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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.256 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 17:55
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ist das denn nur im deutschen Strafrecht so? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Gute Frage. Ich kenne mich mit ausländischen Rechtssystemen nicht aus, aber ich habe dazu die Google KI befragt:
In den meisten demokratischen Rechtsstaaten gilt der Grundsatz, dass sich ein Angeklagter nicht selbst belasten muss (Nemo-tenetur-Grundsatz). Es gibt jedoch Länder, in denen das Schweigen eines Angeklagten vor Gericht oder bei der polizeilichen Vernehmung rechtliche Konsequenzen haben kann.England und Wales: In diesem Rechtssystem ist der Angeklagte zwar nicht direkt gezwungen auszusagen, jedoch darf das Gericht oder die Jury aus einem Schweigen negative Schlüsse ziehen. Wenn der Angeklagte erst vor Gericht plötzlich entlastende Beweise vorbringt, die er der Polizei bei seiner Festnahme verschwiegen hat, kann dies strafverschärfend wirken.Andere Commonwealth-Staaten: Länder wie Schottland, Kanada, Australien oder Neuseeland wenden in ähnlicher Form Regelungen an, bei denen das Recht zu schweigen durch sogenannte "adverse inferences" (nachteilige Schlussfolgerungen) aufgeweicht ist.In klassischen kontinentaleuropäischen Ländern (wie Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Frankreich) hat der Angeklagte hingegen ein absolutes Aussageverweigerungsrecht. Ein Schweigen darf hier niemals als Schuldeingeständnis gewertet oder gegen den Angeklagten verwendet werden.
Quelle: Google KI auf die Frage: "gibt es länder, in denen der angeklagte aussagen muss?"


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 18:30
@sallomaeander
Im vorliegenden Fall ist es ja so, dass sich der Verdächtige über seinen Anwalt eingelassen hat. Außerdem ist sein Geständnis anscheinend nicht besonders vorteilhaft für ihn. Was natürlich noch nicht heißt, dass es der Wahrheit entspricht. Aber er hat wohl gar nicht erst versucht in Richtung Totschlag zu gehen. Er hat ja wohl auch gesagt, dass er gezielt ein Opfer gesucht habe.

Ich halte es vor diesem Hintergrund tatsächlich für wahrscheinlich, dass er reinen Tisch machen möchte.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 18:37
Zitat von AnMAAnMA schrieb am 13.05.2026:Je mehr ich über den Fall nachdenke, stelle ich mir die Frage: War der Täter eine schlaue Person, die jeden Schritt der Tat durchdacht hat und raffiniert Spuren verwischt hat, und jedes Detail seiner Tat durchdacht hat, um nicht aufzufallen, oder war er einfach nur krankhaft triebgesteuert?
Ich kann natürlich nicht beurteilen wie intelligent der Tatverdächtige ist, aber ich denke hier hatte der Tatverdächtige zum einen Glück, zum anderen sind Fälle in denen sich Täter und Opfer nicht kannten, auch schwierig aufzuklären.
Dennoch hätte man ihn aufgrund seiner Vorgeschichte zumindest überprüfen müssen. Doch abseits von DNA: selbst wenn man ihn kurz nach der Tat verhört hätte, wäre es ohne DNA ja schwierig gewesen ihm den Mord nachzuweisen. Außer er hätte gleich gestanden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 18:42
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Im vorliegenden Fall ist es ja so, dass sich der Verdächtige über seinen Anwalt eingelassen hat. Außerdem ist sein Geständnis anscheinend nicht besonders vorteilhaft für ihn. Was natürlich noch nicht heißt, dass es der Wahrheit entspricht.
Man wird sehen, was vor Gericht vorgebracht werden wird. Sicher werden viele Menschen zu dem Prozess kommen wollen.
Es wäre aber nachvollziehbar, wenn der Angeklagte sich nach fast 32 Jahren nicht mehr an alles erinnert. Zudem sind mit ü80 viele Menschen schon etwas vergesslich, andere sogar dement. Es ist gut möglich, dass es darauf hinauslaufen wird.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Aber er hat wohl gar nicht erst versucht in Richtung Totschlag zu gehen.
Das wäre ja auch sehr unglaubwürdig.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Dennoch hätte man ihn aufgrund seiner Vorgeschichte zumindest überprüfen müssen.
Vielleicht hat man das ja auch?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 18:47
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ich halte es vor diesem Hintergrund tatsächlich für wahrscheinlich, dass er reinen Tisch machen möchte.
Man könnte ja auch fragen, was er denn noch zu verlieren hätte: Womöglich spekuliert er darauf, dass er als haftunfähig (oder wie auch immer der korrekte Begriff ist) erklärt wird und sowieso wieder in irgendeinem Altersheim landet.

Ob das Geständnis nun durch sein Gewissen motiviert wäre oder den Wunsch, den "lästigen" Prozess schnell hinter sich zu bringen, weiß wohl nur er selbst.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 18:54
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Womöglich spekuliert er darauf, dass er als haftunfähig (oder wie auch immer der korrekte Begriff ist) erklärt wird und sowieso wieder in irgendeinem Altersheim landet.
Das wird sicher nicht passieren. Er muss auf jeden Fall weggeschlossen werden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

18.05.2026 um 15:19
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb am 11.05.2026:Ist es denn gesichert, dass es sich bei dem damals beschriebenen Fahrrad mit Einkaufskorb, das auf dem Felsenweg in Höhe des eingehäusten Abstiegs zum General-Aster-Zimmers gesichtet wurde, tatsächlich um das Fahrrad des Täters handelte?
Wenn ich an manche andere Straftaten denke, kommen mir geklaute Nummernschilder oder ganze Auto´s in den Sinn.
Kann ja auch sein, dass er so ein Rad mit Erdbeerkörbchen mitgehen gelassen hat. Oder vor längerer Zeit aus dem Sperrmüll gefischt hat. Dann gäbe es noch nicht mal einen Halter, der sein Rad vermisst.
Lediglich hinsichtlich des Ablaufs des eigentlichen Tötungsaktes berief er sich auf Erinnerungslücken.
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/anklage-im-mordfall-amy-lopez-erhoben-nach-31-jahren-100.html

Unabhängig von seinem Gesundheitszustand, bin ich bei solchen Aussagen und Erinnerungslücken über einen Anwalt, grundsätzlich misstrauisch.
Was will denn eine Verteidigung mehr machen, als die Beweispflicht für Mord der Staatsanwaltschaft aufzudrücken ? Wie in dem Artikel beim swr geschrieben, gab er "pauschal" zu, dass er der Täter ist.
Kann mir zwar nicht vorstellen, dass Gewalt mit einem Stein und die Art der Verletzungen mit einem Messer, Möglichkeiten eröffnet, es nicht als Mord aus niedrigen Beweggründen zu sehen, aber ein volles Geständnis ist das nicht.
Protokolliert sind Tage vorausgegangener "Vergewaltigungsphantasien". Von Tötung habe ich nichts gelesen.
In der Regel läuft es doch so ab, dass die Rechtsvertretung dem Beschuldigten sagt, aus der Tat kommst du nicht mehr raus, die Beweislast ist erdrückend.
Vielleicht kommt der Prozess doch schneller, als ich vermutet habe. Es gibt auch Fälle, wo vor Prozessbeginn mit den Rechtsvertretern die "Linie" erkennbar wird.
Aber es ist eine Haufen Arbeit für die Staatsanwaltschaft, unanfechtbar, zweifelsfrei vorzutragen. Der Gutachter scheint schon mal auf seiner Seite zu sein und den Beschuldigten als schuld- und haftfähig zu sehen. Seine endgültige Entscheidung darüber, fällt er aber auch erst während der Verhandlung.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

18.05.2026 um 16:17
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Vielleicht kommt der Prozess doch schneller, als ich vermutet habe
Wie bereits erwähnt, darf eine Untersuchungshaft normalerweise 6 Monate dauern.
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:zweifelsfrei vorzutragen. Der Gutachter scheint schon mal auf seiner Seite zu sein und den Beschuldigten als schuld- und haftfähig zu sehen. Seine endgültige Entscheidung darüber, fällt er aber auch erst während der Verhandlung.
Das trifft nicht zu.
Ein vom Gericht bestellter Gutachter steht auf keiner Seite. Er erstellt sein Gutachten unabhängig auf Grund von seinen Untersuchungen. Das Gutachten wird vor der Verhandlung abgeschlossen sein.


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