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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.181 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 13:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich finde das auch nicht lustig. Aber es geht ja darum, wie dieser Typ möglicherweise denkt.
... und auch darum wie er gelebt hat.

Seine Biographie schockt mich schon.

Es muss ja eine Biographie sein zwischen einem vielleicht zumindest relativ "normalen" Leben und immer wieder Festnahmen und Verurteilungen. Und das offensichtlich ein ganzes langes Leben lang.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 13:59
Die Frage ist ja auch, ob der Täter alleine lebte (vor dem Altenheim) oder ob es Mitbewohner/Familienmitglieder gab, denen etwas hätte auffallen können, die aber weggeschaut haben.

Auch Bekannte aus seinem Umfeld werden vermutlich etwas über seine Biografie gewusst haben. Oder lebte der Typ komplett isoliert und ohne dass Nachbarn seinen Hintergrund kannten?

Bzgl. der Aussagen gegenüber dem Gutachter könnte es Prahlerei gewesen - oder als solche eingeordnet worden - sein. So nach dem Motto: „Hey, ich bin ein richtiger Bad Boy.“
Dass das bei Außenstehenden eher Abneigung als Bewunderung hervorruft ist solchen Leuten nicht unbedingt klar und sie glauben, als harte Jungs wahrgenommen und „bewundert“ zu werden.

Auch die Aussage, er habe schon „viele“ Straftaten begangen, ist natürlich schwammig. Man könnte schon die durch frühere Verurteilungen bekannten, mehrfachen Straftaten als „viele“ bezeichnen…

Dass der Kerl die gesamten 7 Jahre absitzen musste und nicht nach Verbüßung von 2/3 der Strafe auf freien Fuß kam, spricht auch nicht für eine besonders gute Führung.

Immerhin mal eine halbwegs adäquate Strafe. 7 Jahre für eine nicht vollendete Vergewaltigung sind bei der deutschen Kuscheljustiz relativ viel.

Ansonsten ist der Fall wieder mal ein guter Reminder, Zeugenaussagen immer unter Vorbehalt zu betrachten. Der „junge Mann“, der in der Umgebung der Tatortes gesehen wurde, war entweder ein Unbeteiligter oder die Zeugen haben einen 50jährigen als jungen Mann gesehen, was er objektiv nicht mehr wirklich war.

Dafür kann man jetzt Erklärungsversuche und Begründungen suchen, aber Fakt ist: der Täter ist tatsächlich anders als das Bild, was die allermeisten von ihm hatten.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 14:04
quote=AnMA id=37281279]Seine Biographie schockt mich schon.[/quote]

Es geht ja im Threads ja auch teilweise darum, wie kommen Wiederholungstaten vor und wie kann man Wiederholungen vermeiden.l
Es wäre doch fahrlässig, wenn man den Zeitraum 1994 bis jetzt sich nicht Allergenausenst anschauen würde.
Vielleicht war es nur eine Bombe, die zwischen 199!4 und 1999 hochgegangen ist.
Hoffentlich.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 14:08
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dafür kann man jetzt Erklärungsversuche und Begründungen suchen, aber Fakt ist: der Täter ist tatsächlich anders als das Bild, was die allermeisten von ihm hatten.
Das denke ich auch.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Frage ist ja auch, ob der Täter alleine lebte (vor dem Altenheim) oder ob es Mitbewohner/Familienmitglieder gab, denen etwas hätte auffallen können, die aber weggeschaut haben.
Meine Vermutung zumindest ist, dass er alleine lebte.

Der Fall zeigt wieder, wie weit fortgeschritten die DNA Ermittlungen sind, und dass es wirklich - Gott sei Dank - zum Erfolg führt.
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Es geht ja im Threads ja auch teilweise darum, wie kommen Wiederholungstaten vor und wie kann man Wiederholungen vermeiden.l
Es wäre doch fahrlässig, wenn man den Zeitraum 1994 bis jetzt sich nicht Allergenausenst anschauen würde.
Vielleicht war es nur eine Bombe, die zwischen 199!4 und 1999 hochgegangen ist.
Hoffentlich.
Die Sätze verstehe ich leider nicht so ganz. Kannst Du diese besser erklären? Danke im Voraus.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 14:16
Entschuldigung
Bei Wiederholungstätern kommt wie in diesem Thread immer auch die Frage auf, wie konnte es dazu kommen und was war noch passiert.
NmM müsste man sein " Wirken" seit 1994 noch mal genauestens ansehen.
Unter Umständen melden sich ja auch noch Geschädigte, die nach Festsetzen des Typen nun doch zu anderen Vorkommnissen aussagen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 15:51
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Bei seiner Entlassung war er ca. 61 Jahre alt. Man könnte ihm Zuge von Bewährungsauflagen (falls er die Strafe doch nicht vollständig abgesessen hat) oder im Rahmen der Wikipedia: Führungsaufsicht die Einnahme von triebhemmenden Medikamenten zur Auflage gemacht haben, z.B. Wikipedia: Cyproteronacetat Ich komme darauf, weil das bei Peter F., dem Mörder von Jutta Hoffmann ("Freibad Lindenfels") so war. Wenn wir mal von fünf Jahren Führungsaufsicht ausgehen und er tatsächlich triebhemmende Medikamenten bekommen hat, hätte er bis zu seinem 67-sten Lebensjahr faktisch nicht gekonnt. Das ist natürlich spekulativ, wäre aber ein realistisches Szenario.
Es gibt zwei Typen von Sexualstraftätern. Nur eine kleine Gruppe davon reagiert auf die so genannte „chemische Kastration“. Wenn Macht der Antrieb ist, dann entfaltet diese keine Wirkung.

In der Regel unterscheiden sie sich durch gezielt ausgesuchte Opfer nach einer bestimmten Präferenz (visuell, Alter, Geschlecht) vs. relativ beliebig je nach sich ergebender Gelegenheit


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 16:03
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:hier scheint der Taeter nicht dabei gewesen zu sein.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich hatte es so verstanden, dass er damals ein Alibi angegeben hatte, das heute noch mal überprüft werden sollte, was aber nicht mehr möglich war, weil es irgendwelche Akten nicht mehr gab.
Sie hatten ihn auf jeden Fall auf dem Schirm:
Der Festgenomme habe aber bereits bei den Ermittlungen in den 1990er Jahren zum Kreis der Verdächtigen gehört. Unter anderem hatte die Polizei nach eigenen Angaben damals sein Alibi überprüft und eine DNA-Probe von ihm genommen. Eine Übereinstimmung konnten die Ermittler aber nicht nachweisen. Damals habe es noch nicht die entsprechenden kriminaltechnischen Möglichkeiten gegeben, um eine Vergleichsspur zu erhalten, so Oberstaatsanwalt Mannweiler.

Erst 2022 sei es dem Hessische Landeskriminalamt gelungen, neue DNA-Spuren an den Asservaten zu finden. Unter anderem wurde die Jeans von Amy Lopez untersucht, die ihr der Täter – so glauben die Ermittler – ausgezogen hatte. Auf der linken Seite der Hose fand sich demnach fremde DNA. Trotzdem habe es zunächst keinen Treffer in der DNA-Datenbank gegeben. Denn die Probe des Tatverdächtigen aus dem Jahr 1999 sei bereits aus Datenschutzgründen gelöscht worden. Eine Übereinstimmung gab es demnach erst, als er erneut eine freiwillige Speichelprobe abgegeben hatte.
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/mordfall-amy-lopez-festnahme-eines-tatverdaechtigen-pressekonferenz-staatsanwaltschaft-koblenz-100.html


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

27.02.2026 um 19:37
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:NmM müsste man sein " Wirken" seit 1994 noch mal genauestens ansehen.
Ja. Und auch die 70er und 80 er Jahre dazu.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 10:48
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Es geht ja im Threads ja auch teilweise darum, wie kommen Wiederholungstaten vor und wie kann man Wiederholungen vermeiden.l
Es wäre doch fahrlässig, wenn man den Zeitraum 1994 bis jetzt sich nicht Allergenausenst anschauen würde.
Vielleicht war es nur eine Bombe, die zwischen 199!4 und 1999 hochgegangen ist.
Hoffentlich.
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Ja. Und auch die 70er und 80 er Jahre dazu.
Ich bin sicher, dass das gemacht wurde, denn er gehört standardmäßig zu den Ermittlungen, dass eine Umfeldermittlungen durchgefürht werden.
In der Reihe ARD-Crime-Time gibt es eine Doku über den Fall Johanna Bohnacker, in der das Vorgehen sehr gut beschrieben wird. Der Fall war auch lange ein Cold Case, bis der Täter bei einer Sexualstraftat mit einem minderjährigen Mädchen erwischt wurde. Über die DNA gab es dann einen Treffer zum Fall Johanna Bohnacker. Bevor der Täter verhaftet oder überhaupt nur wegen des Falls Bohnacker kontaktiert wurde, hat eine Ermittlungsgruppe seine Vergangenheit bis ins kleinster untersucht. Die zuständige Ermittlerin berichtet, dass sie einen Lebenslauf an der Wand im Flur der Abteilung hängen hatten, in dem sein ganzes Leben aufgeführt war. Wo er wann gelebt hat, welche Ausbildungen er absolviert, wo und bei wem er wann gearbeitet hat, welches Auto er wann fuhr, welche Kontakte er hatte etc.
Es geht dabei natürlich schon auch darum, festzustellen, ob er für weitere ungeklärte Straftaten als Täter in Frage kommt, aber auch darum, ihn in der Verhörsituation zu beeindrucken und ihm zu signalisisieren, wie viel man über ihn weiß, ohne dass er mitbekommen hat, dass gegen ihn ermittelt wird.

Ich kann mir vorstellen, dass das hier ähnlich lieft. Der Fall liegt ja ewig zurück, der Täter lebt in einem Altersheim. Bis auf ein drohendes Versterben oder Verhandlungsunfähig-werden durch Alter und Krankheit gab es ja nach dem Treffer keine riesige Eile, ihn zu konfrontieren und festzunehmen.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:32
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich bin sicher, dass das gemacht wurde, denn er gehört standardmäßig zu den Ermittlungen, dass eine Umfeldermittlungen durchgefürht werden.
In der Reihe ARD-Crime-Time gibt es eine Doku über den Fall Johanna Bohnacker, in der das Vorgehen sehr gut beschrieben wird. Der Fall war auch lange ein Cold Case, bis der Täter bei einer Sexualstraftat mit einem minderjährigen Mädchen erwischt wurde. Über die DNA gab es dann einen Treffer zum Fall Johanna Bohnacker. Bevor der Täter verhaftet oder überhaupt nur wegen des Falls Bohnacker kontaktiert wurde, hat eine Ermittlungsgruppe seine Vergangenheit bis ins kleinster untersucht. Die zuständige Ermittlerin berichtet, dass sie einen Lebenslauf an der Wand im Flur der Abteilung hängen hatten, in dem sein ganzes Leben aufgeführt war. Wo er wann gelebt hat, welche Ausbildungen er absolviert, wo und bei wem er wann gearbeitet hat, welches Auto er wann fuhr, welche Kontakte er hatte etc.
Es geht dabei natürlich schon auch darum, festzustellen, ob er für weitere ungeklärte Straftaten als Täter in Frage kommt, aber auch darum, ihn in der Verhörsituation zu beeindrucken und ihm zu signalisisieren, wie viel man über ihn weiß, ohne dass er mitbekommen hat, dass gegen ihn ermittelt wird.

Ich kann mir vorstellen, dass das hier ähnlich lieft. Der Fall liegt ja ewig zurück, der Täter lebt in einem Altersheim. Bis auf ein drohendes Versterben oder Verhandlungsunfähig-werden durch Alter und Krankheit gab es ja nach dem Treffer keine riesige Eile, ihn zu konfrontieren und festzunehmen.
Das klingt alles sehr gut, vernünftig und realistisch.

Eine Schwierigkeit könnten kleinere Ermittlungspannen bzw. zum Teil verloren gegangene Akten und Papiere sein. Mal rein nur spekuliert.

Ich frage mich, wovon lebte der Mann bei dieser doch sehr kriminellen Biographie? Hat er gearbeitet? Genügend Geld verdient?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:32
Zitat von GrillageGrillage schrieb:nach dem Treffer keine riesige Eile, ihn zu konfrontieren und festzunehmen.
Sie haben ihn ja umgehend nach dem Treffer von Altenheim in die U-Haft umverfrachtet.

Ich finde auch, dass die Ermittler und Staatsanwaltschaft einen guten Job gemacht haben.
Auch damals, als er fuer eine versuchte Vergewaltigung 7 Jahre Haft absitzen musste - das ist schon viel und noch mehr war damals nicht drin.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:36
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Sie haben ihn ja umgehend nach dem Treffer von Altenheim in die U-Haft umverfrachtet.
So ist es. Er scheint-zumindest nach unserem Stand- haftfähig zu sein.

Hoffentlich gab es keine DNA Fehlerqote in dem Fall.

Weiß hier zufällig jemand wie realistisch so etwas im allerungünstigsten Falle wäre?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:39
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Hoffentlich gab es keine DNA Fehlerqote in dem Fall.
Ein Treffer ist ein Treffer und alles weitere ist die Sache des Gerichtes.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:41
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ein Treffer ist ein Treffer und alles weitere ist die Sache des Gerichtes.
O.K. Danke.

Heißt das Gericht muss eigens nochmal einschätzen, ob alles so stimmt und seine Richtigkeit hat?!

Sehe ich das richtig?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:46
@AnMA
So würde ich denken. Und insbesondere welche Aussagekraft diese Spur hat. In der Pressekonferenz wurde herausgestellt, dass die Spur am Innensaum der Hose von AL gefunden wurde. Die Spur kann also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbeabsichtigt bei anderen Gelegenheit dorthin gelangt sein. Wäre die Spur zum Beispiel auf der Jacke des Opfers gefunden worden, sähe es deutlich anders aus.
Ich lehne mich aus dem Fenster und denke das reicht zur Verurteilung.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:49
Kommt mir als Frage gerade in den Sinn.
Wie wird das in Zeiten von DNA mit Fingerabdrücken gehändelt?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 11:52
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:So würde ich denken. Und insbesondere welche Aussagekraft diese Spur hat. In der Pressekonferenz wurde herausgestellt, dass die Spur am Innensaum der Hose von AL gefunden wurde. Die Spur kann also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbeabsichtigt bei anderen Gelegenheit dorthin gelangt sein. Wäre die Spur zum Beispiel auf der Jacke des Opfers gefunden worden, sähe es deutlich anders aus.
Ich lehne mich aus dem Fenster und denke das reicht zur Verurteilung.
Klingt gut.

Es wird wohl so seine Richtigkeit haben. Hoffentlich.

Denn rein theoretisch muss ja nicht jemand - der häufig als Sexualstraftäter auffiel- auch in diesem konkreten Fall der Täter sein.

Aber ich denke: Die Ermittlungsbehörden haben alles gegeben. Er wir es wohl sein.


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28.02.2026 um 11:53
Youtube: Wie arbeitet das LKA mit DNA-Spuren?
Wie arbeitet das LKA mit DNA-Spuren?
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Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Kommt mir als Frage gerade in den Sinn.
Wie wird das in Zeiten von DNA mit Fingerabdrücken gehändelt?
Dazu sagt Dr. Harald Schneider was bei 01:05 min im Filmbeitrag!


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

28.02.2026 um 22:53
Zitat von AnMAAnMA schrieb:O.K. Danke.

Heißt das Gericht muss eigens nochmal einschätzen, ob alles so stimmt und seine Richtigkeit hat?!

Sehe ich das richtig?
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:So würde ich denken. Und insbesondere welche Aussagekraft diese Spur hat. In der Pressekonferenz wurde herausgestellt, dass die Spur am Innensaum der Hose von AL gefunden wurde. Die Spur kann also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbeabsichtigt bei anderen Gelegenheit dorthin gelangt sein. Wäre die Spur zum Beispiel auf der Jacke des Opfers gefunden worden, sähe es deutlich anders aus.
Ich lehne mich aus dem Fenster und denke das reicht zur Verurteilung.
Im Fall von Petra Nohl (Kölner Karnevalsmord, 1988) gab es ja eine ähnliche Situation für die Ermittler. Man hatte da auch eine DNA-Spur auf solchen Klebefolien von der Kleidung der Toten gefunden. Über XY hatte sich ein Zeuge gemeldet, der einen damaligen Bekannten belastete und aussagte, er und dieser Bekannte hätten an einer Bushaltestelle gesessen und beobachtet, wie Petra Nohl an ihnen vorbeigegangen ist. Der Bekannte habe sich daraufhin von ihm verabschiedet und sei der Frau gefolgt.
Die DNA dieses Bekannten stimmte mit der am Opfer gefundenen überein. Der Verteidiger des Angeklagten hatte argumentiert, dass die DNA seines Mandanten auch im Gedränge während der Karnevalsfeier auf die Kleidung des Opfers hätte übertragen werden können. Allerdings hatte man DNA an der Unterbekleidung (ich meine es war die Strumpfhose) gefunden und das war laut dem Sachverstänigen eben nicht durch eine Übertragung durch zufällige Berührungen auf der Tanzfläche oder Sitzen auf dem gleichen Barhocker zu erklären. Der Angeklagte es dann wegen MOrdes verurteilt worden.

Hier ist es denke ich durchaus ähnlich. Der Angeklagte müsste schon eine sehr glaubwürdige Geschichte vorbringen, um zu erklären, wie seine DNA an die Innenseite der Hose von AL gekommen sein soll. Bei einer Karnevalsfeier finde ich die Argumentation einer Übertragung durch Gedränge in der Kneipe, in der beide gefeiert hatte, noch nachvollziehbar. Aber wie will ein damals 50jähriger Mann erklären, wie seine DNA legal und unverfänglich an die Innenseite einer jungen Frau, die als Touristin unterwegs war und ermordet aufgefunden wurde?! Freiwillig hat sie mit dem doch ganz sicher keinen solch engen Körperkontakt gesucht.
Wahrscheinlich würde es kein Richter so offen sagen, aber ich würde als Argument gegen ihn auch einfach anführen, dass er ein wegen Sexualdelikten verurteilter Mehrfachtäter ist. Da kann man ja kaum an einen Zufall glauben, dass ausgerechnet dem seine DNA an einem Opfer einer Sexualstraftat gefunden wird.

Ich denke - und hoffe! - dass er da nicht so einfach rauskommen wird. Vor allem hoffe ich, dass es einen Prozess geben wird, was angesichts des fortgeschrittenen Alters ja leider nicht so sicher sein dürfte.


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