Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.975 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.09.2026 um 22:56
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Verdienen sie nicht eher unseren Respekt als eine negative Interpretation von egal was sie machen?
Bewusst wurde es von mir als Frage formuliert und nicht als Interpretation.

Ich dachte, wir schreiben hier im Krimiforum, versuchen wie Ermittler zu denken. Meinst du, die Ermittler versagen sich solche Fragestellungen aus Höflichkeit den Kindseltern gegenüber?

Was ist eigentlich mit den Großeltern väterlicherseits, sind die Nebekläger (partie civile)?
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich verstehe Deinen Denkansatz, aber zu beurteilen, wie man trauern kann, vermag nur jemand, der in einer vergleichbaren Lage war. Der Umgang mit einem entsetzlichen Verlust ist bei jedem anders. Wer das durchmachen musste, weiß das, weil man eine andere Sensibilität bekommt.
Ich schätze deine Beiträge, nur hier gehst du zu weit, mir eine falsche Sensibilität unterstellend. Du kennst mich nicht.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.09.2026 um 23:37
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Ich dachte, wir schreiben hier im Krimiforum, versuchen wie Ermittler zu denken. Meinst du, die Ermittler versagen sich solche Fragestellungen aus Höflichkeit den Kindseltern gegenüber?
Genau, wir sind Außenstehende in einem Krimiforum. Wir haben einen Bruchteil der Informationen, die die Ermittler haben. Um Deine Frage zu beantworten: wäre es denkbar, dass sich die Familie abgesprochen hat, die Großeltern neue Ermittlungsansätze (stellvertretend) fordern, weil die Eltern einfach keine Kraft mehr haben? Ich jedenfalls kann keine Gleichgültigkeit ableiten, solange ich dafür keinen Beleg habe.

Was mit den Großeltern väterlicherseits ist, und ob sie als Nebenkläger auftreten, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist für mich auch vollkommen irrelevant.

Natürlich muss man Vorgänge versachlichen, um richtig bewerten zu können. Ich glaube, das mache ich mit meiner Denkweise der Großzügigkeit und der tausend Möglichkeiten.

Mag sein, dass mein Post etwas scharf formuliert war, aber zu meiner Entschuldigung kann ich sagen, dass ich selbst in einer ähnlichen, wenn auch nicht vergleichbaren Situation war, unsere Familie komplett von der Presse abgeschirmt werden musste, damit die Aasgeier nicht Haus und Garten belagern, um Informationen zu bekommen und Fotos von fassungslosen und zerstörten Menschen, die an einem Punkt im Leben stehen, der nicht zu ertragen ist, zu schießen, weil die Öffentlichkeit angeblich ein Anrecht darauf hat. Eine Situation, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen möchte. Deswegen k***t es mich in diesem Thread von Anfang an, wie jeder Handschlag bewertet wird (Philippe hat geraucht, Philippe hat nichts gesagt, die Großeltern haben gebetet, ...).

Hier ist eine fürchterliche Katastrophe passiert, die das Leben der ganzen Familie und auch der Dorfbewohner komplett aus den Fugen gehauen hat. Auch diese sozialen Konsequenzen gehen mir sehr nahe, weil sie mir bekannt sind.

Wir hier in einem Krimiforum haben keine Akteneinsicht. Wir bekommen ab und an mal einen Brocken von der Presse hingeworfen, als viertes Puzzlestück in einem 1000-Teile-Puzzle. Daraus können wir einen Strumpf stricken oder einen Schal. Da ich nicht stricken kann, lasse ich den Wollknäul liegen.


melden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.09.2026 um 00:37
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Der Umgang mit einem entsetzlichen Verlust ist bei jedem anders.
Ich greife nur mal diesen einen Satz heraus, weil ich dazu folgende Gedanken habe.
Zu bedenken ist meines Erachtens auch, dass die Eltern des kleinen Émile, Marie und Colomban Soleil, noch eine ganz andere Dimension der Trauer zu verkraften haben. Sie waren nicht zugegen, als die Tragödie begann, sie wissen nur das, was ihnen berichtet wurde. In völliger Unkenntnis über die Hintergründe im Vorfeld zu sein, das kann zusätzlich belasten und verunsichern.


2x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.09.2026 um 01:43
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Sie waren nicht zugegen, als die Tragödie begann,
Vermutlich werden sie sich Vorwürfe machen, Émile vorab im Ferienhaus gelassen zu haben. Aber das ist das Übliche 'da wenn ich und da hätt ich'. Es macht die Situation nicht leichter.

Im Fall von Inga kommt ja auch immer wieder die Frage auf, wie Inga verschwinden konnte, obwohl drei Männer und zahlreiche Kinder und Jugendliche draußen unterwegs waren. Elias wurde innerhalb eines kleinen Zeitfensters aus einem belebten Innenhof entführt, obwohl die Mutter vom Fenster aus den Jungen im Blick hatte. Die Liste kann endlos erweitert werden. Es ist allen von uns klar, dass man kein Kind pausenlos beaufsichtigen kann. Die Frage der Schuld lastet aber auf den direkten Angehörigen, denn sie fühlen sich schuldig an der Situation. Das mag abstrakt auf jemanden wirken, der die Dinge rational betrachtet. Wer aber schon einmal in einer vergleichbaren Situation war, versteht das ganz gut.


melden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.09.2026 um 10:50
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Sie waren nicht zugegen, als die Tragödie begann, sie wissen nur das, was ihnen berichtet wurde. In völliger Unkenntnis über die Hintergründe im Vorfeld zu sein, das kann zusätzlich belasten und verunsichern.
Und nicht zu vergessen, Jahre zuvor noch haben die Kindseltern den französischen Staat versucht zu bekämpfen, standen einer rechtsextremen Organisation nahe, die seit 2019 nun endlich verboten ist, unterstützten den rechtsextremen Politiker Éric Zemmour. Und nun sind sie auf die Mithilfe dieses Staates angewiesen, und nun gibt dieser Staat seit drei Jahren enorm viel Geld aus, um das Schicksal ihres Kindes zu klären. Dieser Kontext sollte festgehalten werden. Wie fühlt man sich dabei?

[Ironie ein] Das wirkt auf mich alles andere als abstrakt, rational betrachtet.[Ironie aus]
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 17.08.2026:Eigene Übersetzung:
(...)
Die Ermittler der "Zelle Émile" haben (...) erkundet, (...) bevor sie die Gegenwart von Colomban Soleil aufdeckten, den Vater, aus den Reihen der nationalistischen Bastion Social (**) oder Unterstützer der Wahlliste von Eric Zemmour.
(...)
(**) Bastion Social war eine französische neofaschistische und ultranationalistische Gruppierung, die von 2017 bis zu ihrem staatlichen Verbot im April 2019 aktiv war.
Zu Éric Zemmour:
Éric Zemmour (* 31. August 1958 in Montreuil bei Paris) ist ein rechtsextremer französischer Politiker, Journalist und Autor sowie Vorsitzender der von ihm gegründeten Kleinpartei Reconquête. Er thematisiert in polemischer Weise vor allem die Sicherheits- und die Migrationspolitik und wurde mehrfach wegen Aufrufs zu rassistischer Diskriminierung rechtskräftig verurteilt. Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich 2022 schied er nach dem ersten Wahlgang aus.
(...)
Zemmour gilt als einer der bekanntesten Exponenten der islamkritischen bis islamfeindlichen und frauenfeindlichen[19] sowie geschichtsrevisionistischen[20] Rechten in Frankreich. 
Quelle: Wikipedia: Éric Zemmour

In der Haltung der Kindseltern zum islamfeindlichen, rechtsextremen ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour sehe ich zudem einen möglichen Konflikt mit dem Taufpriester Claude Gilliot, der als Universitätsprofessor jahrzehntelang Islamwissenschaft betrieb und dies wissenschaftlich, theoretisch, zu einer Zeit, in der der Islamismus für Westeuropa nicht die große politische Bedeutung und Bedrohung hatte wie seit 9/11.

Aber wer weiß, vielleicht war den Kindseltern dies gar nicht bewusst, bei der Taufe war Claude Gilliot ja schon 80+ und lange eremittiert.
Claude Gilliot (geb. 6. Januar 1940 in Guemps; gest. am 15. März 2025 in Aix-en-Provence[1]) war ein französischer Islamwissenschaftler und Arabist aus dem Dominikanerorden. Das Doctorat d’état 1987 absolvierte er über Aspects de l’imaginaire islamique commun dans le Commentaire de Tabari.[2] Er war Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität der Provence und Autor verschiedener Artikel über Koranexegese und islamische Theologie aus der „klassischen“ Zeit.[3] Sein Forschungsschwerpunkt war die Untersuchung des Entstehungsprozesses des Korans.[4] 
Quelle:
Wikipedia: Claude Gilliot

Ich vermute den Islamwissenschaftler und Arabisten Claude Gilliot eher als Vermittler zwischen den drei Religionen, so wie das Ergebnis seiner Forschungen in der französischen Wikipedia kurz zusammengefasst wird:
Il établit que les passages mécquois du Coran ont été composés dans un groupe juif et chrétien. 
Eigene Übersetzung:
Er etablierte, dass jene Passagen des Korans, die aus Mekka stammen, von einer jüdischen und christlichen Gruppe zusammengestellt wurden.

Quelle: Wikipedia: Claude Gilliot


Mir gefällt es überhaupt nicht, dass immer auch die Politik unterschwellig in diesem Fall auftaucht und deshalb nicht vergessen werden darf, ein neuer Bürgermeister für die kleine Kommune Le Vernet, der auch den extremen Rechten nahestehen soll und Trumps Wahlkampfslogan für das kleine Dorf Le Vernet adaptiert, dem der Großvater seine Hand gibt.

Gilles Thézan hat mich jedenfalls politisch enttäuscht.

Ich verfolge die Menschen des Falles hier nicht auf den sozialen Medien oder in Quellen hinter paywall, ich begnüge mich mit den für die Rubrik zulässigen Quellen, das macht schon Arbeit genug, da mag manche Äußerung von mir uninformiert erscheinen, aber irgendwann fließen diese Informationen ja auch in zulässige Quellen ein und dann verhalte ich mich dazu und lese weiterhin aufmerksam zwischen den Absätzen, Zeilen, Wörtern, Satz- und Leerzeichen.

Warum die Wahl der Großeltern just auf jenen Journalisten fiel, gegen den die Kindseltern heftige Kritik austeilen, erschließt sich mir weiterhin nicht. Die Frage darf aber gestellt werden.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.09.2026 um 17:50
Zitat von AntoineAntoine schrieb:Die Pferdethese wird in dem neuen Buch von Peggy Poletto, Emile Soleil-Le silence et le bruit vertreten. Natürlich nur als These, nicht als Fakt.
Auf seiner Homepage schreibt Valentin Doyen, dass ein Hufschlag eines Pferdes eventuell möglich ist, ohne prioritär zu sein.

Quelle: https://valentindoyen.fr/articles/emile-a-ete-tue
Textstelle vom 23. August 2026

Valentin Doyen veröffentlicht viele seiner Informationen auf der Homepage, Zusammenfassungen seiner Aussagen im TV, Auszüge aus seinem Buch. Alles mit Copyright und dem Hinweis, ihn als Autor zu nennen. Das mache ich gerne, aber möchte vorsichtig bleiben und zitiere nicht. Die Verlinkung bietet er ja mit Symbol an.

Der Pferdetritt wird in einem Auszug aus seinem Buch erwähnt, in dem er sein Wissen zum Tode des Kindes mitteilt. Sehr lesenswert. Die Homepage ist eine sichere Verbindung und generiert zudem nur zwei cookies. Und ihr Design ist angenehm zurückhaltend, ganz anders als seine Shorts.
Zitat von AntoineAntoine schrieb:Ich ziehe daher meine Pferdethese auch zurück, die Ermittler haben das eigentlich ausgeschlossen - das kann man den letzten offiziellen Statements entnehmen.
Danke, dass du die Pferdethese eingebracht hast. Ist vielleicht doch nicht zu vergessen.


melden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.09.2026 um 20:59
Eine news aus der abendlichen Gemeindeversammlung in Le Vernet im August 2026:

Als Überraschung nahm Anne Vedovini, die Bewohnerin mit Zweitwohnsitz seit 25 Jahren, dort teil, saß in der ersten Reihe, unübersehbar, und beantragte Überwachungskameras für die Gemeinde Le Vernet. Damit griff sie ein Wahlversprechen des neuen Bürgermeisters Gilles Thézan auf. Dem Vorschlag zufolge sollen ein oder zwei Kameras an den Eingängen des Dorfes installiert werden, die dokumentieren, wer nach Le Vernet hineinkommt und wer Le Vernet verlässt.

Die Hälfte war dafür, die andere Hälfte dagegen, die Diskussion lebhaft, Anne Vedovini verschaffte sich mit Autorität Gehör für ihre Argumente. Der ehemalige Bürgermeister François Balique, nun Gemeinderatsmitglied in der Opposition, zeigte sich aufgebracht dagegen, plädierte für Privatsphäre. 40 Personen nahmen als Zuschauer teil, was wohl ungewöhnlich war.

Manche Einwohner erlebten den Abend als Provokation. Madame Vedovini sei nie in der Gemeindeversammlung gewesen und nun gleich zwei mal in der Woche im Dorf; zuerst bei der Prozession (*) und nun in der Versammlung. Man tuschelte, jetzt, da ihre Kinder größer werden, hätte sie mehr Zeit, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die Großmutter hofft auf eine Rückkehr nach Le Haut-Vernet wie vor dem Drama und blickte den Einwohnern selbstbewusst in die Augen, obwohl ihr Enkel dort zu Tode kam.

Anmerkung:
Weitere Details sollen auf fb sein, was ich nicht eingesehen habe.

Dies ist die Inhaltsangabe eines Artikels vom Autor Valentin Doyen auf seiner Homepage.

Quelle: https://valentindoyen.fr/articles/la-grand-mere-d-emile-au-coeur-d-un-conseil-municipal-explos
vom 23. August 2026

Für die Ermittlungen im Fall "Émile" könnten Überwachungskameras wohl nicht schädlich sein, wenn auch eine Zumutung.

(*) Die Marienprozession zu Mariä Himmelfahrt fand am 14. August 2026 statt.
La procession mariale de l'Assomption au village du Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) s'est déroulée le vendredi 14 août 2026 au soir, veille du 15 août. [1]

Organisée par la paroisse locale, cette procession traditionnelle s'est exceptionnellement mêlée aux festivités de la fête du village qui battait son plein le même soir. [1, 2]
Quelle: Google, KI


2x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 00:55
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Ich vermute den Islamwissenschaftler und Arabisten Claude Gilliot eher als Vermittler zwischen den drei Religionen,
So wird es sein, er hat in den Religionen das Verbindende gesucht.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Und nicht zu vergessen, Jahre zuvor noch haben die Kindseltern den französischen Staat versucht zu bekämpfen, standen einer rechtsextremen Organisation nahe, die seit 2019 nun endlich verboten ist, unterstützten den rechtsextremen Politiker Éric Zemmour. Und nun sind sie auf die Mithilfe dieses Staates angewiesen, und nun gibt dieser Staat seit drei Jahren enorm viel Geld aus, um das Schicksal ihres Kindes zu klären. Dieser Kontext sollte festgehalten werden.
Vielen Dank für deine umfangreichen Recherchen. Ich kann das alles überhaupt nicht einordnen, mir sind Persönlichkeitsmerkmale von Menschen, die radikalen oder extrem nationalistischen Gruppierungen angehören, vollkommen fremd. Und wenn bei diesen Menschen noch eine extrem strenge traditionelle Auslegung des Glaubens hinzukommt, dann kann sich das Schwarz-Weiß-Denken auch noch radikalisieren, gleich welcher politischer/religiöser Zugehörigkeit.
Colomban S. musste 2018 wegen eines mutmasslichen Angriffs auf Personen mit Migrationshintergrund vor dem Strafgericht in Aix-en-Provence erscheinen. Er wurde in diesem Fall schliesslich freigesprochen.

Bei den Regionalwahlen 2021 tauchte Colomban S. an vierter Stelle auf einer Wahlliste zur Unterstützung von Eric Zemmour auf, dessen Ansichten der extremen Rechten zugeordnet werden. Colomban S. ist ausserdem Mitglied der katholischen Bewegung «Chrétienté-Solidarité», eine 1982 gegründete katholisch-traditionalistische und rechtsextreme Organisation. Pierre S., Colombans Vater und Émiles Grossvater, ist deren Schatzmeister.
Quelle: https://www.20min.ch/story/rechtsextremer-vater-strengglaeubige-mutter-so-tickt-die-familie-von-emile-472956957616

--- --- ---

Mein Fokus lag allerdings lediglich auf dem Tag des Verschwindens, da selbst ein familiärer Hintergrund noch nicht gänzlich ausgeschlossen ist. Den beiden anonymen Briefen wird ja von Seiten der Ermittler durchaus eine gewichtige Rolle zugesprochen. Wobei ich nicht denke, dass darin der Großvater, aufgrund seiner autoritären, unnachgiebigen Persönlichkeit, als Täter angeschwärzt wird.

Die Verbindung Valentin Doyen mit den Großeltern Anne und Philippe Védovini ist durchaus ein Drahtseilakt, denn persönlichere Ebenen können Berichterstattungen durchaus unbewusst verzerren. Jede Meinung ist eine Darstellung nach außen, die sich steuern lässt.
Falls die Großeltern sich tatsächlich ohne Zustimmung von Émiles Eltern gegenüber V. Doyen geöffnet haben, kann das verständlicherweise zu innerfamiliären Spannungen in der Großfamilie führen. Eine Geschlossenheit wäre besser, sie wahrt am ehesten die Kontrolle über die Medien.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 02:57
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Dies ist die Inhaltsangabe eines Artikels vom Autor Valentin Doyen auf seiner Homepage.
Danke dir für deine ausführliche Recherche. Das ist sehr Interessant. Gibt es zu diesem Vorfall dazu mittlerweile auch Statements aus der nationalen Presse? Da hätte ich sehr gerne eine unabhängige Quelle dazu.
Mein Eindruck über die berichtete Gemeinderatsitzung ist eher so, dass sich die Familie Vedovini gerade keine Freunde im Dorf macht. Aber das ist ja auch nicht ihr anliegen.
Was mich nicht überrascht, Anne V. ist bei dieser Gemeinderatsitzung anwesend bringt einen Vorschlag zur Abstimmung ein und der Neue Youtube Star Doyen ist hier auch zufällig vor Ort?
Es gibt schon SELTSAME Zufälle.
@CharliesEngel
Aber die Info war sehr interessant. Danke dir für deine Recherche.


2x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 07:13
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Falls die Großeltern sich tatsächlich ohne Zustimmung von Émiles Eltern gegenüber V. Doyen geöffnet haben, kann das verständlicherweise zu innerfamiliären Spannungen in der Großfamilie führen.
Und wenn es ein Ablenkungsmanöver ist, dieser Zwist der Kindseltern zu Valentin Doyen?

Doyen widmet im Vorwort sein Buch sehr emotional den beiden kleinen Jungs, im gleichen Alter, und schreibt ungefähr, Émile hätte wie sein kleiner Sohn in dieser Welt leben sollen, sie sich erkunden sollen, die gemeinsame Luft atmen oder so ähnlich. .
Gestern war eine Leseprobe seines Buches noch auf der Homepage von Valentin Doyen, heute nicht mehr.

Ich finde das einfach wundervoll, Émile wird so nicht vergessen außerhalb der Familie, für mich hat ein gedrucktes Buch immer noch einen soliden Standard, anders als das Internet, das abgeschaltet werden kann. Und natürlich darf Valentin Doyen damit Geld verdienen, das Buch wird viel Arbeit gemacht haben. Ein Blick auf seine angekündigten Lesungen in Digne-les-Bains dieses Wochenende und in Périers (ca. 2.376 Einwohner) Département La Manche, nächstes Wochenende, also ich weiß nicht, ob sich das noch zum Seller entwickelt.

Der Großvater väterlicherseits teilt also die politische Haltung seines Sohnes, danke dir für diese Info.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 08:06
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Gibt es zu diesem Vorfall dazu mittlerweile auch Statements aus der nationalen Presse? Da hätte ich sehr gerne eine unabhängige Quelle dazu.
Leider (noch) nicht. Kommt mit auf die To-Do-Liste.
Müssten sich die Zeitungen nicht mal zu Valentin Doyen verhalten, die werden sich doch auch die gleichen Fragen stellen wie wir hier? Immerhin wird Doyen weiterhin zu TV-Sendungen eingeladen, wie zuletzt in "C dans l'air".
Wie gesagt, Doyen berichtet darüber auch auf fb, erschien mir eben mit einer Art Comicbild auf Google. Ich bin jedoch nicht dort angemeldet.
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Was mich nicht überrascht, Anne V. ist bei dieser Gemeinderatsitzung anwesend bringt einen Vorschlag zur Abstimmung ein und der Neue Youtube Star Doyen ist hier auch zufällig vor Ort?
Es gibt schon SELTSAME Zufälle.
Es waren ja auch 40 Zuschauer an dem Abend anwesend, irgendwie dürfte das intern im Dorf schon bekannt gewesen sein, dass es um was wichtiges gehen wird, auch wenn der Antrag der Großmutter am Ende des Abends bei Punkt "Fragen der Bürger" gestellt wurde.

Leider wurde die Homepage der Gemeinde Le Vernet seit Februar 2026 nicht aktualisiert, sie ist derzeit auch eine unsichere Verbindung. Der letzte Bericht einer Gemeinderatssitzung (conseil municipal) stammt von Februar 2026, im März 2026 fanden die Kommunalwahlen statt. Wollte der neue Bürgermeister Gilles Thézan nicht transparenter sein als sein Vorgänger?

Ein Blick auf die Ergebnisse der Stichwahl der letzten Präsidentschaftswahl 2022 zeigt die politische Zerrissenheit des kleinen Dorfes:
Les resultats du premier tour de l'election presidentielle
Le Vernet
CANDIDAT
SCORE

Jean-Luc MELENCHON
24,43 %
La France insoumise
32

Emmanuel MACRON
21,37%
La Republique en marche
28

Marine LE PEN
19,85 %
Rassemblement national
26

Jean LASSALLE
8,40 %
Resistons !
11

Eric ZEMMOUR Reconquête
7,63%
10

Valerie PECRESSE
6,87 %
Les Republicains
9

Anne HIDALGO
3,82%
Parti socialiste
5

Yannick JADOT
2,29 %
Europe-Ecologie-Les Verts
3

Fabien ROUSSEL
2,29 %
Parti communiste francais
3

Nicolas DUPONT-AIGNAN
1,53 %
Debout la France
2

Philippe POUTOU
1,53 %
Nouveau Parti anticapitaliste
2

Nathalie ARTHAUD
0,00 %
Lutte ouvriere
Stichwahl 2022:
Les résultatd tour de l'élection présidentielle à Le Vernet
CANDIDAT
SCORE

Emmanuel MACRON La République
51,33%
58

Marine LE PEN Rassemblement national
48,67%
55
Quelle: http://www.mairie-le-vernet.info/presidentielles.htm

In der ersten Runde gaben 131 ihre Stimme ab.
In der Stichwahl 113.

Frage: Werden bei der Angabe der Einwohner nur Erwachsene in der Statistik angegeben? Keine Kinder? Le Vernet hatte 2023: 132 Einwohner laut französischer Wikipedia.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 13:04
Die 132 Einwohner wohnen dort dauerhaft. Es können aber auch Zweit- Wohnungsbesitzer dort in der Wählerliste eingetragen sein, und das ist in dieser Gemeinde der Fall, sie hat 221 Stimmberechtigte.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 13:27
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Müssten sich die Zeitungen nicht mal zu Valentin Doyen verhalten, die werden sich doch auch die gleichen Fragen stellen wie wir hier?
Nach Veröffentlichung von Doyens Buch haben sich die Eltern in einem der wenigen öffentlichen Statements erbeten, dass die Presse doch bitte die Ermittler ermitteln lassen soll und nicht alles hundert Mal durch die Presse interpretiert und zum Teil auch fehlinterpretiert werden soll, um keine Ermittlungen zu gefährden.

Vielleicht hält sich ja der Rest der Medien daran und nur der gute Doyen tanzt aus der Reihe? Immerhin haben andere Medienvertreter ja einen Auftrag ihrer Presseabteilung, sind somit Angestellte, und müssen nicht die Werbetrommel für jedes noch so unwichtige Detail rühren.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Und natürlich darf Valentin Doyen damit Geld verdienen, das Buch wird viel Arbeit gemacht haben
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:also ich weiß nicht, ob sich das noch zum Seller entwickelt.
Joah, und wahrscheinlich wird man nichts mehr von ihm hören, wenn der Fall erstmal gelöst ist, mich würde daher eher seine berufliche Perspektive nach! Emile interessieren.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb am 03.05.2026:Ich hatte mich kritisch geäußert, was das veröffentlichte Buch von Valentin Doyen angeht und seine "eigentliche Motivation" dahinter.

Nun kommt endlich auch ein Statement der Familie dazu, was ich voll und ganz so nachvollziehen kann
„Das Rennen um Aufmerksamkeit“
„ Schweren Herzens sehen wir uns gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen “, schreiben sie in der Einleitung. Dann verweist das Paar umgehend auf ein kürzlich erschienenes Buch* über die Ermittlungen zum Tod ihres Sohnes. Laut ihnen gibt der Journalist darin zu, „im Namen des Sensationsgier-Wettlaufs eine ganze Familie geschädigt zu haben, (…) und verbreitet reine Fantasiegeschichten, da er die Aussagen einiger Zeugen nicht überprüfen konnte. “ „ Dies ist kein investigatives Buch, sondern ein Buch, das – wie alle Medien – die einzige laufende, gerichtliche und vertrauliche Untersuchung nur teilweise und in diesem Fall voreingenommen darstellt, von der der Autor größtenteils keine Kenntnis hat “, betonen Marie und Colomban Soleil . Bereits auf den ersten Seiten seines Buches zieht der Autor Parallelen zu seinem Sohn, was die Eltern des kleinen Émile empört. „ Er hat das Verschwinden unseres Kindes zu einer ‚persönlichen Angelegenheit‘ gemacht, indem er Parallelen zu seinem eigenen Familienleben zieht und einen unanständigen Vergleich zwischen seinem Leid und unserem anstellt.“
Quelle: https://www.lefigaro.fr/faits-divers/mort-d-emile-les-parents-sortent-du-silence-et-denoncent-les-purs-fantasmes-relayes-sur-l-enquete-20260503


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 13:58
Die Journalistin Peggy Poletto erwähnt in einem Interview anlässlich ihres Buches, dass auch Stroh unter den gefundenen Elementen ist, neben dem Kot von Fledermäusen und einer Schnur.
La présence de traces et d’éléments, parmi lesquels de la paille, des fientes de chauves-souris ou encore un fil pouvant être utilisé dans le milieu agricole ont notamment alimenté la piste d’un bâtiment agricole, bien qu’aucun lieu précis n’ait été identifié.
Sie stellt sich die Frage, wie es jemandem gelingen kann, psychologisch betrachtet, dem Verursacher oder einem Zeugen, drei Jahre lang solch ein Geheimnis zu bewahren.
Pour elle, une autre interrogation demeure : comment un éventuel auteur ou témoin pourrait-il garder le silence pendant trois ans ? « Il y a des gens qui savent et, au niveau psychologique, je me demande comment ils arrivent à garder un tel secret. »
Sie hinterfragt insbesondere die exakte Uhrzeit des Aufwachens von Émile von seiner Siesta und die Identität des Kindes, so wie es danach im Weiler bemerkt wurde.
Elle s’interroge notamment sur l’heure exacte à laquelle Émile s’est réveillé de sa sieste et sur l’identité de l’enfant aperçu ensuite dans le hameau.
Sie stellt die Frage: «War es wirklich er, der auf der Hauptstraße von Le Haut-Vernet gesehen wurde?» Für sie können einige Stunden die Annahmen der Ermittlung komplett verändern. «Das timing ist der hyper wichtige Schlüssel in dieser Akte.»
« On peut se demander à quelle heure Émile s’est réveillé de la sieste, est-ce que c’est vraiment lui qui a été vu sur la voie principale du Haut-Vernet ? » Pour elle, quelques heures peuvent complètement modifier la lecture d’une enquête. « Cette clé du timing est hyper importante dans le dossier. »
Peggy Poletto bezieht sich bewusst nur auf jene Elemente für ihr Buch, die offiziell vom Staatsanwalt und den Ermittlern kommuniziert wurden, ohne die zahlreichen Theorien aus den Sozialen Medien zu befüttern.
Elle dit avoir volontairement travaillé à partir des éléments officiels communiqués par le parquet et les enquêteurs, sans chercher à alimenter les nombreuses théories apparues sur les réseaux sociaux.
Quelle: https://actu.fr/provence-alpes-cote-d-azur/toulon_83137/mort-du-petit-emile-accident-homicide-une-journaliste-varoise-livre-son-analyse-apres-trois-ans-d-enquete_64743117.html

Der Ansatz des Buches von Peggy Poletto ist anders, keine Interview-Recherche im Dorf, sie blickt auf die Aussagen der Ermittler und das offizielle des Staatsanwalts, trotzdem stellt sie in den Medien Fragen, hinterfragt essentielle Aspekte des bisherigen "Narrativs", das Siestaende und Sichtungen. Punkte, die bisher als gesetzt galten.

Hier trifft Poletto auf Doyen, der Unstimmigkeiten bei den Sichtungen in der Sendung "C dans l'air" Ende August 2026 ansprach.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 31.08.2026:▪︎ Valentin Doyen berichtet ebenfalls, dass die erneuten Befragungen (in den letzten Monaten, mMn), Unstimmigkeiten in der Sichtung ergaben, Leute, die mehrmals bei den Ermittlern waren und aussagten, was geklärt werden muss. Welche Unstimmigkeiten, sagt er nicht.
Was mir schon länger auffällt, die Sichtungen von Émile am Vormittag im Garten der Großeltern durch Nachbarn werden schon länger nicht mehr angeführt, auch Peggy Poletto erzählt davon nichts im Interview. Was bedeutet das? Ist der Ablauf am Vormittag nachweislich belegbar?

Irgendwo las ich, dass Peggy Poletto etwas Jura studiert habe, seit 30 Jahren für die Zeitung "Nice-Matin" bzw. "Var-Martin" (östlich von Nizza) arbeitet, spezialisiert auf Prozesse und Kriminalität.


3x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 14:31
Zitat von AntoineAntoine schrieb:Die 132 Einwohner wohnen dort dauerhaft. Es können aber auch Zweit- Wohnungsbesitzer dort in der Wählerliste eingetragen sein, und das ist in dieser Gemeinde der Fall, sie hat 221 Stimmberechtigte.
Interessant. Vielen Dank dir @Antoine

Aktives Wahlrecht ab 18. Lebensjahr.
Präsidentschaftswahl
(...)
Wer darf wählen?

Das aktive Wahlrecht, also die Berechtigung, wählen zu gehen, haben in Frankreich alle französischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und im Besitz ihrer bürgerlichen und politischen Rechte sind. Eine vorherige Eintragung in ein Wählerverzeichnis im Rathaus, online oder im Konsulat, ist erforderlich.
(...)
In Frankreich dürfen Wählende aus Angst vor Manipulationen nicht mehr per Briefwahl abstimmen. Bei der Präsidentschaftswahl ist es daher nur möglich, selbst an der Wahlurne zu wählen oder eine Vertretung zu bestimmen, die dies tut.
Quelle: https://www.lpb-bw.de/das-franzoesische-wahlsystem

Bei 221 Stimmberechtigten in Le Vernet zur Präsidentschaftswahl 2022, also ein Jahr vor dem Verschwinden von Émile, sind nun ca. 80 getestet worden, darunter nicht nur Einwohner, sondern auch andere: Die Testlücke wird immer größer, könnten also auch 141 Personen sein, sofern alle am Verschwindetag in Le Vernet gewesen sind.

Das deckt sich ziemlich gut mit den maximal 150 Personen, die Doyen im TV erwähnte.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 31.08.2026:Valentin Doyen stellt nun die Frage, warum so eine große Lücke entstand, 80 Personen zu maximal 150 Personen (Doyen spricht von 150 Personen, keine Ahnung warum, 2023 hatte Le Vernet gesamt 132 Einwohner laut Wikipedia).
q. e. d. [smile]


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 15:14
@LillyLego
Für mich wird jetzt immer klarer, dass die Kindseltern entweder irgendetwas nicht verstehen (wollen) oder andere Gründe haben, den Buchautor Valentin Doyen anzugreifen.

Direktzitat aus deiner Quelle "Le Figaro":
Laut ihnen gibt der Journalist darin zu, „im Namen des Sensationsgier-Wettlaufs eine ganze Familie geschädigt zu haben, (…) und verbreitet reine Fantasiegeschichten, da er die Aussagen einiger Zeugen nicht überprüfen konnte. “
Quelle: https://www.lefigaro.fr/faits-divers/mort-d-emile-les-parents-sortent-du-silence-et-denoncent-les-purs-fantasmes-relayes-sur-l-enquete-20260503
Hervorhebung durch mich

Ich fasse es nicht: Weil der Journalist Valentin Doyen Zeugenaussagen nicht überprüfen konnte, und dies wahrscheinlich in seinem Buch so darlegte, also einem journalistischen Standard folgte, alles professionell richtig machte, sollen nach Meinung der Kindseltern nun "reine Fantasiegeschichten" im Buch stehen, die der Familie schaden - klar, unschädliche Fantasiegeschichten würden die Kindseltern wohl nicht kritisieren.

Sollte es sich bei diesen Zeugenaussagen, die Doyen nicht verifizieren konnte, um Sichtungen handeln, wissen wir seit heute, die Autorin Poletto schreibt auch davon, hinterfragt die Sichtungen von Émile in der Gasse:
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Sie stellt die Frage: «War es wirklich er, der auf der Hauptstraße von Le Haut-Vernet gesehen wurde?» Für sie können einige Stunden die Annahmen der Ermittlung komplett verändern. «Das timing ist der hyper wichtige Schlüssel in dieser Akte.»

(...)

Hier trifft Poletto auf Doyen, der Unstimmigkeiten bei den Sichtungen in der Sendung "C dans l'air" Ende August 2026 ansprach.
Sehen wir in der Kritik der Kindseltern zu Valentin Doyen heute nicht erheblich klarer?

Das war zum Zeitpunkt des Artikels im "Le Figaro" Anfang Mai 2026 nicht möglich, heute jetzt schon.
Publié le 03/05/2026 à 15h27, mis à jour le 03/05/2026 à 19h04
Quelle: oben.

Zudem: Den Kindseltern geht es also nicht nur um eine subjektiv empfundene fehlende Sensibilität zu Émile.

Zudem, ist es bemerkenswert, dass das Statement der Kindseltern nicht über ihren Anwalt kommt. Wahrscheinlich ergab dessen anwaltlichen Rat dazu etwas anderes, deshalb mussten die Kindseltern selbst und alleine aktiv werden.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 16:02
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Ich fasse es nicht: Weil der Journalist Valentin Doyen Zeugenaussagen nicht überprüfen konnte, und dies wahrscheinlich in seinem Buch so darlegte, also einem journalistischen Standard folgte, alles professionell richtig machte, sollen nach Meinung der Kindseltern nun "reine Fantasiegeschichten" im Buch stehen, die der Familie schaden - klar, unschädliche Fantasiegeschichten würden die Kindseltern wohl nicht kritisieren.
Ich verstehe das Zitat so, dass er sich zwar reuig zeigt, aber weiterhin Fantasiegeschichten verbreitet. Die Vedovinis und die Soleils sitzen nicht in einem Boot. Die einen sind immer noch potentiell Tatverdächtige, und versuchen gerade, ihr Image aufzupolieren, die anderen sind Geschädigte und haben keine Ahnung, was an dem Tag passiert ist. VD zeigt mehr und mehr Nähe zu den Vedovinis, seit er seine feste Stelle bei BFTV nicht mehr hat, ist das rechtlich auch wohl kein Problem, nur objektiver Journalismus ist das auch nicht mehr. Jetzt sitzt er als freier Journalist und Experte für den Fall Émile in Talkshows und versucht, sein Buch zu vermarkten und Traffic für seine Webseite und seine Videos zu generieren.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Sollte es sich bei diesen Zeugenaussagen, die Doyen nicht verifizieren konnte, um Sichtungen handeln, wissen wir seit heute, die Autorin Poletto schreibt auch davon, hinterfragt die Sichtungen von Émile in der Gasse:
Ja, und auch sie spekuliert nur, das Gleiche haben wir hier auch schon rauf und runter diskutiert.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Zudem, ist es bemerkenswert, dass das Statement der Kindseltern nicht über ihren Anwalt kommt. Wahrscheinlich ergab dessen anwaltlichen Rat dazu etwas anderes, deshalb mussten die Kindseltern selbst und alleine aktiv werden.
Das ist reine Spekulation deinerseits. Ich gehe davon aus, dass Emiles Eltern sich das gut überlegt und ihre Stellungnahme auch mit ihren Anwalt abgesprochen haben.


4x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 16:15
Hier ein Auszug eines Interviews mit Peggy Poletto, Master-Abschluss in Strafrecht und Strafwissenschaften, (Journalistin der regionalen französischen Tageszeitung "Var-Matin").
„Es gibt mindestens eine Person, die Bescheid weiß und schweigt“ – Peggy Poletto, Journalistin bei „Var-matin“, befasst sich mit dem „Fall Émile“

Drei Jahre nach dem Verschwinden des Kindes in Haut-Vernet veröffentlicht die „Var-matin“-Journalistin Peggy Poletto im Mareuil-Verlag das investigative Buch „Émile Soleil, Le silence et le bruit“ (Émile Soleil, Stille und Lärm). Fernab vom Medienrummel und den Gerüchten bietet sie eine sachliche Neubetrachtung des Falls und erörtert gemeinsam mit zwei Experten – Jacques Dallest, ehemaliger Generalstaatsanwalt, und Rechtsanwalt Didier Seban, der unter anderem die Familie Mouzin vertritt – die Zukunft der Ermittlungen. Ein Interview.

Wie kam es zu der Idee, sich mit dem Fall des kleinen Émile Soleil zu beschäftigen und ein Buch darüber zu schreiben?

Es war ein Fall, den ich nicht besonders verfolgt hatte. Nachdem ich über zahlreiche Kriminalfälle berichtet und bei einer Reportage die Leiche eines kleinen Mädchens entdeckt hatte, war das Thema Kinder für mich zu einem äußerst sensiblen Thema geworden. Mir gefiel die übermäßige Medienpräsenz rund um Émile nicht; man verfolgte eine Fernsehserie und vergaß dabei den Tod eines kleinen Jungen.

Dann rief mich Jacques Dallest, ein ehemaliger Generalstaatsanwalt, an: „Was halten Sie davon?“ Es ging um die Abteilung für ungelöste Fälle. Er erinnerte mich daran, dass ein Fall nach 18 Monaten, ohne dass Anklage erhoben wurde, an diese auf ungelöste Fälle spezialisierte Abteilung weitergeleitet werden kann. Ich sagte innerhalb von 48 Stunden zu, unter der Bedingung, dass es menschlich und sachlich bleibt.

Obwohl das Rätsel weiterhin ungelöst ist: Wie haben Sie angesichts dieser Flut an Informationen Ihre Erzählung aufgebaut?

Der rote Faden waren die Fakten. Meine erste Aufgabe bestand darin, die offiziellen Aussagen zusammenzutragen: die Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft und des Ermittlungsleiters. Es gab nur sehr wenige, aber sie bestätigten konkrete Fakten: den Fund des Schädels, die DNA. Ich wollte vermeiden, mich erneut auf Gerüchte zu stützen.

Der Fall wird in den Medien so stark aufgebauscht, dass jeder seine eigene Meinung dazu hat. Ich habe keine Einsicht in die Ermittlungsakte, sie ist geheim. Es ist besser, die Ermittler ihre Arbeit machen zu lassen, ohne sie zu beeinträchtigen.

...
Quelle: https://www.nicematin.com/faits-divers/il-y-a-au-moins-une-personne-qui-sait-et-qui-garde-le-silence-peggy-poletto-journaliste-pour-var-matin-se-penche-sur-l-affaire-emile-10715711
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

--- --- ---

Die grafische Gestaltung des Buchcovers finde ich gelungen.
https://www.amazon.fr/-/en/%C3%89mile-Soleil-silence-Peggy-Poletto/dp/2372545159
Peggy Poletto "Émile Soleil: Le silence et le bruit (Jacques Dallest)"


2x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 16:24
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Die grafische Gestaltung des Buchcovers finde ich gelungen.
Ja. Wie dieses wunderschöne Bild vom ihm, wo er mit einem Löwenzahn fotografiert wurde😞.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Le Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

04.09.2026 um 16:30
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Ja, und auch sie spekuliert nur, das Gleiche haben wir hier auch schon rauf und runter diskutiert.
Peggy Poletto spekuliert nicht zu den Sichtungen, denn sie stellt keine neuen Hypothesen diesbezüglich auf, sondern: sie hinterfragt, das ist ein bedeutsamer Unterschied.
Und zwar hinterfragt sie auf der Basis ihrer gewählten Quellen, die absolut seriös sind: offizielle Informationen vom Staatsanwalt und von den Ermittlern.
Zudem ist der Ehren-Generalstaatsanwalt Jacques Dallest inhaltlich an ihrem Buch beteiligt und rief sie an, um das Buch mit ihr zu machen.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Peggy Poletto bezieht sich bewusst nur auf jene Elemente für ihr Buch, die offiziell vom Staatsanwalt und den Ermittlern kommuniziert wurden, ohne die zahlreichen Theorien aus den Sozialen Medien zu befüttern.
Elle dit avoir volontairement travaillé à partir des éléments officiels communiqués par le parquet et les enquêteurs, sans chercher à alimenter les nombreuses théories apparues sur les réseaux sociaux.
Quelle: https://actu.fr/provence-alpes-cote-d-azur/toulon_83137/mort-du-petit-emile-accident-homicide-une-journaliste-varoise-livre-son-analyse-apres-trois-ans-d-enquete_64743117.html
In diesem Kontext ist nicht wichtig, dass wir es hier im Thread diskutiert haben, sondern wichtig ist, dass eine zweite, seriöse Autorin in Frankreich die bekannten Sichtungen in der Gasse infrage stellt, Valentin Doyen also stützt - und ich mich seit heute frage, ob und wie die Reaktion der Kindseltern sein wird.

Diese Erkenntnis von heute ist wow!

In der Sendung "C dans l'air" am 29. August 2026 war Peggy Poletto neben Valentin Doyen in der Runde.

Siehe dort:

Beitrag von CharliesEngel (Seite 458)


1x zitiertmelden