Ebenfalls am 4. August 2026 erscheint eine Gesellschaftsreportage, in der im Zentrum Magali Lamy und ihre Familie steht, die Autorin des Buches "Le Vernet: Erzählen, Wieder zu Kräften kommen, Wieder Leben" (Le Vernet: Raconter, Reconstruire, Revivre) aus März 2025. Eindrücke von einer Frau im Artikel, die erst seit 2017 in Le Vernet lebt. Und Erwägungen des ehemaligen Bürgermeisters François Balique über die Gegenwart und nächste Zukunft des Dorfes.
Eigene Übersetzung:
«Es ist als wenn man Sie nackt macht» :
In Le Haut-Vernet, die Walze der Medienberichterstattung und die unmögliche Trauer um den kleinen Émile.
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An diesem Sommerabend in Le Vernet erwärmen die letzten Sonnenstrahlen die Terrasse der Familie Lamy. Das Ambiente ist anregend, Freunde sind zum Abendessen gekommen. Als jeder seinen Aperitif schlürft, stört der Lärm mehrerer Helikopter die Feuchtigkeit des Tales. Eine der Freunde, die gut die Feuerwehr kennt, informiert sich. Ein Kind des Dorfes ist verschwunden. Die Zeit vergeht, die Helis hören nicht auf zu drehen, der Appetit schwindet.
«Wir erfuhren die Details während des Essens. Wir haben es abrupt beendet. Ich habe alle Kinder gehütet, die anderen haben sich zu den Freiwilligen gesellt, für eine erste Suche», erinnert sich Magali. Ihr Ehemann ist gegen 2 Uhr nachts nach Hause gekommen. Er hat ihr sofort von den Suchen erzählt. Der kleine Junge heißt Émile, ist zweieinhalb Jahre alt und bleibt unauffindbar. Sie hat die Nacht nicht geschlafen.
In Frankreich und darüber hinaus sind jene rar, die nie von diesem Weiler in Alpes-de-Haute-Provence gehört haben, gelegen zwischen dem See von Serre-Ponçon und Digne-les-Bains. Schon betroffen von dem Mord an Jeannette Grosos, der Chefin des Mühlencafés, in 2008, hat Le Vernet 2015 auch die Angehörigen der 150 Opfer des Crash der Germanwings betreut, heruntergekommen im Herzen des Nachbargebirges. Als Dank an die Einwohner hatte die Lufthansa alle zu einer Reise nach Paris eingeladen zum Freundschaftsspiel Frankreich/Deutschland im Stade de France, am 13. November 2015, dem Tag der Attentate in Paris und Saint-Denis.
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Ein verschwundenes Kind
Sein ewiger Bürgermeister, François Balique, wohnt genau hinter dem Holzbrunnen, im Zentrum von Le Bas-Vernet. (...) Bevor er seine Schärpe im letzten April an Gilles Thézan weiterreichte, seinem Rivalen, der extremen Rechten nahestehend, war der Mann 49 Jahre lang Gewählter des Dorfes als Sozialist. Er fand sich in der ersten Reihe wieder im Moment des Verschwindens von Émile, in den Hügeln von Le Haut-Vernet.
Während 48 Stunden habe ich nicht gelebt», vertraut er an und unterstreicht "eine wahre Solidarität" im Département. Fast 800 Personen haben sich auf seinen Aufruf in den sozialen Medien gemeldet, um das Kind wieder zu finden. Er ist also einer der ersten, der überzeugt davon ist, dass dieser kleine Blondschopf in Windelhöschen nur ein wenig zu weit weg von seiner Familie marschiert ist und sich in der umgebenden Landschaft verirrt hat: «Am Anfang haben wir niemals an eine andere Hypothese gedacht, als jene eines verschwundenen Kleinkindes. Hier spazieren die Kleinen frei umher. Ich war in der Position von Émile. Meine Kinder waren in der Position von Émile. Meine Enkel werden eines Tages in der Position von Émile sein. Für uns ist das normal.»
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Mikros und Karabiner
«Ich werde nie den Moment vergessen, als mein Mann mir erzählte, dass man den Kleinen wiedergefunden hat. Das war ein echter Schock», murmelt Magali Lamy. Autorin neben ihrem Berufsleben, schrieb die Familienmutter ein Buch über ihren Wahlwohnort, wo sie seit 2017 lebt. Im Buch "Le Vernet - Erzählen, Wieder Kraft schöpfen - Wieder Leben" sammelt sie die Stimmen der Zeugen zum Crash des Flugzeugs und zum Verschwinden von Émile, um das Schicksal des "verdammten Dorfes" abzuwenden und um davon woanders zu erzählen als vor Fernsehkameras.
«Es ist vorgekommen, dass man sich mit einem Dutzend Journalisten im Wohnzimmer wiederfand, mit ihren Mikros, ihren Mikrofonstangen ... Man ist das nicht gewohnt, man kann nicht wirklich frei sprechen», bedauert sie. Bei jedem Wiederauflodern der Ermittlungen der gleiche Zirkus. Die Teams der Medien fallen ein, klopfen am frühen Morgen an die Tür, geben sich in den Läden als Kunden aus, bevor sie ihr Notizbuch zücken, stellen unschuldige Fragen und vollziehen mitten im Thema eine Kehrtwende.
Manchesmal betraten sie ohne Anzuklopfen die Gärten oder Wohnzimmer. «Eines Tages musste ich einen rauskomplementieren», sagt François Balique. In Le Haut-Vernet sind die Verletzungen dieser wiederholten Eindringungen noch lebendig. «Sie erwarteten uns überall, zu Hause, in der Bar, auf der Straße. In dieser Phase ist das die pure Belästigung. Das nächste Mal, wenn ich einen von ihnen treffe, zücke ich den Karabiner», flüstert ein Einwohner. Wenn man sich entschieden hat, hier zu leben, dann wegen der Ruhe.
Unten, in Le Bas-Vernet spielen einige das Spiel mit. Sie antworten, schütten ihr Herz aus, teilen ihre Meinung mit, selbst, wenn sie keine Ahnung haben. Ein zufälliger Tourist fand sich als Zeuge wieder auf einem Infokanal. Die Wanderin, die die Knochen von Émile fand, hat oft ihre Geschichte vor Mikros erzählt, immer mit verpixeltem Gesicht. Sie beendete es, indem sie ihnen die Tür vor der Nase zuschlug. «Habt ihr noch nicht genug von dieser Geschichte?» seinen Partner von der Fußmatte wegschickend. Dann, innerhalb einer Sekunde ändert sich ihr Blick und ihre Stimme wird sanfter: «Gibt es etwas neues?» Nicht die Wahrheit zu wissen, macht alle nervös.
Rechnungen werden beglichen
Bei den Dorffesten oder beim Boule spielen schaut man sich nicht mehr so wie früher an. «Natürlich gibt es Fragen, wer hat das gemacht. Es ist vielleicht jemand, der heute hier lebt», pointiert François Balique. «Aber was am meisten schadet, ist die Medienberichterstattung. Die Journalisten sind sich nicht bewusst, wie das schadet.» Seit 1977, versichert der ehemalige Bürgermeister, hat er immer aufgepasst, dass die Kommune niemals egofocussiert agiert. Bis die kollektive Emotion, genährt von den Myten und den Fantasmen durch das Fernsehen und die sozialen Medien, die Oberhand über den Rest gewinnt.
«Es ist, als ob man uns nackt macht», erklärt er und verweist zunächst auf den "sozialen Zerfall", seiner Meinung nach infolge des politischen Umschwungs im ländlichen Raum. Alle Zutaten sind da, damit die Maschine auf Touren kommt: eine Welt für sich in einer abgeschiedenen Region, das rosige Gesicht eines Kindes mit einer Löwenzahnblüte hinterm Ohr, eine große Familie mit turbulenter Vergangenheit, der Suizid eines Priesters, anonyme Briefe, mit denen Rechnungen beglichen werden.
«Das ähnelt der Affaire Grégory, das zurückgezogene Dorf, die familiären Affairen», suggeriert Magali Lamy. (...) Wie an den Ufern der Vologne (*), zieht die Landschaft des Rätsels neugierige Seelen an. Im Bistro des Hotels versteht man es nicht: «Jede Woche haben wir Leute, die sagen, aus Zufall hier zu sein, und innerhalb von 15 Minuten kommt der kleine Émile auf's Tablett», erzählt eine Frau aus der Nähe ermattet. «Machen Sie Ferien, besuchen Sie die chinesische Mauer, aber kommen Sie nicht in ein kleines Dorf auf den Spuren eines schrecklichen Dramas!», ergänzt eine andere Frau.
Der Schatten eines cold case
Als die Familie Vedovini darauf bestand, die Reste ihres kleinen Jungen in Le Vernet zu beerdigen, verweigerte es der Bürgermeister, aus der Befürchtung heraus ein etwas morbides Mausoleum zu erschaffen. Dennoch, er ist sich sicher: Sollte es verfilmt werden, wird sein Tal bevorzugt Touristen anziehen. «Die Medien haben oft die Landschaft um das Dorf herum gezeigt und die Leute finden das hübsch», sagt er.
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Die Ermittler der "Zelle Émile" haben die gewalttätige Vergangenheit des Philippe Vedovini erkundet, den Großvater, im Zentrum einer katholischen Institution im Norden, bevor sie die Gegenwart von Colomban Soleil aufdeckten, den Vater, aus den Reihen der nationalistischen Bastion Social (**) oder Unterstützer der Wahlliste von Eric Zemmour. Sie haben auch den Faden eines Serienmörders aufgenommen, der das Schicksal von Émile verbinden könnte mit dem des kleinen Yannis, drei Jahre alt, verschwunden unter ähnlichen Umständen 60 km von hier im Jahr 1989. Gescheitert.
«Man fragt sich, ob das nicht ein "cold case" wird», seufzt François Balique. «Solange die Ermittlung nicht beendet ist, bleibt das Dorf im Rampenlicht, das ist es, was schwer zu ertragen ist», sagt Magali Lamy. Sie fühlt es so, «wie einen Knoten im Inneren eines jeden». Der Lärm der Helikopter hat sie nie wirklich verlassen. Jedes Mal, wenn sie einen von ihnen hört, sagt sie sich, er sucht Émile.
(*) Fluss in den Vogesen, Wohnort des kleinen Grégory
(**) Bastion Social war eine französische neofaschistische und ultranationalistische Gruppierung, die von 2017 bis zu ihrem staatlichen Verbot im April 2019 aktiv war.
«C'est comme si on vous mettait à nu»: au Haut-Vernet, le rouleau compresseur de la médiatisation et le deuil impossible du petit Émile
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DATE 4 août 2026 à 6h55
TEMPS DE LECTURE 7 minutes
PAR Mathilde Beaugé, Pierre Ferrandis
ÉDITÉ PAR Thomas Messias
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Ce soir d'été, au Vernet, les derniers rayons de soleil chauffent encore la terrasse de la famille Lamy. L'ambiance est animée, des amis sont venus pour dîner. Alors que tout le monde sirote son apéritif, le vacarme de plusieurs hélicoptères vient troubler la moiteur de la vallée. L'une des convives qui connaît bien les pompiers se renseigne. Un enfant du village a disparu. Le temps passe, les hélicos n'arrêtent pas de tourner et l'appétit s'enfuit.
«On avait les détails au fur et à mesure du repas. On a fini par l'interrompre. J'ai gardé tous les enfants, les autres ont rejoint les volontaires sur place pour une première battue», se souvient Magali. Son mari est rentré vers 2h du matin. Il lui a raconté les recherches au pied levé, à la lampe torche. Le petit garçon s'appelle Émile, il a 2 ans et demi et reste introuvable. Elle n'en a pas dormi de la nuit.
En France et au-delà, rares sont ceux à n'avoir jamais entendu parler de ce hameau des Alpes-de-Haute-Provence, niché entre le lac de Serre-Ponçon et Digne-les-Bains. Déjà frappé en 2008 par le meurtre de Jeannette Grosos, la gérante du café du Moulin, Le Vernet a aussi accueilli en 2015 les familles des 150 victimes du crash de Germanwings, survenu au cœur de la montagne voisine. Pour remercier les habitants, la compagnie Lufthansa leur avait offert un voyage à Paris pour le match France-Allemagne au stade de France. Celui du 13 novembre, jour des attentats de Paris et Saint-Denis.
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Un enfant perdu
Son maire de toujours, François Balique, habite juste après la fontaine en bois, au centre du Bas-Vernet. (...) Avant de passer l'écharpe en avril dernier à Gilles Thézan, son rival proche de l'extrême droite, l'homme a été l'édile socialiste du village pendant 49 ans. Il se trouvait en première ligne au moment de la disparition d'Émile, sur les hauteurs du Haut-Vernet.
«Pendant quarante-huit heures, je n'ai pas vécu», confie-t-il en soulignant «une vraie solidarité» à l'échelle du département. Près de 800 personnes avaient répondu à son appel sur les réseaux sociaux pour retrouver l'enfant. Il est alors le premier convaincu que cette petite tête blonde en couche-culotte a marché un peu trop loin de sa famille et s'est égarée dans la campagne alentour: «Au début, on n'a jamais pensé à une autre hypothèse que celle d'un gamin perdu. Ici, les petits se baladent librement. J'ai été à la place d'Émile. Mes enfants ont été à la place d'Émile. Mes petits-enfants seront un jour à la place d'Émile. Pour nous, c'est normal.»
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Micros et carabine
«Je n'oublierai jamais le moment où mon mari m'a dit qu'on avait retrouvé le petit. Ça a été un vrai choc», murmure Magali Lamy. Autrice en parallèle de sa vie professionnelle, la mère de famille a écrit un livre sur son village d'adoption, où elle s'est installée en 2017. Dans Le Vernet – Raconter, reconstruire, revivre, elle recueille la parole de témoins du crash d'avion et de la disparition d'Émile, pour conjurer le sort du «village maudit» et en parler ailleurs que face à des caméras de télévision.
«Il est arrivé qu'on se retrouve avec une dizaine de journalistes dans le salon, avec leurs micros, leurs perches… On n'est pas habitués, la parole n'est pas vraiment libre», regrette-t-elle. À chaque rebondissement dans l'enquête, c'est le même cirque. Les équipes des médias débarquent en trombe, toquent aux portes au petit matin, se font passer pour des clients dans les commerces avant de sortir le carnet de notes, posent des questions innocentes et virent de bord dans le vif du sujet.
Parfois, ils entrent sans frapper dans les jardins ou les salons. «Un jour, j'ai dû en mettre un dehors», glisse François Balique. Au Haut-Vernet, la blessure de ces intrusions répétées est encore à vif. «Ils nous attendaient partout, chez nous, au bar, dans la rue. À ce stade, c'est du harcèlement. La prochaine fois que j'en croise un, je sors la carabine», souffle un habitant. S'il a choisi de vivre ici, c'est pour être tranquille.
En bas, certains jouent le jeu. Ils répondent, s'épanchent, donnent leur avis même s'ils ne savent rien. Un touriste de passage s'est retrouvé à témoigner sur une chaîne d'info en continu. La randonneuse qui a retrouvé les ossements d'Émile a beaucoup raconté son histoire aux micros, toujours à visage couvert. Elle a fini par leur claquer la porte au nez. «Vous n'en avez pas marre de cette histoire?», lance son compagnon depuis le paillasson. Puis, l'espace d'une seconde, son regard change et sa voix se radoucit: «Il y a du nouveau?». Ne pas connaître la vérité met tout le monde à cran.
Règlements de comptes
Aux fêtes du village ou sous les saules pleureurs du terrain de pétanque, on ne se regarde plus tout à fait comme avant. «Bien sûr qu'il y a l'interrogation de qui a fait ça. C'est peut-être quelqu'un qui vit ici aujourd'hui, pointe François Balique. Mais ce qui fait le plus de dégâts, c'est la médiatisation. Les journalistes ne se rendent pas compte du mal que ça fait.» Depuis 1977, l'ancien maire assure avoir toujours veillé à ce que la commune ne se replie jamais sur elle-même. Jusqu'à ce que l'émotion collective, nourrie du mystère et des fantasmes relayés sans relâche par la télévision et les réseaux sociaux, prenne le pas sur tout le reste.
«C'est comme si on vous mettait à nu», explique-t-il en pointant la «désagrégation sociale» à l'origine, selon lui, d'une bascule politique dans le milieu rural. Tous les ingrédients sont là pour que la machine s'emballe: un territoire en vase clos, le visage d'un enfant aux joues roses avec un pissenlit derrière l'oreille, une grande famille au passé trouble, le suicide d'un prêtre, des lettres de corbeaux qui règlent leurs comptes.
«Ça fait écho à l'affaire Grégory, le village reculé, les affaires familiales», suggère Magali Lamy. (...) Comme au bord de la Vologne, le paysage de l'énigme attire les âmes curieuses. Au Bistrot de l'Auberge, on ne comprend pas. «Chaque semaine on a des gens qui disent être là par hasard, et au bout de quinze minutes le petit Émile vient sur la table», raconte avec lassitude une femme du coin. «Il faut prendre de vraies vacances, faire la muraille de Chine, mais pas venir dans un petit village sur les traces d'un drame abominable!», s'insurge une autre.
L'ombre du cold case
Lorsque la famille Vedovini a insisté pour que les restes de leur petit garçon soient enterrés au Vernet, le maire a refusé, par crainte de créer un mausolée un peu morbide. Pourtant, il en est certain: à force d'être filmée, sa vallée attire davantage de touristes. «Les médias ont beaucoup montré la campagne autour du village et les gens ont trouvé ça joli», avance-t-il.
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Les enquêteurs de la «cellule Émile» ont plongé dans le passif violent de Philippe Vedovini, le grand-père, au cœur d'une institution catholique du Nord, avant d'exhumer la présence de Colomban Soleil, le père, des rangs du groupuscule nationaliste Bastion Social ou d'une liste électorale de soutien à Éric Zemmour. Ils ont aussi tiré le fil d'un tueur en série, reliant le sort d'Émile à celui du petit Yannis, 3 ans, disparu dans des circonstances similaires à 60 kilomètres de là en 1989. Chou blanc.
«On se demande si ça ne va pas devenir un “cold case”», soupire François Balique. «Tant que l'enquête n'a pas déterminé ce qui s'est passé, le village reste sous les projecteurs, c'est ça qui est pénible», appuie Magali Lamy. Elle le ressent ainsi, «comme un nœud à l'intérieur de chacun». Le bruit des hélicoptères ne l'a jamais vraiment quittée. Chaque fois qu'elle en entend un, elle se dit qu'il cherche Émile.
Quelle:
https://www.slate.fr/societe/au-bout-du-chemin/disparition-petit-emile-deuil-impossible-mediatisation-haut-vernet