Hanna W. tot aus der Prien geborgen
29.05.2026 um 06:30@rabunsel
PS: Tut mir leid wenn ich hier kühle Sachlichkeit und wenig Empathie zu bieten habe.
Aber (ich habe es schon häufiger erwähnt): Ich war auch schon Angeklagter. Ich weiß wie das ist. Nach meinen Maßstäben unschuldig im Sinne der Anklage. Ich habe einen lässlichen Fehler gemacht, aber weiß Gott nicht vorsätzlich. Mein Anwalt wollte, dass ich schweige, obwohl ich eine Entlastungszeugin hatte. Man glaubte mir nicht und belegte mich zwar nicht mit U-Haft, aber anderen strafprozessualen Maßnahmen bis zur Verhandlung. Letztlich glaubte mir das Gericht auch nicht, stellte aber zur Arbeitserleichterung gegen Auflagen (in Höhe der zu erwartenden Geldstrafe) ein. Ein teurer Spaß.
Beruflich war das extrem misslich, ich hatte Glück, dass es in der Arbeit niemand mitbekam, obwohl ich das Ermittlungsverfahren dort hätte angeben müssen. Und obwohl das nun sieben Jahre her ist, belastet mich das alles auch heute noch. Täglich. Denn die Angst, eventuell wieder unbeabsichtigt und trotz allen Bemühens einen Fehler machen zu können, der solche gravierenden Folgen hat, die ist immer da. Das war eine biographische Zäsur.
Mein Eindruck: Auch ich war da in die Mühlen der Justiz geraten. Und wenn sie bei solchen Delikten mahlen, dann mahlen sie unerbittlich und sehr pauschal. Ich fühlte mich in eine Verbrecher-Schublade gesteckt, in die ich nicht hineingehörte, weil ich immer ein rechtstreuer Bürger gewesen war und bleiben wollte. Das war ungerecht. Obwohl da noch nicht mal wirkliche Fehler seitens der Behörden begangen wurden, sondern die Bürokratie schlicht nach Schema F. handelte, weil sie es nicht anders konnte.
PS: Tut mir leid wenn ich hier kühle Sachlichkeit und wenig Empathie zu bieten habe.
Aber (ich habe es schon häufiger erwähnt): Ich war auch schon Angeklagter. Ich weiß wie das ist. Nach meinen Maßstäben unschuldig im Sinne der Anklage. Ich habe einen lässlichen Fehler gemacht, aber weiß Gott nicht vorsätzlich. Mein Anwalt wollte, dass ich schweige, obwohl ich eine Entlastungszeugin hatte. Man glaubte mir nicht und belegte mich zwar nicht mit U-Haft, aber anderen strafprozessualen Maßnahmen bis zur Verhandlung. Letztlich glaubte mir das Gericht auch nicht, stellte aber zur Arbeitserleichterung gegen Auflagen (in Höhe der zu erwartenden Geldstrafe) ein. Ein teurer Spaß.
Beruflich war das extrem misslich, ich hatte Glück, dass es in der Arbeit niemand mitbekam, obwohl ich das Ermittlungsverfahren dort hätte angeben müssen. Und obwohl das nun sieben Jahre her ist, belastet mich das alles auch heute noch. Täglich. Denn die Angst, eventuell wieder unbeabsichtigt und trotz allen Bemühens einen Fehler machen zu können, der solche gravierenden Folgen hat, die ist immer da. Das war eine biographische Zäsur.
Mein Eindruck: Auch ich war da in die Mühlen der Justiz geraten. Und wenn sie bei solchen Delikten mahlen, dann mahlen sie unerbittlich und sehr pauschal. Ich fühlte mich in eine Verbrecher-Schublade gesteckt, in die ich nicht hineingehörte, weil ich immer ein rechtstreuer Bürger gewesen war und bleiben wollte. Das war ungerecht. Obwohl da noch nicht mal wirkliche Fehler seitens der Behörden begangen wurden, sondern die Bürokratie schlicht nach Schema F. handelte, weil sie es nicht anders konnte.

