Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.659 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

27.07.2026 um 17:50
Zitat von AntoineAntoine schrieb:Wieso sollte man von dem Priester, der Selbstmord begangen hat, DNA oder Fingerabdrücke in Zusammenhang mit diesem Fall genommen haben?

Es gibt keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass er am Tattag in der Gegend war.
Deswegen:
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 04.04.2026:Ermittler der Forschungsabteilung von Marseille verfügen darüber hinaus über unbekannte DNA-Spuren aus mehr als tausend anonymen Briefen, so eine mit der Untersuchung vertraute Quelle bei BFMTV. Auch hier werden alle diese genetischen Fingerabdrücke mit der von der Polizei gesammelten DNA verglichen.
Der Priester Claude Gilliot könnte doch einer der tausend anonymen Briefabsender zum Fall Émile sein, auszuschließen sollte das nicht sein. Sollte sein Suizid tatsächlich allein und ausschließlich Folge des Fotostreits gewesen sein?


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.07.2026 um 17:36
Der Autor und Journalist Valentin Doyen berichtet ausführlich zur Affäre Émile, Stand: 19. Mai 2026, diesmal in ruhiger Atmosphäre.

Valentin Doyen (VD) ist der einzige, der mit den Großeltern gesprochen hat, dazu hatte er Zugang zu den Expertisen und zur Analyse der Knochen des Kindes.

Video mit Valentin Doyen: Wer hat den kleinen Émile getötet?

Youtube: QUI A T*É LE PETIT ÉMILE ?
QUI A T*É LE PETIT ÉMILE ?
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

ca. 66 min, mit französischen Untertiteln in guter Qualität, nuschelt auch keiner
QUI A T*É LE PETIT ÉMILE ?
LEGEND
10.918Likes
607.180Aufrufe
19. Mai 2026
Chapitrage :
Kapitel:
00:00 Introduction
Einführung
01:35 Présentation de la famille du petit Émile
Vorstellung der Familie des kleinen Émile
09:35 Le point de départ d’une affaire médiatique
Der Ausgangspunkt einer medialen Affäre
13:53 Les théories sur la disparition
Die Theorien zum Verschwinden
18:13 Premier suspect : le grand-père d’Émile
Erster Verdächtiger: der Großvater von Émile
20:35 La famille : victime ou coupable ?
Die Familie: Opfer oder schuldig?
25:27 L’accusation de l’agriculteur
Die Beschuldigung des Landwirts
34:06 Émile est-il mort sur le coup ?
Starb Émile sofort?
41:05 La randonneuse et le crâne d’Émile
Die Wanderin und der Schädel von Émile
43:00 L’enquête
Die Ermittlungen
49:29 Zones grises autour de la sphère familiale
Graue Zonen um die Sphäre der Familie
52:53 Le t*eur, selon les grands-parents
Der Täter, nach Meinung der Großeltern
57:49 Le journalisme selon Valentin Doyen
Der Journalismus, nach Meinung von VD
01:03:49 Qui a t*é Émile, selon Valentin Doyen
Wer Émile getötet hat, nach Meinung von VD
01:05:02 Outro
Schlussteil
Teil 1, bis 09:35
Ich konzentriere mich auf Neues oder Wichtiges, werde ich mir Zeit lassen mit den anderen Teilen, je nachdem.
Diese Bezeugung des Journalisten VD, wie es im Französischen bezeichnet wird, ist auf jeden Fall neutral und sachlich, verständnisvoll für die Situation der Familie, soweit der erste Teil. Habe das Video noch nicht komplett gesehen.

- Émile mit seiner kleinen Schwester ist mit seinen Großeltern am Vorabend angereist.
- Es sind da die Großeltern, mit sieben (7) ihrer Kinder (Onkel und Tanten von Émile), Émile und seine kleine Schwester. Die Kindseltern sind nicht anwesend.

- Der Kindsvater hat vier weitere Geschwister, zwei Brüder und zwei Schwestern, seine Eltern sind Pierre und Yvonne Soleil.
- Émile war regelmäßig bei den Großeltern Vedovini in La Bouilladisse oder in Le Haut-Vernet.

- Am Samstag, den 8. Juli 2023, bauen die Onkel und Tanten an der Hütte, da Pfadfinder ("scout") und reinigen zusammen die Kirche St. Martin.
- Nachmittags ist Siesta für Émile bis ca. 16 Uhr 30, dann steht er auf.
- Der Großvater mit Onkel und Tanten beladen das Auto, wollen eine Pferdekoppel einzäunen.
- Um 17 Uhr, fixiert durch den Großvater (*), zwischen 16 Uhr 30 und 17 Uhr 15 verschwindet Émile "mitten im Herzen von Le Haut-Vernet".

- Zwei Augenzeugen sehen Émile die rue du Four runtergehen, zu den Brunnentrögen und Kaninchenställen.

- Die Gendarmes erklären VD, dass es nicht untypisch ist. Je mehr Personen anwesend, desto größer die Chance, dass ein Kind entwischt. Jeder denkt, der andere passt ja auf.

- Zu Le Haut-Vernet: Jeder kennt jeden. Ein Mikrokosmos, kaum Autos, Autos und Häuser unverschlüsselt, Schlüssel steckt, keine Diebe, ist nicht selten, dass Kinder hin- und hergehen. Die Ruhe, die Beruhigung, hirtenmäßig. 20 Personen, als es passiert.

- Die Großmutter war dabei die grünen Bohnen zu bearbeiten. Sie hat ein Auge in ihrem Haus auf das Kind. Einige Minuten später sieht sie es nicht mehr, also wendet sie sich an ihren Ehemann, der draußen dabei ist, das Auto zu beladen, "Ist Émile bei dir? Dachte, er sei bei dir?" "Aber nein"

- Der Großvater geht die rue du Four hinunter bis zu den Brunnentrögen und den Kaninchenställen. Er sieht ihn nicht. Er geht wieder herauf, trifft auf einen Augenzeugen, der zuvor noch Émile die Straße hinuntergehen sah, und sagt: "Aber, wir haben Émile verloren."

- Alle suchen. Die ersten Einwohner treffen bei den Großeltern ein. Der Großvater macht eine Runde durchs Dorf. Ein Onkel fährt mit dem Fahrrad schnell die Straßen ab. Ein Dritter reitet mit dem Pferd die Wege ab, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht zu erreichen sind. Alle suchen. Die Einwohner von Le Bas-Vernet helfen auch mit.

- 18 Uhr 12, das Kind wird nicht gefunden. Die Großmutter ruft die Polizei an

Ende Teil 1.


(*) 17 Uhr erwähnt VD, erwähnt danach 17 Uhr 15.

Meine Anmerkung: Die Schilderung zwischen 16 Uhr 30 und 17 Uhr 15 geht von der Großmutter aus, die anderen Akteure bleiben mehr oder weniger nebulös. Augenzeugen vom Vormittag werden nicht erwähnt. Unerwähnt bleibt auch, womit sich Émile bei der Großmutter beschäftigt hat bzw. beschäftigt wurde, man sollte einem Kleinkind doch vielleicht Angebote machen.


1x verlinktmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

28.07.2026 um 17:59
Was ich bedeutsam finde, ist, wie unterschiedlich Großvater und Großmutter sich über des Entwischen ihres Enkels äußern, sofern dies authentisch von VD wieder gegeben wird:

Der Großvater zum Augenzeugen: "Wir haben Émile verloren." ("On a perdu Émile.")

Die Großmutter zur Polizei: "Émile ist verschwunden." ("Émile est disparu.")

Persönlich würde ich nicht die Version des Großvaters benutzen, in Deutsch auch eher "Mein Kind ist weg." oder "Ich finde mein Kind nicht."


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

29.07.2026 um 16:53
Der Autor und Journalist Valentin Doyen berichtet ausführlich zur Affäre Émile, Stand: 19. Mai 2026, diesmal in ruhiger Atmosphäre.

Valentin Doyen (VD) ist der einzige, der mit den Großeltern gesprochen hat, dazu hatte er Zugang zu den Expertisen und zur Analyse der Knochen des Kindes.

Video mit Valentin Doyen: Wer hat den kleinen Émile getötet?

Teil 2, bis 25:20 min

- Am Sonntag, den 9. Juli 2023, VD ist im Urlaub im Var (*), wird er von seiner Stieftochter (16) auf das Verschwinden des Kindes aufmerksam gemacht. VD ist Journalist für die Region Alpes-Haute-Provence, sieht die Infos dazu in den sozialen Medien, macht einige Telefonate, erhält die Telefonnummer und ruft an.
- Sein erster Kontakt ist der Großvater, der ihn weiterreicht zur Kindsmutter Marie. VD überzeugt sie, dass ein Foto von Émile unterstützend sein könnte bei der Suche. Marie hat ihr Smartphone nicht dabei, einige Minuten später sendet der Kindsvater zwei Fotos von Émile, davon jenes mit dem Löwenzahn, mit dem Émile weltbekannt wurde.
- VD veröffentlicht das Foto, und einige Minuten später greift BFM TV die Info und das Foto auf und Millionen von Franzosen sind berührt.

- Zur Theorie einer Entführung: Niemand geht zufällig durch Le Haut-Vernet, es ist zwar keine Sackgasse, wer da hingeht, will da hin, Landwirte, Jäger, Wanderer, Pilzsammler. Fremde werden sofort erkannt.
- Es bleiben die Theorien, Tod durch Familie oder Tod durch Einwohner oder Kenner des Dorfes.

- Zur Theorie Tod durch Familie: In 60 bis 70 % der Fälle ist die Familie involviert.
- VD sagt wörtlich "Die letzten Augenzeugen, die Émile lebend gesehen haben, sind Mitglieder der Familie." (**) Sie zu verdächtigen, ist also logisch. Die Vergangenheit des Großvaters machte ihn zum Verdächtigen #1, trotz anderer Möglichkeiten.

- Die Großeltern fühlen sich verantwortlich für den Tod von Émile. Das Kind verschwand unter ihrer Obhut. Das ist sehr kompliziert und schrecklich für sie. Dieses Kreuz werden sie lebenslang tragen.
- Aber die Großeltern kämpfen auch, sagen, "Wir waren es nicht". VD wörtlich "Ich versichere Ihnen, das waren wir nicht."
- Da ist die Familie von Émile, die Opfer sind und nicht verdächtigt werden. Da ist die Familie der Großeltern, die sich als Opfer sehen und verdächtigt werden. Trotzdem, trotz dieses Traumas, dieses Tsunamis, halten die Familien zusammen, verschwiegen, aus Liebe und aus dem Glauben heraus.

- Erster Eindruck von VD zu Hause bei den Großeltern: intelligent, würdig, sehr würdevoll, Leute, die ihre Worte mit Bedacht wählen, die Großmutter mehr als der Großvater, die würdevoll leiden, die Antworten fordern.
"Wenn Sie in ihre Intimität eintreten und wieder verlassen, fühlen Sie sich komplett destabilisiert." Ich verstehe es nicht, wie diese Familie es nach drei Jahren schafft, ich beschäftige mich ja auch seit drei Jahren mit dem Fall.
- Ein hohes intellektuelles Niveau, sehr kultiviert die Bildung und Erziehung betreffend.
- Aber die Vedovinis lassen niemanden gleichgültig, polarisieren. Entweder man schätzt sie oder verabscheut sie, auch im Dorf Le Vernet, nach Émile hat sich das noch potenziert.

- Die Vedovinis wollen, können nicht nach Le Haut-Vernet zurück, weil sie auf jene Einwohner treffen, die in ihren Aussagen bei den polizeilichen Befragungen nichts nettes bis bösartiges über die Vedovinis hinterließen, schwarz auf weiß. Jeder hat eine Meinung zum Großvater, zur Großmutter, zu den Onkeln und Tanten, den Kindseltern. Für eine Familie, die diskret, fast im Geheimen leben möchte und nun extrem exponiert wurde, ...

(*) Département Var im Südosten des Landes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, u. a. Saint-Tropez, am Mittelmeer.
(**) VD vergisst hier die zwei Augenzeugen von Émile auf der Straße, die er zuvor im gleichen Interview erwähnt hatte.

Ende Teil 2.

Meine Anmerkung: VD zeigt einen gewissen Mut mit diesem Interview, Stichwort: Schicksal des Priesters Claude Gilliot. Ob das im Interview angesprochen wird, mal weiter lesen und hören.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

29.07.2026 um 20:18
@CharliesEngel
Danke für deine Zusammenfassung.


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

29.07.2026 um 23:11
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Meine Anmerkung: VD zeigt einen gewissen Mut mit diesem Interview, Stichwort: Schicksal des Priesters Claude Gilliot. Ob das im Interview angesprochen wird, mal weiter lesen und hören.
Danke für die Zusammenfassung @CharliesEngel

Der Suizid des Priesters Claude Gilliot am 15.03.2025 ist durchaus ein heikles Thema. Der Priester war eng mit der Familie verbunden, er hat auch den kleinen Émile getauft.

Il met fin à ses jours le 15 mars 2025 à Aix-en-Provence à l'âge de 85 ans[8],[9]. Son suicide par intoxication médicamenteuse serait lié à un différend avec le grand-père maternel d'Émile Soleil, un enfant disparu puis trouvé mort dans des circonstances non élucidées. Son grand-père reprochait vivement au religieux, intime de la famille, d'avoir donné à la presse une photo des parents de l'enfant qu'il avait lui-même baptisé en 2020[10]. À la demande comminatoire du grand-père Védovini , l'archevêque d'Aix-en-Provence, Christian Delarbre, avait interdit à Claude Gilliot en octobre 2023 d'exercer son ministère dans la chapelle des Pénitents gris fréquentée par la famille d’Émile, ce dont le prêtre, qui officiait là depuis vingt ans, avait été très doulouresement affecté et ce qui le conduisit à mettre fin à ces jours[11],[12].

Le procureur de la République d'Aix-en-Provence confirme le 1er avril 2025 le décès par suicide de Claude Gilliot, qui avait été mis en doute par le diocèse les 25 et 26 mars[12], et annonce qu'il ne sera procédé à aucune enquête en l'absence de lien entre le prêtre et la mort d'Émile Soleil
Quelle: Wikipedia: Claude Gilliot

--- --- ---
Er nahm sich am 15. März 2025 in Aix-en-Provence im Alter von 85 Jahren das Leben. Sein Selbstmord durch Medikamentenvergiftung soll mit einem Streit mit dem Großvater mütterlicherseits von Émile Soleil zusammenhängen, einem Kind, das verschwunden war und später unter ungeklärten Umständen tot aufgefunden wurde. Sein Großvater warf dem Geistlichen, einem engen Vertrauten der Familie, heftig vor, der Presse ein Foto der Eltern des Kindes gegeben zu haben, das er selbst im Jahr 2020 getauft hatte. Auf die drohende Aufforderung des Großvaters Védovini hin hatte der Erzbischof von Aix-en-Provence, Christian Delarbre, Claude Gilliot im Oktober 2023 untersagt, sein Amt in der Kapelle der „Pénitents gris“ auszuüben, die von Émiles Familie besucht wurde. Dies traf den Priester, der dort seit zwanzig Jahren amtierte, sehr schwer und veranlasste ihn, sich das Leben zu nehmen.

Der Staatsanwalt von Aix-en-Provence bestätigte am 1. April 2025 den Tod von Claude Gilliot durch Selbstmord, der von der Diözese am 25. und 26. März hinterfragt worden war, und kündigte an, dass keine Ermittlungen eingeleitet würden, da kein Zusammenhang zwischen dem Priester und dem Tod von Émile Soleil bestehe.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version):

--- --- ---

Die Schwester des Priesters, Claudine Vandenbroucke, warf in einem Interview mit der PARIS MATCH Philippe Vedovini indirekt vor, dass dieser ihrem Bruder Claude Gilliot sinngemäß den Boden unter den Füßen weggezogen habe.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 25.03.2025:Der Streit entstand dadurch, dass der Priester ein (!) Foto von Emile und seinen Eltern an die Presse gegeben hat. Daraufhin brachen Eltern und Großeltern wütend den Kontakt komplett ab zu dem Priester, boykottierten seine Kirche. Der Großvater soll den Priester beleidigt haben.

Die Schwester des Priesters vermutet, alles begann bei ihnen, der Familie von Émile. Die Beerdigung des Priesters war gestern.



melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

30.07.2026 um 06:20
@AlteTante
@two-cents
Danke für euer Feedback und die Erinnerung an das Schicksal des Priesters und seiner bestürzenden Erfahrung mit dem Großvater und den Kindseltern.

Dem Journalisten Valentin Doyen war also bewusst, wie unerbittlich der Großvater reagieren kann, wenn es nicht nach seinem Willen geht.

Zum anderen frage ich mich, wie es bei BFM TV bzw. BFM DICI diskutiert wurde, den Großeltern so eine Plattform zu schenken, in einer Phase der Ermittlung, in der sie von offizieller Seite weiterhin als verdächtig eingestuft sind und niemand vorhersagen kann, ob sich das jemals ändern wird, ob der Fall Émile jemals restlos aufgeklärt werden wird.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Videos von der Produktion Legend Story arbeitet VD bereits als freier Journalist. Das Video ist vom 19. Mai 2026. Valentin Doyen hat BFM TV im Frühjahr 2025 verlassen, sein E-Buch wurde rund vier Wochen vorher, im April 2026, veröffentlicht.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 26.03.2025:Kurze Anmerkung zum Journalisten Valentin Doyen: Doyen war jahrelang bei bfmtv und betreute von dort die Affäre "Émile" von Beginn an. Seit Frühjahr 2025 hat er bfmtv verlassen, gab dazu ein emotionales Abschiedsvideo und arbeitet aktuell als freier Journalist.
Auch lese ich diesen Beitrag von @LillyLego nun nochmal aufmerksamer, da ich mir vorstellen kann, dass es zu dem Entschluss der Großeltern zu diesem Gespräch mit VD auf Initiative und Ermunterung von deren Anwälte kam, Stichwort "Charmeoffensive". Diesen Ausdruck "Charmeoffensive" finde ich nur so semi-passend, es fällt mir grad aber auch nichts anderes ein. Es ist wichtig, weiterhin Distanz zu wahren, um einen größeren Sichtkreis auf die Affäre Émile zu behalten. Die Meinung der Kindseltern zu dem Gespräch der Großeltern mit VD ist ja unbekannt.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb am 03.05.2026:Es ist jedoch die Frage, ob sich die nun geäußerte Krtitik der Eltern von Emile wirklich nur gegen die Medien und möglicherweise ihn richtet, oder ob zwischen den Zeilen nicht auch Kritik an den Anwälten der Großeltern genommen wird?
VD berichtet in dem Video, er sei bei den Vedovinis zu Hause gewesen, also in La Bouilladisse, das ist schon erstaunlich, von beiden Seiten betrachtet. Ort des Gespräches hätte ja auch ein neutraler Konferenzraum eines Hotels in Marseille sein können.

Trotzdem ist es kein aufgezeichnetes Interview zwischen Großeltern und Journalist. Der Journalist berichtet, im Video wird das Wort "Bezeugung" ("temoinage") verwendet, von seinem Gespräch mit den Großeltern. Die Großeltern verbleiben also weiterhin im Hintergrund.

Die neuen Informationen zu den Details am Verschwindetag werde ich nicht in das Themen-Wiki, Abschnitt Chronologie, als gesetzt aufnehmen können, da sie ausschließlich auf den Erklärungen der Großeltern gegenüber dem Journalisten VD beruhen und der Journalist bisher, bis zum Ende von Teil 2, nicht erklärt hat, dass die Gendarmerie oder Nachbarn oder Einwohner von Le Haut-Vernet oder Le Bas-Vernet Teile der Aussage bestätigt haben, zum Beispiel die familiäre Suche nach Émile zwischen 17 Uhr 15 und 18 Uhr 12 zu Fuß, mit Fahrrad und Pferd.
(Ich erwarte da auch nichts mehr, da es im weiteren Verlauf des Interviews um andere Inhalte geht.)

Dieses Interview mit VD und der Produktion Legend Story gibt es auch als Podcast:
57:49 Le journalisme selon Valentin Doyen 01:03:49 Qui a t*é Émile, selon Valentin Doyen 01:05:02 Outro

🎧 Retrouvez cette interview en Podcast : Spotify : https://open.spotify.com/show/4xQ0IUSsrfs6pltTnwr3Kk?si=a9ccb72d97cf4830 Apple Music : https://podcasts.apple.com/fr/podcast/legend/id1691740320 Deezer : https://www.deezer.com/fr/show/6125205 Amazon Music : https://music.amazon.fr/podcasts/c3a4f219-6677-4a56-bc35-c0bde742f008/legend
Quelle: Infos zum Video
Beitrag von CharliesEngel (Seite 449)


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

01.08.2026 um 15:31
Vielen Dank @CharliesEngel für Deine tollen Zusammenfassungen der französischen Artikel und Videos.

Wenn man davon ausgeht, dass die Aussage einiger weniger Dorfbewohner stimmt, dass Maximin mittags vor dem Verschwinden von Emile über Stunden Richtung Ubac gegangen war, die Familie dies aber im Nachgang nicht zugeben wollte, dann würde ich daraus schließen, dass es eine Vorgeschichte gibt, die möglicherweise erst später zu einem Racheakt oder Entführen des kleinen Emile geführt hat.

Ich habe diese These hier schon einmal aufgestellt, das wurde aber gleich zerissen, weil man sich nicht vorstellen konnte, dass man sich derart an einem Kleinkind rächt.

Rein hypothetisch könnte ich mir aber ein Szenario vorstellen, dass es Emiles Großeltern aufgrund ihrer Religiosität unmöglich macht, eine gewisse Mitschuld einzuräumen.

Nehmen wir mal an (dies ist nur ein Beispiel!) Maximin hätte einen Traktor oder das Auto eines Touristen beschädigt und zwar wissentlich, weil er das Temperanent des Großvaters geerbt hätte oder weil dem wiederum zuvor was vorausgegangen wäre (Beschädigung der familieneigenen Pferdekoppel, der Waldhütte oder was auch immer), dann würde die Familie das sicher nicht zugeben wollen, da sie ihre Kinder ja als wohlerzogen sehen möchten und gegenüber ihrer eigenen Tochter, Emiles Mama, auch sicher nicht zugeben würden, dass das Verhalten ihres eigenen Sohnes eine Art Kettenreaktion ausgelöst hätte, deren Opfer am Ende der kleine Emile geworden wäre.

So und eigentlich nur so würde sich für mich dieses Verneinen von Maximins vorherigem stundenlagen Abwesendsein erklären. Da Maximin nämlich auch ein Komoot-Konto hatte, wo er auch seine Wanderungen gezeigt hat (hierauf wurde ich seinerzeit durch einen anderen User hingewiesen), wäre es ja im Prinzip gar nicht schlimm gewesen zu sagen, ja, unser Junge war zuvor wandern oder schwimmen.


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

11.08.2026 um 08:35
Hier mal wieder ein neues Video von Valentin Doyen zum Fall. Man beachte in den Kommentaren den festgepinnten Hinweis auf sein Buch ...

Youtube: La randonneuse qui a retrouvé son crâne dit tout ! Mort d'ÉMILE
La randonneuse qui a retrouvé son crâne dit tout ! Mort d'ÉMILE
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.



2x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

12.08.2026 um 12:27
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Hier mal wieder ein neues Video von Valentin Doyen zum Fall. Man beachte in den Kommentaren den festgepinnten Hinweis auf sein Buch ...
Merci @GrafOskar für das Video vom Journalisten Valentin Doyen (VD), offensichtlich darf man noch weiter mit ihm rechnen. Hier interviewt VD die Wanderin Sadia, die Finderin des Schädels am Ostersamstag 2024.

Beide nehmen jenen Weg zur Fundstelle, so wie ihn Sadia an jenem Ostersamstag 2024 genommen hat. Mindestens zweimal begrüßt Sadia ihr entgegen kommende Menschen mit "Bonjour". So unbekannt kann der Weg also nicht sein. Die Menschen werden im Video nicht gezeigt, auch nicht anonym, auch nicht nur deren Schuhe zum Beispiel. Das Gesicht von Sadia bleibt verspixelt, woran sie VD auch mehrfach erinnert.

Sadia, die im August 2024 nicht mehr über das einzigartige Ereignis öffentlich sprechen wollte, fühlt sich nun durch die kritischen Kommentare über sie in den sozialen Medien ("Schock ihres Lebens") genötigt, sich zu erklären, wie das war, mit der Wanderung, den Plastiksäcken, dem fehlenden Handy, dem Fund, ihrer Entscheidung den Schädel mitzunehmen, Unterstellungen zu berichtigen, etc.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 12.08.2024:Über den sehr besonderen Moment der Entdeckung möchte sie nicht mehr sprechen.
Anfänglich stellt VD seine Fragen manchmal schon etwas hinterlistig, so mein Eindruck, zum Beispiel ob Sadia ihre von der Gendarmerie beschlagnahmten Sachen zurückerhielt. Angelangt bei der Fundstelle entwickelt sich das Interview mehr zu einem persönlichen Gespräch auf Augenhöhe und seiner Stimme ist der Respekt vor dem Ort und dem Ereignis anzumerken.

Wer kommt in seinem Leben in die Situation mitten in der Natur auf den Schädel jenes Kleinkindes zu treffen, das seit acht Monaten vermisst und gesucht wird?

An der Fundstelle - soweit ersichtlich - steht nichts, dass an Émile erinnert, auch kein Holzkreuz. Bei min 17:00 wird in der Natur, links seitlich des Weges etwas Großes verpixelt, vielleicht eine Markierung (?).

Zusammenfassung des Interviews von VD mit der Wanderin Sadia (S):

- S, nun 64 Jahre, entschied sich in jenem Alter für softere sportliche Aktivitäten als sie zuvor ausgeübt hat. Sie wandert gerne querfeldein, wie es ihr gefällt und ist erbost über die Äußerung des Bürgermeisters, dass das nicht der Sinn des Wanderns sei.

- Am Findetag, dem Ostersamstag 2024, fing es bereits bei ihrem Haus an zu regnen. S rief vor der Wanderung ihren Bruder an, dieser ermutigte sie trotz des Wetters dazu.

- S stellt einige Falschinformationen, die in den sozialen Medien kursieren, richtig: Sie besitzt weder Appartements noch Pferde, das sei eine Verwechslung mit einer anderen Frau namens Sadia, Warum geht sie nicht zurück in ihr Land? Frage in den Kommentaren. S ist geborene Pariserin, ihre Eltern kamen aus der Kabylei. (*) "Ich bin hier geboren im Land von Molière, habe zwei Länder." S kannte die Vedovinis nicht. Die Plastiktüten, um ihre Füße in den nicht wasserfesten Schuhen trocken zu halten, das machten selbst Motorradfahrer so. Und in Paris hätte sie sich mal ein Prepaid-Handy am Kiosk gekauft, aber ... ihre Erklärung bleibt da etwas ungenau.

- Es war ihr sofort klar, dass es Émile ist. Sie überlegte nicht lang und sammelte den Schädel ein, für "Mama und Papa von Émile".

- Von der Kleidung hat S nichts gesehen, sie kennt nicht die Fundstellen der (Be-)Kleidung, spricht auch nicht von den Wanderschuhen des Kleinkindes.

- S deponiert den Rucksack auf ihrer Terrasse, er sollte nicht in ihrem Haus verweilen, ist emotional aufgewühlt, möchte einen Kaffee trinken, ruft die Gendarmerie an und sagt ihnen, es sei der Schädel von Émile. Die Gendarmerie sagt, sie rufen in zehn Minuten zurück und legt auf.

- 15 Minuten später Treffen von zwei Gendarmen und S am kommunalen Schwimmbad in Le Bas-Vernet. S wollte nicht, dass die Gendarmerie sie in ihrem Haus aufsucht, um einen Aufruhr zu vermeiden.

- Ein Gendarm schaut sich den Schädel an, eine zweite Polizistin bleibt bei ihr. S soll sie nun zur Fundstelle bringen. Ein Gendarm geht voran, die Polizistin neben S.

- S nennt den oder die Täter "Satan". Ob der Täter aus dem Dorf oder aus der Familie sei, das wisse sie nicht, sonst wäre sie ja ein Medium.

- Ihre Orientierung und sie sind zwei. Sie ist stolz darüber, die Fundstelle wieder gefunden zu haben.

- S vermutet den, die Täter in Le Bas-Vernet, hinterfragt, ob in Le Bas-Vernet ausreichend ermittelt wurde. Von Le Bas-Vernet seien es ca. zehn Minuten bis zur Fundstelle und in Le Bas-Vernet lebten auch seltsame Leute, so wie überall.

- S wird am Ostersonntag, am Tag nach dem Findetag, in der Gendarmerie in Seynes-les-Alpes bis Mitternacht verhört, erzählt ihr ganzes Leben. Einmal habe S während der Vernehmung geweint, weil sie auch Kinder hat, es ihr Kind hätte gewesen sein können (**).

- S: "Im Winter ist hier ein Bächlein, alles voller Wasser. Man ist gezwungen, mit hochgezogenen Beinen zugehen. Auch im März war hier Schnee und Wasser." (bei min 13:00)

- S nimmt an, der Sturm von 120 km/h hat den Schädel dorthin transportiert. Dieser Sturm am Findetag hätte den Schädel auch unauffindbar weiter transportieren können, deshalb hat sie ihn eingesammelt.
VD glaubt nicht, dass alles kurz zuvor dort deponiert wurde, denn der Staatsanwalt hat nie gesagt, dass der Schädel auf dem Weg deponiert wurde.

- VD erwähnt: Die Kleidung war nicht acht Monate draußen. Beide diskutieren dann herum, S hofft auf keinen cold case.

- Dieser von S gewählte Weg von Le Bas-Vernet aus sei wilder und deshalb für S interessanter. Der Weg von Le Haut-Vernet aus sei eine "route", also ein richtiger, als solcher gekennzeichneter, offizieller Wanderweg.

- Am Ostersonntag beschlagnahmt die Gendarmerie ihre Wanderschuhe, die sie zurückerhielt, nimmt Abdrücke ihrer Wanderschuhe, ihre Fingerabdrücke und ihre DNA. Ihr Haus wird durchsucht, Sachen werden beschlagnahmt, die sie alle innerhalb einer Woche zurückerhielt.

- Von den Kindseltern erhält S ein Dankesschreiben, "einen schönen Brief", via deren Anwalt Me Triomphe, nebst einem Foto von Émile.
Am darauf folgenden Tag erhält sie einen Anruf vom Anwalt der Kindseltern, ob sie beabsichtige, dem Beerdigungsgottesdienst beizuwohnen. S lehnt vehement ab, sie habe sich selbst nach dem Ableben ihres Mannes schnell der Situation entzogen.
S, ungefähr: Die Person, seine Seele, ist nicht mehr da, was willst du machen außer Weinen.
Der Kontakt zu den Kindseltern ist stets über deren Anwalt, nie direkt.
Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr, weder zu den Kindseltern, den Großeltern sowieso nie, zum Anwalt nicht, noch zur Gendarmerie. S erwähnt hier die Träumereien eines einsamen Spaziergängers (***) nach Jean-Jaques Rousseau.

- S, ungefähr: "Ich habe erfahren, einen Schädel gefunden zu haben."

- Beide kommen nun an der Fundstelle an (bei ca. min 18:10). Die umgefallene Tanne, ihre Markierung, ist nun entnadelt, ein Skelett wie S sagt, die Tanne nähme die Entwicklung, die "wir", die jeder Mensch letztendlich mache.
- S: "Mein Körper erinnert die Fundstelle."
- Sofort denkt S, hey, man hat ihn für mich dort hingelegt. Das sind menschliche Gedanken.
- S zeigt mit dem Holzstückchen die Nase und dann die Ausrichtung des Schädels auf dem Erdboden des Weges.
- Sie weiß nicht, wo die Kleidung gefunden wurde und fragt VD. VD: "Da weiter unten, hat man mir gesagt." (bei ca. min 19:36). S: "Du siehst, da sind Spuren eines Baches noch." VD: "Der Schädel könnte durch die Regenfälle, Wind und Bach hinunter gelangt sein." S: "Aber wie erklärst du dir die saubere Kleidung?" VD: "Wenn sie unten sind, erkläre ich es mir nicht." (****)

- Laut S war der Schädel ganz weiß, wie poliert, wie gebürstet, ganz sauber, ohne Fleisch und Blut, nur deshalb konnte sie ihn aufnehmen. S: "Satan ist grausam, ohne Mitleid."

- S demonstriert, wie sie den Schädel in ihre zwei Plastiktüten sammelte und umwickelte, dann in den Rucksack (*****) deponierte, den Rucksack vor ihre Brust drückte und losging, ohne ihn zu berühren. Da fällt ihr ein, sie bräuche vielleicht eine Markierung und entdeckt die umgestürzte Tanne.

- Trauer, Ekel, Zufriedenheit, eine Ambivalenz der Gefühle überwältigt sie. Auch Ekel, sie möchte nicht, dass der Schädel sie berührt (vielleicht meint sie auch, dass sie den Schädel spürt), sie realisiert, dass sie einen Menschen im Rucksack transportiert und hält ab dann den Rucksack am ausgestreckten Arm von sich und geht, läuft in dieser Armhaltung so schnell es geht zurück nach Haus.

Ende des Videos, ziemlich abrupt, ohne Abschied zwischen VD und Sadia.



(*) Kabylei, Region in Algerien, gehörte bis 1962 zu Frankreich.

(**) Theoretisch gemeint, so meine Annahme.

(***)
Les rêveries du promeneur solitaire (Die Träumereien des einsamen Spaziergängers, unvollendet, verfasst zwischen 1776 und 1778), Lausanne 1782.
Quelle: Wikipedia: Jean-Jacques Rousseau

(****) Diesen Satz von VD konnte ich nicht genau lesen, hören, verstehen. Vielleicht gelingt es euch besser.

(*****) S betont, es sei nicht der Rucksack, den sie heute mitführt, den VD wohl gerade trägt. Was mit dem Rucksack vom Findetag geschah, wird nicht erzählt.


2x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 09:13
Immer wieder interessant, dass Du @CharliesEngel
die Berichte hier zusammenfasst und man auf diese Weise auch etwas außerhalb der Ermittlungen mitbekommt, um die es leider sehr ruhig geworden ist, was vermuten lässt, dass die DNA-Abgabe leider nicht weiterhalf. Ich sehe das mittlerweile auch schon fast als Cold Case, der nicht mehr aufzuklären ist.

Interessant fand ich die Stelle, wo Sabia sagte, man hätte sie zunächst mit einer anderen Sabia verwechselt, die eine Ferienwohnung und Pferde hätte. Hatte man evtl. vermutet, dass eine Person mit einem Pferdegestüt oder einer Fewo Teile von Emile bei sich gefunden haben und dann in Panik in den Wald verbracht haben könnte? Also wenn ein Fremder den Jungen auf landwirtschaftlichem Grund oder einer vermieteten Immobilie versteckt gehalten hätte, ohne dass der Besitzer etwas bemerkte?


2x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 09:37
@LillyLego
Du meinst, jemand hat zufällig Emiles Skelett auf seinem Grundstück gefunden, hat mit der Tat überhaupt nichts zu tun (außer, dass es zufällig sein Grundstück ist), wollte aber keine Scherereien? Vorstellen könnte ich es mir. Dann müsste die DNA, die man gefunden hat, ja gar nicht die des Mörders/Unfallverursachers sein. Aber wo ist dann der Rest der Leiche? Das ist es, was ich mich am meisten frage. Ein zufälliger "Finder", der nicht damit in Zusammenhang gebracht werden will, nicht einmal als Finder, würde doch ALLES loswerden wollen! Und warum hätte er die Kleidung woanders ablegen sollen?


2x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 11:42
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Interessant fand ich die Stelle, wo Sabia sagte, man hätte sie zunächst mit einer anderen Sabia verwechselt
Der erste Gedanke der mir kam war, der Name Sabia kreiste nach ihrer Vernehmung über den Fund ziemlich schnell in Journalistenkreisen und dann gehts los.....


1x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 13:49
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Der erste Gedanke der mir kam war, der Name Sabia kreiste nach ihrer Vernehmung über den Fund ziemlich schnell in Journalistenkreisen und dann gehts los.....
Jetzt bin ich doch verwirrt, wie heißt die Wanderin?

Sabia? Sadia?

In der Tat kursieren beide Versionen in den Beiträgen der User hier, siehe Suchfunktion.

Check: Die Wanderin heißt Sadia.
C'est elle qui a trouvé le crâne du petit Émile, cet enfant de 2 ans et demi qui, le 8 juillet 2023, avait disparu du hameau du Haut-Vernet, à 1,5 kilomètre de cette macabre découverte. Mercredi 16 octobre, Sadia a accepté de nous mener sur les lieux de la sinistre scène.
Quelle:
https://www.laprovence.com/article/faits-divers-justice/2212643977279814/mort-d-emile-la-randonneuse-nous-a-menes-sur-le-sentier-ou-elle-a-decouvert-le-crane-de-lenfant

Und die Frau, mit ähnlichem Vornamen, mit der die Wanderin in Frankreich verwechselt wurde, heißt "Saïda" (entnommen dem letzten Video von Valentin Doyen).

Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Immer wieder interessant, dass Du @CharliesEngel
die Berichte hier zusammenfasst und man auf diese Weise auch etwas außerhalb der Ermittlungen mitbekommt, (...)
Ich mache es eigentlich sehr gerne, aber manchmal fehlt dazu die Zeit, denn es ist zeitintensiv. Der restliche Teil des Videos von Valentin Doyen über die Affäre Émile ("Wer hat den kleinen Émile getötet?") ist noch auf meiner To-Do-Liste.

Die Infos außerhalb der Ermittlungen darzulegen ist doch nur natürlich. Warum sollten wir hier nicht genauso gut uns informieren wie es in Frankreich geschieht? Persönlich bevorzuge ich, die Infos dann hier einzubringen, wenn sie auch in Frankreich auftauchen; sie später, sollte es zu einen unmittelbaren Bezug zum Fall kommen, einzubringen, könnte organisatorisch schwierig werden. Zudem spielen die Presse und der Druck der öffentlichen Meinung in der Affaire Emile eine spürbare Rolle, Stichwort: Versuchte Brandstiftung im Mai 2026, Charmeoffensive der Vedovinis im Mai 2026, "Gegenermittlung" der Großeltern in 2026. Im flow zu bleiben ist besser, um alles verstehen zu können.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:(...) und man auf diese Weise auch etwas außerhalb der Ermittlungen mitbekommt, um die es leider sehr ruhig geworden ist, was vermuten lässt, dass die DNA-Abgabe leider nicht weiterhalf. Ich sehe das mittlerweile auch schon fast als Cold Case, der nicht mehr aufzuklären ist.
Könnte es nicht sein, dass jene/r, die infolge des Ergebnisses des DNA-Massentests nun im Focus der Ermittlung stehen, zunächst überwacht werden, um zusätzliche Informationen zu gewinnen?


2x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 14:59
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Könnte es nicht sein, dass jene/r, die infolge des Ergebnisses des DNA-Massentests nun im Focus der Ermittlung stehen, zunächst überwacht werden, um zusätzliche Informationen zu gewinnen?
Ich muss gestehen, dass ich mir das nicht vorstellen kann. Falls die Ermittler fündig geworden wären, würden sie den Sack schnell zumachen, wie man so schön sagt.

Wenn es keinen direkten Treffer gibt würde eine Veröffentlichung dieses Ergebnisses allerdings erst mal den Generalverdacht gegen die Dorfbewohner entlasten. Die haben in den letzten 3 Jahren medial eine Menge aushalten müssen.

@CharliesEngel
Ganz lieben Dank für deine Übersetzungen.


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 15:00
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Du meinst, jemand hat zufällig Emiles Skelett auf seinem Grundstück gefunden, hat mit der Tat überhaupt nichts zu tun (außer, dass es zufällig sein Grundstück ist), wollte aber keine Scherereien? Vorstellen könnte ich es mir.
Na ja, völlig ausschließen würde ich es nicht, vielleicht erst recht dann, wenn die Vermietungen der Fewo nicht als offizielle Einnahmequelle deklariert waren, man als Besitzer vielleicht noch nicht mal konkrete Angaben des mietenden Gastes vorweisen könnte und sich dann sagen würde "Mist, ich hab mich bar bezahlen lassen, mir noch nicht mal den Perso zeigen lassen, glaubt mir denn dann überhaupt jemand? Wie schnell bin ich da in der kleinen Dorfgemeinschaft selbst in Verruf" (nur mal als Beispiel einer Denkweise)

Der Brandstifter hatte sich ja auch zunächst für jemand anderen ausgegeben, auf einem Pferdegestüt könnte es auch noch Hühner und Fledermauskot geben...
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Ein zufälliger "Finder", der nicht damit in Zusammenhang gebracht werden will, nicht einmal als Finder, würde doch ALLES loswerden wollen! Und warum hätte er die Kleidung woanders ablegen sollen?
Vielleicht erst alles abgelegt inkl Kleidung, dann nach wenigen Tagen festgestellt, dass da keiner vorbeiläuft und dann den Schädel höher auf dem Weg deponiert? Ich weiss es nicht, war nur einer von vielen Gedanken zu diesem Fall.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Könnte es nicht sein, dass jene/r, die infolge des Ergebnisses des DNA-Massentests nun im Focus der Ermittlung stehen, zunächst überwacht werden, um zusätzliche Informationen zu gewinnen?
Möglich wäre es. Die Großeltern drängen ja auch noch auf eine detailliertere Analyse der Telefondaten. Telefondaten einheimischer Anbieter wurden sicherlich detailliert untersucht, aber wie wäre es im Fall auslädischer Anbieter? Das würde sicher einen konkreten Verdacht (möglicherweise basierend auf einem DNA-Treffer) plus weitere offizielle Ermittlungsersuchen an Telefonanbieter im Ausland nach sich ziehen.

Dass eine reine Überwachung mittels eines Zielfahnders, jetzt noch was bringen könnte, wage ich zu bezweifeln. Wäre der Täter unter den DNA-Abgebern, wäre er spätestens jetzt so vorgewarnt, sich bestenfalls völlig unauffällig und passiv zu verhalten.


melden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 15:38
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Aber wo ist dann der Rest der Leiche? Das ist es, was ich mich am meisten frage. Ein zufälliger "Finder", der nicht damit in Zusammenhang gebracht werden will, nicht einmal als Finder, würde doch ALLES loswerden wollen! Und warum hätte er die Kleidung woanders ablegen sollen?
Spekulation meinerseits:

Vielleicht wollte die Person, dass aufgehört wird zu suchen oder Fragen zu stellen.
Findet man den Schädel weiß man sicher, dass das Kind nicht mehr lebt.
Man kann ja auch vieles "verzichten", aber nicht auf seinen Kopf.

Wer auch immer etwas mit der Tat zu tun hat, wird dabei Spuren hinterlassen haben oder sich zumindest darüber im Klaren sein, dass er Spuren hinterlassen gehabt haben könnte.

Einen Schädel ohne allem "menschlichem" ist leichter zu reinigen und von Spuren zu befreien.

Bei Kleidung wäre dies auch möglich und doch wäre da die Ungewissheit, ob man nicht etwas übersehen hat was einen irgendwie verraten könnte.

Natürlich ist der Plan etwas irre, weil selbstverständlich weiter Fragen gestellt werden.
Aber nicht mehr ob das Kind noch lebt.

Und da der Fall weiterhin ungelöst ist, geht er (bei dieser Theorie) auch irgendwie auf.
Aber die Frage, ob das Kind noch lebt wurde mit dem Fund beantwortet.


1x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 18:05
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Und da der Fall weiterhin ungelöst ist, geht er (bei dieser Theorie) auch irgendwie auf.
Aber die Frage, ob das Kind noch lebt wurde mit dem Fund beantwortet.
Das ist auf jeden Fall eine sehr gute Erklärung.
Vielleicht wollte der Täter der Familie einen Abschluß geben, um trauern zu können. Wurde ja schon besprochen.

Ich kann mir verschiedene andere Theorien denken, weshalb nur der Schädel gefunden wurde.

1. Der Schädel hat im Christentum eine symbolische Bedeutung. Sehr schön nachzulesen hier:
https://de.wikisource.org/wiki/Christliche_Symbolik/Todtenkopf

2. Der restliche Körper zeigt zuviel Spuren aus denen die Ermittler Rückschlüsse auf die genaueren Todesumstände ziehen könnten.

3. Der Täter wollte einen Teil behalten. ( klingt verrückt, ist aber nicht ungewöhnlich)


1x zitiertmelden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

13.08.2026 um 18:37
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:3. Der Täter wollte einen Teil behalten. ( klingt verrückt, ist aber nicht ungewöhnlich)
Man darf ja hier nicht zu viel spekulieren und dass ist auch richtig so. Was mir bei deinem dritten Punkt in den Sinn kam war: vielleicht "benötigte" der Täter den Schädel nicht. Denn der Kopf gehört zu einem Menschen, einem einzigen.
Ein Körper hingegeben kann sehr leicht entpersonifiziert werden, erst Recht ohne Kopf.
Sprich: vielleicht stellt für den Täter der Rest etwas/jemanden dar wer/was der Bub aber gar nicht wahr.

Ich weiß nicht ob man versteht wie ich das meine. Und ja, es klingt sehr verstörend. Aber ein kleines Kind ist tot und was auch immer geschah kann eigentlich nur verstörend und unverständlich sein.


1x zitiertmelden