plötzlich ist ein Motiv da.



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17.09.2020 um 11:15
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Ein Fall in dieser Art, welcher nicht nach zwei Monaten aufgeklärt ist, wird zumeist nur noch durch Zufall aufgeklärt und mindestens eine Ursache dafür ist, dass nicht ausreichend ermittelt wurde und entsprechend Zeugen vernommen wurden.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass niemand aus der Familie Interesse an der Aufklärung hat, Frau Frings hat doch auch Kinder. Wie gut und viel recherchiert wurde, wissen wir eigentlich nicht, es kommt bloß so rüber, das stimmt schon.



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17.09.2020 um 11:46
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Vielmehr deuten das Verschwinden aus dem Haus zu nächtlicher Stunde, die offene Tür u.a. Indizien darauf hin, dass Menschen, die Frau Frings kannte, Angaben zu den nächtlichen Umständen machen können.
Da müsste man natürlich wissen, welche Indizien du hier ansprechen möchtest, mir sind keine bekannt.
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
... und mindestens eine Ursache dafür ist, dass nicht ausreichend ermittelt wurde und entsprechend Zeugen vernommen wurden.

Wo hier genau die Fehler liegen, dürfte sich intern klären lassen. Einige Ansätze dazu wurden hier bereits diskutiert (Polizist war Bekannter der Familie etc.).
Das sind schwere Vorwürfe, die du in Richtung Polizei formulierst.
Dass Zeugen nicht entsprechend vernommen wurden, magst du sicher präzisieren.
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Es gibt auch im grenzüberschreitenden LKW Gewerbe Dinge, von denen man nicht möchte, dass sie bekannt werden - es wäre doch z.B. durchaus auch möglich, dass Frau Frings von irgendeiner krummen Sache Wind bekommen haben könnte. Und plötzlich ist ein Motiv da.
DAF ist kein deutsches Unternehmen, das ist richtig, da hätten wir also die Grenze zu den Niederlanden. Da aber Noll keine Spedition ist, was willst du hier für kriminelle Machenschaften andeuten?



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17.09.2020 um 12:08
Zitat von emz
emz
schrieb:
Da müsste man natürlich wissen, welche Indizien du hier ansprechen möchtest, mir sind keine bekannt.
Soviel mir bekannt:
Es wurde kein Koffer gepackt und mitgenommen
Es wurde kein Geld eingepackt
Es wurde kein Handy, Ausweis etc. mitgenommen
Es fehlte kein PKW mit Schlüssel
Es fehlte ein Abschiedsbrief
Es wurde nichts von Hilferufen etc. bekannt
Es wurde über mögliche Schüsse nichts bekannt

das sind doch schon einmal eine ganze Menge von Indizien oder?
Zitat von emz
emz
schrieb:
Das sind schwere Vorwürfe, die du in Richtung Polizei formulierst. Dass Zeugen nicht entsprechend vernommen wurden, magst du sicher präzisieren.
Wenn eine Mondrakete nicht richtig startet - haben die Spezialisten einen Fehler gemacht.
Wenn ein solcher Kriminal-Fall nicht innerhalb von 6 Monaten gelöst ist, haben auch die Ermittler-Spezialisten einen Fehler gemacht.
Zitat von emz
emz
schrieb:
DAF ist kein deutsches Unternehmen, das ist richtig, da hätten wir also die Grenze zu den Niederlanden. Da aber Noll keine Spedition ist, was willst du hier für kriminelle Machenschaften andeuten?
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten - diese zu erleuchten wäre und ist Aufgabe der Ermittler.
Denken wir an Schmuggel bis hin zu Drogentransporten - da ist sehr viel möglich. Aber wie gesagt - es war Aufgabe der Ermittler!



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17.09.2020 um 12:46
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Soviel mir bekannt:
Es wurde kein Koffer gepackt und mitgenommen
Es wurde kein Geld eingepackt
Es wurde kein Handy, Ausweis etc. mitgenommen
Es fehlte kein PKW mit Schlüssel
Es fehlte ein Abschiedsbrief
Es wurde nichts von Hilferufen etc. bekannt
Es wurde über mögliche Schüsse nichts bekannt

das sind doch schon einmal eine ganze Menge von Indizien oder?
Und du meinst also, diese Indizien deuten"darauf hin, dass Menschen, die Frau Frings kannte, Angaben zu den nächtlichen Umständen machen können."? Wenn ich weiß, was nicht fehlt, weiß ich, was nachts passiert ist? Sorry, der Zusammenhang erschließt sich mir nicht.
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Wenn ein solcher Kriminal-Fall nicht innerhalb von 6 Monaten gelöst ist, haben auch die Ermittler-Spezialisten einen Fehler gemacht.
Von wem stammt denn diese Bewertung der Polizeiarbeit :D
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Denken wir an Schmuggel bis hin zu Drogentransporten - da ist sehr viel möglich.
Unbedingt, sowas liegt auf der Hand, dass DAF, wenn sie an Noll LKW lieferten, derartige Straftaten gemeinsam verübt haben. Und deshalb musste Frau Frings verschwinden. :troll: Schwachsinn.



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17.09.2020 um 14:07
Zitat von emz
emz
schrieb:
Unbedingt, sowas liegt auf der Hand, dass DAF, wenn sie an Noll LKW lieferten, derartige Straftaten gemeinsam verübt haben. Und deshalb musste Frau Frings verschwinden. :troll: Schwachsinn.
Weist du, das Schlimme bei dir ist deine Haltung gegenüber anderen Meinungen und Ansichten. Auf der einen Seite meinst du absolutistisch irgendwelche Urteile fällen zu können, obwohl völlig klar ist, dass es so, wie dargestellt, nicht sein kann.
Mit ein wenig Mehr Selbstkritik ginge das Denken für dich sicher leichter.



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17.09.2020 um 14:26
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Auf der einen Seite meinst du absolutistisch irgendwelche Urteile fällen zu können, obwohl völlig klar ist, dass es so, wie dargestellt, nicht sein kann.
Bislang wurde nichts dargestellt. Es ist alles offen, keiner weiß, was passiert ist.



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17.09.2020 um 15:09
Zitat von Rick_Blaine
Rick_Blaine
schrieb:
Das ist alles ganz richtig, aber warum wird hier der Polizei unterstellt, sie habe nicht ordentlich ermittelt?
Weil über Dinge, die sich geradezu aufdrängen, bis heute mit keinem Wort berichtet wird. Offensichtlich gab es eine Videokamera auf dem Werksgelände. Es bestand die Vermutung, dass sie auf das Werksgelände gegangen sein könnte. Es wäre normal gewesen, wenn kurz darauf eingegangen wäre, ob es Videoaufzeichnungen und dass diese nichts hergaben.

"Ordentlich ermittelt" ist aber relativ.....ich würde erst einmal nicht unterstellen, dass die Polizei schlampiger wie in vielen anderen Vermisstenfällen, in denen es keinen konkreten Hinweis für einen Mordfall gab, außer dass wie hier ein freiwilliges Abtauchen bzw. ein Suizid eher ausgeschlossen werden konnten, ermittelt hat. Nur mag dieser Maßstab halt gelegentlich unbefriedigend sein.
Zitat von Tritonus
Tritonus
schrieb:
Wie gut und viel recherchiert wurde, wissen wir eigentlich nicht, es kommt bloß so rüber, das stimmt schon.
Das ist das Ganze auf den Punkt gebracht. Vielleicht ist die Polizei ja näher dran, als es rüber kommt, denn das, was rüber kommt, wirkt eher hilfllos.

Wie schon gesagt: Gegen den Ehemann spricht nur die Polizeiliche Kriminalstatistik.
Für ihn spricht, dass er bei diesem Geschehensverlauf doch damit rechnen musste, dass er Verdächtigungen ausgesetzt wird und er clever genug wirkt, dass er dies hätte vorhersehen können.



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17.09.2020 um 16:18
Zitat von RedRalph
RedRalph
schrieb:
Weil über Dinge, die sich geradezu aufdrängen, bis heute mit keinem Wort berichtet wird. Offensichtlich gab es eine Videokamera auf dem Werksgelände. Es bestand die Vermutung, dass sie auf das Werksgelände gegangen sein könnte. Es wäre normal gewesen, wenn kurz darauf eingegangen wäre, ob es Videoaufzeichnungen und dass diese nichts hergaben.
Ich frage mich, wie man daraus, dass nichts berichtet wird, schließen kann, dass da auch nichts ermittelt wurde.

Es wurde mit Hunden gesucht, Polizeitaucher waren im Einsatz. Aber nein, man will alles bis ins letzte Detail wissen. Und nein, es ist nicht normal und auch nicht notwendig, die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Videoüberwachung zu informieren. Vielleicht gibt es Gründe, warum man uns nicht alles mitteilt.

Hier werden inzwischen schon regelrechte Verschwörungstheorien zu Schmuggel- und Drogengeschichten gestrickt. Ich fasse es nicht. Aber vielleicht liegt es tatsächlich nur daran, dass mir das Denken nicht so leicht fällt :D



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17.09.2020 um 18:58
Sofern die Ermittlungsbehörden auf Hinweise aus der Bevölkerung setzen, wäre es m.E. durchaus hilfreich, die wichtigsten bekannten Eckdaten öffentlich zu machen. Und damit meine ich nicht das Sternegucken und das Blumengießen, sondern auch und insbesondere Erkenntnisse aus der Auswertung von Überwachungskameras - falls vorhanden, funktionstüchtig und aktiviert. Oder Erkenntnisse zum Zeitpunkt der bislang letzten bekannten Sichtung durch Dritte. Denn falls man HF beispielsweise auf Kameraaufzeichnungen beim nächtlichen Aufenthalt auf dem Firmengelände gesichtet hätte, wären insbesondere Sichtungen ab / nach diesem Zeitpunkt relevant und zu erfragen. Wäre aufgrund der Aufzeichnungen hingegen klar, dass sie im Verlauf der Nacht das Haus nicht auf eigenen Füßen und durch die Haustür verlassen hätte (und dass auch niemand sonst das Haus durch die offenbar angelehnt vorgefundene Haustür betreten hätte), böte sich ein völlig anderer Sachverhalt, der es z.B. sinnvoll erscheinen ließe, auf Zeugenbeobachtungen auch weit vor Einbruch der Dunkelheit abzuzielen. Natürlich kann man auch mal "ganz generell" abfragen, wer denn rund um den Tattag irgendwas beobachtet hat. Aber Erinnerungsfähigkeit braucht halt oft ein eingrenzendes Moment, um zu "funktionieren". (Also eher nicht: Wo waren Sie an Tag X? Sondern z.B. eher: Wo waren Sie am Abend des Tages, als das Fußballspiel x gegen y lief? Eher nicht: Haben Sie vorgestern irgendwas Ungewöhnliches beobachtet? Sondern z.B. eher: Sind sie vorgestern Abend beim Gassigehen irgendjemandem begegnet? etc.)

Insofern halte ich zu viel Geheimniskrämerei - insbesondere bei einem Fall in der Sackgasse - für kontraindiziert. Welche ermittlungstaktischen Gründe sollte es in einem offenbar ausermittelten Fall geben, die ein Zurückhalten der wichtigsten Fakten erforderlich machen? Das erschließt sich mir - neben einigem anderen - nicht...



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18.09.2020 um 00:10
Zitat von DieCaro
DieCaro
schrieb:
Insofern halte ich zu viel Geheimniskrämerei - insbesondere bei einem Fall in der Sackgasse - für kontraindiziert. Welche ermittlungstaktischen Gründe sollte es in einem offenbar ausermittelten Fall geben, die ein Zurückhalten der wichtigsten Fakten erforderlich machen? Das erschließt sich mir - neben einigem anderen - nicht...
Ich denke, die Ermittler werden schon wissen, warum sie was wie machen und warum sie uns was nicht verraten. Die haben es ja schließlich gelernt. Ich vertraue denen halt.



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18.09.2020 um 03:47
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Wenn eine Mondrakete nicht richtig startet - haben die Spezialisten einen Fehler gemacht.
Wenn ein solcher Kriminal-Fall nicht innerhalb von 6 Monaten gelöst ist, haben auch die Ermittler-Spezialisten einen Fehler gemacht.
6 Monate? Nein, 90 Minuten dauert ein Tatort in der ARD, soviel ich weiss. Das muss schon Masstab sein, denkste nicht?

Oder du solltest mal beginnen Fernsehwelt von der Realität zu unterscheiden.



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18.09.2020 um 08:51
Zitat von Karlssohn
Karlssohn
schrieb:
Wenn ein solcher Kriminal-Fall nicht innerhalb von 6 Monaten gelöst ist, haben auch die Ermittler-Spezialisten einen Fehler gemacht.
Das Problem ist hier: Kein Mensch kann zu 100% sagen, ob es ein Kriminalfall ist....das Recht freiwillig untertauchen zu können, ohne den Angehörigen den Aufenthaltsort zu sagen, gehört zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung....

Ich gebe Dir Recht...diese Option scheint hier auf Basis der öffentlich zugänglichen Erkenntnisse momentan eher fernliegend, aber wer kann schon etwas ausschließen...es hat aber bestimmt auch schon Fälle gegeben, bei denen ein freiwilliges Untertauchen bewusst gut kaschiert war



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