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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.256 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

10.05.2026 um 21:19
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Leichte würden auf der Wasseroberfläche schwimmen.
Ja, und dann schwimmen sie halt weg - wenn da ein paar Kilometer weiter ein gammeliger Schuh angeschwemmt wird, dann zieht doch niemand die Verbindung zu Amy.

Man darf das natürlich nicht irgendwo ins Wasser werfen wo Touristen auf Bänken daneben sitzen. Aber der Uferweg Richtung Urbar/Vallendar unterhalb der Bahnstrecke, der ist schon recht einsam.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

10.05.2026 um 22:02
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Kanns mir gerade bildlich nicht so ganz vorstellen
Der Rhein hat eine starke Strömung, alles würde sehr schnell wegtreiben, was oben schwimmt.
Zitat von AnMAAnMA schrieb:von einer Rheinbrücke
Das muss man nicht von einer Brücke werfen, einfach vom Ufer...


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

10.05.2026 um 22:43
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb am 26.02.2026:Auf der Pressekonferenz wurde sehr klar verneint, dass das Phantombild den nun Tatverdächtigen zeigt. Das gilt es natürlich erst einmal zu beachten. Dennoch frage ich mich ob sich die Zeugen vllt in Alter und Aussehen des Unbekannten getäuscht haben und der Unbekannte doch = der Tatverdächtige ist
Ich möchte mich selbst zitieren.

Mit den neuen Infos halte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass das Phantombild doch den Tatverdächtigen zeigt. Bzw zeigen soll. Wahrscheinlich ist die Ähnlichkeit gering. Nach dem neuen Bericht hat dieser ja AL wohl schon an der Bushaltestelle abgepasst. Der Unbekannte vom Phantombild wurde ja mit AL auf dem Felsenweg gesehen. Das kann eigentlich nur der Tatverdächtige gewesen sein.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

10.05.2026 um 23:23
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Man darf das natürlich nicht irgendwo ins Wasser werfen wo Touristen auf Bänken daneben sitzen. Aber der Uferweg Richtung Urbar/Vallendar unterhalb der Bahnstrecke, der ist schon recht einsam.
Vielleicht wohnte er tatsächlich auf der Schäl Sick,, zwischen Horchheim, Pfaffendorf, Urbar, Valler.
Wenn er aus der Stadt kam, kann er die Sachen auf der Pfaffendorfer Brücke, mitten in den Rhein geschmissen haben.
Frage mich, wann er das Fahrrad am Abgang zum Gen-Zimmer hin gestellt hat. Wenn er schon seit mehreren Tagen diese Phantasien hatte, klingt das nach Vorbereitung für diese Tat speziell in diesem Gen.-Aster-Zimmer und evt. schnellen abhauen mit dem Rad.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 09:14
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Frage mich, wann er das Fahrrad am Abgang zum Gen-Zimmer hin gestellt hat. Wenn er schon seit mehreren Tagen diese Phantasien hatte, klingt das nach Vorbereitung für diese Tat speziell in diesem Gen.-Aster-Zimmer und evt. schnellen abhauen mit dem Rad.
Ist es denn gesichert, dass es sich bei dem damals beschriebenen Fahrrad mit Einkaufskorb, das auf dem Felsenweg in Höhe des eingehäusten Abstiegs zum General-Aster-Zimmers gesichtet wurde, tatsächlich um das Fahrrad des Täters handelte?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 11:03
@Bundesferkel
Ich denke nicht zu 100%
Anschließend soll er mit seinem Fahrrad vom Tatort geflohen und die Tatwaffe, die Handschellen und weitere Gegenstände des Opfers im Rhein entsorgt haben.
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/anklage-im-mordfall-amy-lopez-erhoben-nach-31-jahren-100.html

Hier steht nur, dass der Tatverdächtige mit seinem Fahrrad geflohen ist. Ob es sich dabei um das selbe wie am Felsenweg handelt wissen wir nicht.
Ich halte es aber für gut möglich.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 12:04
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ob es sich dabei um das selbe wie am Felsenweg handelt wissen wir nicht.
Ich halte es aber für gut möglich.
Würde ich auch sagen, denn dieser Abstellort ist ja so ungewöhnlich, da kann ich mir nicht recht vorstellen, dass zufällig noch ein anderes Fahrrad von jemand anderem ausgerechnet da abgestellt wurde. Wenn nun sicher feststeht, dass der Täter wirklich ein Fahrrad hatte, dann würde ich dazu tendieren, dass es seines gewesen ist.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 13:04
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:kann er die Sachen auf der Pfaffendorfer Brücke, mitten in den Rhein geschmissen haben.
Das wäre recht auffällig gewesen. Viel einfacher wäre es doch gewesen, die Sachen unten in E'Stein oder Pfaffendorf am Rheinufer zu entsorgen. Außerdem auch nicht ganz ungefähr wegen der Schifffahrt und der Fähre, Sachen eine Brücke herunter zu pfeffern.
Früher war allerdings die SPI 3 noch im Dikaterialgebäude, allerdings weiß ich nicht, ob das 1994 noch der Fall war. Die SPI 3 wurde ja aus Spargründen dicht gemacht, wie viele andere Stellen unter der Scheiß-Landesregierung und die PI Lahnstein wurde zuständig für den rechtsrheinischen Bereich.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 13:15
Zitat von nairobinairobi schrieb:Früher war allerdings die SPI 3 noch im Dikaterialgebäude, allerdings weiß ich nicht, ob das 1994 noch der Fall war.
Das wird aber im Hinblick auf die Sachen wenig ausgemacht haben. Wenn er das Zeug unten am Rhein ins Wasser geworfen hat, konnte man das von dort aus nicht sehen - und selbst wenn hätte ja irgendwer auch gerade in dem Augenblick hingucken müssen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

11.05.2026 um 15:13
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Der Unbekannte vom Phantombild wurde ja mit AL auf dem Felsenweg gesehen. Das kann eigentlich nur der Tatverdächtige gewesen sein.
Das könnte möglich sein, nur das Alter des Mannes so wie ihn die Zeugen beschrieben haben siehe Bild 73 hier in der Galerie Alter 18-22 passt so gar nicht. Ich könnte mir vorstellen dass die Polizei diese Zeugenaussagen sehr ernst genommen hat, hier wird von
Der Mann war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Einzeltäter zwischen 18 und 35 Jahren,
geschrieben
Quelle: https://www.polizei.rlp.de/fahndung/detailansicht/default-8b9df2475c323adb5a197b3cd7c07d35

Es muss ja einen Grund gegeben haben warum die Ermittler den Täter nicht eher verhaftet haben
2022 konnten durch verbesserte kriminaltechnische Methoden DNA-Spuren an der Kleidung der Toten analysiert werden. Bei einer Vielzahl von Personen wurde daraufhin eine freiwillige Speichelprobe entnommen
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-mordfall-amy-lopez-staatsanwaltschaft-koblenz-klagt-81-jaehrigen-an-100.html

vielleicht hat das falsche Alter sowohl damals bei der Zeugenaussage als auch später bei der Fahndung bewirkt dass der Tatverdächtige nicht eher ermittelt wurde? Wenn man jetzt davon ausgeht dass das Fahrrad damals dem Täter gehörte, dadurch davon ausgeht dass er in der Nähe wohnt was ja hier, Meldung datiert vom 22.09.2025, auch so vermutet wurde
Er dürfte einen starken regionalen Bezug zum Tatort gehabt haben, sei es durch Arbeit, Wohnort oder familiäre Bindungen.
Quelle: https://www.polizei.rlp.de/fahndung/detailansicht/default-8b9df2475c323adb5a197b3cd7c07d35

plus diesem Hinweis
aber mit Vorerkenntnissen in Gewalt- oder Sexualdelikten.
Quelle: https://www.polizei.rlp.de/fahndung/detailansicht/default-8b9df2475c323adb5a197b3cd7c07d35

hätte man doch viel eher auf den Täter kommen müssen ohne dass ich jetzt weiss wieviele vorbestrafte Sexual-oder Gewalttäter in der Gegend um Koblenz wohnen. Wobei man hinterher natürlich immer schön schlau reden kann, aber ich finde es ist wichtig dazuzulernen auch im Hinblick auf andere Verbrechen


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

13.05.2026 um 14:07
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das wird aber im Hinblick auf die Sachen wenig ausgemacht haben. Wenn er das Zeug unten am Rhein ins Wasser geworfen hat, konnte man das von dort aus nicht sehen - und selbst wenn hätte ja irgendwer auch gerade in dem Augenblick hingucken müssen.
Ich habe bisher nicht gelesen, dass er alle mitgenommenen Dinge im Rhein entsorgt hat. Von Tatwaffe und Handschellen kann man ausgehen. Ob schwimmbare Sachen wie Travellerschecks, Dollarnoten und Unterhose gleich mit mit im Rhein entsorgt wurden? Gelesen habe ich es so detailliert nirgends.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

13.05.2026 um 14:20
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Ich habe bisher nicht gelesen, dass er alle mitgenommenen Dinge im Rhein entsorgt hat. Von Tatwaffe und Handschellen kann man ausgehen. Ob schwimmbare Sachen wie Travellerschecks, Dollarnoten und Unterhose gleich mit mit im Rhein entsorgt wurden? Gelesen habe ich es so detailliert nirgends.
Geht mir genauso. Wenn ich mich richtig erinnere, war nur von der Tatwaffe (Messer) und vielleicht noch von den Handschellen die Rede.

Persönliche Gegenstände von AL denke ich eher weniger.

Je mehr ich über den Fall nachdenke, stelle ich mir die Frage: War der Täter eine schlaue Person, die jeden Schritt der Tat durchdacht hat und raffiniert Spuren verwischt hat, und jedes Detail seiner Tat durchdacht hat, um nicht aufzufallen, oder war er einfach nur krankhaft triebgesteuert?

Ich glaube herausgelesen zu haben aus dem was uns an Mitteilungen zur Verfügung steht, dass er eher von verminderter Intelligenz ist... .


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

13.05.2026 um 14:22
Umso erstaunlicher ist für mich, dass die Tat erst so spät aufgeklärt wurde.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

13.05.2026 um 15:52
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:ch habe bisher nicht gelesen, dass er alle mitgenommenen Dinge im Rhein entsorgt hat.
Das habe ich ja auch nicht behauptet. Es ging ja nur darum, ob man überhaupt Sachen im Rhein "entsorgen" kann. Und das kann man, mal egal ob der Täter das wirklich getan hat.

Dass der Typ Dinge behalten hat ist natürlich möglich. Aber da er zuletzt in einem Seniorenheim wohnte, wird spätestens bei der Auflösung seiner Wohnung alles abhanden gekommen sein, selbst wenn damals noch etwas vorhanden gewesen sein sollte.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

13.05.2026 um 21:04
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dass der Typ Dinge behalten hat ist natürlich möglich. Aber da er zuletzt in einem Seniorenheim wohnte, wird spätestens bei der Auflösung seiner Wohnung alles abhanden gekommen sein, selbst wenn damals noch etwas vorhanden gewesen sein sollte.
Du hast ja recht.
Ja, mir kam nur die Frage auf, warum sollte er Dollarnoten in den Rhein schmeißen. Ob er dann noch einen Fetisch aufgehoben hat, weiß man ja auch nicht. Oder versucht hat, was zu verticken. Wobei ich glaube, es ging ihm mehr darum, so wenig wie möglich Spuren zu hinterlassen. Wenn er eine Tüte für die Handschellen und die Tatwaffe hatte, saufen die restlichen Utensilien dann aber auch ab und es schwimmt gar nichts herum.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

15.05.2026 um 16:22
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:so wenig wie möglich Spuren zu hinterlassen.
Mag sein.

Ein Risiko ist er trotzdem eingegangen.

Er hat ja wohl - wenn ich es richtig verstanden habe - sein Opfer unten an der Straße abgefangen und ist dann mit ihr hoch Richtung Festung.

So einige Menschen hätten ihn sehen können.

Aus meiner Sicht hat er unglaublich viel Glück gehabt, dass man ihn nicht früher ausfindig gemacht hat.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 14:58
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Er hat ja wohl - wenn ich es richtig verstanden habe - sein Opfer unten an der Straße abgefangen und ist dann mit ihr hoch Richtung Festung.
Der genauer Ablauf liegt mMn noch im Dunkeln. War er die Person, die in der Nähe am Felsenweg gesehen wurde? Wenn ja, hat man das Fahrrad nicht sehen können oder hat er es vorher hoch geschafft ?
Hat er sie an der Bushaltestelle als Touristin erkannt und ist ohne sie auf welchem Weg nun immer vorrausgeeilt, um sie am Abgang zum Gen-Aster-Zimmer abzufangen, falls die er nicht derjenige war, der am Felsenweg gesehen wurde?
Zitat von AnMAAnMA schrieb:So einige Menschen hätten ihn sehen können.

Aus meiner Sicht hat er unglaublich viel Glück gehabt, dass man ihn nicht früher ausfindig gemacht hat.
Das sehe ich auch so.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 15:30
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Der genauer Ablauf liegt mMn noch im Dunkeln. War er die Person, die in der Nähe am Felsenweg gesehen wurde? Wenn ja, hat man das Fahrrad nicht sehen können oder hat er es vorher hoch geschafft ?
Das frage ich mich auch. Möglich wäre, dass das Fahrrad hinter der Brüstungsmauer nicht zu sehen war, je nachdem wo die beiden gestanden haben.

Aber ansonsten halte ich es auch für möglich, dass Amy am Felsenweg mit jemand ganz anderem gesehen wurde, der überhaupt nichts mit der Sache zu tun hatte.

Nach wie vor halte ich es eigentlich für die logischste Variante, dass der Täter Amy an der Haltestelle angesprochen hat bzw. sie ihn, dass sie dann alleine über den Felsenweg hoch ist und der Täter über den Aster-Weg, so dass er sie abfangen konnte.

Aber wenn sie definitiv mit dem Täter am Felsenweg gesehen wurde, dann scheidet das natürlich aus.

Ich denke, das wird hoffentlich bei einer Verhandlung geklärt werden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 16:18
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nach wie vor halte ich es eigentlich für die logischste Variante, dass der Täter Amy an der Haltestelle angesprochen hat bzw. sie ihn, dass sie dann alleine über den Felsenweg hoch ist und der Täter über den Aster-Weg, so dass er sie abfangen konnte.

Aber wenn sie definitiv mit dem Täter am Felsenweg gesehen wurde, dann scheidet das natürlich aus.

Ich denke, das wird hoffentlich bei einer Verhandlung geklärt werden.
Aber genau diese Hoffnung, die ja für die Angehörigen des Opfers immer eine besondere Bedeutung hat, erfüllt sich im deutschen Strafprozess regelmäßig leider nicht.

Während für die Angehörigen eine schlimme Wahrheit mitunter eher zu verarbeiten ist als die quälende Ungewissheit über die genauen Tatumstände, hat der Angeklagte das Privileg, gar nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen zu müssen, indem er zur Sache schweigen darf.

Das rechtsstaatliche Prinzip, dass niemand sich selbst belasten muss, ja als Angeklagter sogar das Blaue vom Himmel herunter lügen kann (während z.B. Zeugen zur Wahrheit verpflichtet sind), führt immer wieder dazu, dass die erhoffte Klärung der Art und Weise, wie jemand umgekommen ist, ob er noch lange leiden musste, usw., sich regelmäßig nicht erfüllt, obwohl ein Täter gefasst und zur Anklage gebracht wurde.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

16.05.2026 um 16:34
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Während für die Angehörigen eine schlimme Wahrheit mitunter eher zu verarbeiten ist als die quälende Ungewissheit über die genauen Tatumstände, hat der Angeklagte das Privileg, gar nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen zu müssen, indem er zur Sache schweigen darf.
Darum ist es ja so eminent wichtig, den objektiven Tatbefund zu erheben. Insbesondere die genaue Inaugenscheinnahme des vermutlichen Tatortes und die Untersuchungen der Gerichtsmedizin.
Selbst wenn der Tatverdächtige in den Vernehmungen bei der Polizei ein Geständnis ablegt, kann man sich darauf nicht verlassen. Die Angaben müssen genau untersucht und abgeklopft werden. Denn es könnte durchaus vorkommen, dass der TV als Angeklagter in der Gerichtsverhandlung schweigt oder sein Geständnis widerruft.
So etwas lernen Polizisten schon ziemlich früh in der Ausbildung.

Heute ist es ohnehin so, dass seit einigen Jahren durch eine Änderung in der StPO eine Vernehmung ohne Rechtsanwalt gar nicht mehr möglich ist ("Notwendige Verteidigung").
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:genau diese Hoffnung, die ja für die Angehörigen des Opfers immer eine besondere Bedeutung hat, erfüllt sich im deutschen Strafprozess regelmäßig leider nicht.
Ist das denn nur im deutschen Strafrecht so? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


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