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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

18.524 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 13:08
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Ich bin jetzt erst auf die Fortsetzung des Podcasts „Ein Fall für Sophie“ vom 2.12.2025 gestoßen. An mir ist der total vorbeigegangen.
Hat man Deiner Aufzählung nach auch nicht viel verpasst.

Die "Argumente" sind eher mau und lau und richten sich vorrangig gegen Rick. Trump und Rick? Achne. Persönliche Kritik ist was für Leute, denen sachlich nichts einfällt. Rick ist eine sehr gute Strafverteidigerin, dafür muss mir nicht alles gefallen, was sie sagt und tut. Sie kämpft wie eine Löwin für ihre Mandanten und darf dafür auch die "SZ", die StA und das Gericht auf ihre Seite bringen. Verteidiger müssen auch keine Empathie für die Opfer aufbringen. Anstand reicht.

Ob Unfall oder nicht ist das Geheimnis des Falles. Aber auch hier war das zweite Gericht berechtigt - wenn nicht sogar verpflichtet - T. in dem Moment freizusprechen, in dem klar war, dass er mangels Tatnachweis nicht verurteilt werden konnte. Und wenn sich vermeintlich belastende Indizien bei intensiverer Nachprüfung nicht mehr als belastend erweisen, dann kann sich ein Gericht auch dafür entschuldigen, dass davor von der Justiz nicht kritisch genug hingesehen worden ist.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 13:14
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ob Unfall oder nicht ist das Geheimnis des Falles. Aber auch hier war das zweite Gericht berechtigt - wenn nicht sogar verpflichtet - T. in dem Moment freizusprechen
Das perfide an dem Thema ist, dass sie im Podcast anklingen lassen, dass das vorzeitige Ende in dem Fall im Sinne der Verteidigung war und die Staatsanwaltschaft auch damit eingeknickt ist. Obwohl ja wirklich jeder weiß, dass es genau andersherum ist.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 17:28
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Das perfide an dem Thema ist, dass sie im Podcast anklingen lassen, dass das vorzeitige Ende in dem Fall im Sinne der Verteidigung war und die Staatsanwaltschaft auch damit eingeknickt ist. Obwohl ja wirklich jeder weiß, dass es genau andersherum ist.
Ich hab den Podcast bisher nicht gepostet, weil er so tendenziös und auch noch dermaßen schlecht recherchiert ist (alle vier Eiskeller-Episoden wimmeln vor Fehlern), dass jeder Klick darauf eigentlich zuviel ist.

Dass eine Staatsanwältin, die es eigentlich besser wissen müsste, ernsthaft kritisiert (auch wenn sie das zum Schluss noch etwas relativiert), dass es zu wenig um das Opfer ging, und schon der Teaser des Podcasts letztendlich suggeriert, dass ST nur durch geschicktes Networking freigesprochen wurde (weil nichts anderes bedeutet die kryptische Formulierung), ist einfach nur unfassbar.

Was man vielleicht noch wissen sollte: Sie haben den Teaser schon "abgeschwächt". Vorher wurde ST noch als "Sonderling mit verstörendem Gewalt..." bezeichnet, und der Text war nochmal schärfer formuliert.

Ich verstehe ehrlich gesagt bis heute nicht, dass vermeintlich intelligente Menschen sich dermaßen abwertend gegenüber Andersartigkeit und Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder Beeinträchtigungen äußern müssen. Und das auch noch in einem Podcast, in dem sie noch dazu eine gewisse Verantwortung haben.
Dass manche Leute NICHTS gelernt haben in den letzten Jahren, ist einfach nur erschreckend.

Wen's interessiert: Die beiden haben auch in zwei anderen Podcasts am Anfang noch was zu dem Eiskelker-Fall gesagt (Silvestermord und Rob Reiner).
Auch da sieht man, wie wenig neutral sie sich ingesamt positionieren - auch noch, wenn sie auf Fehler aufmerksam gemacht werden.

Justiz von Dummies für Dummies, mehr kann ich dazu leider nicht sagen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 18:42
Zitat von XluXXluX schrieb:eine Staatsanwältin
Interessant. Dann habe ich es mir doch noch angehört.

Den Teaser kann man vielleicht noch unter branchenüblichem "Branding" ablegen: Skandal und Empörung, große Ungerechtigkeit, zum Einfangen der Zuhörerschaft. Er ist dabei nach meinem Verständnis so formuliert, dass man die Ergebnisse des ersten Urteils (Sonderling, Gewaltpornos usw.) den Ergebnissen des zweiten Urteils gegenüberstellt - und nicht eine eigene Wertung vornimmt.

Wobei der Herr Florian offenbar dann auch weiter den "Dummie" spielt, der eigentlich auch alle wüsten Thesen raushaut und kräftig diffamiert.

In der Sache widerspricht ihm dann geduldig die Frau Sophie und erklärt ihm insgesamt ganz vernünftig die Welt. Die Ergebnisse der Beweisaufnahme der zweiten Kammer werden von ihr im Kern immerhin passabel dargestellt (auch wenn nicht jedes Detail sitzt). Die Wortwahl ist zumeist korrekt. Sie halte das zweite Urteil auch für richtig. Insoweit dann doch keine Volksverdummung.

Meiner Ansicht liegt sie aber hier falsch: T. ist nicht freigesprochen worden, weil seine Unschuld erwiesen ist (so Sophies Vorwurf), er ist auch nicht freigesprochen worden, weil "in dubio" gilt - sondern weil der Schuldnachweis nicht gelungen ist. "In dubio" ist klassisch der Fall, in dem zwar schwerwiegende Verdachtsmomente gegen den Angeklagten bleiben, aber vernünftiger Zweifel nicht überwunden werden kann. Am Ende dieses zweiten Prozesses blieben aber nach Auffassung des Gerichts keine Indizien mehr übrig, die gegen T. sprachen.

Dass die Verteidigung in ihrer Kritik gegen die erste Vorsitzende überzogen hat, das habe ich ja auch kritisiert. Ihr mangelnde Empathie vorzuwerfen (so der Florian), das ist sehr billig. Rick wird aber auch zu Recht als "brillante" Strafverteidigerin gelobt.

Zum Schluss werden von Sophie für Hanna auch noch ein paar Tränchen vergossen, die ich ihr abnehme.

Kurz und gut: Die Welt geht nicht unter, wenn dieser Podcast gehört wird.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 19:38
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wobei der Herr Florian offenbar dann auch weiter den "Dummie" spielt, der eigentlich auch alle wüsten Thesen raushaut und kräftig diffamiert.
Ja, er geht in seiner Rolle sehr auf.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:der Sache widerspricht ihm dann geduldig die Frau Sophie und erklärt ihm insgesamt ganz vernünftig die Welt. Die Ergebnisse der Beweisaufnahme der zweiten Kammer werden von ihr im Kern immerhin passabel dargestellt (auch wenn nicht jedes Detail sitzt). Die Wortwahl ist zumeist korrekt. Sie halte das zweite Urteil auch für richtig. Insoweit dann doch keine Volksverdummung.
Sie widerspricht geduldig, aber leider nur bei einem Drittel der falschen Annahmen. Dass der BGH keine Zweifel an der Schuld gesehen haben will, lässt sie geduldig stehen u.a. Dafür hätte die Sendezeit schon auch noch gereicht.

Die Volksverdummung besteht allein schon wieder darin, dass man den Hörer in dem Glauben lässt, die Aussage von Lea müsste eine bewusste Falschaussage sein oder der Wahrheit entsprechen. Wenn für Letzteres auch ein anderes Gerät herhalten muss oder man bei Zeugen, die man sonst mit Samthandschuhen anfasst, sogar eine bewusste Falschaussage unterstellt. Dass sie sich schlicht und einfach geirrt haben kann, lässt man unter den Tisch fallen.

Auch würde mich mal interessieren, wo die zwei am 2.12 schon die Videoaufnahmen von der Garderobe gesehen haben wollen. War das jemals in einem Bericht zu sehen?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Kurz und gut: Die Welt geht nicht unter, wenn dieser Podcast gehört wird.
Die Welt geht nicht unter, aber schaden tut es halt.

Er hat ja gesagt, dass ihm seine ganzen Zuhörer geschrieben haben, wie dieser Freispruch nur sein kann. Glaube ich ihm sofort.

Am Ende schadet es ST in Aschau und auch Manfred Genditzki, der sich immer noch als Marionette und Mitbringsel der Verteidigung darstellen lassen muss. Und natürlich auch Rick. Die wird das zwar wahrscheinlich weniger tangieren, aber es ist schon übel, dass man sich nach so einem Verdienst, als rachsüchtigen Despoten hinstellen lassen muss. Ihr gute Arbeit zu bescheinigen, hilft da wenig.
Zitat von XluXXluX schrieb:Rob Reiner
Und am Anfang dieser Folge, kann man auch hören, wie es um die Reife bestellt ist. Beruhigt nicht gerade.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 21:52
Zitat von XluXXluX schrieb:dass jeder Klick darauf eigentlich zuviel ist.
Ja, es tut schon weh, dass man denen auch noch zu mehr Klicks verhilft!
Zitat von XluXXluX schrieb:Wen's interessiert: Die beiden haben auch in zwei anderen Podcasts am Anfang noch was zu dem Eiskelker-Fall gesagt (Silvestermord und Rob Reiner).
Auch da sieht man, wie wenig neutral sie sich ingesamt positionieren - auch noch, wenn sie auf Fehler aufmerksam gemacht werden.

Die verschiedenen Definitionen von Neutralität, die man in diesem Fall kennenlernen durfte, nehmen kein Ende. Wobei ich das Gefühl habe, dass auch Sophie glaubt, dass ihre Neutralität automatisch mit dem Beruf mitgekommen sei. Wie sonst kann sie nach so einer Folge und nachdem sie von Georg auf die Fehler aufmerksam gemacht wurde, noch von der "notwendigen Neutralität" (Min. 2:50), die das "oberste Gebot" einer "Staatsanwältin auf Lebenszeit" (Min. 2:55) sei, sprechen. Finde ich schon faszinierend, auch dass sie in den Shownotes der Eiskeller-Folge nicht auf die Richtigstellung verweisen, sagt einfach schon alles.
Quelle: https://open.spotify.com/episode/54pMYRoyzhUb54ABo0qkdy
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Auch würde mich mal interessieren, wo die zwei am 2.12 schon die Videoaufnahmen von der Garderobe gesehen haben wollen. War das jemals in einem Bericht zu sehen?
Zu sehen war das glaub ich nur im Prozess, aber beschrieben wurde es schon an verschiedenen Stellen. Ich frag mich, ob dem Versprecher, dass der Rick die Mail in die Hände gespielt wurden, mehr als nur eine Vermutung zu Grunde liegt
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Und natürlich auch Rick. Die wird das zwar wahrscheinlich weniger tangieren, aber es ist schon übel, dass man sich nach so einem Verdienst, als rachsüchtigen Despoten hinstellen lassen muss. Ihr gute Arbeit zu bescheinigen, hilft da wenig.
Über den Vergleich mit Trump musste ich richtig lachen, ich glaub ja, dass dieser Vergleich eher nach hinten losging, auch wenn er wirklich geschmacklos war. Aber Rick ist und war ja eben nie diejenige, die in einer Privatfede eine Machtposition hätte missbrauchen können...


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um 00:01
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Wie sonst kann sie nach so einer Folge und nachdem sie von Georg auf die Fehler aufmerksam gemacht wurde, noch von der "notwendigen Neutralität" (Min. 2:50), die das "oberste Gebot" einer "Staatsanwältin auf Lebenszeit" (Min. 2:55) sei, sprechen.
Das finde ich fast das Absurdeste an der Folge. Die beiden lassen sich 4 Folgen lang über ST aus, verhöhnen ihn teilweise noch (Sonderling o.ä.) und lenken ihre Zuhörer*innen gezielt in die "der ist schuldig"-Richtung - und zum Schluss betont die Staatsanwältin ihre Neutralität, als ob ihr die in die Wiege gelegt worden wäre.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:ich glaub ja, dass dieser Vergleich eher nach hinten losging, auch wenn er wirklich geschmacklos war.
Man sieht halt schon an den Kommentaren, dass auch die Zuhörer*innen teilweise nicht unbedingt die hellsten sind. Insofern hab' ich da wenig Hoffnung.


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um 00:39
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Die verschiedenen Definitionen von Neutralität, die man in diesem Fall kennenlernen durfte, nehmen kein Ende. Wobei ich das Gefühl habe, dass auch Sophie glaubt, dass ihre Neutralität automatisch mit dem Beruf mitgekommen sei. Wie sonst kann sie nach so einer Folge und nachdem sie von Georg auf die Fehler aufmerksam gemacht wurde, noch von der "notwendigen Neutralität" (Min. 2:50), die das "oberste Gebot" einer "Staatsanwältin auf Lebenszeit" (Min. 2:55) sei, sprechen. Finde ich schon faszinierend, auch dass sie in den Shownotes der Eiskeller-Folge nicht auf die Richtigstellung verweisen, sagt einfach schon alles.
Nicht nur hier. Es ist erschreckend, wie wenig sie zeigt, dass sie diesem „obersten Gebot“ auch nur ansatzweise gerecht wird.
So eiert sie zum Zeitpunkt 13:00 um den heißen Brei rum und schafft es nicht ihr einmal gefasstes Vorurteil zu überwinden und klar zu sagen, nein, diese Zeugin ist nicht glaubhaft. Sie findet nur alles blöd, was gegen ihr Vorurteil spricht, sie würde es am liebsten in Kauf nehmen, dass die Zeugin die Internet-Recherche dazu erfunden haben könnte. Alles soll so blöd sein.

Das in Wirklichkeit auch andere Zeugen diese Aussage widersprochen hatten ignoriert sie vollkommen. Sie schafft es nicht sich selbst einen Fehler einzugestehen. Das zeigt die häufige Anwendung des Wortes blöd. Blöd ist so etwas nur, wenn man von seinen Vorurteilen getrieben wird, und es nicht schafft von ihnen weg zu kommen.

Wenn man dann hört, welche Fälle sie zurzeit zu bearbeiten hat, dann wird einem Angst und Bange, weil ihre Selbstkritik nur sehr schwach ausgeprägt ist, was jedoch für einen Neutralität Voraussetzung wäre.

Übrigens will ich gern mal wissen, von wo er sie die angebliche Information hat, wie das Plädoyer der StA und Verteidigung war. Die erfolgte gerade nicht öffentlich. Wie kann sie das dann wissen, meint sie das wohl auf diesen teuflischen Antrag der StA ableiten zu können keien Entschädigung zu gewähren, aber das dürfte ein reines Phantasiegebilde zu sein.

Wenn man dann ab 33:00 sich anhört, wie dieses Pärchen über Frau Rick herziehen, kurz zuvor jedoch bedauert hatten, dass die Frage nicht geklärt wurde, ob Unfall oder Tötungsdelikt vorgelegen hätte, dann ist diese Kritik an Frau Rick in Wirklichkeit scheinheilig. Dieser Vergleich der Schweinehaut-Verletzungen und der Kopfverletzungen hätten im Gerichtssaal gezeigt werden müssen. So wie hier es auch von den Prozessbeobachtern gehört haben, wurden diese Bilder auch von Frau Rick angekündigt. Nur so ist Wahrheitsfindung möglich und das weiß auch ganz genau eine Staatsanwältin! Wenn sie das bemängelt, dann ist sie an einer Wahrheitsfindung in Wirklichkeit nicht interessiert. Für einen StA in Wirklichkeit ein absolutes NoGo.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Dass die Verteidigung in ihrer Kritik gegen die erste Vorsitzende überzogen hat, das habe ich ja auch kritisiert. Ihr mangelnde Empathie vorzuwerfen (so der Florian), das ist sehr billig. Rick wird aber auch zu Recht als "brillante" Strafverteidigerin gelobt.
Nun ich glaube viele hier im Thread sehen diese Kritik durchaus berechtigt an. Mittlerweile willst Du auch auf die entsprechende Argumentation mehr antworten, eine Frage, die ich Dir gestellt hatte ist nach wie vor unbeantwortet geblieben. Berücksichtigen sollte man natürlich auch diese Tiraden, die Aßbichler öffentlich gegenüber Frau Rick geäußert hat. Demgegenüber hatte die Kritik von Frau Rick Hand und Fuß. Ich denke, wo es heute sehr wahrscheinlich ist, dass ein Unfall vorgelegen hatte, sollte man sich diese vielleicht mal diese Tiraden in Erinnerung rufen, das wurde im Podcast natürlich vollkommen ignoriert, schlimmer noch in früheren Folgen gutgeheißen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Kurz und gut: Die Welt geht nicht unter, wenn dieser Podcast gehört wird.
Ja, davon geht die Welt nicht unter, daran arbeiten aktuelle andere mit Fleiß dran, aber in den kleineren Dimensionen wird ein solcher Mangel an Selbstkritik nicht nur auf diesen Fall Auswirkung hat, sondern sie stellt auch bei anderen Fällen einen Gefahr dar, weil sie gerade solche Aussage-gegen-Aussage-Fälle bearbeitet, wo Selbstkritik noch viel wichtiger ist, als in anderen Bereichen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 08:34
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Wenn man dann hört, welche Fälle sie zurzeit zu bearbeiten hat, dann wird einem Angst und Bange, weil ihre Selbstkritik nur sehr schwach ausgeprägt ist, was jedoch für einen Neutralität Voraussetzung wäre.
Und wenn man sich dann noch anschaut, welche Hasskommentare Herr Hutter, der Podcast- und Lebenspartner, ernsthaft mit roten Herzchen ❤ liked, wird einem noch mehr Angst und bange (u.a. dieser hier:
Ich bin überzeugt das der Typ es war und ich wünsche ihm und seiner Rechtsverdreherin das Karma noch Gerechtigkeit walten lässt.



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um 08:38
Zitat von XluXXluX schrieb:Ich hab den Podcast bisher nicht gepostet, weil er so tendenziös und auch noch dermaßen schlecht recherchiert ist (alle vier Eiskeller-Episoden wimmeln vor Fehlern), dass jeder Klick darauf eigentlich zuviel ist.
Auch ich kannte diesen PodCast schon länger und hatte ihn aus dem gleichen Grund nicht gepostet.
Zitat von XluXXluX schrieb:Wen's interessiert: Die beiden haben auch in zwei anderen Podcasts am Anfang noch was zu dem Eiskelker-Fall gesagt (Silvestermord und Rob Reiner).
Auch da sieht man, wie wenig neutral sie sich ingesamt positionieren - auch noch, wenn sie auf Fehler aufmerksam gemacht werden.
Genauso ist es. Interessant an dem Anfang des PodCast Rob Rainer ist jedoch, dass der JVA-Zeuge wirklich eine Strafmaßminderung wegen dieser Zeugenaussage erhalten hat.

Ich hoffe zwar, dass das Ergebnis des neuen Verfahrens bei der Frage der vorzeitigen Haftentlassung berücksichtigt wird. Denn ähnlich wie er junge Mädchen manipuliert hat, ähnlich ist ihm die Traunsteiner Justiz zweimal auf den Leim gegangen. Eine Besserung ist da gerade nicht in Sicht, eher im Gegenteil. Diese Strafminderung könnte für ihn sogar ein Anreiz sein, später genau so weiter zu machen wie bisher. Dass sich das auf die frühzeitige Haftentlassung auswirkt hat, habe ich bei der StA Traunstein und dem Gericht schwere bedenken, denn dann müssten sie sich selbst eingestehen, wie sehr sie vom JVA-Zeugen manipuliert wurden. Bei ihren bisherigen Reaktionen auf das freisprechende Urteil sehe ich da schwarz.

Aber natürlich auch das entschuldigt die "StA" des Podcast, er hätte das nicht wissen können. So ein Unfug, er hatte selbst zugegeben, dass diese mögliche Folge es war, die mit zu der Aussage beigetragen hat. So wie es heute aussieht, war der das der eigentliche Beweggrund. Für mich ist diese Person als StA eine komplette Fehlbesetzung, gerade in ihrem aktuellen Aufgabenbereich. Gerade weil sie alles entschuldigt, was ihrer vorgefassten Meinung widerspricht, die notwendige Neutralität kann sie offenbar nicht ansatzweise aufbringen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:56
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Für mich ist diese Person als StA eine komplette Fehlbesetzung, gerade in ihrem aktuellen Aufgabenbereich. Gerade weil sie alles entschuldigt, was ihrer vorgefassten Meinung widerspricht, die notwendige Neutralität kann sie offenbar nicht ansatzweise aufbringen.
Nicht nur an Dich gerichtet:

Ich halte wenig von Argumenten ad hominem, v.a. gegen Richter, Staats- und Rechtsanwälte sowie Gutachter, denen empört von Laien das berufliche Können abgesprochen wird. Egal von wem es kommt und gegen wen es sich richtet. Das ist Usus geworden, in dem gerade diskutierten Podcast, wie auch hier in diesem Thread, aber das macht es auch nicht besser.

Das erinnert mich an die Millionen Fußballtrainer, die früher bei der WM auf der Couch saßen. Sachlicher wird ein Argument dadurch nicht. Nur persönlicher, aggressiver, stammtischähnlicher. Dabei ist es Jedem unbenommen, Aussagen zu kritisieren. Aber es ist halt ein Unterschied, ob ich den Inhalt einer Aussage oder die Person selbst aufgrund ihrer Aussage kritisiere. Ob die Frau StAn Quatsch sagt oder ob sie für ihren Job ungeeignet ist.

Bitte mal darüber nachdenken.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Mittlerweile willst Du auch auf die entsprechende Argumentation mehr antworten, eine Frage, die ich Dir gestellt hatte ist nach wie vor unbeantwortet geblieben.
Deine Frage habe ich ganz ernsthaft nie verstanden - und mittlerweile vergessen. Vielleicht lässt sich das - nachdem der Pulverdampf des laufenden Prozesses verzogen ist - mit etwas größerer Distanz erneut fragen und beantworten. Ich werde mich jedenfalls bemühen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 15:48
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das erinnert mich an die Millionen Fußballtrainer, die früher bei der WM auf der Couch saßen. Sachlicher wird ein Argument dadurch nicht. Nur persönlicher, aggressiver, stammtischähnlicher. Dabei ist es Jedem unbenommen, Aussagen zu kritisieren. Aber es ist halt ein Unterschied, ob ich den Inhalt einer Aussage oder die Person selbst aufgrund ihrer Aussage kritisiere. Ob die Frau StAn Quatsch sagt oder ob sie für ihren Job ungeeignet ist.
Du irrst. Wir haben vorliegend schon einen Justizskandal-ähnlichen Fall. Dort sind viele und zwar schwerwiegende Fehler von staatlicher Seite erfolgt, die nichts mehr mit einem Rechtsstaat zu tun haben. Und gerade der Grund dieser Fehler versucht man zu verstehen.

Und wenn da sich eine solche Staatsanwältin hinstellt, die sich derartig mangelhaft informiert hat und dann solche Aussagen macht, dann kann man da schon den genauen Mechanismus wiedererkennen, der hier sicher eine Rolle gespielt hat.

Ich glaube, dass es genau hier in unserm Rechtsstaat ein Defizit gibt. Man kann nicht die menschlichen Schwierigkeiten überwinden, wenn man zur StA oder zum Richter ernannt wird, nein, es ist ein ständiges Arbeiten an sich selbst. Und genau da sieht man nicht im Ansatz im Podcast bei ihr.

Es wäre als erstes an ihr gelegen sich ausreichend zu Informieren. Schon da hapert es in starker Wiese bei ihr. Sie scheint nur Stammtischgeschwätz und sich aus den wenig neutralen Medien informiert zu haben. Sie muss sich in Wirklichkeit bewusst sein, dass sie nur eine sehr oberflächliche Kenntnis von dem Fall hat, aber dann mach sie solche Aussagen!

Wäre sie in dem Podcast anonym aufgetreten und hätte sich nicht als Staatsanwältin geoutet, dann könnte man es so sehen, dass sie ihren Mann bei dem Podcast einfach nur unterstützen will. Aber sie tritt als StAin und damit schon als Person mit einer gewissen Autorität auf und ist dadurch noch mehr in der Lage Meinungen von Zuhörern zu manipulieren.

Wenn man bedenkt, welche Folgen das für den aus erwiesener Unschuld freigesprochene bedeuten wird, dann ist so etwas zu verachten, gerade weil sie StAin ist. Wie kann sich da einen StA für so etwas hergeben? Nein die Welt geht davon nicht unter, aber es hat mit Sicherheit negativen Einflüsse auf ST. Mit diesem Ausspruch verharmlost auch Du die Macht solcher Podcasts und solcher Schein-Authoritäten.

Eine solche vollkommen unangemessene Handlungsweise in der Öffentlichkeit lässt durchaus Rückschlüsse auf ihre Tätigkeit als StA zu. Sie war in dem Fall nicht involviert, sie hätte gerade in der letzten Ausgabe neutral auftreten können und relativ leicht zugeben können, dass sie sich in den ersten Podcast nicht so optimal dargestellt hat, weil das neue Gericht doch viel mehr an das Tageslicht befördert und schwere Fehler bei der Ermittlung gezeigt wurden. Sie arbeitet auch nicht bei der StA Traunstein sondern Rosenheim. Das hätte man ihr durchaus auch abgenommen, statt dessen schütte sie weiter große Mengen Öl ins Feuer. Ihre Nähe zu Aschau macht diese Handlungsweise noch folgenreicher. Gerade wenn man so gut wie uninformiert das freisprechende Gericht in dieser Weise angreift, und wenn man ihre Aussagen wirklich genauer analysiert, wie sie versucht alles das zu verharmlosen, was gegen ihre Meinung spricht, dann lässt das durchaus Rückschlüsse auf ihre Arbeit zu. So einfach kann man so eine Haltung nicht abschütteln, wenn man die Räume der StA betritt. Das kann mir keiner weismachen, erst recht nicht Du.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Deine Frage habe ich ganz ernsthaft nie verstanden - und mittlerweile vergessen. Vielleicht lässt sich das - nachdem der Pulverdampf des laufenden Prozesses verzogen ist - mit etwas größerer Distanz erneut fragen und beantworten. Ich werde mich jedenfalls bemühen.
ich denke ich hatte mich klar ausgedrückt und es ist auch nicht lange her, Du könntest den Beitrag leicht in der Historie finden.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 16:03
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Sie arbeitet auch nicht bei der StA Traunstein sondern Rosenheim
Was?! Die ist bei dieser Staatsanwaltschaft? Ich dachte die arbeitet in einem anderen Bundesland. Es gibt ja nur die STA Traunstein und davon eine Rosenheimer Zweigstelle. Diese war ja auch in dem Verfahren tätig. Aber dann könnte die doch unmöglich so einen Podcast machen.

Oder sollte das „sondern“ ein „oder“ sein?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 17:10
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Du könntest den Beitrag leicht in der Historie finden.
Dann halt nicht.

Ansonsten kann ich angesichts der wortreichen Absolutheit Deines Urteils über eine Staatsanwältin, die Du nur aus einem Podcast kennst, nur den Kopf schütteln.

Solche anmaßenden Bewertungen einer Persönlichkeit ohne jede tiefere Einsicht mögen in Threads und Kommentarspalten in unserer Zeit ganz selbstverständlich sein. Für mich sollten sie das aber nicht sein, weil wir damit unser persönliches Wissen und unsere Kompetenz massiv überschreiten.
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Ich dachte die arbeitet in einem anderen Bundesland.
Dachte ich auch. Bis sie am Ende des Podcasts davon sprach, dass ihre Großeltern in Aschau gelebt hätten. Mir war es jetzt aber nicht wert, nach der Dame zu recherchieren.

So oder so, ich halte es in der Tat immer für problematisch, sich als Richter oder Beamter öffentlich zu beruflichen Fragen zu exponieren. Das ist nicht verboten, aber das kann zur Besorgnis der Befangenheit führen, zu vermeidbaren Konflikten und zu allen Nachteilen, die man als öffentliche Person so erleben kann. Zudem frage ich mich, aus welchen Motiven man das macht - aber ohne jemandem gleich was zu unterstellen.

Ansonsten ist mein Bedarf mit Thomas Fischer im SWR gedeckt. Der macht nicht viel Gedöns und erklärt schnörkellos, warum die Justiz das tut, was sie tut.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 18:31
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ich halte wenig von Argumenten ad hominem, v.a. gegen Richter, Staats- und Rechtsanwälte sowie Gutachter, denen empört von Laien das berufliche Können abgesprochen wird. Egal von wem es kommt und gegen wen es sich richtet. Das ist Usus geworden, in dem gerade diskutierten Podcast, wie auch hier in diesem Thread, aber das macht es auch nicht besser.

Das erinnert mich an die Millionen Fußballtrainer, die früher bei der WM auf der Couch saßen.
Naja, wenn Du jemanden für eine Fehlbesetzung hältst, wie würdest Du das jetzt formulieren?
Ich bin definitiv nicht kompetent genug, als Fußballtrainer oder -kommentator zu arbeiten. Ich wäre eine absolute Fehlbesetzung.
Auch als amerikanischer Präsident wäre ich wohl eine Fehlbesetzung. Und wenn ich mir den jetzigen so anschaue, würde es mir schwerfallen, meine ebensolche Meinung anhand von dessen Aussagen zu begründen, denn es geht nicht nur um seine Aussagen, sondern um seine Persönlichkeit, sein Handeln.

Im o.g. Podcast geht es ebenfalls nicht nur um einzelne schwierige Aussagen, sondern insbesondere auch um die Tatsache, dass eine Beteiligte, die es sein müsste, nicht neutral ist. Und sie agiert in diesem Podcast nicht als Privatperson mit einer Meinung, sondern als Staatsanwältin, die - wie sie selbst sagt - neutral zu sein hat. Stellt aber ihre Meinung als Staatsanwältin so in den Vordergrund, als wäre sie Fakt. Positioniert sich und beeinflusst damit andere Meinungen.

Darf sie das als Privatperson? Ja, solange es niemandem schadet (und sogar das geht hier aus meiner Sicht schon zu weit).
Darf die das als Staatsanwältin (nach dem Freispruch wohlgemerkt!)? Eindeutig nein!

Im Übrigen ist das hier auch wieder ein Zirkelschluss (Du bist doch da jetzt so gut drin): Eine Staatsanwältin muss neutral sein. Und als Beweis dafür, dass sie neutral ist, führt sie selbst an, dass sie ja Staatsanwältin ist.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Solche anmaßenden Bewertungen einer Persönlichkeit ohne jede tiefere Einsicht mögen in Threads und Kommentarspalten in unserer Zeit ganz selbstverständlich sein.
Ich habe Dich nie, kein einziges Mal, einschreiten sehen, wenn über ST hergezogen wurde. Im Gegenteil, Du verteidigst z.B. den abwertenden Teaser des Podcasts (inkl. Bewertung von STs Persönlichkeit) noch als "branchenübliches Branding".
Ist es aber nicht. Es ist gezielte Stimmungsmache gegen ihn - und das schon in der Einleitung.

(und zusammen mit gelikten Hasskommentaren durch den Ehemann einfach nur ein No-Go).


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 18:55
Zitat von XluXXluX schrieb:Darf sie das als Privatperson? Ja, solange es niemandem schadet (und sogar das geht hier aus meiner Sicht schon zu weit).
Darf die das als Staatsanwältin (nach dem Freispruch wohlgemerkt!)? Eindeutig nein!
Was die Frau Sophie in ihrem Podcast sagt, sagt sie nicht in amtlicher Eigenschaft als Staatsanwältin. Sondern als Privatfrau. Als solche genießt sie wie jeder andere Bürger auch Meinungsfreiheit. Sie muss nicht "neutral" sein. Das ist wie beim Fußballspiel.

Als Beamtin obliegt ihr ein allgemeines Mäßigungsgebot, das aber regelmäßig erst überschritten wird, wenn wir in den Bereich von rechtlich relevanten Tatbeständen (ehrverletzende Delikte, Volksverhetzung, Verfassungsfeinlichkeit) kommen.

Ob es klug ist, ist etwas anderes. Und ob sie als Staatsanwältin kompetent ist, ebenso. Ich habe jedenfalls keinen Anlass, daran zu zweifeln, was in gleicher Weise auch für Frau Rick, Frau Aßbichler, Herrn Holderle oder Frau Will gilt.
Zitat von XluXXluX schrieb:Ich habe Dich nie, kein einziges Mal, einschreiten sehen, wenn über ST hergezogen wurde.
Selektive Wahrnehmung. Hier im Thread neigt man ja dazu, seine Feindbilder wie die Vorgartenzwerge zu hegen und zu pflegen.

Ich sprach von "Diffamierung", das ist deutlich genug:
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wobei der Herr Florian offenbar dann auch weiter den "Dummie" spielt, der eigentlich auch alle wüsten Thesen raushaut und kräftig diffamiert.



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um 19:28
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wobei der Herr Florian offenbar dann auch weiter den "Dummie" spielt, der eigentlich auch alle wüsten Thesen raushaut und kräftig diffamiert
Ok, das hab ich dann nicht verstanden oder überlesen, weil der Typ ja nicht Florian heißt.
Aber dann sind wir hier wohl mal einer Meinung.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Was die Frau Sophie in ihrem Podcast sagt, sagt sie nicht in amtlicher Eigenschaft als Staatsanwältin.
Ich finde, da machst Du es Dir zu leicht. Sie agiert vielleicht nicht im Amt, aber schon in ihrer Funktion als Staatsanwältin.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Als solche genießt sie wie jeder andere Bürger auch Meinungsfreiheit.
Dass wir zum Thema Meinungsfreiheit nicht einer Meinung sind, haben wir ja schon festgestellt. Ich finde, dieser Artikel hier fasst es sehr schön zusammen:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverfg-beschluss-1-bvr-2459-19-grundrechte-meinungsfreiheit-beleidigung-grenze

Aber wegen Meinungsfreiheit muss man sich eigentlich nicht rumstreiten. Spätestens wenn man selbst oder das eigene Kind von einer solchen - vermeintlich legitimen - Meinungsäußerung betroffen ist, ändert sich bei fast allen die eigene Meining dazu.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 19:43
Zitat von XluXXluX schrieb:Ich finde, dieser Artikel hier fasst es sehr schön zusammen:
Gärditz ist ein heller Kopf. Da wären wir also auch einer Meinung.
Zitat von XluXXluX schrieb:Ich finde, da machst Du es Dir zu leicht. Sie agiert vielleicht nicht im Amt, aber schon in ihrer Funktion als Staatsanwältin.
Wahrlich nicht zu leicht. Das ist schlicht Stand von Rechtsprechung und Lehre. Privat ist es ihr nicht verwehrt, ihre Meinung zu Entscheidungen der Justiz zu äußern. Da die Dame in ihrem Podcast nicht Anklagen verliest oder Haftbefehle beantragt, auch nicht als Sprecherin der Staatsanwaltschaft agiert, bei der sie tätig ist, ist sie nicht in ihrer Funktion als Staatsanwältin tätig. Daran ändert sich auch nichts, wenn sie mit ihren beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen argumentiert.

Instruktiv zum Mäßigungsgebot Gärditz:

https://www.forschung-und-lehre.de/recht/wieviel-freiheit-darf-sich-ein-wissenschaftler-nehmen-329


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 19:52
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Was?! Die ist bei dieser Staatsanwaltschaft? Ich dachte die arbeitet in einem anderen Bundesland. Es gibt ja nur die STA Traunstein und davon eine Rosenheimer Zweigstelle. Diese war ja auch in dem Verfahren tätig. Aber dann könnte die doch unmöglich so einen Podcast machen.

Oder sollte das „sondern“ ein „oder“ sein?
Ich muss diese Behauptung erst mal zurücknehmen. Ich habe jetzt doch nochmal den Podcast angehört, und dort wurde es nicht erwähnt, vielleicht hatte ich das in einer anderen Folge gehört. Es könnte auch sein, dass sie Rosenheim mal als Zwischenstation in ihrer Laufbahn erwähnt hatte. Ich werde, wenn ich mich wieder etwas beruhigt habe, da nochmal nachforschen. Wenn man so einen Podcast mehrfach hört, dann wird noch deutlicher, wie hinterhältig doch dieser Podcast ist.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:So oder so, ich halte es in der Tat immer für problematisch, sich als Richter oder Beamter öffentlich zu beruflichen Fragen zu exponieren. Das ist nicht verboten, aber das kann zur Besorgnis der Befangenheit führen, zu vermeidbaren Konflikten und zu allen Nachteilen, die man als öffentliche Person so erleben kann. Zudem frage ich mich, aus welchen Motiven man das macht - aber ohne jemandem gleich was zu unterstellen.
Da gebe ich Dir recht. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass wir unterschiedliche Podcasts angehört haben. Ich musste es mir nun ein Drittes Mal wegen meiner obigen möglicherweise fehlerhaften Behauptung anschauen und da kann man Deine Bewertung in dem Podcast in Wirklichkeit nicht im Geringsten wiederfinden.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:In der Sache widerspricht ihm dann geduldig die Frau Sophie und erklärt ihm insgesamt ganz vernünftig die Welt. Die Ergebnisse der Beweisaufnahme der zweiten Kammer werden von ihr im Kern immerhin passabel dargestellt (auch wenn nicht jedes Detail sitzt). Die Wortwahl ist zumeist korrekt. Sie halte das zweite Urteil auch für richtig. Insoweit dann doch keine Volksverdummung.
Wenn er etwas sagt, stellt sie es vermeintlich richtig, um ihm in der nächsten Bemerkung in Wirklichkeit wieder Recht zu geben.

Nur als Beispiel um 17:00 rum: Sie klärt zwar auf, dass der Pornokonsum zur Tat gar nichts aussagt. Nachdem er kurz wieder zwischen funkt sagt sie letztlich, dass es unwahrscheinlich sei, dass dieser Konsum mit der Tat nichts zu tun hat. Peng und wieder fühlt man sich geohrfeigt, weil man kurz vorher geglaubt hat, sie weist ihn wirklich in die Schranken. Nein, sie setzt gleich noch eins oben drauf. So etwas ist halt höchst manipulativ und schädigt ganz klar dem Freigesprochen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Was die Frau Sophie in ihrem Podcast sagt, sagt sie nicht in amtlicher Eigenschaft als Staatsanwältin. Sondern als Privatfrau. Als solche genießt sie wie jeder andere Bürger auch Meinungsfreiheit. Sie muss nicht "neutral" sein. Das ist wie beim Fußballspiel.
Das sehe ich anders. Sie stellt ständig heraus, dass sei Staatsanwältin ist und das wiederholt sie auch ständig. Und dann kommen solche Sachen wie oben. Ob das strafrechtlich verfolgbar oder ordnungswidrig ist, mag ich nicht zu beurteilen. Als Staatsanwältin weiß man genau und das gibt sie auch im Podcast selber zu, was ein solches Verfahren für schwere Folgen für den Angeklagten hat. Manchmal hat man sogar in dem Podcast den Eindruck, dass beide das sogar gutheißen. Nie kommt eine Ermahnung an die Zuhörer, wie wichtig es ist auch für die Zuhörer die Unschuldsvermutung (wobei es laut Gericht keine Vermutung mehr ist, es war Überzeugung) ernst zu nehmen. So etwas würde ich von einer StA einfach erwarten, egal welcher Ansicht ich bin, auch wenn man darüber privat spricht. Das ist man diesem Beruf einfach schuldig. Aber nichts kommt da. Und sie leistet dieser Unschuldsvermutung eine Bärendienst. Sie sagt nur an einer einzigen Stelle nur ganz kurz, dass es schrecklich für ST wäre, wenn er unschuldig wäre. Aber durch diesen Podcast verschlechtert sie weiter die Stellung des Angeklagten in Aschau und daß sie das weiß, macht sie im Podcast sehr deutlich.
Zitat von XluXXluX schrieb:Ich finde, da machst Du es Dir zu leicht. Sie agiert vielleicht nicht im Amt, aber schon in ihrer Funktion als Staatsanwältin.
Genau so sehe ich es auch. Sie wiederholt auch ständig ihre Besondere Funktion als StA und tut auch so, dass sei es in den Augen einer Staatsanwältin sieht.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 20:31
Ein super Kurzbeitrag über die jüngsten Justizopfer Manfred Genditzki und Sebastian T. und der wichtigen Frage ob sich hinsichtlich der gestiegenen Anzahl an Justizirrtümern nicht endlich etwas am Rechtssystem ändern muss.

Manfred Genditzki und Sebastian aus Aschau hatten Unterstützer die an ihre Unschuld geglaubt haben. Wer die nicht hat bleibt oft in Haft.

Ab Zeitindex 2.52 Minute
Youtube: Fall Genditzki und andere: Wie können Justizirrtümer vermieden werden? | Abenschau | BR24
Fall Genditzki und andere: Wie können Justizirrtümer vermieden werden? | Abenschau | BR24
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Dieser letzte Satz war für mich die ganze zentrale Aussage in diesem Beitrag denn es zeigt auf wie extrem wichtig als auch entscheidend es ist das Beschuldigte, bei denen Zweifel an ihrer Schuld besteht, Anwälte an ihrer Seite haben welche sich für ihre Klienten einsetzen. Man stelle sich nur mal vor Regina Rick wäre nicht in das Eiskeller-Verfahren eingetreten, hatte sie ursprünglich nicht vor, und Sebastian T. wäre weiterhin von seinen beiden Pflichtverteidigern vertreten worden... ohwei, ohwei, ohwei. Nichts gegen Pflichtverteidigung per se aber gerade all diese Justizirrtümer in der Vergangenheit haben deutlich gezeigt das es hier erfahrene, engagierte und vor allem kämpferische Anwälte alá Gerhard Strate oder Regina Rick & Co. benötigt um die halsstarrige Justiz dazu zu zwingen aus Unrecht doch bitteschön gefälligst wieder Recht zu machen!


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