Philipp54 schrieb:Es geht ja im Threads ja auch teilweise darum, wie kommen Wiederholungstaten vor und wie kann man Wiederholungen vermeiden.l
Es wäre doch fahrlässig, wenn man den Zeitraum 1994 bis jetzt sich nicht Allergenausenst anschauen würde.
Vielleicht war es nur eine Bombe, die zwischen 199!4 und 1999 hochgegangen ist.
Hoffentlich.
AnMA schrieb:Ja. Und auch die 70er und 80 er Jahre dazu.
Ich bin sicher, dass das gemacht wurde, denn er gehört standardmäßig zu den Ermittlungen, dass eine Umfeldermittlungen durchgefürht werden.
In der Reihe ARD-Crime-Time gibt es eine Doku über den Fall Johanna Bohnacker, in der das Vorgehen sehr gut beschrieben wird. Der Fall war auch lange ein Cold Case, bis der Täter bei einer Sexualstraftat mit einem minderjährigen Mädchen erwischt wurde. Über die DNA gab es dann einen Treffer zum Fall Johanna Bohnacker. Bevor der Täter verhaftet oder überhaupt nur wegen des Falls Bohnacker kontaktiert wurde, hat eine Ermittlungsgruppe seine Vergangenheit bis ins kleinster untersucht. Die zuständige Ermittlerin berichtet, dass sie einen Lebenslauf an der Wand im Flur der Abteilung hängen hatten, in dem sein ganzes Leben aufgeführt war. Wo er wann gelebt hat, welche Ausbildungen er absolviert, wo und bei wem er wann gearbeitet hat, welches Auto er wann fuhr, welche Kontakte er hatte etc.
Es geht dabei natürlich schon auch darum, festzustellen, ob er für weitere ungeklärte Straftaten als Täter in Frage kommt, aber auch darum, ihn in der Verhörsituation zu beeindrucken und ihm zu signalisisieren, wie viel man über ihn weiß, ohne dass er mitbekommen hat, dass gegen ihn ermittelt wird.
Ich kann mir vorstellen, dass das hier ähnlich lieft. Der Fall liegt ja ewig zurück, der Täter lebt in einem Altersheim. Bis auf ein drohendes Versterben oder Verhandlungsunfähig-werden durch Alter und Krankheit gab es ja nach dem Treffer keine riesige Eile, ihn zu konfrontieren und festzunehmen.