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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

8.823 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 22:11
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Man darf ja hier nicht zu viel spekulieren und dass ist auch richtig so. Was mir bei deinem dritten Punkt in den Sinn kam war: vielleicht "benötigte" der Täter den Schädel nicht. D
Ich verstehe sehr gut, was Du meinst.

Für mich hat das Präsentieren des Schädels mitten auf dem Weg eine hohe Symbolkraft. Der Schädel mitten auf dem Weg ist etwas Triumphales, brutal in der Außenwirkung, eine Entmenschlichung eines Körpers. Was bedeutet eine solche Vorstellung für die Eltern, für die Familie?

Es erinnert mich an die Brutalität der Präsentation der Kleidung im Fall von Yannis Moré. Ein Mörder, der den Angehörigen signalisieren will, dass er noch immer da ist, und sich an dem Entsetzen der Angehörigen ergötzt. Ein Mörder, der frei rumspaziert, weil er nicht auf dem Radar der Ermittler ist, und der seine Rumpelstilzchennummer munter ausleben kann.

Der springende Punkt bei der Verbringung des Schädels und Teilen der Bekleidung sind für mich nach wie vor, dass das niemand getan haben kann, der auf dem Schirm der Ermittler war. Dort wo Émile vorher gelagert war, wurde er trotz großflächiger Suchen nicht gefunden. Es gab keinen Grund, die Fragmente zu verbringen. Es hätte darüber hinaus tausend Möglichkeiten gegeben, den Leichnam auf NImmerwiedersehen zu entsorgen.

Diese Präsentation des Schädels hingegen lässt Rückschlüsse zu, für welche ein Pathologe Erklärungen haben dürfte.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 22:24
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Diese Präsentation des Schädels
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das eine Präsentation war oder nicht. Klar, es wirkt erst mal so. Ich kenne die Gegend nicht, aber das war wohl kein besonders frequentierter Weg, schon gar nicht bei diesem Wetter. Wenn die Wanderin an diesem Tag da nicht gegangen wäre, dann wäre der Schädel vielleicht nie gefunden worden. Sie selbst hatte sogar Bedenken ihn da liegen zu lassen, weil er innerhalb der nächsten Stunde durch Wasser oder Wind hätte weggespült werden können! Wenn der Täter gewollt hätte, dass man den Schädel sicher findet, hätte er ihn viel deutlicher präsentieren müssen, z.B. innerhalb des Dorfes oder in der Kirche. Es sei denn, er wusste, dass die Wanderin in Kürze diesen Waldweg geht.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 22:53
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das eine Präsentation war oder nicht. Klar, es wirkt erst mal so. Ich kenne die Gegend nicht, aber das war wohl kein besonders frequentierter Weg, schon gar nicht bei diesem Wetter. Wenn die Wanderin an diesem Tag da nicht gegangen wäre, dann wäre der Schädel vielleicht nie gefunden worden. Sie selbst hatte sogar Bedenken ihn da liegen zu lassen, weil er innerhalb der nächsten Stunde durch Wasser oder Wind hätte weggespült werden können! Wenn der Täter gewollt hätte, dass man den Schädel sicher findet, hätte er ihn viel deutlicher präsentieren müssen, z.B. innerhalb des Dorfes oder in der Kirche. Es sei denn, er wusste, dass die Wanderin in Kürze diesen Waldweg geht.
Mir ist die Topographie auch nicht bekannt. Ich habe keine Ahnung, ob der Schädel am nächsten Tag auch noch in dieser Position aufgefunden worden wäre.

Ich weigere mich hartnäckig, mich in die Gedankenwelt des Verbringers einzudenken. Rational betrachtet wäre der Körper eines 2-jährigen schnell auf Nimmerwiedersehen verbracht, auch wenn sich das jetzt pietätlos anhören mag.. Das Präsentieren des Schädels hat für mich deswegen etwas Triumphales. Für mich ist das der Schlüssel zur Wahrheit.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

14.08.2026 um 00:57
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Hier interviewt VD die Wanderin Sadia, die Finderin des Schädels am Ostersamstag 2024.
@CharliesEngel
Vielen lieben Dank für die enorm hilfreiche Zusammenfassung.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich weigere mich hartnäckig, mich in die Gedankenwelt des Verbringers einzudenken. Rational betrachtet wäre der Körper eines 2-jährigen schnell auf Nimmerwiedersehen verbracht, auch wenn sich das jetzt pietätlos anhören mag.. Das Präsentieren des Schädels hat für mich deswegen etwas Triumphales. Für mich ist das der Schlüssel zur Wahrheit.
Dass die triumphale Zurschaustellung eines Schädels im Zusammenhang mit irgendwelchen Machtkämpfen/Auseinandersetzungen/Fehden zwischen zB verfeindeten Clans stehen kann, ist für mich vorstellbar. Der Täter hat das Opfer besiegt, somit kann der Schädel für die vollständige Aneignung der Identität des Opfers stehen - als Dominanz über den Tod hinaus!

Das aber in Verbindung mit einem unschuldigen Kind? Gänzlich unbegreiflich!

--- --- ---

In dem von GrafOskar verlinkten Video berichtet die Wanderin Sadia, dass der von ihr aufgefundene Schädel weiß war, wie poliert.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Hier mal wieder ein neues Video von Valentin Doyen zum Fall. Man beachte in den Kommentaren den festgepinnten Hinweis auf sein Buch ...
--- --- ---

YouTube Transkript (Ausschnitt) aus dem Video, übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version):

20:21 Wie sah der Schädel aus, den du gefunden hast, Sadia?

20:24 Ganz weiß, als wäre er poliert worden, weißt du, so wie wenn man ihn abschleift – weiß, weiß, weiß, ganz sauber.

20:41 Es ist ein menschlicher Schädel, aber ganz weiß und blitzsauber. Deshalb hat es mir – in Anführungszeichen – keine Angst gemacht, ihn aufzuheben,

20:49 ihn in die Tasche zu stecken. Da war kein Fleisch, da war kein Blut, er war sauber, sauber, sauber.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

14.08.2026 um 08:59
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Das Präsentieren des Schädels hat für mich deswegen etwas Triumphales. Für mich ist das der Schlüssel zur Wahrheit.
Die Frage bleibt wohl erstmal offen, ob der Schädel bewusst so platziert oder beispielsweise durch Wild zufällig dort hin verbracht wurde.
Ich schrieb ja zuletzt, dass der fehlende Körper des Kindes sich für mich auch sehr "speziell" darstellt. Allerdings wurden ja auch weitere Dinge gefunden. Was dann irgendwie doch eben mehr als nur der symbolische Schädel ergibt. Waum die Schuhe dort belassen, aber andere Dinge nicht?
Fragen über Fragen in diesem wirklich schlimmen Fall.


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14.08.2026 um 09:42
Kurzes Statement des Bürgermeisters Gilles Thézan am 4. August 2026 auf die Frage von Valentin Doyen: Was, wenn es jemand außerhalb der Familie ist, wenn die Antwort im Dorf zu finden ist?

Gilles Thézan:
Die Leute im Dorf wollen die Wahrheit wissen, es geht nicht um die Person oder die Personen.

Youtube: 🚨Mort d'Émile : la réponse est-elle au Vernet ?⁉️
🚨Mort d'Émile : la réponse est-elle au Vernet ?⁉️
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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

16.08.2026 um 20:11
Da ich gerade die Diskussion von @GrafOskar mit EvilEve im Thread zum Thema Spürhunde verfolgt habe, möchte ich einen Auszug Eurer Diskussion mal hier hineinzitieren, denn mir war bislang keineswegs bekannt, dass die Spürhunde damals auch an der Friedhofsmauer anschlugen. Die mitgelieferte Quelle sagte das mit der Friedhofsmauer auch nicht, daher meine Frage: Woher kommt diese Information @GrafOskar ?
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Dabei zeigten die Hunde bei der schon erwähnten kleinen Hütte sehr deutlich an und auch noch an der Friedhofsmauer am anderen Ende des Ortes. Dort waren die Großeltern mit dem Jungen am Vorabend des Verschwindens.
[Anmerkung: EvilEve wurde von mir bewusst nicht geaddet, da sie diesen Fall hier nicht verfolgt und sich rein nur auf die Fragestellungen zu den Leistungen von Spürhunden konzentriert]


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

16.08.2026 um 20:46
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Die mitgelieferte Quelle sagte das mit der Friedhofsmauer auch nicht, daher meine Frage: Woher kommt diese Information
Dass die Hunde dort anschlugen wurde nach meiner Erinnerung in einer Pressekonferenz des Staatsanwalts gesagt, ich kann aber nicht mehr genau sagen in welcher. Falls sich noch etwas findet werde ich es hier posten.
„Am Abend vor dem Verschwinden war der Junge mit seinen Eltern bis zum Friedhof gegangen, der sich auf der anderen Seite, unten rechts vom Dorf befindet.
Quelle: : https://www.ladepeche.fr/2023/08/11/disparition-demile-que-sest-il-passe-devant-la-fontaine-a-quelques-metres-de-la-maison-de-ses-grands-parents-11390807.php


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 08:52
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Die mitgelieferte Quelle sagte das mit der Friedhofsmauer auch nicht, daher meine Frage: Woher kommt diese Information
Dass die Hunde dort anschlugen wurde nach meiner Erinnerung in einer Pressekonferenz des Staatsanwalts gesagt, ich kann aber nicht mehr genau sagen in welcher. Falls sich noch etwas findet werde ich es hier posten.
„Am Abend vor dem Verschwinden war der Junge mit seinen Eltern bis zum Friedhof gegangen, der sich auf der anderen Seite, unten rechts vom Dorf befindet.
Quelle: : https://www.ladepeche.fr/2023/08/11/disparition-demile-que-sest-il-passe-devant-la-fontaine-a-quelques-metres-de-la-maison-de-ses-grands-parents-11390807.php
Eine genaueren Hinweis konnte ich leider nicht finden.
Die Hunde konnten am Rande des Dorfes Spuren finden, allerdings handelte es sich um vielfältige und unterschiedliche Spuren, die eine Überprüfung erfordern.
Quelle: https://www.dailymotion.com/embed/video/x8me1fi

ab 5:40


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 16:23
@GrafOskar
Dankeschön für die Quelle. Dass die Hunde an der Friedhofsmauer anschlugen, steht hier nicht, lediglich, dass Emile mit seinen Eltern am Vortag dort gesehen wurde. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass die Hunde dort anschlugen.

Ich glaube ohnehin seit jeher, dass Emile am Brunnen entführt wurde, und zwar von jemandem, der dort als Wanderer/Tourist war oder sich in den Weiler verfahren hatte, weil das Navi ungenau anzeigte und er nur auf der Durchreise zu einem anderen Ziel war. Entweder der Täter hat an dem Brunnen gestoppt, um sich frisches Wasser zu holen und sah Emile dabei zufällig oder es gab einen Unfall mit dem Kleinkind, der beim Halten oder Wiederanfahren passierte, falls Emile so ungünstig dort spielte, dass er schlichtweg übersehen wurde.

An die Aussagen, dass man das doch dann im Weiler zwangsläufig mitbekommen hätte, glaube ich nicht.

Was mich aber mal interessieren würde, ist, was eigentlich mit dem Begriff "Waschhaus" gemeint ist. Ein Haus mit einem Brunnen, also einer Wasserstelle, ist doch noch lange kein Waschhaus. Ich finde diese Begrifflichkeit in den Artikeln irgendwie irreführend, weil man sich vorstellt, dass man dorthin geht, un was zu waschen und es evtl. sogar zugänglich wäre. Das aber mal nur so nebenbei...


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 16:26
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Was mich aber mal interessieren würde, ist, was eigentlich mit dem Begriff "Waschhaus" gemeint ist. Ein Haus mit einem Brunnen, also einer Wasserstelle, ist doch noch lange kein Waschhaus. Ich finde diese Begrifflichkeit in den Artikeln irgendwie irreführend, weil man sich vorstellt, dass man dorthin geht, un was zu waschen und es evtl. sogar zugänglich wäre. Das aber mal nur so nebenbei...
Die Bewohner von Le Haut Vernet nennen diesen Ort 'Lavoir' was man mit Waschplatz übersetzen kann weil dort vor langer Zeit tatsächlich die Wäsche gewaschen wurde.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 17:15
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Dankeschön für die Quelle. Dass die Hunde an der Friedhofsmauer anschlugen, steht hier nicht, lediglich, dass Emile mit seinen Eltern am Vortag dort gesehen wurde. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass die Hunde dort anschlugen.
Die Aussage "am Rande des Dorfes Spuren finden" könnte auf den Friedhof hindeuten, der befindet sich nämlich am südlichen Ende des Weilers.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 18:57
Ebenfalls am 4. August 2026 erscheint eine Gesellschaftsreportage, in der im Zentrum Magali Lamy und ihre Familie steht, die Autorin des Buches "Le Vernet: Erzählen, Wieder zu Kräften kommen, Wieder Leben" (Le Vernet: Raconter, Reconstruire, Revivre) aus März 2025. Eindrücke von einer Frau im Artikel, die erst seit 2017 in Le Vernet lebt. Und Erwägungen des ehemaligen Bürgermeisters François Balique über die Gegenwart und nächste Zukunft des Dorfes.

Eigene Übersetzung:

«Es ist als wenn man Sie nackt macht» :
In Le Haut-Vernet, die Walze der Medienberichterstattung und die unmögliche Trauer um den kleinen Émile.

(...)

An diesem Sommerabend in Le Vernet erwärmen die letzten Sonnenstrahlen die Terrasse der Familie Lamy. Das Ambiente ist anregend, Freunde sind zum Abendessen gekommen. Als jeder seinen Aperitif schlürft, stört der Lärm mehrerer Helikopter die Feuchtigkeit des Tales. Eine der Freunde, die gut die Feuerwehr kennt, informiert sich. Ein Kind des Dorfes ist verschwunden. Die Zeit vergeht, die Helis hören nicht auf zu drehen, der Appetit schwindet.

«Wir erfuhren die Details während des Essens. Wir haben es abrupt beendet. Ich habe alle Kinder gehütet, die anderen haben sich zu den Freiwilligen gesellt, für eine erste Suche», erinnert sich Magali. Ihr Ehemann ist gegen 2 Uhr nachts nach Hause gekommen. Er hat ihr sofort von den Suchen erzählt. Der kleine Junge heißt Émile, ist zweieinhalb Jahre alt und bleibt unauffindbar. Sie hat die Nacht nicht geschlafen.

In Frankreich und darüber hinaus sind jene rar, die nie von diesem Weiler in Alpes-de-Haute-Provence gehört haben, gelegen zwischen dem See von Serre-Ponçon und Digne-les-Bains. Schon betroffen von dem Mord an Jeannette Grosos, der Chefin des Mühlencafés, in 2008, hat Le Vernet 2015 auch die Angehörigen der 150 Opfer des Crash der Germanwings betreut, heruntergekommen im Herzen des Nachbargebirges. Als Dank an die Einwohner hatte die Lufthansa alle zu einer Reise nach Paris eingeladen zum Freundschaftsspiel Frankreich/Deutschland im Stade de France, am 13. November 2015, dem Tag der Attentate in Paris und Saint-Denis.

(...)

Ein verschwundenes Kind

Sein ewiger Bürgermeister, François Balique, wohnt genau hinter dem Holzbrunnen, im Zentrum von Le Bas-Vernet. (...) Bevor er seine Schärpe im letzten April an Gilles Thézan weiterreichte, seinem Rivalen, der extremen Rechten nahestehend, war der Mann 49 Jahre lang Gewählter des Dorfes als Sozialist. Er fand sich in der ersten Reihe wieder im Moment des Verschwindens von Émile, in den Hügeln von Le Haut-Vernet.

Während 48 Stunden habe ich nicht gelebt», vertraut er an und unterstreicht "eine wahre Solidarität" im Département. Fast 800 Personen haben sich auf seinen Aufruf in den sozialen Medien gemeldet, um das Kind wieder zu finden. Er ist also einer der ersten, der überzeugt davon ist, dass dieser kleine Blondschopf in Windelhöschen nur ein wenig zu weit weg von seiner Familie marschiert ist und sich in der umgebenden Landschaft verirrt hat: «Am Anfang haben wir niemals an eine andere Hypothese gedacht, als jene eines verschwundenen Kleinkindes. Hier spazieren die Kleinen frei umher. Ich war in der Position von Émile. Meine Kinder waren in der Position von Émile. Meine Enkel werden eines Tages in der Position von Émile sein. Für uns ist das normal.»

(...)

Mikros und Karabiner

«Ich werde nie den Moment vergessen, als mein Mann mir erzählte, dass man den Kleinen wiedergefunden hat. Das war ein echter Schock», murmelt Magali Lamy. Autorin neben ihrem Berufsleben, schrieb die Familienmutter ein Buch über ihren Wahlwohnort, wo sie seit 2017 lebt. Im Buch "Le Vernet - Erzählen, Wieder Kraft schöpfen - Wieder Leben" sammelt sie die Stimmen der Zeugen zum Crash des Flugzeugs und zum Verschwinden von Émile, um das Schicksal des "verdammten Dorfes" abzuwenden und um davon woanders zu erzählen als vor Fernsehkameras.

«Es ist vorgekommen, dass man sich mit einem Dutzend Journalisten im Wohnzimmer wiederfand, mit ihren Mikros, ihren Mikrofonstangen ... Man ist das nicht gewohnt, man kann nicht wirklich frei sprechen», bedauert sie. Bei jedem Wiederauflodern der Ermittlungen der gleiche Zirkus. Die Teams der Medien fallen ein, klopfen am frühen Morgen an die Tür, geben sich in den Läden als Kunden aus, bevor sie ihr Notizbuch zücken, stellen unschuldige Fragen und vollziehen mitten im Thema eine Kehrtwende.

Manchesmal betraten sie ohne Anzuklopfen die Gärten oder Wohnzimmer. «Eines Tages musste ich einen rauskomplementieren», sagt François Balique. In Le Haut-Vernet sind die Verletzungen dieser wiederholten Eindringungen noch lebendig. «Sie erwarteten uns überall, zu Hause, in der Bar, auf der Straße. In dieser Phase ist das die pure Belästigung. Das nächste Mal, wenn ich einen von ihnen treffe, zücke ich den Karabiner», flüstert ein Einwohner. Wenn man sich entschieden hat, hier zu leben, dann wegen der Ruhe.

Unten, in Le Bas-Vernet spielen einige das Spiel mit. Sie antworten, schütten ihr Herz aus, teilen ihre Meinung mit, selbst, wenn sie keine Ahnung haben. Ein zufälliger Tourist fand sich als Zeuge wieder auf einem Infokanal. Die Wanderin, die die Knochen von Émile fand, hat oft ihre Geschichte vor Mikros erzählt, immer mit verpixeltem Gesicht. Sie beendete es, indem sie ihnen die Tür vor der Nase zuschlug. «Habt ihr noch nicht genug von dieser Geschichte?» seinen Partner von der Fußmatte wegschickend. Dann, innerhalb einer Sekunde ändert sich ihr Blick und ihre Stimme wird sanfter: «Gibt es etwas neues?» Nicht die Wahrheit zu wissen, macht alle nervös.

Rechnungen werden beglichen

Bei den Dorffesten oder beim Boule spielen schaut man sich nicht mehr so wie früher an. «Natürlich gibt es Fragen, wer hat das gemacht. Es ist vielleicht jemand, der heute hier lebt», pointiert François Balique. «Aber was am meisten schadet, ist die Medienberichterstattung. Die Journalisten sind sich nicht bewusst, wie das schadet.» Seit 1977, versichert der ehemalige Bürgermeister, hat er immer aufgepasst, dass die Kommune niemals egofocussiert agiert. Bis die kollektive Emotion, genährt von den Myten und den Fantasmen durch das Fernsehen und die sozialen Medien, die Oberhand über den Rest gewinnt.

«Es ist, als ob man uns nackt macht», erklärt er und verweist zunächst auf den "sozialen Zerfall", seiner Meinung nach infolge des politischen Umschwungs im ländlichen Raum. Alle Zutaten sind da, damit die Maschine auf Touren kommt: eine Welt für sich in einer abgeschiedenen Region, das rosige Gesicht eines Kindes mit einer Löwenzahnblüte hinterm Ohr, eine große Familie mit turbulenter Vergangenheit, der Suizid eines Priesters, anonyme Briefe, mit denen Rechnungen beglichen werden.

«Das ähnelt der Affaire Grégory, das zurückgezogene Dorf, die familiären Affairen», suggeriert Magali Lamy. (...) Wie an den Ufern der Vologne (*), zieht die Landschaft des Rätsels neugierige Seelen an. Im Bistro des Hotels versteht man es nicht: «Jede Woche haben wir Leute, die sagen, aus Zufall hier zu sein, und innerhalb von 15 Minuten kommt der kleine Émile auf's Tablett», erzählt eine Frau aus der Nähe ermattet. «Machen Sie Ferien, besuchen Sie die chinesische Mauer, aber kommen Sie nicht in ein kleines Dorf auf den Spuren eines schrecklichen Dramas!», ergänzt eine andere Frau.

Der Schatten eines cold case

Als die Familie Vedovini darauf bestand, die Reste ihres kleinen Jungen in Le Vernet zu beerdigen, verweigerte es der Bürgermeister, aus der Befürchtung heraus ein etwas morbides Mausoleum zu erschaffen. Dennoch, er ist sich sicher: Sollte es verfilmt werden, wird sein Tal bevorzugt Touristen anziehen. «Die Medien haben oft die Landschaft um das Dorf herum gezeigt und die Leute finden das hübsch», sagt er.

(...)

Die Ermittler der "Zelle Émile" haben die gewalttätige Vergangenheit des Philippe Vedovini erkundet, den Großvater, im Zentrum einer katholischen Institution im Norden, bevor sie die Gegenwart von Colomban Soleil aufdeckten, den Vater, aus den Reihen der nationalistischen Bastion Social (**) oder Unterstützer der Wahlliste von Eric Zemmour. Sie haben auch den Faden eines Serienmörders aufgenommen, der das Schicksal von Émile verbinden könnte mit dem des kleinen Yannis, drei Jahre alt, verschwunden unter ähnlichen Umständen 60 km von hier im Jahr 1989. Gescheitert.

«Man fragt sich, ob das nicht ein "cold case" wird», seufzt François Balique. «Solange die Ermittlung nicht beendet ist, bleibt das Dorf im Rampenlicht, das ist es, was schwer zu ertragen ist», sagt Magali Lamy. Sie fühlt es so, «wie einen Knoten im Inneren eines jeden». Der Lärm der Helikopter hat sie nie wirklich verlassen. Jedes Mal, wenn sie einen von ihnen hört, sagt sie sich, er sucht Émile.

(*) Fluss in den Vogesen, Wohnort des kleinen Grégory

(**) Bastion Social war eine französische neofaschistische und ultranationalistische Gruppierung, die von 2017 bis zu ihrem staatlichen Verbot im April 2019 aktiv war.
«C'est comme si on vous mettait à nu»: au Haut-Vernet, le rouleau compresseur de la médiatisation et le deuil impossible du petit Émile

(...)

DATE 4 août 2026 à 6h55
TEMPS DE LECTURE 7 minutes
PAR Mathilde Beaugé, Pierre Ferrandis
ÉDITÉ PAR Thomas Messias

(...)

Ce soir d'été, au Vernet, les derniers rayons de soleil chauffent encore la terrasse de la famille Lamy. L'ambiance est animée, des amis sont venus pour dîner. Alors que tout le monde sirote son apéritif, le vacarme de plusieurs hélicoptères vient troubler la moiteur de la vallée. L'une des convives qui connaît bien les pompiers se renseigne. Un enfant du village a disparu. Le temps passe, les hélicos n'arrêtent pas de tourner et l'appétit s'enfuit.

«On avait les détails au fur et à mesure du repas. On a fini par l'interrompre. J'ai gardé tous les enfants, les autres ont rejoint les volontaires sur place pour une première battue», se souvient Magali. Son mari est rentré vers 2h du matin. Il lui a raconté les recherches au pied levé, à la lampe torche. Le petit garçon s'appelle Émile, il a 2 ans et demi et reste introuvable. Elle n'en a pas dormi de la nuit.

En France et au-delà, rares sont ceux à n'avoir jamais entendu parler de ce hameau des Alpes-de-Haute-Provence, niché entre le lac de Serre-Ponçon et Digne-les-Bains. Déjà frappé en 2008 par le meurtre de Jeannette Grosos, la gérante du café du Moulin, Le Vernet a aussi accueilli en 2015 les familles des 150 victimes du crash de Germanwings, survenu au cœur de la montagne voisine. Pour remercier les habitants, la compagnie Lufthansa leur avait offert un voyage à Paris pour le match France-Allemagne au stade de France. Celui du 13 novembre, jour des attentats de Paris et Saint-Denis.

(...)

Un enfant perdu

Son maire de toujours, François Balique, habite juste après la fontaine en bois, au centre du Bas-Vernet. (...) Avant de passer l'écharpe en avril dernier à Gilles Thézan, son rival proche de l'extrême droite, l'homme a été l'édile socialiste du village pendant 49 ans. Il se trouvait en première ligne au moment de la disparition d'Émile, sur les hauteurs du Haut-Vernet.

«Pendant quarante-huit heures, je n'ai pas vécu», confie-t-il en soulignant «une vraie solidarité» à l'échelle du département. Près de 800 personnes avaient répondu à son appel sur les réseaux sociaux pour retrouver l'enfant. Il est alors le premier convaincu que cette petite tête blonde en couche-culotte a marché un peu trop loin de sa famille et s'est égarée dans la campagne alentour: «Au début, on n'a jamais pensé à une autre hypothèse que celle d'un gamin perdu. Ici, les petits se baladent librement. J'ai été à la place d'Émile. Mes enfants ont été à la place d'Émile. Mes petits-enfants seront un jour à la place d'Émile. Pour nous, c'est normal.»

(...)

Micros et carabine

«Je n'oublierai jamais le moment où mon mari m'a dit qu'on avait retrouvé le petit. Ça a été un vrai choc», murmure Magali Lamy. Autrice en parallèle de sa vie professionnelle, la mère de famille a écrit un livre sur son village d'adoption, où elle s'est installée en 2017. Dans Le Vernet – Raconter, reconstruire, revivre, elle recueille la parole de témoins du crash d'avion et de la disparition d'Émile, pour conjurer le sort du «village maudit» et en parler ailleurs que face à des caméras de télévision.

«Il est arrivé qu'on se retrouve avec une dizaine de journalistes dans le salon, avec leurs micros, leurs perches… On n'est pas habitués, la parole n'est pas vraiment libre», regrette-t-elle. À chaque rebondissement dans l'enquête, c'est le même cirque. Les équipes des médias débarquent en trombe, toquent aux portes au petit matin, se font passer pour des clients dans les commerces avant de sortir le carnet de notes, posent des questions innocentes et virent de bord dans le vif du sujet.

Parfois, ils entrent sans frapper dans les jardins ou les salons. «Un jour, j'ai dû en mettre un dehors», glisse François Balique. Au Haut-Vernet, la blessure de ces intrusions répétées est encore à vif. «Ils nous attendaient partout, chez nous, au bar, dans la rue. À ce stade, c'est du harcèlement. La prochaine fois que j'en croise un, je sors la carabine», souffle un habitant. S'il a choisi de vivre ici, c'est pour être tranquille.

En bas, certains jouent le jeu. Ils répondent, s'épanchent, donnent leur avis même s'ils ne savent rien. Un touriste de passage s'est retrouvé à témoigner sur une chaîne d'info en continu. La randonneuse qui a retrouvé les ossements d'Émile a beaucoup raconté son histoire aux micros, toujours à visage couvert. Elle a fini par leur claquer la porte au nez. «Vous n'en avez pas marre de cette histoire?», lance son compagnon depuis le paillasson. Puis, l'espace d'une seconde, son regard change et sa voix se radoucit: «Il y a du nouveau?». Ne pas connaître la vérité met tout le monde à cran.


Règlements de comptes

Aux fêtes du village ou sous les saules pleureurs du terrain de pétanque, on ne se regarde plus tout à fait comme avant. «Bien sûr qu'il y a l'interrogation de qui a fait ça. C'est peut-être quelqu'un qui vit ici aujourd'hui, pointe François Balique. Mais ce qui fait le plus de dégâts, c'est la médiatisation. Les journalistes ne se rendent pas compte du mal que ça fait.» Depuis 1977, l'ancien maire assure avoir toujours veillé à ce que la commune ne se replie jamais sur elle-même. Jusqu'à ce que l'émotion collective, nourrie du mystère et des fantasmes relayés sans relâche par la télévision et les réseaux sociaux, prenne le pas sur tout le reste.

«C'est comme si on vous mettait à nu», explique-t-il en pointant la «désagrégation sociale» à l'origine, selon lui, d'une bascule politique dans le milieu rural. Tous les ingrédients sont là pour que la machine s'emballe: un territoire en vase clos, le visage d'un enfant aux joues roses avec un pissenlit derrière l'oreille, une grande famille au passé trouble, le suicide d'un prêtre, des lettres de corbeaux qui règlent leurs comptes.

«Ça fait écho à l'affaire Grégory, le village reculé, les affaires familiales», suggère Magali Lamy. (...) Comme au bord de la Vologne, le paysage de l'énigme attire les âmes curieuses. Au Bistrot de l'Auberge, on ne comprend pas. «Chaque semaine on a des gens qui disent être là par hasard, et au bout de quinze minutes le petit Émile vient sur la table», raconte avec lassitude une femme du coin. «Il faut prendre de vraies vacances, faire la muraille de Chine, mais pas venir dans un petit village sur les traces d'un drame abominable!», s'insurge une autre.


L'ombre du cold case

Lorsque la famille Vedovini a insisté pour que les restes de leur petit garçon soient enterrés au Vernet, le maire a refusé, par crainte de créer un mausolée un peu morbide. Pourtant, il en est certain: à force d'être filmée, sa vallée attire davantage de touristes. «Les médias ont beaucoup montré la campagne autour du village et les gens ont trouvé ça joli», avance-t-il.

(...)

Les enquêteurs de la «cellule Émile» ont plongé dans le passif violent de Philippe Vedovini, le grand-père, au cœur d'une institution catholique du Nord, avant d'exhumer la présence de Colomban Soleil, le père, des rangs du groupuscule nationaliste Bastion Social ou d'une liste électorale de soutien à Éric Zemmour. Ils ont aussi tiré le fil d'un tueur en série, reliant le sort d'Émile à celui du petit Yannis, 3 ans, disparu dans des circonstances similaires à 60 kilomètres de là en 1989. Chou blanc.

«On se demande si ça ne va pas devenir un “cold case”», soupire François Balique. «Tant que l'enquête n'a pas déterminé ce qui s'est passé, le village reste sous les projecteurs, c'est ça qui est pénible», appuie Magali Lamy. Elle le ressent ainsi, «comme un nœud à l'intérieur de chacun». Le bruit des hélicoptères ne l'a jamais vraiment quittée. Chaque fois qu'elle en entend un, elle se dit qu'il cherche Émile.
Quelle: https://www.slate.fr/societe/au-bout-du-chemin/disparition-petit-emile-deuil-impossible-mediatisation-haut-vernet


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

17.08.2026 um 19:05
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Aussage "am Rande des Dorfes Spuren finden" könnte auf den Friedhof hindeuten, der befindet sich nämlich am südlichen Ende des Weilers.
Und tatsächlich wurden ja auch Grabplatten von den Ermittlern verschoben bzw. Gräber geöffnet, um nachzuschauen, was man dort sehen könnte, was relevant für den Fall Émile sein könnte.

Zudem war es wichtig nachzuweisen, dass Émile sich tatsächlich am Verschwindetag im Weiler aufhielt bzw. schon am Vorabend angereist war.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 08:06
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Aussage "am Rande des Dorfes Spuren finden" könnte auf den Friedhof hindeuten, der befindet sich nämlich am südlichen Ende des Weilers.
Und tatsächlich wurden ja auch Grabplatten von den Ermittlern verschoben bzw. Gräber geöffnet, um nachzuschauen, was man dort sehen könnte, was relevant für den Fall Émile sein könnte.

Zudem war es wichtig nachzuweisen, dass Émile sich tatsächlich am Verschwindetag im Weiler aufhielt bzw. schon am Vorabend angereist war.
Und weiß Jemand, wann die Dorfkapelle durchsucht wurde?



Die Großmutter ruft am 8.Juli um 18:12Uhr die Gendarmerie und die kommt um 19Uhr an und meldet ihr Enkelkind Emilé als vermisst. Die große Suche beginnt.
Da man die ersten Tage von einem Weglaufen des Bübchens ausging und die Dorfkapelle Saint Martin während der Verschwindezeit angeblich verschlossen war, kam sicher Niemand auf die Idee dort zu suchen!?
Die Familie soll diese Kapelle gleich nach ihrer Ankunftszeit ja geputzt haben, sie hatte einen Schlüssel dafür.

Auch bei einer eher flüchtigen Durchsuchung der Kapelle, wäre der kleine Körper dann nicht entdeckt worden. Er könnte später unbemerkt in der Kapelle versteckt, vielleicht auch gleich im Blumenkübel begraben, welcher vielleicht dann in den Innenraum gestellt wurde, begraben worden sein.

Am 12.Juli. – noch während der Suchaktion draußen zugange war - nahm sich die Familie eine Auszeit unter dem Vorwand einen privaten Gottesdienst in der Kirche feiern zu wollen.

Anschließend ca. 21:45Uhr traf sich die ganze Familie oben im Ferienhaus. Die beiden jüngsten Kinder sollen danach von einem Freund der Familie, welcher auch Pferde hätte, abgeholt worden sein, wusste wohl ein Nachbar der Familie BFM zu berichten. Nach deren Informationen blieb die restliche Familie aber noch von der Gendarmerie bewacht Haut-Vernet.
Emiles Großmutter hätte aus medizinischen Gründen eine Reise in die Region Marseille geplant - hat sie diese Reise auch gemacht? Denn Marseille erscheint mir für einen Arztbesuch doch sehr weit entfernt: 3H 44min – 410,3km. Erst recht, zu der Zeit, in der die Familie in Le Haute Vernet doch sicher nun viel schwerwiegendere, dringendere Probleme hat...

Quellen: https://www.ladepeche.fr/2023/07/13/direct-disparition-demile-fin-des-recherches-de-nouvelles-auditions-prevues-ce-jeudi-11339309.php

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/disparition-d-emile-la-famille-s-est-reunie-pour-une-messe-au-haut-vernet_AN-202307130368.html

Dabei könnte man den Leichnam aus der Kapelle Saint Martin in ein vor der Tür parkendes Auto geladen haben, um ihn an einer anderen geheimen Ort versteckt haben...


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 10:31
Ist da nicht ein Widerspruch?
Die Vedovinis werden bewacht, sollen aber den Leichnam umgelagert haben?

Vielleicht sollten wir uns aktuell noch etwas gedulden, bis die Ergebnisse des DNA-Massentests (inkl. Fingerabdrücke) öffentlich gemacht werden.
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:wusste wohl ein Nachbar der Familie BFM zu berichten. Nach deren Informationen blieb die restliche Familie aber noch von der Gendarmerie bewacht Haut-Vernet.
und
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Dabei könnte man den Leichnam aus der Kapelle Saint Martin in ein vor der Tür parkendes Auto geladen haben, um ihn an einer anderen geheimen Ort versteckt haben...
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Am 12.Juli. – noch während der Suchaktion draußen zugange war - nahm sich die Familie eine Auszeit unter dem Vorwand einen privaten Gottesdienst in der Kirche feiern zu wollen.
Das ist nicht ganz richtig dargestellt von dir.
Am Abend des Mittwoch 12. Juli 2023 wurde die Suche nach Émile eingestellt.
Am gleichen Abend fand das Beisammensein der Familien Vedovini und Soleil in der Kapelle Saint-Martin statt. Übrigens, mit einigen Einwohnern, die der Familie nahestehen.
La famille du petit Emile s’est rassemblée hier soir pour une messe dans la petite chapelle du Haut-Vernet. Selon les informations de BFMTV les parents, grands-parents, oncles et tantes de l’enfant étaient réunis pour un moment de communion en chansons. Quelques habitants, proches de la famille, étaient également présents.
Am nächsten Tag dann, am Donnerstag, dem 13. Juli 2023, entschloss sich die Gendarmerie dazu, doch noch ein zweites Mal die Gegend entlang der Straße zwischen Le Haut-Vernet und Le Bas-Vernet abzusuchen, als ultima letzte Suche, die route départementale oder auch "Route du Haut-Vernet" genannt, wie wir heute wissen.

So dargestellt, erscheint das Verhalten der Familien verständlich und nicht egozentrisch.
11h27.

Une route goudronnée de 2 km ratissée par les gendarmes

Comme nous vous le disions plus tôt dans la matinée, une ultime opération de ratissage est prévue par la gendarmerie au Vernet aujourd'hui. Nos confrères de BFMTV qui évoquaient une parcelle ce matin affirment qu'une route goudronnée de 1,8 km va faire l'objet de cette opération de ratissage. Il s'agit de la route entre le village du Vernet et le hameau du Haut-Vernet. Elle avait déjà été sondée les premiers jours de la disparition d'Emile.
Quelle, deine Quelle:
https://www.ladepeche.fr/2023/07/13/direct-disparition-demile-fin-des-recherches-de-nouvelles-auditions-prevues-ce-jeudi-11339309.php

Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Emiles Großmutter hätte aus medizinischen Gründen eine Reise in die Region Marseille geplant - hat sie diese Reise auch gemacht?
Bei BFMTV steht, die Großmutter hat eine Reise in die Region von Marseille vorgesehen mit einem ihrer jüngsten Kinder aus gesundheitlichen Gründen.
Seule la grand-mère d’Émile, a prévu un déplacement dans la région marseillaise avec l’un de ses jeunes enfants pour raison médicale.
Ich vermute, dass es "gestattet" wurde, warum auch nicht, die Großeltern und deren Kinder durften sich frei bewegen. Es war ihre Entscheidung, den Sommer 2023 weiterhin in Le Haut-Vernet zu bleiben, überwacht von den Gendarmen, dort verscheuchten die Gendarmen Neugierige und Journalisten.
Selon nos informations, la famille entière a décidé de rester dans le hameau du Haut-Vernet, toujours surveillé par des gendarmes qui éloignent les curieux et les journalistes ce jeudi matin. 
Quelle:
https://www.bfmtv.com/bfm-dici/disparition-d-emile-la-famille-s-est-reunie-pour-une-messe-au-haut-vernet_AN-202307130368.html


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 15:24
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Ist da nicht ein Widerspruch?
Die Vedovinis werden bewacht,
Ja, diese Information kann tatsächlich etwas anders übersetzt werden:
'Die Familie beschloss im Weiler zu bleiben. Dieser Weiler – nicht die Familie V.! – wurde auch am Donnerstagmorgen, nach der Messe noch von Gendarmen bewacht, um Neugierige und Journalisten fernzuhalten. Nur Emiles Großmutter hat aus medizinischen Gründen eine Reise in die Region Marseille geplant...'

Quelle: https://www.bfmtv.com/bfm-dici/disparition-d-emile-la-famille-s-est-reunie-pour-une-messe-au-haut-vernet_AN-202307130368.html
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:So dargestellt, erscheint das Verhalten der Familien verständlich und nicht egozentrisch.
Als egozentrisch hab ich das auch nicht gemeint/bezeichnet.


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 15:45
Zitat von WunderfitzchenWunderfitzchen schrieb:Ja, diese Information kann tatsächlich etwas anders übersetzt werden:
'Die Familie beschloss im Weiler zu bleiben. Dieser Weiler – nicht die Familie V.! – wurde auch am Donnerstagmorgen, nach der Messe noch von Gendarmen bewacht,
Das hast du richtig erkannt, die Familie wurde nicht gezielt überwacht von den Gendarmen, sondern der ganze Weiler Le Haut-Vernet.

Aber wer weiß, vielleicht wurde von Seiten der Gendarmerie versucht das eine zu tun, ohne das andere (im Geheimen) nicht zu unterlassen.

Auf jeden Fall abenteuerlich, deine Hypothese von heute morgen 8 Uhr 6. *smile*


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 17:08
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:oder es gab einen Unfall mit dem Kleinkind, der beim Halten oder Wiederanfahren passierte, falls Emile so ungünstig dort spielte, dass er schlichtweg übersehen wurde.
Wieso meinst du eigentlich, daß so etwas nur mit einer fremden, außenstehenden Person passiert sein könnte @LillyLego ?
Ich könnte mir immer noch viel eher vorstellen, daß so ein Unfall bei den Wassertrögen einer Person passiert ist, die dort irgendwo lebt.
Solche Unfälle mit Kleinkindern kommen ja vor.
Und warum hätte jemand, der sich durch Zufall im Dorf verirrt hat, die Leiche erst mitnehmen und später wieder zurückbringen sollen? Das erschließt sich mir nicht so ganz…..


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Émile (2) in Le Haut Vernet (F) tot aufgefunden

18.08.2026 um 19:36
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Vielleicht sollten wir uns aktuell noch etwas gedulden, bis die Ergebnisse des DNA-Massentests (inkl. Fingerabdrücke) öffentlich gemacht werden.
Wann ist denn mit einer Veröffentlichung zu rechnen?


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