Mickelangelo schrieb:Genausogut könnte aber jemand, der noch jung ist und seine Kräfte noch gar nicht so richtig einschätzen kann zugeschlagen haben, weil er z.B. von der Weigerung Émiles, nun gefälligst dies oder jenes zu unterlassen, genervt war und ihm einfach mal eine saftige Ohrfeige verpassen wollte….
Deine Hypothese gehört dazu, wie viele andere.
In die Vertuschung dürfte dann ein Erwachsener involviert sein, wie die Ermittler annehmen.
Überhaupt, bei mir entsteht der Eindruck, egal, was, ein Kind der Vedovinis wird wohl nie alleine mit irgendetwas beauftragt oder darf allein sein, sie scheinen immer im Team zu sein oder zu zweit, alle säubern die Kirche, alle singen, musizieren, zwei holen das Werkzeug von der Hütte, drei sind in Le Bas-Vernet, zwei gehen mit dem Großvater suchend die Gasse hinunter.
Sollte es ein minderjähriger oder heranwachsender Verursacher innerhalb der Familie der Vedovinis sein, so dürfte sein Handeln kaum ohne einen unmittelbaren Zeugen gewesen sein.
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Was mir während der Nachlese aufgefallen ist, zu den Großeltern:
- Der Großvater lässt sich seit Anbeginn von der gleichen Anwältin vertreten, rechtlich beraten. Offensichtlich scheint es keine erheblichen Differenzen zwischen Großvater und Anwältin in der anwaltlichen Strategie zu geben, was in Anbetracht des schwierigen Charakters des Großvaters mich erstaunt, denn auch seine Anwältin versprüht mMn ein gutes Standing, die Kraft, sich zu behaupten.
- Die Großmutter sah im Juli 2026 am Prozesstag in Digne-les-Bains (Brandanschlag auf ihr Ferienhaus), einen Tag vor dem 3. Jahrestag, blendend aus, anders kann ich es nicht beschreiben. Das Adjektiv drängt sich förmlich auf. Für mich ein Anzeichen, dass ihre Ehe wohl stabil, sie mit sich wohl im Reinen ist, sie die dreijährige Ausnahmesituation gut bewältigen kann.
Und das, obwohl das genaue Schicksal ihres Enkels seit drei Jahren unbekannt ist, und was bekannt ist auch zu Horrorvorstellungen verleiten könnte, einige ihrer Kinder sowie ihr Ehemann und sie weiterhin unter Verdacht stehen, ihre Kinder seit drei Jahren sich in einer Stresssituation befindend, bald eine Ausbildung oder Studium beginnen dürften, sie schubkarrenweise Drohbriefe erhalten, ihre Beziehung zu den Kindseltern zumindest phasenweise beschädigt gewesen sein dürfte, ihr Ehemann wohl berufliche Nachteile hatte, sie die Unbekümmertheit von Le Haut-Vernet verloren haben und und und ... ist es erstaunlich, die Großmutter so blendend zu sehen. Die Fotos und Schilderungen zur Kindsmutter im Lifestream des Prozesses "Fabian/Güstrow" dagegen, verzweifelt ihren Stressball knetend, zwei Welten, absolut zwei Welten.
- Die Anträge der Großeltern als Zivilparteien sehe ich im Entschluss als positiv und was die "ignorierten Orte" und den DNA-Massentest betrifft als überzeugend, alles etwas spät, aber noch nicht zu spät. Sie verteidigen sich proaktiv ohne vorhandene Anklage, scheuen nicht, neue Ansätze zu bringen. Hoffentlich führte ihr öffentlicher Hinweis auf die "ignorierten Orte" nicht zur Vorwegnahme des Überraschungsmoments. Der Verursacher dürfte nun gewarnt sein.
- Auch positiv bewerte ich die Nichtnutzung des Ferienhauses seitdem. Leider verblieben die Vedovinis zu lange dort, ich glaube bis zum Ende der Sommerferien, Zeit für mögliche Vertuschungen. Danach bewiesen sie zum Glück das Feingefühl, Le Haut-Vernet zu meiden; ob das als Vorsichtsmaßnahme noch rechtlich relevant sein wird, bleibt abzuwarten.
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